Verlag: Perry Rhodan digital Kategorie: Fantasy und Science-Fiction Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2013

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E-Book-Beschreibung Perry Rhodan Neo 49: Artekhs vergessene Kinder - Oliver Fröhlich

Mai 2037: Seit Perry Rhodan auf dem Mond die menschenähnlichen Arkoniden getroffen hat, stoßen die Erdbewohner schrittweise in die Milchstraße vor. Das größte Sternenreich der Galaxis ist das Arkon-Imperium, zu dem Tausende von Planeten gehören. Sein Regent ist ein rachsüchtiger Diktator, der die Erde vernichten möchte - deshalb müssen Rhodan und seine Freunde ins Zentrum der Macht vorstoßen. Nur dort können sie etwas gegen den Regenten unternehmen. Zuerst aber wird Artekh 17, eine unbedeutende Randwelt, zum Schauplatz einer unverhofften Konfrontation: Fast gleichzeitig treffen die Menschen und der Diktator dort ein. Perry Rhodan beschließt, den Regenten zu entführen - aber dann verschlägt es die Kontrahenten in das Labyrinth unterhalb der planetaren Oberfläche ...

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E-Book-Leseprobe Perry Rhodan Neo 49: Artekhs vergessene Kinder - Oliver Fröhlich

Band 49

Artekhs vergessene Kinder

von Oliver Fröhlich

Mai 2037: Seit Perry Rhodan auf dem Mond die menschenähnlichen Arkoniden getroffen hat, stoßen die Erdbewohner schrittweise in die Milchstraße vor. Das größte Sternenreich der Galaxis ist das Arkon-Imperium, zu dem Tausende von Planeten gehören.

Sein Regent ist ein rachsüchtiger Diktator, der die Erde vernichten möchte – deshalb müssen Rhodan und seine Freunde ins Zentrum der Macht vorstoßen. Nur dort können sie etwas gegen den Regenten unternehmen.

Aus den Unterweisungen der Geschichtswahrer

Im Land unserer Väter lauert der Tod. Er sucht nach uns, will uns ins Verderben und in ewige Dunkelheit reißen. Doch er wird uns nicht finden, denn sie wacht über uns.

Anmutiger als aufsteigende Sternschwärmer am Morgen.

Duftender als die rosafarbenen Blüten des Muliohni-Strauchs.

Mutiger als der Felssteiger, der dem Bolany die Eier aus dem Nest stiehlt.

Sie stellt sich dem Feind entgegen, lacht ihm ins hässliche Gesicht und treibt ihn in die Flucht.

Möge sie ewig leben, auf dass unser Wohl gesichert bleibe.

1.

Die Angst im Herzen der Hand

Crysalgiras Garten im Untergrund der Insel Ghewanal

Sergh da Teffron rannte, dass der bunte Kies unter seinen Füßen nur so wegspritzte. Er achtete nicht auf die Schönheit der Landschaft, die von Moosen und Ranken umschmeichelten Ruinen oder die Komposition der Farben in den Blütenmeeren.

Denn hinter sich wusste er den Regenten. Den mächtigsten Mann des Großen Imperiums. Der mit einer knappen Geste über Leben oder Tod seiner Untertanen entschied. Den Arkoniden, in dessen Glanz sich da Teffron lange Zeit gesonnt hatte.

Früher. Denn dass es mit seinem Posten als Hand des Herrschers vorbei war, stand außer Frage.

Was war nur in ihn gefahren, den Regenten daran zu hindern, Stiqs Bahroff – einen Lakaien! – hinterrücks zu erschießen, ihn körperlich anzugreifen, wegzustoßen und die Waffe aus der Hand zu schlagen?

Sergh da Teffron verfluchte sich dafür. Hätte er wenigstens den Strahler aufgehoben, anstatt in blinder Panik davonzustürmen. Dann hätte er ...

Ja, was? Den Regenten erschießen können?

Er verscheuchte den erschreckenden und doch so süßen Gedanken und sprang über eine Reihe kopfgroßer Steine, die den Wegesrand säumten. Da Teffron hetzte an einem Baum vorbei. Den herb-sauren Geruch der rosa Blüten nahm er nur unbewusst wahr. Der Stamm bot sich als Deckung an, aber gewährte er auch Sicherheit? Sollte er sich verstecken? Vor dem mächtigsten Mann der Galaxis, dem man nicht entkommen konnte, egal wo man sich versteckte.

Er folgte seinem Instinkt, ignorierte den Baum und rannte weiter.

Die Muskeln im Nacken verspannten sich. Er nahm sich nicht die Zeit, sich umzudrehen, aber in seiner Vorstellung sah er, wie der Regent den Strahler aufhob, auf ihn anlegte und ...

... abdrückte.

Kurz nacheinander fauchte es dreimal auf. Strahlerschüsse.

Da Teffron zuckte zusammen, geriet ins Straucheln, stürzte in ein Meer aus Blumen. Blütenstaub wirbelte in einer betörend duftenden Wolke auf.

Sein Herz raste, obgleich er wusste, dass ihn die Energieentladungen nicht getroffen hatten. Der Regent musste vorbeigeschossen haben.

Sergh da Teffron rollte sich ab, blickte zurück – und glaubte kaum, was er sah.

Der Regent hatte gar nicht geschossen! Er lag auf dem Boden, am Eingang der Ruine, in der er vor wenigen Augenblicken Prinzessin Crysalgiras Leichnam zerstrahlt hatte. Leute eilten den Hügel herab, auf den reglosen Leib zu. Offenbar hatten sie sich hinter den Mauern einer etwas abseits gelegenen weiteren Ruine verborgen.

Er war also doch keinem Irrtum aufgesessen, als er vorhin geglaubt hatte, Stimmen zu hören.

Da Teffron sah einen großen, kräftigen Mann, eine zierliche Frau mit merkwürdig geformten Augen, eine Mehandor und eine gewaltige schwarze Raubkatze. Wer waren sie? Roboter wie Chergost, die auf die Prinzessin aufpassen sollten und die Vernichtung ihres Körpers gerächt hatten? Oder gar Bewohner dieses außergewöhnlichen Ortes?

Doch dann fiel sein Blick auf zwei weitere Männer der Gruppe. Ihm stockte der Atem.

Nein! Das war völlig unmöglich. Ausgerechnet sie konnten sich nicht in Crysalgiras Garten herumtreiben. Erst recht nicht miteinander. Und doch taten sie es.

Atlan, der ihm den Zellaktivator überreicht hatte, den nun Stiqs Bahroff um den Hals trug.

Und Perry Rhodan!

Der Mensch von einem Planeten mit dem einfallslosen Namen Erde. Der Kerl, den er mehr hasste als alles andere im Universum, der Dieb der VEAST'ARK, seines ehemaligen Flaggschiffs, der Verführer der Naats und Auslöser einer Kette von Ereignissen, die in diesem Debakel mündeten, dem er gerade Herr zu werden versuchte. Wenn man eine kopflose Flucht so bezeichnen mochte ...

In seinem Zorn wäre Sergh da Teffron am liebsten aufgesprungen, zu der Tempelruine zurückgerannt und hätte Rhodan das gegeben, was er verdiente: einen langsamen, schmerzhaften Tod. Ein sinnloser Gedanke. Er war unbewaffnet, allein und deshalb chancenlos.

Während sich Rhodan über den Körper des Regenten beugte, traf da Teffron die Erkenntnis wie ein Blitz. Das Tarkanchar, das der Herrscher über das Große Imperium bei der Prinzessin so verzweifelt gesucht hatte – dieser verfluchte Mensch musste es an sich genommen haben. Gestohlen. Wieder einmal. Und erneut schien es, als käme er mit seinen schäbigen Diebereien durch.

Trotz der Entfernung erkannte da Teffron die Kälte in da Gonozals Blick, als er auf den Regenten hinabschaute. Er trug ein Strahlergewehr. Offenbar war er es gewesen, der den Herrscher niedergestreckt hatte.

Die Bestätigung folgte nur Augenblicke später.

Rhodan sagte etwas, das da Teffron nicht verstand. Aber ein anderer aus der Gruppe, dem er bisher keine Beachtung geschenkt hatte, reagierte umso heftiger und lauter.

»Er ist tot?«, brüllte er da Gonozal an. »Was haben Sie getan, Sie Narr? Er war wichtig für ... für ... Und nun ...«

Für einen Wimpernschlag kam es da Teffron so vor, als flackerten die Konturen des Mannes. Doch der Eindruck erlosch sofort wieder. Vermutlich nur ein Trugbild im biolumineszierenden Licht der Moose.

Erleichterung durchflutete ihn: Er brauchte den Zorn des Regenten nicht länger zu fürchten. Das bedeutete jedoch keineswegs das Ende der Gefahr. Er musste verschwinden, bevor die Gruppe um da Gonozal und Rhodan auf ihn aufmerksam wurde.

Ein Sergh da Teffron vergaß niemals! Eines Tages würde er Rhodan die Strafe erteilen, die er verdiente. Aber nicht in diesem Augenblick, in dem es nur darauf ankam zu überleben.

Perry Rhodan stemmte sich hoch. Dennoch konnte er den Blick nicht von der Leiche des Regenten lösen.

Chabalh umrundete den toten Körper, schnupperte am Gesicht, an den Brandlöchern in Kleidung und Fleisch, an den Schuhen. Fast so, als traue der Purrer Rhodans Diagnose nicht und wolle sich selbst vom Ableben des Arkonidenherrschers überzeugen. »Geruch nach lebendig geht weg. Mann gestorben.«

»Sie hätten ihn nicht erschießen dürfen«, sagte Ernst Ellert.

Ein körperlicher Ernst Ellert, machte sich Rhodan klar, der eigentlich in einem Keller Terranias in rätselhaftem Winterschlaf liegen sollte, seit sich sein Geist von der fleischlichen Hülle getrennt hat.

»Sie haben alles verdorben.« Ellert sprach leiser und beherrschter als gerade eben. Oder hatte er resigniert? »Alles.«

»Ich habe keine Ahnung, wovon Sie sprechen«, erwiderte Atlan. Nach kurzem Zögern fügte er hinzu: »Wer auch immer Sie sein mögen.«

»Jemand, der mehr über gewisse Zusammenhänge weiß, als Sie auch nur ahnen. Wer auch immer Sie sein mögen.«

Rhodan schaute zu den Streithähnen. »Schluss mit dem Gezanke! Für gegenseitige Vorwürfe und Schuldzuweisungen haben wir später Zeit.«

Er sah sich um – und entdeckte ihn. Dort, inmitten eines Blumenfeldes neben einem kräftigen Baum. Er deutete auf den Mann, der ihm einen hasserfüllten Blick zuwarf, sich abwandte und davonrannte.

»Die Hand des Regenten!«, rief Belinkhar. »Bahroff kann nicht weit vor ihm sein. Wir dürfen sie nicht entkommen lassen.«

Atlan hob das Strahlergewehr, doch da Teffron tauchte hinter einer hohen, lang gestreckten Hecke mit weißen kelchartigen Blüten ab. Darüber tanzten Schmetterlinge und Insekten – und davor erstreckte sich eine hüfthohe Mauer, die dem Flüchtigen zusätzlich Schutz bot. Der Arkonide senkte den Lauf der Waffe.

»Chabalh, schnapp ihn dir!«, rief Rhodan.

Die Großkatze rannte sofort los. Die anderen folgten ihr, konnten mit Chabalhs Schnelligkeit aber nicht ansatzweise mithalten. Rhodan hoffte, dass das trotz des großen Vorsprungs auch für Sergh da Teffron galt.

Mit raumgreifenden Sprüngen jagte der Purrer auf die Hecke zu, um sie herum, verschwand aus ihrem Blickfeld und ...

... jaulte gequält auf.

Rhodan fing einen überraschten und zugleich ängstlichen Blick von Belinkhar auf.

»Chabalh!«, rief Ishy Matsu. Ihre Sorge war diesem einen Wort deutlich anzuhören. So mysteriös die Umstände auch gewesen sein mochten, unter denen der Purrer zu ihnen gestoßen war, sosehr hatten sie ihn alle inzwischen schätzen gelernt.

»Er ist bestimmt in Ordnung«, keuchte Iwan Goratschin, während er lief. »Er kann gut auf sich selbst aufpassen.«

Der Anblick, der sie hinter der Hecke erwartete, widerlegte die Ansicht des Zündermutanten jedoch.

Chabalh lag seitlich in einer roten Lache. Die Zunge hing ihm aus dem Maul, ein gelbliches Sekret rann aus einem Auge und über das tiefschwarze Fell. Insekten umschwirrten ihn, krabbelten ihm über die Ohren, die Nase, den Schwanz.

»Chab-alh, Hil-fe«, röchelte er.

Sergh da Teffron sah, wie Atlan da Gonozal den Strahler hob, dann hetzte er hinter die Hecke. In Deckung. Zumindest für den Moment.

Der Anblick des Arkoniden hatte ihn verwirrt. Warum sollte er ihm erst einen Zellaktivator überreichen und später versuchen, ihn zu erschießen? Wo lag da die Logik?

Aber es war nicht Atlan, der ihm Angst einjagte. Oder ein anderer seiner Verfolger. Vor ihnen hatte er einen komfortablen Vorsprung.

Es war der Purrer, den er fürchtete. Nicht umsonst setzte so manch Angehöriger besserer Kreise diese Katzenwesen als Leibwächter ein. Ehe er das Ufer und das Boot erreichte, würde das Vieh ihn einholen. Und selbst wenn er sich versteckte oder Umwege lief, der Geruchssinn der schwarzen Bestie war sicher herausragend.

Ziemlich ratlos schaute er sich um. Sein Blick fiel auf die Schmetterlinge und Insekten, die über der Hecke tanzten. Genauer gesagt tanzten sie über einer länglichen, etwa handgroßen gelblich grünen Frucht, deren von dunklen Fasern bewachsene Haut geplatzt war und die deshalb einen intensiven süßen Geruch verströmte.

Über den intakten Früchten flatterte kein einziger Falter. Auch die Insekten interessierten sich nur für das überreife Exemplar. Sie wirkten wie im Rausch, nicht mehr als Herr ihrer Sinne.

Sergh da Teffron kam eine Idee. So verrückt und abenteuerlich, dass sie sogar klappen könnte. Er dachte nicht lange darüber nach, denn viel Zeit blieb ihm nicht. Stattdessen machte er sich an die Ernte.

Chabalh läuft. Spürt die Muskeln unter der Haut, fühlt, wie sie arbeiten, sich zusammenziehen, entspannen, zusammenziehen, entspannen. Er genießt die Bewegung, kostet sie aus.

Sonst läuft er nur selten. Das ist schade. Ja, er trottet neben dem Herrn, aber das ist nicht Laufen. Laufen ist schnell, Laufen kostet Kraft. Laufen tut gut. Aber in Raumschiffen kann man nicht gut laufen. Dort gibt es Gänge und Wege, doch er benutzt sie kaum. Er mag die bösen Blicke nicht, die die Leute ihm zuwerfen, wenn sie glauben, dass er sie umrennt. Manche schauen ängstlich. Halten ihn für gefährlich. Vermutlich ist er das auch. Deswegen würde er aber trotzdem nicht über sie herfallen.

Das tut er nur, wenn es einen Grund dafür gibt. Wenn er sich verteidigen muss. Oder wenn er seinen Herrn beschützen muss.

So wie in diesem Augenblick.

Er hetzt auf den Handmann zu, weil er gefährlich für den Herrn ist. Chabalh versteht nicht, wieso man ihn Hand nennt. Dabei sieht er aus wie viele andere Zweibeiner und nicht wie eine Hand. Er versteht auch nicht genau, warum er den Handmann verfolgen soll, denn ein naher und lauernder bulanischer Kehlenschlitzer ist gefährlicher als einer, der davonläuft. Wieso soll das bei einem wegrennenden Handmann anders sein?

Der Herr hat den Befehl gegeben, und Chabalh gehorcht. So hat alles seine Ordnung. So ist es gewollt.

Und so genießt er nun die Bewegung, das Spiel seiner Muskeln, die Luft, die ihm durchs Fell streicht.

Er sieht den Handmann nicht. Das ist auch nicht nötig, denn er riecht ihn. An ihm kleben Reste des Regentengeruchs. Nur wenig. Bald werden sie verflogen sein. Dann riecht er wieder ganz nach sich selbst. Nach Bittermostron, saurem Zelchapfel und Schumoskraut. Doch auch etwas anderes mischt sich in sein Aroma.

Der Geruch der Leute auf den Raumschiffen, die Chabalh erschreckt ansehen.

Angst.

Chabalh erreicht die Hecke hinter der Mauer. Ein letzter Blick zum Herrn, der ihm mit seiner Gefolgschaft hinterherläuft. Dann herum um das Gewächs.

Zuerst schenkt er den länglichen Früchten, die in großer Zahl auf dem Boden liegen, kaum Beachtung. Er sieht, dass es viele sind. Mehr als ein Kolaniweibchen Junge wirft. Aber sie sind nicht wichtig.

Wichtig ist nur der Handmann, der hinter einem Hügel verschwindet. Nicht mehr weit entfernt. Bald wird er ihn einholen, sich auf ihn werfen, ihm die Vordertatzen auf die Schultern stellen, die Zähne um seine schutzlose Kehle legen und ihn so dazu bringen, auf den Herrn zu warten, der ihm ...

Da zerplatzt unter seinen Pfoten die erste Frucht.

Der aufsteigende Geruch ist stärker als alles, was er bisher gerochen hat. Er dringt ihm in die Nüstern, legt sich ihm auf die Zunge. Süß, intensiv, widerlich. Sinnesbetäubend.

Chabalh erstarrt. Er will weiterrennen, doch er zögert.

Wohin ist der Handmann gelaufen?

Er kann ihn nicht mehr erschnuppern. Die Süße überdeckt alles.

Ein Schritt nach vorne. Unbeholfen und tapsig.

Halt! Chabalh muss auf seine Füße achten. Aufpassen, nicht mehr der Früchte zu zertreten. Aber es ist so schwer. Der Boden flirrt vor seinen Augen. Der Gestank lässt die Luft erbeben. Dennoch! Er darf nicht ...

Eine weitere Frucht platzt, ergießt ihren roten Saft ins Gras.

Der Geruch wird schier unerträglich. Er hüllt Chabalh ein. Es gibt nichts anderes mehr auf der Welt. Nur ihn und diesen fürchterlichen Süßgestank.

Bald wird es nur noch den Süßgestank geben! Und die Insekten und Schmetterlinge, die ihn mit einem Mal umschwirren.

Er schlägt mit der Pranke nach ihnen, kann damit aber nichts ausrichten. Nur, dass er mehr dieser Beeren zertrampelt.

Chabalh taumelt. Nach links, nach rechts.

Weitere Früchte bersten, spritzen, stinken.

Er kippt seitlich um, zerdrückt mehr dieser ... dieser ...

Wo bleibt der Herr? Rhodan muss ihm ... muss ... Rhodan ...

Sieht er ihn da nicht? Neben den anderen? Zwischen all den Insekten, die ihn umschwirren, durch sein Fell krabbeln, auf seiner Zunge sitzen?

Er weiß es nicht.

»Chab-alh, Hil-fe«, röchelt er.

Dann packt ihn die Dunkelheit und trägt ihn davon. Chabalh ist dankbar.

»Was ist das für ein Gestank?« Ishy Matsu stöhnte auf. »Der dreht einem glatt den Magen ...« Sie unterbrach sich, wandte sich ab und übergab sich in die Hecke.

Auch Rhodan spürte, wie sich sein Inneres verkrampfte. »Iwan, hilf mir!«

Sie eilten zu den Vorderpfoten des Purrers. Gemeinsam zogen sie ihn aus der widerlich riechenden Saftpfütze.

»Vorsicht!«, sagte Atlan. »Achten Sie darauf, nicht noch mehr Früchte zu zertreten! Wir müssen ihn so weit wie möglich wegschaffen.« Er packte einen der Hinterläufe und unterstützte sie.

»Da Teffron darf nicht entkommen!«, sagte Belinkhar. »Sollten wir nicht erst später ...?«

»Nein! Chabalh wird zugrunde gehen, wenn er dem Geruch länger ausgesetzt ist. Vertrauen Sie mir!«

»Was sind das für Dinger?«, fragte Belinkhar. Auch sie kämpfte erkennbar gegen die Übelkeit an. Ihr Gesicht war zu einer Grimasse verzogen.

»Artekhosy«, keuchte Atlan, während sie an dem schweren Tier zerrten. »Früher eine Spezialität dieses Planeten. Sehr wohlschmeckend. Außerordentlich berauschend. Auf Lebewesen, die Nachwuchs austragen können, wirken sie um ein Vielfaches stärker. Oder kurz gesagt: auf Frauen. Wir sollten zusehen, die Ausdünstungen nicht allzu lange einzuatmen, wenn wir nicht wie Chabalh zu Boden gehen wollen. Der ist zwar kein Weibchen, dafür wurde ihm sein Geruchssinn zum Verhängnis.«

Rhodan ächzte, während sie die Großkatze von der Hecke wegzerrten. Wie viel wog so ein Purrer eigentlich? Auf jeden Fall genug, dass ihm der Schweiß auf die Stirn trat. Und das, obwohl er mit Iwan Goratschin und Atlan kräftige Hilfe an seiner Seite hatte.

Ernst Ellert griff nach dem zweiten Hinterbein – und fasste hindurch.

»Was ...?«, stieß er hervor. Seine Miene verriet, dass er selbst nicht begriff, warum er seine Körperlichkeit verlor. Eine Sekunde später flackerte er, verschwand, tauchte aber kurz darauf wieder auf. Einen zweiten Versuch, beim Transport des Purrers zu helfen, wagte er nicht.

Rhodan warf einen Blick zu Iwan Goratschin, der Ernst Ellert mit großen Augen ansah. Ihm war das Flackern also ebenfalls aufgefallen. Die anderen jedoch hatten offenbar nichts bemerkt, weil jeder zu sehr mit dem beschäftigt war, was er gerade tat, wie zum Beispiel sich zu übergeben oder gegen die Übelkeit anzukämpfen.

Sie zerrten und zogen Chabalh auf den Rasen. Der Purrer gab knurrende Laute des Unmuts von sich. Rhodan hoffte, dass er nicht plötzlich erwachte und sich instinktiv verteidigte.

»Das dürfte weit genug sein«, sagte der Arkonide, als Rhodan längst nichts mehr von dem Ekelsaft roch. »Wir müssen ihm die restlichen Duftstoffe von Augen, Nase und Zunge wischen. Belinkhar, können Sie das übernehmen, während wir da Teffron folgen?«

»Womit ...?«

»Gras. Einfach büschelweise ausreißen.«

Die Mehandor betrachtete den reglosen Purrer. Rhodan konnte in ihrem Gesicht förmlich lesen, was ihr durch den Kopf ging. Wie wird er reagieren, wenn er erwacht und jemand mit Gras in seinem Auge herumfuhrwerkt? Dennoch stimmte sie zu.

»Sehr gut.« Rhodan richtete sich auf. Er schaute sich um. »Wo ist da Teffron hingerannt?«

»Zum Fluss«, antwortete Ellert.

»Er will zu seinem Boot!«, stieß Goratschin hervor.

»Und uns hilflos zurücklassen«, ergänzte Ishy Matsu, die sich zu ihnen gesellte. Sie war noch etwas blass um die Nase, hatte ihre Übelkeit aber überwunden.

»Es liegen zwei Boote an der Anlegestelle«, sagte Ellert.

Atlan fuhr zu ihm herum. »Woher wissen Sie das?«

»Ich ... habe es gesehen.«

»Und wann soll das gewesen sein?«

»Gerade eben, als ...«

»Ich weiß nicht, welches Spiel Sie mit uns ...«

»Lassen Sie ihn in Ruhe!«, fiel Rhodan ihm ins Wort. Er wusste genau, was Ellert mit gerade eben gemeint hatte: den Moment, als er weggeflackert war. »Ich glaube ihm. Führen Sie uns hin, Ernst!«

Der Angesprochene ging voraus. Nach wenigen Metern knirschten Steinchen und Erde unter seinen Schritten. Er hatte seinen Körper zurückerhalten. Warum auch immer.

Sergh da Teffron blickte sich nicht um, ob sein Hinterhalt funktionierte. Stattdessen hetzte er dem Ufer entgegen.

Als die Anlegestelle in Sicht kam, entdeckte er außerhalb der Bucht seinen Adjutanten Stiqs Bahroff. Dieser sah dem zweiten Boot hinterher, das von der Strömung gepeitscht den Fluss hinabtrieb. Bahroff eilte zurück in die Bucht, löste das übrig gebliebene Boot und sprang hinein. Es schwankte unter der Aufprallwucht, tanzte auf den Wellen, die selbst im Anlegebecken herrschten, und wirkte für einen Augenblick wie ein störrisches Tier, das ihn abwerfen wollte. Bahroff glich die Bewegungen aus, hielt sich an der Reling fest und stieg über die Einpersonensitzbänke des schmalen Boots nach vorne zur Spitze. Er berührte mit den Fingerspitzen die Milchglasscheibe am Platz des Steuermanns.

Da Teffron stieg in das Boot und stieß seinen Adjutanten weg. Bahroff taumelte, stürzte rückwärts über die erste Sitzbank und knallte mit dem Schädel auf die Bank dahinter. Ein paar der Kopffedern brachen ab.

»Zur Seite!«, befahl da Teffron, obwohl Bahroff längst nicht mehr im Weg stand. »Ich übernehme die Steuerung.«

Das holografische Gesicht einer Frau erschien in der schlierigen Benutzeroberfläche – der Frau, die da Teffron vor wenigen Minuten als Tote unter einer Glassitkuppel gesehen hatte.

Prinzessin Crysalgira.

»Wünschen Sie Hilfe?«, fragte das Positronikprogramm.

Obwohl ihm die Steuerung bereits vom Herweg vertraut war, überkam ihn ein merkwürdiges Gefühl. Ihn überfiel das irrationale Verlangen, sich bei der Frau dafür zu entschuldigen, dass der Regent ihren Leichnam zerstrahlt hatte. Absurd.

»Antrieb starten!«, befahl er stattdessen.

Die Hand des Regenten drehte sich zu seinem Adjutanten um. »Du wolltest doch nicht ohne mich verschwinden, oder?«

»Natürlich nicht«, brachte Bahroff hervor. »Wie können Sie so etwas denken?«

»Natürlich nicht«, antwortete auch die Steuerpositronik. »Ich bin nicht darauf programmiert, ohne Steuermann zu ...«

»Das war nicht an dich gerichtet!«, rief da Teffron. »Bring uns stromaufwärts.«

»War dies für mich gedacht?«

»Ja, verdammt. Mach schon!«

»Darf ich fragen, welche Reisegeschwindigkeit ich ...«

»Notstart. Jetzt! So schnell es geht.«

»Wie Sie wünschen.«

Aus dem silbernen Antriebskästchen am Heck erklang ein Summen, dann saugten die senkrechten Röhren links und rechts davon Wasser an und stießen es mit Druck wieder aus. Das Boot bäumte sich auf, schoss aus der Anlegebucht, legte sich scharf in die Kurve, schrammte an einem Felsen entlang und zischte endlich stromaufwärts.

Bahroff rappelte sich zwischen den Sitzbänken auf.

Da Teffron warf einen hektischen Blick zu dem Hügel, hinter dem er seine Verfolger wusste. In diesem Augenblick tauchten sie auch schon auf. Vier Männer und eine Frau rannten dem Ufer entgegen. Sie schrien ihm und Bahroff hinterher, aber die Rufe gingen im Getöse des Flusses unter.

Da Gonozal riss ein Strahlergewehr hoch und legte auf sie an.

»Schneller!«, brüllte da Teffron.

»Darf ich darauf hinweisen, dass eine höhere Geschwindigkeit in Anbetracht der ...«, meldete die Positronik.

»Schneller, sag ich!«

»Wie Sie wünschen.«

Das Boot machte einen weiteren Satz nach vorne. Der Bug hob sich aus dem Wasser. Beinahe sackte da Teffron rücklings weg. Im letzten Augenblick klammerte er sich am Handlauf fest. Die Verfolger blieben am Ufer zurück.

Da drückte da Gonozal ab.

Der Schuss des Strahlers traf nur wenige Meter hinter ihnen in den Fluss. Flüssigkeit verdampfte, stieg in dicken Nebelschwaden hoch, verbarg sie zumindest ansatzweise vor den Blicken der Feinde und schützte sie vor neuerlichen Schüssen.

Das Boot zischte um eine Flussbiegung. Zwischen sie und die Gruppe um da Gonozal schob sich eine Felswand.

»Wir sind außer Sichtweite!«, schrie Bahroff.

Sergh da Teffron befahl der Positronik, die Geschwindigkeit auf das schnellstmögliche sichere Maß zu drosseln. »Wir haben es geschafft«, rief er seinem Adjutanten zu.

»Das haben wir.«

»Sie sitzen fest!«, triumphierte da Teffron. »Wenn wir an der Oberfläche sind, befehle ich einen Trupp hinunter, der diesen lächerlichen Garten ausräuchert und mir Rhodan, da Gonozal und all ihre Kumpane sorgfältig verschnürt vor die Füße legt.«

Bahroff antwortete nicht.

»Weil du so gut mitgedacht und das zweite Boot gelöst hast, werde ich ausnahmsweise vergessen, dass du meine Anordnung missachtet hast, den Zellaktivator abzulegen, bevor wir den Regenten treffen. Aber damit ist nun Schluss. Wenn wir oben sind, wirst du ihn mir zurückgeben. Hast du verstanden?«

Wieder bekam er keine Antwort.

»Ob du mich verstanden hast, will ich wissen?«

Aus den Unterweisungen der Geschichtswahrer

Nie dürfen wir den Feind vergessen. Ohne Gnade fiel er über unsere Vorväter her. Tötete, zerstörte, verheerte.

Doch er rechnete nicht mit der Zähigkeit der Nethor.

Der Feind mordete – und schuf damit neues Leben.

Er vernichtete – und begründete eine neue Kultur.

Er schwächte uns – und machte uns nur stärker.

Nie dürfen wir vergessen, was er uns angetan hat.

Nie, was er uns dadurch geschenkt hat.

Stets müssen wir uns der Geschichte der Nethor erinnern. Unserer Geschichte.

So hört den Namen der Zerstörer, der Mörder, der Schöpfer, und vergesst ihn nie. Hört den Namen, den die Väter den Feinden gegeben haben.

2.

Gestrandet

Als sich der Nebel Sekunden später auflöste und einen ungehinderten Blick auf den Strom erlaubte, erkannte Rhodan die bittere Wahrheit: Sergh da Teffron und Stiqs Bahroff waren entkommen.

»Wo ist nun dieses zweite Boot, das es hier geben soll?«, fragte Atlan.

Ellert deutete flussabwärts, wo das schmale silberne Ding gerade aus ihrem Blickfeld verschwand.

In diesem Augenblick hätte Rhodan alles dafür gegeben, Anne Sloane an seiner Seite zu wissen. Die Telekinetin hätte das Boot zurückholen können und ihnen die Verfolgung von da Teffron ermöglicht. Aber so ...?

Er ballte die Fäuste. Nein! So schnell gab er nicht auf. Und noch hatten sie nicht ihr gesamtes Pulver verschossen. »Ishy?«

Die Japanerin verstand sofort, was Rhodan von ihr wollte. »Ich kann es versuchen, aber ich bin am Ende meiner Kräfte.«

»Ich weiß, aber wir müssen da Teffron aufhalten.«

Sie lächelte verkniffen, streckte die Arme aus und schloss die Augen. Sekundenlang geschah nichts. Dann zeigte sich ein schwaches Flimmern über ihren Handflächen ...

... und erlosch.

»Ich kann nicht«, ächzte Ishy Matsu. Schweiß stand ihr auf der Stirn.

»Weiter!«, forderte Rhodan. »Du schaffst es.«

»Ich ... es geht nicht ... ich bin zu ...« Plötzlich versteifte sie sich. »Ich hab sie!«

Das Flimmern entstand erneut. Es zeigte das unscharfe Bild des Fluchtbootes. Die biolumineszierenden Moose und Flechten an den Schluchtwänden erschienen als verwaschene Lichtflecke.

»Iwan, halt sie auf!« Rhodan wusste genau, was er von Goratschin verlangte. Der Ex-Soldat wollte sich nicht als tödliche Waffe instrumentalisieren lassen, wollte seine Kraft als Zünder nicht für einen Mord einsetzen. Und vor allem wollte er sie nicht durch seine geliebte Ishy leiten.

»Ich könnte dir wehtun«, sagte er zu ihr. »Oder dich umbringen.«

»Jetzt mach schon, Großer!«, keuchte sie. »Wenn er entkommt, schickt er eine Armee runter. Dann sterben wir alle.«

»Aber ...«

»Los! Ich kann das Bild nicht mehr lange halten.«

Iwan tat, was seine Partnerin verlangte.

Die Hitze war mörderisch. Sie kroch durch ihren Körper, brachte ihr Blut zum Kochen, verdampfte jede Feuchtigkeit in ihrem Leib.

Nichts davon geschah wirklich, aber für Ishy Matsu fühlte es sich so an. Die Anstrengung, ihre parapsychische Gabe einzusetzen, ließ sie erzittern. Sie spürte, wie sich Iwans geistiger Finger in ihr entlangtastete. Wie er nach der Quelle ihrer Vision suchte. Sich von dort vorarbeitete zur Vision selbst.

Sie glühte. Schweiß rann ihr über die geschlossenen Lider, kroch in die Augenwinkel und sorgte für ein Brennen anderer Art.

Los!, wollte sie ihn anschreien. Doch ihr fehlte die Kraft dazu. Jeden winzigen Tropfen, der davon übrig war, steckte sie in die Erschaffung des Bilds über ihren Händen.

Ein Knistern erklang. Der scharfe Geruch verbrannter Haare stach ihr in die Nase. Nein, er entstand in ihrer Nase! Ihre Schleimhäute trockneten aus.

Sie fühlte, wie Iwan zupackte. Wie er nach der Molekülstruktur des Bootes griff, sie in Schwingung versetzte und ...

Ein flammender Schmerz hüllte ihre Hände ein.

Ishy Matsu schrie auf und öffnete die Augen.

»Das wollte ich nicht!«, brüllte Goratschin. »Zum Fluss mit ihr!«

Wovon redete er nur? Da erst sah sie es auch. Ihre Finger fühlten sich nicht nur an, als ob sie brannten – sie taten es tatsächlich. Die Vision des Fluchtboots erlosch.

»Ich ... mir ...«, stammelte sie.

Starke Hände packten sie unter den Achseln und hoben sie in die Höhe, als wiege sie nicht mehr als eine Feder.

Iwan!

Er trug sie die letzten Schritte zum Flussufer, ließ sie schnell und doch sanft zu Boden gleiten, ergriff sie bei den Armen und tauchte ihre Hände ins kalte Wasser.

Die Flammen ertranken mit lautem Zischen.

Selbstständig zog Ishy Matsu die Finger heraus und starrte auf die rote Haut. »Ist nicht so schlimm. Gibt nur ein paar Blasen. Nur ein paar kleine, lächerliche ...«

Sie wurde ohnmächtig.

Rhodan eilte zu Goratschin und Ishy Matsu an den Strom und vergewisserte sich, dass es der Japanerin gut ging.

»Nie wieder werde ich versuchen, etwas durch sie hindurch zu zünden«, sagte Goratschin, ohne aufzusehen. »Nie wieder.«

Den linken Ärmel der gestohlenen Uniform, die er trug, hatte er abgerissen. Er tauchte ihn ins Wasser, kühlte Ishys Gesicht, tauchte ihn erneut ein, kühlte ihre Hand.

»Hast du da Teffron erwischt?«

Der Blick des Zündermutanten zuckte hoch. »Keine Ahnung. Wahrscheinlich nicht, aber sicher kann ich es nicht sagen.«

Rhodan nickte und schaute zu Ishy. »Pass gut auf sie auf!« Er wandte sich ab und rannte zurück zu den Ruinen. Vielleicht gab es eine letzte Hoffnung.

Atlan und Ellert schlossen sich ihm an.

»Was nun?«, fragte der Arkonide.

»Chergost! Ich weiß nicht, warum er in der Ruine zurückgeblieben ist, aber jetzt ist es an der Zeit, dass er sich ein wenig einbringt.«

»Mit dem Fluggürtel!«

»Mit ebenjenem.«