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Die Liebe durchdringt unser Leben auf vielfältigste Weise und ist einfach und kompliziert zugleich. Wird aus der Liebe eine Partnerschaft, stehen wir nach einiger Zeit des Miteinanders häufig vor der großen Frage, ob und auf welche Weise wir diese weiterführen möchten. Viele Menschen (ver)zweifeln regelrecht an der seriellen Monogamie und sind auf der Suche nach Wegen, wie eine Beziehung in der heutigen Zeit funktionieren kann. Inspirationen und Impulse finden in dem Buch "QUINTESSENZEN: Liebe & Partnerschaft" alle, die sich mutig und offen auf das herausfordernde Thema einlassen. Immer wieder lädt Rebekka Schwarz ein, über den Tellerrand zu blicken, und zeigt ohne moralische Urteile oder erhobenen Zeigefinger verschiedene Sichtweisen auf. Zusammenfassungen am Ende jeden Abschnitts helfen, sich die wichtigsten Aspekte noch einmal im Überblick vor Augen zu führen. Kurze Kapitel zu den wesentlichen Themen einer Beziehung wie zum Beispiel individuelles Glück, gelungene Kommunikation und Sex geben zahlreiche Denkanstöße und eröffnen neue Perspektiven. Blicken Sie tiefer und finden Sie letztlich Ihren ganz individuellen Weg zum Partnerschaftsglück!
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Seitenzahl: 120
Veröffentlichungsjahr: 2019
REBEKKA SCHWARZ QUINTESSENZEN LIEBE & PARTNERSCHAFT
»Es gibt diese bedingungslose Liebe wirklich. Sie ist ein Teil deines inneren Seins. Sie ist weniger ein tätiges Gefühl denn ein Daseinszustand. Sie sagt nicht: ›Ich liebe dich‹ wegen dieser oder jener Ursache oder gar ›Ich liebe dich, wenn du mich liebst.‹ Es ist eine Liebe ganz ohne Anlass, Liebe ohne einen Gegenstand.«
Ram Dass
REBEKKA SCHWARZ
QUINTESSENZEN LIEBE & PARTNERSCHAFT
IMPULSE FÜR EINE GELINGENDE BEZIEHUNG
© 2019 Rebekka Schwarz
1. Auflage 2019
Verlag und Druck:
tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg
www.tredition.de
Lektorat: textweise, Dr. Felicitas Igel, www.texweise.net
Bilder: Metropolitan Museum of Art/CCO
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
ISBN Paperback 978-3-7469-8328-8
ISBN Hardcover 978-3-7469-8329-5
ISBN E-Book 978-3-7469-8330-1
Für Sebastian und Peter
INHALT
1. EINLEITUNG
Individuelle Zweisamkeit
Ich bin doch nicht verrückt!
Es gibt keine universelle Lösung
Zusammenfassung & Hilfreiches
2. SELBSTBEWUSSTSEIN UND SELBSTWERT
Das Selbstbewusstsein
Der Selbstwert
Zusammenfassung & Hilfreiches
3. OPFERROLLE
Grundlegendes
Die Zügel in die Hand nehmen
Zusammenfassung & Hilfreiches
4. ROLLENBILDER
Grundlegendes
Das »Die-glückliche-Familie«-Programm
Exkurs: serielle Monogamie
Das Hollywood-Rollenbild
Zusammenfassung & Hilfreiches
5. DAS INNERE KIND
Aufmerksamkeit für unseren vergessenen Wesenanteil
Das innere Kind in der Partnerschaft
Zusammenfassung & Hilfreiches
6. DIE ANGST
Das Gegenteil der Liebe
Angst macht auch Sinn
Angst lässt uns nicht frei sein
Angstvermeidungsstrategien
Zusammenfassung & Hilfreiches
7. GRENZEN
Was sind innere Grenzen?
Wie erkenne ich meine Grenzen?
Wie wahre ich meine Grenzen?
Eigene Erfahrungen
Zusammenfassung & Hilfreiches
8. DIE LIEBE
Unser Bild der Liebe
Selbstlose Liebe
Die Muster wahrnehmen
Liebe lässt frei und ist im Vertrauen
Bedürfniserfüllung
Zusammenfassung & Hilfreiches
9. BEZIEHUNGSMODELLE
Die Schattenseiten der Monogamie
Eifersucht
(M)eine alternative Betrachtungsweise
Die guten Seiten der Monogamie
Alles andere
Zusammenfassung & Hilfreiches
10. KOMMUNIKATION
Herausforderung Kommunikation
Aktivierungen
Recht behalten und dabei Schuld verteilen
Missverständnisse
Konflikte
Zusammenfassung & Hilfreiches
11. GLÜCKLICH SEIN
Glück ist hausgemacht
Nicht auf dem Glück ausruhen
Glück im Wandel
Zum Glück zwingen
Zusammenfassung & Hilfreiches
12. SEX
Kein Sex mehr, na und?
Sex in der Monogamie
Sex in nicht monogamen Beziehungen
Sex und die Liebe
Zusammenfassung & Hilfreiches
13. SCHLUSSWORT
Gehen Sie das Risiko ein!
Literaturhinweise
1. EINLEITUNG
»Die Lebensspanne ist dieselbe, egal ob man sie lachend oder weinend verbringt.«
Japanisches Sprichwort
Egon Schiele, 1903
INDIVIDUELLE ZWEISAMKEIT
In diesem kleinen Büchlein möchte ich meine Erfahrungen und meine daraus gewonnenen Erkenntnisse zum Thema Liebe und Partnerschaft skizzieren. Vielleicht fühlt sich jemand in seinem Weg bestärkt oder erhält neue Impulse auf der Suche nach seinem ganz persönlichen Beziehungsoptimum.
Betonen möchte ich gleich zu Beginn, dass es aus meiner Sicht nicht die eine Lösung oder den einen Weg gibt. Was eine glückliche, lebenswerte Beziehung ist – dafür gibt es keine allgemeingültige Definition. Jedes Paar lebt seine Beziehung auf individuelle Weise, und was der einen Partnerschaft guttut, mag für die nächste eine Katastrophe sein.
Beziehungen sind so unterschiedlich wie die Menschen, die sie gestalten. Die große Kunst liegt darin, dass zwei Akteure aus der jeweils eigenen Individualität heraus einen Weg zu finden, der beiden gerecht wird. Dies kann nur miteinander und im ständigen Prozess geschehen. Dieser Weg ist immer im Wandel, wird von den Beteiligten immer wieder neu definiert und erfordert so die andauernde aktive Arbeit beider Seiten.
Wenn nur ein Partner zur Beziehung beiträgt, kann sie auf Dauer nicht erfüllend für beide sein. In so einem Fall lohnt es sich, herauszufinden, warum der inaktive Partner nicht aktiv wird oder werden kann. Beziehung erfordert ein »In-Beziehung-gehen«, damit sie als solche gelten kann.
ICH BIN DOCH NICHT VERRÜCKT!
Wenn ich im Text immer mal wieder auf die Möglichkeit von Coaching oder Therapiestunden hinweise, dann denken Sie bitte nicht, dass ich Sie für »verrückt« halte. Ganz im Gegenteil. Wenn Sie sich mit einer Situation alleine oder zu zweit überfordert fühlen, dann zögern Sie nicht, sich professionelle Hilfe zu holen. Scham oder die Kosten sollten Sie nicht davon abhalten, zu einem Leben zu finden, das Ihnen Freude bereitet. Vor allem: Warten Sie damit nicht, bis »das Kind in den Brunnen gefallen ist«. Viele Paare gehen erst dann zu einer Paarberatung, wenn der Therapeut im Grunde nur noch eine gute Trennung betreuen kann.
Dabei können auch bei kleineren Krisen bereits wenige Stunden der Begegnung und des Austauschs in einem geschützten Rahmen und mit professioneller Unterstützung wahre Wunder wirken – und so ohne großen Aufwand größere Dramen vermeiden. Im Übrigen gibt es in vielen Städten auch kostenlose Angebote.
ES GIBT KEINE UNIVERSELLE LÖSUNG
Suchen Sie im vorliegenden Text nicht die eine Lösung oder eine Art Anleitung zur perfekten Partnerschaft – schon gar nicht eine, die Sie mit unterschiedlichen Partnern umsetzen können. Und rechnen Sie damit, dass Ihre Beziehung, auch wenn sie bereits in Liebe geführt wird, Ihnen immer wieder Herausforderungen beschert. Denn eine ewig glückliche Beziehung kann es nicht geben, alles im Leben ist geprägt vom ständigen Wandel und vom Wechsel zwischen Auf und Ab.
Wie also findet man mit seinem aktuellen oder auch zukünftigen Partner diesen individuellen, von Liebe geprägten Weg?
Ich möchte hier Werkzeuge an die Hand geben, Ideen vermitteln und Sprungbretter anbieten, weg von genormten Sichtweisen und hin zu einem befreiten Denkansatz. Einiges davon werden Sie vielleicht schon kennen oder sogar umsetzen, manches wird Ihnen möglicherweise aber auch abwegig erscheinen. Lassen Sie selbst diese Gedanken und Ideen für eine Weile zu, spielen Sie sie einmal im Kopf durch – es kann ja nicht schaden. Im Idealfall spinnen Sie bestimmte Ansätze für sich fort und kommen so zu Ihren eigenen, gewissermaßen personalisierten Werkzeugen und Erkenntnissen.
Seien Sie kreativ und spüren Sie in sich hinein. Entdecken Sie Ihre ganz persönliche Beziehungswahrheit, und wenn Sie sie gefunden haben, teilen Sie sie mit Ihrem Partner. Prüfen Sie, inwieweit Ihr Partner mit Ihrer Idealvorstellung konform geht, und arbeiten Sie gemeinsam eine verbindende Lösung aus. Das ist nichts, was in wenigen Stunden geht, nichts, was in ein paar Tagen erledigt ist, sondern etwas, das eher Wochen und Monate erfordern dürfte. Und es ist nichts Unveränderliches oder gar in Stein Gemeißeltes.
Aber wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel. Ich möchte Sie ermutigen, diese herausfordernde und spannende Reise zum eigenen Glück zu unternehmen, um Ihr Leben dann sehr bewusst mit einem (oder auch mehreren) Menschen, dem (oder denen) Sie Ihre Liebe schenken möchten, zu teilen.
ZUSAMMENFASSUNG:
• Es gibt nicht die eine Lösung – finden Sie Ihre individuelle Lösung als Paar!
• Arbeiten Sie beide aktiv an der Beziehung.
• Holen Sie sich bei Krisen, die Sie nicht alleine bewältigen können, rechtzeitig Hilfe von außen.
• Auch gesunde Beziehungen, die in Liebe geführt werden, haben Konflikte.
• Seien Sie offen und neugierig: Lassen Sie neue Ideen und Gedanken zu und prüfen Sie, ob diese für Sie und Ihre Partnerschaft von Nutzen sein könnten.
• Finden Sie Ihre eigenen Methoden und Werkzeuge, die für Sie und Ihre Partnerschaft passen.
HILFREICHES:
Nehmen Sie sich mit Ihrem Partner bewusst und regelmäßig Zeit zur Begegnung außerhalb der »Erledigungsgespräche«. Im Alltag ist es nach Jahren der Beziehung oft nicht einfach, sich Raum für die Begegnung zu zweit und für intensiven Kontakt zu schaffen. Tun Sie dies ganz aktiv.
2. SELBSTBEWUSSTSEIN UND SELBSTWERT
»Das Wichtigste im Leben kannst du dir nur selbst geben: deinen Selbstwert.«
Gudrun Kropp
Gustav Klimt, 1912–1913
DAS SELBSTBEWUSSTSEIN
Um unseren Selbstwert ist es oft nicht gut bestellt. Dieser Umstand ist eine Quelle großer Unannehmlichkeiten für uns und die Menschen um uns herum. Eine glückliche Beziehung können wir auf Dauer nur dann führen, wenn sich beide Partner einen gesunden Selbstwert erarbeitet haben oder sich auf dem Weg dorthin befinden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass wir uns ständig in Themen verstricken, die nichts mit der Beziehung an sich zu tun haben, sondern sich um den mangelnden Selbstwert drehen. Wir haben dann sozusagen den Blick nicht frei für die eigentlichen Themen der Beziehung.
Nicht zu verwechseln ist der Selbstwert mit dem Selbstbewusstsein. Das Selbstbewusstsein ist ein Teilbereich des Selbstwertes und beschreibt den Blick auf die eigene Persönlichkeit und die Einschätzung der eigenen Fähigkeiten, die aus dem bewussten Denken über sich selbst entsteht (wer oder was bin ich?). Wir setzen uns dabei auch in Bezug zu unserer Umwelt und ordnen uns ein.
Das Selbstbewusstsein hängt zwar mit dem Selbstwert zusammen, es kann aber auch sein, dass jemand mit geringem Selbstwert nach außen hin ein großes Selbstbewusstsein zeigt. Insbesondere in unserer kapitalistischen, auf Leistung ausgerichteten Ellenbogengesellschaft ist ein großes Selbstbewusstsein erfolgsfördernd. Diejenigen, die (scheinbar) wissen, was sie können und wollen, und dies selbstbewusst verkünden, haben die besten Aussichten im großen Teich. Manch einer hat sich daher ein selbstbewusstes Auftreten »antrainiert«. Entspricht das gezeigte Selbstbewusstsein nicht dem tatsächlich vorhandenen, können daraus viele Probleme entstehen.
Wir haben das Selbstbewusstsein zu einer wichtigen Größe erklärt, der Selbstwert aber gerät oft in Vergessenheit. Wer nur ein starkes Selbstbewusstsein erkennen lässt, ohne dass dieses auf einem guten Selbstwert basiert, kann nach außen sehr hart agieren, um sich »um jeden Preis« durchzusetzen. Das aber ist eine Schutzreaktion, um den Mangel an Selbstwert vor sich und anderen nicht »auffliegen« zu lassen.
Oder wir haben es mit dem umgekehrten Fall zu tun, der tatsächlich gehäuft bei Frauen vorkommt: trotz guten Selbstbewusstseins suchen wir die Verantwortung für die aktuelle Situation allein bei uns (weil uns der Selbstwert fehlt) und führen so zum Beispiel eine für uns ungute Beziehung fort. Wir erkennen dann nicht, was uns selbst guttäte und können folglich nicht dafür einstehen. Viele wünschen sich ein größeres Selbstbewusstsein, meinen aber damit eigentlich den Selbstwert.
DER SELBSTWERT
Der Selbstwert ist der Wert, den wir uns selbst beimessen. Ist der Selbstwert gestört, kann sich dies in zweierlei Weise bemerkbar machen: Liegt Narzissmus und/oder Hochmut vor, zeigt sich das in einem »aufgeblasenen Ego« und in Selbstüberschätzung. Auch wenn es nach außen hin anders scheint: Die Ursache ist auch hier ein zu geringer Selbstwert. Das Gegenteil wäre das ständige Ansich-Zweifeln – bis hin zur Selbstverachtung. Die meisten von uns liegen irgendwo zwischen diesen Extremen.
Viele neigen dazu, ihren Selbstwert nach materiellen Dingen oder körperlichen Merkmalen zu bemessen und ihn damit aufbauen zu wollen. Zum Beispiel danach, wie teuer das Auto ist, das sie fahren, oder nach Äußerlichkeiten wie Größe oder Gewicht. Oder auch danach, wie andere von ihnen denken, was man heutzutage gut über die sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter verfolgen kann: Viele leben ein Leben der Selbstdarstellung. Konsum und Selbstinszenierung sind der Versuch, die Selbstwert-Lücke von außen zu füllen. Unsere Marktwirtschaft lebt sehr gut von diesem Umstand. Der Konsum steigt, der Rubel rollt!
Echter Selbstwert kann jedoch nur in Ihrem Inneren entstehen, Sie können ihn nicht kaufen und auch nicht von außen zugesprochen bekommen.
Aber denken Sie jetzt nicht, Sie könnten nur dann eine glückliche Beziehung führen, wenn Sie Ihren Selbstwert schon perfekt aufgebaut und verankert haben. Die wenigsten Menschen sind an diesem Punkt. Sie können sich in Ihrer Partnerschaft auch gegenseitig dabei unterstützen, Selbstwert zu entwickeln. Da der Blick von außen oft unschätzbar wertvoll ist, kann die Partnerschaft gerade hier eine wunderbare Hilfe sein. Selbstredend erfordert es von beiden Seiten aber auch Geduld und Nachsicht, wenn sich mal wieder der Mangel an Selbstwert Bahn bricht.
Was können Sie also tun, um Ihren Selbstwert zu verbessern? Gehören Sie zur Gruppe der Menschen, bei denen der geringe Selbstwert sich in Arroganz oder Selbstverachtung äußert, dann empfehle ich Ihnen Therapiestunden zur Unterstützung, denn Sie benötigen jemanden von außen, der Sie spiegeln kann. Ist Ihr Selbstwert lediglich etwas zu schwach ausgeprägt, dann ist es zu Beginn am einfachsten, Ihr Thema mit dem Selbstwert dann wahrzunehmen, wenn er fehlt: Wann fühlen Sie sich wertlos oder übergangen? Überlegen Sie, was sich verändern müsste, damit Sie sich als wertvoller Mensch fühlen. Sehen Sie sich auch all die Details an, mit denen Sie sich immer wieder selbst klein machen. Fangen Sie zum Beispiel an, Ihren Körper zu lieben, wie er ist, und vermeiden Sie Aussagen wie »das kann ich nicht« oder »das schaffe ich nicht«.
Machen Sie sich klar, dass Sie alles können, was Sie wollen, wenn Sie nur ausreichend dafür brennen. Es ist eine Frage des Einsatzes und des Willens, niemand erlegt Ihnen Grenzen auf, Sie selbst sind der Gestalter Ihres Seins. Denken Sie um: Denken Sie sich groß, nicht klein! Stehen Sie auch anderen gegenüber mutig für sich selbst ein, zeigen Sie Ihren Mitmenschen auf achtsame Weise, wo Ihre Grenzen sind. Denn dann agieren und reagieren Sie selbstbewusst, weil Sie es sich selbst wert sind.
Reflektieren Sie Situationen nicht nur in eine Richtung (wofür habe ich die Verantwortung, wo muss ich etwas verändern?), sondern überlegen Sie auch, was an der Situation Sie verletzt oder getroffen hat und was Sie brauchen, damit es Ihnen besser damit geht. Stehen Sie für sich ein, für Ihre Bedürfnisse, Wünsche und auch für Ihre Grenzen. Sie haben ein Recht auf ein glückliches Leben. Wenn Sie es sich nicht selbst zugestehen und aktiv daran arbeiten, wie soll es dann im Außen auf Sie zukommen?
Bauen Sie Stück für Stück einen schönen Palast des Selbstwerts, in dem Sie sich wohlfühlen, in dem Sie zu Hause sind und sich auskennen – Ihre Partnerschaft wird in hohem Maße davon profitieren!
ZUSAMMENFASSUNG:
• Machen Sie sich den Unterschied zwischen Selbstbewusstsein und Selbstwert bewusst.
• Zeigen Sie nach außen hin das Selbstbewusstsein, das Ihrem Inneren entspricht. Wenn es nicht stark genug ist, dann arbeiten Sie daran.
• Wichtig: Ein gutes Selbstbewusstsein ist nicht gleichzusetzen mit der Angewohnheit, andere ständig übertrumpfen zu wollen.
• Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, Ihren Selbstwert durch Konsum oder Anerkennung von außen »billig« zu steigern. Arbeiten Sie stattdessen ehrlich am Aufbau Ihres Selbstwerts.
• Holen Sie sich Hilfe (zum Beispiel Coaching).
• Seien Sie nachsichtig mit Ihrem Partner, wenn mangelnder Selbstwert aktiv wird, aber achten Sie auch auf Ihre inneren Grenzen und stehen Sie für diese ein.
• Helfen Sie Ihrem Partner beim inneren Aufbau seines Selbstwerts und lassen Sie sich von Ihrem Partner ebenfalls dabei unterstützen.
HILFREICHES:
• Im Internet finden sich zahlreiche Meditationen zum Aufbau des Selbstbewusstseins und des Selbstwerts. Wählen Sie sich dort eine passende aus und gönnen Sie sich diese hin und wieder.
• Treiben Sie regelmäßig Sport. Sport hält uns nicht nur körperlich fit, sondern stärkt uns auch psychisch und trägt zu einer besseren Eigenwahrnehmung bei. Eine gesunde Lebensführung (Ernährung, Bewegung, Sonne und frische Luft) hilft Ihnen, eine positive Einstellung sich selbst gegenüber zu entwickeln.
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