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Quer durch RajasthanEin individueller Roadtrip durch das Land der Tiger und TempelDieser farbenfrohe Reisebericht ist gleichzeitig ein Bildband, der dich zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten Rajasthans entführt und dir einen kleinen Einblick in eine uns doch so fremde und bunte Kultur gibt.Begleite uns auf unserem selbstorganisierten Roadtrip ausgehend von Delhi 2000 Kilometer quer durch Rajasthan. Lasse dich von unseren wunderschönen Bildern vom Taj Mahal, Palast der Winde oder Fort Amber verzaubern. Erlebe mit uns, wie wir das ein oder andere Abenteuer abseits altbekannter Touristenpfade bestehen und folge uns zu wunderschönen Tempeln, Moscheen, Forts, Märkten, Nationalparks und sagenumwobenen Städten.Tauche ein in das quirlige Leben von Udaipur, Jodhpur, Jaipur und New Delhi. Entdecke mit uns eher unbekannte Städte wie Fatehpur Sikri, Bundi, Chittorgarh, Ranthambore, Pushkar, Kumbhalgarh und Ranakpur.
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Seitenzahl: 104
Veröffentlichungsjahr: 2022
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Quer durchRajasthan
Ein individueller Roadtripdurch das Landder Tiger und Tempel
Alexandra Sefrin
Impressum
© 2020 Alexandra Sefrin
1. Auflage: 01.05.2020
Version vom 08.11.2022
Fotos: Jürgen Erhardt, Alexandra Sefrin
Satz und Layout: Alexandra Sefrin
Illustrationen: Alexandra Sefrin
Lektorat, Korrektorat: Ute Schulte, Silke Beez, Horst Erhardt, Jürgen Erhardt
DIY-Reisen Verlag, Alexandra Sefrin, Nibelungenstr. 13, Lindenfels
[email protected], https://diy-reise.de
ISBN (Taschenbuch): 978-3-9819908-6-7
ASIN (Kindle): B087MB66H9
ASIN (Taschenbuch): 3981990862
GGKey (eBook): LA2UN5HQR6C
Feiyr (eBook): 9783987563218
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung der Autorin unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
Für unsere Kinder, alsAppetitmacher und Anregungfür ihre eigenen Reisen
Über die Autorin
Alexandra Sefrin wurde 1968 in Dinkelsbühl geboren und studierte in Darmstadt Informatik.
Heute lebt sie mit ihrem Mann und drei Kindern in Lindenfels. Sie lieben es, gemeinsam durch die Welt zu reisen. Als Reise-Blogger dokumentiert sie seit über 20 Jahren ihre Reisen auf der Website https://scenic-world.net und ihr Mann steuert die schöne Aufnahmen bei.
Selbstorganisiertes Reisen war schon immer ihre Leidenschaft. Hautnah fremde Länder, Menschen und Kulturen kennenzulernen und dabei über den eigenen Tellerrand hinwegzublicken, ist Motivation für zahlreiche Reisen rund um den Globus.
Ende 2017 wurde ihr erstes Buch DIY-Reisen - Thailand veröffentlicht. Der erweiterte und überarbeitete Thailand-Reiseführer ist in der nunmehr 2. Auflage seit Mai 2019 als eBook und Print-Buch (ISBN 978-3-9819908-4-3) über https://diy-reise.de erhältlich oder in allen namhaften online Buchportalen bzw. Buchhandlungen.
Anfang Mai 2020 kam ihre Reisegeschichte Quer durch Rajasthan heraus, die den Leser auf eine abenteuerliche und farbenfrohe Bilderreise ins ferne Indien mitnimmt.
Inhaltsverzeichnis
Eine 20 Jahre alte Idee
Wer erzählt hier überhaupt?
Gute Gründe für Indien
Kopfkino
Das Beste aus zwei Wochen herausholen
Die Wahl der weiteren Transportmittel
Die Sache mit den Visa
Planung der Reiseroute
Die Qual der Wahl bei den Unterkünften
Lieber auf Nummer sicher gehen
Schlechte Nachrichten vor der Abreise
Online-Check-in nicht möglich
Frankfurt – Mumbai (Bombay)
Unschöne Neuigkeiten beim Check-in
Mumbai - Delhi - Agra
Schrecksekunde bei der Immigration
Spießrutenlauf durch den Flughafen
Leichte Wege führen nicht immer ans Ziel
Unterwegs im eigenen Fahrzeug
Hijras bringen Glück
Dürre und Weizen soweit das Auge reicht
Erste Blicke aufs Taj Mahal
Verdurstet im Roten Fort
Unser erstes Kingfisher
Agra - Taj Mahal - Fatehpur Sikri - Chand Baori - Ranthambore
Sonnenaufgang am Taj Mahal
Mittagssonne im Fatehpur Sikri Fort
Verbrannte Fußsohlen in der Jama Masjid
Stufenbrunnen Chand Baori
Nachts in Ranthambore
Tiger-Safari im Ranthambore Nationalpark
Allerlei Wild
Bären im Tiger-Nationalpark
Kopf als Transportauflage
Zweiter Tiger-Anlauf
Keine Tiger, dafür Gewitter
Ranthambore - Bundi
Unser erstes Haveli
Indien wie aus dem Bilderbuch
Essen in Indien
Bundi - Palast und Fort
Auf Entdeckungstour im Garh Palast
Im verlassenen Taragarh-Fort
Gut versteckte Stufenbrunnen
Bundi - Chittorgarh - Udaipur
Indien und sein Kastensystem
Freie Fahrt im Fort von Chittorgarh
Udaipur, Hauptstadt des Reichs Mewar
Udaipur
Prachtvoller City Palace
Auf den Spuren von James Bond
Beeindruckender Jagdish Tempel
Livemusik zum Sonnenuntergang
Die Träume eines Moslems
Udaipur
Ahar Cenotaphs
Saheliyon Ki Bari Garten
Monsun-Palast
Nachts auf dem Bazar
Indische Hochzeiten
Udaipur - Kumbhalgarh - Ranakpur – Jodhpur
Fast wie im Mittelalter
Zweitgrößte Festungsanlage Kumbhalgarh
Leder ist tabu in Ranakpur
Besuch beim Motorradgott
Jodhpur bei Nacht
Wohnen wie in Tausendundeine Nacht
Jodhpur
Mehrangarh Fort
Parvati-Festival
Jodhpur – Pushkar
Indischer Pragmatismus
Am heiligen Pushkar-See
Pushkar – Jaipur
Indische Straßenverhältnisse
Zwischen Arm und Reich
In der rosa Stadt
Jaipur
Die ehemalige Hauptstadt Amer
Räuberische Tempelaffen
Shoppen auf dem Bazar
Jaipur – Delhi
Ungewohnte Verkehrsverhältnisse
Grünes Delhi
Tamilisches Essensroulette
Delhi
In der Freitagsmoschee Jama Masjid
Atemberaubender Askshardham Tempel
Humayum und Lodi Park
Auf der Suche nach dem Gewürzmarkt
Delhi - Frankfurt
Reisefazit
Abschied von Indien
Anhang
Weitere Titel von Alexandra Sefrin
Eine 20 Jahre alte Idee
Nach Indien wollten wir schon seit langer Zeit. Geplant war 1999 eine Reise quer durch Nordindien und den Kaschmir. Diese Pläne mussten wir leider aufgeben, als sich der Konflikt um die nördlichste Region Indiens dermaßen zuspitzte, dass selbst das Reisen durch Nordindien bedenklich wurde.
Es sollte fast 20 Jahre dauern, bis wir einen zweiten Versuch in Angriff nahmen. In der Zeit dazwischen besuchten und erforschten wir andere asiatische und südamerikanische Länder, in denen wir jede Menge Erfahrung als Backpacker sammeln konnten. Auf diese konnten wir dann auch zurückgreifen, um überhaupt unsere Reise durch Rajasthan planen und durchführen zu können.
In diesem Buch möchte ich Dich, liebe*r Leser*in, mit auf unsere Reise nehmen. Eine Reise quer durch Rajasthan, zu den schönsten Städten, Bauwerken und Landschaften. Und ich möchte Dich entführen in eine uns Europäern fremde Kultur, die so bunt und facettenreich ist, dass es bei uns nichts Vergleichbares gibt. Dieses Buch soll Dir Appetit auf Indien machen und Dich auf unterhaltsame Weise für eigene Reisen inspirieren und mit Informationen versorgen.
Priester im Affentempel, Jaipur
Wer erzählt hier überhaupt?
Ich bin Alex, in meiner Freizeit leidenschaftliche Bloggerin für unseren Reiseblog Scenic-World und Autorin eines etwas anderen Thailand-Reiseführers: DIY-Reisen - Thailand. Genau wie mit diesem Buch, möchte ich die Leser dazu ermutigen, ihre Reisen selbst zu organisieren und gebe ihnen alle dazu notwendigen Informationen an die Hand, um ihre eigene Traumreise zu planen und durchzuführen.
Das bin ich mit der Köchin unseres Vertrauens, Bundi
Mit meinem Mann Jürgen reise ich schon seit dem Studium durch die Weltgeschichte. Früher brauchten wir nicht viel mehr als ein Ticket und einen gepackten Rucksack. Heute, als Familie mit drei Teenagern (14, 14, 16 Jahre), ist das Reisen nicht mehr ganz so spontan. Aber da die Kids schon im zarten Alter von vier Jahren mit uns und nur mit jeweils einem Rucksack durch Marokko gereist sind, wurden sie früh mit dem Reisevirus infiziert. Als die Zwillinge elf waren, wagten wir uns das erste Mal mit den Kindern nach Asien. Seitdem haben wir gemeinsam Thailand, Sumatra, Java, Bali, Sulawesi, Malaysia, Singapur und nun auch Indien bereist. Unsere Urlaube sind immer selbst organisiert und eine gute Kombination aus Abenteuer-, Kultur- und Strandurlaub. Es muss für jedes Familienmitglied etwas dabei sein und es sollte allen Spaß machen.
Gute Gründe für Indien
Die Idee nach Indien zu reisen wurde eigentlich aus der Not heraus geboren. Da wir an die Schulferien gebunden sind und uns mit unseren Arbeitskollegen wegen des Urlaubs abstimmen müssen, war klar, dass wir dieses Mal keine vier Wochen im Sommer bekommen würden. Uns blieben also nur die zwei Wochen in den Oster- bzw. den Herbstferien für unsere Urlaubsplanung übrig. Für zwei Wochen nach Asien oder Südamerika zu reisen, erschien uns ziemlich stressig, wegen der Flugzeiten von über elf Stunden und der Zeitverschiebung. Trotz allem checkten wir das Klima von verschiedenen Ländern außerhalb Europas und wenn es im April nicht im Regen versank, prüften wir, ob es akzeptable Flugverbindungen zu erschwinglichen Preisen gab.
Am Ende blieb eigentlich nur noch Indien übrig, weil es mit 7 Stunden und 45 Minuten eine erträglich kurze Flugzeit hat und auch nur dreieinhalb Stunden Zeitverschiebung mitbringt. Ein weiterer ausschlaggebender Grund war das Wetter. Im April sollte es in den nördlichen Regionen trocken, mit Temperaturen so um die 35° Celsius sein. Was zwar schon ziemlich viel ist, aber wegen der geringen Luftfeuchtigkeit zu dieser Zeit durchaus erträglich schien.
Kopfkino
Ich war eigentlich nicht so richtig erpicht darauf, in das Land der Tiger und Elefanten zu fliegen. Bei Indien teilen sich ja die Geister. Die einen schwärmen von diesem facettenreichen Land und den anderen ist es ein Graus. Zugegebenermaßen geisterten auch mir ständig Bilder im Kopf rum, von drängelnden Menschen, schrecklichem Lärm, Armut, Gestank und Müll. Aber die Kinder und Jürgen fanden die Idee toll und überstimmten mich.
Verkäufer in einer kleinen Teeküche, Jaipur
Mit dem Rucksack durch die Hitze zu reisen, erweckte nicht unbedingt freudige Gefühle in mir, aber andererseits wollte ich endlich mal das Taj Mahal und den Palast der Winde sehen und am liebsten auch die Himalaya-Regionen bereisen. Die Berichte von Freunden, die beruflich in Indien waren und wegen des Durchfalls mit dem Laptop auf der Toilette arbeiten mussten, waren mir aber noch deutlich im Hinterkopf. Ich stellte mir unweigerlich vor, wie wir in einem überfüllten Bus oder Zug durchs Land reisen und von Durchfall geplagt werden. Kopfkino halt!
Das Beste aus zwei Wochen herausholen
Nachdem wir uns ein wenig informiert hatten, beschlossen wir, uns auf Rajasthan zu beschränken. Diese Region ist gut von Neu-Delhi aus zu bereisen. Es dauerte etwas, bis Jürgen die optimale Flugverbindung für uns ausfindig gemacht hatte. Freitagmittag nach der Schule sollten wir unseren Flieger in Frankfurt besteigen und eben diesen zwei Wochen später am Sonntagmittag wieder in der Mainmetropole verlassen. Mehr Urlaub konnte man schon fast nicht mehr aus dieser kurzen Zeit herausholen. Einen Makel hatte unsere Flugverbindung aber: Der Hinflug war nicht direkt nach Neu-Delhi, sondern sollte über Mumbai (Bombay) gehen, wo wir aber genügend Zeit zum Umsteigen haben sollten. So die Theorie…
Die Wahl der weiteren Transportmittel
Uns mit Bus und Bahn durchs Land zu schlagen, würde in zwei Wochen nicht möglich sein. Zumindest könnten wir nicht all die Orte besichtigen, die uns interessant erschienen. Bahntickets von Deutschland aus zu organisieren scheiterte, weil man bei der Buchung eine indische Mobilfunknummer hinterlegen musste.
Busfahrten in Indien schienen auch speziell zu sein, wie wir in verschiedenen Blogs lasen. Mal abgesehen davon, dass man immer erstmal den Busbahnhof erreichen muss, sind die angegebenen Abfahrtszeiten nicht wirklich zuverlässig und man darf mitunter auch mal ein paar Stunden auf die Abfahrt des Busses warten. Danach hat man wie immer das Problem, dass man vom Busbahnhof zur Unterkunft kommen muss. Alles in allem also sehr zeitfressend. So kristallisierte sich schnell heraus, dass wir unseren eigenen fahrbaren Untersatz benötigen würden, um Rajasthan bereisen zu können.
Alter Überlandbus in Rajasthan
Zum Glück gibt es Autovermietungen in Indien wie Sand am Meer. Für ein paar Euro Aufpreis erhält man auch gleich einen Fahrer dazu. Bei den meisten kann man gleich eine komplett durchgeplante Tour inklusive gebuchter Hotels erhalten. Auch wir haben ein paar Tourenvermittler angeschrieben und uns Angebote machen lassen. Mal abgesehen davon, dass die kompletten Touren für fünf Personen ziemlich teuer waren, wurden entweder nicht alle Orte angefahren, die wir sehen wollten oder die Unterkünfte und deren Lage entsprachen nicht ganz unseren Vorstellungen. Wir drehten den Spieß einfach um und planten unsere eigene Tour. Dazu suchten wir uns ein Unternehmen, das ein Auto für sechs Personen hatte, ausreichend Platz für das Gepäck und flexibel genug war, um auf unsere Wünsche einzugehen.
Die Sache mit den Visa
Als Besitzer eines deutschen Reisepasses haben wir ja das unglaubliche Privileg, in viele Länder einfach einreisen zu können, ohne dass wir uns im Vorfeld um irgendwas kümmern müssen. Bei der Einreise erhält man in der Regel eine befristete Aufenthaltsgenehmigung. Leider ist das bei Indien nicht so. Hier braucht man entweder ein Visum, was man sich bei der indischen Botschaft oder im Konsulat holen muss oder man beantragt ein elektronisches Visum. Wir entschieden uns für das e-Visa-Verfahren.
Die offizielle Website sieht etwas dilettantisch und antiquiert aus. Sie vermittelt nicht gerade Vertrauen, aber wir versuchten unser Glück. Pro Person muss ein gefühlt zwölfseitiges elektronisches Dokument ausgefüllt und zusammen mit einem quadratischen Passbild (ohne Brille) eingereicht werden. Die Fragen waren schon sehr tiefgehend. Es hätte nicht viel gefehlt und wir hätten auch noch die Konfektionsgrößen der Eltern mit angeben müssen. Wir mussten unter anderem bestätigen, dass wir weder an Drogenhandel noch Spionage oder an politischen Morden beteiligt waren. Zu allem Überfluss mussten wir auch noch die Länder aufführen, die wir die letzten zehn Jahre besucht hatten. Hier wurde der Platz dann langsam knapp.
Fragen über Fragen beim Beantragen des Visums
Nach einem vollen Abend Arbeit drückte Jürgen seufzend auf den Confirm-Button und verzweifelte augenblicklich. Außer einer nichtssagenden Fehlermeldung vom Webserver erhielt er keinerlei Informationen, warum unsere Anträge im Nirwana gelandet waren.
Die nächsten Abende war er etwas vorsichtiger und reichte erstmal seinen Visumsantrag ein. Das klappte dieses Mal anstandslos, zumindest bekam er eine Mail, dass sein Antrag geprüft wird. Wenn man irgendwas falsch ausgefüllt hätte, dann setzt man auf diese Art und Weise gleich 80 US$ in den Sand. Wir waren sehr froh, als die erste Bestätigung des e-Visums kam, schließlich hatten wir ja schon die fünf Flüge gebucht. Als nächstes beantragten wir das Visum für ein Kind und als dieses ein paar Tage später eintraf, wurden noch die fehlenden drei Visa-Anträge aufgegeben.
