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Endlich, Ethan stand mit beiden Beinen im Leben. Das sollte man zumindest meinen, oder? Die Wahrheit sah jedoch anders aus. Er hatte einen Teeladen, in dem er Drogen verkaufte, um über die Runden zu kommen, sein einziger richtiger Freund war sein Ex und mit seiner Familie pflegte er keinen Kontakt. Ethan hatte sich mit diesem Alltagstrott abgefunden. Dieser wurde jedoch auf den Kopf gestellt, als er einen seiner Kunden etwas näher kennen lernte.
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Seitenzahl: 266
Veröffentlichungsjahr: 2023
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Reden ist Gold, so heißt es klar, Worte sind kostbar, immerdar. In ihnen liegt Macht und Zärtlichkeit, Mit Worten formen wir die Ewigkeit.
Kapitel 1 – Tee, Drogen und eine anhängliche Exfrau
Kapitel 2 – Ein Date mit unverhofften Verhaftungen
Kapitel 3 – Brüder und Bierpong
Kapitel 4 – Familientreffen, ein Wiedersehen, Geheimnisse und warum das Schicksal grausam ist
Kapitel 5 – Die zweite Erkennungsmarke
Kapitel 6 – Mehr als eine Erinnerung
Kapitel 7 – Eine alte Bekannte in der Karaokebar und eine glückliche Fügung des Schicksals
Kapitel 8 – Ein neuer Kunde, oder auch: Die Rückkehr des Arschlochs
Kapitel 9 – Der alte Kunde, oder auch: Was soll dieser MIST?!
Kapitel 10 – Vielleicht gibt es doch noch Hoffnung
Kapitel 11 – Abschied und Zuwachs
Kapitel 12 – Auf, dass der Tod uns scheidet
Kapitel 13 – Das Schicksal meint es nicht gut mit uns
Kapitel 14 – Getrennte Wege und eine rote Linie im blassen Meer
Epilog – Wo auch immer du hingehst…
Schnell hatte Ethan noch die Packung Tee in die Tüte gelegtund sie dem Kunden vor sich gegeben.
Das Geld warf er in die Kasse.
„Auf Wiedersehen, einen schönen Tag noch“, sagte er wie üblich und sah dem jungen Mann nach. Ein wenig genervt lehnte er sich nach hinten in den Stuhl und fuhr sich einmal durch sein rotes Haar.
Ethan hatte immer davon geträumt, mal einen eigenen Teeladen zu besitzen. Er wollte selbstständig sein, nicht auf irgendjemanden angewiesen und man sollte meinen, dass er das erreicht hatte.
Er hatte den Laden hier und die Wohnung direkt dort drüber, aber die Lage war nicht so schön, wie er sie sich erhofft hatte.
Den Laden und die Wohnung hatte er nur, weil sein Exfreund den Vermieter kannte und die Wahrheit war, dass seine Ware ihm kaum etwas einbrachte.
Um über die Runden zu kommen, verkaufte er zusätzlich heimlich Drogen. Er selbst nahm nichts davon, er wollte nicht enden wie sein großer Bruder.
Ethan wollte den Laden nicht aufgeben.
Bestimmt könnte er Jakob um Hilfe fragen, aber er wollte sich auch nicht bei allem auf ihn verlassen, außerdem war er dafür zu stolz. Er wollte zeigen, dass er das alleine schaffte.
Verdammt, er war erwachsen, da konnte er sich doch nicht immer unter die Arme greifen lassen. Wo sollte das denn hinführen?
Ethans Blick wanderte nach oben und er setzte ein schwaches Lächeln auf, als einer seiner Stammkunden, natürlich nicht wegen des Tees, den Laden betrat.
„Das Übliche?“, fragte er etwas genervt und holte sofort die Ware aus dem Lager. Er packte sie schon vor Ort in eine Tüte und legte eine kleine Packung Tee, nachdem er wieder an der Kasse war, hinzu, damit es nicht auffiel.
„Bitte sehr“, sagte er und gab dem Kunden die Tüte.
„Yo, danke für den ‚Tee‘“, sagte dieser mit meinem breiten Grinsen auf den Lippen und reichte Ethan das Geld.
Dieser bemühte sich nicht mit den Augen zu rollen, als er die Kasse öffnete und ihm das Wechselgeld gab.
„Wenn du es zu unauffällig machen willst, wird es nur wieder auffällig“, presste er leise zwischen den Zähnen hervor und sah danach dem jungen Mann nach, der den Laden wieder verließ.
Ethans Blick fiel auf die Uhr, es war kurz vor sechs und es war Samstag, er würde ihn wohl auch gleich schließen. In den letzten fünf Minuten kam sowieso niemand.
Fragend jedoch sah er auf, als er eine Stimme hörte und schaute in die Richtung, aus der sie gekommen war.
Er musterte den jungen Mann, der genervt auf sein Handy schaute. Seine Augen leuchteten wie Bernstein und seine dunklen schwarz-braunen Haare hatte er zu einem Zopf hochgebunden.
Als er das Handy wieder wegsteckte, nahm er schließlich eine Packung des Tees aus dem Regal und ging zu Ethan an die Kasse.
Dieser richtete sich etwas auf und lächelte schwach.
Endlich, ein Kunde, der auch wirklich Tee kaufte.
„Hallo“, sagte er fröhlich und nahm die Ware entgegen. Er scannte sie ein und legte noch eine kleine Probe dazu „Hier, als Geschenk für Ihren ersten Einkauf.“
Der Kunde nahm die Tüte lächelnd entgegen und packte sie ein.
„Ist der Laden schon länger hier?“, fragte er dann.
Ethan stützte sich etwas auf dem Tresen ab und richtete einmal sein verzotteltes Haar.
„Ungefähr zwei Jahre jetzt“, antwortete er.
„Dann muss ich die letzten zwei Jahre wohl ziemlich blind gewesen sein. Ich habe schon länger nach so einem Laden gesucht, aber selten ein Geschäft mit so einer guten Auswahl gefunden“, erzählte der Kunde lächelnd „Ich werde sicherlich noch häufiger wieder kommen.“
„Das würde mich freuen“, entgegnete Ethan und verabschiedete sich dann von dem Kunden.
Nachdem dieser weg war, ging er zur Tür rüber und schloss ab.
Es war Zeit für Feierabend. Er holte die Kasse und machte sich mit dieser auf den Weg nach oben. Er war froh einen so kurzen Arbeitsweg zu haben.
In seiner Wohnung angekommen legte er die Kasse auf den Tisch ab und schaute sie einige Sekunden an.
Hatte er Lust jetzt das Geld zu zählen? Er müsste auch noch einkaufen gehen.
Morgen war Sonntag, da hätte er auch noch Zeit die Kasse zu zählen, also schnappte er sich seine Tasche und legte sie um die Schulter.
Er konnte eh nie viel auf einmal kaufen. Seine Wohnung hatte gerade mal 15m2. Wenn er sich auf den Boden legte, konnte er mit den Händen den Kühlschrank und mit den Füßen das Bett berühren. Es war besser als gar nichts und er war froh von zuhause weg zu sein, aber Luxus sah anders aus.
Ethan stellte sich an der Kasse an, nachdem er alles in den Wagen getan hatte, was er brauchte, und begann die Sachen auf das Band zu legen. Er hasste es samstags einkaufen zu gehen, die Leute taten immer so, als würde ein Weltkrieg ausbrechen und sie müssten Vorräte für zwanzig Jahre holen nur, weil sonntags die Läden zu waren.
Genervt sah er zu den Kunden vor sich, er würde gerne heute noch den Laden wieder verlassen können.
„Oh, was für ein Zufall“, hörte er jemanden sagen und sah zu diesem.
Er setzte ein Lächeln auf, als er den Mann erkannte, der eben noch bei ihm einkaufen gewesen war.
„Hey“, sagte er und stieß sich von dem Kassenband ab, an das er sich gelehnt hatte „Ich bin übrigens Ethan“, stellte er sich vor.
„Ich bin-“, der Fremde unterbrach sich selbst.
Genervt holte er das klingelnde Handy aus der Hosentasche und drehte sich etwas weg.
„Ja?“, fragte er und Ethan konnte die Anspannung in seiner Stimme hören.
„Ich bin gerade einkaufen. Ja… Ja, später, okay? Ich ruf zurück“, sagte er gereizt und steckte das Handy schnell wieder weg.
„Verzeih“, sagte er mit sanfterer Tonlage und wandte sich wieder Ethan zu „Ich bin Yao.“
Ethan nickte einmal, während er die Einkäufe in eine Tasche packte, nachdem der Kassierer sie gescannt hatte und schließlich bezahlte.
„Ich wollte gleich mal die andere Teesorte probieren, die Ihr mir mitgegeben hattet“, sagte der andere.
„Lasst ihn am besten sieben Minuten ziehen, dann entfaltet sich sein Aroma am besten“, schlug Ethan vor.
„Wollt Ihr mir dabei nicht Gesellschaft leisten?
Ich habe auch noch eine Menge vom Mittagessen übrig, was ich wohl sonst wegschmeißen würde“, bot der Chinese an.
Ethan schaute diesen überrascht an.
Wer lud denn jemanden, den er kaum kannte, zum Essen ein? Sein Blick fiel in seine Einkaufstüte, die bis zum Rand voll mit Instantnudeln und Dosensuppen war und sah dann wieder zu Yao. Er hatte ewig nichts Richtiges gegessen, hatte eigentlich keine wirkliche Lust auf das, was er eingekauft hatte und wirklich kochen konnte er eh nicht.
„Gern“, sagte er deswegen und wartete, bis Yao seine Einkäufe ebenfalls eingepackt hatte.
Danach verließen sie zusammen den Laden.
Ethan folgte ihm zu seinem Auto und weitete die Augen etwas, als Yao seine Einkäufe einlud. Das Ding musste ein Vermögen gekostet haben. Wie kam jemand in dem Alter an so ein Auto?
Ein wenig unsicher räumte er seine Tüte ebenfalls in den Kofferraum und setzte sich dann auf den Beifahrersitz.
Er hatte das Gefühl, er müsse kerzengerade sitzen und dürfe sich nicht bewegen. Nicht, dass er das Auto noch dreckig machte.
Doch Yao setzte sich ganz normal in den Fahrersitz und lehnte sich zurück. Dann startete er den Motor und fuhr los. Ethan entspannte sich etwas und lehnte sich selbst etwas zurück. Nach etwa zehn Minuten staunte er erneut.
Nicht nur, dass Yao sein Auto neben zwei derselben Preisklasse parkte, das Haus, vor welchem er geparkt hatte, war ebenfalls nicht von schlechten Eltern.
Er konnte sehen, dass ein Weg zu einem großen Garten führte.
Yao stieg aus dem Wagen aus und holte die Einkäufe aus dem Kofferraum, dann ging er in das Haus. Er drückte auf einen Knopf an seinem Schlüsselbund und die Tür schob sich von selbst auf.
Ethan zog seine Schuhe aus und stellte sie an die Garderobe, unsicher folgte er Yao ins Wohnzimmer.
Es war sehr warm eingerichtet. Der Boden war aus hellem kristallisiertem Marmorgestein. Eine helle beige Tapete, verziert mit goldenen Ornamenten tauchte den Raum in ein seichtes Leuchten.
„Setz dich doch“, sagte Yao lächelnd und deutete auf den Esstisch. Zögernd setzte Ethan sich und beobachtete den anderen dabei, wie er die Einkäufe einräumte und die von Ethan in eine Ecke stellte.
„Wie kommt jemand in deinem Alter zu so einem Auto und Haus?“, fragte er, als er seine Sprache wieder gefunden hatte.
Yao sah von dem Teekocher auf, den er gerade angeschaltet hatte und lächelte mild „Das hat vorher meinen Eltern gehört“, erklärte er und deckte nebenbei den Tisch. Ob seine Eltern tot waren?
Er war sich nicht sicher, ob er fragen sollte, entschied sich dann es nicht zu tun.
Kurz sah er in seine Teetasse, folgte dann Yao mit seinem Blick, als dieser wieder in die offene Küche ging und den Herd anmachte, um das Essen aufzuwärmen.
Dann stellte er dieses ebenfalls auf den Tisch und setzte sich dazu.
„Und der Teeladen ist wirklich schon zwei Jahre dort?“, fragte er dann und aß einen Happen vom Fleisch
Ethan sah auf seinen Teller. Ente mit Curry, und es roch so gut. Er lächelte zufrieden. Wie lange war das her, dass er so gut gegessen hatte?
„Hm? Ja“, sagte er lächelnd „Ich weiß, die Lage könnte besser sein. Aber es war gar nicht so leicht, überhaupt etwas zu finden.“
„Also bist du der Besitzer?“, fragte Yao dann.
Ethan nickte einmal, schob sich etwas Reis in den Mund „Ein… Freund“, begann er zögernd „hat mir dabei damals geholfen.“
Sich eine Haarsträhne hinters Ohr streichend sah der andere ihn fragend an „Ein Freund?“
Ertappt ließ Ethan die Gabel sinken.
„Jakob, eh… Mein Exfreund“, erklärte er und schüttelte leicht den Kopf „Es ist etwas kompliziert.
Meine Eltern waren dagegen, weil er ein paar Jahre älter als ich und naja… ein Mann ist.“
„Wie viel älter denn?“, fragte Yao nach.
„Fünf Jahre“, sagte Ethan „Ich war damals 17.
Naja, als ich dann 18 war, war es auch egal und ich bin ausgezogen. Trotzdem war es nicht so einfach. Meine Eltern haben getan, als wäre er 40 oder so“, fügte er lachend an.
„Vor drei Jahren haben wir Schluss gemacht, aber wir sind noch Freunde.“
Yao nickte einmal, trank einen Schluck von seinem Tee und setzte ein mildes Lächeln auf.
„Wenn ihr noch Freunde seid, ist das doch gut“, sagte er und senkte kurz darauf den Blick „Nicht, dass ich das auch behaupten könnte.“
„Was meinst du?“, fragte Ethan vorsichtig.
Ein Seufzen entkam Yaos Lippen und er lehnte sich etwas in den Stuhl zurück.
„Meine Ex, sie…“, setzte er an und rieb sich einmal den Nacken „Wir sind nicht gerade im Guten auseinander gegangen. Ich glaube, sie begreift nicht wirklich, dass es vorbei ist, und sie lässt mich nicht in Ruhe. Der Anruf vorhin im Laden, das war sie…“ Ethan hob eine Augenbraue an, schlürfte einen Schluck von dem Tee und stellte die Tasse wieder ab
„Wieso blockierst du sie nicht?“, fragte er dann.
Ein unsicheres und kurzes Lachen entkam Yao.
„Wenn das doch nur was bringen würde“, sagte er und senkte den Blick etwas. Er schien ein wenig nervös zu werden, denn er begann an dem Saum seiner Ärmel zu fummeln und etwas mit der Naht herumzuspielen „Einmal saß sie einfach in meinem Schlafzimmer. Dann habe ich alle Schlösser austauschen lassen und sie kam dennoch wieder rein“, erzählte er.
Ethan weitete die Augen. Sie brach hier einfach ein?
„Wieso rufst du nicht die Polizei?“, fragte er deswegen.
„Naja, sie meint es ja nicht böse und außerdem gibt es-“, Yao hielt in seiner Ausrede inne und stand auf. Sein Blick fiel auf den Wandschrank in der Ecke und er ging langsam rüber. Ethan sah ihm nach. Was war denn jetzt los?
Vorsichtig legte Yao eine Hand an den Türgriff, ehe er die Tür schnell aufzog und eine Frau herausgepurzelt kam.
Ethan schreckte ein wenig zurück und stand ebenfalls auf.
„Anya, was machst du hier?“, fragte Yao scharf und sah zu der Frau runter. Diese erhob sich und strich einmal ihr rosa Kleid glatt. Das gerade geschnittene Haar fiel ihr glatt über die Schultern und umrundete ihre weichen Gesichtszüge.
„Yao“, sagte sie fröhlich und ging einen Schritt auf ihn zu. Sie war ein gutes Stück größer als der Chinese und ihre blauen Augen strahlten bei seinem Anblick.
„Was machst du hier, Anya?“, wiederholte er etwas aufgebracht „Ich habe doch gesagt, ich rufe dich später an!“
„Das war vor einer Stunde“, sagte Anya unbeirrt und lächelte weiterhin.
„Dann eben… noch später“, murrte Yao und sah die Frau vor sich streng an. Sie zog die Augenbrauen zusammen und krallte die Finger in den Stoff ihres Kleides.
„Warum?“, fragte sie wütend, dann fiel ihr Blick zu Ethan.
Dieser zuckte leicht zusammen und lächelte entschuldigend. Als sie auf ihn zuging, atmete er einmal tief durch und sah zu ihr auf. Jetzt beim näheren Betrachten, fiel ihm auf, dass sie nicht nur ein gutes Stück größer als Yao, sondern auch älter zu sein schien.
Skeptisch hob er eine Augenbraue. Die war doch mindestens vierzig. Was wollte sie denn von jemand wie Yao? Oder war sie hinter seinem Geld her?
Im Grunde konnte es Ethan egal sein, aber irgendwie nervte es ihn ganz schön.
„Du bist also der Grund, warum er gerade keine Zeit für mich hat, ja?“, fragte sie wütend und holte ein Taschenmesser hervor, das sie Ethan an die Brust hielt.
„Anya!“, rief Yao und war sofort dazwischen gegangen. Unsanft stieß er seine Ex von Ethan weg und hatte sich gleichzeitig das Messer geschnappt „Lass den Scheiß, verdammt!“
Ethan sah ein wenig überrumpelt zwischen den beiden hin und her, sein Blick wanderte zu Anya, der Tränen über die Wangen liefen. Schnell rappelte sie sich wieder auf und schlang die Arme um ihren Oberkörper.
„Komm ihm zu Nahe und du bist einen Kopf kürzer!“, spuckte sie Ethan entgegen, ehe sie aus dem Haus rannte.
Eine Weile hatte er nur auf die Tür geschaut, nachdem sie gegangen war. Er strich sich einmal das Haar nach hinten und richtete sein Shirt. Langsam sah er zu Yao rüber, der genervt den Schnitt in seinem cheongsamähnlichem Hemd betrachtete und dann das Taschenmesser wieder zusammenklappte.
„Das war… krass“, sagte Ethan schließlich und sah ein wenig unsicher zu Yao rüber „Ernsthaft… wieso rufst du nicht die Polizei?“
„Das ist… alles nicht so einfach“, wich er aus und wandte den Blick niedergeschlagen ab „Naja… wir sehen uns dann, wenn ich das nächste Mal Tee kaufen gehe.“
Ethan betrachtete ihn eine Weile. Befürchtete Yao nun, dass er wegen Anya nichts mehr mit ihm zu tun haben wollen würde? Nun, die meisten Leute würden nach so einer Begegnung bestimmt Reißaus nehmen, das stimmte wohl, aber das wollte Ethan nicht.
Er hatte sich doch gut mit ihm verstanden und abgesehen davon hatte er auch nicht gerade viele Freunde.
Vielleicht war das egoistischen, doch hatte er auch das Gefühl, dass Yao Hilfe brauchte.
Deswegen holte er einen Zettel hervor, schrieb seine Handynummer auf diesen und drückte ihn Yao in die Hände „Hier“, sagte er mit einem Grinsen im Gesicht.
Yao schaute etwas überrascht und sah auf den Zettel.
Unsicher lächelte er den Briten vor sich an und nickte leicht.
„Dann schreibe ich dir gleich einmal, damit du meine Nummer auch hast“, sagte er.
Ethan nickte und schnappte sich seine Einkäufe aus der Küche, dann zog er sich die Schuhe wieder an und sah noch einmal zu Yao rüber.
„Also dann, wir sehen uns“, mit diesen Worten verließ er das Haus. Ethan atmete die angenehme Abendluft ein und streckte sich einmal.
Um einiges besser gelaunt als noch am Morgen machte er sich auf den Weg zurück und lächelte, als Yao ihm geschrieben hatte. Sofort speicherte er seine Nummer ein. Er holte die Kopfhörer aus seiner Hosentasche und wollte sie sich gerade in die Ohren stecken, da hörte er Schritte hinter sich.
Ethan ließ seine Hände sinken und sein Blick fiel zu Anya, die auf ihn zuging. Sofort spannte er sich an, presste die Lippen zusammen und sah zu ihr auf.
„Ich sagte, du sollst von ihm fernbleiben und du gibst ihm deine Nummer?“, fragte sie wütend.
„Nein, du hast nur gesagt, ich sei einen Kopf kürzer, sollte ich ihm näherkommen“, gab er süffisant zurück und grinste dabei etwas. Anya kicherte leise und setzte dann ein engelsgleiches Lächeln auf.
„Ich weiß, aber ich dachte du wärst schlau genug die Anspielung zu verstehen“, sagte sie und legte den Kopf schief. Leicht beugte sie sich runter, um mit Ethan auf Augenhöhe zu sein.
„Also… bleib fern von ihm! Er gehört mir!“, spuckte sie ihm ins Gesicht, ehe sie sich abwandte und in die Richtung verschwand, aus der Ethan gekommen war.
„Psychobraut“, murrte er und sah ihr eine Weile nach.
Schnell ging er zu der Bushaltestelle und war froh, dass der Bus auch bald kam. Er holte das Handy hervor und schrieb Yao „Anya ist auf dem Weg zu dir.“
Wenn die immer so drauf war, konnte Ethan verstehen, warum Yao sie abserviert hatte.
Er zog die Augenbrauen zusammen, als er Yaos Antwort sah.
„Schon gut, sie hat sich etwas beruhigt“, er atmete einmal tief durch und schrieb zurück.
„Sie ist bei dir“, stellte er fest.
„Das letzte Mal saß sie die ganze Nacht vor der Tür.“
„Na und? Das ist doch nicht dein Problem!“
Er verstand das nicht. Vielleicht, dachte er sich, mochte er sie ja noch. Aber erstens, warum sollte er so jemanden mögen? Und zweitens hätte er dann doch nicht Schluss gemacht.
Da musste irgendwas hinter stecken und er wüsste gerne was. Genervt lehnte er sich an die Fensterscheibe und beobachtete die Regentropfen, die diese runterliefen, als der Bus losfuhr.
Eigentlich konnte es ihm doch egal sein. Er kannte Yao kaum. Dennoch, irgendwie hätte er es schön gefunden, hätten sie Freunde werden können und das wollte er sich nicht durch so eine Kuh ruinieren lassen.
Was war überhaupt ihr Problem? Es war ja nicht so, dass er irgendwie eine Art Konkurrenz für sie war. Wäre Yao jetzt mit einer anderen Frau ausgegangen, hätte er ihre Eifersucht ja durchaus ein klein wenig verstanden, auch wenn die Reaktion dann immer noch übertrieben gewesen wäre, aber so? Durfte Yao etwa nicht mal Freunde haben?
Das war doch bescheuert. Diese Frau sollte sich mal einen Therapeuten suchen, den hatte sie dringend nötig.
Yao hatte nicht noch mal geantwortet.
Genervt steckte er das Handy weg, als er das sah und ging hoch in seine Wohnung.
Überrumpelt fiel sein Blick auf Jakob, der in seiner Kochnische stand und gerade Croissants zu backen schien.
„W-Was machst du hier?“, fragte er perplex und stellte die Einkaufstüte ab.
„Ich backe Croissants“, erwiderte der andere, als wäre es das normalste der Welt.
„Und wie kommst du in meine Wohnung?“,
fragte Ethan hinterher.
Jakob sah zu ihm rüber und lächelte „Mit dem Zweitschlüssel, den du mir gegeben hast, für den Fall, dass du deinen vergisst“, sagte er dann und schob das Tablett in den Ofen und lehnte sich dann gegen die Arbeitsfläche.
Ethan seufzte einmal und nickte nur, dann setzte er sich aufs Bett.
„Wo warst du?“, fragte Jakob und gesellte sich zu ihm.
„Ich war bei jemanden zum Essen eingeladen“, erzählte Ethan.
„Ich dachte Noah wäre auf Seminarfahrt“, sagte Jakob und sah seinen Freund fragend an. Ethan murrte leise und sah ernst zu dem anderen rüber.
„Ich habe mehr Freunde als dich und Noah“, sagte er, seufzte dann jedoch, als der andere skeptisch eine Augenbraue hob.
„Hast’ ja recht“, murmelte er etwas niedergeschlagen „Nein, sein Name ist Yao. Ich habe ihn heute kennen gelernt.“
Jakob setzte ein breites Grinsen auf und beugte sich etwas vor.
„Ich will alles hören“, sagte er amüsiert.
Mit den Augen rollend schob Ethan den anderen etwas weg und setzte sich gerade hin.
„Es ist nicht mal ansatzweise so, wie du denkst, Jakob“, erwiderte er und ließ sich jedoch wieder ins Bett fallen.
Dann begann er alles zu erzählen, was passiert war.
„Naja… und jetzt ist diese Psychotrulla glaube ich bei ihm“, beendete er seine Erzählung genervt „Und zurück schreiben tut er auch nicht.“
Jakob war in der Zeit aufgestanden und hatte die Croissants aus dem Ofen geholt, er strich sich das braune, wellige Haar nach hinten und fuhr einmal über die kurzen Stoppeln seines Bartes. Dann ging er zu Ethan rüber und schnappte sich sein Handy.
„Hey“, meckerte Ethan halbherzig und beobachtete, was Jakob tat. Dieser ging die Nachrichten durch, die Yao und Ethan ausgetauscht hatten und rief dann einfach an.
„Was willst du?“, hörte man eine Frauenstimme am Telefon fragen. Anya… Ethan murrte genervt.
„Oh, gleich so feindselig“, sagte Jakob amüsiert.
„Hehehe, schickt der Kleine jetzt schon seinen Babysitter vor?“, fragte sie mit sanfter Stimme, während man im Hintergrund ein „Anya, gibt mir mein Handy wieder“, hören konnte.
„Ich sage dir das Gleiche, wie dem anderen auch schon. Bleib weg von Yao“, fauchte sie bevor nur noch das Tuten aus dem Telefon zu hören war.
„Charmant“, Jakob gab Ethan das Handy wieder „Sie tut so, als hätten wir vor, ihm die Jungfräulichkeit zu nehmen.“
„Ich hatte ja echt gehofft, durchaus mal mehr als zwei Freunde zu haben“, murmelte der Jüngere und sah dabei an die Decke „aber vielleicht sollte ich es einfach lassen.“
Jakob setzte sich vorsichtig neben ihm und lächelte mild.
„Willst du es denn lassen?“, fragte er dann.
Eine Weile sah Ethan in die grauen Augen seines Freundes. Wenn er es damals einfach gelassen hätte, wäre er wohl nie ausgezogen, er hätte nie seinen Laden aufgemacht, er hätte nie einen so guten und loyalen Freund wie Jakob gefunden. Es sein lassen wäre so einfach.
Er kannte Yao kaum. Warum sollte er sich die Mühe machen? Er könnte einfach irgendwann und irgendwo andere Freunde finden, aber das wollte er nicht.
Nicht nur, dass er es sehr schade finden würde, er glaubte auch, dass Yao Hilfe brauchte.
Er setze sich auf und schaute Jakob zuversichtlich an.
„Nein“, sagte er mit fester Stimme „Ich meine, das ist doch bescheuert… Warum sollte ich mir das von dieser dummen Kuh versauen lassen?“
„Na geht doch“, sagte Jakob lächelnd und klopfte ihm einmal auf die Schulter. Ethan nickte und sah dann kurz auf die Uhr, es war auch schon sehr spät.
„Wenn du willst, kannst du ruhig über Nacht bleiben“, bot er deswegen an „Ist ja nicht so, als hätten wir uns noch nie ein Bett geteilt.“
Als Ethan am nächsten Morgen wach wurde, stand Jakob schon an der Kochnische und belegte die Croissants, die er am Vortag gebacken hatte.
Murrend setzte er sich auf, richtete einmal seine roten Zotteln.
„Warum bist du schon wach?“, fragte er, ein Gähnen unterdrückend und stand auf. Müde schnappte er sich das Shirt vom Boden und zog es über.
„Schon?“, fragte Jakob amüsiert und setzte ein Lächeln auf „Es ist 13 Uhr und es war dein Handy, das mich geweckt hat. Yao hatte geschrieben, sich für das von Gestern entschuldigt.“
„Du liest meine Nachrichten?“, murrte er und knetete einmal sein Gesicht durch, um wach zu werden.
„Und ich habe geantwortet“, sagte Jakob, als wäre es selbstverständlich. Er gab eines der Croissants Ethan, der dieses sofort in den Mund schob und sich schmecken ließ.
„Ich habe gefragt, ob ihr euch heute nicht treffen wollt. Um 14 Uhr ist er vor dem Laden. Ich dachte mir, dass heute du ihn ja mal zum Essen einladen könntest.“
Sofort wurde Ethan wacher und nahm sein Handy in die Hand. Schnell überflog er die Nachrichten, Jakob hatte sie natürlich auch noch in seinem Namen geschrieben.
„Ich habe doch gar nicht aufgeräumt? Und außerdem, ICH soll kochen?“, fragte er unsicher und stand sofort auf. Was sollte er anziehen? Ethan warf einen Blick in seinen Schrank und überlegte. Dann nahm er das graue Shirt, das mit ein paar Nieten verziert und einem Totenkopf bedruckt war und dazu eine schwarze leicht zerlöcherte Jeans.
Fragend sah er auf, als Jakob ihn einen Schlüssel hinhielt.
„Bei mir ist aufgeräumt und ich habe etwas vorgekocht“, sagte er lächelnd und klopfte ihm einmal auf die Schulter.
„Danke“, erwiderte Ethan lächelnd.
„Und falls du Starthilfe fürs Flirten brauchst, ich habe auch etwas zu trinken geholt“, ergänzte Jakob amüsiert.
„Oh mein Gott, Jakob!“, erwiderte der andere verlegen und huschte ins Bad. Schnell hatte er sich geduscht und dann angezogen.
Er schnappte Jakobs Wohnungsschlüssel und nickte ihm noch einmal zu, als er fertig war.
„Bis später“, sagte er noch und eilte er aus der Wohnung.
Vor dem Laden angekommen, sah er sich um.
Yao war noch nicht da, aber es war erst kurz vor zwei.
Hoffentlich kam es heute zu keinen komischen Zwischenfällen, die eine klammernde Exfreundin mit einbezogen.
Er schaute sich etwas um und circa fünf vor sah er Yao, der auf ihn zukam.
„Hey“, grüßte er ihn.
Yao hatte ein ähnliches Oberteil an wie gestern, dieses Mal jedoch grün und die Nähte und der Kragen waren golden verziert, außerdem hatte es keine Ärmel.
Kurz sah Ethan auf die doch recht durchtrainierten Arme des anderen und räusperte sich einmal.
„Hey“, gab Yao zurück „Verzeih noch mal wegen gestern, das war“, doch Ethan unterbrach ihn.
„Schon gut, war ja nicht deine Schuld“, sagte er lächelnd „aber du solltest wirklich mehr durchgreifen. So lässt sie dich nie in Ruhe.“
Yao zuckte einmal mit den Schultern und fuhr sich über den Nacken. Ethan weitete leicht die Augen, als er den Knutschfleck sah. Was war gestern noch zwischen den beiden passiert? Er entschied sich, nichts zu sagen und ging los.
„Hatte sie gestern noch etwas gesagt, bevor sie wieder zu mir gegangen ist?“, fragte Yao und folgte dem anderen.
„Ach, nur, dass ich von dir fernbleiben soll“, antwortete Ethan.
Ein Seufzen entfloh den Lippen des Dunkelhaarigen und er ließ die Schultern etwas sinken.
„Warum kann sie mich nicht einfach in Ruhe lassen?
Es ist so ermüdend“, sagte er etwas resigniert.
„Du weißt, dass du sie nicht hart genug zurückweist?“, entgegnete Ethan und sah den anderen ernst an.
„Ja, schon. Aber was soll ich denn machen? Es ist egal, wie oft ich ihr sage, dass es vorbei ist, sie kommt trotzdem wieder an… Ich kann sie doch nicht einfach anzeigen…“
„Warum nicht?“, fragte Ethan und blieb dabei kurz stehen „Was sie macht, grenzt schon stark an, nein, was sie macht, IST Stalking“, fuhr er fort.
Yao schwieg einen Augenblick lang und strich sich eine Strähne seines offenen Haars hinters Ohr.
„Ich weiß“, sagte er schließlich und ging weiter „Aber es gibt Leute, die sie brauchen.“
Ethan unterdrückte ein Seufzen und ging ebenfalls weiter.
„Im Endeffekt ist es deine Sache“, antwortete er.
Schließlich waren sie bei Jakobs Wohnung angekommen.
Ethan schloss die Tür auf und trat ein, sofort wurde er rot und fuhr sich einmal übers Gesicht.
„Jakob, du Idiot“, murrte er und schob Yao schnell wieder vor die Tür „Warte hier, ja?“, bat er und verschwand in der Wohnung.
Schnell sammelte er die Rosenblätter auf, die Jakob überall in seiner Wohnung verteilt hatte und wechselte die Musik, die lief von französischen Liebesliedern zu eine seiner Lieblings Alternative-Rock-Bands. Die Kerzen und Räucherstäbchen konnten ruhig bleiben, aber der Rest war wirklich etwas zu viel gewesen.
Warum versuchte Jakob auch immer, ihn gleich zu verkuppeln? Schlimm.
Mit einem schiefen Lächeln öffnete er die Tür wieder und ließ Yao rein.
„Mach es dir gemütlich“, sagte er und zog selbst erstmal die Schuhe aus.
Yao zog ebenfalls seine Schuhe aus und setzte sich zusammen mit Ethan ins Wohnzimmer.
„Schön hier“, sagte er lächelnd.
„Hm? Oh, das ist nicht meine Wohnung, die wäre viel zu klein. Es ist Jakobs“, erklärte Ethan schnell und stand wieder auf.
„Willst du was trinken?“, fragte er und holte verschiedene Sachen aus der Küche, setzte auch einen Tee auf.
„Ich nehme erstmal einen Tee, hast du Yasmin da?“, erwiderte Yao darauf und lächelte.
Ethan nickte nur und bereitete alles vor, er deckte nebenbei den Tisch und wärmte dann das Essen auf. Jakob hatte Rinderfilet mit Ofenkartoffel gemacht, sogar ein Salat und eine Vorsuppe hatte er vorbereitet.
Er musste etwas lächeln, manchmal war er ja schon echt süß.
Schnell schüttelte er den Gedanken ab und setzte sich wieder, als er alles hingestellt hatte.
„Also dann, lass es dir schmecken“, sagte er.
„Danke“, entgegnete Yao und begann als erstes die Suppe zu essen.
Ein Klingeln durchschnitt die angenehme Atmosphäre und Yao verengte die Augen genervt. Er holte das Handy hervor und ging ran.
„Was ist denn, Anya?“, fragte er sofort.
„Nein, ich habe jetzt keine Zeit. Weil ich beschäftigt bin und jetzt ruf mich nicht noch mal an, hörst du?!“
Ethan konnte die Anspannung in seiner Stimme hören und stocherte etwas in seinem Salat rum.
„Anya… J-Jetzt weine doch nicht gleich, ich meine es doch auch nicht so, aber du- Anya?“
Yao nahm das Handy vom Ohr und sah es kurz an.
„Sie hat aufgelegt“, murmelte er und steckte es weg.
Ethan sah von seinem Salat wieder auf und musterte Yao kurz.
„Du meinst es nicht so?“, fragte er ruhig und schob sich eine Tomate in den Mund.
„Naja, ich… Ich will nur, dass sie aufhört mir ständig so nachzurennen. Ich wünschte, wir könnten das irgendwie anders klären, ich will nicht doch irgendwann die Polizei rufen müssen…“, antwortete Yao etwas niedergeschlagen.
„Warum nicht?“, fragte der Brite dann geradeheraus „Erpresst sie dich mit irgendwas? Wir können bestimmt helfen…“ „Nein, sie… erpresst mich nicht“, sagte Yao und trank einen Schluck von seinem Tee „Es ist… etwas komplizierter. Sie hat einen Bruder und, naja… wer ist denn für ihn da, wenn nicht sie?“
Ethan hob eine Augenbraue. War die nicht schon voll alt? Wieviel jünger war denn dieser Bruder bitte?
Aber er kannte das ja mit den Geschwistern.
„Wie gesagt, im Endeffekt ist es deine Sache… Vielleicht geht es ja auch anders“, meinte er dann „Treff dich doch mit anderen Leuten, anderen Frauen“, schlug er vor.
Umziehen würde bei der wohl nicht viel bringen, dachte er bitter.
Yao sah von seinem Tee auf und lächelte mild.
„Oh, ich glaube, das ist keine gute Idee“, sagte er unsicher „Du hast sie doch erlebt. Wenn sie bei dir schon so reagiert, was tut sie erst, wenn ich mal eine Verabredung habe? Man sollte sie lieber… nicht verärgern…“
Etwas lauter als geplant stellte Ethan die Tasse auf den Tisch und sah den anderen schon fast streng an.
„Du kannst dir doch nicht dein ganzes Leben von ihr kaputt machen lassen“, protestierte er „Wo soll das denn hinführen?“
„Ethan, bitte… Du verstehst das nicht“, entgegnete Yao etwas ernster „Es gibt Leute, die sie brauchen. Ich kann sie nicht einfach anzeigen, weil sie manchmal etwas nervt“, verharmloste er das Ganze „Das wäre… egoistisch von mir“, fügte er an und nahm ein Stück von dem Filet in den Mund.
„Ich will dir nicht reinreden, ich will nur helfen“, entgegnete Ethan „Oder willst du, dass es immer so weiter geht?“
