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Schritt für Schritt Anleitung zum Selbststudium und als Begleitung zu unseren Kursen mit konkreten FMEA-Moderator Fragen. Diese Schritt für Schritt Anleitung haben wir speziell für Selbstlern-Kurse nach Stand der Technik und der Wissenschaft erstellt. Wir gehen mit Ihnen Schritt für Schritt durch alle 7 Phasen eines FMEA Projektes und wie diese in der e1ns Plato-Software umgesetzt werden. Wenn Sie dieses Plato D-FMEA Arbeitsbuch systematisch durcharbeiten, haben Sie am Ende eine komplette FMEA erstellt. Sie sind dann in der Lage eigene FMEAs zu erstellen.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 47
Veröffentlichungsjahr: 2022
Gemeinsam mit den Autoren Martin Werdich und Julian Häußer von der FMEAplus Akademie GmbH gibt Ihnen Andreas Wilhelm, Berater und Trainer der PLATO AG, ein Selbstlernbuch an die Hand, um die normenkonforme Durchführung der 7 Schritte mithilfe von PLATO e1ns zu erlernen. Mit dem durchgängigen, praxisbezogenen Beispiel in der FMEA Software fließen jahrelange, umfangreiche sowie professionelle Methoden- und Softwarekompetenz gleichermaßen in diese Ausgabe ein.
Anhand des Design-FMEA Arbeitsbuches können Sie ohne FMEA-Vorkenntnisse die 7 Schritte nach AIAG & VDA durcharbeiten. Ziel dabei ist es, Sie zu befähigen eine vollständige FMEA zu erstellen. Das Buch ist dabei angereichert mit Fachwissen, wie Sie eine FMEA inhaltlich und methodisch einwandfrei vorbereiten und durchführen.
Es wird empfohlen, sich vorab mit der Software vertraut zu machen. Hierzu bietet PLATO Anwenderseminare und E-Learning-Kurse an. In Kapitel 0.4.3 werden die PLATO e1ns Module aufgeführt, die zum Durchführen der beschriebenen Schritte zwingend erforderlich sind.
Vor jedem Schritt erhalten Sie eine kurze Einführung in die jeweilige Phase. Es folgen Fragen, die für die systematische Auseinandersetzung mit auftretenden Problemen in einer FMEA Moderation erfahrungsgemäß gestellt werden. Im Anschluss wird Ihnen die Vorgehensweise in der Software beschrieben und nachfolgend die allgemeinen Antworten auf die Fragen aufgezeigt. Danach wird Ihnen das Praxisbeispiel in der Software erläutert und grafisch dargestellt. Am Ende eines jeden Kapitels finden Sie Platz zur Vertiefung des eigenen Beispiels.
Bitte benutzen Sie hier die Notiz- oder Kommentarfunktion Ihres E-Book Readers oder ein extra Blatt Papier.
Viel Spaß und Erfolg beim Durcharbeiten wünschen Ihnen Martin Werdich, Julian Häußer und Andreas Wilhelm.
0. Grundlagen
0.1 Design-FMEA
0.2 Die 7 Schritte
0.3 PLATO e1ns – die Software und ihre Module
0.4 Voraussetzungen
1. Planung und Vorbereitung | Schritt 1
1.1 Fragensammlung
2. Strukturanalyse | Schritt 2
2.1 Produkt
2.2 Systemelemente
3. Funktionsanalyse | Schritt 3
3.1 Funktionen
3.2 Übergeordnete Funktionen
3.3 Subfunktionen
4. Fehleranalyse | Schritt 4
4.1 Fehler
4.2 Folgen
4.3 Ursachen
4.4 Vollständigkeit
5. Risikoanalyse | Schritt 5
5.1 Vermeidungsmaßnahmen
5.2 Auftreten
5.3 Entdeckungsmaßnahmen
5.4 Entdeckung
6. Optimierung | Schritt 6
6.1 Empfohlene Maßnahmen
6.2 Neubewertung
7. Ergebnispräsentation | Schritt 7
7.1 Präsentation und Dokumentation
8. Weitere e1ns-Module
8.1 e1ns.aspects
8.2 e1ns.p-diagram
8.3 e1ns.documents
8.4 e1ns.netbuilder
8.5 e1ns.templates
9. Und jetzt?
10. Anhang
10.1 Bewertungskataloge
10.2 AP-Matrix
10.3 Formblätter
Die FMEA ist eine analytische Methode zur Verbesserung der Qualität, Zuverlässigkeit und Sicherheit von Produkten und Prozessen. Diese Methode unterstützt somit Teams bei der Entwicklung und Herstellung von fehlerfreien Produkten. Eine korrekt durchgeführte FMEA dient darüber hinaus auch als Nachweis für die Sorgfaltspflicht im Zuge der Verantwortung im Produktentstehungsprozess. Dabei werden mögliche Produkt- oder Prozessfehler nach ihrer Bedeutung, ihrem Auftreten und ihrer Entdeckung bewertet, um die Notwendigkeit von weiteren Absicherungsmaßnahmen zu bestimmen.
Die Design-FMEA oder einfach nur D-FMEA wird oft auch als Konstruktions-FMEA bezeichnet. Diese Analyse soll frühzeitig Schwachstellen in der konstruktiven Auslegung eines Produktes identifizieren und durch optimierende Maßnahmen zur Erhöhung der Systemsicherheit, -zuverlässigkeit und -verfügbarkeit beitragen.
Ihr Nutzen ist eine frühzeitige Beurteilung und Verbesserung Ihrer Produktauslegung und Dokumentation Ihres Expertenwissens.
Die von den Branchenverbänden AIAG und VDA entwickelte Richtlinie enthält 7 Schritte zur Durchführung einer FMEA. Sie ermöglicht den europäischen und nordamerikanischen Zulieferern die Abbildung eines einheitlichen FMEA-Geschäftsprozesses inkl. einer Sammlung an Methodenwerkzeugen. Ziel ist es, eine genaue, vollständige und robuste FMEA zu erzeugen, die alle Kundenanforderungen erfüllt.
Es reicht nicht aus, FMEAs getrennt vom Produktentstehungsprozess mit herkömmlichen Werkzeugen wie Tabellenkalkulationen zu erstellen. Sie ist nun als wichtiger, integraler Bestandteil des Entwicklungsprozesses definiert. Damit erhält die Kommunikation zwischen den Prozessbeteiligten über alle Entwicklungsmethoden hinweg einen höheren Stellenwert.
Im Folgenden werden die 7 Schritte kurz erläutert:
Schritt 1: Planung und Vorbereitung
Der wichtige Punkt "Planung und Vorbereitung" verhilft zu mehr Transparenz in der Analyse und einem effizienteren Prozess durch eine eindeutige Abgrenzung der zu betrachtenden Umfänge.
Projektplan und Projektbeschreibung
Ermittlung relevanter vorhandener Erkenntnisse (Lessons Learned)
Definition und Auswahl des Analyseumfangs
Schritt 2: Strukturanalyse
Der zweite Schritt analysiert die Struktur der jeweiligen FMEA (System-FMEA, Konstruktions-/ Design-FMEA, Prozess-FMEA).
Ermittlung der relevanten Systemelemente
Definition der Systemstruktur
Visualisierung des Betrachtungsumfangs der Analyse
Analyse von Beziehungen, Schnittstellen, Interaktionen
Schritt 3: Funktionsanalyse
Im dritten Schritt der FMEA werden die Funktionen beschrieben, durch Anforderungen und Spezifikationen ergänzt und dem Systemelement zugeordnet.
Überblick über die Funktionalität des Produkts oder Prozesses
Zuweisung von Anforderungen/Merkmalen zu einzelnen Funktionen
Visualisierung (Funktionsnetz/-baum)
Schritt 4: Fehleranalyse
Bei der Fehleranalyse werden Ursachen und Auswirkungen sowie deren Zusammenhänge identifiziert.
Identifizierung der potenziellen Fehler bezogen auf die Funktion eines Systemelementes
Erstellung der Fehlerketten
Visualisierung der Fehlerbeziehung (Netze)
Schritt 5: Risikoanalyse
Schritt 5 behandelt das Thema Risikoanalyse. Ihr Zweck ist die Erkennung von Risiken durch die Bewertung von Bedeutung, Auftreten und Entdeckung für jede Fehlerkette.
Zuweisung von Vermeidungsmaßnahmen
Zuweisung von Entdeckungsmaßnahmen
Bewertung der Aufgabenprioritäten
Schritt 6: Optimierung
Der Hauptzweck der Optimierung in der FMEA ist die Festlegung von Maßnahmen zur Risikoreduzierung und zur Erhöhung der Sicherheit und damit die Steigerung der Kundenzufriedenheit. Dies erfolgt durch:
Identifikation von Verbesserungsmaßnahmen
Zuordnung von Verantwortlichkeiten Terminen und Status
Durchführung und Dokumentation der Maßnahmen
Neubewertung des Risikos
Schritt 7: Ergebnisdokumentation
Um den kontinuierlichen Verbesserungsansatz zu verfolgen, werden in Schritt 7 die Ergebnisse dokumentiert - sowohl für das interne als auch für das externe Reporting, z.B.:
Kurzfassung in einem Bericht
Betrachtungsumfang der FMEA
B/A/E Bewertungstabellen
etc.
In den folgenden Kapiteln wird die normenkonforme Durchführung der 7 Schritte mithilfe von PLATO e1ns anhand eines Beispiels vorgestellt.
