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"Old in the City" umfasst 35 lustige Geschichten aus dem wahren Leben. Alle erzählten Begebenheiten haben wirklich stattgefunden und wurden nur durch kleine schriftstellerische Freiheiten ergänzt.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 48
Veröffentlichungsjahr: 2017
FÜR ALLE,
DIE DAS LEBEN MIT HUMOR NEHMEN!
Old in the City
Gespaltene Persönlichkeit
Babyfreuden
Sexy
Mein kleiner grüner Kaktus
Sonnenaufgang in der Toscana
Umweg nach Venedig
Omama liebt Opapa
Wenn Frauen Fußball schauen
Ein Chauffeur hat´s schwer
Der falsche Idefix
Natasha
Ein aufregender Polterer
Pistenrowdy
Roger Federer lässt mich straucheln
Fete blanche
Elefant und Alkotest
Menschen am Abgrund
Die Weihnachtsmaus
Ein herzhaftes Määäääääääh
Ich bin durchschaut
Pensionsschock
Wuff Wuff
Ich habe Angst vor Bon Jovie
Gelegenheit und Gucci machen Diebe
Marc Pircher geht mir auf den Allerwertesten
Ich bin soooo cool
Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
Rekord im Kofferpacken
Engerl/Bengerl-Spiel
Bin ich ein Monk?
Bananenrepublik
Mordalarm
Der Speck muss weg
Wichtige Entscheidungen
Nachtrag:
60 Dinge, die uns glücklich machen
Es war eine Zangengeburt. Nach dem Tod von meinem Papa konnte ich zwar mein zweites Buch „Cold in the City“ gerade noch fertigstellen, aber dann geschah etwas, das man wohl Schreibblockade nennt. Die Trauer, aber auch der Übergang in meinen Ruhestand und die damit verbundene nicht enden wollende ehrliche Freude, alles das waren sicher in meinem Kopf zu verarbeitende Ereignisse. Noch dazu hat mein Mann bei seiner Pensionierung den größten Teil der Arbeiten in Wohnung und Garten, sämtliche Besorgungen und notwendigen Wege übernommen. Ab dem Antritt meines Ruhestandes habe ich das wie selbstverständlich ohne Verhandlungen und ohne große Worte dummerweise wieder an mich gerissen. Da hatte die Muse wenig Zeit mich zu küssen. Dazwischen hatte ich zwar immer wieder tolle Ideen und machte gleich Notizen, aber man muss einfach auf den richtigen Zeitpunkt warten können.
Das dritte Buch „Old in the City“ hat am 10.2.2012 begonnen und wurde im Oktober 2017 vollendet. Danke an alle, die mich immer wieder gefragt haben, wann das nächste Buch folgt und mir die schriftstellerische Treue gehalten haben. Ich bin eben doch kein Profi wie z.B. Konsalik, sondern nur ein Amateur-Schreiberling mit Herz und Seele ohne finanziellen Erfolgsdruck, obwohl der Erlös meiner Bücher an die Krebsforschung/Krebshilfe gespendet wird.
Danke an alle Lieben, die mich mit ihren Geschichten beglücken. Danke an meinen Mann für das tolle Buchcover und die vielen herrlichen Zeichnungen. Danke an Gartenfreundin Heidi für das mühevolle Probe- und Korrekturlesen.
Es schwirren bereits viele Ideen für ein viertes Buch in meinem Kopf herum. Bitte helft mir! Ihr alle seid meine Inspiration und die Basis für diese Bücher.
Ich hasse U-Bahn fahren. Es ist für mich echter Stress. Die vielen Menschen, hustend, schnäuzend, telefonierend, essend, …… Schrecklich, aber mein Auto ist beim Service und ich muss unbedingt einen Termin einhalten. Taxi fahren ist mir zu teuer und auch dort fühle ich mich oftmals ziemlich unverstanden, wenn ich zehnmal erklären muss, wie man an das Fahrziel kommt.
Ich steige nun in die U-Bahn im ersten Bezirk am Stephansplatz und sie ist natürlich gerammelt voll. Ich zwänge mich durch die Massen und komme in der Mitte des Waggons zum Stehen. Ich schaue genervt in die Gegend und auf einmal höre ich die Worte: „Möchten sie sich niedersetzen?“ Ich schaue das etwa 14-jährige junge Mädchen auf dem Sitzplatz vor mir entgeistert an und drehe mich dann reflexartig um, denn hinter mir muss sicher eine alte Dame oder ein alter Herr stehen, die einen Sitzplatz suchen. Aber nein, das junge Mädchen sieht MICH ganz freundlich und unschuldig an und wiederholt ihre Frage. Mir entschlüpft ein bissiges „Nein, danke!“ und in mir fängt es an zu beben und ich denke mir: „Du kleiner Trampel ich bin 51 Jahre alt und spiele Tennis in der obersten Liga und arbeite täglich wahrscheinlich mehr als du in einer Woche. Ich bin jung und schau auch nicht alt aus, also frag nicht so blöd“.
Der freundliche Teenager wird vermutlich nie wieder einer Person einen Platz anbieten und ich bitte um Verständnis für viele Jugendliche, die einfach stur sitzen bleiben, weil einige Jungsenioren zu eitel sind und einen auf jugendlich machen wollen so wie ich.
In unserem Tennisclub gibt es einen Spieler, den nur ganz wenige und das auch nur halbwegs gut leiden können. Kurt ist eingebildet, ein Möchtegern-Casanova, unfreundlich und beim Tennis launisch und aggressiv und zählt absichtlich falsch. Offenbar hat er sich unter lauter freundlichen Menschen nicht wohlgefühlt und nach 2 Jahren den Club gewechselt. Bei einem Meisterschaftsspiel geht mein Mann Karl auf den Platz und traut seinen Augen nicht. Wer packt gerade seine Tennistasche aus und ist der Gegner von meinem Mann − der nette Herr Kurt. Mein Mann sagt nur ganz leise zu mir: „Gerade ich fasse dieses A…….. aus!“ Man gibt sich zu Beginn reserviert die Hand. Das Spiel beginnt, Kurt zählt laut und richtig, gibt Bälle gut, über die man streiten könnte, ist freundlich, lustig, applaudiert bei guten Bällen von Karl. Wir sind eigentlich total verwirrt und können uns das nur so erklären, dass Kurt eine gespaltene Persönlichkeit hat und warten auf den Wutausbruch, der einfach kommen muss. Aber nichts passiert. Kurt lacht, hat Spaß am Spiel, das er zuletzt auch noch verliert und gratuliert meinem Mann ganz herzlich.
Beide gehen noch auf ein Bier und dann ist plötzlich das Geheimnis gelüftet. Es ist der Zwillingsbruder von Kurt. Hans ist das genaue Gegenteil von Kurt, ein lieber freundlicher Mensch. Sie gleichen sich wie ein Ei dem anderen, aber innen sind sie wie Jesus und Ozzy Osbourne.
