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Mein Buch soll junge Leute, Eltern oder sogar Großeltern ansprechen. Die "Wort-Duelle" habe ich absichtlich eingesetzt, damit die Spannung beim Leser steigt. Auch die Illustrationen sind eigens von mir angefertigt, ich habe dabei eine "naive Art" bevorzugt - eben zum Schmunzeln. Lachen Sie mit Frau Limette und Herrn Zitrone, oder lassen Sie sich beeindrucken von Herrn Blass. Und wenn das nicht zündet, schauen Sie einmal in die "Zeitung"
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Seitenzahl: 94
Veröffentlichungsjahr: 2016
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Christine Janzyk
PA PA LA PAP
Humor
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Kapitel 1 Der Wettbewerb
Kapitel 2 Frau Limette und Herr Zitrone
Kapitel 3 Frau Springseil
Kapitel 4 Die Zeitung
Kapitel 5 Das Duo
Kapitel 6 Frau Schlüssel
Kapitel 7 Der Knoten
Kapitel 8 Gute Frage
Kapitel 9 Der Frühling
Kapitel 10 Der Sommer
Kapitel 11 Der Herbst
Kapitel 12 Der Winter
Kapitel 13 Das ungleiche Paar
Kapitel 14 Wer gewinnt?
Kapitel 15 Frau Fleißig
Kapitel 16 Kino
Kapitel 17 Alice
Kapitel 18 Amsterdam
Kapitel 19 Herr Schreck
Kapitel 20 Immer
Kapitel 21 Herr Blass
Kapitel 22 Der Kopfstand
Kapitel 23 Abschlussball
Kapitel 24 Nachwort
Impressum neobooks
Der Wettbewerb
„Herr Nörgel, was ist mit unserem Schönheitswettbewerb?“, fragt Frau Leid, „es ist allerhöchste Zeit, wir müssen ein Komitee zusammen trommeln. Es sind ja schließlich wichtige Entscheidungen zu treffen!“ „Ach herje, schon wieder das Gemüse“, stöhnt Herr Nörgel und lehnt sich auf seinem pudrigen Sessel zurück. „Das junge Gemüse kann einen ganz schön auf Trapp halten! Hören sie das Geklopfe an der Tür?“ „Ja, furchtbar! Jeder möchte der Erste sein“, bemerkt Frau Leid.
„Da lobe ich mir doch die reife Generation“, stöhnt Herr Nörgel. „Wo ist Herr Knoblauch? Ist er noch nicht im Haus? Ich brauche etwas für meine Nerven! Ich brauche sein spezielles Extrakt, nur das kann noch helfen. Und außerdem brauche ich seinen Rat. Und sein spezielles Parfüm verschafft uns mehr Platz in diesem dichten Gedränge! Jedes Jahr das Gleiche, auf keinen ist Verlass!“
„Beruhigen sie sich, Herr Nörgel, ich hole ihnen Frau Melisse. Sie kocht ihnen einen guten Tee! Das beruhigt. Wir haben ja noch nicht einmal angefangen, Herr Nörgel.“
„Holen sie mir Herrn Knoblauch und Frau Melisse, sonst überstehe ich den Wettbewerb nicht. Es werden jedes Jahr mehr Bewerber. Meine Nerven, immer diese Entscheidungen!“ „Ich bin doch bei ihnen“, flüstert Frau Leid. „Ich brauche trotzdem einen starken Mann an meiner Seite! Holen sie mir noch Herrn Rettich mit seinem Scharfsinn dazu, er soll seinen weißen Anzug anziehen. Und am besten auch noch Frau Zwiebel, die kann die Hälfte der Kandidaten zum Weinen bringen!“
„Herr Nörgel, sie sind ja schon vor der Wahl ganz zornig!“ „Ja, weil es jedes Jahr das Gleiche ist. Immer das Gleiche, nichts Neues. Aber auch gar nichts, was einen so richtig aus dem Sessel heben könnte!“
„Warten sie doch ab, Herr Nörgel, vielleicht haben wir dieses Jahr neue Kandidaten!“
„Wie lautet das diesjährige Motto, Frau Leid?“ „Gesund und rund.“ „Was, was soll denn das? Gemüse und rund! Das Thema passt überhaupt nicht! Gemüse macht schlank! Schauen sie mich an!“
„Ja, es sind noch andere Vorschläge im Gespräch, Herr Nörgel“, sagt Frau Leid leise. „Sie treffen doch immer die Wahl, Herr Nörgel.“ „Ich bin für Blickfang“, sagt Herr Nörgel mit fester Stimme. „Was hat das mit Gemüse zu tun?“, fragt Frau Leid. „Zum Beispiel mit Schönheit“, lacht Herr Nörgel, „schlank, rank, glatte Haut, rund, oval, glänzend, frisch, lange Beine, süßer Mund, scharf, süß, bunt und so weiter!“ „Sie schlagen also Blickfang vor, Herr Nörgel?“ „Selbstverständlich, ich muss doch meine Freude haben!“ „Das tun sie nur, weil ich so dick bin!", klagt Frau Leid. Sie fängt leise an zu weinen. „Das ist doch nicht schlimm, Frau Leid. Sie laufen doch nicht auf dem Laufsteg!“ „Machen sie sich nur lustig, Herr Nörgel!“ Frau Leid weint immer lauter. Frau Zwiebel kommt herbeigeeilt und wischt ihr die dicken Tränen aus den Augen. „Au, das brennt ja! Ich kann nichts sehen, ich gehöre doch zur Jury, hören sie auf, Frau Zwiebel!“
„Lassen sie nur, Frau Leid“, sagt Frau Zwiebel, „auch Herr Nörgel wird immer schrumpliger. Schauen sie nur seine Haut an. Herr Nörgel, unser Ingwer-Mann! Ich liebe Ingwer aber nur mit glatter Haut, prall, frisch und scharf. Das kann man bei Herrn Nörgel nicht entdecken!“ Frau Leid beruhigt sich.
Die Tür wird geöffnet und die Bewerber strömen herein in allen Farben: rot, blau, grün, schwarz, gelb, orange, beige, braun, lila, gepünkelt, gestreift, das volle Programm. „Was für ein Augenschmaus, so etwas habe ich noch nicht gesehen!“ Herr Nörgel räuspert sich verlegen: „So eine Pracht, das ist ja richtig zum Verlieben!“ „Wir sind hier auf einem Wettbewerb“, tadelt ihn Frau Leid. „Nun gut, fangen wir an, Frau Leid, ist das Komitee und die Jury bereit?“ „Ja, alles wartet auf sie, Herr Nörgel!“
„Hallo, mein Name ist Peperoni, ich bin besonders scharf.“ Sie trägt ein langes, hautenges rotes Kleid und ganz spitze Schuhe. Herr Nörgel schwitzt vor Aufregung. Er tupft sich dezent die Stirn.
„Hallo, mein Name ist Tomate.“ Sie trägt ein orangenes Kleid und hat eine grüne Krone auf dem Kopf. Ihr Partner trägt Dunkelrot mit einer schwarzen Fliege.
„Hallo, mein Name ist Wirsing.“ Sie trägt ein hellgrünes Plissékleid, die Haare zu einer starken Dauerwelle gesteckt, ganz kraus.
„Hallo, ich bin Herr Weißkohl.“ Er trägt einen glatten, glänzenden, hellgrünen Anzug.
„Hallo, ich bin Frau Rotkohl.“ Sie trägt ein lila glänzendes Kleid.
„Hallo, ich bin Frau Rosenkohl.“ Sie trägt ein grünes Kleid.
„Hallo, ich bin Herr Spargel.“ Er trägt einen glänzenden, cremefarbenen Anzug. Er ist schlank und hat weiß gefärbte Haare.
„Hallo, ich bin seine Tochter.“ Sie trägt ein quietschgrünes Kleid, dazu ein passendes Haarband.
„Hallo, ich bin Frau Kartoffel.“ Sie trägt ein rosa-lila Kleid, es sieht sehr süßlich aus. Frau Leid wird blass. „Das ist meine Tante!“, ruft sie entsetzt. „Wunderbar, die Farbe von Ihrer Tante!“, ruft Herr Nörgel freudig. „Sehen sie, Frau Leid, Kleider machen Leute“, bemerkt Herr Leid entzückt.
„Hallo, mein Name ist Spinat.“ Sie trägt ein tiefgrünes, seidiges Kleid und schwebt an der Jury vorbei.
„Hallo, mein Name ist Rettich.“ Er trägt einen weißen, schmuddeligen Leinenanzug mit einer grauen Krawatte.
„Hallo, ich bin Herr Zucchini.“ Er trägt Grün und geht gekrümmt.
„Hallo, ich heiße Frau Aubergine.“ Sie platzt gleich aus ihrem engen, dunkel-lila Speckkleid.
„Hallo, ich bin Herr Kürbis.“ Dick und rund rollt er herein.
„Hallo, ich bin Frau Kürbis.“ Sie hat ein rot und grün getupftes Kleid an.
„Hallo, ich bin Frau Bohne“. Sie schlängelt sich in einer grünen Leggins an der Jury vorbei.
„Hallo, ich bin Herr Wachsbohne.“ Er ist aschfahl im Gesicht.
„Hallo, ich bin Frau Saubohne.“ Sie trägt ein rosagesprenkeltes Kleid.
„So, Herr Nörgel, das waren unsere Anwärter!“, ruft Frau Leid, schlägt ihr dickes Buch zu und lehnt sich zurück. Sie träumt von einem schönen, großen Obstsalat mit Sahne. Herr Nörgel bestellt sich einen Tomatensaft. Der rote Teppich wird ausgerollt und der Schiedsrichter - der Koch - schreitet stolz herein. Er trägt eine hohe, schneeweiße Mütze auf dem Kopf und ist ganz weiß gekleidet. Prunkvoll hält er einen großen, blitzblank geputzten Topf schwer in seiner Hand. Jetzt lüftet er den großen, blitzenden Deckel.
„Guten Appetit! Eine bessere Suppe kann es nicht sein!“
Es duftet im ganzen Saal. Die Löffel klappern, es wird geschmatzt und geschleckt.
„Einfach köstlich“, stöhnt die Jury.
Wer wird gewinnen? Keiner! Alle haben den Ersten Platz belegt!
Frau Limette und Herr Zitrone
Frau Limette und Herr Zitrone sitzen am Tisch in einem netten Restaurant. Frau Limette ist von Herrn Zitrone zum Essen eingeladen worden. Welch ein Tag!
„Frau Limette, sie sind so grün, geht es ihnen nicht gut?“, fragt Herr Zitrone.
„Danke, alles in Ordnung. Sie müssen wissen, das ist meine Natur.“ Frau Limettes Teint nimmt einen Hauch von Grün an.
„Natur? Naja ...“, sagt Herr Zitrone. „Ich würde sagen, sie haben ein bisschen zu viel aufgetragen von ihrem Grün.“
„Halten sie sich da bitte heraus, sie haben anscheinend keine Ahnung von Schönheit, Herr Zitrone. Bedenken sie bitte, ich betreibe einen Schönheitssalon. Bleiben sie lieber bei ihren Kochkünsten, Herr Zitrone.“
„Sie haben recht, Frau Limette, meine Kochkünste sind unübertrefflich.“ „Sie sind ja schon ganz dunkelgelb vor Eifer, Herr Zitrone.“ „Sie werden es nicht glauben, Frau Limette, in meiner Verwandtschaft werden einige schon ganz gelb vor Neid, wenn sie hören, dass ich mir schon wieder ein neues Gericht ausgedacht habe“, sagt Herr Zitrone sauer.
„Was gibt es denn in ihrem Kosmetiksalon so Prickelndes, Frau Limette?“ „Sie sagen es, es prickelt nur so bei uns. Jeder wird frisch gepresst, ganz sanft und sauer“, erwidert Frau Limette stolz und wird dabei ganz dunkelgrün.
„Mh, und das gefällt?“, fragt Herr Zitrone neugierig. „Ja aber, was denken sie, Grün hebt!“, lacht Frau Limette. „Na, mir gefällt es nicht“, sagt Herr Zitrone sauer. „Das muss es auch nicht. Wir sind eine feinere Gesellschaft“, unterbricht ihn Frau Limette, „sie sind für uns zu groß, zu dick und viel zu gelb!“ „Lassen wir das, ob grün oder gelb“, beschwichtigt Herr Zitrone Frau Limette.
„Der Kellner kommt, oh fein“, bemerken beide zur gleichen Zeit.
Er trägt einen schwarzen Frack mit einer feinen grauen Weste. Seine roten Haare leuchten auf dem Kopf und sein kurzes Bärtchen ist fein gekämmt. Er verbeugt sich tief und fragt höflich nach den Wünschen der beiden Gäste.
„Also, ich nehme eine große Portion Spaghetti mit ganz viel Tomatensauce und einem großen Spiegelei“, sagt Herr Zitrone.
„Oh Gott!“, ruft Frau Limette, „das ist doch wohl nicht ihr Ernst? Wir wollen doch ganz vornehm speisen!“
„Ja, aber von den vornehmen Speisen werde ich nicht satt!“, ruft Herr Zitrone.
„Dann nehmen wir eben viele Gänge und ganz viele kleine Portionen!“, sagt Frau Limette hocherfreut.
„Mh ...“ Herr Zitrone macht ein säuerliches Gesicht, sein Portemonnaie ist fast leer. Ob das Geld reichen wird? Bloß nichts Frau Limette merken lassen.
„Wunderbar, das ist eine gute Idee!“, ruft Herr Zitrone sauer, „Frau Limette, bestellen sie zuerst.“
„Nun ja, Herr Ober, zunächst bitte ein Fischsüppchen mit großen Gräten und Schwänzen und vielen kleinen Schüppchen. Wir schauen dann in aller Ruhe in die große Speisekarte weiter und entscheiden uns für das Hauptgericht. Bringen sie uns bitte einen guten Aperitif, Herr Ober. Was können sie uns empfehlen?“
„Ich empfehle ihnen einen prickelnden Aperitif aus Waldmeisterlimettenzitronenextrakt, frisch gepresst. Sehr frisch und prickelnd für diese Zeit“, schlägt der Ober vor. „Nun gut, das nehmen wir“, sagen beide ganz entzückt.
Der Ober eilt mit großen langen Schritten davon, seine roten Haare stehen ihm hoch zu Berge. Frau Limette tropft der Zahn: „Ich habe einen sehr großen Hunger, wir müssen gleich das Hauptgericht aussuchen, Herr Zitrone.“
Der Ober kommt, serviert den köstlichen Aperitif mit Waldmeisterzitronenlimettenextrakt. Beide stoßen an und trinken mit einem Zug die Gläser leer. „Wie wunderbar, bitte noch zwei Gläser, Herr Ober!“ Sie schauen sich an und fangen ganz laut an zu lachen.
„Was ist los, Herr Zitrone?“ „Ihr Gesicht und ihr Kleid ... ich sehe nur noch Grün und Blau, einfach grässlich“, lacht Herr Zitrone laut. „Herr Zitrone, haben sie einen Schwipps?“, bemerkt Frau Limette ärgerlich. „Ja, vielleicht!“, gröhlt Herr Zitrone. Herr Zitrone fällt vom Stuhl und hält sich seinen Bauch vor Lachen. Jetzt liegt er unter dem Tisch und kommt nicht mehr herauf.
Der Ober kommt, stellt den zweiten Aperitif auf den Tisch. Frau Limette stürzt den Trunk herunter und fängt ebenfalls ganz laut an zu lachen, so dass sich alle Gäste nach ihr umschauen. „Herr Zitrone, kommen sie unter dem Tisch hervor, welch ein Benehmen. Sie haben mich schließlich eingeladen.“ Herr Zitrone kommt mit einem staubgepuderten
