Perry Rhodan-Paket 65: Fragmente (Teil 1) - Perry Rhodan - E-Book

Perry Rhodan-Paket 65: Fragmente (Teil 1) E-Book

Perry Rhodan

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Beschreibung

In den Weiten des Kosmos: Perry Rhodan muss Fragmente der Superintelligenz ES bergen, die für die Stabilität der Milchstraße wichtig sind. Doch gleich bei der ersten Etappe der kosmischen Suche gerät alles aus den Fugen: Das riesige Fernraumschiff MAGELLAN wird von feindlichen Mächten übernommen. Wo ist die Besatzung der MAGELLAN, was hat man mit ihr vor? Welche Ziele verfolgen die mysteriösen Panjasen? Haben sie einen ganzen Kugelsternhaufen hinter einer undurchdringlichen Barriere verborgen – und warum? Perry Rhodan kämpft, um die Mission zu retten und das erste Fragment zu bergen. Währenddessen regt sich in der Milchstraße der Widerstand gegen eine Zukunft, in der ES zurückkehren könnte ...

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EPUB

Seitenzahl: 8207

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Cover

Vorwort

Nr. 3200 – Mission MAGELLAN

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Ein Tropfen Unendlichkeit

Ein halbes Jahr zuvor, CONCEPCIÓN

Sternensehnen

Ein halbes Jahr zuvor, MAGELLAN

Reisende

Fernaufklärung

Ein halbes Jahr zuvor, MAGELLAN

Vorhut

Feindesland

Registratur

Ein halbes Jahr zuvor, MAGELLAN

Ungeduld

Identitäten

Predatoren

Retter

Ein halbes Jahr zuvor, MAGELLAN

Verletzung

Orientierung

Patient

Stadt

Ein halbes Jahr zuvor, auf Pspopta

Blutstropfen

Training

Energieabfall

Heilung

Ein halbes Jahr zuvor, auf Pspopta

Vertrauen

Spielzeug

Widerstand

Ein halbes Jahr zuvor, auf Pspopta

Diplomatie

Redaktionelle Beilage: Interview mit einem Galaktiker

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3201 – Die Vollkommenen

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Verständnis

Not

Enttarnt

Theater

Geschwindigkeit

Starblanket

Rapport

Macht

Befragung

Hoffnungszeichen

Erziehung

Begabung

Hellhörigkeit

Entdeckt

Teilung

Reue

Streit

Treiber

Kontakt

Aufstieg

Erkennen

Freundin

Bedrohung

Sicherheit

Herausforderung

Verstärkung

Vakuum

Duell

Verfolgung

Sperre

Verletzung

Hoffnung

Epilog: Schönheit

Fanszene

Leserkontaktseite

Nr. 3202 – Zerstört die MAGELLAN!

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Aus dem Mental-Diarium von Lad Wettir

1. Nach dem Duell

2. Blicke aus der Dunkelkammer

3. Stolperfallen der Vollkommenheit

4. Erste Schritte

5. Infiltration

6. Widerstand ist zwecklos

7. Verlegung

8. Dunkel und doch voll Hoffnung

Epilog: Aus dem Mental-Diarium von Lad Wettir

Journal

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3203 – Ein ganzes Leben unter Glas

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. 6. Juli 2096 NGZ

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8. 7. Juli 2096 NGZ

9.

10. 8. Juli 2096 NGZ

11.

12.

13.

14.

15.

16.

17.

18.

Leserkontaktseite

Glossar

Risszeichnung Terranisches Bordhospital-Modul

Nr. 3204 – Jenseits der Schwarzsterngrenze

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. 8. Juli 2096 NGZ

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

9.

10. 9. Juli 2096 NGZ

11.

12. Minuten zuvor

13.

14.

15.

16.

17.

18.

19. 10. Juli 2096 NGZ

Report

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3205 – Die Fahrt der AURA

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog

1. Vergangenheit: Ein neuer Job und die Folgen

2. Gegenwart: Die Handelskonferenz

3. Nächtlicher Besuch

4. Aufmarsch der Garde

5. Auf dem Feld

6. Der Angriff

7. Nicht aufzuhalten

Epilog

Fanszene

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3206 – Tödliches Paradies

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Eine Frage der Ehre

1. Der fast menschenleere Koloss

2. Der lange Weg zur bitteren Erkenntnis

3. Wir fliegen mit Perry Rhodan

4. Die Gabe des Überschweren

5. Die Kolossalen Kennedys

6. Die Tage des KONDORS

7. Wen die Glocke ruft

8. Die Insel der Erhöhten

Epilog: Eine Frage des Stils

Stellaris 91

Vorwort

»Die Goldmaschine« von Marie Erikson

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3207 – Transmitter-Ballett

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Lachen und Weinen

2. Begegnungen

3. Morgenstund

4. Auf nach Schudmasch

5. Ein neuer Plan

6. Entdeckungen

7. Eine geheimnisvolle Quelle

8. Vor der Show

9. Showdown

Risszeichnung Sextadim-Kapsel RA

Nr. 3208 – Das neue Volk

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Funkgespräche

2. Die große Expedition

3. Kompetenzen

4. Fleischsäcke

5. Erstbegegnung

6. Schmerzhaftes Erwachen

7. Terrania!

8. Handeln, feilschen, streiten

9. Kurz davor: Die große Stadt und die kleinen Tiere

10. Einbruch

11. Der Ausritt auf Terra

12. Diplomatentreffen

13. Die Irreführung

14. Schmerzhaftes Einschlafen

Report

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3209 – Das Siegel des Großadministrators

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Anwerbung

2. Verfolgung

3. Besprechungen, Besprechungen

4. Vergangenheit 1

5. Gollokais Welt

6. Zwei neue Fleischsäcke

7. Im Kabinett

8. Zufall oder Manipulation?

9. Nachbesprechung

10. Vergangenheit 2

11. Immer einen Notfallplan parat

12. Manipulationen

13. Vorgeplänkel

14. Ein Spaziergang

15. Liebkind und Pasch

16. Taeb und Gollokai

17. Vergangenheit 3

Fanszene

Leserkontaktseite

Nr. 3210 – Countdown

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog

8. Schon wieder!

7. Besuch bei KENNON

6. Annäherung, aber kein Erfolg

5. Mutmaßungen

4. Stadtrundflug

3. Das wahre Ziel

2. MIA

1. Ein Gebäude in Trümmern

0. Das Ende und mehrere Anfänge

Leseprobe Atlantis 2 – 1 – Ben Calvin Hary – Das neue Utopia

Vorwort

Prolog: Perry Rhodan

1. Tyler

Gespannt darauf, wie es weitergeht?

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3211 – Hüter der Schönheit

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Verheißung

1. Empfangen

2. Der letzte Zufall

3. Schleim

4. Landung

5. Stadtplanung

6. Begegnungen

7. Erscheinung

8. Freiheit

9. Besonderheit

10. Aufmerksamkeit

11. Infiltration

12. Störung

13. Mahnung

14. Präzision

15. Palast

Leserkontaktseite

Glossar

Risszeichnung PANOPTES-Sonde

Nr. 3212 – Die Zufallsschlacht

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Windungen

2. Rad

3. Hüter

4. Beschützer

5. Wurf

6. Offenheit

7. Schaden

8. Ausschank

9. Verräter

10. Verbot

11. Isolation

12. Einfallstor

13. Ruf

14. Suche

15. Diebesgut

16. Lektion

17. Präzision

18. Vorbereitungen

19. Blaugold

20. Überlegenheit

21. Jagd

22. Stärke

23. Verlangen

24. Härte

25. Evakuierung

26. Probe

27. Hilfe

28. Bruch

29. Freund

Epilog: Trisch

Leseprobe PR NEO 300 –Rainer Schorm & Rüdiger Schäfer – Sektor Morgenrot

Vorwort

Vorspiel: Noyans Fahrtenbuch

1. Zyklon

2. Die Stele

Gespannt darauf, wie es weitergeht?

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3213 – Scharaden

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: 24. Juli, 8 Uhr morgens

1. 18. Juli, 14 Uhr

2. 18. Juli, 16 Uhr

3. 19. Juli, 20 Uhr abends

4. 21. bis 23. Juli

5. 24. Juli, 10 Uhr morgens

6. 25. Juli, 11 Uhr

7. 25. Juli, 14 Uhr

8. Die folgenden Tage

Epilog: 31. Juli

Fanszene

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3214 – Die Ewige Ganja

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Unwürdig

1. Ausgewählt

2. Ab- und aufgeklärt

3. Gut gelitten

4. Unheimlich un-heimlich

5. Dreistes Treiben

6. Befangen

7. Wicht, wichtig

8. Präsente Präsente

Epilog: Vereiste Verreiste

Journal

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3215 – Elelschias Schatten

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Wohin ich kommen will

1. Was in den Schatten ruht

2. Wer der Schönheit folgt

3. Wo kein Vertrauen ist

4. Wie weit ich gehen kann

5. Wo die Perfektion haust

6. Was uns verborgen bleibt

7. Warum ich helfen will

8. Wer keine Zweifel kennt

9. Wohin der Weg uns führt

10. Wem Ehre gebührt

11. Weshalb wir vollkommen sind

Epilog: Was ich gefunden habe

Leserkontaktseite

Glossar

Risszeichnung Zerstörer der NOSMO-Klasse

Nr. 3216 – Eine neue Zeit

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

9.

10.

11.

12.

13.

14.

15.

Report

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3217 – Griff nach den Sternen

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Basis 1

Die Höchsten

Beobachter

Überfall

Pressur

Prüfung

Vhanat

Zerstörung

Epilog

Fanszene

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3218 – Nomaden der Zeit

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. MAGELLAN

2. Ein merkwürdiger Vorfall

3. Die Katze folgt dem Lockvogel

4. Das Konstrukt

5. Der einzige Weg

6. Die Tuilerien

7. Kommunikationsschwierigkeiten

8. Eine kleine Sensation

9. Legende an Bord

10. Elfmal schneller

11. Die Enklave

12. Die Reise des Eremiten

13. Ein weiteres Angebot, das nicht abgelehnt wird

14. Weitere Verhandlungen

15. Gefahr im Verzug

16. »Tut es nicht!«

17. Der Tabuplanet

Stellaris 92

Vorwort

»Ein Arkonide für alle Fälle« von Jacqueline Mayerhofer

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3219 – Im Schrein von Aschvalum

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Kurzer Abriss einiger Beförderungen

1. Verschieden dimensionierte Knalleffekte

2. Von Medien diverser Art

3. Unsaubere Verhältnisse

4. Silberhaar gegen Silberzunge

5. In die Falle

6. Schrein oder Nichtsein

Epilog: Objektiv begehrte Subjekte

Leserkontaktseite

Glossar

Risszeichnung Ultratender MAGELLAN

Nr. 3220 – Die Einsamen

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog

1. Der Tempel der Götter

2. Aus dem Logbuch von Pierre de Chalon

3. Terrania

4. Aus dem Logbuch von Pierre de Chalon

5. Schmetterlinge

6. Aus dem Logbuch von Pierre de Chalon

7. Aufbruch

8. Aus dem Logbuch von Pierre de Chalon

9. Orientierungsstopp

10. Aus dem Logbuch von Pierre de Chalon

11. Mystery Guest

12. Aus dem Logbuch von Pierre de Chalon

13. Visby

14. Aus dem Logbuch von Pierre de Chalon

15. Belebende Impulse

16. Der Einsame

17. Aus dem Logbuch von Pierre de Chalon

18. Vernichtung

Epilog: 17 Tage zuvor

Report

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3221 – Ende einer Odyssee

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Gry O'Shannon

2. Die Blinde Kathrein

3. Trim Marath

4. Gry O'Shannon

5. Die Blinde Kathrein

6. Gry O'Shannon

7. Die Blinde Kathrein

8. Trim Marath

9. Gry O'Shannon

10. Die Blinde Kathrein

11. Trim Marath

12. Gry O'Shannon

13. Trim Marath

14. Gry O'Shannon

15. Die Blinde Kathrein

16. Gry O'Shannon

17. Trim Marath

18. Gry O'Shannon

19. Trim Marath

20. Gry O'Shannon

21. Trim Marath

22. Gry O'Shannon

23. Gry O'Shannon

Epilog

Fanszene

Leserkontaktseite

Nr. 3222 – Die letzte Drangwäsche

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Sternenfresser

1. Gucky

2. Gucky

3. Gucky

4. Xenia Biefang

5. Gucky

6. Xenia Biefang

7. Gucky

8. Xenia Biefang

Epilog: Gucky

Journal

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3223 – An tausend Fäden

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. AURA

2. AURA

3. HEILKRAFT-177-WARRUSCH

4. HEILKRAFT-177-WARRUSCH

5. HEILKRAFT-177-WARRUSCH

6. HEILKRAFT-177-WARRUSCH

7. RA

8. HEILKRAFT-177-WARRUSCH

9. PRAIPASCH

10. PRAIPASCH

11. RA

12. PRAIPASCH

13. RA

14. PRAIPASCH

15. RA

16. PRAIPASCH

17. PRAIPASCH, beim Planeten Aschvalum

Leserkontaktseite

Glossar

Risszeichnung MAGELLAN – Wohnwelt

Nr. 3224 – Die Hermetischen Archive

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. RA

2. Atmosphäre

3. Zweite Etage

4. Auf Kurs

5. Blase 97

6. Annäherung und Entdeckung

7. Besucher in Blase 97

8. Vorbereitungen und Erkundungen

9. Das Archiv

10. Übernahmen

11. Dem Wahnsinn verfallen

12. RA

Report

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3225 – Der Mann aus Glas

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Lange, bevor ich ein Freund wurde

1. Perfektion gewinnt immer

2. Perfektion will sich weitergeben

3. Perfektion ist immer in Gefahr

4. Perfektion geht manchmal Umwege

5. Perfektion hat stets einen guten Plan

Epilog: Ein Freund kehrt heim

Fanszene

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3226 – Die Exegeten

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Intrigant

2. Deponentin

3. Kommandantin

4. Thola

5. Krauck

6. Erstdenkerin

7. Optimiererin

8. Arkonide

9. Retterin

10. Kosmopsychologe

11. Pedotransferer

12. Exegeten

13. Zerebralbewahrer

14. Thornek

Stellaris 93

Vorwort

»Laichberechtigung« von Marie Erikson & Robert Corvus

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3227 – Welt der tausend Transmitter

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Mythengold

1. Sonnenrot

2. Eisengrau

3. Bühnengelb

4. Wüstenweiß

5. Gartenbeige

6. Schuppengrün

7. Legendenblau

8. Bitterpurpur

9. Konversenschwarz

Epilog: Totenbraun

Leserkontaktseite

Glossar

Risszeichnung Sondereinsatzschiff AURA

Nr. 3228 – Die Nacht der Anuupi

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Böse ist gut

2. Sub-103

3. Nervosität

4. Eine Landpartie

5. Eine Ansprache

6. Abgepasst

7. Der Lokalisator

8. Maccaos Auftritt

9. Unter Kollegen

10. Unordnung ordnen

11. Die Nacht der Anuupi

12. Der Coup

13. Hausbesuch

Report

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3229 – Die Dunklen Hallen von Terrania

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Vorbereitung auf die Schlacht

2. Entkommen

3. Spurensuche

4. Erwachen in den Niederen Landen

5. Gespräch unter Feinden

6. Schachtgespräche

7. Ist einen Versuch wert

8. Gib endlich auf!

9. Wir haben ihn!

10. Die Angst vor Gollokais Wahrheit

11. Kleinere Heldentaten

12. Das Keitel-Problem

13. Die letzte Unterhaltung

14. Taeb und Toxner

15. Gucky und Gollokai

16. Die Füsiliere

17. Der Tod eines Unsterblichen

18. Nachbereitung

Fanszene

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3230 – Die Straße nach Kondor

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog

1. Perry Rhodan

2. Antanas Lato

3. Shema Ghessow

4. Zeitverläufe und eine Dusche

5. Stahlwelt

6. Die Oproschinen

7. Zurück

8. Oproschheim

9. Eis

10. Erquickende Langeweile

11. Crossd

12. Abschied von der Stahlwelt

Epilog

Journal

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3231 – Die Purpurwelt

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. RA

2. Dom

3. Die Elf

4. Abtransport

5. Die Zitadelle

6. Kein Zurück

7. Neuer Plan

8. Unterwegs

9. Flora und Fauna

10. Erwischt

11. Am Ziel

12. Die Schempra

13. Omlirr Oscha

14. Der Pakt

Leserkontaktseite

Glossar

Risszeichnung Versorgungsschiff der MAGELLAN

Nr. 3232 – Die lebenden Häuser der Cyv

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog

1. Eine Sensation unter all den Toten

2. Manipulation

3. Grabräuberei

4. Leben und Tod, Tod und Leben

5. Improvisation

6. Eden

7. Ein toter Sman in einem lebenden Haus

8. Ein Blick hinaus

Epilog: Im Purpurlicht

Leseprobe PR NEO 310 –Kai Hirdt – Welt ohne Liebe

Vorwort

Terrania

1. Perry Rhodan

2.

Gespannt darauf, wie es weitergeht?

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3233 – Das blaue Phantom

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Dom

2. Hyperstaub

3. Schnitzer

4. Frachter

5. Horcher

6. Sucher

Fanszene

Leserkontaktseite

Nr. 3234 – Cyberflora

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Die Horchende Welt

2. Die Sucher

3. Der Pflanzenhüter

4. Jagdnacht

5. Freundschaft

6. Gewalt

7. Aufblühen

Stellaris 94

Vorwort

»Der Mann, der Räume glücklich machte« von Michael Marrak

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3235 – Mann in blauen Flammen

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Der Kleidermacher

2. Die Therapeutin

3. Vurguzz-Erinnerungen

4. Viaduct mirabilis

5. In den Katakomben

6. Persönlichkeitsentwicklung

7. Erwachen im Frühling

8. Stationsleben

9. Starker Auftritt

10. Trainingstage

11. Entführungen

Leserkontaktseite

Glossar

Risszeichnung ARGUS-Sonden

Nr. 3236 – Der schwarze Garten

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Kollateralschaden

2. Misstrauen

3. Ethik und Moral

4. Vorbereitungen

5. Erste Unterhaltung

6. Der Fluchtversuch

7. Widerstandskraft

8. Zweite Unterhaltung

9. Roter Hering

10. Träume und Überlegungen

11. Dritte Unterhaltung

12. In der GLÜHKETTE

13. Zusammengehörigkeit

14. Vierte Unterhaltung

15. Vereinigung und Abschied

16. Auf zum Chateau

17. Die Flucht der Mrynjade

18. Die Irritation

19. Hinterher

20. Der Tod und danach

Report

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3237 – Panjasen-Dämmerung

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. AURA

2. Acht Monate zuvor: 9. September 2096 NGZ

3. AURA

4. Sieben Monate zuvor: 10. Oktober 2096 NGZ

5. AURA

6. Sieben Monate zuvor: 10. Oktober 2096 NGZ

7. AURA

8. Sechs Monate zuvor: 10. November 2096 NGZ

9. AURA

10. Einen Monat zuvor: 15. April 2096 NGZ

11. AURA

Fanszene

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3238 – Turm des Stillen Lotsen

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Und das ist längst nicht alles

2. Nachricht aus der Vergangenheit

3. Annäherung

4. Brontha

5. Der Weg nach Munnau

6. Die Alles-hat-seine-Zeit-Stadt

7. Ghaner Vreik XX

8. Ein kurzer Abriss der Geschichte

9. Der Ruf

10. Ein alter Freund

11. Die Falle

12. Kampf um Zarmun

13. Ein letztes Gespräch

Journal

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3239– Krieg der Diplomaten

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. 6. Juni 2097 NGZ: MAGELLAN, Zentrale

2. 7. Juni 2097 NGZ: MAGELLAN, Kapitänsmesse

3. 11. Juni 2097 NGZ: Hotroyto, Haus Haikart

4. 12. Juni 2097 NGZ: Pamyschad, Raumhafen

5. 17. Juni 2097 NGZ: TUUM

6. 18. Juni 2097 NGZ: TUUM

7. 18. Juni 2097 NGZ: Haus Haikart

8. 18. Juni 2097 NGZ: TUUM

Leserkontaktseite

Glossar

Risszeichnung Flexorette – Panjasische Vibrostich- und Strahlerwaffe

Nr. 3240 – Ewig lebe der Ganjo!

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Treibgut

2. Hilfe

3. Suche

4. Transmitter

5. Zuflucht

6. Lagebild

7. Verlassen

8. Dankbarkeit

9. Kunst

10. Erziehung

11. Berufung

12. Aufbruch

13. Schweigen

14. Strategiespiel

15. Austreibung

16. Drängen

17. Übernahme

18. Schnelligkeit

19. Unterstützung

20. Kommando

21. Führung

22. KONDOR

23. Dunkelwasser

24. Ingenieurskunst

25. Refugium

26. Verfolgung

27. Verluste

28. Flexoretten

29. Tod

30. Zeugnis

31. Freiheit

32. Schicksal

33. Schwarzmetall

34. Rückkehr

Report

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3241 – Facetten aus Eis

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog

1. Reize nie einen Säbelzahntiger

2. Mors Peregrini

3. Besuch von ganz oben

4. Das Erbe der Galactic Guardians

5. Eine kleinere Fehlfunktion

6. Reize nie einen Affen

Epilog: Einige Stunden später

Fanszene

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3242 – Koicherts Wissen

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Die Späherin

2. Der letzte Wunsch

3. Der Anflug

4. Eine ungewohnte Brutalität

5. Der Raumhafen

6. Die Buße

7. Der planetare Empfang

8. Der Wald des Wissens

9. Kluge Melodien

10. Die Spur

11. Der Stadtherr

12. Eine schöne Aussicht

13. Das Wasserlabyrinth

14. Ein Wissensaustausch

15. Der Notruf

16. Die Extraktion

17. Das Idyll

18. Der Wert des Wassers

19. Das Treffen

20. Todesangst

21. Der Pfeil

22. Der Söldner

23. Das weinende Haus

24. Dimensiologen

25. Die Welle und die Scherbe

26. Die Parakraft

27. Der Observateur

28. Das Museum

29. Die Ablenkung

30. Die Sucher

Stellaris 95

Vorwort

Die Intelligenz der Skaner von Jörn Lausen

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 3243 – Ein Hauch von Strangeness

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Fremder

1. Der Auftrag

2. Scherbenspur

3. Jagdfieber

4. Talente

5. Fallen

6. Mythen

7. Wahrheiten

8. Jäger

9. Der Hochschauende

10. Überraschungen

11. Poquandar

Epilog

Leserkontaktseite

Glossar

Risszeichnung MAGELLAN – Kommandoturm

Nr. 3244 – Der Frakturdenker

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Die letzte Nacht auf Onquor

1. Halb blinde Passagiere

2. Die Vorentscheidung

3. Jagdgründe

4. Die Rückseite der Ebene

5. Verstecken und suchen

6. Die unmöglichen Bilder

7. Die Plaudertasche

8. Beim Jenseitigen

9. Der Hinterhältige

10. Das Vermächtnis, der Verlust und der Verrat

11. In höchster Not

12. Das wandernde Gesicht

Epilog: Unter Druck

Report

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Glossar

Nr. 3245 – Im Hyperfluss

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Perry Rhodan

2. Formalitäten

3. Ankunft

4. Geldbeschaffung

5. Unerkannte Talente

6. Der Zwischenfall

7. Showbusiness

8. Perry, der Spieler

9. Auf der Suche nach Wahrheit

10. Khmoun

11. Viermal Egannol, bitte

12. Der Hyperfluss

13. Die Hyperflusspiraten

Fanszene

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Glossar

Nr. 3246 – Die Piraten von Kondor

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Schlossbesichtigung

2. Eingeschüchtert, eingekerkert

3. Geflohen, gebrochen

4. Stunden zuvor: Verloren, verzweifelt

5. (Ent-)Täuschungen

6. Gestatten, Shema Ghessow, Hyperflusspiratin

7. Gift, Schokolade und Bodensatz

8. Katzenbären, Feuerfüchse

9. Audienz

10. Loyalität und bessere Geschäfte

11. Eine Henkersmahlzeit und eine Totenleserin

12. Ein Leben nach dem Tod

13. Das dritte Muster

14. Ein Pakt und ein Traum

15. Chaos und ein Todesfall

Journal

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Glossar

Nr. 3247 – Der Dunkle Hafen

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Atulhu

2. 11. Juli 2097 NGZ: AUMASSEA

3. 12. Juli 2097 NGZ: Atulhu

4. 15. Juli 2097 NGZ: In der Arena

5. 18. Juli 2097 NGZ: Zwischen den Sternen

6. 22. Juli 2097 NGZ: Atulhu

7. 27. Juli 2097 NGZ: Atulhu

8. Später am selben Tag: Atulhu

9. Dieser exakte Augenblick: Atulhu

10. 2. August 2097 NGZ: Atulhu

11. 4. August 2097 NGZ: Atulhu

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Glossar

Risszeichnung Terranische Technik– Paratronwerfer

Nr. 3248 – Die Frau aus dem Transmitter

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Am Anfang war ...

2. ... und dann das schwierige erste Gespräch

3. Die Arbeit nimmt Fahrt auf

4. Erwachen

5. Arkoniden, so schwierig!

6. 14.000 Jahre!

7. Öffentlichkeitsarbeit

8. Eine spannende Unterhaltung

9. Teegeplauder

10. Vorbereitungen

11. Der Plan im Plan im Plan

12. Ebene 101

13. Die Besprechung, vier Monate zuvor

14. Zurückkehrende Erinnerungen, Teil 1

15. Zurückkehrende Erinnerungen, Teil 2

16. Der Plan geht auf

Report

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Glossar

Nr. 3249– Der Tod ist nicht das Ende

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. In Sicherheit

2. Urlaub vom Ich

3. Sondierungen

4. Entdeckungen

5. Begegnungen

6. Flugziel Nott

7. Entscheidung

8. Showdown

Fanszene

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Impressum

PERRY RHODAN – die Serie

In den Weiten des Kosmos: Perry Rhodan muss Fragmente der Superintelligenz ES bergen, die für die Stabilität der Milchstraße wichtig sind. Doch gleich bei der ersten Etappe der kosmischen Suche gerät alles aus den Fugen: Das riesige Fernraumschiff MAGELLAN wird von feindlichen Mächten übernommen.

Wo ist die Besatzung der MAGELLAN, was hat man mit ihr vor? Welche Ziele verfolgen die mysteriösen Panjasen? Haben sie einen ganzen Kugelsternhaufen hinter einer undurchdringlichen Barriere verborgen – und warum?

Perry Rhodan kämpft, um die Mission zu retten und das erste Fragment zu bergen. Währenddessen regt sich in der Milchstraße der Widerstand gegen eine Zukunft, in der ES zurückkehren könnte ...

Nr. 3200

Mission MAGELLAN

Sie folgen einem transgalaktischen Notruf – auf der verzweifelten Suche nach ES

Robert Corvus

Das Ende des 21. Jahrhunderts Neuer Galaktischer Zeitrechnung ist angebrochen. Mehr als dreieinhalbtausend Jahre von unserer Zeit entfernt lebt die Menschheit in Frieden. Zwischen den Sternen der Milchstraße herrschen keine großen Konflikte mehr. Wie es aussieht, könnte Perry Rhodan, der als erster Mensch von der Erde auf Außerirdische gestoßen ist, sich endlich seinem großen Ziel nähern: der alte Traum von Freundschaft und Frieden zwischen den Völkern der Milchstraße und der umliegenden Galaxien. Die Angehörigen der Sternenvölker stehen für Freiheit und Selbstbestimmung ein, man arbeitet intensiv und gleichberechtigt zusammen.

Bei ihrem Weg zu den Sternen hat ein geheimnisvolles Wesen die Menschen begleitet und unterstützt: Es trägt den Namen ES, man bezeichnet es als eine Superintelligenz, und es lebt seit vielen Millionen Jahren zwischen Zeit und Raum. Rhodan sieht ES als einen Mentor der Menschheit.

Doch ES weilt nicht mehr in der Galaxis – das Geisteswesen scheint zwischen den Sterneninseln verschollen zu sein, zersplittert in Fragmente. Aus diesem Grund bricht eine Expedition zur fernen Galaxis Gruelfin auf: Es ist die MISSION MAGELLAN ...

Die Hauptpersonen des Romans

Perry Rhodan – Der Terraner folgt einem Hilferuf.

Atlan – Der Arkonide stellt sich auf die Seite der Verfolgten.

Alschoran – Der Kastellan sucht seinen sterblichen Platz zwischen Unsterblichen.

Hilke Silent-Brown – Die Siganesin reist mit an Bord der MAGELLAN.

Sichu Dorksteiger

Prolog

Ein Tropfen Unendlichkeit

Ein schneeweißes, gerade einmal 20 Meter langes Raumschiff schoss durch die Librationszone.

Es flog schneller als jedes Gefährt, das die Ingenieure der Milchstraße hätten bauen können. Sekunde für Sekunde legte es eine weitere Strecke zurück als ein Mensch der prästellaren Zeit in seinem gesamten Leben. Knapp unterhalb des fünfdimensionalen Hyperraums war die eherne Barriere der Lichtgeschwindigkeit, die das Standarduniversum definierte, ohne Bedeutung.

Dort galten Bedingungen, unter denen die sechs Lebewesen im Inneren des tropfenförmigen Schiffs – eine Frau, ein positronisch-biologischer Roboter, vier Männer – keine Sekunde hätten existieren können, hätten sie sich nicht in einem technisch geschaffenen Mikrokosmos befunden.

Das Schiff beschützte sie vor der Gnadenlosigkeit des Universums, versorgte sie mit Luft, Flüssigkeit und Nahrung. Es schuf ihnen sogar eine angenehme Umgebung, soweit der begrenzte Platz dies gestattete.

Es steuerte die Koordinaten eines Notrufs an, der Terra über den sternenlosen Abgrund zwischen den Galaxien hinweg erreicht hatte.

Die sechs an Bord verstanden sich trotz ihrer geringen Zahl als Retter. Sie eilten den Kundschaftern zu Hilfe, die das Dritte Galaktikum ausgeschickt hatte. Damit kam ein Retter auf beinahe viertausend Notleidende.

Ein halbes Jahr zuvor, CONCEPCIÓN

Gefechtsalarm

In Hilke Silent-Browns Halsschlagader hämmerte der Puls. Die Angreifer hatten die CONCEPCIÓN kalt erwischt. Irgendwie mussten sie es unbemerkt an Bord des Schlachtkreuzers geschafft haben. Und sie gingen rücksichtslos vor.

Am Wummern, das von den tiefer gelegenen Decks empordrang, erkannte die Gefreite schwere Intervallstrahler. Nach dem metallischen Donnern zu urteilen, zerlegten sie die innere Struktur des Kugelraumers.

»Kampfgruppe 17!« Hilkes Gefechtsanzug dämpfte die Außengeräusche. So konnte sie die Durchsage ihres Gruppenführers verstehen, die aus dem Akustikfeld im Inneren des Helmes drang. »Wir werden draußen gebraucht! Sammeln im Fahrzeughangar!«

Hilke war dankbar für die Orientierung, die der Befehl ihr gab. Sie wies die Gefechtspositronik ihres Anzugs an, sie auf dem schnellsten Weg zum Hangar zu bringen. Ihren Kombistrahler hielt sie fest in den Händen.

Der SERUN flog sie mit mehr als 100 Kilometern pro Stunde durch die Gänge. Kameraden hetzten in dieselbe Richtung wie sie, ihr entgegen oder kreuzten ihren Weg. Hilkes Größe, oder besser ihre Winzigkeit, war ihr Vorteil: Die Siganesin maß vom Scheitel bis zur Sohle 20 Zentimeter. Sie nutzte Lücken, die andere nicht einmal als solche wahrgenommen hätten.

Ihr engster Kamerad stieß aus einem abzweigenden Gang zu ihr: ein TARA-VIII-UH-Kampfroboter. Da Hilke nichts anderes befahl, schloss sich die Maschine ihr an. Die Grundprogrammierung sah vor, im Zweierteam gemeinsam mit Hilke ins Gefecht zu ziehen.

Kurz vor dem Hangar zerriss eine Druckwelle den Boden. Der Prallschirm von Hilkes SERUN lenkte scharfkantige Metallsplitter ab, von denen sich einige in Wände und Decke bohrten.

Ein roter Roboter mit ovalem Hauptkörper tauchte aus dem dampfenden Loch auf wie ein Dämon aus einem Höllenschlund. Tentakel, an deren Enden Abstrahlfelder glühten, reckten sich Hilke entgegen.

Unartikuliert schrie die Siganesin ihre Aufregung hinaus.

In ihrem Helm flammte eine Leuchtanzeige auf, die ihr zeigte, dass der TARA nach Standardprozedur vorgehen würde, wenn sie ihn nicht stoppte.

Der Roboter flog mit aktiviertem Hochenergie-Überladungsschirm zwischen sie und die feindliche Maschine.

Keine Sekunde zu früh. Geschützdonner füllte den Gang, grelles Licht flutete die Umgebung. Die Energie, die die grün aufgleißenden Schirme nicht in den Hyperraum abstrahlen konnten, reichte aus, um die Wände auszubeulen und Hilke zurückzuwirbeln.

Direkt vor die Tentakel zweier weiterer Kampfmaschinen derselben fremden Bauart!

Hilke schrie, aber ihr Training zahlte sich aus: Ohne zu zögern, wählte sie den Roboter als Ziel, bei dem sie wegen des aufgebrochenen Rumpfs die stärkere Beschädigung vermutete.

Ihr Kombistrahler war zwar klein, die Feuerstärke jedoch auf wesentlich größere Gegner ausgelegt. Der Thermostrahl brannte sich durch das rote Metall, ließ es aufschäumen und die Schaltkreise im Innern Funken sprühen.

Ob das ihren Gegner zerstört hatte, konnte Hilke nicht sagen. Sie war froh, dass die Gefechtsroutine sie über ihn hinwegrasen ließ – und dass der Haken, den sie dabei schlug, ausreichte, damit der Schuss des zweiten Roboters sie verfehlte. Überhaupt hatte sie Glück, dass die Maschinen nicht eher gefeuert hatten. Offenbar unterschätzten auch ihre Algorithmen Kontrahenten, die nur 20 Zentimeter groß waren.

Ihr TARA reagierte auf die erneute Gefahrenlage, die Hilkes SERUN an ihn meldete. Er löste sich von seinem gegenwärtigen Gegner und eilte zu ihr.

Der noch unbeschädigte Feindroboter erwies sich leider als flexibel: Er richtete einige Tentakel auf den TARA, folgte jedoch mit den anderen Hilke – und schoss.

Eine mörderische Druckwelle erfasste die Soldatin und schmetterte sie in den Winkel zwischen Gangwand und Boden. Damit nicht genug, verformte sie die Struktur so weit, dass sie nachgab und einbrach. Metallteile, die anscheinend zum Leitungssystem der Klimaregelung gehörten, stürzten auf Hilke herab.

Ihr Prallfeld fing die kinetische Energie ab, aber sie wurde begraben und eingeklemmt. Ihr Rückentornister behinderte sie bei dem Versuch, sich herumzuwälzen.

Die Gefechtspositronik übermittelte ihr, dass der TARA unter heftigem Feuer lag. Sein HÜ-Schirm kam an die Grenzen.

»Gefreite Hilke Silent-Brown!«, funkte ihr Sergeant. »Wir haben nicht ewig Zeit! Nicht herumtrödeln!«

Geschütze donnerten. Etwas polterte auf die Trümmerhalde, unter der sie lag.

»Ich könnte Hilfe gebrauchen!«, rief sie.

Endlich kam Hilke herum. Sie stellte den Kombistrahler auf Desintegratormodus, hielt aber inne, bevor sie den Schrott über sich aufgelöst hätte.

Der Puls pochte in ihrem Hals.

Wenn sie sich freischnitte und zwei, vielleicht sogar drei Feindmaschinen gegenübersähe, die das Feuer auf sie eröffneten, hätte sie keine Chance. Ihre Feuerkraft würde die des TARA nur unwesentlich verstärken. Und der schien – nach den Daten zu urteilen, die er übermittelte – in echten Schwierigkeiten zu stecken. Wie lange würde der Roboter standhalten? Zehn Sekunden? 15?

Reichte Hilke diese Zeitspanne, um sich zu ihren Kameraden durchzuschlagen?

»Durchhalten, Gefreite!«, funkte der Sergeant. »Wir sind gleich da!«

Das klang gut. Sehr gut sogar!

Sie befahl dem TARA, sich in Sicherheit zu bringen. Das erhielte seine Kampfkraft und könnte die Feindmaschinen fortlocken.

Tat es aber nicht.

Zumindest nicht alle, nur einer der roten Roboter flog hinter dem TARA her und hielt dessen Schirme unter Last.

Eine andere Energiequelle näherte sich Hilke.

Sie stellte sich den tödlichen Gegner vor, der nur einen Meter über ihr schwebte, getrennt von ihr durch einen Haufen Schrott, der weder den Thermostrahlern noch den Desintegratoren ernsthaft etwas entgegenzusetzen hatte. Am schrecklichsten wäre es, wenn er eine Impulskanone einsetzte. Dann würde Hilke mitsamt dem Schrotthaufen zerquetscht. Möglicherweise zunächst nicht vollständig. Ihr SERUN mochte sie so weit schützen, dass sie sich ein Dutzend Knochen bräche und daraufhin innerlich verblutete.

Sie schaltete den Außenscheinwerfer aus und desaktivierte sogar das Prallfeld, um ihre Energiesignatur zu minimieren.

Sie traute sich nur noch, flach zu atmen.

In der Dunkelheit hörte sie, wie die Metallteile über ihr ins Rutschen gerieten. Etwas Hartes, Kantiges, drückte in ihren Bauch.

Sie verbat sich ein Wimmern.

Die Energiesignatur des feindlichen Roboters verharrte über ihr.

Würde er das Funksignal bemerken, wenn sie den TARA zurückriefe?

Sie umklammerte ihren Strahler. Als ob sie eine Chance gehabt hätte, schneller zu schießen als ein Roboter, der sie als Ziel erfasst hatte!

Aber sie würde es versuchen. Auf jeden Fall. Sie würde nicht kampflos abtreten.

Thermostrahlen zischten, und die Energiesignatur des Feindroboters strahlte auf, weil sein Schirm unter Last geriet.

Sternensehnen

Im Erwachen genoss Perry Rhodan die Wärme und die Berührung seiner Frau, die halb auf ihm lag. Vorsichtig, um Sichu nicht zu wecken, strich er durch ihr langes Silberhaar. Sie duftete nach den Heidelbeergärten von Terrania City.

Die Erinnerung an seinen Heimatplaneten ließ Rhodan lächeln. 35 Tage reisten sie bereits durch die Leere des Weltraums, mit einer Geschwindigkeit, die ein im menschlichen Körper verhafteter Verstand nur noch in Analogien begreifen konnte. Das Licht von Sol brauchte über 35 Millionen Jahre, um dieselbe Strecke zurückzulegen. Es war dasselbe Licht, das die Erde des Eozäns beschienen hatte. Das lag zehnmal so weit in der Vergangenheit wie die Entstehung der ersten Menschenarten auf Terra.

Wie in einer Morgendämmerung schien sanfte Helligkeit auf das rot bezogene, runde Bett, das Atlan dem Ehepaar für die Reise abgetreten hatte. Ein cremefarbener Energievorhang sorgte für Sicht- und Schallschutz und bot so die maximale Privatsphäre, die an Bord der Raumkapsel möglich war. Rhodan und Sichu wussten, sie zu genießen.

Illustration: Swen Papenbrock

Es war lange her, dass sie einen ganzen Monat miteinander verbracht hatten, ohne von den Alltäglichkeiten der hohen Politik in der Milchstraße beansprucht zu werden. Zwar trugen beide keine operative Verantwortung, aber sie wurden häufig konsultiert. Die Anführer des Dritten Galaktikums profitierten gerne von ihrer Erfahrung.

Doch die beiden nutzten die RA nicht, um der Pflicht zu entfliehen. Im Gegenteil, sie folgten einem Notruf des Ultratenders MAGELLAN, der zur Kleingalaxis Morschaztas vorgeschobenen Operationsbasis, die der Suche nach dem ersten Fragment der Superintelligenz ES dienen sollte. Es konnte nicht mehr lange dauern, bis sie ihr Ziel erreichten.

Behutsam schlängelte sich Rhodan unter Sichu hervor.

Im Halbschlaf seufzte sie milde protestierend.

Er hauchte einen Kuss auf ihre warme, grüne Haut. Es forderte seine Selbstbeherrschung, die fraktalen, goldenen Muster, die ihren Körper zeichneten, nicht mit den Lippen zu erkunden.

Stattdessen deckte er seine Frau bis zu den Schultern zu.

Mit geschlossenen Augen rollte sie sich in die Seide ein.

In Gedanken dankte Rhodan dem Universum dafür, dass es ihm einen Monat der Nähe zu dem Wunder, das seine Frau für ihn war, gewährt hatte.

Er nahm die Obsidian-Datei von dem Tischchen, das neben dem runden Bett stand, und drückte sie unter das Schlüsselbein. Dort war der Zellaktivator implantiert, dessen belebende Impulse ihm die relative Unsterblichkeit schenkten. Gleich einem Magneten haftete das tropfenförmige Archiv an seiner Haut. Wie immer fühlte es sich kühl an, aber nicht unangenehm kalt.

Rhodan ertappte sich dabei, innezuhalten. Der halbtransparent obsidiangrüne Edelstein war kein Schmuckstück. Er enthielt Daten zu den Fragmenten von ES. Bislang hatte er lediglich die Standorte von zweien preisgegeben, eines davon in Morschaztas. Dadurch war die Kleingalaxis zu ihrem Ziel geworden.

Rhodan hoffte, dass die Obsidian-Datei weitere Informationen preisgäbe, sobald sie in die Nähe des Fragments kämen. Anweisungen, wie man es bergen könnte, Hinweise auf Gefahren oder andere Hilfestellungen, die die Kosmokratin Mu Sargai dem Speicher anvertraut haben mochte.

Doch nichts geschah. Kühl und hart haftete der steinerne Tropfen an Rhodans Schulter.

Er zog seine hellblaue Bordkombination an. Das einteilige Kleidungsstück schmiegte sich an seinen Körper.

Nach einem letzten Blick auf die schlafende Sichu trat Rhodan durch den Energievorhang.

*

Das Bett nahm einen großen Teil des runden Wohnbereichs der Kapsel ein, der am Boden sechs Meter durchmaß und sich gleichmäßig zur acht Meter durchmessenden Decke weitete, was ihm die Form eines Kegelschnitts gab.

Die nachtblaue Färbung der Schallschutzfelder, die um die drei Liegen an der runden Wand geschaltet waren, zeigte an, dass auf jeder davon jemand schlief.

Atlan da Gonozal, der Kommandant der RA, ruhte neben dem großen Kleiderschrank. Niemanden hätte Perry Rhodan bei einem gefahrvollen Einsatz lieber an seiner Seite gewusst.

In der Mitte lag Antanas Lato, dessen herausragendes Verständnis der Hyperphysik und der Dimensiologie sogar Sichu beeindruckte, die immerhin einmal das Amt der Chefwissenschaftlerin der Liga Freier Terraner bekleidet hatte. Wenn sich die beiden über die technischen Parameter der mit Superintelligenzen-Technologie konstruierten Kapsel unterhielten, in der sie reisten, kam Rhodan nur noch die Rolle zu, sie mit Heißgetränken zu versorgen.

Der letzte Schläfer, der Ase Alschoran, verfügte als Galaktischer Kastellan über die größte Erfahrung mit den Kapseln. ES hatte ihn zum Wächter über seine Mächtigkeitsballung berufen. Deswegen war seine Teilnahme an dieser Mission für Rhodan selbstverständlich.

Durch die drei Liegen, den Schrank, einen nierenförmigen Tisch, dessen schwarz glänzende Lackierung in der vorwiegend weißen Umgebung einen Akzent setzte, und ein rundes Loch im Boden, das in die Maschinensektion hinabführte, war der Platz im Wohnbereich während der Ruhephase beengt.

Der Roboter, mit dem Atlan seine Dagor-Kampftechniken übte, hing nahe der Decke an der Wand. Eine einigermaßen komfortable Nasszelle konnte RA nur bereitstellen, wenn die Schlafliegen zu Folien an der Wand verkleinert wurden.

Rhodan sah keinen Grund, die Gefährten zu wecken. Für den Moment gab er sich mit der Reinigungsfunktion der Bordkombination zufrieden, die den Nachtschweiß zuverlässig entfernte.

Er stellte sich unter das Loch in der Decke und sah hinauf. Das genügte RA, der Bord-Sextatronik, um seine Absicht zu erfassen und ihn mit einem Antigravfeld in die Kommandosektion zu heben.

Schon wegen des größeren Durchmessers war diese Etage der Kapsel geräumiger, auch wenn sich die Außenwand zu einer Kuppel wölbte. Das künstliche Schwerefeld des kleinen Raumschiffs erweckte den Eindruck, der vier Meter hohe Scheitelpunkt dieser Kuppel befände sich oberhalb von Rhodan; von außen betrachtet bildete er jedoch den Bug.

Die Projektion übertrug die Daten von den Optiksensoren auf die Wandung, weswegen exakt im Zenit ein Orientierungsstern leuchtete, der die Richtung der Linearetappe vorgab. Ringsum zogen die grauen Schlieren des Kontinuums vorbei, das sich zwischen der vierten und der fünften Dimension verorten ließ.

»Das sieht gut aus« sagte Rhodan.

»Die Leistungsparameter liegen weiterhin in dem Bereich, den Alschoran vorhergesagt hat«, informierte ihn Marat, das sechste und letzte Besatzungsmitglied der RA.

Marat war einer der wenigen positronisch-biologischen Roboter, die sich selbst geschlechtlich wahrnahmen, in ihrem Fall weiblich. Wobei an ihrem Körper nichts war, das einem menschlichen Beobachter diese Zuordnung nahegelegt hätte.

Ihre Plasmakomponente ruhte in einer einen Meter durchmessenden Schüssel, die auf einem Antigravfeld schwebte. Zu sehen war sie allerdings nicht, weil sich über ihr ein Kegel aus knapp 1000 zumeist kantigen, halbautonomen Modulen erhob, die sich in ständiger Bewegung gegeneinander verschoben.

Gegenwärtig machte Rhodan einen diagonal verlaufenden Hauptstrom aus, während andere Bereiche beinahe stillstanden. Dort tauchten einige Module in die Tiefe des Gewimmels ab und wurden durch andere ersetzt. Manche waren groß wie eine Faust, andere so klein, dass sie mit bloßem Auge nicht zu erkennen waren. Ebenso wie die Schüssel und der würfelförmige Kopf der Posbi bestanden sie aus schwarzem Metall, bei den meisten ergänzt um rote Leuchtstreifen variierbarer Helligkeit.

Marat schwebte auf Rhodan zu. »Kannst du nicht mehr schlafen?«, fragte sie mit wohlklingender Stimme.

»Ich habe mich lange genug ausgeruht.«

»Ich verstehe. Dein Zellaktivator erlaubt dir eine schnelle Regeneration.«

Rhodan nickte, wobei mit dieser Begründung auch Atlan bereits hätte wach sein müssen. Er empfand wohl nicht dieselbe Unruhe wie der Terraner.

»Ich bin froh, dass unsere Ingenieure kompensieren konnten, was die Saboteure an Schaden angerichtet haben«, sagte Rhodan.

»Die terranische Technik arbeitet solide mit den Aggregaten der Kapsel zusammen«, beschied Marat.

Die Arbeiten hatten vieler Sonderschichten auf der Luna-Werft bedurft, und trotzdem hatten sie durch die notwendigen Reparaturen viereinhalb Monate verloren.

»Hundertachtunddreißig Tage zwischen dem Empfang des Hilferufs und unserem Aufbruch, dazu noch fünfunddreißig Tage für den Flug«, sinnierte Rhodan. »Ich hoffe, auf der MAGELLAN denkt man nicht, wir hätten sie aufgegeben.«

»Es war der schnellstmögliche Weg, nach dem Rechten zu sehen«, stellte Marat fest.

Obwohl der Notruf, der Terra über die Hyperfunk-Relais-Brücke im Leerraum zwischen den Galaxien erreicht hatte, der Auslöser für diese Reise war, bewegte nicht primär Sorge, sondern Vorfreude Rhodans Gemüt. Nicht nur hatte er selbst zahllose Herausforderungen gemeistert, er vertraute auch seinem Team und ebenso der Besatzung der MAGELLAN. Bislang hatte noch keine Schwierigkeit die Terraner dauerhaft davon abgehalten, ihrem Schicksal zwischen den Sternen entgegenzustreben.

Diese Bewegung ins Ferne und Unbekannte, zu den Rätseln und Wundern des Universums, verlor für Rhodan niemals an Faszination.

»Was für eine ungeheure Distanz, die wir mit der RA überwinden«, flüsterte er.

»Wie meinst du das?«

»Wenn ich über die Größe des Kosmos nachdenke, fühle ich mich zugleich klein und emporgehoben.« Rhodan spreizte die Finger und betrachtete die Härchen auf seinem Handrücken. »Ich bin das Geschöpf eines komplexen Zusammenspiels unüberschaubar vieler Faktoren, und das macht mich zu einem Teil des Geflechts, das alle Materie und alles Leben zusammenhält. Ich glaube, das befähigt mich, es zu erforschen und in jeder Bedeutung des Wortes zu erleben.«

Im Grunde, überlegte er, hatte sich nicht viel verändert seit den ersten Tagen der Raumfahrt.

Mit dem Mondflug der STARDUST hatten sich vier Menschen aufgemacht, die Grenzen des Himmels zu vermessen und die Tore zur Zukunft aufzustoßen. So war es auch auf dieser Mission: Jahrhunderte lag der letzte Besuch in der Kleingalaxis Morschaztas zurück.

Damals hatten sie nur einen winzigen Teil der dortigen Planetensysteme erkundet, und selbst dieses wenige mochte sich inzwischen ganz anders darstellen. Die RA trug ihre Besatzung ins Unbekannte, was Rhodans Herzschlag beschleunigte.

Und doch ging es einem Freund entgegen. ES, der Superintelligenz, dem Alten von Wanderer, der die Terraner im Allgemeinen und Perry Rhodan im Speziellen erwählt hatte, die Geschicke seiner aus mehreren Galaxien bestehenden Mächtigkeitsballung zu prägen. Rhodan verdankte ES eine Lebensspanne, die weit über die biologische Disposition seines Körpers hinausging, und damit Jahrtausende voller Staunen und Abenteuer.

Es lag nicht nur im Interesse der Menschheit und der Milchstraße, ihrem Beschützer, der offenbar in mehrere Fragmente zersplittert war, beizustehen. Es war auch eine persönliche Ehrenschuld, für Rhodan ebenso wie für Atlan und Alschoran. Jeder der drei verdankte ES die Vervielfachung seiner Lebenszeit.

Rhodan erkannte die leisen Schritte hinter ihm. Sichu drückte sich gegen seinen Rücken. Er winkelte die Arme ab, damit sie die Hände unter seinen Achseln hindurchschieben und ihn vor der Brust umarmen konnte. Er genoss es, ihre Nähe durch die leichten Bordkombinationen zu spüren.

»Was immer uns erwartet«, flüsterte Sichu, »wir begegnen ihm gemeinsam.«

Rhodan korrigierte seine frühere Überlegung. Es war anders als damals. Entgegen aller Wahrscheinlichkeit hatte er in einer fernen Galaxis eine Gefährtin gefunden, die ihn zugleich inspirierte und stärkte, und deren Sehnen in dieselbe Richtung träumte wie seines.

Er nahm Sichus Hand und küsste ihren Zeigefinger. »Ich liebe dich.«

Ein halbes Jahr zuvor, MAGELLAN

Die Freiwillige

Flammend stürzte die CONCEPCIÓN durch eine an den Rändern flackernde Strukturlücke im Paratronschirm der MAGELLAN. Hilke Silent-Brown bekam bei diesem Anblick ein schlechtes Gewissen, weil sie Erleichterung darüber verspürte, nicht mehr an Bord des Schlachtkreuzers zu sein.

Doch die Energiebarriere könnte das Mutterschiff nur noch kurze Zeit schützen. Normalerweise leuchtete sie blau, aber im anhaltenden Trommelfeuer der Angreifer war davon nichts zu erkennen. Wo schwarze Abstrahlaufrisse, die die auftreffenden Energien in den Hyperraum leiteten, das Licht noch nicht vollständig verschlangen, waberten rote Elmsfeuer. Es waren sichere Anzeichen der baldigen Überlastung, so viel wusste auch Hilke, obwohl die Gefreite nie in einem Gefecht solcher Größenordnung gestanden hatte.

Sie schluckte. In diesem Moment war alles, wofür die Soldatin trainiert hatte, gnadenlose Realität. Hatten ihre Kameraden sie nur unter dem Trümmerhaufen hervorgezogen, damit sie eine Stunde später gemeinsam starben?

Das Licht aus dem halbtransparenten Holo, das ihnen das Inferno der Schlacht zeigte, beschien die ernsten Gesichter ihrer Gefährten. Ihr Panzerfahrzeug, ein LUPUS-Shift, rumpelte über die von Gefechtsschäden zerklüftete, an vielen Stellen geschmolzene und im Vakuum rasch wieder erstarrte Metalloberfläche der fünf Kilometer durchmessenden Werftplattform des Ultratenders.

»Was sollen wir da ausrichten?« Karl Schelz lachte unwillig auf.

Er war Gefreiter wie Hilke, stammte jedoch vom Mars.

»Dass dein Heimatplanet nach einem antiken Kriegsgott benannt ist, merkt man dir nicht an«, rutschte es Hilke heraus.

Er bedachte sie mit einem grimmigen Blick.

Seit der Shift aus der CONCEPCIÓN ausgeschleust war, vermied er es, seinen Strahler zu berühren. Er hielt die Hand fern davon, als wollte er signalisieren, dass er keinesfalls zu kämpfen beabsichtigte. Dabei sahen ihn im Innern des Panzerfahrzeugs ohnehin nur die Kameraden von Kampfgruppe 17.

»Als Rauminfanteristen einen Ultratender beschützen ...« Schelz schnaubte.

Durch den transparenten Helm reflektierte das Streulicht des Holos auf seiner Dakkarschleife. Sie alle trugen einen solchen platinfarbenen Stirnreif, der verhindern sollte, dass sich ein Pedotransferer im Hirn einnistete.

»Irrsinnige Vorstellung!« Schelz wurde lauter. »Wir werden verrecken wie ...«

»Ruhe!«, donnerte Korporal Roland Bor mit der Wucht seiner ertrusischen Stimme. Sein hünenhafter Körper war auf eine Schwerkraft ausgelegt, die jene Terras um das Zweieinhalbfache überstieg. Ein entsprechendes Volumen hatte sein Brustkorb.

Schelz verstummte mit versteinerter Miene.

Dennoch kam Hilke nicht umhin, ihm zumindest zum Teil recht zu geben. Was sie in der Holoübertragung sah, ließ ihr die Hände schwitzen. Sie war froh über die Handschuhe ihres SERUNS. Wenigstens würde sie nicht abrutschen, wenn es darauf ankäme.

An eine sauber geschaltete Schleuse im Schirm der MAGELLAN war überhaupt nicht mehr zu denken. Die Lücke, die die Verteidiger geöffnet hatten, um den 500-Meter-Kugelraumer – oder das, was von ihm übrig war – durchzulassen, nutzten die Angreifer aus, um weitere unbemannte Kleinschiffe einzuschleusen.

Der Großteil verging im Sperrfeuer der Abwehrbatterien, die das Vakuum unter dem Schirm mit neonfarbenen Leuchterscheinungen füllten, meist dem Grün von Desintegratoren. Aber ein Dutzend kam durch, platzte auf und positionierte dadurch weitere Gefechtstransmitter zwischen den Kränen, Versorgungslagern, Tanks, Robotmagazinen und dem Habitat, das im Panzermodus als dunkler, 1700 Meter hoher und drei Kilometer durchmessender Beinahe-Zylinder aufragte.

An die 100 rote Gefechtsroboter und mehrere Führungsoffiziere in flammenfarbenen Kampfanzügen materialisierten in den Transmitterfeldern, bevor sich der Paratronschirm wieder schloss und so die Verbindungen vorläufig trennte. Die Angreifer waren wohl Ganjasen, denn die Raumanzüge verrieten einen Körperbau wie bei Terranern: ein Kopf, ein Rumpf, zwei Arme, zwei Beine.

Den Aufprall der CONCEPCIÓN in der Wartungsmulde fingen die Dämpfer der MAGELLAN nur unvollständig ab. Hilkes Kampfgruppe wurde in ihrem Shift durchgeschüttelt.

Die Schäden des Schlachtkreuzers, der in den Schutz seines Mutterschiffs floh, waren selbst für eine Infanteristin wie Hilke unübersehbar. An einer Stelle war er so gründlich aufgerissen, dass sich die Kugelform nur noch erahnen ließ. Aber selbst ohne diese Hauptbeschädigung erschien der Raumlandesoldatin die Bezeichnung Wrack angebracht.

Sie schluckte bei dem Gedanken, dass Kräfte, wie sie die CONCEPCIÓN zugerichtet hatten, Hilke in ihrem SERUN in Sekundenbruchteilen atomisieren würden.

Die vier anderen OXTORNE-Kreuzer sahen besser aus – weil sie gar nicht erst abgehoben hatten, um in die Kämpfe einzugreifen. Explosionen im Innern hatten einen Großteil des Ringwulsts der VICTORIA abgesprengt. Was mit den übrigen los war, wusste Hilke nicht.

*

Der Paratron verschwand, das flirrende Grün des Hochenergie-Überladungsschirms ersetzte ihn. Dass er keine Abstrahlaufrisse zeigte, war trügerisch. Seine Leistungsparameter lagen erheblich unterhalb jener des Paratrons, er würde den wütenden Angriffen wesentlich kürzere Zeit standhalten als sein großer Bruder.

Im Shift wussten alle, was das bedeutete. Der Pilot steuerte das Fahrzeug aus der Deckung einer Baracke, die der Unterbringung von Wartungsrobotern diente. Die Ketten rasselten über den Metallboden, der eine wellenförmige Oberfläche aufwies, nachdem Thermostrahlen ihn verflüssigt hatten und er wieder erstarrt war.

Terkonitstahl schmolz erst bei weit über 30.000 Grad Celsius, wie Hilke Silent-Brown wusste. Sie stellte sich vor, dass ein Körper aus Fleisch und Blut bei einer solchen Temperatur augenblicklich verdampfte.

Korporal Roland Bor sah sie ernst an. In der rechten Hand hielt der Ertruser mit dem über zwei Meter breiten Kreuz seinen Kombistrahler, in der linken verlor sich beinahe ein Speicherkristall, der sich auch in einem Schmuckstück gut gemacht hätte. »Ich werde dir das nicht befehlen, aber wir alle wissen, dass wir jemanden brauchen, der es tut.«

Sie achtete darauf, dass das Schallverstärkerfeld ihres SERUN-Downsize ihrer Stimme Nachdruck verlieh. »Ich melde mich freiwillig!«

»Bist du sicher?« Er wirkte, als läse er bereits die Einladung zu ihrer Beerdigung.

Hilke dachte an Josh, der sich so viel davon erhofft hatte, diese Reise gemeinsam mit ihr anzutreten. Er war Robo-Therapeut und kurierte unvorhergesehene pseudomentale Probleme bei menschenähnlichen Künstlichen Intelligenzen, von denen der Ultratender mehrere Zehntausend mitführte. Ihr wurde mulmig bei der Vorstellung, dass die Angreifer Jagd auf ihn machen könnten.

Sie hoffte, dass es ihm gelänge, Sabeth soweit es ging aus all dem herauszuhalten. Ihre Tochter war acht Jahre alt, Hilke hatte sie an Bord, während der Reise, zur Welt gebracht. Sie nannten das Kind gerne unser Sternenmädchen. Es kannte kein anderes Zuhause als die MAGELLAN, die in der gnadenlosen Attacke unterzugehen drohte. Auch im Mutterschiff gab es interne Explosionen ohne unmittelbare Verbindung zu dem Beschuss.

Hilke biss die Zähne zusammen und strich über den Ärmel des Gefechtsanzugs, den die Raumlandetruppen ihr gegeben hatten. »Ich bin am besten qualifiziert. Das wissen wir alle. Ich bin am unauffälligsten.«

Sie aktivierte den Antigrav und schwebte an der silbernen Raute vorbei, die den Rang des Korporals anzeigte, auf die Höhe seines Gesichts. Mit ihren 20 Zentimetern Körpergröße reichte die Siganesin dem Ertruser gerade mal vom Kinn bis zum Ansatz des Sichelkamms, zu dem er sein Haar frisiert hatte.

Die Alternativen zu Hilkes Einsatz waren dünn gesät. Nach dem Abschuss des CYGNUS-Gleiters bestand ihre Kampfgruppe nur noch aus sieben Soldaten mit den ihnen zugeordneten Kampfrobotern. Auch ihren Gruppenführer hatten sie verloren, Bor war nur der Stellvertreter. Er war gut ausgebildet, befand sich aber wie sie alle seit zehn Jahren auf einer intergalaktischen Reise, die bis vor ein paar Stunden ohne Feindkontakt verlaufen war. Niemand konnte ihm anlasten, dass er es nicht mehr gewohnt war, jemanden in den beinahe sicheren Tod zu schicken.

Hilke nahm ihm den Speicherkristall aus der Hand und befestigte ihn mit einem Fesselfeld am Rückentornister ihres SERUNS. Die Siganesin grinste bei der Vorstellung, dass man sie bei flüchtiger Betrachtung mit einem geöffneten Diamantcollier verwechseln mochte. Galgenhumor nannte man das wohl.

Sie löste ihren Strahler von der Hüfte und salutierte. »Gefreite Hilke Silent-Brown – habe den Auftrag verstanden und melde Einsatzbereitschaft!«

»Du willst das wirklich tun, oder?«, murmelte Bor.

Karl Schelz starrte verbissen in das Holo, das die zunehmende Übermacht der Angreifer zeigte. Die übrigen Kameraden sahen Hilke schweigend an. Sie alle wussten darum, dass die Miniaturisierung der Gefechtstechnologie an physikalische Grenzen stieß; im Gegensatz zu den Kampfanzügen der anderen vermochte Hilkes SERUN-DS keinen HÜ-Schirm zu projizieren. Der Prallschirm bot Splitterschutz und hatte sie vor den Trümmern bewahrt, aber der erste Volltreffer mit einem Thermostrahl würde zugleich der letzte sein.

Hilke wollte ihre Entschlossenheit mit einem zackigen »Jawohl!« verkünden, doch der Gedanke an Sabeth schnürte ihr die Kehle zu. Dass sie auch für ihre Tochter und alle anderen Kinder der MAGELLAN in den Einsatz ging, half nur bedingt.

Reisende

Atlan da Gonozal nutzte die Vergrößerungs- und Fokussierungsfunktionen, die ihm die Optiksensoren seines SERUNS boten, um die teils winzigen Komponenten zu betrachten, die die Maschinensektion in der unteren Hälfte der tropfenförmigen RA ausfüllten.

Die Hauptenergiequelle, der Transduktor, war ausgebaut und ersetzt worden. Er ließ sich nur im Sextadim-Park aufladen, und der Zugang zu diesem transdimensionalen Ort war versiegelt.

Ein neuer Generator versorgte die RA mit Energie. Das ringförmige, mit gebogenen, stachelartigen Aufsätzen versehene Gerät stammte größtenteils aus galaktischer Fertigung. Antanas Lato hatte neuartige Konzepte im hyperphysikalischen Bereich beigesteuert, aber vor allem hatte sich Alschoran hervorgetan. Er hatte die RA dazu gebracht, Einzelteile über den Materialisator an Bord herzustellen.

Ein violettes, rosafarbenes und gelbes Leuchtgewitter kündigte ein Ersatzteil an, das dieses Aggregat verließ. Es materialisierte in einer Art Transmitterfeld im Ausgabeschacht. Ein Traktorstrahl transportierte es zu einem vormontierten Konglomerat, in das er es einpasste. Ein kurzer Thermobeschuss verband es, sodass eine doppelt gebogene Komponente mit Rotationselement im Zentrum entstand.

Atlan erhöhte die Vergrößerung, bis ihm die auf den ersten Blick glatte Oberfläche wie ein Gebirge erschien, dessen Täler ungebundene Energie wie Nebel füllte. Eine Zange, die in diesem Betrachtungsmodus gigantisch wirkte, fasste das Ersatzteil und zog es ins Gewirr des Maschinenparks.

Der Arkonide kehrte zur Normaloptik zurück. Er war zufrieden mit den Sensoren seines Kampfanzugs. Und nicht nur damit; die Beschäftigung mit dem Innenleben der RA beruhigte ihn.

Über Jahrzehnte hatten er und das Schiff sich aneinander gewöhnt, waren nicht nur Weggefährten, sondern beinahe so etwas wie Freunde geworden. Die mit der Kapsel verbundene Sextatronik bezeichnete man nicht umsonst als Gegenüber; sie war ein echter Partner, der sich auf den Kommandanten einstellte, seine Persönlichkeit analysierte und seine Wünsche extrapolierte, um in seinem Sinne zu handeln. Atlan war froh, dass die erheblichen Schäden, die der Anschlag auf die Kapsel verursacht hatte, den Bordrechner nicht in Mitleidenschaft gezogen hatten.

»RA«, wandte sich Atlan an das Gegenüber, »wie bewertest du den Einsatzstatus der Generator- und Antriebssysteme?«

»Die Maschinen verschleißen im prognostizierten Ausmaß«, antwortete die wohlvertraute, körperlose Stimme. »Wir erreichen die Zielkoordinaten in acht Minuten und sieben Sekunden. Mit Bordmitteln kann ich einen sicheren Rückflug innerhalb von fünfunddreißig Tagen garantieren. Danach wird eine externe Triebwerkswartung unumgänglich sein.«

Was ohne Sextadim-Park bedeutete: mehrere Wochen in einem Raumdock wie auf Luna, selbst wenn das Team um Farkunda Washington rund um die Uhr daran arbeitete. Das machte Pendelflüge unmöglich. Bis man die RAS TSCHUBAI wieder fernflugtauglich gemacht hätte, war das sechsköpfige Einsatzteam alles, was die Milchstraße zur Rettung der MAGELLAN aufbieten konnte.

Atlan gönnte sich, den Blick über chromglänzende Leitungen, porzellanweiße, organisch gerundete Aggregate, anscheinend aus dem Nichts projizierte, goldene Statusanzeigen und in beruhigender Konstanz leuchtende Energiefelder wandern zu lassen. Die Handschuhe übermittelten ihm die Kühle des Materials, das sich so glatt anfühlte wie das Wasser eines Teichs, dessen Oberfläche man vorsichtig berührte.

Konzentrier dich lieber auf die Anzeigen, die Schwachpunkte offenbaren könnten!, mahnte der Extrasinn, der Logiksektor seines Gehirns, der eine eigene Persönlichkeit aufwies. Etwas ist auf der MAGELLAN schrecklich schiefgegangen, und das ist schon ein halbes Jahr her. Du weißt nicht, was dich erwartet.

»Wir passen auf«, flüsterte er, »wir sind wachsam.«

Du begleitest Perry Rhodan, erinnerte der Extrasinn. Nach all den Jahrhunderten solltest du wissen, dass der terranische Barbar keine Gelegenheit auslässt, sich und andere in Gefahr zu bringen.

Die Funktionsprinzipien der Aggregate blieben Atlan in der Tiefe verschlossen – schließlich hatte eine Superintelligenz den Großteil dieser Technik geschaffen, und um entstandene Lücken zu schließen, hatten die versiertesten Ingenieure der gesamten Milchstraße die Grenzen des Machbaren gedehnt.

Er wusste jedoch, wo Reaktionsmasse lagerte, wo Energie generiert, gespeichert und weitergeleitet wurde und welche Aggregate sie in welcher Flugphase verbrauchten. Ihm war klar, welche Weichen Priorisierungen zu Tarn-, Verteidigungs- und Offensivsystemen vornahmen und wo die Heerscharen mikroskopisch winziger Wartungsroboter konstruiert, ausgeschickt und nach erfüllter Aufgabe wieder dem Rohstoffpool zugeführt wurden.

Atlan lächelte beim Gedanken an einen Universitätsvortrag, den er dazu gehalten hatte. Das Wissen hatten sich die Studenten bereits per Hypnoschulung verschafft, sodass sie die gesamte Zeit auf kreative Diskussionen und Spekulationen hatten verwenden können. Er hatte das Leuchten in den Augen gesehen, das ein Spiegel des Sternenlichts war, in dem auch die nächste Generation der Verwirklichung ihrer Träume entgegenstreben würde.

»Fünf Minuten bis zur Ankunft«, meldete das Gegenüber.

*

Atlan da Gonozal schwebte in die Kommandozentrale hinauf.

Perry Rhodan nickte ihm zu. Durch die wuchtigen Schultermodule des Gefechts-SERUNS wirkte sein Kopf ungewohnt klein. Er trug eine Dakkarschleife, wie sie alle. Der aus Platin gefertigte Stirnreif sollte sie vor der Übernahme durch Pedotransferer schützen. Zudem hatte jeder von ihnen einen Hollbeyn-Resonator dabei, der anzeigen würde, wenn eine andere Person übernommen wäre.

Rhodans blondes Haar war besonders ordentlich gestutzt und sorgfältig gekämmt. Atlan schmunzelte bei dem Gedanken, dass das vielleicht eher daran lag, dass der Freund seiner Ehefrau einen gefälligen Anblick bieten wollte, als an den Begegnungen, die ihnen auf der MAGELLAN bevorstehen mochten.

Der Terraner stand an einer hufeisenförmigen Konsole, auf die er, wie Atlan ihn kannte, die Kontrollen für die externen Sensoren gelegt hatte. Momentan konnten diese noch nichts ermitteln, die Holoprojektion der Kuppel stellte die grauen Schlieren des Linearraums dar. Aber nach dem Hinausgleiten ins Standarduniversum würde sich das schlagartig ändern.

Schlimmstenfalls würden die Taster eine Trümmerwolke ausmachen, wo die MAGELLAN sein sollte. Oder eine feindliche Flotte. Sie mussten auf alles gefasst sein; damit hatte der Extrasinn absolut recht.

Deswegen trug auch Antanas Lato einen SERUN. Obwohl die Zentrale mit acht Metern Durchmesser eher klein war, schien der Wissenschaftler Atlan nicht zu bemerken. Er drehte seinen Kombistrahler hin und her. Vermutlich zählte er irgendetwas, wie zum Beispiel die Grübchen, die dem Griff einen besseren Halt gaben. In der Welt der Zahlen und der mathematischen Konzepte fühlte sich Lato zu Hause. Sich dorthin zurückzuziehen war seine Art, mit der Anspannung umzugehen.

Sichu Dorksteiger dagegen wirkte vollkommen locker. Mit der rechten Hand, die selbstverständlich in einem Handschuh ihres SERUNS steckte, griff sie eine Spielfigur aus grünem Licht, die nach dem Vorbild eines arkonidischen Heroen modelliert war, und verschob sie auf dem Feld, das Marat projizierte. Die aus Hunderten wimmelnder Komponenten bestehende Posbi spielte mit rosafarbenen Figuren. So hielten es die beiden immer.

Atlan nahm im Kommandosessel Platz. In einem Dreiviertelkreis um ihn baute RA die Standardholos auf, die ihm einen Überblick zum Status sämtlicher Sektionen des tropfenförmigen Schiffs, der Kommunikationssysteme und Sensoren boten. Eine weiße Steuerkonsole fuhr aus dem Boden.

Obwohl Alschoran als Kastellan mehr als alle anderen in einer Kapsel heimisch war, stach er heraus. Das lag nicht an seinen körperlichen Eigenschaften, die denen eines Terraners zum Verwechseln ähnlich waren. Aber er lehnte es ab, einen der in der Basiskonfiguration weißen SERUNS zu tragen. Stattdessen schnallte er gerade seinen Tornister auf seinen blauen, mit roten Applikationen versehenen Einsatzanzug.

Die Technik dieses Anzugs wurde von ES geschaffen, erinnerte Atlans Extrasinn. Er wird die Schlagkraft unserer kleinen Truppe erheblich erweitern.

Das war nicht von der Hand zu weisen. Dennoch schien Atlan die auffällige Kleidung affektiert.

Eine Projektion leuchtete unter dem Zenit der Zentralkuppel auf. Die Zahlen von Zehn abwärts wechselten im Sekundentakt.

Eine Durchsage war unnötig. Marat blendete das Spielfeld und die Figuren aus, die Aufmerksamkeit richtete sich auf die Umgebungsdarstellung an der Kuppelwölbung.

Bei Null verschwand das Grau des Linearraums, als hätte die RA eine Wand aus unnatürlich massivem Nebel durchstoßen.

Der hellste Bereich in der Schwärze des Alls befand sich in der Projektion an der Kuppelwand Atlan gegenüber auf dem Bodenniveau der Kommandozentrale. Dort leuchtete die Sterneninsel von Gruelfin, die terranische Astronomen wegen der Form mit dem charakteristischen Staubring Sombrerogalaxis genannt hatten.

Ihr Ziel, der vorgelagerte Kugelsternhaufen Morschaztas, war hingegen unsichtbar. Das überraschte niemanden, hatte sich diese Kleingalaxis doch vor 5000 Jahren – so lange brauchte das Licht bis zur aktuellen Position der RA – im Hyperraum verborgen.

Fernaufklärung

»Ich empfange Hyperfunksprüche«, meldete RA. »Streustrahlung, nicht für uns bestimmt. Chiffriert. Ich beginne die Entschlüsselung.«

Vor Antanas Lato erhob sich eine Konsole aus dem Boden.

RA war sehr gut darin, die Wünsche der Besatzung zu erraten. Das zeigte sich schon bei den Antigravfeldern, die jeden von ihnen meist ohne Aufforderung hinauf- oder hinabbeförderten, aber desaktiviert blieben, wenn man den Bereich der kreisrunden Öffnungen in den Decks mit anderem Ziel durchschritt.

In Latos Fall hatte sich während der Reparaturen so etwas wie ein intuitives Verständnis herausgebildet – was Rhodan zugleich irritierte und bestätigte, weil dem Wissenschaftler im zwischenmenschlichen Feld jede Intuition abging. Anscheinend ähnelten die Denkvorgänge des genialen Dimensiologen jenen einer sechsdimensional operierenden Maschinenintelligenz.

»An der letzten gemeldeten Position der 07-110-MAGELLAN erfasse ich ein primär metallisches Objekt, dessen Masse im Toleranzbereich für das Schiff liegt«, ließ RA sie wissen.

Unter der Kuppel erschien eine Holoprojektion, in der nur grobe Formen zu erkennen waren: eine Halbkugel, in deren Pol ein Kegelstumpf steckte und auf deren Schnittfläche, zu einer Seite verschoben, ein oben und unten gerundeter, zylindrischer Körper stand.

Zu Rhodans Erleichterung entsprach das dreidimensionale Bild dem, was man bei initialer Sensorerfassung von dem Ultratender zu sehen hoffte. Im Notruf, der Terra über die intergalaktische Brücke ausgesetzter Relaisbojen nur verstümmelt erreicht hatte, war von einem Überfall die Rede gewesen. Wie die Sensoren zeigten, hatte dieser zumindest nicht zur völligen Zerstörung des Schiffs geführt.

Alschoran und Atlan sahen zu der Darstellung auf, Marat schickte eine Handvoll ihrer kleineren Module aus, die das Holo aus der Nähe umkreisten. Zweifellos versorgte sich die Posbi parallel dazu mit den Rohdaten. Ihre roten Leuchtelemente pulsierten langsam, was Analyseprozesse anzeigen mochte.

Nur Lato war im Kopf woanders. Immer mehr halbtransparente Holos bauten sich an seiner Arbeitsstation auf. Sie zeigten Zahlenkolonnen und abstrakt-grafische Auswertungen. Damit konnte Rhodan wenig anfangen, aber dass der etwa 50 Jahre alte Wissenschaftler sein spitzes Kinn rieb, machte ihn stutzig.

»Stimmt etwas nicht?«, fragte er.

»RAS Hypersensoren liefern keine Daten für Morschaztas«, murmelte Lato abwesend. Er hatte offenbar Schwierigkeiten, gleichzeitig das Gespräch zu führen und sich mit den schnell wechselnden Anzeigen zu beschäftigen.

Sichu Dorksteiger nickte Rhodan verstehend zu, ging zu dem Hyperphysiker, strich ihr silbernes Haar hinter das Ohr und beugte sich zu Lato, um mit ihm zu flüstern, ohne die anderen zu stören. Auf der Ebene von Zahlen, Fakten und Hypothesen vermochte sie sich mit ihm auszutauschen. Gemeinsame Mahlzeiten, bei denen er fein säuberlich die Zutaten nach Nährstoffgehalt aufteilte, mied sie jedoch.

*

»Kannst du die Natur der Hyperfunksignale bestimmen?«, fragte Atlan da Gonozal die Sextatronik.

»Es handelt sich um Kommunikation zwischen biologischen Lebensformen«, sagte RA. »Auf Basis der Sprachstruktur sind die Sender mit einer Wahrscheinlichkeit von siebenundachtzig Prozent Ganjasen.«

Das überraschte Perry Rhodan nicht, waren Gruelfin und Umgebung doch die Heimat der Cappinvölker, zu denen die Ganjasen zählten. Vor Jahrtausenden hatte es einen Konflikt mit ihnen gegeben, bei dem ihre Hauptwaffe die Pedotransferer gewesen waren, deren Parakraft ermöglichte, ein Opfer suggestiv zu übernehmen.

Als Gegenmittel hatten die Terraner Dakkarschleifen und Hollbeyn-Resonatoren entwickelt. Mithilfe von Alschoran – dem einzigen Verbündeten, der über eine ähnliche Parabegabung verfügte –, hatten sie getestet, ob diese Geräte weiterhin trotz Hyperimpedanz-Erhöhung funktionierten. Tatsächlich war der Wirkungsgrad geringer geworden als noch zu Zeiten der Cappinkrise.

»Bekommst du Heimatgefühle?«, fragte Atlan den Kastellan.

»Weil ich ein Ase bin?«

Alschoran entstammte einem Zweigvolk der Ganjasen. Die Reise in die Umgebung von Gruelfin führte ihn gewissermaßen zu seinen Verwandten.

»Unsere Galaxien waren einander nicht immer freundschaftlich verbunden«, erinnerte Atlan.

»Ja, sehr bedauerlich«, erwiderte Alschoran frostig. »Es übersteigt möglicherweise deinen Horizont, aber für jeden Kastellan ist klar, dass die Mächtigkeitsballung von ES eine Schicksalsgemeinschaft bildet. Sie prosperiert im Ganzen, oder sie fällt in ihrer Gesamtheit zurück. Interne Streitigkeiten und gegenseitige Missgunst sind wie Krankheiten, die uns gegen Bedrohungen von außen schwächen.«

»Gut, dass du das ansprichst«, versetzte Atlan. »Und schade, dass du dein Wissen um die Technologie dieser Kapsel so eifersüchtig hütest. Ich verstehe, dass du dich unverzichtbar halten willst, aber wenn du wenigstens uns Missionskameraden mehr über die Anpassungen mitteilen würdest, die du vorgenommen hast, könnten wir im Fall einer Störung oder eines Gefechtsschadens alle besser damit umgehen.«

»Euch fehlen die Grundlagen.«

»Und fünfunddreißig Reisetage hätten nicht ausgereicht, sie uns zu vermitteln?«, empörte sich Atlan. »Hältst du dich für einen so schlechten Lehrer?«

»Glaubt ihr, wir haben nichts Besseres zu tun, als euren ewigen Streitereien zuzuhören?«, fragte Sichu.

»Doch, haben wir«, beschied Rhodan. »RA, liegt der Ursprung der Signale auf der MAGELLAN?«

»Nur teilweise.« Die Sextatronik blendete ein eiförmiges Schiff neben dem Ultratender ein.

Maßstabsbalken verrieten eine Länge von 1800 Metern, der Maximaldurchmesser betrug ein Drittel davon. Auch diese Form sprach für Ganjasen. Einzelheiten waren mit den Fernsensoren nicht auszumachen.

»Vier solche Einheiten halten sich in der Nähe der MAGELLAN auf«, erläuterte RA.

In der Darstellung des terranischen Schiffs erschienen fünf Kugelraumer, die in Mulden auf der fünf Kilometer durchmessenden Werftplattform verankert waren. Die Schlachtkreuzer der OXTORNE-Klasse waren also vollzählig, aber ...

»Ortest du die AURA?«, fragte Rhodan.

»Negativ. Keine Spur von der AURA.«

War das im Vergleich zu den Schlachtkreuzern erheblich kampfschwächere Schiff zerstört worden? Oder hatte es dem Überfall entkommen können?

Die MAGELLAN war jedenfalls offenbar nicht mehr in terranischer Hand. Die Codes der Liga fanden im aufgefangenen Funkverkehr keine Verwendung.

Auch das Habitat, das die Reisenden Künstliche Welt getauft hatten – ein drei Kilometer durchmessender und etwas mehr als halb so hoher Zylinder –, tauchte in der Darstellung auf, was Rhodan aufatmen ließ.

Der Auftrag der MAGELLAN lautete, eine vorgeschobene Operationsbasis in Morschaztas zu etablieren, von der aus die RAS TSCHUBAI agieren könnte, die nach vollständiger Reparatur und Ausrüstung erheblich schneller folgen sollte.

Für den Flug der MAGELLAN hatten die Missionsplaner zehn Jahre kalkuliert. Bei einem ebenso langen Rückflug verpflichtete sich die Besatzung also zu einer Abwesenheit von mindestens 20 Jahren, da die eigentliche Einsatzzeit für die Suche nach dem Fragment von ES hinzukam.