Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Ihre Kopien sind zu perfekt - ein Zeitfehler wird ihnen zum Verhängnis Nach den Abenteuern, die sich um BULLOC und Perry Rhodan, den Gefangenen der vierten und mächtigsten Inkarnation BARDIOCS, und um die SOL ranken, die sich auf der Suche nach ihrem verschollenen Kommandanten befindet, haben wir umgeblendet. Der gegenwärtige Schauplatz ist wieder die Menschheitsgalaxis. Hier schreiben wir Ende April des Jahres 3585, und die Völker der Milchstraße erfreuen sich ihrer wiedergewonnenen Freiheit. Denn inzwischen existiert die Macht des Konzils der Sieben nicht mehr. Die Laren, die Unterdrücker der Galaxis, haben die Überschweren, ihre Verbündeten, notgedrungen im Stich gelassen. Unter dem Zwang des Energiemangels stehend, erhofften sie sich eine Verbesserung ihrer Lage, als sie durch das von den Keloskern künstlich erschaffene Black Hole flogen und in die Sternenfalle gingen - mit Ausnahme von Hotrenor-Taak selbst, dem Verkünder der Hetosonen. Wenn auch die Macht der Laren gebrochen ist, so gibt es dennoch Sorgen genug in der Galaxis. Das gilt speziell für Anson Argyris, den Robotkaiser von Olymp. Der Vario-500 hat echte Schwierigkeiten mit seinen ungebetenen Gästen, den MVs. Doch ein unerwartetes Ereignis kommt ihm zustatten. Es ist die METAMORPHOSE ...
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Veröffentlichungsjahr: 2011
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Nr. 847
Metamorphose
Ihre Kopien sind zu perfekt – ein Zeitfehler wird ihnen zum Verhängnis
von H. G. EWERS
Nach den Abenteuern, die sich um BULLOC und Perry Rhodan, den Gefangenen der vierten und mächtigsten Inkarnation BARDIOCS, und um die SOL ranken, die sich auf der Suche nach ihrem verschollenen Kommandanten befindet, haben wir umgeblendet.
Der gegenwärtige Schauplatz ist wieder die Menschheitsgalaxis. Hier schreiben wir Ende April des Jahres 3585, und die Völker der Milchstraße erfreuen sich ihrer wiedergewonnenen Freiheit.
Denn inzwischen existiert die Macht des Konzils der Sieben nicht mehr. Die Laren, die Unterdrücker der Galaxis, haben die Überschweren, ihre Verbündeten, notgedrungen im Stich gelassen. Unter dem Zwang des Energiemangels stehend, erhofften sie sich eine Verbesserung ihrer Lage, als sie durch das von den Keloskern künstlich erschaffene Black Hole flogen und in die Sternenfalle gingen – mit Ausnahme von Hotrenor-Taak selbst, dem Verkünder der Hetosonen.
Wenn auch die Macht der Laren gebrochen ist, so gibt es dennoch Sorgen genug in der Galaxis. Das gilt speziell für Anson Argyris, den Robotkaiser von Olymp. Der Vario-500 hat echte Schwierigkeiten mit seinen ungebetenen Gästen, den MVs.
Die Hauptpersonen des Romans
Anson Argyris – Der Herr von Olymp befasst sich mit seinen ungebetenen Gästen.
Kubvergion und Cloibnitzer – Zwei MVs, die einen verhängnisvollen Zeitfehler begehen.
Baikwietel und Orghoriet – Neue Anführer der MVs auf Olymp.
Ronald Tekener und Kershyll Vanne – Der Aktivatorträger und der 7-D-Mann werden kopiert.
George
Keine Maschine kann lügen,
aber auch keine Maschine kann die Wahrheit sagen.
G. K. Chesterton
1. Memento
»Das herrliche Tba umfasste vor langer Zeit Hunderte von Galaxien, und die Gys-Voolbeerah herrschten über das Tba und verkündeten das GESETZ. Und wer das GESETZ nicht achtete, lernte die Waffen der Gys-Voolbeerah kennen.
Nicht immer war Tba gewesen.
Einst entwickelte sich das Volk der Gys-Voolbeerah auf Gys-Progher, dem zweiten Planeten der blauen Sonne Aggluth. Sie waren Kinder einer hohen Schwerkraft, Kinder von grausamer Hitze und mörderischer Strahlung. Ursprünglich hatten sie sich den Umweltbedingungen anpassen müssen, aber die Kraft, die sie dabei entwickelten, befähigte sie dazu, in einem langen Prozess der Rückkopplungen die Umweltbedingungen sich anzupassen.
Sie errangen einen Sieg über die blinden Kräfte der Natur, entdeckten dabei das GESETZ und errangen die Kraft aus dem Innern, des Motuul. Mit Hilfe der unterworfenen Naturkräfte breiteten die Gys-Voolbeerah sich zuerst über das gesamte System der Sonne Aggluth aus und später über ihre Heimatgalaxis Uufthan-Pynk.
Sie trafen dabei auf die anderen – und sie stellten fest, dass die anderen nicht von einem Körper stammten wie die Gys-Voolbeerah. Darum kannten die anderen kein Gesetz, das dem GESETZ gleichkam. Sie bestanden aus Unrast, Konkurrenzdenken und Lügen und verbreiten Chaos im Universum.
Die anderen sahen in den Gys-Voolbeerah, denen sie begegneten, Konkurrenten und fielen über sie her, wo sie sie trafen. Aber die Gys-Voolbeerah ließen nicht ab vom GESETZ. Sie gürteten ihre Seelen mit Panzern aus Stahl. Sie warfen die anderen mit dem Blitz und dem Donner zurück, und sie zwangen die anderen unter das GESETZ.
Als Uufthan-Pynk ihnen gehörte und dem GESETZ unterworfen war, wurde der Traum von Tba geboren. Die Gys-Voolbeerah träumten diesen Traum aber nicht nur, sondern gingen daran, ihn zu verwirklichen. Sie hatten gemerkt, dass die Kraft aus dem Innern ihre stärkste Waffe und ideal dazu geeignet war, dem GESETZ unter den anderen zur Geltung zu verhelfen. Deshalb gingen sie daran, mit Hilfe des Motuul das GESETZ in immer mehr Galaxien zu verbreiten.
Der Traum von Tba wurde verwirklicht. In Hunderten von Galaxien herrschte das GESETZ. Die anderen achteten es entweder oder sie beugten sich ihm vor Furcht. Tba, das Reich der Inseln, verkörperte die stärkste Macht im Universum und war in seiner unübertrefflichen Herrlichkeit schließlich das GESETZ selbst.
Aber zu diesem Zeitpunkt erkannten die Gys-Voolbeerah, dass es nicht genügte, wenn das GESETZ nur in einem Teil des Universums herrschte, denn in anderen Teilen des Universums brachte die Evolution zwar immer neue andere hervor, aber diese konnten oder wollten die Erkenntnis nicht vollziehen, dass es nur ein GESETZ gab, dem sich alle unterwerfen mussten.
Da die anderen das GESETZ nicht erkannten, obwohl es der Struktur des Universums aufgeprägt war, verbreiteten sie nur Chaos, das mit der Steigerung ihres materiellen Wissens und der darauf beruhenden Steigerung ihrer Macht katastrophale Formen annahm.
Darum gingen die Gys-Voolbeerah hinaus über die Grenze des Reiches der Inseln. Mit der Kraft des Motuul schlugen sie die anderen mit Blindheit, übernahmen die Positionen der Macht und führten das GESETZ ein. Die anderen aber, die es wagten, gegen das GESETZ zu kämpfen, lernten sehr bald, dass die Gys-Voolbeerah unbesiegbar waren, denn sie kannten keine Furcht. Dafür lernten die anderen die Furcht vor den Gys-Voolbeerah kennen – und die Gys-Voolbeerah herrschten und verbreiteten das GESETZ.
So, wie die Wellen sich kreisförmig ausbreiten, wenn man einen Stein in ruhiges Wasser wirft, so breitete sich das herrliche Tba aus – und mit ihm das GESETZ.
Es war das GESETZ derer, die von einem Körper abstammten. Deshalb hat das GESETZ das Ziel, alles in einem Körper zu vereinigen, zuerst alle Intelligenzen des Universums in Harmonie miteinander zu verbinden und letzten Endes das Universum selbst in einen einzigen gigantischen Organismus zu verwandeln, in dem die Individuen in ferner Zukunft ihre körperliche Existenzform aufgeben, das Universum geistig durchdringen und dem GESETZ bis in den subatomaren Bereich Geltung verschaffen.«
Cloibnitzer schwieg und blickte über die Köpfe der anderen zweihundertachtundsiebzig Gys-Voolbeerah hinweg, als sähe er eine Vision. Seine großen, goldfarbenen Augen strahlten in fanatischem Glanz und voller Freude darüber, dass sich endlich Gys-Voolbeerah aus mehreren Galaxien versammelt hatten, um einen Plan für die Erneuerung der Herrlichkeit Tbas zu entwerfen und zu beschließen.
Die Gys-Voolbeerah hatten sich in einer geräumigen Halle versammelt, an deren Wänden Produkte einer Technologie standen, die von anderen geschaffen worden war. Die Halle gehörte zu einer Ausweichzentrale des subolympischen Stützpunkts von Kaiser Anson Argyris – und Cloibnitzer war stolz darauf, dass es Gys-Voolbeerah gewesen waren, die geschafft hatten, was Laren und Überschwere seit mehr als einem Jahrhundert vergeblich versucht hatten: ohne eigene Verluste einen wichtigen Stützpunkt der Unterwelt des Freifahrerkaisers zu besetzen und in ihren Dienst zu stellen.
Leise fuhr Cloibnitzer fort: »Die Ausbreitung Tbas und des GESETZES erlitt einen schweren Rückschlag, als zahllose Völker der anderen, die das GESETZ anerkannt hatten, in heimlicher verräterischer Manier miteinander konspirierten und die Abschaffung des GESETZES betrieben, das sie mit lauten Stimmen anerkannten.
Hinter dem Rücken der Gys-Voolbeerah, die weit über die Grenzen des Reiches der Insel hinaus ins Universum vorgedrungen waren, um die Herrlichkeit von Tba und das GESETZ immer weiter zu verbreiten, bauten die anderen riesige Flotten von Kampfraumschiffen und bildeten Milliarden über Milliarden Angehörige ihrer zahllosen Völker in der Verbreitung von Vernichtung und Chaos aus.
Als die Gys-Voolbeerah von diesem ungeheuerlichen Verrat erfuhren, machten sie kehrt und schickten sich an, die Verräter zu bestrafen. Obwohl die anderen ihnen an Zahl weit überlegen waren und das Tausendfache an Kampfraumschiffen besaßen, kämpften die Gys-Voolbeerah mit beispielloser Tapferkeit.
Die anderen aber hatten das Motuul durchschaut und heimlich alle Gys-Voolbeerah, die als Kopien von anderen in den Schlüsselstellungen der Macht saßen, entlarvt und umgebracht. Deshalb hörten plötzlich zahlreiche Völker, die indirekt von den Gys-Voolbeerah regiert worden waren, nicht mehr auf die Stimme des GESETZES und ihrer Vertreter.
Das herrliche Tba selbst geriet in Gefahr. Es rief die Gys-Voolbeerah zurück ins Reich der Inseln, damit sie es gegen die barbarisch anstürmenden Armaden der Feinde verteidigten und erneut zum Ausgangspunkt der Verbreitung des GESETZES machten.
Aber diejenigen Gys-Voolbeerah, die noch kurz zuvor in der Sicherheit des herrlichen Tba gelebt hatten, weil die Kämpfer für das GESETZ draußen im Universum von Erfolg zu Erfolg geschritten waren, hatten die Einrichtungen für die Verteidigung vernachlässigt.
So fanden die Zurückgerufenen weder ausreichend befestigte Stützpunktwelten noch genügend einsatzbereite Kampfschiffe. Mit völlig unzureichenden Mitteln mussten sie sich der Übermacht der vernichtungswütigen Feinde entgegenwerfen. Sie zögerten nicht, es zu tun. Furchtlos gingen sie durch die Höllen zahlloser Raumschlachten. Aber nach jedem Kampf war ihre Zahl abermals zusammengeschmolzen, während die Feinde Tbas aus einem schier unerschöpflichen Reservoir immer mehr Kräfte gegen das Alte Volk warfen.
Die Zahl der feindlichen Raumschiffe, die dabei vernichtet wurden, ging in die Millionen – und die Zahl der Feinde, die umkamen, ging in die Milliarden. Dennoch zerbrachen die Bastionen des Reiches der Inseln Galaxis für Galaxis. Aber die Verteidiger des herrlichen Tba gaben sich nicht geschlagen. Sie kämpften und starben, wie das GESETZ es befahl – und während Tba zerbrach, versiegte schließlich auch die Kraft seiner Feinde.
Wie der Kampf endete, weiß heute niemand mehr. Aber die Tatsache, dass überall im Universum, soweit wir es kennen, Gys-Voolbeerah in kleinen Gruppen heimlich zwischen den anderen leben, lässt darauf schließen, dass der aus Verrat geborene Kampf sich im Sande verlor, dass die Arena, in der er sich abspielte, zu groß war, als dass die Beteiligten die Übersicht hätten behalten können.
In einem wahrscheinlich Jahrtausende währenden Kampf hatten die anderen gesiegt und überall Chaos verbreitet. Überall gab es zerstreute Splittergruppen der Gys-Voolbeerah. Wahrscheinlich wurden die Angehörigen des Alten Volkes, die auf eroberten Welten überlebt hatten, zwangsweise deportiert.
Aber es ist unwahrscheinlich, dass es den anderen gelungen sein sollte, Vernichtung und Chaos bis ins Herz von Tba zu tragen, in die Galaxis Uufthan-Pynk. In dem Durcheinander der Kämpfe gingen unzählige Zivilisationen zugrunde und mit ihnen wohl auch der größte Teil des Wissens über die Herkunft des Alten Volkes.
Heute wissen nicht einmal wir mehr, wo Uufthan-Pynk liegt und wo in dieser Galaxis die Sonne Aggluth von Gys-Progher umkreist wird.
Aber gerade deshalb glauben wir, dass Tba noch existiert, wenn auch nicht in der alten Herrlichkeit. Innerhalb von Tba scheint das Vertrauen der Gys-Voolbeerah in die eigene Kraft schwer erschüttert zu sein, sonst hätten sie die Grenzen längst wieder überschritten und abermals das GESETZ verbreitet.
Wir Gys-Voolbeerah aber, die mitten unter den anderen leben, wir wissen, dass die anderen schwach sind, weil sie unfähig sind, als Einheit zu handeln, sondern sich im Gegenteil gegenseitig bekämpfen.
Deshalb ist es unsere Aufgabe, die Suche nach Tba in großem Maßstab zu organisieren. Da wir allein das nicht können, müssen wir die anderen, die sich am besten dafür eignen, heimlich unterwandern und sie so lenken, dass sie die Suche für uns durchführen.
Und haben wir Tba erst wiedergefunden, werden wir die Kräfte des Alten Volkes wieder auf das Ziel richten, über die Grenzen zu gehen und das Chaos mit der Kraft des Motuul und mit der Verbreitung von Furcht und der Durchsetzung des GESETZES in einen stabilen Zustand der Ordnung, der Ruhe und des Friedens zu verwandeln und durch die Verschmelzung von Universum und GESETZ alles Bestehende in einem einzigen Organismus zu vereinigen.
Die, die aus einem Körper entstanden, werden dafür sorgen, dass alles zu einem einzigen Körper wird!«
Cloibnitzer senkte den mächtigen Schädel seines insektoiden Körpers, der bis in die molekulare Struktur dem Körper eines Chrumruch nachgebildet war.
Durch die versammelten Gys-Voolbeerah – ob sie nun in den Gestalten von Chrumruch, Gurrads, Posbis, Laren, Menschen, Neu-Arkoniden oder Akonen vertreten waren, ging ein seltsames Raunen. Es war das Raunen der begeisterten Zustimmung, denn wenn es um das große Ziel, die Erneuerung der Herrlichkeit Tbas, ging, gab es keinen stärkeren Ausbruch der Emotionen.
2. Ultima latet
Anson Argyris befand sich in intensiver Kommunikation mit der Zentralen Positronik seines subolympischen Reiches. Hinter ihm lag der Gys-Voolbeerah, den er nach einem erbitterten Kampf an Bord einer GAVÖK-Korvette paralysiert hatte, auf einer Liege.
Zuerst mit ungläubigem Erstaunen, dann verständnislos und zuletzt mit einer Mischung von Mitleid und Respekt hatte der Freifahrerkaiser die Aufzeichnung der Eröffnungsansprache gehört, die der Gys-Voolbeerah Cloibnitzer vor den in der Ausweichzentrale TRAPPER versammelten Molekülverformern gehalten hatte.
Es hatte lange gedauert, bis die Zentrale Positronik in der Lage gewesen war, die Sprache, deren sich die Gys-Voolbeerah bedienten und die offenbar die Sprache des Alten Volkes war, eindeutig zu übersetzen. Ursache dafür war nach Aussage der Zentralen Positronik die Tatsache gewesen, dass die Gys-Voolbeerah komplizierte Begriffe oft nur mit einem zwei- oder dreisilbigen Wort ausdrückten, das sich als Wort überhaupt nicht übersetzen ließ.
Die Zentrale Positronik hatte auch eine Theorie aufgestellt, die das erklären sollte. Danach dachten und fühlten alle Gys-Voolbeerah infolge der »Abstammung von einem Körper«, was nicht unbedingt in physikalischem Sinn gemeint sein musste, derart einheitlich, wie es für Menschen oder Angehörige anderer Völker unvorstellbar war. Deshalb verstanden sie sich »ohne viele Worte« – und deshalb ließ sich ihre Sprache nur nach zahlreichen wiederholten Rekonstruktionen so deuten, dass eine Übersetzung in das auf Logik und Abstrahierung basierende Interkosmo möglich war.
Anson Argyris begriff, dass er Lebewesen vor sich hatte, die in ihrer Art und Mentalität einmalig im bekannten Universum sein mussten. Ohne zu ermüden, ließ er sich immer neue Übersetzungen von Gesprächen der Gys-Voolbeerah vorspielen – und da die Aufzeichnungen nicht nur den Ton, sondern auch Bilder enthielten, gewann er einen Eindruck davon, wie phantastisch die Kraft des Motuul war und wie perfekt die Gys-Voolbeerah andere Intelligenzen zu kopieren vermochten.
Er erfuhr, dass die Delegationen der Gys-Voolbeerah außer der aus der Milchstraße noch aus vier weiteren Galaxien nach Olymp gekommen waren: aus der Andromedagalaxis, aus M 33 im Triangulum, aus der Galaxis NGC 628 (deren Sprecher Cloibnitzer war und die 33 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt war) und aus der Galaxis NGC 2403.
Außerdem erfuhr Anson Argyris, dass die so weit im Universum verstreuten Gys-Voolbeerah überhaupt nur deshalb Kontakt miteinander hatten aufnehmen und pflegen können, weil es das Konzil gab beziehungsweise gegeben hatte.
Das Konzil hatte sich, wie zu erwarten gewesen war, nicht darauf beschränkt, nach langen Vorbereitungen hin und wieder eine Galaxis durch Flotten der Laren besetzen zu lassen, sondern es hatte auch zahlreiche larische SVE-Raumer zur Erkundung in alle möglichen anderen Galaxien geschickt.
Da die Gys-Voolbeerah aber in jeder Galaxis, in der ihre Splittergruppen lebten, sich mit Hilfe des Motuul in wichtige Positionen bei den mächtigsten Völkern dieser Galaxien eingeschlichen hatten, erfuhren sie natürlich aus erster Quelle vom Auftauchen fremder und offenbar unbesiegbarer Raumschiffe.
Sie besaßen auch die Möglichkeiten, indirekten Kontakt zu den Laren aufzunehmen, indem sie ihnen Köder vorwarfen, beispielsweise durch das Legen aller nur denkbaren Spuren, denen die Laren folgten, wobei sie auf »verlassene« Forschungsschiffe, »verlassene« Raumstationen oder andere Objekte stießen, die sich als Untersuchungs- und Forschungsobjekte anboten.
Wenn die Laren dann die Objekte ihrer Wissbegier wieder verließen, waren sie entweder keine Laren mehr oder nur noch zum Teil Laren, denn die in den Ködern verborgenen Gys-Voolbeerah hatten nach Möglichkeit entweder alle Laren kopiert und die Originale beseitigt – oder sie hatten sich mangels Personal damit begnügt, einen Teil der Besatzungen von SVE-Raumern zu kopieren. Auf jeden Fall aber waren Kommandant und Offiziere eines solchen SVE-Raumers von Gys-Voolbeerah in der Gestalt und mit dem Wissen der betreffenden Laren ersetzt worden.
Da sie Gys-Voolbeerah ein großes Ziel vor Augen hatten, verzichteten sie auf spektakuläre Erfolge. Sie ließen sich niemals dazu hinreißen, mit einem der übernommenen SVE-Raumer auf eigene Faust zu operieren, sondern führten die Befehle aus, die die Originale bekommen hatten, beziehungsweise die, die sie nach der Übernahme eines SVE-Raumers von den Kommandostellen des Konzils erhielten.
