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Ein Urlaub voller prickelnder Erotik: Der tabulose Roman "Paradies der Sünde" von Carter Carr jetzt als eBook bei venusbooks. Für Sarah und ihren Sohn Kevin sollte es eigentlich ein ganz normaler Urlaub auf einer Südseeinsel werden – doch als sie auf Fletcher's Cay ankommen, ist die alleinerziehende Mutter entsetzt: Anscheinend handelt es sich bei ihrer Reisegruppe um eine Schar geiler und liebeshungriger Mittvierzigerinnen, die alle mit ihren jungen Lovern das Paradies genießen wollen! Müssen sie also sofort wieder nach Hause fliegen? Sarah und Kevin bleibt nichts anderes übrig, als mitzuspielen. Natürlich wollen sie es dabei nicht zum Äußersten kommen lassen. Aber das ist nicht einfach – denn der Gedanke, es mit ihrem strammen Sohn zu treiben, weckt in Sarah ein tabuloses Verlangen. Und auch Kevin beginnt, schamlos von seiner gutgebauten Mutter zu träumen … Jetzt als eBook kaufen und genießen: "Paradies der Sünde" von Carter Carr. Lesen ist sexy: venusbooks – der erotische eBook-Verlag. Jugendschutzhinweis: Im realen Leben dürfen Erotik und sexuelle Handlungen jeder Art ausschließlich zwischen gleichberechtigten Partnern im gegenseitigen Einvernehmen stattfinden. In diesem eBook werden fiktive erotische Phantasien geschildert, die in einigen Fällen weder den allgemeinen Moralvorstellungen noch den Gesetzen der Realität folgen. Der Inhalt dieses eBooks ist daher für Minderjährige nicht geeignet und das Lesen nur gestattet, wenn Sie mindestens 18 Jahre alt sind.
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Seitenzahl: 231
Veröffentlichungsjahr: 2020
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Über dieses Buch:
Für Sarah und ihren Sohn Kevin sollte es eigentlich ein ganz normaler Urlaub auf einer Südseeinsel werden – doch als sie auf Fletcher’s Cay ankommen, ist die alleinerziehende Mutter entsetzt: Anscheinend handelt es sich bei ihrer Reisegruppe um eine Schar geiler und liebeshungriger Mittvierzigerinnen, die alle mit ihren jungen Lovern das Paradies genießen wollen! Müssen sie also sofort wieder nach Hause fliegen? Sarah und Kevin bleibt nichts anderes übrig, als mitzuspielen. Natürlich wollen sie es dabei nicht zum Äußersten kommen lassen. Aber das ist nicht einfach – denn der Gedanke, es mit ihrem strammen Sohn zu treiben, weckt in Sarah ein tabuloses Verlangen. Und auch Kevin beginnt, schamlos von seiner gutgebauten Mutter zu träumen …
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eBook-Neuausgabe März 2016
Ein eBook des venusbooks Verlags. venusbooks ist ein Verlagslabel der dotbooks GmbH, München.
Dieses Buch erschien bereits 2014 unter dem Titel Fletcher’s Paradise in der Edition Combes
Copyright © der Originalausgabe 2014 Edition Combes im Verlag Frank de la Porte, 96328 Küps
Copyright © der eBook-Neuausgabe 2016 venusbooks GmbH, München
Copyright © der aktuellen eBook-Neuausgabe 2020 venusbooks Verlag. venusbooks ist ein Verlagslabel der dotbooks GmbH, München.
Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.
Titelbildgestaltung: Nele Schütz Design unter Verwendung von shutterstock/bart78
eBook-Herstellung: Open Publishing GmbH
ISBN 978-3-95885-872-5
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Im realen Leben dürfen Erotik, Sinnlichkeit und sexuelle Handlungen jeder Art ausschließlich zwischen gleichberechtigten Partnern im gegenseitigen Einvernehmen stattfinden. In diesem eBook werden erotische Phantasien geschildert, die vielleicht nicht jeder Leserin und jedem Leser gefallen und in einigen Fällen weder den allgemeinen Moralvorstellungen noch den Gesetzen der Realität folgen. Es handelt sich dabei um rein fiktive Geschichten; sämtliche Figuren und Begebenheiten sind frei erfunden. Der Inhalt dieses eBooks ist für Minderjährige nicht geeignet und das Lesen nur gestattet, wenn Sie mindestens 18 Jahre alt sind.
Carter Carr
Paradies der Sünde – Eine tabulose Reisegruppe
Erotischer Roman
venusbooks
»Ich muss schon los, Mum.« Kevin schob sich den Rest seines Schinken-Sandwichs hastig in den Mund und eilte zur Tür.
Sarah begleitete ihren Sohn bis dahin, gab ihm ein Küsschen auf die Wange und sah ihm nach, wie er auf seinem Fahrrad eilig die breite Ulmenallee entlang fuhr. Er drehte sich nicht um wie früher, denn inzwischen war ihm das Winken zum Abschied peinlich. Immerhin war er jetzt schon fast achtzehn, besuchte die High School von Brando’s Crossing im letzten Jahrgang und war ein ansehnlicher junger Mann geworden. Er sah seinem Vater, der schon kurz nach seiner Geburt gestorben war, sehr ähnlich.
Sie schaute ihm nach, bis er um die nächste Ecke verschwand. Das hatte sie immer so gemacht, wenn er zur Schule fuhr, und sie konnte es sich nicht abgewöhnen.
Kevin sah gut aus, stellte sie wieder einmal fest. Sein schlanker, gut trainierter Körper, der jetzt voller Anmut in die Pedalen trat, ließ garantiert so manches Mädchenherz höher schlagen. Ihre Freundinnen fragten manchmal zum Scherz, ob es ihr nicht schwer fiele, mit einem so gut aussehenden jungen Mann allein unter einem Dach zu leben. Sarah ging auf solche Bemerkungen gar nicht erst ein – sie hoffte nur, dass ihr Sohn, den sie über alles liebte, nicht eines Tages auf die Falsche hereinfiele. Bis jetzt hatte er nicht einmal eine Freundin gehabt – allenfalls schwärmte er für die Eine oder Andere, aber mehr auch nicht. Er war gegenüber Mädchen sehr schüchtern und tarnte das als Keuschheitsgelübde. »Ich heb mich für die Ehe auf« war gerade die Modekrankheit an seiner High School, und es waren überwiegend Mädchen davon betroffen, aber auch einige Jungs, und auch Kevin gehörte dazu. Zum Glück, denn Sarah gehörte zu den Müttern, die leicht eifersüchtig wurden, wenn ihre Söhne sich verliebten.
Gerade wollte sie ins Haus zurückkehren, da tauchte der Postbote auf. Es gab in dieser Straße nicht viel, was er zuzustellen hatte. Der Mann hatte sie entdeckt und winkte ihr mit einer ausladenden Geste zu. Wahrscheinlich hatte er etwas für sie dabei, also wartete sie die paar Minuten, bis der Zusteller etwas in die blecherne Mailbox von Gertrude Myers drei Häuser vorher gesteckt hatte und dann auf sie zukam.
Er stellte sein überladenes Fahrrad umständlich am Pfosten ihres Briefkastens ab und hielt einen dicken Umschlag hoch. »Beschädigte Sendung«, rief er ihr entgegen. »Möchtest du sie annehmen, oder soll ich sie als verweigert zurückschicken?«
»Erst einmal sehen«, sagte sie. »Komm rein, ich hab noch einen Kaffee übrig.«
»Gute Idee«, sagte er und folgte ihr ins Haus.
Als sie die Kaffeemaschine wieder einschaltete, um den Rest in der Glaskanne aufzuwärmen, hörte sie ihn hinter sich rascheln.
»Tolles Teil«, sagte er. »Wusste nicht, dass du so etwas trägst. Scheint aber komplett in Ordnung zu sein.«
Sie fuhr herum und sah, dass er ein rotes Spitzenhöschen aus dem Riss in dem großen, braunen Umschlag zog. »Wie kommt …«
Sie unterbrach sich. Natürlich wusste sie, wie dieses Höschen hierher kam. Der Umschlag vom »Victoria’s Secret«-Versand kam jedes Jahr einmal zum Hochzeitstag, immer mit einem ganz besonders schönen Wäschestück. Roderick hatte ihr damals ein Abonnement geschenkt, als sie beschlossen hatten, sich ein Kind zu wünschen, und sie hatten vorgehabt, jedes Jahr ein richtiges Liebesfest zu veranstalten, wobei sie immer ihr neuestes Höschen tragen sollte. Natürlich gab es dann jeden Tag ein »Liebesfest«, nur nannten sie es nicht so.
Kurze Zeit später waren die Katastrophe und der schreckliche Unfall gekommen, und Roderick hatte Kevins Geburt nicht einmal erlebt. Sie hatte in all dem Trubel die Bestellung bei diesem Erotik-Versand längst vergessen, und als im nächsten Jahr eine weitere Sendung mit einem wunderschönen hellblau karierten Slip mit weißen Schleifchen eintraf, wollte sie erst ganz empört die Sendung zurückschicken. Doch dann, als sie sich den Lieferschein genauer ansah, war ihr Rodericks Geschenk vom Jahr zuvor eingefallen, und sie hatte beschlossen, die regelmäßige Bestellung nicht zu kündigen. Sie bezahlte sie jetzt zwar selbst, aber wenn sie jedes Jahr ein solches Souvenir von ihm bekam, war er ihr immer wieder ganz nah.
»Tut mir Leid«, sagte der Postbote. »Ich hätte das Teil natürlich nicht aus dem kaputten Umschlag ziehen dürfen. Verletzung des Postgeheimnisses, du hast recht. Entschuldige. Ich wollte dir auch nicht zu nahe treten, und nun bist du plötzlich wie zur Salzsäule erstarrt.«
»Ach Dave«, gab sie zurück, »das hat gar nichts mit dir zu tun. Ich hab mich nur plötzlich an etwas erinnert. Hier, dein Kaffee. Willst du Milch oder Zucker?«
»Ein bisschen von deinem selbst gemachten Karamell, wenn du noch hast«, gab er zurück.
Sie stellte ihm die Flasche Karamellsirup hin. Da der Inhalt des Päckchens nun mal ans Licht gekommen war, nahm sie das hübsche Stück in die Hand, hielt es hoch und tat so, als wäre es ihr nicht peinlich. Wie immer war die Ware perfekt gefertigt und hinreißend geschnitten. Im breiten Bund war der Name »Victoria’s Secret« eingewirkt. »Ich nehme die Sendung natürlich an«, erklärte sie.
»Ich bin auch ganz verschwiegen«, versicherte er. »Von mir erfährt keiner, dass du einen Freund hast.«
»Einen Freund? Wie kommst du denn darauf?«
»Nun …«, erwiderte der Postbote. »Wozu kauft man sich sonst so ein tolles Teil bei dieser Firma? Das ist doch zum Sündigen perfekt gemacht.«
»Es ist ein Geschenk von Roderick«, sagte sie.
Der Postbote setzte sich kerzengerade und sah sie verblüfft an. »Was? Nach so vielen Jahren? Er lebt doch schon seit … warte mal … seit über achtzehn Jahren nicht mehr. Das war doch das Jahr des großen Blizzards. Das vergisst hier keiner.«
Damals war der gesamte Ort, der zu der Zeit noch »New Cambridge« hieß, durch einen Schneesturm mitten im Frühling, als man mit so einem katastrophalen Kälteeinbruch gar nicht mehr rechnete, dem Erdboden gleich gemacht worden. Es waren fast so viele Leute erfroren wie von umher fliegenden Trümmern erschlagen wurden. Ein bekannter Schauspieler, der sich schon seit längerer Zeit für die in der Umgebung ansässigen Ureinwohner engagiert hatte, schuf mit einer großzügigen Spende eine Notunterkunft und trug viel zum Wiederaufbau des Ortes bei. Zum Dank benannte man die neue Brücke über den Creek nach ihm, aber bald hieß im Volksmund der ganze Ort so, und der Gemeinderat zog einfach nur nach, indem er die ganze Gemeinde dann in »Brando’s Crossing« umbenannte.
»Und jedes Jahr bekomme ich ein kleines Päckchen wie dieses. Einfach zur Erinnerung an Roderick«, erklärte Sarah. »Er hat es bestellt, und ich bestelle es nicht ab. Es kommt nämlich immer ganz pünktlich zum Hochzeitstag. Für mich ist das wie ein Blumenstrauß, nur dass ich ihn beliebig lange aufheben kann.«
In ihrer Erinnerung blitzte der Tag auf, an dem sie zum ersten Mal ein solches Geschenk erhalten hatte. Roderick hatte den Angestellten an ihrem ersten Jahrestag ihrer Hochzeit den ganzen Tag frei gegeben, und damit nicht irgendwer tatenlos auf dem Farmgelände herumlungerte, hatte er ihnen einen Ausflug mit dem Greyhoundbus zum Yellowstone Nationalpark spendiert.
Sie erinnerte sich genau an diesen Tag. Es war warm, und sie hatte nichts getragen außer ihrem Geschenk und einem knappen T-Shirt. Roderick hatte die wenigen Tiere schon früh am Morgen versorgt. Hier wurden ja überwiegend Weizen und Futtermittel angebaut. Die paar Rinder und Pferde waren über Nacht auf der Weide geblieben. Sarah hatte ihn, so halbnackt wie sie war, bei einem Inspektions-Rundgang durch Haus, Ställe und Scheunen begleitet. Immer wieder hatte sie seine Blicke auf sich gespürt, wie sie über ihre Brüste glitten, die ohne BH unter ihrem Hemdchen wogten, dann zu ihren nackten Schenkeln, die oben vom Dreieck ihres Höschens begrenzt wurden. Sie spürte seine Aufregung, und als ihr Blick an seinem maskulinen Körper abwärts wanderte, sah sie seine heftige Erektion.
Sie legte die Hand darauf. Es fühlte sich an wie ein brünftiger Hengst. »Wohin möchtest du?«, hatte sie heiser gefragt.
»Ins Freie.« Seine Stimme hatte belegt geklungen.
Sie musste schmunzeln, als sie an ihre Befangenheit dachte, wie er sie entschlossen bei der Hand nahm und sie vom Hof weg an den Rand des Ahornwäldchens hinter dem Haus führte. Auch wenn sie wusste, dass sie allein waren und keiner der Angestellten sich noch auf dem Gelände befand, hatte sie das Gefühl, als könnte jeden Moment jemand hinter einem Busch hervorspringen, und einmal glaubte sie, irgendwo in den Vorbergen die Spiegelung eines Fernglases aufblitzen zu sehen. Oder war es gar das Objektiv einer Kamera? Aber das war sicher eine Sinnestäuschung gewesen, ermahnte sie sich.
»Welcome to Wyoming« stand auf der Lehne der schmalen, noch von Rodericks Vater roh gezimmerten Bank am Rand des Wäldchens. Von hier hatte man einen grandiosen Blick über die Weite des Tals und den sanften Aufschwung der in der Ferne immer höher werdenden Vorberge, die sich in nach und nach heller werdenden Stufen von Blautönen zeigten, bis die letzte Bergkette schließlich fast unsichtbar mit dem Himmel verschmolz. An manchen besonders klaren Tagen im Herbst war auch die lange weiße Felsensäge der Rockies in der Ferne zu erkennen. Sarah erinnerte sich noch daran, wie sonnenwarm die Bank gewesen war, als sie sich darauf gesetzt hatte.
Roderick hatte sie gleich an sich gezogen und sie geküsst. Ihre rechte Hand hatte dabei unter sein Hemd greifen und seinen festen Körper streicheln wollen, blieb aber gleich an seinem steifen Penis hängen. Ein kurzer Zug an seinem Reißverschluss, und er ließ ihn spontan ins Freie schnellen, eine stählerne Sprungfeder, zog sie eilig auf seinen Schoß und schob ihr nur das Höschen ein Stück beiseite, statt es ihr auszuziehen. Sein Mannesfleisch füllte ihre Möse ruckartig und so stramm aus, dass es wehtat, aber doch nicht unangenehm war. Ihr kleiner Schrei scheuchte ein paar Vögel auf. Er stöhnte, als sie gleich darauf ihre Bewegung aufnahm.
Sie ritt auf ihm wie auf einem knorrigen Ast und kam sich dabei entsetzlich unbeholfen vor. Sie legte einen kurzen, hektischen Rhythmus hin, der ihn schnell außer Atem kommen ließ. Es dauerte nicht lange, bis sein Schoß sich unter ihrem wand und er keuchend seine blutheiße Fontäne mit heftigen, krampfartigen Stößen in sie hineinspritzte.
Sie zitterte wie die Erde in einem Nachbeben. Es war das erste Mal, dass sie es im Freien getan hatte, weithin sichtbar, und es spielte keine Rolle, dass offenbar niemand in ihrer Nähe war, der sie hätte sehen können.
Eine Weile blieben sie so sitzen, beide den Kopf in die gleiche Richtung gewandt, und er blieb mit seinem Schaft in ihr. Sie spürte, wie er für einen Moment weicher wurde und noch einen Rest warmer Flüssigkeit in sie ausquellen ließ, dann aber um so kräftiger wieder anwuchs. Sie spürte das schwellende Blut in ihm pochen.
»Ein herrliches Land«, sagte er heiser dicht an ihrem Ohr. »Und so fruchtbar! Fast alles, was du hier siehst, gehört zu unserer Farm. Möchtest du nicht einen Sohn haben, der das hier alles eines Tages erben wird?«
»Oder eine Tochter«, gab sie zurück. »Du weißt doch, dass ich mir ein Kind mit dir wünsche.«
»Ich wollte es nur noch mal von dir hören«, erwiderte er. »Ich mache dich nämlich jetzt schwanger.«
Sie sah ihn an und lächelte. »Hier in aller Öffentlichkeit?«
»Es ist doch niemand da«, erwiderte er. »Wir sind allein wie Adam und Eva.«
»Mit Tausenden von Tieren, die uns zuschauen«, erwiderte sie und wandte das Gesicht zur Sonne empor. »Und wer weiß, wer noch alles aus dem Himmel auf uns herabschaut.«
»Aber die erzählen nichts.«
Trotzdem war es schamlos gewesen. Sie brauchte lange, bis sie sich in ihrer Erinnerung eingestand, dass sie es gerade deshalb so genossen hatte. Er hatte sie hinter die Bank geführt und sie dazu gebracht, sich über die Lehne zu beugen, dann hatte er sie im Stehen von hinten genommen. Sie hatten es buchstäblich wie die Tiere getrieben. Sein Schwanz war wieder vollkommen steif geworden, sogar noch dicker als vorher, und es hatte einen Moment gedauert, bis er ihre noch feuchte Vagina erneut komplett ausgefüllt hatte, weil er nur Stoß für Stoß tiefer eindringen konnte. Dabei war sie doch noch so nass gewesen! Jeder einzelne Stoß war etwas Besonderes: Sie hatte seine Gier gespürt, seine Heftigkeit, seine überbordende Lust, seinen Wunsch, sie zu schwängern.
Sie stützte sich mit den Händen auf den Sitz der Bank und hob den Kopf, um sich umzuschauen. Wenn jetzt jemand kam, würden sie wohl beide aus der Gegend verschwinden müssen. Wyoming lag zwar nicht mehr im streng gläubigen »Bible Belt«, wo es jede Menge Fundamentalisten und andere religiöse Fanatiker gab, aber auch hier galt das, was sie gerade taten, als widernatürlich und fiel unter den Begriff »Sodomie«, allein wegen der Stellung. Aber es war das Natürlichste überhaupt – die reine, unverstellte Lust, die sie ihrem Höhepunkt entgegentrieb. Es kam ihr im gleichen Moment, als sein Sperma tief in sie hinein platzte, und sie schrie ihre Lust weit über das Tal hinaus.
Und so war Kevin gezeugt worden. Sarah wusste schon kurze Zeit später mit Gewissheit, dass sie tatsächlich schwanger war. Rodericks Reaktion darauf war zuerst ein lapidares »Ich hab’s dir ja gesagt«, und dann grinste er und wollte unbedingt noch einmal »nachlegen«, damit es garantiert ein Junge würde. Ihm war es ernst mit seinem Wunsch, zuerst einen Sohn zu bekommen, auch wenn er ein Mädchen genauso geliebt hätte, aber es war seit Generationen in seiner Familie Tradition, dass zuerst ein Junge zur Welt kam, und irgendwie hatten es seine Vorfahren offenbar alle so hinbekommen, mit welchen Tricks auch immer.
»Nachlegen«, das war natürlich ein Vorwand, so wie er immer einen Grund fand, sie im Bett glücklich zu machen – oder unter der Dusche, im Heu, auf dem Küchentisch oder wo immer sich eine Gelegenheit bot, nicht plötzlich von irgendwelchen Angestellten ertappt zu werden. Bei Roderick vereinten sich Potenz, Ausdauer und Fantasie, und sie hatte seine Liebe genossen – leider viel zu kurze Zeit. Sie zehrte noch heute davon.
»Find’ ich toll«, sagte Dave Bekker in ihre Erinnerung hinein.
Sie schüttelte den Kopf, um wieder in die Realität zurückzufinden. Zum Glück konnte er keine Gedanken lesen. Er meinte natürlich nur den roten Slip, der auf dem Tisch lag, jetzt durch den darüber gelegten Umschlag fast komplett verdeckt.
Er räusperte sich. »Und all die Jahre bekommt niemand anderes diese prächtigen Fetzen zu sehen als du selbst? Schade, schade, schade! Ich hätte gern mal einen Blick darauf geworfen, wenn du so etwas trägst. Hast du vielleicht ein Foto?«
»Dave!«, rief sie mit belustigter Entrüstung aus, »Du wolltest mir doch nicht zu nahe treten!«
Er leerte seine Kaffeetasse. »Nee, wollte ich nicht. Das ist mir nur so rausgerutscht.« Er deutete auf das rote Wäschestück, das unter dem Umschlag auf dem Küchentisch hervorlugte. »Aber so etwas löst bei jedem Mann gewisse Fantasien aus. Tut mir Leid.«
»Du träumst doch nicht etwa davon, deine Martha zu betrügen, oder? Das hat das gute Stück nämlich nicht verdient.«
»Nee, nee, hat sie nicht.« Er stand auf. »Und ich würde sie auch nicht wirklich betrügen. Aber Fantasien kommen manchmal von ganz allein, dagegen kann man nichts machen. So, ich muss los. Danke für den Kaffee. Und danke besonders, dass du die Sendung nicht wegen Beschädigung zurück schickst. Ich hätte dann ein langes Formular ausfüllen müssen, und das hasse ich.«
Sie schmunzelte. Dave Bekker war ein schlichtes Gemüt, aber ein lieber Kerl. Von seiner Sorte gab es in Brando’s Crossing eine ganze Menge, aber das störte sie nicht. Sie liebte diese Kleinstadt nun mal, mitsamt den Leuten, die darin wohnten.
Dabei hätte sie sich nie träumen lassen, dass sie, die von der Ostküste stammte, überhaupt einmal in diesem verschlafenen Nest in Wyoming landen würde.
Es klopfte an der Eingangstür, kaum dass sie in die geräumige Wohnküche zurückgekehrt war.
Es war noch einmal Dave. »Hab noch was vergessen«, sagte er. »Der Inquirer von dieser Woche.« Er reichte ihr das dünne Heft, das die Lokalnachrichten mit viel Klatsch und Tratsch der letzten Tage enthielt. »Ist diesmal interessant, nicht nur wegen Lisabells siebtem Baby und wegen der Riesen-Erbschaft, die Oma Smith ihren Katzen hinterlassen hat. Der Inquirer hat in diese Ausgabe ein tolles Jubiläums-Preisausschreiben mit ‘ner Reise als Hauptgewinn.«
»Bekomme ich sowieso nicht«, meinte sie. »Ich habe noch nie bei so etwas gewonnen. Außerdem arbeite ich doch bei der Daily Mail, also bei der Konkurrenz. Da wird der Inquirer sich hüten, ausgerechnet mir so einen Preis zu geben.«
Dave zuckte mit den Schultern. »Das heißt, du machst gar nicht erst mit?«
Sie schüttelte den Kopf. »Das sieht dann aus, als hätte ich meine Verbindungen spielen lassen, wenn ich etwas gewinne. Das wäre nicht fair gegenüber all den anderen Leuten, die darauf hoffen, den Hauptpreis zu bekommen«, sagte sie.
Er sah sie einen Moment merkwürdig an, nickte dann und verabschiedete sich mit einem Tippen an die Stirn.
Erst jetzt wandte sie sich wieder ihrem beschädigten Päckchen zu. Es war nur auf einer Seite eingerissen, etwa eine Handlänge, und man hatte den Inhalt sehen können. Wahrscheinlich hatten alle Angestellten bei der Post mitbekommen, was das war. Hier in Brando’s Crossing wusste es dann gleich der gesamte Ort, Postgeheimnis hin oder her. Aber sie war hier beliebt, und als gut aussehende Journalistin und halbwegs bekannte Schriftstellerin hatte sie eine gewisse Narrenfreiheit, die man ihr zugestand, seit sie hier lebte.
Vor zwanzig Jahren war sie noch Studentin in Boston gewesen – Literatur, Kreatives Schreiben, Journalismus. Ein breit gefächertes Arbeitsgebiet, das ihr durch gute Vorzeugnisse und ein großzügiges Stipendium möglich geworden war. Teil des Stipendiums war die Finanzierung eines historischen Romans und einer Recherche-Reise gewesen – sie hatte über das Schicksal der Ureinwohner von Wyoming nach Gründung des weltweit ersten Nationalparks schreiben wollen. Eine Zeitungsserie und ein Buch sollten daraus werden. Sie hatte eine preiswerte Unterkunft auf der Beaver Creek Farm gefunden, zwanzig Meilen außerhalb des Städtchens Brando’s Crossing, und diese Farm gehörte Roderick Webster.
Roderick! Es war Liebe auf den ersten Blick gewesen. Der junge Witwer war ein Traum von einem Mann – groß, kräftig, klug, sexy. Alles, was eine Frauenfantasie sich erträumen konnte. Sein Gesicht war vom Wetter gebräunt und umrahmt von ungebändigtem, meist etwas zu langem Haar. Ihre Verliebtheit war ein Feuersturm, der über sie hinweg gerast war wie über trockenes Grasland. Zu ihrer geplanten Arbeit war sie kaum gekommen, aber dazu war später noch Zeit.
Schon nach wenigen Tagen stand fest, dass sie hier bleiben würde, bei ihm. Schreiben konnte sie auch hier, und das Studium war ihr nicht mehr wichtig. Sie legte die Prüfung noch ab, damit sie das Stipendium nicht zurückzahlen musste, legte dabei ein hervorragendes Zeugnis hin und kehrte dann zu Roderick zurück, den sie schon am ersten Tag sehnlich vermisst hatte. Die Hochzeit war eine Sensation gewesen, vor allem, weil der begehrteste Junggeselle im ganzen County nach dem frühen Verlust seiner ersten Frau nun wieder unter die Haube kam. Das hätte vielleicht einige Leute gegen sie, die Fremde, aufbringen können, wenn sie nicht von Anfang an so freundlich und offen zu allen gewesen wäre. So war sie beliebt wie eine First Lady.
Die Leute hatten nicht vergessen, wie umsichtig sie ihr erstes Buch geschrieben hatte, das hier in der Gegend spielte. Man war vorher skeptisch gewesen, da sie viele Familien aufgesucht hatte, um bohrende Fragen über die Vergangenheit zu stellen. Sie war auch im nahen Reservat gewesen und hatte sogar farbige Familien in der Sozialsiedlung hinter dem stillgelegten Bahnhof aufgesucht. Alle in der Stadt hatten befürchtet, in ihrem Buch dann so böse Ausdrücke wie Völkermord, Unterdrückung oder Ausbeutung zu finden, und die meisten Skeptiker hatten deshalb mit Auskünften gespart. Warum sollte man auch seine eigenen Urgroßeltern und andere Vorfahren anschwärzen? Als Journalistin hätte sie doch auch einfach ins Gemeindearchiv gehen können, wo sie alle Papiere beisammen fand, dachte man.
Von dem Ergebnis war man überrascht. Sie ging umsichtig, ja liebevoll mit den Leuten um, beschrieb die Sorgen und Nöte von heute in einem warmen Licht, das niemanden verletzte, und die Vergangenheit, die nicht ausgespart wurde, trat als »die Last der Vorfahren« auf, die weder beschönigte noch verdammte. Das Buch war ein Meisterstück an Diplomatie, das ihr einen Job bei der in ganz Wyoming verbreiteten Daily Mail eingebracht hatte.
Dort betreute sie zunächst das Horoskop und den Posten der Briefkastentante, die nicht nur bei psychologischen Problemen geschickten Rat gab, sondern auch wusste, wie der Text alter »Volkslieder« lautete, welche Präsidenten zwei Amtszeiten gehabt hatten, und die raten konnte, was man einer ungeliebten Schwiegermutter schenken konnte, wenn es mal sein musste. »Fragen Sie Tante Betty« trug bald eine Menge zum Erfolg der Daily Mail bei, und die Leute wussten natürlich, dass Sarah hinter diesem Pseudonym steckte.
Sie war Mitglied im Rodeoclub und im Eltern-Lehrer-Verein, sie verkaufte Torte auf kirchlichen Basaren und übernahm das Schulgeld für einen farbigen Jungen aus einer verarmten Familie. So war sie bei allen angesehen, und keiner kam auf die Idee, das alles einfach nur als Dank für die Hilfe zu sehen, die sie damals nach Rodericks Tod erfahren hatte.
Sie hatte nämlich die Farm verkaufen müssen. Einerseits hatte sie nicht genügend Erfahrung gehabt, um ein landwirtschaftliches Unternehmen dieser Größe zu führen, andererseits hatte sie auch nicht genügend Geld aufbringen können, um die Erbschaftssteuer zu bezahlen. Da sie mit Roderick noch nicht lange verheiratet gewesen war und die Geburt des gemeinsamen Kindes erst noch bevorstand, bekam sie keine Steuerermäßigung, sondern musste den vollen Satz von sechzig Prozent zahlen. Sie hätte zwar eine Hypothek aufnehmen können, aber für den erforderlichen Betrag wäre sie ihr Leben lang verschuldet gewesen. Und mit einem Kind, das bald auf die Welt kam, wollte sie das nicht riskieren.
Sie seufzte, als sie an die glücklichen, aber nicht leichten Jahre dachte, die sie allein mit ihrem kleinen Sohn verbracht hatte – Rodericks Sohn und mit zunehmendem Alter immer mehr auch Rodericks Ebenbild. Diese Jahre wären noch glücklicher gewesen, wenn Roderick sie hätte miterleben können.
Sie sah auf die Uhr. Nachdem der Postbote gegangen war, würde sich heute wohl niemand mehr blicken lassen. Kevin würde erst am Nachmittag aus der Schule kommen – bis mindestens siebzehn Uhr hatte er noch Sport. Da sie heute keinen Auftrag für die Daily Mail hatte, hieß das, sie brauchte das Haus nicht zu verlassen. Ideal, um an ihrer Familiensaga zu arbeiten, die sie für eine renommierte New Yorker Agentur schrieb. Ein sechsbändiger Roman sollte das werden, und es stand schon fest, dass Übersetzungen in fünf Sprachen erscheinen würden. Wenn sie heute für den Rest des Tages in ihrem Studio blieb, käme sie ein gutes Stück weiter. Eine ideale Gelegenheit auch, um bei der Arbeit am Schreibtisch nichts als Rodericks Souvenir zu tragen.
Sie hängte ihre übrige Kleidung über einen der Hocker an der Küchentheke, damit sie alles schnell überstreifen konnte, wenn jemand an der Tür klopfte. Dann nahm sie den schönen neuen Slip zur Hand.
Erst als sie ihn anziehen wollte, merkte sie, dass er unten auseinander klaffte. Ein »Slip Ouvert«, wie man das nannte – im Schritt blieb er offen, so dass ihr Geschlecht frei lag. Viele Huren trugen das, um sich nicht für jeden Kunden extra ausziehen zu müssen, aber dank der offenen Fernsehsendungen von Xaviera Hollander und zahlreichen anderen in ihrem Gefolge war so etwas auch in einem normalen Ehebett nicht mehr tabu. Sehr praktisch: Man machte nur die Beine auseinander, und schon konnte man den Schwanz des Mannes in sich eindringen lassen. Oder seine Zunge spüren, ohne dass sein Bart kitzelte.
Roderick wäre begeistert gewesen – er hatte es immer sehr gemocht, wenn sie beim Sex noch ihren Slip getragen hatte. Er liebte es, einfach nur den Zwickel beiseite zu schieben, wenn er in sie eindrang, und die Reibung des Saums beim Ficken an seinem Schaft zu spüren. Und wenn es ihm kam, zog er manchmal im letzten Moment seinen Schwanz aus ihr heraus und jagte sein Sperma auf den Stoff ihres Höschens. Er liebte es, wenn sie Baumwolle trug, in der seine Spermaspritzer langsam auseinander liefen, oder das rote Höschen aus reiner Seide, aus der die Flecken nie ganz auszuwaschen waren, sondern immer noch die Schatten von Rändern aufwiesen. Ja, den heute eingetroffenen Slip hätte er sehr gemocht und sicher gleich ausprobiert. Wahrscheinlich würde sie heute Nacht davon träumen und mit klebenden Fingern und erhitzt aufwachen.
Etwas wehmütig streifte sie das Höschen über und ging hinauf in ihr »Studio«, wie sie ihr Arbeitszimmer unter dem Dach nannte. Auf der Wendeltreppe machten sich ihre vollen Brüste mit heftigem Wippen bemerkbar. Es war ein seltsames Gefühl, bei jedem Schritt zu spüren, dass unten alles offen war.
Das Studio war das unaufgeräumteste Zimmer im ganzen Haus, wenn man von Kevins »Bude« einmal absah. Dort ging sie aber nie hinein, weil er darin seit zwei Jahren selbst für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen hatte. Wenn er Schulfreunde einladen wollte, holte er sich immer selbst das Putzzeug aus der Besenkammer und machte ein übertriebenes Getöse einschließlich entsprechender Hektik. Ihr Studio hingegen war zwar immer sauber, barg aber eine gewisse kreative Unordnung aus prekär zur Seite geneigten Stapeln von Büchern und Zeitschriften und buchstäblich Hunderten von Notizzetteln, die überall klebten – an den Regalen, am Türrahmen und an der Tür selbst, am Fensterrahmen und an der Schreibtischlampe.
