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Die junge Haarhexe Polly kommt Nacht für Nacht mit vielen anderen Hexen in die Zimmer der Kinder, um ihnen die Träume zu bringen. Als der wilde Flug einmal zu anstrengend wird, muss sich Polly in den Haaren eines Mädchens ausruhen und verpasst so den Weg zurück. Nachdem sie aufgewacht ist und erschrocken ihr Alleinsein bemerkt, trifft sie unerwartet auf eine andere, älteren Hexe. Mit gegenseitiger Hilfe gelingt es ihnen jedoch den Rückweg dorthin anzutreten, wo sie herkamen.
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Seitenzahl: 16
Veröffentlichungsjahr: 2017
geschrieben & illustriert
von Hannes Keyl
© 2017 Hannes Keyl
Umschlaggestaltung, Illustration: Hannes Keyl
Lektorat: Karl-Heinz Smuda
Verlag: tredition GmbH, Hamburg
ISBN Taschenbuch: 978-3-7439-7378-7
ISBN Hardcover: 978-3-7439-7100-4
ISBN e-Book: 978-3-7439-7379-4
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Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
für
Lorenz, Léon, Ferdinand
und Jeanne
Als Marie ins Bett ging, konnte sie nicht sofort einschlafen. Immer und immer wieder dachte sie an die Geschichte des alten Josch. Beim Ausmisten des Hühnerstalls war er von der dicken Erna so heftig in seine faltige Nase gepickt worden, sodass er für fünf Tage im Krankenhaus liegen musste. Die Wunde wollte einfach nicht heilen! Sein Verband im Gesicht erinnerte Marie an eine verpackte Mumie aus dem ägyptischen Museum.
Erna war das beste Huhn im Stall und ließ sich nichts und von niemandem etwas gefallen: schon gar nicht von Henry, dem Fuchs. Der schlich Nacht für Nacht um den mittlerweile schief stehenden Stall herum, um zu sehen, ob Josch vergessen hatte, das Tor ordentlich zu schließen. Einmal saß Josch während der ganzen Nacht mit einer rostigen Schaufel hinter dem Stall, weil er Henry endlich eine Lektion erteilen wollte. Aber Henry tauchte in dieser Nacht nicht auf. Der hatte starke Bauchschmerzen. Das lag an den vielen Mäusen, die er tagsüber auf der Maulwurfwiese am Waldrand gefangen und gierig gefressen hatte.
Marie war schon oft bei Josch gewesen. Er sorgte für viele Tiere. Alle hatten ihre Aufgaben und waren ein bunter Haufen mit unterschiedlichen Meinungen. Da wurde durcheinander geplärrt und geplappert, gegrunzt und gemuht.
