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Eines warmen Sommertages erzählt Pia Handrew ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern, was sie als junges Mädchen an der Manchester International Highschool of Magic erlebt hat. Schon seit Langem hatte Pia davon geträumt, ebenso wie ihre ältere Schwester auf diese mystische Schule gehen zu dürfen. Nachdem sie eine schwere Zeit an ihrer alten Schule verleben musste, ist es endlich so weit. Ihre Mutter meldet sie an der Schule an. Doch bevor sie an diese gelangt, bekommt sie Besuch eines kleinen Kobolds, der den Namen Hollow trägt. Der nimmt Pia am späten Abend durch einen sich im Zimmer befindenden Spiegel zur Highschool mit. An dieser angekommen, versucht Pia, ihre Schwester wiederzufinden, die jedoch keinen Kontakt zu ihrer Schwester haben möchte. In dieser Zeit freundet sich Pia mit vielen Elfen und Feen an. Eine davon ist Rue Landrew. Mit Rue und ihren anderen neuen Freunden durchlebt Pia jede Menge schöne, aber auch traurige Geschehnisse. Als Pias beste Freundin dann ein Jahr früher als sie von der Schule verabschiedet wird, fällt beiden der Abschied sehr schwer.
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Seitenzahl: 82
Veröffentlichungsjahr: 2018
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Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
An einem sonnigen Sommernachmittag im Juni bei angenehmen 23 °C saß ein Ehepaar mit ihren Kindern in einem Garten einer 1751 erbauten hellgrauen Villa mit drei Etagen, einem leuchtendrotem Dach, einer Terrasse und einem sehr großen Pool. Diese Villa gehörte der Mutter von Pia Handrew, Kate Franklin. Jedes Jahr erzählte Pia ihrem Mann Michael und ihren Kindern Tom und Ann etwas von sich als sie klein war. Pia berichtet immer nur Gutes über ihre Kindheit.
Wie in jedem Sommer, berichtete Mrs. Handrew auch an diesem wolkenlosen Sommertag ein Teil Ihrer vergangenen Kindheit und Jugend. Wie Ihr bereits aus früheren Geschichten wisst, bin ich bei meiner Mutter auf einem großen Gutshof aufgewachsen. Auf diesem Hof lebte ich mit meiner Schwester Sophie, die die Manchester International High-School of Magic besuchte.
Mein Traum war es auch immer diese Schule besuchen zu dürfen aber ich durfte noch nicht. Nicht das meine Mutter es mir verbot nein liebe Kinder ich war leider noch zu jung. Aber ich träumte weiter davon und als sich meine Freunde gegen mich verschworen und mich schrecklich ärgerten, weil ich stets an meinem Trau festhielt, dass ich in meiner Jugend das Manchester International High-School of Magic besuchen wollte half mir meine Mutter.
Sie konnte mein Leiden nicht mehr ertragen und meldete mich im Alter von 12 Jahren an der Manchester International an.
Ich war total happy und vor den Osterferien bekam ich von meiner alten Schule der Londoner High-School mein vorzeitiges Abschlusszeugnis mit der Empfehlung eine magische Schule zu besuchen. Ich freute mich über diese Empfehlung und als ich gerade gehen wollte sagte der damalige Schulleiter Alfred Dornkamp zu mir: „Du warst eine der besten Schülerinnen Pia, mach weiter so und lebe deine Träume“. Er begann zu lächeln und wünschte mir viele gute und schöne Jahre an einer hoffentlich magischen Schule. Ich wusste nicht wieso er lächelte.
Vielleicht fand er meinen Schritt nicht gut. Deshalb deutete ich auch seine Ansprache als ironisch und abweisend. Doch das machte mir gar nichts. Ich war einfach nur froh bald, also nach den für mich unerträglich lange und nicht enden wollenden Osterferien die neue Schule endlich besuchen zu können.
Als wir dann auch noch in den Urlaub fuhren dachte ich die Osterferien würden niemals enden und mein Traum zerplatze wie eine Seifenblase im Wind. Den Osterurlaub verbrachte ich mit meiner Mutter im italienischen Rom für den wir solange gespart hatten. Doch irgendwie freute ich mich überhaupt nicht. Ich empfand ihn nur sehr langweilig.
Nach dem sechsten Tag verkroch ich mich in meinem Ferienzimmer und schaute mich um. Als eine halbe Stunde vergangen war schaute ich mich nochmals um und erblickte am Spiegel ein immer wiederkehrendes helles Licht.
Ich ging näher an das Licht heran und als ich vor ihm stand, sprang ein Kobold direkt in mein Zimmer und sagte mir: „Ich freue mich dich endlich einmal kennenzulernen. Mich ereilte deine Anmeldung und da ich die ausdrückliche Anweisung von meiner Chefin Mrs. Groove, der Schulleiterin der Manchester International High-School of Magic bekam dich aufzusuchen dachte ich, ich schau mal vorbei.“
„Wie bitte“, fragte ich! „Die Manchester International High-School of Magic die ich in sechs Tagen besuchen werde.“ „Ja“, antwortete der kleine blaue Kobold, der den Namen Hollow trug. „Das ist das Beste was mir in meinen bisherigen Ferien passiert ist“, sagte ich. „Ferien, die wirst du von nun an nicht mehr haben. Also genieße sie“, sagte der Kobold und wies daraufhin, dass es an der Manchester International High-School nur einmal sogenannte Ferien gibt. „Diese nennen sich Winterpause. Sie dauern drei Wochen und werden nur an die besten Schülerinnen und Schüler des Hauses vergeben, die dann die Schule verlassen dürfen und nach Hause zu ihren Lieben entlassen werden.“ „Dies machte mir jedoch gar nichts aus.“ „Super“, meinte der Kobold und verschwand wieder, genauso wie er gekommen war, durch den Spiegel. Ich war immer noch voll und ganz begeistert und freute mich auf das kommende Ferienende in sechs Tagen.
Doch leider kann ich mich an diese sechs Tage nicht mehr erinnern.
Als der erste aufregende Tag in meinen bisherigen Ferien sich zu Ende neigte, und ich mich zur Ruhe setzen wollte besuchte mich der Kobold ein weiteres Mal. Er sagte: „Pia, erschreck bitte nicht, ich kann dich leider nicht mitnehmen.“ „Wieso nicht“, fragte ich den Kobold der neben mir auf meinem Kopfkissen her- rannte. Er antwortete mir nicht und rannte aufgekratzt weiter. Er sagte nichts mehr also schlief ich unbesorgt ein.
Nach einer kurzen Erholung blitze es neben über unter mir. Ich weiß es nicht mehr ob es real oder surreal, also im Traum war. Keine Ahnung.
Es blitzte noch eine gefühlte Stunde.
Dann erschienen mir rote und grüne Vögel, die sich später in kleine Elfen verwandelten.
Sie begannen zu reden doch ich verstand sie nicht. Auch das deuten Ihrer Lippenbewegungen schien unmöglich irgendetwas auch nur annähernd verstehen zu können.
Der Kobold kam ein weiteres Mal und sagte mir: „Diese Elfen sind alle Menschen die sich für die Manchester International High-School entschieden haben und von mir abgeholt wurden. Nun hole ich auch dich ab.“ Ich konnte mich gar nicht mehr dagegen wehren, da merkte ich wie meine Seele langsam aus meinem Körper in Richtung Spiegel ging. Es war ein unglaubliches Gefühl.
Die roten und grünen Elfen begrüßten mich in einem schwarzen Irgendwas das aussah wie Erde oder Dreck. Es dauerte nicht lange da war auch ich ein roter Elf. Rot weil ich ein Mädchen war. Grün waren nur die Jungen. Ab dem heutigen Tag bzw. Abend hieß ich Elf Pia.
Als wir uns einander vorgestellt hatten flogen wir in Richtung eines Bergwerkes zumindest sah es so aus.
In diesem Bergwerk begrüßten uns Feen, eine war Rue. Sie sah so aus wie meine Schwester Sophie doch sie war es nicht. Ich fragte und suchte nach ihr doch ich fand sie leider nicht.
Rue erklärte mir, das Geschwister von neuen Elfen, wenn sie kommen, zerplatzen.
Sie tauchen dann als Lehrkraft auf. Aber nur wenn sie zu der Zeit zerplatzen wenn eine alte Lehrkraft in den Ruhestand geht. Doch in diesem Jahrhundert geht kein Lehrer. „Was“, schrie ich. „Wo ist sie denn jetzt“, fragte ich mit zittriger Stimme und trüben Augen. Rue war sich nicht sicher. „Vielleicht bei dir.“ „Wie bei mir?“ Rue erklärte mir, dass wenn kein Lehrer geht und ein Elf zerplatzt er in der Traumwelt weiterlebt. Ich war sehr traurig und machte mir Gedanken darüber was wohl werden würde wenn Sophie nun tot wäre. Das könnte ich mir nie verzeihen. Ich wollte doch meine Schwester nicht töten nur weil ich selbst jahrelang hierhin wollte. Nein das ging doch nicht dachte ich. Ich war den Tränen nahe und wünschte mir bei meiner Mutter zu sein, die zur selben Zeit in Ihrer Ferienwohnung den Frühstückstisch deckte und anschließend versuchte mich zu wecken.
Als Kate mich immer wieder versuchte zu wecken und ich immer und immer noch nicht erwachte, erschrak meine Mutter. Es war genauso wie vor zwei Jahren als Kate eines späten Abends ihre Tochter Sophie genauso regungslos vorfand wie jetzt mich. Sophie war auch vom Kobold Hollow abgeholt worden, indem er Ihre Seele mitnahm. Natürlich auch kurz bevor Sophie an der Manchester International High-School of Magic aufgenommen werden sollte. Alles war so furchtbar gleich.
Kate überlegte nicht lange und rief den Notarzt.
Sie schilderte ihm den Fall und er war gut neunzehn Minuten nach Absetzen des Notrufes an dem Ferienhaus von Kate Franklin.
Der diensthabende Arzt Dr. Chris Harrison begab sich sofort in das obere Zimmer des Hauses, indem Pia regungslos auf ihrem Bett lag. Dr. Chris Harrison wusste nicht was Pia fehlte. Er konnte keine Anzeichen für einen möglichen Herztod feststellen, da Pias Herz noch kräftig schlug. Dr. Harrison entschied sich dazu einen Krankenwagen für Pia und einen Seelsorger für Kate aus dem nah entfernten Victorianer Krankenhaus zu arrangieren.
Der Krankenwagen war nach einer guten Viertelstunde am Ferienhaus von Kate Franklin und Pia Handrew. Er nahm die regungslose Pia mit. Kate fuhr mit Dr. Harrison. Im Victorianer Krankenhaus wurde Kate von Seelsorgern unterstützt während Dr. Harrison den Hausarzt von Kate in England versuchte zu erreichen damit er Dr. Harrison bei den Untersuchungen von Pia fachmännisch zur Seite stehen könnte. Als Dr. Harrison Dr. Richard Brown den Hausarzt von Kate, Pia und Sophie erreichen konnte berichtete Dr. Harrison von dem derzeitigen Krankheitsfall von Pia Handrew. Da dieser jedoch in England verhindert war sandte Brown Harrison die Krankheitsakte der zurzeit im Koma liegenden Sophie per Fax zu. Nach ausgiebigen Untersuchungen diagnostizierte Dr. Chris Harrison dass Pia genau wie Ihre Schwester Sophie ins Koma gefallen ist.
Warum konnte Dr. Harrison Kate nicht beantworten. Es war genau dieselbe Diagnose, die Sie schon zwei Jahre zuvor von Dr. Brown für Ihre Tochter Sophie bekam.
Da Kate nun langsam bewusst wurde das sie Pia nicht helfen konnte beendete Sie Ihren Urlaub in Rom und flog am nächsten Tag mit der immer noch regungslosen Pia zurück nach London um ein Bett im Londoner Star Krankenhaus neben Ihrer ältesten Tochter Sophie zu bekommen, da die beiden Geschwister dann bestens kontrolliert und fachmännisch medizinisch versorgt würden.
Dr. Richard Brown versuchte alles Mögliche um dem ausdrücklichen Wunsch von Kate nachzukommen. Richard musste seine ehemalige Schulkollegin auf vier Tage vertrösten.
In dieser Zeit lebte die kranke Pia nun bei Kate. Doch als die vier Tage vergangen waren konnte Pia doch nun endlich neben Ihrer Schwester Sophie stationär aufgenommen werden. Kate bedankte sich bei Ihrem Lieblingsarzt und lebte erst einmal alleine in dem für sie viel zu großen Haus.
