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Pascal, Anfang 30, hat in Köln einen klassischen One Night Stand. Am nächsten Tag erfährt er von dem Typ, das dieser katholischer Priester ist und einen Lover hat. Pascal denkt Jahre zurück, an Daniel, seine große Liebe. Daniel hat ihn vor acht Jahren sitzen lassen, um in einem Priesterseminar Theologie zu studieren. Sein Ex geht Pascal nicht mehr aus dem Kopf. Er geht einige Tage in sich, eh er sich mit dem Motorrad auf die Suche macht. Der Weg führt in nach Bayern. Oli, sein bester Kumpel, folgt ihm. Gemeinsam landen sie in einer Gay-Pension, mitten im tiefsten bayerischen Wald. Dort lernt Pascal gleich am ersten Tag Mike kennen, mit dem er sich super versteht. Der gut aussehende Typ hilft ihm bei der weiteren Suche, wobei Mike für Pascal lange etwas Mysteriöses bekommt. Über Mike lernt er zwei junge Priester kennen, die ihm auf der Suche nach seinem Ex weiter helfen. Die Spur führt über Passau nach Altötting, dem großen bayerischen Wallfahrtssort. Von dort über Salzburg nach München. Mike taucht dabei immer wieder überraschend auf. Und dann ist da auch noch Simon, den er in der Mühle kennen gelernt hat und der mehrfach vor ihm flieht. Pascal erfährt auf seiner Reise mehr über Priester, Zölibat, die Probleme der Kirche. Endlich findet er Daniel, seinen Ex wieder. Doch damit fangen die Turbolenzen erst richtig an… Der Roman schildert die aktuellen Probleme junger Priester, ihre Sehnsüchte und ihre oft doppelte Moral. Eine Liebesgeschichte mit überraschendem Ende…
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Seitenzahl: 202
Veröffentlichungsjahr: 2011
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Marc Förster
Priester gesucht –Lover gefunden
Von Marc Förster bisher erschienen:
Sex around the clock ... in Köln, auf Gran und anderswo
Frühjahr 2009 ISBN 978-3-940818-16-4
Kölner Jungs, auch zu viert keiner zu viel
Frühjahr 2010 ISNB 978-3-940818-44-7
Ibiza – heiße dates und coole Jungs
Herbst 2011 ISBN 978-3-86361-052-4
Alle Bücher auch als E-book erhältlich
www.himmelstuermer.de
E-mail: [email protected]
Originalausgabe, April 2011
Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlages
Rechtschreibung nach Duden, 24. Auflage
Coverfoto: thinkstockphotos.de
Das Modell auf dem Coverfoto steht in keinen Zusammenhang mit dem
Inhalt des Buches und der Inhalt des Buches sagt nichts über die sexuelle Orientierung des Modells aus.
Umschlaggestaltung: Olaf Welling, Grafik-Designer AGD, Hamburg www.olafwelling.de
Printed in Germany
E-Book-Konvertierung: Satzweiss.com Print Web Software GmbH
Printausgabe: ISBN 978-3-86361-035-7
e-pub: ISBN 978-3-86361-036-4
PDF: ISBN 978-3-86361-037-1
PRC: ISBN 978-3-86361-038-8
Der Priester in Chaps
„Take on me“, sang a-ha im Radio, als ich die Wäsche der vergangen Woche bügelte.
Wochenende.
Ich war gut drauf, am Abend stieg im alten Wartesaal die 80er Jahre Party und ich wollte Spaß an dem Wochenende.
Den hatte ich drei Stunden später mit Freunden auf der Party. Der Wartesaal war gut besucht.
Klar, Mottoparties gab es in Köln inzwischen viel zu selten.
Vor zehn Jahren, als es das Lulu, seufz, noch gab, war das anders.
„Hey, Pascal, träumst du?“, drückte Oli, mein bester Kumpel, mir ein Kölsch in die Hand.
„Nicht wirklich. Aber bei dem Publikum.“
„Hallo, hier sind 1000 scharfe Kerle und du maulst? Gibt es doch nicht.“ Oliver sah mich an.
„Mir ist heut nicht so nach flirten“, grinste ich.
„Ach, gleich ficken oder was?“
Ich grinste erneut.
Mit Anfang dreißig war ich immer noch ständig spitz.
Erst recht im Sommer.
Wobei Oli recht hatte. Flirten und langes bla bla mochte ich nicht.
Lieber gleich zur Sache kommen. Die meisten Kerle wollten eh alle nur das eine. Und auch ich war an dem Abend auf Sex aus.
Als Single in Köln nie wirklich ein Problem.
Erst recht nicht, wenn man, so wie ich, sportlich durchtrainiert, mit einem südländischem Touch ausgestattet war.
Selbst Freunde meinten oft, ich hätte italienische Eltern.
Das war zwar Quatsch, aber ich fand es echt OK, diesen Einschlag zu haben.
Wäre ich meinem Vater nicht wie aus dem Gesicht geschnitten, meiner Mutter hätte ich auch eine italienische Romanze zugetraut.
Vielleicht hatte ich auch von ihr diesen ständigen Eroberungswillen.
Etwas Dauerhaftes interessierte mich schon lange nicht mehr. Oder lag es daran, schon ewig keinen gescheiten Kerl mehr kennen gelernt zu haben?
Oli stieß erneut mit einem Kölsch an.
„Hey, du bist ja schon wieder in Gedanken.“
Verdammt, er hatte recht.
„Ab auf die Tanzfläche. Bewegung“, lachte ich.
Dort schaute ich mich dann noch einmal im Saal um.
Partytime.
Irgendwie aber war mir eher nach einem Kerl zum knutschen.
Oder auch kuscheln. Nach Sex sowieso.
„Du siehst dich um, als wärst du der böse Wolf auf der Pirsch“, schlug Oli mir auf die Schultern.
Pirsch traf die Sache ganz gut.
Im Station 2b wäre ich sicher längst bei der Sache gewesen. Der Baggerschuppen war sonst weniger mein Ding. Aber an dem Abend wäre der echt eine Alternative. Dresscode war dort an dem Abend keiner.
Als Oliver eine Stunde später mit einem Typ an der Theke flirtete, machte das meine Entscheidung endgültig.
Ich sagte Oli Servus, eh ich mir an der Garderobe meine schwarze Lederjacke abholte.
Über die Domplatte am Reiterstandbild auf dem Heumarkt vorbei, stand ich zehn Minuten später vor dem Station 2b.
OK, mein glänzendes Hemd passte hier nicht wirklich hin.
Doch die engen Jeans und meine Boots sorgten für einen Ausgleich.
Außerdem öffnete ich sofort bis zum Bauchnabel alle Knöpfe meines Hemdes. Mein durchtrainierter Body konnte sich sehen lassen. Außerdem hatte ich mir noch am Nachmittag die Brusthaare gestutzt. Dazu mein Dreitagebart.
Hier würde ich sicher fündig werden.
Sprich, was zum poppen finden.
Das Station war gut besucht an dem Abend. Außerdem war um die Uhrzeit schon reichlich Action angesagt. Sprich, die Jungs im Cruisingbereich voll bei der Suche.
Ich streifte durch die Kellerräume, wo ich mir wie nebenbei sämtliche Hemdknöpfe öffnete.
Doch es war dann oben an der Bar, neben der Tanzfläche, wo mir ein Typ ins Auge fiel.
Der Kerl trug Lederchaps, hinten offen, hatte einen super scharfen, braungebrannten Body, einen Zieh-mich-aus-Blick, und auch er hatte mich ins Auge gefasst.
Eigentlich stand ich ja auf Hardcore Typen nicht so.
Dennoch trat ich auf ihn zu.
„Hallo.“
„Hallo. Sexy. Getrimmt?“, streichelte er mir kurz mit der rechten Hand über meine gestutzten Brusthaare.
„Ja. Bist du schon lange hier?“
„Zwei Stunden?“
Er drehte sich nun ganz zu mir.
„Und du?“
„Grad eben. Ich war erst im Wartesaal.“
„Wie war es denn?“
„Ging so. Drum bin ich jetzt ja auch noch hier.“ Ich grinste.
„Verstehe. Trinkst du was mit?“
„Immer.“
„Kölsch? Jan übrigens.“
„Pascal. Kölsch ist immer gut.“
Er wandte sich an den Kellner.
Bei der Drehung gab er erneut den Blick auf seinen Knackarsch frei.
Zur Chaps trug er nur einen String, außerdem eine kurze, vorne offene Lederweste.
Keine Frage, Jan hatte es an dem Abend auf Spaß angelegt.
So wie der drauf stand, auf richtig viel Spaß.
Sein Knackarsch schrie förmlich danach, abgeleckt zu werden.
„Dich hab ich hier übrigens noch nie gesehen“, stießen wir dann mit einem Kölsch an.
„Ich bin auch selten hier.“
„Dass du überhaupt rein gekommen bist.“
„Hallo. Warum nicht?“
„Heut ist Leder angesagt.“
Ich lachte.
„Hätte ich das gewusst.“
„Hast du was in der Richtung?“
„Klar. Mit ner Lederhose kann ich immer dienen. Wobei ich eher auf den Typ da drin fixiert bin.“
Mit meinem Blick sagte ich ihm, dass mich sein Body anmachte.
„Klar. Hey, du gefällst mir.“
„Dito“, erwiderte ich.
Als er näher an mich ran rückte, lag meine linke Hand auch schon, fast wie automatisch, auf seiner rechten Arschbacke.
Jan drehte sich zu mir, so dass ich fast nicht anders konnte, als ihn zu küssen.
Dabei nahm er mich in die Arme.
Als mein Griff auf seinem Hintern fester wurde, spannte er die Arschbacken an. Unser Kuss wurde länger, zudem ich meine Zunge über seine Zahnreihen fahren ließ.
Jan tat es mir nach. Gleichzeitig spielte er mit Daumen und Zeigefinger an meinen Brustwarzen.
Voll krass, was wir beide im Station oben an der Theke anstellten.
Jans Lederstring beulte gewaltig, doch auch die Konturen meines Kolbens waren unter der engen Jeans gut sichtbar geworden.
Beim knutschen knetete ich Jans geilen Knackarsch mit den Fingern immer fester.
„Gehen wir runter?“, löste sich mein Gegenüber fünf Minuten später von mir.
Ich schaute mich um.
Mindestens ein Dutzend Kerle hatte uns mehr oder weniger ins Auge gefasst.
„Liveshow hätte auch was“, grinste ich.
„Aber du hast sicher recht.“
Ich nahm mein Kölschglas, um es in einem Zug zu leeren.
Unter den Blicken einiger Kerle bewegten wir uns Richtung Cruising Bereich im Keller.
Die gehen ficken, dachte sicher jeder unserer Beobachter dabei.
Wir waren kaum in einer der Kabinen verschwunden, eh Jan auch schon über mich herfiel.
Doch auch ich, eh total ausgehungert nach Sex, blieb nicht untätig. Als ich auf ihm lag, drückte ich mit beiden Händen seinen Kolben.
Doch er zog mich hoch, um meine Jeans zu öffnen.
Nass und hart, sprang mein Dolch ihm ins Gesicht.
Jan leckte an der Eichel. So scharf, dass ich aufstöhnte.
Auf ihm hockend, ließ ich mir dann einen blasen.
„Aktiv?“, fragte Jan nach dem ich schon fast abgerotzt hatte.
„Auch“, nickte ich nur, um mich von meiner Jeans zu befreien.
Mein Hemd lag längst achtlos neben meinen Boots auf dem Boden. Als die Jeans daneben landeten, hatte ich längst seinen Schwanz frei gelegt.
Nicht grad groß, aber hart.
Außerdem war ich eh lieber aktiv und hatte es seit dem ersten Augenblick auf Jans Knackarsch abgesehen.
Als er die Beine hob, musste ich nur noch nach einem Gummi greifen.
Der Kerl hatte sich schon im Vorfeld selber die Kiste geschmiert. So gut, oder er war so scharf, dass ich, als ich halb auf ihm lag, automatisch in ihn eindrang.
Bis zur Speerspitze rammte ich mein Teil in seinen Hintern.
Einmal und immer wieder.
Krass, dass Leder seiner Chaps beim ficken auf meiner Haut zu spüren. Dazu seine Hände, unsere Schreie. Klassisch geil. Ficken pur.
Die Matratze unter uns rutschte, als ich beschleunigte.
Es tat echt gut, nach Wochen mal wieder einen Kerl zu poppen.
Ich packte Jan an den Hüften, um auch wirklich mit meiner Eichel seinen Darm zum vibrieren zu bringen.
Jan schrie auf.
Längst wichste er dazu den eigenen Dolch mit 180 Sachen.
Als ich meinen eigenen Höhepunkt näher kommen fühlte, klatschten Jans Spuren seines Orgasmus’ auf meine behaarte Brust. Ziemlich laut sein Schrei, als auch ich kam.
„Du bist echt süß“, streichelte Jan mich nach unserer Nummer.
Lange noch lagen wir auf der Matratze, eh wir uns, für ein weiteres Kölsch, wieder anzogen. Beim dritten Bier schaute Jan auf die Uhr.
„Langsam muss ich dann auch.“
„Wo wohnst du denn?“
„Andere Rheinseite. Delbrück. Nachts fährt da nur noch stündlich eine Bahn.“
„Hm.“
Ich kraulte erneut seinen Hintern.
„Wenn du magst, kannst du bei mir pennen. Ich wohne gleich um die Ecke. Am Agrippabad.“
Statt zu antworten, bekam ich einen langen Kuss.
Wir hatten zwar grad, trotzdem beulte mir dabei erneut die Jeans.
Aber auch Jans String gewann in den Chaps schon wieder an Größe.
Noch vor dem Frühstück würde er erneut fällig sein.
So war es dann auch. Wir pennten in der Nacht zusammen, befummelten uns noch vor dem Aufstehen und saßen sonntags gegen Mittag beim Frühstück auf meinem Balkon.
„Was treibst du denn heute noch?“, wollte ich wissen, als wir fertig waren.
Jan lachte. „Am Abend muss ich noch, na ja, arbeiten.“
Ich nickte. „In nem Krankenhaus oder einer Kneipe?“
Jan prustete los.
„Total falsch. Ne, du, na ja, du kannst es ruhig wissen, aber behalt es bitte für dich. Ich bin Priester.“
Verblüfft starrte ich zu ihm rüber.
Die Sau in Chaps, Priester. Ich konnte es kaum glauben.
„Katholisch?“
„Ja. Seit vier Jahren.“
Ich fasste es nicht.
Ich hatte mit einem Priester gevögelt.
Von Zölibat und so schien er nichts zu halten, so wild wie wir es in der vergangenen Nacht getrieben hatten.
Doch es kam noch besser.
„Machst du das öfter?“
„Was? Einen One-Night-Stand? “
Nun nickte ich.
Jan lehnte sich zurück.
„Ab und an. Du, Pascal, ich hab nen Freund. Schon seit drei Jahren. Aber manchmal. Du verstehst?“
Ich verstand. Offene Beziehungen waren in Köln ja nichts Ungewöhnliches.
„Weiß dein Freund?“
„Klar. Wir sehen das beide ganz easy. Mögen auch Dreier.“
Er zwinkerte mir zu.
Ich verstand.
„Ach. Seid ihr auch mal beide zusammen auf der Pirsch?“
„Sicher. Gestern war eher die Ausnahme. Na ja, passiert halt auch dann und wann mal.“
„Okay.“
Ich schaute auf die Uhr.
„Du, Jan. Ich muss auch nachher noch weg. Sei mir nicht böse.“
„Kein Problem. Ich schreib dir meine Nummer auf und zieh mich an.“
Zwanzig Minuten später war der Priester verschwunden.
Ich aber saß immer noch grübelnd auf dem Balkon. Weg wollte ich nicht wirklich, aber die Nacht und das Gespräch am Morgen hatten mich doch ein wenig durcheinander gebracht.
Selber gläubig, und immer noch in der Kirche, hatte ich doch einige Probleme mit dem, was in dem Verein so geschah.
Und erst recht mit Priestern, die, so wie Jan, wohl ein komplettes Doppelleben führten.
Mir fielen in dem Augenblick mindestens noch vier Kerle ein, die ich aus der Szene kannte und die ebenfalls bei dem Verein waren.
Plötzlich dachte ich Jahre zurück.
Ich war noch Student. Und für ein Examen drei Monate in München. Dort hatte ich mich verliebt. Über sieben Jahre war das nun her.
Verliebt. Verliebt in Daniel.
Er kam aus Bayern und war, im Nachhinein, meine wohl bisher größte Liebe gewesen.
Mit ihm hatte alles gepasst.
Bis Daniel plötzlich Theologie studieren wollte, um Priester zu werden.
Nur zu genau erinnerte ich mich an unser letztes Wochenende vor über sieben Jahren hier in Köln.
Damals hatte er mich frei gegeben. Ich verzog den Mund, als ich an seine Worte damals dachte.
Gleich danach war er in ein Priesterseminar eingezogen.
Wir hatten noch einige Male telefoniert, bis er auch das nicht mehr wollte.
Nur im Slip, ging ich ins Schlafzimmer, um nach alten Fotos zu kramen.
Daniel und ich auf dem Marienplatz, vor dem Kölner Dom, im Gebirge und nackt an einem See.
Verdammt heiß war es gewesen mit ihm.
Bis er mit 25 für Jahre hinter Klostermauern verschwand. Er hatte sich nie mehr gemeldet.
Inzwischen müsste Daniel längst Priester sein. So wie Jan.
Irgendwie ging mein Ex mir an dem Tag nicht mehr aus dem Sinn.
Mittags ging ich am Rhein spazieren.
Daniel!
Was wohl aus ihm geworden war? Schon komisch.
Eigentlich war das damals nicht so wirklich beendet gewesen.
Nur als Priester würde auch er sicher noch Sex machen. So wie Jan.
Warum nur hatte er sich nie gemeldet?
Was hatte Jan gesagt? Er hatte seit drei Jahren einen festen Freund. Dann war so was ja wohl möglich. Und das auch als Priester. In welcher Form auch immer.
Ich dachte an die drei Typen, die nach Daniel gekommen und auch wieder gegangen waren.
Auch an meine zahlreichen One-Night-Stands der vergangenen Jahre.
Besonders an den letzten der vergangenen Nacht. Obwohl ich selten ein Abenteuer ausließ, sehnte ich mich schon nach einer Beziehung.
Einem Mann wie Daniel.
Verdammt, mein Ex ging mir an dem Tag wirklich überhaupt nicht mehr aus dem Sinn.
Bei einer Motorradtour in der folgenden Woche, könnte ich, kam mir die Idee, ein paar Tage oder länger mit dem Motorrad in Richtung Bayern düsen.
Ich wollte alte Freunde treffen und, OK, ich gebe es zu, Daniel suchen.
Freitags drauf saß ich mit Oli im Bastard.
„Du hat echt nen Knall“, lachte mein Kumpel.
„Mit dem Bike losziehen ist geil. Aber nach Bayern. Wegen nem Kerl. Und dann auch noch wegen deinem Ex. Pascal, hier kannst du 100 Kerle haben. Oder flieg nach Sitges. Schnapp dir ein paar scharfe Spanier.“
Ich musste lachen.
„Von Bayern aus kann ich ja immer noch weiter. Wenn es mir zu öde wird.“
„Was zum ficken findest du sicher auch da. Aber wenn dein Ex auf einmal so wichtig für dich ist. Wo genau willst du überhaupt hin?“
„Auf jeden Fall nach München. Zuerst aber Richtung Altötting. Da kommt Daniel her.“
„Dieser bayerische Wallfahrtsort?. Na Servus. Und dort fragst du bei seinen Eltern nach, was aus ihrem Sprössling geworden ist?“
„Vielleicht. Oder ich find dort einen Kumpel von ihm. Außerdem war da in der Nähe auch immer so ein schwuler Stammtisch. Da weiß sicher jemand, wo Daniel steckt.“
„Du bist verrückt. Wenn du magst, schick mir eine SMS, dann komm ich mit dem Motorrad nach und wir düsen weiter Richtung Süden. Hey, schau mal da.“
Oli deutete zu einem Kerl rüber, der sich an einen der Nachbartische setzte.
Typisch Oli. Dem entging nie etwas. Wobei auch mir der Typ gefiel. Sportlich und dank der sommerlichen Temperaturen, nur knapp bekleidet.
Muskelshirt und Shorts.
Der hatte was, war mein erster Gedanke. Mit dem hätte es nicht nur Oli gern getrieben.
Ausgerechnet da fiel mir Daniel wieder ein. Wir beide im Gebirge beim poppen an so einem Bergsee.
Überhaupt wollte ich nach Jahren mal wieder in die Berge.
Einfach mit dem Motorrad quer durch Bayern.
München wäre dann der krönende Abschluss.
Zuerst aber nach Altötting. Schon wieder war ich in Gedanken bei meinem Ex.
„Schade, der scheint ein Date zu haben“, lugte Oliver immer noch zu dem scharfen Kerl rüber.
„Bist du rattig, oder was?“
„Immer. Das weißt du doch. Themenwechsel. Wo willst du denn sonst noch hin in Bayern?“
„Mal schauen. Einfach drauf los fahren.“
„Dann fahr nach Schöllnach.“
„Was? Wohin?“
Oli grinste.
„Ein Kuhdorf im bayerischen Wald. Nicht weit weg von Passau. Da ist eine Gay-Pension.“
„Na super. Für Schwuppen über 60. Danke.“
„Quatsch. Du vertust dich. Am Wochenende ist da zum Beispiel Disco. Gay. Und die schnuckeligsten Boys aus ganz Bayern kommen dann da vorgefahren.“
„Echt?“
„Ja wirklich. Die haben da oft 100 km und mehr Anreise. Nur für ne schwule Disco. Auch aus Österreich. Publikum wie auf Ibiza.“
Was ich dann doch bezweifelte.
Trotzdem, die Versuchung war da. Ich beschloss, mich in dieser Location als erstes Ziel einzuquartieren. Von dort wollte ich dann weiter Richtung Altötting.
Der Entschluss
Eine Woche später, wieder freitags, stand ich abends mit Oli um 11 im Corner. Wo auch sonst. Plötzlich erschien Jan, diesmal in engen Jeans, und ein weiterer Kerl im Türrahmen.
„Mein Priester“, sagte ich zu Oli, dem ich von dem Kerl erzählt hatte.
„Ach. Hui, der sieht aber gut aus.“
„Das hätte es früher auch nicht gegeben.“
„Was?“
„Na Priester in engen Jeans, gut aussehend, mit Lover und scharf.“
Auch Jan hatte mich wieder erkannt und lotste seinen Begleiter auf uns zu.
„Hallo, Pascal. Das ist Dominik.“
„Hallo zusammen.“
Ich gab dem Typ artig die Hand, wobei ich Jan fragend anschaute.
„Mein Freund, ja.“
„Dacht ich mir schon. Ach, und das ist Oliver. Mein bester Kumpel.“
„Hey“, blickte mein Freund die beiden mit unverhohlenem Interesse an. Echt erstaunlich, dass wir seit Jahren befreundet waren und noch nie Stress wegen einem Kerl, oder in dem Fall sogar zwei, bekommen hatten.
„Trinkt ihr ein Kölsch mit?“
Jan hob einen Arm Richtung Theke.
„Immer“, lächelte Oli ihn mit Schlafzimmerblick an.
Ich hatte zwar keine Ahnung, was der Abend noch bringen würde, dennoch wurde ich neugierig. Neugierig darauf, Jan doch noch ein paar Fragen über seinen Job, seine Berufung, oder was auch immer, zu stellen.
Jan und Dominik schienen tatsächlich eine erstaunlich offene Beziehung zu führen, so wie Dominik bereits nach Sekunden mit meinem Kumpel flirtete.
Jan aber wich mir aus.
Nicht vom Körperkontakt, aber aufgrund meiner Fragen. Ohne Zweifel war ihm das nun doch, vielleicht auch nur vor seinem Lover, peinlich.
Wobei der genau zugehört hatte. Es war dann auch Dominik, der mir antwortete.
„Du, Pascal. Ich bin nicht so der große Bindungstyp. Sprich, ich muss mit meinem Freund nicht zusammen leben. Von daher passt das ganz gut mit uns. Du verstehst?“
Ich verstand, als ich Jans Lover ansah.
Bei der Unterhaltung war Dominiks Hand auf Olis Hintern gewandert.
Bis der einen Typ im vorderen Teil der Kneipe erkannte.
Ich wusste, Dominik hatte verloren.
Der Typ war Olis Lieblingssexaffäre, kam aus der Provinz und sie trieben es regelmäßig miteinander.
Männer!
Oliver konnte sich überhaupt nicht schnell genug von uns verabschieden, eh wir auch schon sahen, dass er am Hals dieses Kerls hing.
Dominik schaute nun doch etwas pikiert. Ich aber dachte nur, so geht das eben.
Ihr habt ja auch nur Spaß gesucht.
Wobei sie denn tatsächlich und noch immer suchten.
Als Reserveopfer war ich nach Oli an der Reihe, betatscht zu werden.
Ich wusste, ein Wort, und wir hätten bei mir daheim einen geilen Dreier gestartet.
Da Dominik aber nicht so ganz mein Fall war, außerdem kamen mir die beiden zu abgebrüht vor, sagte auch ich nach dem nächsten Kölsch ebenfalls Servus.
Sie würden schon Ersatz finden.
Stattdessen plante ich an dem Abend noch die Details meiner Bayern Tour. Wobei ich auch daheim noch an Jan denken musste. Gern hätte ich ihn einmal bei einer Predigt auf der Kanzel und in einem Priesteroutfit gesehen. Früher hatte ich die immer gleich erkannt. Mussten sie nicht auch Hemden mit einem speziellen Kragen tragen? Anscheinend wohl nicht mehr. Ich plante weiter.
In der Firma Urlaub zu bekommen, war kein Problem.
Eine Woche später wollte ich los.
Montagabends brachte ich mein Motorrad auf Hochglanz, als Oli im Keller auftauchte.
„Hier steckst du. Hey. Du fährst?“, begrüßte er mich.
„N’abend. Sicher. Freitagmorgen will ich los. Kommst du nun doch mit?“
„Nicht wirklich. Aber quasi. Ein bisschen. Ich darf für die Firma runter.“
„Ach, stimmt, du bist ja öfter unten. Kennst du daher auch die Mühle?“
„Klar. Da hat sich noch jeder Abstecher gelohnt.“
Oli war Verkauffutzi bei Henkel. Dank dieser Tätigkeit turnte er häufig quer durch Deutschland.
Dank Gayromeo daher auch 1000 Kontakte in jeder Stadt.
„Ich komm Samstag mit dem Auto nach. Zur Mühle. Je nachdem wo du bist, kriegen wir auch in der Woche noch was hin.“
„Super. Hast du schon die Orte, wo du hin musst?“
„Teilweise. Hab auf G.R. auch schon was klar gemacht.“
Die Sau. Oli hatte echt nur Sex im Kopf. Und er fand immer eine Gelegenheit dazu.
In der Woche machten wir noch eine Feinabstimmung, ich packte meine Klamotten in die beiden Motorradtaschen, eh ich Freitag früh abdüste.
Überraschungen in der Mühle
Bei hochsommerlichen Temperaturen war es richtig geil, über die noch fast leere Autobahn zu düsen. Noch vor dem Berufsverkehr am Morgen, ließ ich um sieben Uhr Frankfurt hinter mir.
Vorbei an Nürnberg, Würzburg und Regensburg, war ich gegen 14 Uhr mitten im bayerischen Wald.
Durch einen verträumten Ort fuhr ich in ein Waldstück, bis, an einem Bach gelegen, plötzlich die Gay Pension vor mir lag.
Fast wie in einem Märchen.
Mit Steinfiguren, Wasserspielen und Gartenzwergen. Lediglich eine Regenbogenfahne brachte mir die Erkenntnis, hier bist du richtig.
Ich stieg vom Motorrad, nahm meinen Helm ab und schaute mich um. Kein Mensch zu sehen.
Die Haustür stand dafür einladend offen.
Ich trat durch den Eingang. Rechts ging es in eine gemütlich aussehende Gaststube. Etwas kitschig, aber die Jungs mochten das ja oft so.
Ich wollte mich grad bemerkbar machen, als ein knuffiger Typ, Anfang Zwanzig, im Türrahmen hing.
„Hallo. Gehörst du zum Haus?“
„Ja. Hallo. Nic. Du bist Pascal?“
„Bin ich. Ich hab per Mail ein Zimmer reserviert.“
„Hast du. Ist auch fertig. Die Drei. Bist du mit einem Motorrad da oder stehst du auf Leder?“
Frech blinzelte der Kleine mich an.
„Beides, wenn es dich interessiert“, blinzelte ich zurück.
„Geil. Holen wir deine Sachen? Ich zeig dir das Zimmer.“
Ohne abzuwarten, lief er nach draußen.
Einfach frech, dachte ich, als ich ihm folgte.
Trotzdem, er gefiel mir.
Außerdem war er echt cool drauf. Sneakers, grüne Shorts, weißes Shirt und Wuschelkopf. Die blonden, unbezähmbaren Haare verliehen dem Kleinen etwas leicht Verwegenes.
Und das hier, mitten im tiefsten bayerischen Wald.
Oli schien recht gehabt zu haben.
Ich ging zum Motorrad, um meine beiden Taschen zu holen, eh ich dem blonden Wuschelkopf die Treppen hochfolgte.
„Zimmer Drei. Mit Blick in den Garten,“ öffnete Nic, als wir im ersten Stock waren, eine Tür.
Ich betrat einen schlicht, aber gemütlich eingerichteten Schlafraum.
Nic öffnete das einzig vorhandene Fenster.
Neben ihm stehend, warf ich einen Blick in den verträumt wirkenden Garten.
Vor dem daran angrenzenden Waldstück floss ein Bach.
Fünf Typen lagen auf Sonnenliegen verteilt auf dem Rasen.
Gute Idee, überlegte ich, als ich Nics Hand auf meinem rechten Oberschenkel spürte.
„Echt scharf, deine Lederhose.“
Wieder blinzelte er mir zu.
„Na ich hoff, auch ohne“, gab ich ihm wie nebenbei zurück.
Erst bei meiner Antwort fühlte ich die nun schon knisternde Erotik, die sich grade zwischen uns aufbaute.
„Ganz sicher“, verstärkte Nic da auch schon seinen Druck gegen meine Oberschenkel.
Ich schaute runter und erkannte einen Mordsständer in seinen Shorts.
„Ich sehe es“, lachte ich, als meine Hand in seine grüne Hose langte und ich seinen pochenden Hammer in der Hand hielt.
Spontane Nummern machen mich immer wieder tierisch heiß.
Von daher hockte ich mich an die Wand, steckte mir seinen Kolben in den Mund, um das Teil mit meiner Zunge und den Zähnen zu bearbeiten.
Nic jaulte auf, als ich ihm den Schwanz blies.
Als ich hoch schaute, blickte er erschrocken zur halboffenen Tür rüber.
„Warte“, hörte ich Nic flüstern, eh er zur Tür sprang. Wobei ich nur ungern sein bestes Stück freigab.
Nun aber wollte ich es wissen. Ich zog mein Hemd aus, knöpfte die Knöpfe meiner Lederhose auf und warf mich aufs Bett.
Mein Schwanz wippte Nic regelrecht entgegen, als auch er aufs Bett sprang.
Noch ein wenig unerfahren, machte er sich über meinen Kolben her. Der Kleine keuchte dabei ziemlich laut. Die Nummer musste ihn total erregen.
Mein Druck stieg, als er stoppte und uns beiden die Latten wichste.
Bis ich ihn mir schnappte, den Sweety unter mich drehte, und wir knutschend unsere Bodies aneinander rubbelten.
„Du, ich.“
„Bist du soweit?“, lachte ich, eh ich mich auf ihn setzte und mit Spucke unsere Stangen drückte.
„Komm einfach“, wichste ich uns da auch schon den Druck aus den Eiern.
Selber spritzte ich ihm die Sahne dreier Tage in vier dicken Tropfen auf die Brust.
