Pfauenpower-Eitel bis zum Scheitel - Horst Klesen - E-Book

Pfauenpower-Eitel bis zum Scheitel E-Book

Horst Klesen

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Beschreibung

Pfauenpower - der ultimative Ratgeber für den Umgang mit einem Eitel-bis-zum-Scheitelmann,eine Pflichtlektüre für alle Humor-Junkees und Schmunzel-Fetischisten. Top-Act aus dem Igel-Bestseller-Bücherzyklus: »Männer und andere liebenswerte Besonderheiten« Warnung: Das Lesen dieses Buches kann bei Humorlosen Kritik-Durchfall verursachen! In solchen Fällen fragen Sie den Arzt Ihres Apothekers, den Apotheker Ihres Arztes oder sagen Sie Ihrem Arzt, er sei Apotheker!

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Veröffentlichungsjahr: 2025

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Inhaltsverzeichnis

Impressum

Titel

Vorwort

Kapitel 1

Definitionssache

Kapitel 2

Sunrise oder Der Beginn eines wunderbaren Tages

Kapitel 3

Let’s go to work oder Wer ist der Boss?

Kapitel 4

Stage-Diving

Kapitel 5

Der Pfau als Asphalt-Cowboy – Last Hero on the wheels

Kapitel 6

Strandimpressionen – Körperkult…ur in Vollendung!

Kapitel 7

Der Pfau als Fußball-Gott oder – frei nach Muhammad Ali: I am the greatest

Kapitel 8

Der Pfau im Fitness-Tempel – Hasta la Vista, Baby!

Kapitel 9

Der akademische Pfau – Prof. Dr. Pavonis

Kapitel 10

Der Nickname-Pfau – Bärchen, Hase, Mäuschen? – Mr. Big! What else?

Kapitel 11

Pfauen-Generationen: Cock meets chicken

Kapitel 12

Der Fashion-Pfau: The Shopping King

Über den Autor

Impressum

© Horst Klesen, 2025, www.horst-klesen.com

Autorenfoto: Thomas Lapp und Martina Schlaucher

Weitere Fotos: Sigrid Klesen

Verlag: Edition Blaes, Am Steig 11, D–86938 Schondorf

Vorwort

»Halleluja, zack, fertig!« Genau das schoss mir durch den Kopf, als ich das letzte Kapitel geschrieben, das Cover im Kopf finalisiert und die dazugehörigen Fotos ausgesucht und bearbeitet hatte.

Am Anfang war das Wort oder – anders ausgedrückt – die Idee, etwas Lustiges, Humorvolles zu generieren. Anlässlich eines Geschäftstermins in Hamburg im Jahre 2015 fiel mir spontan eine Einleitung ein, die ich in freudiger Erwartung mit nach Hause brachte, mit dem festen Vorsatz, ausnahmsweise einmal kein Sachbuch, sondern etwas ganz anderes aus mir herausfließen zu lassen.

»Jetzt schreibe ich ein Buch über eine besondere Gattung männlicher Mensch!«

Gesagt und – lange nicht – getan. Es sollten noch vier Jahre ins Land gehen, bis ich damit anfing, das erste Kapitel aus den Fingern gleiten zu lassen. Nach weiteren fünf Jahren war es dann vollbracht.

PFAUENPOWER – Eitel bis zum Scheitel!

Da ich auch Musiker bin, habe ich zwischenzeitlich einen gleichnamigen Rap »Der Song zum Buch« produziert.

Im Gegensatz zu meinem letzten Buch bzw. von mir als Rechtsanwalt verfassten juristischen Aufsätzen und Abhandlungen durfte ich auf Recherchen und Nachprüfungen verzichten. Es galt vielmehr, besondere Männer in besonderen Situationen zu beobachten oder zu imaginieren, um ihr Verhalten satirisch und ironisch überspitzt aufzuschreiben. Ich gebe gern zu, dass ich, der nicht im Verdacht steht, unter allzu starken Minderwertigkeitskomplexen zu leiden, einer dieser »besonderen Männer« sein könnte. Im Gegenteil: Es gibt keinen Spiegel, der vor mir sicher ist und der es aushalten muss, mich sagen zu hören: »Schön, schön, schön; ein schöner Mensch!«

So viel Selbstlob, gepaart mit einer noch größeren Portion Selbstironie, muss schon sein. Ich spreche ja auch perfekt satirisch mit einem leicht ironischen Akzent.

Humor und Freude bestimmen mein Leben, meinen Alltag und sogar meine Allnacht; meine Intention ist es, dem einen oder anderen Pfauen-Mann den Spiegel vorzuhalten und eine Menge Spaß und Freude in beschwerliche Zeiten zu katapultieren, um meinen Mitmenschen Lachen und Lachtränen ins Gesicht und aus den Augen zu zaubern.

Wenn Sie beim Lesen oder Hören dieses Buches nur halb so viele Lachanfälle erleben und Tränen vergießen dürfen, wie ich beim Schreiben und Einsprechen, hat sich der ganze Aufwand rentiert.

Mein Dank gilt meinem leider allzu früh verstorbenen Freund Kai, der mich darin bestärkte, unter mehreren von mir ausgedachten Buchtiteln »Pfauenpower« zu wählen, ein Slogan, der genau das auf den Punkt bringt, was meine Protagonisten in den verschiedenen Kapiteln und Situationen verkörpern.

Ferner erwähne ich an dieser Stelle meinen Freund Thomas, der sich insbesondere nach den ersten Kapiteln dankenswerterweise als Humor-Crashtest-Dummy zur Verfügung stellte, um herauszufinden, ob mein satirisches Feuerwerk auch zündet.

Mein besonderer und größter Dank geht an meinen Lieblingsmenschen und »die beste aller Ehefrauen«, Sigi, ohne die dieses lustige Büchlein nie entstanden wäre und die mir während all der Jahre mit ihrer konstruktiven Kritik und ihren gern genommenen Verbesserungsvorschlägen immer wieder kreative Schübe versetzt hat.

Saarwellingen, im August 2025Horst Klesen

Pfauenpower – Eitel bis zum Scheitel

Der ultimative Ratgeber für den Umgang mit einem Pfauen-Mann

Im Unterschied zu Otto-Normal-Männern existiert eine Spezies, die es in freier Wildbahn nur noch selten gibt und vom Aussterben bedroht scheint.

Der Pfauen-Mann!

Unbelastet von nervigen Minderwertigkeitskomplexen oder gar egoschädlichen Selbstzweifeln genießt der Pfauen-Mann sein Leben in vollen Zügen und schert sich einen Scheiß darum, was andere von ihm halten.

Sein Motto:

Was kümmert es eine Eiche, wenn sich ein Schwein daran reibt; Neid hin, wo Neid hingehört, schließlich ist man ja auch beneidenswert.

Spießige Nerd-Exemplare der Gattung männlicher Mensch entlocken dem Pfauen-Mann nur ein müdes Lächeln in dem ebenmäßigen, adonisgleichen Antlitz, um sich anschließend wieder seiner Lieblingsbeschäftigung zuzuwenden: der Pflege seines makellosen Körpers und der Schärfung seines genialen Verstandes, der Ratio. Er verkörpert nach seinem Selbstverständnis eine Kombination aus Albert Einstein und antikem Wogenbezwinger.

Der Pfauen-Mann ist schließlich derjenige, der die bib­lische Urbotschaft »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst« mit der Muttermilch aufgesogen hat und in Selbst- und Nächstenliebe – vornehmlich in Bezug auf das andere Geschlecht – 1:1 umsetzt.

Umgeben von Mittelmäßigkeit und Durchschnitts-Individuen lässt der Pfauen-Mann andere seinen Dunstkreis kreuzende Mitmenschen an seinem Glanz teilhaben und kittet durch seine pure Existenz eine in jeder Hinsicht verödete Sozialisation.

Derart üppig von Mutter Natur mit positiven Genen und Eigenschaften ausgestattet, ist es für seine Umwelt nicht leicht, neben einem Pfauen-Mann zu existieren, ohne psychischen Schaden zu erleiden.

Doch es gibt Hoffnung in Gestalt von Menschen, denen es durch ausgetüftelte, jahrelang erprobte Techniken gelingt, den Pfauen-Mann sozialadäquat »auf Spur« zu bringen.

Dieses Handbuch dient dazu, Sie in die Kunst einzuweihen, ein Pfauen-Mann-Versteher zu werden.

Männlich, aber wahr!

Noch ein paar Gedanken zum Sprachstil:

Bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Substantiven wird fast ausschließlich die männliche Pfauen-Form verwendet. Die Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter und Geschlechterinnen. Die verkürzte Sprachform hat lediglich redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung. Es erleichtert ganz einfach das Lesen. Dieser Workshop richtet sich an alle Menschen und ganz bestimmt auch an Sie.

Warnung: Das Lesen dieses Buches kann bei Humorlosen Kritikdurchfall verursachen! In solchen Fällen fragen Sie den Arzt Ihres Apothekers.

Übrigens: Ähnlichkeiten mit noch lebenden Pfauen sind rein zufällig beabsichtigt.

Und jetzt: Viel Spaß beim Lesen!

Kapitel 1

Definitionssache

Was bedeutet es, ein Pfau zu sein?

Regel Nr. 1

Der tierische Pfau

Der blaue Pfau gehört zu der Familie der Hühnervögel. Vor allem die Männchen haben ein auffallendes Aussehen. Sie sind am Hals, an Brust und Bauch leuchtend blau. Je nach Lichteinfall kann das Gefieder grünlich und golden schimmern. Im Verhältnis zum Körper fällt der Kopf eher klein aus.

Die Schleppe der Männchen besteht aus stark verlängerten, ein bis eineinhalb Meter langen Oberschwanzdeckfedern. Diese können zu einem fächerförmigen Rad aufgestellt werden.

Die plastisch leuchtende Federzeichnung von großen, blauen Augen dient der Abschreckung von Fressfeinden, die das Gefieder als Augen von großen Säugetieren interpretieren sollen.

Gelingt es nicht, den Angreifer in die Flucht zu schlagen, versetzt der Hahn die gefächerten Schwanzfedern in eine laut rasselnde Bewegung. Das knallt dann so richtig rein.

Der eigentliche Schwanz ist mit etwa 40 bis 45 cm viel kürzer, als es die Federn vermuten lassen, also »mehr Schein, als Sein«; eine Taktik, die auch bei menschlichen Pfauen-Exponaten immer wieder sehr gerne mit mehr oder weniger Erfolg angewendet wird.

Auf dem Scheitel trägt er eine kleine Federkrone – wie sich das für die Krone der Schöpfung gehört!

Regel Nr. 2

Der mythologische Pfau

Der Pfau als Symbol von Schönheit, Reichtum, Königlichkeit, Stolz, Liebe und Leidenschaft, aber auch von Unsterblichkeit, Arroganz und Eitelkeit, nimmt seit jeher eine besondere Stellung im Tierreich ein.

In Indien ist er ein heiliges Tier und Nationalvogel, im Jesidentum wird er von Gott zum obersten Engel und Beschützer der Erde ernannt, in der griechischen Mythologie erschuf die Göttin Hera das hundertäugige Federkleid des Pfauen aus dem vieläugigen Riesen Argos, der mit seinen Argusaugen Io bewachte und schließlich von Hermes getötet wurde.

In Persien symbolisiert er Schönheit und Stolz, im Islam gilt er als besonders sauber und rein, Goethe schließlich sprach der Pfauenfeder in seinem Roman »West-östl­icher Divan« ein göttliches Wesen zu.

Fazit:

Seine herausragenden Eigenschaften lassen sich sinnvoll nur umschreiben mit: »Makellos schön, reich, königlich, stolz, leidenschaftlich, unsterblich, arrogant, eitel, sauber und rein.«

Regel Nr. 3

Der menschlich-männliche Pfau

Auch der menschlich-männliche Pfau hat eine sehr starke Affinität zu Hühnern und überhaupt zu Vögeln und steht seinen tierischen und mythologischen Kollegen in nichts nach.

Er fällt – wie sein tierisches Pendant – durch sein extravagantes Äußeres auf, wobei immer wieder Exemplare zu beobachten sind, die – besonders nach übermäßigem Genuss alkoholischer Getränke – blau leuchten.

Je nachdem, welche Mahlzeit der Pfau vor der Blau-Phase zu sich genommen hat, lassen sich auch durchaus grünlich bis golden schimmernde Anhaftungen auf seinen Oberschwanzdeckfedern in Form von teuren Anzügen oder edlen Jeans, die seinen durchtrainierten Körper wie Federn umhüllen, feststellen.

In diesem Zustand ist der Kopf auch kleiner als der Körper, was sich allerdings schon bald ins Gegenteil verkehrt. Spätestens am Morgen danach bläht sich der Kopf auf wundersame Weise mehr und mehr auf, und wird vom vormals blauen Pfauen-Mann dicker als der Körper empfunden.

Bei dieser Gelegenheit verfärbt sich das Sweetface des Pfauen gern auch mal ins Grünliche, um es nicht selten nach einem Typen namens »Jööööööööööörg« – mit Nachnamen »Schüssel« – rufen zu hören, der dem Pfauen-Mann ob der innigen Umarmung sehr nahestehen muss.

Dann verliert selbst die ansonsten wohlgescheitelte Federkrone nicht nur den Kopf und die Fassung, sondern auch den Halt.

Schleppen und Schwanzfedern trägt der Pfau eher selten zu besonderen gesellschaftlichen Ereignissen. Bei diesen Events braucht er mit seinen großen, blauen Augen keine Fressfeinde zu fürchten, da dort, wo er sich aufhält, üblicherweise die edelsten Speisen und Getränke im Überfluss gereicht werden.

Allerdings ist auch beim menschlichen Pfauen-Mann, wie beim zoologischen Kumpel, der eigentliche Schwanz meist viel zu kurz geraten.

Dieser »kleine« Makel wird durch arrogantes, eitles Gehabe und ein stolzes, leidenschaftliches Auftreten vertuscht, um den Pfauinnen – ganz wie im Tierreich – mehr »Schein als Sein« zu suggerieren.

Wenn das alles nicht ausreicht, um Nebenbuhler und Fressfeinde zu vertreiben, schmettert der künstlerisch hochbegabte Pfau mit seiner glockenklaren Stimme Liebesarien und begleitet sich selbst in unnachahmlicher Virtuosität mit einem Flügel oder einer Gitarre. Tirili, Tirili!

Welches weibliche Wesen könnte dieser Anmut widerstehen? Und tragen diese Fähigkeiten nicht auch etwas Mythologisches, gar Göttliches in sich?

Fazit:

Der menschliche Pfau steht dem mythologischen und tierischen in nichts nach.

Kein anderer ist so gigantisch geraten, ihm auch nur Wasser, geschweige denn den Wein, reichen zu dürfen.

Genial … oder?

Kapitel 2

Sunrise oder Der Beginn eines wunderbaren Tages

Den Sonnenaufgang erlebt der Pfauen-Mann nur dann, wenn er von einer der zahlreichen Partys nach Hause kommt. Beim Feiern läuft er zur Höchstform auf und mutiert vom Pfau zum Party-Hengst. Schließlich ist die Nacht sein Freund.

Frühes Aufstehen ist ihm ein Graus, denn das bedeutet die Verkürzung seines so überlebenswichtigen Schönheitsschlafes.

Die erste schwere Prüfung des Tages wartet im Badezimmer.

Regel Nr. 1

Checkpoint

---ENDE DER LESEPROBE---