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College. Kate freut sich sehr. Sie hat nur Gutes über die Zeit am College gehört und hofft, dass auch sie eine gute Zeit haben wird. Sie lernt Aria und ihre Freundinnen kennen, aber auch Claire und ihre Cheerleader. Zudem taucht auch noch Jackson der Quarterback des Collegeteams auf und scheint ihr Leben auf den Kopf zu stellen. Kann sie sich auf ihn einlassen? Was läuft da zwischen ihm und Claire? Und kann sie Aria und ihren Freunden vertrauen? Dies wird sich zeigen.
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Seitenzahl: 129
Veröffentlichungsjahr: 2021
Madison Stone
Quarteback's Girl
© 2021 Madison Stone
Verlag & Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg
ISBN
Paperback: 978-3-347-32498-5
Hardcover: 978-3-347-32499-2
e-Book: 978-3-347-32500-5
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College
Endlich ist es so weit. Ich verlasse mein vertrautes Zuhause und fahre zum College. Es ist so aufregend. Ich freue mich schon auf die Zeit und hoffe, dass ich da tolle Freunde fürs Leben finden werden. Nachdem ich meine restlichen Sachen ins Auto gebracht habe, gehe ich nochmal in die Küche.
"Also es wird Zeit. Ich muss los". Zuerst umarme ich kurz meinen Vater.
"Fahr vorsichtig". Er küsst mich auf die Stirn und reicht mich an meine Mutter weiter.
Sie umarme ich länger. Ich schmunzle, weil sie mich nicht loslässt. "Pass auf dich auf und melde dich, wenn du angekommen bis, versprochen?"
"Ja", verspreche ich ihr.
Auf dem Weg zum Auto winke ich ihnen noch einmal zu, steige ein, drehe die Musik laut auf und fahre los. Kaum zu glauben ich verlasse meine Heimat Falkville, Alabama um nach Memphis, Tennessee aufs College zu gehen. Go Tigers. Ich habe mir vorgenommen ohne Unterbrechung durchzufahren, um schnellstmöglich anzukommen. Leider hatten wohl mehrere diesen Plan, denn es dauerte nicht lange bis es sich staute. Jedoch lasse ich mir meine Laune nicht verderben. Lange habe ich auf diesen Tag gewartet und mir kann nichts die Laune verderben. Zudem habe ich so die Zeit über all das nachzudenken was bisher so passiert ist und was sich so verändern wird.
Ich bin als Einzelkind aufgewachsen, aber damit hatte ich nie ein Problem. Meine Eltern waren mir gegenüber immer sehr fürsorglich und haben immer versucht mir alles zu ermöglichen. Mein Vater arbeitet im Bau und meine Mutter als Arzthelferin. Uns geht es nicht schlecht, dennoch konnten wir uns nicht immer alles leisten. Um etwas beizutragen, übernahm ich seit meinem 15 Lebensjahr einige kleine Jobs wie Babysitten, Hunde ausführen oder einkaufen gehen für unsere Nachbarn. Da ich nach der Schule meist nichts zu tun hatte, war es auch okay dafür Zeit zu investieren. Es ist nicht so, dass ich keine Freunde hatte, aber es waren eher Schulfreunde und keine mit denen man sich außerhalb der Schule trifft. Es war von Anfang klar, dass nach dem Schulabschluss kein Kontakt mehr unter uns bestehen würde, aber das war okay. Ich hatte sowieso vor am College richtige Freunde zu finden. Immerhin war ich jetzt 18 und es wurde Zeit für richtige Freunde, die mich nehmen, wie ich bin. Ich bin nicht sehr schüchtern dennoch fällt es mir schwer neue Leute kennen zulernen. Ich mein hier in Falkville gibt es nicht ständig neue Leute, die man kennen lernen könnte. Aber ich werde es schaffen.
Nach fünf langen Stunden habe ich es endlich geschafft. Ich bin da. Ich bin am College. Zeit für ein neues Leben.
Mitbewohnerin
Als ich aussteige sehe ich mir die anderen Studenten an, die gerade angekommen sind. Sie scheinen sich genauso zu freuen wie ich mich. Einige von ihnen grüßen mich freundlich und ich grüße ebenso freundlich zurück. Meiner Mutter schreibe ich kurz eine Nachricht, dass ich angekommen bin und dann nehme ich meine Sachen aus dem Auto und laufe zum Informationsstand. Ich nenne meinen Namen und mir werden meine Unterlagen und mein Zimmerschlüssel gereicht. Es gibt mehrere Wohnheimgebäude. Einige nach Geschlecht getrennt und einige die gemischt sind. Bei der Anmeldung hatte ich lange überlegt, ob ich in ein reines Mädchenwohnheim oder in ein gemischtes gehen sollte. Manchmal muss man etwas riskieren und darum entschied ich mich für das gemischte Wohnheim. Noch nie war ich so nah an den Jungs wie ich es hier sein werde. Ich bin schon sehr gespannt, wie es werden wird. Zudem gibt es noch Verbindungshäuser und Apartments in der Nähe des Campus
Es gibt eine Sammelstelle für die Erstsemester, von dort aus wird man zu seinem Gebäude und seinem Zimmer geführt. Auf der Führung erfahre ich was es alles in meinem Wohnheim gibt. Es gibt hier nur 2er Zimmer und Gemeinschafts-Bäder. Mehr findet man in diesem Gebäude nicht. Wenn man in Gruppen lernen möchte, muss man in die Bibliothek gehen oder einer aus der Gruppe hat ein Apartment oder ein Zimmer im Verbindungshaus. Aber darüber kann ich mir Gedanken machen, wenn es dann mal so weit ist. Als ich in meinem Zimmer ankomme bin ich allein. Es ist kleiner als ich erwartet hatte. Es ist symmetrisch aufgebaut. In der Mitte der Wand befindet sich ein Fenster. Darunter befinden sich an der ganzen Wand entlang die beiden Betten jeweils mit dem Kopfende an der Wand. Daneben sind die kleinen Nachtische und da daneben jeweils die Schreibtische. Und direkt rechts und links neben der Türe sind die Kleiderschränke. Da ich meist auf der rechten Seite schlafe entscheide ich mich für das rechte Bett, damit ich in Richtung Wand schlafen kann. So habe ich es am liebsten. Also fange ich an meine Sachen auszupacken. Ich beziehe mein Bett mit meiner geliebten New York Bettwäsche. Ich hoffe eines Tages werde ich die Stadt mal erleben können. Meine Unterlagen sowie meinen Laptop lege ich auf den Schreibtisch und richte diesen mit meinen Materialien ein. Zum Schluss packe ich meine Klamotten in den Schrank. Gerade bin ich dabei die letzten Sachen in meinen Schrank einzuräumen als die Türe aufgeht.
Das erste was ich sehe sind lange Blonde bis zur Hüfte gewellte Haare, ein kantiges hübsch geschminktes Gesicht mit blauen Augen und ein großer schlanker Körper wie bei einem Model. Sie trägt ein weinrotes Shirt Kleid und trägt mindestens 10cm hohe ebenso weinrote Pumps.
Ihr nicht sehr freundlicher Blick richtet sich auf mich. "Wer bist du und was willst du in meinem Zimmer?"
"Ähm ich bin Kate und wohl deine Mitbewohnerin. Und wie heißt du?" Ich stehe auf und reiche ihr die Hand.
Sie sieht mich von oben bis unten an als wäre ich nicht von diesem Planeten. "Claire". Sie ignoriert meine Hand und setzt sich auf ihr Bett. Sie sieht sich das Zimmer an und sieht dann zu mir. "Also Kate ist das dein Gammellook?" Sie lächelt, wobei ich es eher als grinsen betiteln würde.
Ich werde rot. "Nein das ist mein ganz normaler Look".
"Naja wir werden uns hoffentlich nicht oft sehen, von dem her kannst du rumlaufen, wie du willst". Sie steht wieder auf und läuft zur Türe. Doch, bevor sie geht, dreht sie sich noch einmal um. "Hat mich wirklich gefreut dich kennenzulernen". Sie grinst fies und wirft dann ihre Haare zurück, bevor sie das Zimmer verlässt.
Baff starre ich auf die Türe. Bei Claire habe ich ein schlechtes Gefühl. Sie scheint nicht sehr freundlich zu sein. Ich hoffe sie lässt mich wenigstens in Ruhe. Meine Mitbewohnerin wird glaube ich nicht meine Freundin. Aber mal abwarten vielleicht ändert sich mein Eindruck ja noch.
Ich sehe mich im Spiegel meines Schrankes an. Meine braunen Haare gehen wie ihre auch bis zur Hüfte. Jedoch habe ich sie zu zwei Zöpfen geflochten, die mir über der Schulter und der Brust hängen. Ich mag meine Haare, auch wenn sie nicht so gestylt sind wie die von Claire. Meine Augen sind braun-grün, mein Gesicht ist rund und ungeschminkt. Ich habe mich eine Zeit lang geschminkt doch als ich in der Schule damit aufgezogen wurde, dass ich wie ein Clown aussehe, habe ich aufgehört. Meine Mutter schminkt sich auch nie, deshalb hatte ich nie jemanden der mir zeigt, wie es richtig geht und sah deshalb wohl eher schlimmer als besser aus. Aber ich fand es auch nicht so schlimm ungeschminkt zu sein. So spart mal viel Zeit die man zum Beispiel in Schlafen investieren kann. Ich trage ein dunkelblaues T-Shirt und eine schwarze locker sitzende Jeans. Ich wollte es auf der langen Autofahrt bequem haben. Ich bin 1.65m und habe keine Modelfigur, fühle mich aber eigentlich ganz wohl in meinem Körper, auch wenn ich das ein oder andere Kilo zu viel habe. Leider habe ich dieses Problem, dass viele in meinem Alter haben. Ich lasse mich schnell verunsichern. Es ist heute eben sehr wichtig, wie du aussiehst, das ist leider so. Ich schüttle den Kopf, Zeit für andere Gedanken. Nachdem ich die restlichen Klamotten in den Schrank gepackt habe, schaue ich über meine Unterlagen. Die erste Woche, ist Orientierungs-Woche. Es findet noch kein Unterricht statt. Man kann sich den Campus ansehen und sich an den Infoständen über die Angebote hier informieren. Also mache ich mich auf den Weg, um den Campus und diese Stände anzusehen.
Der Campus ist riesig und die Stände sind überall verteilt. Es gibt verschieden Clubs und Teams, denen man beitreten kann. Klassische Sportteams wie an jedem College ein Football Team, ein Basketball Team und es gibt Cheerleader. Zudem gibt es auch Clubs, zum Beispiel akademische, politische oder auch religiöse und spirituelle.
Ich sehe mir einige der Stände an, habe aber nicht vor mich bei einem einzuschreiben. Ich möchte mich zuerst auf meine Fächer konzentrieren. Mein Hauptfach ist kreatives Schreiben. Ich weiß noch nicht was ich zu erwarten habe. Ob ich leicht mit dem Stoff zurechtkommen werde oder ob ich Schwierigkeiten haben werden. Ich schreibe sehr gerne und versuche meine Gedanken in Worte zu fassen.
Mein Blick schweift über den Campus. An einem Baum sehe ich eine Gruppe sitzen, die miteinander lacht und sich gut zu kennen scheint. Das wünsche ich mir auch einmal. Einfach mit Freunden dazusitzen und über alte Zeiten oder Zeiten, die noch kommen zu sprechen. Zeiten die man zusammen verbringt. Dort sitzen 4 Jungs und 4 Mädels. Eines der Mädels, eine mit Schulterlangen Feuerroten Haaren sieht mich an und lächelt. Da ich nicht weiß was ich machen soll, lächle ich einfach zurück. Danach drehe ich mich um und sehe mir noch einige Stände an.
Mir reicht es für den Anfang es ist spät geworden und ich beschließe zurück ins Zimmer zu gehen.
Ich ziehe meinen Pyjama an und rufe dann meine Mutter an.
Sie geht nach dem zweiten Klingeln schon ran. "Erzähl wie ist es? Wie ist dein Zimmer? Wie ist deine Mitbewohnerin?"
"Nicht so schnell". Ich lache wegen ihrer Ungeduld. Beantworte dann aber jede ihrer Fragen sehr geduldig.
"Es freut mich das es dir so gefällt und mach dir mal keine Sorgen, auch wenn diese Claire nicht deine Freundin wird. Du wirst schon eine finden. Davon bin ich überzeug".
Ich danke ihr und verabschiede mich dann.
Nachdem ich einen Film geschaut habe, räume ich den Laptop weg und lege mich zum Schlafen hin. Kurz darauf höre ich Claire hereinkommen. Sie ist nicht gerade leise. Sie telefoniert und redet über irgendeinen Footballspieler, den sie noch von ihrer High School kennt, der seit letztem Jahr hier auf dem College ist und wie sie vor hat ihn, um den Finger zu wickeln.
Muss ein Wahnsinnstyp sein, wenn sie so lange über ihn reden kann. Irgendwann schlafe ich jedoch ein und bekomme nichts mehr mit.
Neue Freundin
An den nächsten beiden Tagen passiert nicht sehr viel. Doch dann am dritten Tag. Ich sitze gerade in der Bibliothek und schaue mir ein paar Bücher an.
"Hay du bist neu hier, habe ich recht?" Ich drehe mich um und sehe die rothaarige vor mir, die mit der Gruppe an dem Baum war. Sie lächelt mich freundlich an und als ich nicht reagiere, spricht sie weiter. "Ich bin übrigens Aria". Sie streckt mir ihre Hand entgegen.
Ich ergreife sie und lächle. "Freut mich dich kennenzulernen Aria. Ich bin Kate und ja ich bin neu hier. Was ist mit dir?"
"Ich bin im zweiten Semester. Hast du Lust auf einen Kaffee?"
"Äh ja sicher". Ich lege die Bücher zurück und gehe mit Aria zu dem Café, das in der näher der Bibliothek ist.
Sie bestellt einen Kaffee und ich eine heiße Schokolade. Auf ihren Fragenden Blick erkläre ich ihr, dass ich keinen Kaffee trinke und deshalb auf Tee oder heiße Schokolade zurückgreife. Wir setzen uns in eine Ecke an den Fenstern. Sie an die Wand ich ihr gegenüber.
"Also Aria ich möchte nicht unhöflich sein, aber warum hast du mich angesprochen?" Ich nippe an meiner Schokolade und warte auf ihre Antwort.
Lange sieht sie mir in die Augen, als würde sie überlegen was sie antworten soll. "Ich habe dich am Montag gesehen, als ich mit den anderen am Baum saß und fand, dass du so verloren aussahst. Ich kenne das. Es ist schwer irgendwo neu zu sein und man denkt, weil viele neu sind lernt man schnell jemanden kennen, aber oft ist das dann doch nicht so. Mir ging es letztes Jahr wie dir, deshalb dachte ich, ich lern dich mal kennen und mal sehen, wie es weiter geht".
Mit so einer Antwort hatte ich nicht gerechnet. "Das ist wirklich sehr nett von dir und ja es ist echt nicht einfach. Ich dachte ich würde die erste Freundin in meiner Mitbewohnerin finden, aber sie ist kaum da und wenn dann ignoriert sie mich oder sagt irgendetwas Gemeines".
Aria nickt. "Deine Mitbewohnerin ist Claire, stimmts?"
Erstaunt sehe ich sie an. "Ja kennst du sie?"
Sie lacht. "So gut wie jeder hier am Campus kennt sie."
"Aber sie ist doch auch im ersten Jahr."
"Das schon. Allerdings war sie das Letze Jahr ständig hier und das hat auch wirklich jeder mitbekommen. Sie lebt in Nashville und fährt deshalb nicht sehr lange. Sie hat jede freie Minute genutzt, um hier her zu kommen".
Jetzt werde ich neugierig. "Warum?"
Aria zeigt auf eine Gruppe Jungs die gerade hereinkommt. "Wegen ihm. Die Nummer 5".
Ich drehe mich um und sehe die Footballspieler. Soviel ich weiß, hatten sie heute ihr erstes Training. Dann suche ich die Nummer fünf. Einer von ihnen sieht mich an. Er hat dunkle fast schwarze kurze Haare, bestimmt keinen Zentimeter lang. Ein markantes Gesicht mit wunderschönen eisblauen Augen. Unter seinem Trikot kann ich Muskeln erkennen und dann sehe ich da wo ich seine Bauchmuskeln vermute seine Trikotnummer. Die fünf. Ich reiße meine Augen auf und schaue in das Gesicht dieses Hübschlings. Oh nein, so wie er mich angrinst hat er genau gemerkt, wie ich ihn abgecheckt habe. Sofort drehe ich mich knallrot zu Aria um. Ist das peinlich.
Aria versucht ein Schmunzeln zu verbergen. "Das ist unser Quarterback Jackson und…“
Weiter kommt sie nicht, denn dann werden wir unterbrochen.
"Hay Aria. Wer ist deine kleine Freundin?" Ich drehe mich zu der Stimme, und als ob es nicht klar gewesen wäre, steht da Hottie Jackson.
"Hay Jackson, das ist meine Freundin Kate. Kate das ist Jackson".
Jackson reicht mir die Hand. "Freut mich dich kennenzulernen Kate". Sein lächeln ist freundlich.
Ich räuspere mich und ergreife seine Hand. Eine starke weiche warme Hand. Ich muss aufhören so zu denken. "Freut mich auch".
Sein Blick schweift über mich und dann sieht er mir wieder lächelnd in die Augen. "Ich muss jetzt los aber wir sehen uns bestimmt bald wieder". Er nickt Aria zu und geht dann wieder zu seinem Team.
Ich atme aus. Wusste gar nicht, dass ich die Luft angehalten hatte.
"Geht’s dir gut?" Ich sehe in Arias besorgtes Gesicht.
Ich nicke. Zu mehr bin ich im Moment nicht in der Lage.
"Soll ich die Story weitererzählen?" Sie grinst.
Ich schüttle wegen meinem Verhalten innerlich den Kopf. "Ja".
