Projektmanagement decoded - Dietmar Prudix - E-Book

Projektmanagement decoded E-Book

Dietmar Prudix

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Beschreibung

Projektmanagement hat an Bedeutung gewonnen. Seit Jahrzehnten hat sich dazu international eine Reihe von Zertifizierungen etabliert. Was steckt dahinter? Wo sind die Unterschiede? Was sind Perspektiven für die Projektmanagement Welt von morgen? Diese Fragen werden ebenso beantwortet wie die Darstellung einer kleinen Psychologie hinter den Zertifizierungen

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Seitenzahl: 43

Veröffentlichungsjahr: 2025

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INHALTSVERZEICHNIS

VORWORT

TEIL I: PROJEKTMANAGEMENT-STANDARDS

KAPITEL 1 – EINLEITUNG: WARUM STANDARDS IM PROJEKTMANAGEMENT?

KAPITEL 2 – WARUM SICH MENSCHEN ZERTIFIZIEREN LASSEN

KAPITEL 3 – HISTORISCHE ENTWICKLUNG DER PROJEKTMANAGEMENT-STANDARDS

KAPITEL 4 – NUTZEN UND GRENZEN VON STANDARDS & ZERTIFIZIERUNGEN

KAPITEL 5 – BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHER NUTZEN VON PROJEKTMANAGEMENT

KAPITEL 6 - DIE PSYCHOLOGIE HINTER DEN ZERTIFIZIERUNGEN

TEIL II – KLASSISCHE STANDARDS UND ZERTIFIZIERUNGEN

KAPITEL 7 – IPMA / GPM (ICB4, LEVEL D–A)

KAPITEL 8 – PMI (PMBOK® GUIDE & PMP®/CAPM®)

KAPITEL 9 – PRINCE2 (AXELOS)

KAPITEL 10 – PM2(EUROPEAN COMMISSION)

KAPITEL 11 - DIN-NORMEN IM PROJEKTMANAGEMENT

TEIL III – AGILE STANDARDS UND ZERTIFIZIERUNGEN

KAPITEL 12 – SCRUM (SCRUM ALLIANCE / SCRUM.ORG)

KAPITEL 13 – SAFE (SCALED AGILE FRAMEWORK)

KAPITEL 14 – DISCIPLINED AGILE (PMI)

KAPITEL 15 – LESS, NEXUS UND WEITERE SKALIERUNGSANSÄTZE

TEIL IV – HYBRIDE UND BRANCHENSPEZIFISCHE STANDARDS

KAPITEL 16 – HYBRIDES PROJEKTMANAGEMENT

KAPITEL 17 – BRANCHENSTANDARDS

TEIL V – VERGLEICH UND BEWERTUNG

KAPITEL 18 – VERGLEICHSMATRIX

KAPITEL 19 – KARRIEREPERSPEKTIVEN

KAPITEL 20 – REGIONALE UNTERSCHIEDE

KAPITEL 21 - REIFEGRADMODELLE IM PROJEKTMANAGEMENT

KAPITEL 22 – TRENDS: AGILISIERUNG, DIGITALISIERUNG, ZERTIFIZIERUNG 4.0

TEIL VI – FAZIT UND AUSBLICK

KAPITEL 23 – HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN

KAPITEL 24– AUSBLICK: ZUKUNFTSTRENDS IM PROJEKTMANAGEMENT

KAPITEL 25 – FAZIT

KAPITEL 26 – LITERATURVERZEICHNIS, GLOSSAR, ANHÄNGE

26.1. GLOSSAR PROJEKTMANAGEMENT-STANDARDS & MODELLE

26.2. LITERATURVERZEICHNIS

26.3. ÜBERSICHT RELEVANTER STUDIEN ZUM NUTZEN VON PROJEKTMANAGEMENT

Vorwort

Projektmanagement ist längst mehr als ein Werkzeug für komplexe Vorhaben – es ist ein strategischer Erfolgsfaktor in Unternehmen, öffentlichen Organisationen und Projekten aller Größenordnungen. Ob Produktentwicklung, Bauprojekt oder digitale Transformation: Überall dort, wo Zeit, Budget und Qualität im Gleichgewicht gehalten werden müssen, schafft professionelles Projektmanagement die notwendige Struktur.

In den letzten Jahrzehnten haben sich verschiedene Standards und Zertifizierungen etabliert, die Projektleitenden und Organisationen Orientierung geben. Doch gerade diese Vielfalt kann für Einsteiger wie für erfahrene Praktiker verwirrend wirken: PMI mit dem PMBOK® Guide, IPMA mit der Competence Baseline, PRINCE2® oder die ISO-Normen – alle setzen unterschiedliche Schwerpunkte, verfolgen eigene Konzepte und haben spezifische Stärken.

Dieses Buch möchte Klarheit schaffen. Es stellt die wichtigsten internationalen und europäischen Standards gegenüber, erläutert ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede und zeigt anhand von Studien, welchen konkreten Nutzen Projektmanagement und Zertifizierungen bieten – sowohl für Einzelpersonen als auch für Unternehmen.

Darüber hinaus wird die psychologische Dimension beleuchtet: Führung, Kommunikation und Teamdynamik sind entscheidende Faktoren für den Projekterfolg, ebenso wie agile und hybride Ansätze in einer zunehmend komplexen Welt.

Zum Abschluss richtet das Buch den Blick nach vorn: Welche Rolle spielen Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und Digitalisierung? Welche Trends prägen die Zukunft des Projektmanagements?

Dieses Werk versteht sich als Orientierungshilfe für Praktiker, Studierende und Entscheidungsträger, die die richtigen Weichen für ihr Projektmanagement stellen wollen – fundiert, praxisnah und zukunftsorientiert.

Das Buch ist Ende 2025 fertiggestellt. Die Bearbeitungsdauer hat sich über das ganze letzte Jahr erstreckt, so dass ich darauf hinweise, dass bei angegebenen Preisen oder Daten Änderungen ergeben können, die hier nicht berücksichtigt sind. Zudem habe ich die angegebenen Daten überwiegend aus dem Internet recherchiert. Für deren Richtigkeit und Aktualität kann ich nicht einstehen.

Es wird nicht der Anspruch erhoben, alle PM-Zertifizierungssysteme erfasst zu haben. Hier sind die bekanntesten Systeme dargestellt, die ich im Laufe meines beruflichen Umgangs mit diesem Thema kennengelernt habe. So habe ich bewusst nicht das System IAPM erwähnt, dass aus einem Ableger der IPMA entstanden ist und sich sehr nah an diesen Standard anlehnt. Ihr könnt weitere Infos dazu finden unter www.IAPM.net.

Wer sich tiefer in dieses Thema einarbeiten möchte oder mehrere Systeme miteinander vergleichen möchte, kann dieses natürlich durchführen.

Dietmar Prudix

September 2025

Teil I: Projektmanagement-Standards

Kapitel 1 – Einleitung: Warum Standards im Projektmanagement?

Projektmanagement ist längst mehr als ein Werkzeugkasten für Ingenieure oder IT-Spezialisten. In einer Welt, die von zunehmender Komplexität, Digitalisierung und internationaler Vernetzung geprägt ist, wird die Fähigkeit, Projekte erfolgreich zu planen und umzusetzen, zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Unternehmen aller Branchen erkennen: Der Projekterfolg hängt nicht nur von guten Ideen, sondern von professionellem Vorgehen ab.

Hier kommen Standards und Zertifizierungen ins Spiel. Sie bieten eine gemeinsame Sprache, klare Rollen, Prozesse und Werkzeuge, die von Teams und Organisationen verstanden werden. Standards schaffen Vergleichbarkeit, geben Orientierung und ermöglichen es, bewährte Methoden unabhängig von Branche und Projektgröße einzusetzen.

Für Projektmanager:innen bedeuten Zertifizierungen darüber hinaus einen klaren Karriere- und Kompetenznachweis. In vielen Unternehmen ist ein Zertifikat heute keine Kür mehr, sondern Pflicht, um bestimmte Positionen zu erreichen. Ob PMI, PRINCE2, IPMA oder PM2– jedes System verspricht Klarheit, Struktur und bessere Ergebnisse.

Tabelle 1: Nutzen von Projektmanagement-Standards

Nutzen für Einzelpersonen

Nutzen für Organisationen

Karriere- und Gehaltsvorteile

Einheitliche Vorgehensweise

Kompetenznachweis

Höhere Erfolgsquote in Projekten

Internationale Anerkennung

Vergleichbarkeit und Transparenz

Persönliche Sicherheit im Vorgehen

Erfüllung von Kundenanforderungen / Ausschreibungen

Zugang zu Community & Weiterbildung

Nachhaltiges Wissensmanagement

Kapitel 2 – Warum sich Menschen zertifizieren lassen

Zertifikate und bestandene Prüfungen haben für Menschen eine tiefere psychologische Bedeutung, die weit über die reine Wissensüberprüfung hinausgeht. Sie sind mehr als nur Dokumente – sie wirken als Symbole, die zentrale Bedürfnisse nach Kompetenz, Anerkennung, Sicherheit und Identität befriedigen. Damit erklären sich auch ihre anhaltende Bedeutung in Bildung, Beruf und persönlicher Entwicklung.

Aus Sicht der Motivationspsychologie spielen Zertifikate eine wichtige Rolle für das Erleben von Selbstwirksamkeit