Omnigrim - Dave Mania - E-Book

Omnigrim E-Book

Dave Mania

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Beschreibung

Nachdem er die Nacht durchgezockt hat, schläft Nathan vor Erschöpfung ein und findet sich plötzlich in einer Fantasy-Welt wieder. Seine einzige Begleitung ist ein mysteriöses, sprechendes Grimoire ... welches ihm allerdings prompt gestohlen wird. Jetzt gilt es das Buch zurückzuholen. Zur Hilfe kommen ihm dabei eine Polizistin, mit eher weniger legalen Methoden, eine schlagfertige Prinzessin, und ein blinder Assassine. Das kann ja was werden.

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Seitenzahl: 59

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Inhalt

Content NotesPrologKapitel 01: Der nicht so glorreiche Start in mein AbenteuerKapitel 02: Verhört von einer PolizistinKapitel 03: Teeparty mit Prinzessin AbcKapitel 04: Aster hat einen BlickKapitel 05: Das Kaninchenloch hinabKapitel 06: Prinzessin Careless schlägt zurückKapitel 07: Scheinbar habe ich mein Grimoire zurückNachwortBonus: NathanBonus: AureliaBonus: Das OMNIGRIM

Orientierungsmarken

InhaltBeginnCover

Dave Mania

OMNIGRIM 01

Impressum

© 2023 Dave Mania, 1 Auflage

Verlag: Tiny Tusk Verlag, Inhaberin Martina Mozelt A-1160 Wien

Lektorat: Katherina Ushachov

Korrektorat: Tino Falke

Illustrationen: Dramie

Buchsatz: Luna Meuter

ISBN: 978-3-98756-3225

Figuren fallen durch Gewalteinwirkung in Ohnmacht

Eine erwachsene Figur versucht eine minderjährige Figur zu verführen

Eine Figur ist Polizistin

Bissspuren

Bluttransfusionen

Charaktere passieren eine Sicherheitskontrolle

Ein Teil des Buchs spielt unter der Erde

Es wird gekämpft

Eine minderjährige Figur wird ohne explizite Einwilligung von einer erwachsenen Figur geküsst

Explosionen

Erwähnungen von: Tod, Rassismus, Diebstahl, Klassismus, Mord, Nacktheit (nicht erotisch)

»Du kommst also aus einer anderen Dimension?«, fragte mich die Polizeibeamte mit einem ungläubigen Gesichts­ausdruck.

»Das ist, was ich Ihnen vor zwei Stunden schon gesagt habe, ja.«

Das Gespräch mit dieser Frau war so verdammt frus­trie­rend. Aber was hätte ich anderes erwarten sollen? An ihrer Stelle würde ich mir auch nicht glauben.

»Du bist nicht der Einzige, dessen Grimoire gestohlen wurde, aber du bist der Erste, der angeblich aus einer anderen Welt beschworen wurde.«

Ich seufzte als Antwort. »Fängt das schon wieder an …«

»Okay, entweder sagst du mir endlich, was mit dir passiert ist, oder wir holen dir einen Exorzisten, bevor du über­schnappst.«

»Ich bin nicht …«

Nun schien die Polizistin einen sanfteren Ton anzu­schlagen.

»Bitte, es ist mitten im Sommer, es wäre nicht ver­wunderlich, hättest du einen Sonnenstich bekommen und würdest halluzi­nieren.«

Als das nicht funktionierte, ließ sie ihre Fassade doch wieder fallen. Als wäre sie guter Cop und böser Cop in einem.

»Sag mir endlich, wer dir das Buch gestohlen hat, und du machst es uns beiden um einiges einfacher!«, rief sie wütend aus. Ihr makelloser schwarzer Kurzhaarschnitt wippte ein wenig nach vorne.

»Okay, könntest du wenigstens aufhören, von Hallu­zi­na­tionen zu sprechen?«, brachte ich hervor, während ich mein Spiegelbild in ihren grünen Augen anstarrte.

»Na dann, erzähl! Bis. Auf. Das. Kleinste. Detail.«

Die Geschichte begann, als der junge 14-jährige Nathan – das bin ich! – ins Bett ging, nachdem er den dritten dreizehnten Teil von »Final Fantasy« beendet hatte und dann woanders wieder aufwachte. Ich war mir nicht sicher, ob ich starb, vielleicht vor Erschöpfung, oder ob ich durch Magie beschworen wurde, aber ich fand mich plötzlich in dieser Fantasywelt wieder.

Und außerdem war ich nackt.

Wer auch immer meinte, es sei eine gute Idee, mich in diese Fantasywelt zu teleportieren, dachte wohl auch, es sei eine gute Idee, mich mit meinem besten Kleidungs­stück hierherzubringen, was … leider keines war.

Ich hatte es zunächst nicht bemerkt (es war verdammt heiß, also war ich für einen Moment froh um die frische Brise), weil ich noch halb schlief und nach dem Auf­wachen etwas panisch war. Ich war mir sicher, dass ich mich zu Hause in mein Bett und nicht draußen unter einen Baum auf einem Feld gelegt hatte.

Nachdem ich um den Baum herumgelaufen war, was sich ohne Kleidung seltsam anfühlte, wurde mir klar, dass ich nicht allein war. Unter dem Baum, nur einen Schritt neben der Stelle, an der ich aufgewacht war, lag ein Buch. Es hatte ein Symbol auf seinem Cover, das mich an irgendetwas Nerdiges erinnerte. Einige Kreise und Linien, die symmetrisch zu einem Sechseck ange­ordnet waren.

Da ich sonst nicht viele Handlungsoptionen hatte, streckte ich meine Hand danach aus. In dem Moment, als ich es berührte, fuhr ein Lichtstrahl durch meinen Körper, umhüllte ihn vollständig und verschwand wieder in dem Buch, das vor mir schwebte. Die Seiten des Buches blätterten sich von selbst um, und ich konnte kleine Schnipsel seines Inhaltes erhaschen. Zuerst waren diese für mich unleserlich, aber dann fing ich an, erst einige Wörter und dann Sätze Stück für Stück zu verstehen, als würde jemand diese mir unbekannte Sprache in meinen Kopf gießen.

Schließlich tauchten einige Wörter vor meinem inneren Auge auf. Es war nicht so, als würde ich ein Textfeld vor meinem Gesicht sehen, sondern eher so, als wären mir diese Worte einfach in den Sinn ge­kommen.

[Sprachtransfer abgeschlossen]

[Verbindung hergestellt]

[Bitte neuen Besitzer registrieren]

Das Buch blätterte zu seiner ersten Seite, wo ich wohl meinen Namen eintragen sollte.

»Aber ich habe keinen Stift …«

[Kein Stift erforderlich.]

[Benutze deine Gedanken, um einen Namen zu wählen.]

Sprechende Bücher, Sachen gibt’s …

[Dies ist kein Buch.]

»Und jetzt liest es meine Gedanken?!«

[Dies ist ein Grimoire.]

»Ein Grimoire?« Ich hatte schon mal davon gehört. Sie erschienen oft in RPGs, und es gab sie auch im wirklichen Leben, aber das war das erste Mal, dass ich eines vor mir hatte. Ich glaube, man benutzt es, um Zauber zu wirken.

[Bitte neuen Besitzer registrieren]

Wieder erschienen diese Worte in meinem Kopf. Ich dachte darüber nach, zum Spaß einen meiner Online-Benutzernamen zu verwenden. Aber damit den ganzen Rest meines Lebens herumzulaufen, wäre schon unangenehm. Stattdessen entschied ich mich, meinen richtigen Namen zu wählen: Nathan.

[›Nathan‹ als Besitzer registrieren?]

»Ja«, bestätigte ich.

[›Nathan‹ wurde als Besitzer registriert]

[Spezies ›Mensch‹ bestätigen?]

Ich prüfte meinen Körper auf etwas Ungewöhnliches wie pelzige Ohren oder einen Schwanz ab.

»Ich bin ein Mensch, denke ich …«

[Spezies ›Mensch‹ bestätigt]

[Beruf ›Magier‹ bestätigen?]

»Digga, mach mal hinne, könntest du mir nicht ein paar Klamotten geben und aufhören zu plappern, damit ich ein paar Abenteuer erleben kann? Ugh, gibt es andere Berufe?«

[Du hast keine Wahl.]

Ich wusste in diesem Moment kurz nicht weiter. Warum fragte mich dieses Ding, wenn ich keine Wahl hatte?

»Dann bestätige ich.«

[Beruf ›Magier‹ bestätigt]

Das Grimoire blätterte weiter und zeigte mir meine Status­werte, wie man sie normalerweise aus Videospielen kannte. Ich be­schloss, mich vor den Baum zu setzen, und legte meine Arme um die Knie. Das Buch … Das Grimoire schwebte immer noch vor mir.

[Bestätigen?]

Ich überflog schnell meine Statuswerte.

[Name:] ›Nathan‹

[Spezies:] ›Mensch‹

[Beruf:] ›Magier‹

[Level:] ›1‹

[HP:] ›100‹

[MP:] ›100‹

[Fähigkeiten:] › ‹

»Moment mal, ich bin Magier, aber habe keine Fähigkeiten. Was soll denn der Quatsch?«

Das Grimoire antwortete nicht.

»Seite … umblättern?«, fragte ich. Wider Erwarten blätterte das Grimoire auf meinen Befehl zur nächsten Seite.

Die nächsten beiden Seiten zeigten meine Gegenstände, Aus­rüstung und Waffen an, die ich nicht besaß.

[Bestätigen?], fragte dieses verdammte Buch schon wieder.

»Ja, bitte«, sagte ich mit einer zuckersüßen Stimme. Erneut fuhr dieser Lichtstrahl in mich hinein, doch diesmal war etwas anders. Wie durch eine unerwartete Berührung bekam ich Gänse­haut, als ich wahrnahm, wie mein Körper in Stoff gehüllt wurde.

[Neue ›Items‹ wurden dem Inventar hinzugefügt]

[›Weißes Hemd‹ hinzugefügt]

[›Schwarze Hosen‹ hinzugefügt]

[›Lederschuhe‹ hinzugefügt]

[›Roter Schal‹ hinzugefügt]

»Warum zur Hölle hast du mir einen Schal gegeben? Es ist mitten im Sommer. Obwohl … eigentlich sieht er ganz cool aus.«

[›Items‹ prüfen?]

»Klar, warum nicht …«