Prussian Dinosaurs - Edward D. C. Marsh - E-Book

Prussian Dinosaurs E-Book

Edward D. C. Marsh

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Beschreibung

Schund: Das ist Abenteuer und Action pur! In dieser brandneuen Anthologie-Reihe ist für jeden etwas dabei. Fantasy, Science-Fiction, Cyberpunk, Western, Horror, Mystery, nichts muss, alles kann. Wechselnde Autoren stellen in jeder neuen Ausgabe eine ihrer fantastischen Welten und Charaktere vor. Schund ist Pulp in seiner reinsten Form. Rasante Unterhaltung für das 21. Jahrhundert!In einer Welt, in der Dinosaurier die Herrscher sind und die Menschheit seit Millionen Jahren ausgestorben ist, erwacht der Ex-Cop und Ex-Marine Killroy D. Slater in einem wahrhaft prähistorischen Albtraum. Doch diese Welt ist nicht das, was sie auf den ersten Blick zu sein scheint.In dieser Welt, die auf dem Stand des späten 19. Jahrhunderts zu sein scheint, entfaltet sich eine Geschichte von politischen Intrigen, ungewöhnlichen Allianzen und einer gefährlichen Technologie. Slater schließt sich einer Gruppe von Dinosauriern an, die versuchen, einen drohenden Konflikt zwischen Preußen, der Venuskolonie und anderen Mächten zu verhindern.Doch die Zeit selbst steht auf dem Spiel, und Slater wird in ein Netz von Geheimnissen und Bedrohungen hineingezogen, die weit über seine Vorstellungskraft hinausgehen. Um die Welt zu retten und einen Weg zurück nach Hause zu finden, muss er sich der gefährlichsten Mission seines Lebens stellen."Prussian Dinosaurs" entführt Sie in eine faszinierende Welt voller Geheimnisse und Gefahren ein starkes Stück Literatur, das Sie nicht verpassen dürfen.

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Seitenzahl: 73

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Edward D. C. Marsh

Schund

Band 1:

Prussian Dinosaurs

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

I M P R E S S U MSchund

Band 1: Prussian Dinosaurs

Edward D. C. Marsh© 2023 Edward D. C. MarshAlle Rechte vorbehalten.Autor: Edward D. C. MarshHorner Landstr. 126

22111 Hamburg

[email protected]: 978-3-96544-647-2

Prussian Dinosaurs

 

Die nächtliche Stille lag wie ein undurchdringlicher Schleier über dem Forschungslabor, als Killroy D. Slater seine Runde begann. Der ehemalige Cop und Marineveteran war ein Mann, der in seinem Leben schon so manchen Kampf geführt hatte. Nicht immer freiwillig und auch nicht immer siegreich war er dabei gewesen. Sein Oberkörper erzählte die Geschichte dieser Kämpfe, denn er war von Narben gezeichnet, die wie Trophäen vergangener Schlachten auf seiner Haut prangten. Slater war von Kopf bis Fuß in ein dunkles Outfit gehüllt, und sein kurz geschorenes schwarzes Haar verlieh ihm ein raues, unnachgiebiges Äußeres.

Ein Süßholzstück in seinem Mundwinkel diente nicht nur der Beruhigung seiner Nerven, sondern auch als treuer Begleiter in diesen einsamen Stunden der Wachsamkeit. Die Zähne, die sich um das Holz schlossen, waren wie sein Leben - gezeichnet von den Spuren der Zeit und den Entscheidungen, die er getroffen hatte. Ein Schneidezahn fehlte ihm, ein Zeichen dafür, dass er nicht immer auf der Seite der Sieger gestanden hatte. Slater war ein Mann von echtem Schrot und Korn, und sein Werdegang führte ihn zu diesem ungewöhnlichen Job als Nachtwächter in einem geheimnisvollen Forschungslabor. Sein Lebenslauf war geprägt von Ungehorsam und Handgreiflichkeiten gegenüber Vorgesetzten, die ihre Macht missbraucht oder ihre Pflichten fahrlässig vernachlässigt hatten. Sowohl im Polizeidienst als auch in der Armee hatte er sich einen Ruf als Einzelgänger und Unruhestifter erarbeitet.

Das Forschungslabor, das er nun bewachte, beherbergte ein Geheimnis von unermesslichem Ausmaß - woran die Wissenschaftler hier arbeiteten, wusste er nicht und es interessierte ihn auch nicht wirklich. Er hatte eine Aufgabe zu erfüllen und die lautete, die Räumlichkeiten der halbstaatlichen Forschungseinrichtung zu bewachen. Eigentlich ein ziemlich ruhiger Job, so hatte es ihm George, sein Vorgänger, berichtet, bevor dieser in den Ruhestand ging. Doch das Wissen und die Macht, die in diesen Laboren verborgen vor den Augen der Öffentlichkeit lagen, hatten die Gier und die Ambitionen einiger Menschen geweckt, die vor nichts zurückschreckten.

Während Slater seine Runde durch die schummrigen Gänge des Labors drehte, spürte er die dunkle Präsenz dieser geheimen Forschungsarbeiten. Seine Hände ruhten auf den Griffen seines Walkie-Talkies und seiner Taschenlampe, bereit, sich jeder Bedrohung zu stellen. Die Schatten schienen sich zu bewegen, und das leise Zischen der Laborequipment-Geräte erfüllte die Luft. In der Dunkelheit dieser Nacht ahnte Slater noch nicht, dass sein Leben erneut auf eine Kollision mit dem Unbekannten zusteuerte.

Killroy D. Slater schlich leise durch die dunklen Gänge des Forschungslabors. Der Strahl seiner Taschenlampe durchschnitt die Dunkelheit wie ein Messer. Das leise Zischen der Laborgeräte hallte in seinen Ohren wider, als er jede Ecke sorgfältig inspizierte. Die Stille war unheimlich, fast erdrückend, aber in seinen Jahren als Cop und Marine hatte er gelernt, die Dunkelheit zu seinem Verbündeten zu machen. Plötzlich durchdrang ein seltsames Geräusch die Stille - ein leises Klicken, gefolgt von einem metallischen Rattern. Es war ein ungewohntes Geräusch in diesen Laboren, die normalerweise von der Monotonie der wissenschaftlichen Forschung geprägt waren. Doch Slater war ein Mann der Tat und er konnte den Klang nicht ignorieren. Seine Hand umklammerte den Griff des Walkie-Talkies, und seine Taschenlampe erleuchtete den Raum vor ihm. Mit behutsamen Schritten näherte er sich dem Labor, aus dem das Geräusch gekommen war. Sein Herz hämmerte in seiner Brust, und der Geschmack von Süßholz in seinem Mund wurde von einem bitteren Geschmack der Anspannung abgelöst.

Als er die Tür des Labors erreichte, lauschte er einen Moment und konnte leises Gemurmel und das Rascheln von Kleidung hören. Die Einbrecher waren noch immer dort drin. Slater stieß die Tür auf und betrat den Raum, seine Taschenlampe zielsicher auf die Eindringlinge gerichtet. Inmitten des Labors standen zwei Männer in dunklen Anzügen, offensichtlich überrascht von Slaters plötzlichem Auftauchen. Einer von ihnen hielt eine Tasche, die seltsame und kostbar aussehende Geräte enthielt. Ein anderer, mit einer Hand an einem Kontrollpult, schien gerade erst dabei zu sein, herauszufinden, wie er die Maschine stoppen konnte.

„Oh, verdammt“, fluchte einer der Spione und zog eine Waffe aus seinem Ganzkörperanzug hervor. Doch bevor er abdrücken konnte, hatte Slater bereits reagiert. Er tauchte zur Seite, während der Schuss des fremden wild ins Leere ging. Ein Blitz aus Slaters Taschenlampe blendete den zweiten Eindringling, der seine Waffe fallen ließ. Slater, mit der Entschlossenheit eines Mannes, der gelernt hatte, nie aufzugeben, sprang auf den ersten Angreifer zu. Ein harter Schlag traf das Kinn des Mannes und schleuderte ihn zu Boden. Der zweite Eindringling versuchte zu fliehen, aber Slater holte ihn ein und riss ihn mit einem beherzten Sprung um. In seiner Hast hatte der zweite Spion jedoch versehentlich einen der Apparate in Gang gesetzt. Die Maschine begann zu vibrieren und leuchtete auf. Ein Sturm aus grellen Farben und seltsamen Geräuschen brach aus der Maschine hervor und verschlang die gesamte Umgebung. Slater wurde schwarz vor Augen. Es war, als würde ein unendlicher Abgrund ihn und die gesamte Realität um ihn herum verschlucken.

 

*

 

Killroy D. Slater erwachte in einem ungewohnten und grellen Licht. Die blendenden Scheinwerfer über ihm zwangen ihn dazu, die Augen zusammenzukneifen, während er sich orientierte. Als seine Sehorgane sich langsam an die Helligkeit gewöhnt hatten, erkannte er, dass er sich auf einer großen Theaterbühne befand. Doch das war bei Weitem nicht das Seltsamste. In den voll gefüllten Sitzreihen saßen menschengroße Dinosaurier! Sie trugen Abendgarderobe, und ihre unheimlichen, reptilienartigen Augen starrten auf ihn, als wären sie aus einer anderen Welt. Ein Raunen der Verwunderung und des Unbehagens ging durch den Saal.

„Ein Mensch!“ rief jemand aus der Menge. „Das ist unmöglich!“

„Dinosaurier? Das ist ja ein starkes Stück!”, entfuhr es Slater.

Andere begannen heftig zu diskutieren, während Slater noch immer versuchte, die Situation zu begreifen. Sein Instinkt trieb ihn zur Flucht. Er sprintete zur Bühnenkante und versuchte, herunterzuspringen, aber bevor er entkommen konnte, hatten sich ein paar uniformierte Dinosaurier auf ihn gestürzt. Einer von ihnen glich einem Velociraptor, während der andere einen Hornkamm und drei spitze Hörner trug, wie ein Triceratops. Mit unglaublicher Geschwindigkeit und Stärke überwältigten sie ihn und brachten ihn zu Boden.

„Keine Bewegung!“ zischte einer der Dinosaurier mit einem strengen Unterton. Slater spürte die kalte Klaue eines der Urzeitreptilien an seiner Kehle und verstand, dass sein Überleben davon abhing, wie er sich in dieser bizarren Welt verhielt. Die Menge der Sauriermenschen verfolgte gespannt das Geschehen auf der Bühne. Slater war gefangen und von Kreaturen umgeben, die nicht nur urzeitlich, sondern offensichtlich auch hochintelligent waren. Er konnte diesen ganzen Wahnsinn überhaupt nicht begreifen. Slater spürte, wie ihm erneut die Sinne schwanden, weil sein Verstand sich einfach weigerte, anzuerkennen, was ihm gerade widerfuhr.

Killroy D. Slater stand auf der Bühne, von uniformierten Dinosauriern umringt, die ihn festhielten. Das Publikum starrte mit faszinierten, aber auch misstrauischen Blicken auf den unerwarteten Eindringling. Ein imposanter Tyrannosaurus rex in einem feinen Frack trat vor und sprach mit donnernder Stimme: „Werte Anwesende, wir stehen vor einer unglaublichen Erscheinung. Ein Wesen aus der fernen Vergangenheit hat scheinbar seinen Weg in unsere Gegenwart gefunden.“

Die Menge murmelte aufgeregt. Ein weiterer Dinosaurier, ein schlanker Velociraptor in einer eleganten Robe, erhob sich und wandte sich an den Tyrannosaurus rex: „Aber können wir unseren Augen wirklich trauen, Professor? Ein Mensch in unserer Mitte? Das ist kaum vorstellbar.“

Der Tyrannosaurus nickte bedächtig. „Wir sollten seine Absichten herausfinden, bevor wir weitere Schritte unternehmen. Er könnte eine Bedrohung für unsere Gesellschaft darstellen, oder aber eine List.“

Eine List? Von Wem oder Was? Slater konnte noch immer nicht fassen, in welch einer Situation er sich vorfand. Während der Diskussion griffen die uniformierten Dinosaurier zu und führten Slater rückwärts von der Bühne weg. Ein Triceratops mit Polizeiabzeichen auf seiner Uniform und ein stämmiger Stegosaurus, beide in Polizeiuniformen gekleidet, näherten sich und begannen, die Situation zu klären. Der Triceratops, dessen Hörner beeindruckend gefährlich aussahen, sprach zu Slater: „Ihre Anwesenheit wirft viele Fragen auf. Wer sind Sie, und was führt Sie hierher?“

Slater, immer bereit, sich zu behaupten, antwortete ruhig: „Mein Name ist Killroy D. Slater, und ich habe keine Ahnung, wie ich hierhergekommen bin. Ich wurde aus meiner Welt gerissen und in Ihre geschleudert. Ich bin nicht hier, um Ärger zu machen.“

Der Stegosaurus runzelte seine Stirn und fragte skeptisch: „Wie können wir sicher sein, dass Sie die Wahrheit sagen? Sie könnten ein Spion oder nur die Vorhut einer fremdartigen Invason sein.“