Patagonien - Gerhard Rötzer - E-Book

Patagonien E-Book

Gerhard Rötzer

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Beschreibung

Als Kenner Patagoniens empfehle ich dieses Buch. Es informiert landesübergreifend, die jeweiligen Gesellschaftsordnungen respektierend über West- und Ostpatagonien. Gut gelungen ist die Vernetzung der aktuellen Situationen mit den geschichtlichen Zusammenhängen. Gerhard Rötzer hat sich weit vorgewagt, in Gegenden, die noch nicht dokumentiert sind. Er weiß dennoch, dass noch viel zu entdecken ist. Das Buch ist ein würdiger, wesentlich erweiterter Nachfolger des Klassikers 'In Patagonien' von Bruce Chatwin. Ludwig Eisenböck, Herrsching

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EPUB
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Seitenzahl: 380

Veröffentlichungsjahr: 2012

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Patagonien

ein gefährdetes Paradies

Gerhard Rötzer

KernVerlag | Regensburg

Patagonien

ein gefährdetes Paradies

Mapuche Frau, Paso del Sapo

Impressum

E-Book aus der dritten, erweiterten Druckauflage, Oktober, 2013

ISBN-Print: 978-3-934983-41-0

ISBN E-Book: 978-3-934983-42-7

Autor: Gerhard Rötzer

Web: www.gerhard-roetzer.com

Bilder:

© Helga Hantschel,

Peter Hartmann-Samhaber

Lektorat: Alois Hofinger

E-Book Design:

Peter Kern, KernVerlag.de

© KernVerlag – Regensburg

Titelbild: Schaftrieb beim Paso Frias auf der Höhe von Alto Senguer in Argentinien und Villa Armangual in Chile (S. 190). Die Tiere sind frisch geschoren und noch verängstigt.

Vorwort

Acute ecological overshoot, species extinction and global climate change are but three of the major underlying root causes of the immense planetary eco-social crisis that grips the world today. The Human Project has now pushed out of their habitats other creatures or contaminated air, water, and soils that other species depend on such that the healthy bio-diversity upon which all life depends is now in serious decline. Biomass in the world‘s oceans, forest cover on land and good quality soils are also in precipitous decline. The eco-capacity of the earth to maintain both human societies and natural systems is being dangerously reduced day by day, hour by hour for that matter. Species Extinction is the „mother of all crises“ and it must be remembered that extinction is forever.

Overdevelopment of human economies and the radical expansion of human demographics are the symptoms of these fundamental problems. A badly misguided Myth of Progress with assumptions of „growth forever“ and technological triumphalism take both nature and society into perilous risk of collapse.

It will be only through a rejection of globalism and a shift to eco-localism of which de-industrialism and de-growth programs for local economies are primary objectives, plus a long and determined draw down of population will give humanity half a chance to have an equitable and truly sustainable future, but still no guarantee.

Solving the eco-social crisis will require many things, but first it will take good scholarship and sophisticated critiques of today’s development model such that there is the epistemological basis to understand and make a systemic analysis of these complex problems and to form a world view that will give, at least the leadership, the ability to make intelligent decisions that can reverse present trends.

One area of effort will be that of conservation of large and wild ecosystems for they will be one of the key elements in order to restart evolution. To that end every person in the entire world can contribute to this fundamental effort. Restoring the health of ecosystems everywhere must be a top priority which means above all an ethical shift to sharing the planet with other creatures.

Douglas Tompkins, Philantropist and Ecologist

Das Kreuz des Südens ist ein sehr auffälliges und bekanntes Sternbild am südlichen Firmament. Vier hellfunkelnde Sterne bilden ein symbolisches Kreuz. Für die frühen Seefahrer war es eine wichtige Orientierungshilfe bei ihren Entdeckungsfahrten in den unbekannten Süden.

Für Sie heute ist die Reise nach Patagonien wesentlich einfacher geworden. Die Symbolkraft des Fernen, Traumhaften, der südlichen Erde ist geblieben. Und überall in Patagonien wird es Ihnen begegnen. Einmal gesehen, werden Sie es nie vergessen.

1 Am Anfang

Am Anfang war das Land und nicht das Buch. Erst nach Jahren des Verstehens und der Sammlung von Informationen haben wir uns entschieden, zu schreiben. Sicher gibt es noch viel Unentdecktes für Körper, Geist und Seele. Wir, Helga die Fotografin und Gerhard der Texter, haben die Beeren des Calafatebusches gegessen.

Die Beeren des Calafate

Der schmucklose Busch wirkt ernst, steht meist einsam, trägt ein Dornenkleid und verfügt über Zaubekräfte. Wer von seinen Beeren gegessen hat, so heißt es, wird wieder kommen. Und wir sind wieder gekommen, viele Male, ein Ende ist nicht absehbar. Von Mal zu Mal haben wir uns weiter vorgewagt, in vielen Ecken nach Ausgewogenheit und einem Gegenpol zum zügellosen Konsum gesucht. Gefunden haben wir Individualität und Freiheit in der einmaligen Natur Patagoniens.

Was hindert uns daran, die Natur, so chaotisch sie auch manchmal erscheinen mag, zu akzeptieren und im Einklang mit ihr zu leben. Die Natur verlangt keine Lizenzgebühren für den wiederkehrenden Frühling oder dem täglichen Sonnenaufgang, vermittelt im Urzustand Ruhe und Gelassenheit, ist Initiator für seltene Glücksgefühle. Manchmal kann man sie atmen hören. Sie zeigt uns aber auch lebensbedrohliche Grenzsituationen, verzeiht keine Fehler und versteckt das Töten nicht hinter den Mauern von Schlachthöfen. Sie mag überraschend sein, aber nie bösartig, hinterhältig. Sie überhäuft uns mit Herausforderungen, einer Chance, unsere Überlebensfähigkeit unter Beweis zu stellen. Eine eventuelle Entfremdung ist jederzeit umkehrbar. Die Natur ist unbestechlich, kennt keine Vorurteile oder Privilegien, sie behandelt uns alle gleich. Sie sollte wieder den ihr zustehenden Raum in unseren manchmal gestörten Verhaltensmustern einnehmen. So wie viele Naturvölker es seit Jahrhunderten praktiziert haben. Es sind nicht die Philosophen, die je nach Erkenntnislage immer wieder neue Weltbilder mit kurzen Halbwertzeiten entwickeln, noch die Religion mit ihren Unterwerfungsdogmen, die uns zufrieden werden lassen. Es ist der Umgang mit uns selbst als einen Teil der Natur. Wir werden sie mit unseren Möglichkeiten schützen und ermuntern Sie, dabei zu helfen.

Die großen Eisfelder spenden unentwegt, ohne Aufforderung, Wasser für die größten Süßwasserreserven der Erde. Wilde, stürmische Meere branden an die wie mit einem Lineal gezogenen Küsten oder verlieren ihre Gischt in einer Welt von tausenden von Inseln. Wie Nadeln wachsen die Granitberge um den FitzRoy aus dem Gletscher des Südlichen Eisfeldes, meistens von gewaltigen Stürmen umtost. Kalt und unnahbar wirken sie. Auf der menschenleeren Meseta Somoncurá vermischt sich der Himmel mit dem schwarzen vulkanischen Basalt und einer goldgelben, schütteren Grasnarbe. Der ungezähmte, vor Nässe triefende Valdivianische Regenwald hütet unter seinem immergrünen Blätterdach eine komplexe Welt. Auf der Insel Chiloe haben die Jesuiten ihre typischen Holzkirchen gebaut und als Vermächtnis hinterlassen. Das Pferd wurde auch in Patagonien vom Auto abgelöst, ist aber dennoch allgegenwärtig. Die kräftigen, widerstandsfähigen Tiere kennen keinen Stall. Sie verbringen das ganze Jahr im Freien. Das winterliche lange Fell lässt die Tiere noch urwüchsiger erscheinen. Sie vermitteln immer wieder das starke Gefühl von Freiheit. Die Erdgeschichte ist hier noch jung und nicht abgeschlossen. Die gewaltige Energie unter der Erdoberfläche muss sich entladen, wie am 27.02.2010 in Chile wieder einmal geschehen. Ein sehr persönlicher Eindruck dazu am Ende dieses Kapitels.

Die Gefährdung wird von Menschenhand weiter forciert. Die großen Schafherden haben die empfindliche Grasstruktur auf den Mesetas durch Überweidung zerstört und der Winderosion Vorschub geleistet. Anstelle der Schafherden suchen jetzt Minencompanies nach Gold. Das zur Gewinnung notwendige Zyanid vergiftet nachhaltig das Grundwasser. Außer Kontrolle geratenen Brandrodungen sind über eine Million Hektar wertvolle Urwälder zum Opfer gefallen. Energiekonzerne verhandeln über den Bau von Staudämmen, über die Wasserrechte verfügen sie bereits. Bei einer Genehmigung wird unwiederbringliche Natur geflutet. In den geschützten Buchten am Pazifik wird Turbo-Lachszucht betrieben. Die Rückstände belasten den Konsumenten Mensch und das Umfeld Meer.

Hängebrücke auf dem Weg zum San Lorenzo Massiv

Küste in der Nähe von Puerto Raúl Marin Balmaceda

Robben bei Isla Magdalena, XI Region

Monte FitzRoy, Santa Cruz

Meseta Somoncurá, Rio Negro

Felsformationen am Rio Chubut

Guanacos mit Jungtieren, Parque Valle Chacabuco

Werft am Waldrand

Cueva de las Manos, Santa Cruz

Die Erdölindustrie hinterlässt erhebliche Umweltschäden

Goldmine Navidad, Chubut

Geplante Staudämme in der XI Region

Herzliche Menschen überall

Die Natur produziert unentwegt

In den Regalen der Buchhandlungen werden eine Vielzahl von Büchern über Patagonien angeboten. Fast schon im Halbjahrestakt erscheinen Neuauflagen. Wir wollen uns anhand folgender Zielsetzung mit einem Mehrwert differenzieren:

Ganzheitliche Betrachtung Ost- und WestpatagoniensAuthentisch berichtenGeschichtliche Zusammenhänge aufzeigenHochwertige Informationen für Planung und Durchführung individueller Patagonienreisen zur Verfügung stellenHemmungen nehmen, um sehr wenig Bekanntes zu erlebenMit Bildern motivierenDie Dimension dieser unvergleichlichen Natur näher bringen, nicht die ohnehin bekannten Einrichtungen der ZivilisationVerständnis für die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Gefährdungspotentials der einmaligen Landschaften weckenKlare, wenn notwendig auch kritische Worte zu Papier bringenErgänzend zu Lonely Planet oder ähnlicher Reiseliteratur

Patagonien, das Land da unten

Patagonien umfasst die Südspitze Südamerikas. Politisch, entlang der Wasserscheide der Anden, aufgeteilt auf das argentinische Ostpatagonien und dem chilenischen Westpatagonien. Im Norden hat Argentinien die Grenze entlang dem Rio Colorado definiert. Für jeden Reisenden unweigerlich erkennbar. Hier wird zum Schutz der patagonischen Produkte vor Fruchtfliegen und der Maul- und Klauenseuche mitgebrachtes Obst und Fleisch rigoros konfisziert. Allerdings ist auch ein Hang zur Abgrenzung gegenüber dem Norden spürbar. Neuerdings wird sogar die Provinz La Pampa, zumindest touristisch, der Region Patagonien zugerechnet. In Chile beginnt Patagonien offiziell südlich des Rio Bio Bio, dem ehemaligen Grenzfluss zum autonomen Gebiet der Mapuche Indianer. Heute erstreckt sich bis nach Puerto Montt die gut organisierte, nach neuesten Erkenntnissen bewirtschaftete Kornkammer Chiles. Nur wenige Kilometer südlich von Puerto Montt ändert sich das Bild fast dramatisch. Hier beginnt der meist unbefestigte 1.200 Kilometer lange Camino Longitudinal Austral bis nach Villa O’Higgins. Manche nennen sie auch Carretera Austral, in den neuen Karten steht schlicht Ruta 7. Mit dem ersten Kilometer beginnt für uns Westpatagonien. Der Einfachheit halber integrieren wir Feuerland zu dieser Landmasse, wenngleich durch den Magellankanal geteilt und verwaltungspolitisch getrennt.

West- und Ostpatagonien könnten nicht unterschiedlicher sein. Die gleichförmige Küste zum Atlantik bricht mit einer steilen Mauer zwischen 50 und 150 m ab, ein hafenarmes, einsames Gestade. Das Inland besteht überwiegend aus gelbbraunen, trockenen, wenig strukturierten Meseta-Flächen, die sich bis zu den Kordilleren wie eine riesige Treppe übereinander schieben. Die tiefgrauen bis schwarzen Basaltblöcke mit scharfen Konturen, manchmal sogar mehrstufig, geben dem Auge einen willkommenen Halt. Das Wasser aus den Kordilleren hat den weichen Untergrund ausgespült. In den bis zu zehn km breiten Tälern mäandert das Wasser als schmaler Silberfaden in weiten Bögen durch eine Sublandschaft unterhalb der Meseta-Kante. Hier finden die Schafherden weiches Gras und Kräuter. Aber nur da, ansonsten ist die Vegetation recht karg, Büschelgrassteppe oder Buschsavanne.

Patagonien gehört in Gänze zur Zone der Westwinde. Sie wehen meist in mittlerer Stärke, häufig sind es handfeste Stürme, die Sand und das Wasser der großen Seen aufwirbeln und an exponierten Punkten zur Gefahr werden können. Dieser beständigen Gewalt beugen sich sogar die ansonsten recht massiven und starren Pappeln.

Unmittelbar am Fuße der Kordilleren, scharf abgegrenzt zur Meseta, gedeiht eine Buschsavanne, die magische Welt der Calafatebüsche. Der Regenschatten löst sich mit der Höhe der Berge auf. Der Niederschlag reicht für einen schmalen Waldgürtel vom Quellgebiet des Rio Neuquen bis zu den Staten Island am Ende des Kontinents im Südatlantik. Die Niederschlagsmengen steigern sich bis zur Pazifikküste auf über 2.000 mm. In diesem feuchten, kühlen Klima hat sich eine artenreiche und üppige Vegetation entwickelt, der Valdivianische Regenwald.

Die Ausläufer der Anden, so könnte man glauben, sind im Pazifik versunken. Nur die Bergspitzen ragen aus dem Wasser und bilden ein Gewirr aus tausenden, meist unbewohnten Inseln. Das Nördliche und Südliche Eisfeld, die größte zusammenhängende Eismasse außerhalb der beiden Pole und Grönland, entwässern unentwegt in den Pazifik, zum ohnehin schon kalten Humboldtstrom. Das verbindende Element zwischen Ost und West sind große, quer zu den Anden verlaufende Seen. Sie zerschneiden förmlich die Kordilleren auf niederem Niveau und verschieben die Wasserscheide nach Osten, hinein nach Argentinien. So kommt es, dass Seen gleichermaßen auf chilenischem und argentinischem Hoheitsgebiet liegend, zum Pazifik entwässern. Eindrucksvolle Beispiele dafür sind der Lago Buenos Aires/General Carrera, Lago Pueyrredon/Cochrane und der Lago San Martin/O‘Higgins. Wobei die erste Bezeichnung der argentinischen, die zweite der chilenischen Nomenklatur entspricht.

Die Landmasse Patagoniens entspricht in etwa der dreifachen Größe Deutschlands. Die mittlere Bevölkerungsdichte beträgt bescheidene zwei Einwohner/km², in Deutschland dagegen zweihundertneunundzwanzig Einwohner/km². In der Provinz Santa Cruz und der gegenüber liegenden XI Region Chiles, einer Fläche die Deutschland entspricht, leben auf einem Quadratkilometer weniger als ein Einwohner, also etwa 300.000 Menschen zu 81 Millionen Menschen in Deutschland. Entsprechend ist die Infrastruktur bezüglich Straßennetz und Versorgungsmöglichkeiten. Die meisten Straßen haben keinen festen Belag. Stundenlanges Fahren, ohne einen anderen Verkehrsteilnehmer zu sehen, ist üblich. Jede Zapfsäule sollte genutzt werden, um den Tank zu füllen, der Picknickkorb oder die Satteltasche Essen für mehrere Tage beinhalten. Im Landesinneren, abseits der drei großen Routen, kann sich die Lage noch verschärfen. Für uns Europäer besteht Patagonien aus ungewohnt großen Entfernungen und motivierender Einsamkeit.

Vor 13.000 Jahren kamen die ersten Menschen nach Patagonien

Sie nannten ihr Land Trapananda und haben die Charakteristiken zu beiden Seiten des Andenhauptkammes adaptiert, als Wassernomaden im Westen und landgebundene Nomaden im Osten. Die Wassernomaden waren kleinwüchsig und leichtgewichtig. Mit ihren leichten Rinden-Kanus, mit einem Rahmen aus dem biegsamen und widerstandsfähigen Holz der Alercebäume, lebten sie auf dem Wasser in Küstennähe. Die tägliche Nahrung bestand vornehmlich aus Fischen, Muscheln und gestrandeten Robben. Als „Kleidung“ gegen Kälte und Regen diente eine dicke Fettschicht, zum Schlafen legten sie sich ungeschützt auf den Boden. In der spärlichen Literatur über diese Menschen werden sie als Chonos-Menschen beschrieben. Gleichnamig mit einer Inselgruppe westlich von Puerto Aisen. Weiter im Süden, im Baker Fjord, nannten sie sich Kawaskar.

Erinnerung an die Kawaskar

Die landgebundenen Nomaden waren groß und schwer, patagonische Giganten. Weite Fellmäntel ließen sie noch größer erscheinen. Sie wanderten mit den Guanaco Herden. Im Sommer in die Berge, im Winter zurück in die Niederungen. Die Guanacos waren ihre Lebensbasis. Fleisch für das tägliche Essen, die Sehnen und das Fell für die wärmende Kleidung und Zelte, die Knochen für Werkzeuge. Gejagt wurden sie mit der Boleadora, einer Wurfwaffe mit drei Kugeln an Lederriemen befestigt, die sich um die Beine des Opfers wanden und es zum Stürzen brachte. Die Menschen und die Waffe aus dieser Linie gibt es noch. Sie gehören zum Stamm der Tehuelche. Nachfahren leben unter anderem in Chusamen, einer Region in der Provinz Chubut.

Ein Ableger europäischer Geschichte

Die Folgen der Entdeckung Amerikas und seine Auswirkungen motivierten den erfahrenen Kapitän Magellan zur ersten Weltumsegelung der Menschheitsgeschichte. Dieses, für die damalige Zeit sehr mutige Unternehmen, hatte rein wirtschaftliche Gründe. Magellan bekam das Geld für seine Flotte vom spanischen König und Investoren wie die Fugger aus Augsburg. Dies nur wegen des Versprechens, eine alternative Schifffahrtsroute zu den Gewürzinseln, den heutigen Molukken, zu ergründen. Durch die Teilung der Welt, gemäß den Verträgen von Tordesillas 1494, in eine portugiesische und eine spanische Hälfte, war der Zugang zu jenen Inseln über die bekannte Ostroute um das Kap der Guten Hoffnung den Portugiesen vorbehalten. Anlässlich der Überwinterung im Jahre 1520, in der Bucht von San Julián, kam es nachweislich zu den ersten Kontakten mit Tehuelche. Ihre ohnehin schon großen Füße erschienen fellumwickelt noch größer. Für Magellan Grund, dem Land den Namen Patagonien, die mit den großen Füßen, zu geben. So berichtet zumindest der Chronist. Der alte Name Trapananda geriet in Vergessenheit.

Unter unsäglichen Härten fand Magellan mit seiner Flotte eine Durchfahrt zum Pazifik und den Weg zu den Gewürzinseln. Auch wenn er das Ende der ersten Weltumsegelung nicht erleben durfte, er wurde bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung auf den Philippinen getötet, ist sein Nachlass dennoch bemerkenswert. Das letzte verbliebene Schiff hatte bei seiner Ankunft in Sevilla 26 t Gewürze an Bord. Durch den Erlös waren die Kosten gedeckt und ein erheblicher Profit in Höhe von 500 Golddukaten zu verbuchen. Für die aufgeklärten Wissenschaftler jener Zeit war durch die Umrundung der Erde ihre Kugelform endgültig bestätigt. Damit war die Keimzelle für weitere Erschließungen und Begehrlichkeiten an dieser entlegenen Ecke der Welt gelegt. Holländische, spanische, englische und französische Kapitäne versuchten sich an der Wasserstraße, ohne Nachhaltigkeit.

Erst mit der Expedition des Engländers Robert FitzRoy begann 1832 eine systematische kartographische Erfassung der Küstenlinien und der Flüsse. In Anerkennung seiner Leistungen wurde der berühmteste Berg Patagoniens, am Rande des Südlichen Eisfelds, nach ihm benannt. An Bord des Schiffes, der Beagle, war kein Geringerer als Charles Darwin. Die Konfrontation mit den harten Lebensbedingungen vor Ort weckten bei ihm die ersten Überlegungen zur Evolutionstheorie. Ein Thema, das heute noch aktuell ist und dessen sich auch viele Philosophen angenommen haben. Darwin ankerte auch vor den Falkland Inseln im Atlantik und der Isla Chiloe im Pazifik. Beide Inseln sollten bei der weiteren Erschließung von Patagonien eine besondere Rolle spielen.

Die Erstbesiedelung der isolierten und unwirtlichen Falkland Inseln erfolgte 1764 durch Frankreich. Warum auch immer, die Engländer übernahmen 1820 das Regiment und gliederten das Archipel unter dem Namen Falkland Inseln in ihr Kolonialreich ein. Der ursprüngliche Name Islas Malvinas wurde aus den Karten gestrichen. Kurz danach kommen anglikanische Missionare und widerstandsfähige Schottlandschafe. Beide fühlen sich wohl und entwickeln sich, zugegebenermaßen recht unterschiedlich. Nach Feuerland wurde in offenen Booten, nach heutigem Sprachgebrauch ein Shuttleservice, zum Transport von Menschen, Schafen und Gütern aller Art, meist aus England, betrieben. 1982 erklärte die damalige argentinische Militärjunta einen Krieg um die Inseln, holte sich eine sehr blutige Nase und wurde abgesetzt. Dreißig Jahre später, mittlerweile wurde im Küstenbereich Öl gefunden, wird schon wieder mit harschen Worten gerasselt, stures Beharren trifft auf politische Blindheit. Die geographische Nähe zu Argentinien spricht für den schön klingenden Namen Islas Malvinas und dabei wollen wir in diesem Buch auch bleiben.

Chiloe wurde nach der Eröffnung des Magellankanales ein strategischer Anlegepunkt für die frühen Segelschiffe auf dem Weg zu den Gewürzinseln oder den amerikanischen Küsten. Hier konnte frisches Trinkwasser, Lebensmittel und Holz gebunkert werden. Für die Bewohner, den Chiloten, eröffneten sich neue Einnahmequellen. Vornehmlich in der geschützten Bucht von Ancud lagen die dickbauchigen Schiffe aus England, Spanien, Frankreich und Holland. 1601 bekämpften sich gar spanische und holländische Soldaten um die Vorherrschaft. Zeitgleich tauchten Jesuiten im Auftrag der Spanier auf, um die Chiloten zu befrieden. Zähe, bescheidene, arbeitswillige Menschen, welche die unwirtlichen Lebensbedingungen ertrugen. Fortan waren sie begehrte Arbeiter für die schweren Arbeiten. Leider sind die von Darwin beschriebenen Alercewälder verschwunden. Geblieben sind die herzlichen, freundlichen Menschen, die architektonisch einmaligen Kirchen der Jesuiten und der tägliche Regen.

1843 veränderte sich die geopolitische Lage grundsätzlich. Der chilenische Präsident Bulnes veranlasste weitschauend die Landnahme der Südspitze Patagoniens. Er schickte ein Kriegsschiff von Chiloe zum Magellankanal. Als äußeres Zeichen der Präsenz wurde das Fort Bulnes gegründet. Es gehört heute zu den wichtigsten historischen Plätzen Chiles. Jetzt war die Zeit reif, neben der Absicherung des Magellankanales, auch das südliche Patagonien zu erschließen. Punta Arenas wird gegründet, es zählte 1870 bereits 800 Einwohner, inklusive Verbrecher in der Haftanstalt. Der wirtschaftliche Aufschwung kam 1877 mit den Schafen von den Islas Malvinas. Das würzige Gras war offenbar für die Zucht von Schafen gut geeignet. Bereits nach fünfzehn Jahren war der Bestand von dreihundert auf über eine Million Tiere gewachsen. Das Land um die Buchten und Kanäle wird in riesige Estancias aufgeteilt, die Indios sind wie immer die Leidtragenden. Sie werden vertrieben und gegen ein Kopfgeld umgebracht. Zur Rechtfertigung diente auch ein Statement von Darwin. Er beschrieb die Feuerländer als die „verächtlichsten und elendsten Geschöpfe, die ich jemals angetroffen habe. Kaum kann man sich zu dem Glauben durchringen, dass sie unsere Mitgeschöpfe sind und Bewohner der gleichen Welt …“ Vor diesem Hintergrund mussten die Missionierungsbemühungen des Engländers Thomas Bridges und dem Salesianer Orden mangels lebendiger Seelen kläglich scheitern.

Die riesige Landfläche zwischen Magellankanal und der Hauptstadt Buenos Aires war zu jener Zeit nur von wenigen, nomadisierenden Indios bewohnt. Sie waren vom Stamm der Tehuelche und Mapuche. Dennoch waren es zu viele, sie mussten auch hier, vorwiegend wegen der unersättlichen Gier der Großgrundbesitzer, weichen. Die blutige Wüstenkampagne unter General Roca nahm ihren Lauf, die Widerstandskraft der Indios wurde gebrochen. Der international finanzierte Krieg mit modernen Waffen ließ den unorganisierten und von Stammesinteressen getriebenen Indios keine Chance. Binnen weniger Jahre gab es nur noch geduldete Restbestände. Die Darstellungen aus jener Zeit, lassen an der beidseitigen Brutalität keine Zweifel.

Der Ort Carmen de Patagones im Rio Negro Delta, dem südlichsten Punkt der Provinz Buenos Aires, hatte eine regional begrenzte Sonderentwicklung. Er wurde bereits 1779 gegründet und gilt heute als der älteste Ort Patagoniens. Er entwickelte sich früh zum Kontakthof zwischen Weißen und Indios. Überraschend viele Dokumente geben einen Einblick in die Wesensvielfalt der Indios. Hier begann das gegenseitige Ausloten der Grenzen des Ertragbaren. Die kulturellen Unterschiede blieben aber meist unüberbrückbar.

Deutsche Geographen, Geologen und Abenteurer

haben einen wesentlichen Beitrag zur Erschließung Patagoniens erbracht. Im heutigen Deutschland erinnert sich kaum jemand an diese Leistungen. Vor Ort allerdings wurden Straßen, Seen oder sogar Gletscher nach ihnen benannt.

Bernhard Philippi, mit preußischen Wurzeln, besuchte bereits 1840 Chile. Er bewarb sich als Mitglied des Expeditionsschiffes zur Besetzung der Magellanstraße. Sein Verhandlungsgeschick war Teil des Gesamterfolges. Letztlich wurde er zum Kolonisationsbeauftragten der chilenischen Regierung ernannt. Nach vielen Fehlschlägen gelang es ihm, fast 600 deutschstämmige, handwerklich gut ausgebildete Immigranten nach Chile zu bringen. Sie sollten katholisch sein, waren aber evangelisch. 1852 wurde Philippi zum Gouverneur der Region Magellanes ernannt.

Hermann Burmeister, in Stralsund geboren, war Naturwissenschaftler. Er arbeitete als Geograf, Geologe, Botaniker und Ornithologe. Mit der Unterstützung von Alexander von Humboldt besuchte Burmeister 1850 den südamerikanischen Kontinent. In den meist unerforschten Gebieten konnte er seine Ambitionen als Botaniker einbringen und unbekannte Pflanzen und Tiere bestimmen. In der Folge bewarb er sich um die Leitung des Museo Publico in Buenos Aires. Faustino Sarmiento, der 1868 zum Präsidenten von Argentinien gewählt wurde und sich der Bildung verschrieben hatte, nutzte Burmeister für seine ambitionierten Pläne zur Reform des argentinischen Schulwesens. Er beauftragte ihn mit der Bildung einer naturwissenschaftlichen Fakultät an der Universität von Córdoba. Um den Lehrbetrieb sicher zu stellen, verpflichtete Burmeister deutsche Kollegen. Die Anerkennung, die er in Argentinien für seine vielfältigen wissenschaftlichen Leistungen erfahren durfte, blieb ihm in Deutschland verwehrt.

Eberhard Hermann, Kapitän und Unternehmer, war Gründer der ersten Siedlungen an der Südostküste Chiles. 1894 gründet er die erste große Schaffarm auf einem Land, das wegen fehlender Grenzziehung als neutral zu betrachten war. Auf diesem Gelände befindet sich die Höhle von Milodon mit den Resten eines vor zehntausend Jahren ausgestorbenen Riesenfaultiers. Die Höhle ist heute ein Touristenmagnet am Parque Nacional Torres del Paine. Im Rahmen des Gesetzes zur Neuverteilung des Landes verlor er alle Gebietsansprüche.

Hans Steffen hat zwischen 1892 und 1904 Westpatagonien im Auftrag der chilenischen Regierung erforscht. Zu seinen Begleitern gehörten weitere deutsche Wegekundige sowie einheimische Ortskundige und Hilfskräfte. Sie folgten den großen Flussläufen, durch bis dahin unbekanntes Gebiet, bis zu den Quellen. Die Beschreibungen und das Kartenmaterial waren Grundlage für Immigranten auf der Suche nach nutzbaren Flächen, zur Festlegung einer ersten Infrastruktur und für die Regierung zur Einigung auf eine Grenze zum Nachbarn Argentinien. Seine Erkenntnisse hat Steffen in zwei Bänden beschrieben, viele Details haben heute noch Gültigkeit. Chile bekennt sich zu seinen Leistungen. Gletscher, Seen und Straßen sind nach ihm benannt.

Franz Kühn war sozusagen das geographische Gegenstück. Er war landesweit im Auftrag der argentinischen Regierung unterwegs. In seinen Niederschriften zeigt sich auch der kulturelle Zustand des Landes um 1920. Geradezu eine Einladung, um mit dem Heute zu vergleichen. In Ostpatagonien ist manches dazu gekommen, manches ist schon wieder verfallen oder ganz verschwunden. Leider sind seine Bände nur noch antiquarisch, wenn überhaupt, zu beziehen.

Anselm Windhausen war Geologe. 1909 wurde er mit siebenundzwanzig Jahren vom argentinischen Landwirtschaftsministerium eingestellt, um nach ölhöffigen Gebieten zu suchen. Die ersten Explorationsarbeiten fanden in Neuquen und im Tal des Rio Chubut statt. Für die Vorgängerorganisation des heutigen Tankstellennetzes YPF erstellte er eine komplette Kartierung der heutigen Provinzen Chubut und Santa Cruz. 1928 erhielt er wegen seiner Beiträge zu den Geowissenschaften von der Berliner Geographischen Gesellschaft die Gustav Nachtigal-Medaille, und zwar gemeinsam mit Franz Kühn.

Alfred Kölliker hat 1916 mit einem Team als erster das Südliche Eisfeld betreten und bis zum Scheitelpunkt gequert. Seine Berichte und Fotos vom FitzRoy haben diese Bergwelt ins Visier der internationalen Bergsteigergemeinde gerückt.

Ein wenig den Charakter eines Abenteurers hatte Gunther Plüschow. Er war ein Flugpionier in den südlichen Anden. 1928 eröffnete er den Luftpostdienst zwischen Punta Arenas und Ushuaia. Dabei überfliegt er, so quasi nebenbei, mit einer Heinkel He-24 W die 2.000 m hohe Darwin Kordillere. Seine Leistungen sind heute noch präsent und werden geachtet, in Argentinien und Deutschland.

Lothar Herold, Jahrgang 1912 nimmt als 26jähriger ein Angebot des Auswärtigen Amtes als Lehrer in Argentinien an, erst nach dreißig Jahren kehrte er wieder dauerhaft nach Deutschland zurück. Er hat den Aconcagua dreimal bestiegen, damals ohne Base Camp Service, und die großen Seen in Patagonien mit dem Faltboot erschlossen. Herold war auch die treibende Kraft zur Errichtung des Plüschow Denkmals an der Absturzstelle am Ostende des Brazo Rico.

Osvaldo Bayer

Osvaldo Bayer ist deutschstämmiger argentinischer Schriftsteller, Historiker und insbesondere Menschenrechtsaktivist. Er hat sich nach seinem Geschichtsstudium in Hamburg zur Erforschung der am meisten Vergessenen und Bestraften eingesetzt. Acht Jahre hat die Aufarbeitung und Dokumentation der Rebelde Patagonia in Anspruch genommen. Genauso lange musste er während der Militärdiktatur in Argentinien wegen der Offenlegung der militärischen Gewaltanwendungen ins Exil nach Deutschland. Mit seiner aktuellen Arbeit Awka Liwen und dem gleichnamigen Film, kämpft er um die Anerkennung der Rechte der indigenen Völker. Er weist den perfiden Einfluss der Großgrundbesitzer auf die „Wüstenkampagne“, zur Vertreibung und Ausrottung der indigenen Bevölkerung, nach. Bayer ist mittlerweile vielfach geehrt und geachtet. Er gehört zu den wenigen Männern, die uns vergessenes Unrecht zur Stabilisierung der Demokratie vor Augen führen.

Die Liste der Namen ließe sich fortsetzen und um Persönlichkeiten anderer Nationalitäten ergänzen. In der Folge dieser Aktivitäten lagen genügend Informationen für eine weitere gezielte wirtschaftliche Nutzung vor. Schnell war das Land unter Wenigen aufgeteilt bzw. großzügig von den Regierungen verschenkt. Estancias mit bis zu einer Million Hektar Fläche entstanden. Das Schaf als Lieferant von Wolle und Fleisch war lange Zeit die wirtschaftliche Grundlage. Die Soldaten der beiden Weltkriege brauchten die Wolle für ihre Uniformen und das Fleisch zum Essen. Die Exporterlöse der Estancieros stiegen ins Unermessliche. Basis für Überheblichkeit und Realitätsverlust. Die Gauchos hingegen darbten in depressiver, bitterer Armut. Aufstände wurden blutig niedergeschlagen.

Das argentinische Latifundien-Gesetz von 1945 änderte die Situation. Großgrund-besitze wurden zerschlagen, ein nationales Denken zwischen Chile und Argentinien begann die Köpfe zu besetzen. Letztlich entstanden die Strukturen und Grenzen wie wir sie heute kennen. Seit 1980 gibt es die Carretera Austral, eine unbefestigte 1.200 km lange Straße in das Patagonien südlich von Puerto Montt in Chile. Damit entfällt eine logistische Abhängigkeit von Argentinien für die Versorgung der Menschen vor Ort. Die einst blühende Schafzucht ist dem Preisverfall der Wolle zum Opfer gefallen. Wo immer möglich werden alternative Erwerbsquellen genutzt. Dennoch sind viele Estancias verödet, ganze Orte können nur mit hohen Zuwendungen des Staates erhalten bleiben.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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