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Mit Madrid zu Fuß entdecken, dem neuen E-Book von POLYGLOTT, sind Reisende sowohl off- als auch online entspannt unterwegs. Geeignet für E-Reader, Tablet und Smartphone, bietet der praktische Digitalreiseführer zahlreiche Informationen ohne weiteres Gewicht im Reisegepäck. Auf 30 vielfältigen Spaziergängen erkunden Sie die schönsten und spannendsten Orte der spanischen Metropole per pedes und sehen so die schönsten Ecken, geheimsten Pfade, lokales Flair und echtes Lebensgefühl! Für die Autoren Susanne Kilimann und Rasso Knoller ist Madrid eine der schönsten Städte der Welt. Von Streifzügen durch die interessantesten Museen über kulinarische Highlights bis hin zu Shopping auf der Gran Via, entspannten Spaziergängen im Parque del Retiro oder einem Ausflug nach El Escorial haben Reisende freie Wahl. Sie verraten Ihnen ihre ganz persönlichen Lieblingsplätze, und mit "Mal Pause machen" können Sie während einer Tour auch mal Seele und Füße baumeln lassen. Für jedes Wetter und Zeitfenster gibt es geeignete Touren; jede verfügt über eine eigene Karte mit eingezeichneter Route und Zoomfunktion. Hinweise zu Öffnungszeiten, öffentlichem Nahverkehr sowie Einkehr- und Pausenoptionen runden die Informationen ab; zudem gibt es weitere Tipps zu Hotel-, Restaurant-, Einkaufs- und Nightlifeadressen. Bei vorhandener Internetverbindung können sämtliche Sehenswürdigkeiten mit einem online-Kartendienst aufgerufen werden, sie sind jedoch auch mit Offline-Karten verknüpft. Geräteabhängig bestehen benutzerfreundliche Verbindungen zwischen Routen und Infotexten, welche ebenso wie die Volltext-Suchoption umständliches Blättern ersparen. Zudem besteht die Möglichkeit, Lesezeichen und Notizen für die persönliche Reiseplanung einzufügen. So steht einer spannenden Entdeckungsreise nichts im Weg.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 152
Veröffentlichungsjahr: 2017
Unsere eBooks werden auf kindle paperwhite, iBooks (iPad) und tolino vision 3 HD optimiert. Auf anderen Lesegeräten bzw. in anderen Lese-Softwares und -Apps kann es zu Verschiebungen in der Darstellung von Textelementen und Tabellen kommen, die leider nicht zu vermeiden sind. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Meine Reise – meine APP!
Mit der kostenfreien POLYGLOTT-App können Sie auf Ihren Touren eigene Entdeckungen mit Fotos, Adresse und Anmerkungen festhalten und mit anderen teilen. Plus: digitale Postkarten und Slide-Show-Funktion.
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POLYGLOTT-Touren
Die Touren leiten von einer Station des öffentlichen Nahverkehrs, Bus, S und U, zu einer anderen – Parkplatzsuche überflüssig.
Wann
Sie sind viel im Freien unterwegs – am schönsten bei Sonnenschein
Überwiegend im Inneren – macht auch bei Regen Spaß
Am schönsten in der Abenddämmerung und danach
Dauer · Distanz
Ein Spaziergang von bis zu zwei Stunden zu schönen und interessanten Orten
Ein Spaziergang mit Sehenswürdigkeiten, der einen halben Tag dauert
Ein ganztägiger Spaziergang
Top-12-Highlights
Herausragende
Sehenswürdigkeiten sind mit Stern gekennzeichnet.
Lieblinge der Autorin
sind mit Herz markiert.
Mal Pause machen
Kleine Auszeit in der Tour
Preiskategorien
Hotel (DZ inkl. Frühstück):
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100 bis 150 Euro
€€
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Restaurant (Hauptgericht):
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über 20 Euro
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bis 20 Euro
€
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STADTVIERTEL
WANN
DAUER
TourSol/Austrias Das Wichtigste auf einen Blick
TourAustrias/Sol Das Königliche Madrid
TourLa Latina/Austrias Von der Plaza Mayor zur Kathedrale La Almudena
TourLa Latina Kneipenbummel durch die Cava Baja
TourLa Latina Bummel über Spaniens größten Trödelmarkt
TourSol/Austrias Wo Madrid noch typisch Madrid ist
TourSol/Huertas Flamenco-Tour durch die Altstadt
TourHuertas (Letras) Durch das Literatenviertel rund um die Plaza Ana
TourHuertas (Letras) Ausgehen in Huertas
TourPaseo del Arte/Sol/Chueca Zu den schönsten Dachterrassen
TourRetiro/Lavapiés Die großen Kunstmuseen Madrids
TourPaseo del Arte Museen am Rande des Parque del Retiro
TourRetiro Parque del Retiro – ein paar Stunden im Grünen
TourSol/Paseo del Arte/ Chueca Kunst in der City
TourAtocha/Huertas/Lavapiés Rund um den Bahnhof Atocha
TourLavapiés Durch das Multikultiviertel Lavapiés
TourLavapiés Lavapiés – vom frühen Abend bis spät nachts
TourSol Gran Vía – Grandiose Architektur- und Einkaufsmeile
TourChueca, Salesas, Malasaña Jenseits der Gran Vía – jede Menge Stadtgeschichte
TourMalasaña Das Dorf in der Stadt – ein Bummel durch Malasaña
TourSalamanca Durch das Nobelviertel Salamanca
TourChamartín, Salamanca Kunst und Saurier an der Castellana
TourChamberí Chamberí – liebenswert untouristisch
TourPrincesa Unterwegs im Norden der Stadt
TourCastellana Rund um das Estadio Santiago Bernabéu
TourCastellana Die Cuarto Torres – Madrids Manhattan
TourPrincesa Kunst im Norden der Stadt
TourCaso de Campo Spaziergang durch den Park Caso de Campo zum Zoo
TourMadrid Río Durch den Río Park zum Estadio Vicente Calderón
TourEl Escorial El Escorial – ein Ausflug zum »achten Weltwunder«
Susanne KilimannundRasso Knoller
leben in Berlin, bereisen seit vielen Jahren die Welt, schreiben Reiseführer, Bücher sowie Beiträge für Zeitschriften und Zeitungen. Im Internet betreiben sie mit Kollegen das Reisemagazin www.weltreisejournal.de.
Lauschige Plätze, Boulevards, in deren Mitte man unter Bäumen promenieren kann und die Gran Vía, architektonisch sicherlich eine der schönsten Straßen Europas: Madrid hat uns begeistert. Nicht nur städtebaulich. Die spanische Hauptstadt bietet so vieles und von vielem das Beste. Kunstliebhaber kommen hier gar nicht mehr aus dem Staunen heraus: Ein Rundgang durch den Prado, durchs Museo Reina Sofía und durch das Museo Thyssen-Bornemisza ist eine Zeitreise zu den größten Malern jeder Epoche. Selbst die kleineren Museen wie das CaixaForum oder das Sorolla-Museum bieten auf ihre Art Einmaliges.
Sportfans lieben Madrid sowieso: Schließlich sind hier mit Real und Atlético zwei weltbeste Fußballklubs zu Hause.
Auch die vielseitige kulinarische Seite Madrids macht Freude: köstliche Tapas und Wein, aromatische Küche und Spezialitäten aus allen Teilen des Landes – wir genießen sie in erstklassigen Restaurants ebenso wie in den einfacheren Lokalen mit ihren Tischen und Stühlen draußen auf dem Gehweg.
Madrid – das ist eine prickelnde Melange von allem. Madrid verzaubert, und wenn Sie nicht aufpassen, geht es Ihnen wie uns, dann müssen Sie immer und immer wieder zurückkehren in eine der schönsten Städte der Welt.
Hier schlägt das Herz der Autoren höher
<R. Knoller Der Mercado de San Miguel ist mein Lieblingsort, um Tapas zu essen und Weine zu probieren. An jedem Stand warten andere Leckereien. >>
>S. KilimannPalacio de Cristal del Retir – mich fasziniert der gläserne Ausstellungspalast im Retiro-Park. Am liebsten bin ich am frühen Morgen dort, wenn das orangerote Licht der aufgehenden Sonne das ganze Gebäude durchflutet. >>
?S. KilimannDie Rooftopbar auf dem Círculo de Bellas Artes ist für mich der schönste Ort Madrids für einen kühlen Drink in der blauen Stunde. Zu Füßen der gusseisernen Athene hat man einen spektakulären 360-Grad-Blick über die ganze Stadt. >>, >>
, R. Knoller Vertikaler Garten vor dem CaixaForum Vor der sehenswerten Ausstellung im CaixaForum wachsen die Pflanzen in den Himmel. Der Garten an der Hauswand ist für mich das größte Kunstwerk der Stadt. >>
.S. KilimannPlaza Dos de Mayo Es gibt viele schöne Plätze in Madrid, auf denen man seinen Kaffee oder Wein genießen kann. Wegen des buntgemischten Publikums ist mir die Plaza Dos de Mayo die liebste von allen. >>
/R. KnollerEstadio Vicente Calderón Ich besuche gern die Fußballspiele von Atlético Madrid. Im altehrwürdigen Estadio Vicente Calderón herrscht einfach viel bessere Stimmung als bei Real im Bernabéu Stadion. >>
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf einen Blick
1Plaza Mayor Der Platz erinnert an die glorreiche Frühzeit der Hauptstadt. >>
2Palacio Real Über Jahrhunderte war der Palast prunk voller Wohnsitz der Könige. >>
3Monasterio de las Descalzas Reales In diesem Kloster lebten Adelsdamen als barfüßige Nonnen. >>
4El Rastro Madrids größter Flohmarkt ist immer ein Erlebnis. >>
5Prado Er gehört zu den bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. >>
6Centro de Arte Reina Sofía Hier hängen die Werke der spanischen Meister des 20. Jhs., Picasso, Miró, Dalí … >>, >>
7Museo Thyssen-Bornemisza Der Rundgang ist eine »Reise« durch fast 1000 Jahre Kunstgeschichte. >>
8Parque del Retiro Der »Central Park« punktet mit dem Palacio de Cristal. >>
9Círculo de Bellas Artes Spektakulär ist der Blick vom Dach dieses Art-déco-Palastes auf die Gran Vía. >>, >>
!Edificio Telefónica Spaniens erster Wolkenkratzer ist eine der Architekturikonen an der Gran Vía. >>
@Templo de Debod Der alte Tempel ist ein Geschenk Ägyptens. >>
#Matadero Früher war hier ein Schlachthof, heute ist es ein riesiges Kulturzentrum. >>
qSol/Austrias
Tourenkarte | Übersichtskarten
Plaza de la Puerta del Sol›Casa de Correros›Plaza Mayor›Casa de la Panadería›Mercado de San Miguel›Casa de Cisneros›Kathedrale La Almudena›Palacio Real
Start:HSol (M 1, M 2, M 3)
Ziel:HOpera (M 2, M 5)
Wann: nachmittags oder am frühen Abend
Distanz: 2,1 km
Das alte Zentrum Madrids wurde ab dem 16. Jh. angelegt – als die Könige österreichischer Abstammung Spanien regierten. Heute nennt man das Viertel »Madrid de los Austrias« (Madrid der Österreicher). Neben geballter Geschichte bietet dieser Spaziergang auch ein kulinarisches Highlight – den Gourmetmarkt San Miguel.
1 Casa de Correros
2 El Oso y el Madroño
3 1 Plaza Mayor
4 Casa de la Panadería
5 .Mercado de San Miguel
6 Casa de la Villa
7 Casa de Cisneros
8 Casa y Torre de los Lujanes
9 La Almudena
10 Palacio Real
Plaza de la Puerta del Sol
Startpunkt ist die Plaza de la Puerta del Sol (Sonnentor), das quirlige Zentrum von Alt-Madrid und in etwa auch das geografische Zentrum des Landes. Hier, vor der Casa de Correros 1, dem alten Postamt an der Südseite des Platzes, ist die Null-Kilometer-Marke in den Bordstein eingelassen, auf die sich die Kilometerangaben der wichtigsten Nationalstraßen Spaniens beziehen. Der Name des Platzes geht auf das nicht mehr existierende östliche Stadttor zurück, das mit einem Sonnenemblem geschmückt war. Heute herrscht auf dem »Sol« schon tagsüber ein reges Kommen und Gehen, an Sommerabenden trifft sich halb Madrid auf dieser Plaza, hier kreuzen sich die Wege von Spät-Einkäufern und Nachtschwärmern, hier finden Straßenakrobaten jedweder Couleur das Publikum für ihre Shows. Im Laufe der Geschichte hat der Platz aber schon ganz andere Spektakel gesehen – den blutigen Aufstand gegen Napoleon 1808, das Attentat auf Ministerpräsident Mendez 1912, die Ausrufung der Republik 1931, Francos Machtübernahme acht Jahre später. Die Casa de Correros war zu Zeiten des Diktators Sitz der Staatssicherheit, in ihrem Keller wurde gefoltert. Erst in jüngerer Zeit wurde El Oso y el Madroño 2 (der Bronzebär, der nach dem Erdbeerbaum greift) aufgestellt. Bär und Baum sind Symbole, die dem Stadtwappen entlehnt sind. Der Bär symbolisiert Madrid, der Baum mit den süßen Früchten die umliegenden Wälder. Historischer Hintergrund: Im 13. Jh. nahmen die Madrilenen dem Klerus die Rechte an den Wäldern ab, machten sie zum Eigentum und zur Einnahmequelle der Stadt.
El Oso y el Madroño
Weiter geht es auf der schmucken Calle Mayor zur Plaza Mayor 3 1, dem berühmtesten aller spanischen Plätze. Streng symmetrisch mit umlaufenden Arkaden gestaltet, ist er ein Paradebeispiel für den Stil der Renaissance. Das Gebäude, das mit seiner bunt bemalten Fassade sofort ins Auge fällt, die Casa de la Panadería 4 (Tourist Information, tgl. 9.30–20.30 Uhr) ist vermutlich das älteste am Platz. Es wurde 1619 fertiggestellt und nach einem Brand 1672 noch einmal aufgebaut. Seine eleganten Türme erinnern an die berühmte Klosteranlage El Escorial (>>). Das königliche Wappen an der Fassade deutet darauf hin, dass der Monarch im Obergeschoss der Stadtbäckerei einen Logenplatz gehabt hat. Die Plaza war nämlich Bühne für verschiedenste Ereignisse. Hier fanden Reiterturniere, Stierkämpfe und sogar Hexenverbrennungen und Heiligsprechungen statt. Wir verlassen die Plaza Mayor auf ihrer Westseite und gelangen durch die Calle Rodrigo zum Mercado de San Miguel 5 <. In einer filigran wirkenden Markthalle, 1916 aus Glas und Gusseisen errichtet und vor einigen Jahren sorgsam restauriert, bietet der Markt ab 10 Uhr bis in die Nacht feine Tapas – dazu Champagner, Wein oder Bier.
Wieder auf der Calle Mayor geht es zur Plaza de la Villa. An dem Ort, an dem im maurischen Madrid Markt gehalten wurde, bauten sich die Madrilenen im 17. Jh. die Casa de la Villa 6 (Rathaus). Im 18. Jh. legte der damalige Hofarchitekt Juan de Villanueva nochmals Hand an und verschönte das Gebäude mit einer repräsentativen Fassade. Bis 2008 waren die Casa de la Villa und die Casa de Cisneros 7 nebenan Amtssitz des Bürgermeisters. DochAlberto Ruiz Gallardón, dem damaligen Bürgermeister, schien der Ort zu beschaulich – er zog mit seinem Gefolge in den Palacio de Cibeles um.
Tourenkarte | Google Maps
Westlich der Kathedrale führt ein Viadukt über die Calle de Segovia. Am Ende dieser Überführung lädt die Kaffeebar El Ventorrillo ein, auf seiner Terrasse mit herrlichem Blick über den Parque Emir Mohamed I. zu entspannen.
Die Casa y Torre de los Lujanes 8 gegenüber der Casa de la Villa (15. Jh.) gilt als ältestes ziviles Gebäude Madrids. Nur wenige Schritte sind es jetzt noch bis zur 1993 nach 100-jähriger Bauzeit fertiggestellten Kathedrale La Almudena 9 (>>). Die erste königliche Hochzeit in dieser Kathedrale fand 2004 statt. Felipe von Spanien trat mit der Journalistin Letizia Ortiz vor den Altar, an einem völlig verregneten Tag im Mai. Weit hatte es die Hochzeitsgesellschaft allerdings nicht. Der Palacio Real 10, der Königspalast (>>), liegt gleich nebenan.
wAustrias/Sol
Tourenkarte | Übersichtskarten
Torre de Madrid›Senatsgebäude›Palacio Real›Kathedrale La Almudena›Plaza de Oriente›Teatro Real›Monasterio de las Decalzes Reales›Chocolatería San Ginés
Start:HPlaza España (M 3, M 10)
Ziel:HSol (M 1, M 2, M 3)
Wann: tagsüber, zeitlich mit Termin für Führungen durch das Kloster abstimmen
Distanz: 1,8 km
Hoch über der Manzanarasenke bauten sich Spaniens Könige ihre Residenz. Von hier aus regierten sie ihr Weltreich, und hier schlägt auch heute noch das Herz der Monarchie.
1 Torre de Madrid
2 Miguel de Cervantes
4 2Palacio Real
5 La Almudena
6 Plaza de Oriente
7 Teatro Real
8 3Monasterio de las Descalzas Reales
Plaza España
Ausgangspunkt ist die Plaza España, wo die 142 m hohe Torre de Madrid 1 aufragt – ein Wolkenkratzer, mit dem das diktatorisch regierte Spanien der Franco-Zeit Modernität beweisen wollte. Mitten auf dem Platz sitzt, in Stein gemeißelt, Miguel de Cervantes 2 auf einem weißen Sockel und schaut auf seine Romanhelden Don Quijote und Sancho Pansa hinab. Touristen lieben dieses Fotomotiv. An der südwestlichen Seite des Platzes beginnt die Calle de Bailén. Ihr folgend passiert man das Senatsgebäude 3, eine moderne Rotunde auf der linken Straßenseite, und ein Stück weiter Reste der mittelalterlichen Stadtmauer. Und dann türmt sich auch schon das Herzstück des königlichen Madrid vor einem auf – der Palacio Real 4 2. Den Palast aus hellgrauem Granit und Kalkstein ließ Felipe V. erbauen, nachdem die alte Residenz am Heiligabend anno 1734 abgebrannt war. Felipe stammte aus Frankreich, kam nach dem Spanischen Erbfolgekrieg auf den Thron. Die neue Residenz ließ er nach dem Vorbild von Schloss Versailles planen. Mit dem Projekt beauftragte er italienische Baumeister. Unter dem Sizilianer Francisco de Sabatini wurde das Schloss, eines der größten der Epoche mit rund 2000 Räumen, im Jahr 1764 fertiggestellt. Außen bestimmen italienisch-klassizistische Stilelemente das Erscheinungsbild, innen herrscht spätbarocker Prunk mit Stuck, Seide, Goldbrokat, kostbarer Tapisserie und zahlreichen Gemälden, unter denen sich Meisterwerke von Goya, Velázquez, Rubens und Caravaggio befinden. Tiepolo hat den Salón de Alabarderos 1766 mit einem Fresko verziert. Wohnsitz der Könige war der Palacio Real bis 1931.
Tourenkarte | Google Maps
Frei zugänglich ist der Barockgarten Jardines de Sabatini an der Ostseite des Palacio Real. Hier kann man sich wunderbar auf Bänken im Schatten ausruhen – begleitet von entspannendem Brunnengeplätscher.
Heute kommt der König nur zu besonderen Anlässen hierher, z. B. zum Empfang von Staatsgästen. An allen anderen Tagen öffnet der Palast seine Türen für Besucher (Mo–Sa 9.30–17, So 9 bis 14 Uhr, 11 €). Der Besuchereingang liegt an der Plaza Armería, wo sich die erst 1993 fertiggestellte Kathedrale La Almudena 5 (>>) dem Gebäudekomplex anschließt. Zwischen Palast und dem Teatro Real erstreckt sich die parkähnlich angelegte Plaza de Oriente 6. Hoch zu Ross grüßt hier Felipe IV. Die Reiterstatue mit dem König auf einem sich aufbäumenden Hengst wurde 1640 von Pietro Tacci geschaffen und galt seinerzeit als statische Meisterleistung. In das Teatro Real 7 am Ende des Platzes strömen Opernliebhaber an etwa 100 Abenden im Jahr (s. Nightlife, >>). In den ersten Jahrzehnten nach der Eröffnung 1850 gehörte es zu den bedeutendsten Opernbühnen Europas. Heute versucht man, an die alten Glanzzeiten anzuknüpfen. Theatersaal, Proberäume und Technik kann man bei einer Führung in Augenschein nehmen (Di–So 10–13 Uhr, auch auf Deutsch, Anmeldung: [email protected], 8 €).
Palacio Real
Von der Plaza Isabella II., dem Vorplatz des Opernhauses, folgt man der Calle de Arenal, einer hübschen, autofreien Geschäftsstraße, biegt dann links in die Calle San Martín und kommt zum Monasterio de las Descalzas Reales 8 3. Doña Juana, die schon im Alter von 19 Jahren verwitwete Tochter Karls V., ließ den Renaissancepalast, ihr Geburtshaus, ab 1554 in ein Kloster umbauen und für sich selbst neben dem eigentlichen Klostertrakt eine Wohnung einrichten. In ihrem Kloster sollten nur Damen des habsburgischen Hochadels das Gelübde ablegen, so schwebte es Doña Juana vor. Dabei dürfte es bisweilen jedoch zu Kontroversen mit den Nonnen gekommen sein, denn soziale Privilegien widersprechen den Ordensregeln der barfüßigen Franziskanerinnen. Heute leben noch 19 Ordensschwestern im Kloster. Besucherführungen geben Einblick in den Rückzugsort der weltabgewandten Adelsdamen und in die Bilderwelt der Gegenreformation (Di–Sa 10–13, 16–17.30, So 10–14 Uhr, nur in span. oder engl. Sprache, Tel. 91 454 88 00, 6 €). Größter Schatz hinter den Klostermauern ist die eigens für den Karfreitag gefertigte Sammlung flämischer Teppiche, die nach Vorlagen von Rubens gewebt wurden. Zum Abschluss der Tour folgen Sie der Calle de Arenal – evtl. mit einem Abstecher in die Chocolatería San Ginés (>>) – bis zur Puerta del Sol.
eLa Latina/Austrias
Tourenkarte | Übersichtskarten
Plaza Mayor›Iglesia de San Isidro›Mercado de la Cebada›Museo de San Isidro›Iglesia San Andrés›Basílica de San Francisco el Grande›Museo de la Catedral de la Almudena
Start:HSol (M 1, M 2, M 3)
Ziel:HÓpera (M 2, M 5)
Wann: Montags ist die Basílica de San Francisco El Grande geschlossen.
Distanz: 3,5 km
Der Spaziergang führt von der Plaza Mayor ausgehend zu den eindrucksvollsten und bedeutendsten Kirchen Madrids. Fotografen schätzen die herrlichen Blicke auf die Catedral de la Almudena.
1 1 Plaza Mayor
2 Iglesia de San Isidro
3 Mercado de la Cebada
4 Museo de San Isidro
5 Iglesia San Andrés
6 Basílica de San Francisco el Grande
7 Dalieda de San Francisco
8 Jardines de Las Vistillas
9 Krypta
10 Almudena-Kathedrale
