0,99 €
Raumschiffkommandant Ron Goldock und seine Crew freuen sich nach langem Flug auf den Erdurlaub. Ein Alarm macht ihnen einen Strich durch die Rechnung, und sie müssen einer Weltraumstation zur Hilfe eilen. Und dann gelangt auch noch im Trubel des Alarmstarts ein blinder Passagier an Bord, der beträchtliche Probleme bereitet ...
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 64
Veröffentlichungsjahr: 2026
DAS BUCH
Jürgen Müller
Raumschiffkommandant Goldock
SF-Erzählung
Coverbild: AnaBoo/Shutterstock.com
Die Erzählung «Raumschiffkommandant Goldock» wurde 1989 vom Verlag Neues Leben für eine Veröffentlichung in der Reihe «Das Neue Abenteuer» im Jahr 1991 vorgesehen, was aber dann leider wegen dem Ende der DDR nicht stattfand.
ZUM AUTOR
Jürgen Müller wurde am 21.08.1960 geboren. Er lebt in Pockau-Lengefeld, einer kleinen Stadt im Erzgebirge. Nebenberuflich arbeitet er Korrekturleser sowie als An- und Verkäufer von Gebrauchtbüchern im Internet.
Er schreibt seit seinem 14. Lebensjahr:
Science Fiction und Fantasy unter seinem eigenen Namen Jürgen Müller oder J. W. Müller
humoristische Liebesromane unter dem Pseudonym Abby-Ann Fuchs
Kriminalerzählungen und -Romane als Ben Kill
diverses Andere als Frauke Küßmich
und Lachgeschichten als Horst Horsterlich
Bisherige Veröffentlichungen als E-Books:
- Schlitzer Jim und was danach geschah (Erzählung)
- SOKO Todessprung. Waarfurt-Serie Band 1
- Im Höllenschlund: Teuflische Verwandlung (Erzählung)
- Hochzeit mal drei (Roman)
- Liebesgestöhn im Doppelhaus (Roman)
- Papa und der Hauptgewinn (Roman)
- Der 39 Millionen Euro Gewinn (Roman)
- So ein Horst (Lachgeschichten)
- Ich werde keine Hure (Kurzroman)
- Sternenkill (Roman)
- In den Tiefen des Raums (Roman)
- Gedanken sind frei (Storys)
- Raumschiffkommandant Goldock (Erzählung)
- Galaxistor (Storys)
- Das BBK-P (Storys)
- Das erste Mal (Storys)
- Notgeil (Roman)
- Der Fluch des Gnomen (Roman)
- Sämtliche Romane (Sammlung)
- Alle Storys (Sammlung)
- Sämtliche Creative Writing Ratgeber (Sammlung)
- Das große Aphorismen und Zitate eBook
- So schreiben Sie mühelos ein tolles dickes Buch (Schreibratgeber)
- So schreiben Sie mühelos ein tolles dickes Buch / So schreiben Sie einen sagenhaften Stil (Schreibratgeber)
- 1171 Synonyme für sagte (Schreibratgeber)
- 500 Zitate, wie ein Schriftsteller tickt (Zitate-Sammlung)
- Romane schreiben leicht gemacht (kleiner Schreibratgeber)
- 375 mal das große Rätsel Gott (Zitate-Sammlung)
- 500 Geheimnisse der Liebe (Zitate-Sammlung)
- Vom Mann, der fast 3000 Bücher schrieb (Erzählung)
- Die Zwölfjährige, die die irdischen Meere leerte und den Mond besiedelte (Erzählung)
IMPRESSUM
© Jürgen Müller
Straße des Friedens 11
09509 Pockau-Lengefeld
Coverbild: AnaBoo/Shutterstock.com
Neobooks.com, März 2026
Inhaltsverzeichnis
DAS BUCH
ZUM AUTOR
IMPRESSUM
Raumschiffkommandant Goldock
Raumschiffkommandant Goldock
Schweiß rinnt in die Augen, die graue Gestalt vor ihm verschwimmt. Bleiern die Beine, der Lauf wird Tortur. Vernehmlich verflucht Gisbert seinen klobigen Spezialskaphander. In das Hämmern seines Pulses mischt sich das Keuchen seines Kollegen Bruno. Ihre schweren Skaphander behindern sie bei der Verfolgungsjagd, der Vorsprung des in einem nur leichten Raumanzug Flüchtenden wächst ständig an.
»Achtung! Er verlässt die Innensektion. Wo will der Kerl bloß hin?«, stößt Gisbert außer Atem hervor.
Auch Bruno ist verblüfft, als sie vor der geschlossenen Schleuse stehen. Blinkende Kontrolllämpchen zeigen an, dass sie für die nächsten zwei Minuten besetzt ist.
»Mensch, Gisbert, dahinter ist doch ein Dock! Wenn uns dieser schwachsinnige Ausflügler bloß nicht ins All trudelt! Was wollen die hier oben? Sollen lieber nach Venedig pilgern.«
Ein kurzes Zögern, schon eilen sie in die nächstgelegene Schleuse.
Endlich gleitet die Außenwand beiseite, und sie springen ins Freie. Weit voraus, auf einer Plattform, die das Andocken der verschiedensten Landefähren und Raumgleiter ermöglicht, hastet der Flüchtende mit riesigen, meterhohen Sprüngen einer Landefähre älteren Typs entgegen. Über ihm, in der Schwärze des Alls, strahlende Sterne und schemenhaft erkennbar die Mutterschiffe der hier liegenden Raumflugkörper.
Gisbert holt alles aus sich heraus, aber der Abstand vergrößert sich weiterhin. Hier herrscht noch eine geringe Schwerkraft, und da ihre Ausrüstung bei Weitem schwerer ist als die des Mannes vor ihnen, geraten ihre Sprünge dementsprechend kürzer.
Der Flüchtende hantiert bereits an der älteren Landefähre. Gisbert kennt deren Öffnungsmechanismus und ist sich sicher, dass sie den Mann nicht mehr einholen können, sondern vor der geschlossenen Luke stehen werden, um dann ihrerseits die Flucht vor dem Triebwerksstrahl ergreifen zu müssen.
»Wir schaffen es nicht«, ruft Bruno. »Bevor wir bei ihm sind, ist er drinnen und ... Himmel! Sieh doch, er hat bereits die Einstiegsluke geöffnet, fachmännisch, in kürzester Zeit. – Du, das ist ein Profi. Von wegen Tourist! Los, schnell, nichts wie weg. So, wie der sich auskennt, hat er doch im Nu das Triebwerk gezündet, und ich kann mir eine schönere Daseinsform vorstellen denn als Schmorbraten!«
Trotz des Galgenhumors steht ihm das blanke Entsetzen im Gesicht, als er zur Schleuse zurückjagt.
Gisbert ist aus anderem Holz geschnitzt, bewahrt die Ruhe, reißt seinen Handstrahler aus der Halterung, zielt gewissenhaft und drückt ab. Der Mann an der schon offenen Luke bricht lautlos zusammen.
Gisbert geht zu ihm, hebt ihn aus dem Einstieg heraus und verriegelt diesen wieder.
Da er Harry Rapp trotz verstärkter Helmfunkleistung nicht erreichen kann, muss er zu ihm in die Kommandozentrale gehen.
Harry Rapp, so heißt der neu ernannte Kommandant der Außenstation Drei, die von ihren Bewohnern von alters her kurz Austa-Drei genannt wird.
Nach einer kurzen Verschnaufpause macht er sich auf den Weg, den leblosen Körper über die Schulter gelegt.
Als er wieder aus der Schleuse tritt, trifft er auf Bruno, der ihn wie ein Gespenst anstarrt.
»D-d-du lebst? – Aber ...?«
»Nee, buh! Ich bin Zombie der Dritte, zittre, bibbre!«
Gisbert greift mit gespielter Verwunderung nach Brunos Strahler.
»Trägst du immer einen Regenschirm mit dir rum?«
Damit lässt er ihn schmunzelnd stehen.
Beschämt trottet Bruno seinem Vorarbeiter hinterher.
Erst in den Hauptgängen der Station treffen sie auf Menschen.
»Alles in Ordnung, wir haben ihn. Ihr könnt die Suche abbrechen.«
Sie lehnen die Hilfe ihrer Kameraden, die den Mann tragen wollen, ab. Bis zur Kommandozentrale ist es nicht mehr weit.
Dumpf dringen die erregten Stimmen zweier Männer durch die geschlossene Tür. Da auf Gisberts mehrmaliges Klopfen keinerlei Reaktion erfolgt, treten sie unaufgefordert ein, lassen den Mann zu Boden gleiten, die Visiere nach oben schnappen und schauen sich betroffen an. Auf dem Hauptmonitor erblicken sie Carlo Gades, den gefürchteten Chef des Kosmischen Sicherheitsverbandes (KSV). Seine wütende Stimme jagt ihnen selbst jetzt, als sie nicht ihnen gilt, eiskalte Gebirgsbäche über die Rücken.
»... können Sie vergessen! Glauben Sie allen Ernstes, wir hätten diese Möglichkeit übersehen? Mitnichten, mein Lieber, nur gibt es eine bessere. Und bei dieser bleibt es. In fünfundvierzig Minuten startet ein Raumschiff, in dem sich die Hälfte Ihrer Algenkulturen sowie eine vollzählige Mannschaft befindet, von Ihrer Station aus zur Außenstation Vier!«
»Aber hier liegen doch derzeit nur drei Heimkehrerschiffe. Die Besatzungen waren monatelang draußen und fiebern der Erde entgegen. Wie soll ich denen beibringen, dass sie noch etliche Tage unterwegs sein müssen? Die Algen gebe ich gern her; aber warum stellen Sie kein Raumschiff mit einer frischen Besatzung zur Verfügung?«
»Weil keins nahe genug bei Austa-Vier ist, Sie Trott... Kommandant Rapp, bringen Sie mich nicht zur Weißglut! Hierbei geht es um sechshundert Menschenleben, da zählt jede Minute, und Sie kommen mir in einer Tour mit Fragen und Ausflüchten. Sagen Sie den Raumfahrern, worum es geht, und Sie werden sehen, es melden sich mehr Leute freiwillig, als Sie brauchen. Es ist mir schleierhaft, wie Sie darauf kommen, ein Raumfahrer könnte seinesgleichen eines bevorstehenden Urlaubes wegen im Stich lassen, und ich will nur hoffen, Sie gehen dabei nicht von sich selbst aus! Aber gut, dann appellieren Sie eben an die Besatzungen, in Not geratenen Kameraden zu helfen. Und sollten sich daraufhin wider Erwarten nicht genügend Raumfahrer melden, dann lassen Sie die Leute, die dringend auf die Erde müssen, aus dem Spiel und stellen aus den übrigen eine Mannschaft zusammen, der Sie befehlen – hören Sie: befehlen –‚ zur vierten Außenstation zu fliegen. Im Übrigen melde ich mich in ... in dreiundvierzig Minuten wieder und hoffe, Sie haben bis dahin meinen Befehl ausgeführt. Ansonsten könnten Sie von sehr großen Unannehmlichkeiten ereilt werden; in Ihrem Rang zweifelt man Befehle nicht an, man führt sie aus!«
»Aber unsere Ärzte sind doch bei den Verletzten der Friedrich Wilhelm Herschel eingesetzt, und wir haben keinen ...«
»Das ist Ihr
