Reise Know-How CityTrip Tokyo - Oliver Hoffmann - E-Book

Reise Know-How CityTrip Tokyo E-Book

Oliver Hoffmann

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9,99 €

Beschreibung

Dieser aktuelle Stadtführer ist der ideale Begleiter, um alle Seiten der Megametropole selbstständig zu entdecken: - Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Museen der Stadt sowie weniger bekannte Attraktionen und Viertel ausführlich vorgestellt und bewertet - Faszinierende Architektur zwischen Shintō-Tempeln und modernen Glaspalästen - Abwechslungsreicher Stadtspaziergang - Erlebnisvorschläge für einen Kurztrip - Ausflüge zum Fuji und nach Nikkō - Shoppingtipps vom traditionellen Markt bis zu empfehlenswerten Shoppingmalls - Die besten Lokale der Stadt und allerlei Wissenswertes über die japanische Küche - Tipps für die Abend- und Nachtgestaltung: vom Kabuki-Theater bis zum angesagten Klub - Olympische Sommerspiele 2020 - Tokyo zum Träumen und Entspannen: Ueno-Park, Kaiserliche Gärten, japanische Gärten - Ausgewählte Unterkünfte von preiswert bis ausgefallen - Alle praktischen Infos zu Anreise, Preisen, Stadtverkehr, Touren, Events, Hilfe im Notfall ... - Hintergrundartikel mit Tiefgang: Geschichte, Mentalität der Bewohner, Leben in der Stadt ... - Kleine Sprachhilfe Japanisch mit den wichtigsten Vokabeln für den Reisealltag CityTrip - die aktuellen Stadtführer von Reise Know-How, mit über 160 Städtezielen die weltweit umfangreichste Kollektion. Fundiert, übersichtlich, praktisch. REISE KNOW-HOW - Reiseführer für individuelle Reisen

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 217

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Inhalt

Hinweise zur Benutzung

Stadtplan für Smartphone und Tablet

Verweise im Buch

Preiskategorien Restaurants

Preiskategorien Hotels

Vorwahlen

Adressangaben

Tokyo entdecken

Willkommen in Tokyo

Kurztrip nach Tokyo

Stadtspaziergang

Mittendrin: Rund um den Kaiserpalast

Modisch und hip: Shibuya und Harajuku

Das historische Tokyo: Ueno und Asakusa

Tokyo am Wasser: Odaiba und Hama-Rikyū-Garten

Tokyos Skyline: Shinjuku

Anime und Manga: Akihabara und Umgebung

Tokyo international: Roppongi und Umgebung

Entdeckungen außerhalb

Tokyo erleben

Tokyo für Kunst- und Museumsfreunde

Tokyo für Genießer

Tokyo am Abend

Tokyo für Shoppingfans

Tokyo zum Träumen und Entspannen

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Tokyo verstehen

Tokyo – ein Porträt

Von den Anfängen bis zur Gegenwart

Wie sich Tokyo gerade neu erfindet – das Leben in der Stadt

Buddhismus und Shintoismus in Tokyo

Praktische Reisetipps

An- und Rückreise

Barrierefreies Reisen

Diplomatische Vertretungen

Ein- und Ausreisebestimmungen

Elektrizität

Geldfragen

Gesundheitsvorsorge und Hygiene

Informationsquellen

Internet

Maße und Gewichte

Medizinische Versorgung

Mit Kindern unterwegs

Notfälle

Öffnungszeiten

Post

Radfahren

Sicherheit

Sprache

Stadttouren

Telefonieren

Uhrzeit

Unterkunft

Verhaltenstipps

Verkehrsmittel

Wetter und Reisezeit

Anhang

Register

Impressum

Die Autoren

Kartenanhang

Hinweise zur Benutzung

Stadtplan für Smartphone und Tablet

Ergänzend zum Zentrumsausschnitt am Ende dieses Ebooks können Sie sich den Faltplan zum Buch auf Ihr mobiles Gerät laden laden: Einfach die kostenlose App „Avenza Maps“ der Firma Avenza™ installieren (erhältlich für Android, iOS und Windows Phone) und anschließend in der App den Stadtplan zum Buch herunterladen.

Die App „Avenza Maps“ ist ohne Internetverbindung nutzbar, es fallen bei der Nutzung keine Datengebühren an. Sie bietet einige Features, z.B. die Anzeige des eigenen Standorts auf der Karte oder den Import und das Speichern von Ortsmarken. Weitergehende Informationen: www.avenza.com/pdf-maps

Verweise im Buch

Alle Sehenswürdigkeiten und interessanten Orte (Points of Interest) im Buch haben eine eindeutige Nummer, die sich als Ortsmarke im Kartenmaterial wiederfinden. (Nummern von Sehenswürdigkeiten stehen in geschweiften Klammern, z.B. {2}, Nummern von Points of Interest in spitzen Klammern, z.B. <16>.) Beim Klick auf die Nummer öffnet sich die Web-App zum Buch und der ausgewählte Punkt wird auf einer Google-Maps-Karte als Ortsmarke angezeigt. Die Web-App ermöglicht zudem die Routenführung vom aktuellen Standort zur ausgewählten Ortsmarke: www.reise-know-how.de/citytrip/tokyo19

Preiskategorien Restaurants

Durchschnittliche Ausgaben für eine Person:

¥: bis 1000 ¥

¥¥: 1000–5000 ¥

¥¥¥: 5000–10.000 ¥

¥¥¥¥: ab 10.000 ¥

Preiskategorien Hotels

Preise für eine Person und Nacht

¥: bis 6000 ¥ (bis ca. 48 €)

¥¥: 6000–12000 ¥ (ca. 48–96 €)

¥¥¥: 12.000–20.000 ¥ (ca. 96–160 €)

¥¥¥¥: ab 20.000 ¥ (ab ca. 160 €)

Vorwahlen

> für Japan: 0081

> für Tokyo: (0)3

Adressangaben

Nur mit der Adressangabe allein lässt sich die gewünschte Lokalität kaum finden, da japanische Häuser keine Hausnummern tragen. Außerdem haben viele Straßen außer den wirklich großen keine Namen.

Tokyo entdecken

Willkommen in Tokyo

Tokyo ist eine Megacity und scheinbar unendlich in seiner Ausdehnung. Sich hier die Stadt als Ganzes zu erschließen, kann logischerweise nicht funktionieren. Vielmehr muss man als Tourist die Stadt in den einzelnen Stadtteilen und Vierteln erleben – und wird dabei feststellen, dass hier verschiedenste Facetten geboten werden.

Obwohl es viele verschiedene Zentren in Tokyo gibt, bezeichnet man traditionell das Gebiet rund um den Kaiserpalast {1} als das Herz der Stadt. Der Stadtteil Marunouchi bildete schon den Mittelpunkt des historischen Edo und erstreckt sich heute zwischen dem kaiserlichen Garten und der Tokyo Station. Ginza {4} nebenan ist das luxuriöse Einkaufsviertel für alle, die viel Geld haben und gute Qualität schätzen.

Asakusa und Ueno (–>) bieten sehr viele touristische Highlights auf relativ engem Raum – hier lässt sich gut das altstädtische Tokyo erfahren. Und hier kann man in der Unterstadt, der Shitamachi, auch mal genüsslich flanieren und die Zeit um sich herum vergessen. Mit dem Skytree {20} steht hier auch das Symbol des modernen Tokyo.

Die Gegend Shinjuku (–>) ist mit ihren vielen Wolkenkratzern das Geschäftszentrum des Zentrums. Hier sitzt nicht nur die Stadtverwaltung, sondern es ist abends im Vergnügungsviertel Kabuki-chō {29} auch immer etwas los.

Shibuya (–>) ist zusammen mit dem angrenzenden Harajuku das Zentrum des Südwestens der Stadt – und das Mekka für viele junge Menschen, die Mode, das Nachtleben und den Cosplay (–>).

Viele der insgesamt 23 Stadtbezirke sind sehr individuell. Wer abends in Odaiba oder Akihabara (–>) flaniert, hat bestimmt einen anderen Eindruck von der Stadt, als der, der in Roppongi (–>) unterwegs ist.

Für einen Kurzaufenthalt in Tokyo gilt hier: Weniger ist mehr. Innerhalb eines Stadtteils kann man Wege auch zu Fuß zurücklegen – ansonsten braucht man aber immer die (U-)Bahn. Schon allein bis man das Netz der verschiedenen U-Bahnen und Schienenbetreiber überblickt, vergehen Tage. Eine gute Orientierung bietet hier immer die Ringlinie Yamanote: Sie verbindet die wichtigsten Stadtzentren miteinander, wie zum Beispiel Ueno, Tokyo Station, Shinjuku oder Shibuya. Die Züge auf der Linie verkehren hier alle zwei bis vier Minuten – eine komplette Runde dauert rund eine Stunde.

Tokyo oder Tokio? Tokyo!

Tokyo oder Tokio – laut Duden geht beides, üblicherweise wird in Deutschland meist Tokio verwendet – was jedoch nicht besonders logisch ist. Niemand schreibt heute Kyoto noch als Kioto. Deswegen ist auch Tokio eigentlich längst überholt und in diesem Buch wird die einheitliche Schreibweise Tokyo verwendet – was zudem der zweisilbigen Aussprache im Japanischen viel näher kommt ...

Kurztrip nach Tokyo

Für eine Megacity wie Tokyo kann es nicht nur eine standardisierte Reiseplanung geben. Die Routen durch die Stadt müssen je nach Vorliebe unterschiedlich gestaltet werden. Im Folgenden soll dennoch eine kleine Planungshilfe für einen Kurzaufenthalt gegeben werden.

1. Tag: Moderne trifft Tradition

Wie wäre es mit dem modernen Tokyo zum Reiseauftakt? Dafür steht symbolisch der 634 Meter hohe Skytree {20}, der höchste Fernsehturm der Welt. Von der Aussichtsplattform überblickt man die ganze Stadt. Anschließend geht es zum nahe gelegenen Sensōji-Tempel {18}, um kontrastreich die Atmosphäre des ursprünglichen Tokyo zu inhalieren. Hier kann man auch traditionelles Asakusa-Sukiyaki (–>) oder eine Runde Soba (–>) zu Mittag essen. Nachmittags fährt man mit dem Wasserbus zum schönen Hama-Rikyū-Garten {27}. Den ersten Tokyo-Tag kann man dann – mit einer weiteren Wasserbusfahrt – gut in Odaiba (–>) ausklingen lassen, indem man einfach auf der Promenade flaniert und die Lichter der Stadt auf sich wirken lässt.

2. Tag: Kultur und urbanes Flair

Der zweite Tag beginnt in Ueno (–>) – Kultur steht auf dem Programm. Hier befindet sich das exzellente Tokyo-Nationalmuseum {15}. Anschließend kann man leicht für einen Mittagssnack zum Ameyoko-Markt {12} laufen. Wer gut zu Fuß ist, kann den Spaziergang bis nach Akihabara (–>) ausdehnen, um dort die kulturelle Verschmelzung von Technik und Anime in seinen wildesten Formen zu erleben – Freak-Faktor garantiert! Für den Abend bietet sich Roppongi (–>) an, um dort in einer der vielen Bars die internationale Atmosphäre zu genießen.

3. Tag: Ein Tag im Zentrum

Am dritten Tag könnte der Wecker früh klingeln: Wer die Atmosphäre des guten, alten Tsukiji-Fischmarkts erleben will, sollte sich früh zum sogenannten Äußeren Markt von Tsukiji {6} begeben – dann kaufen die Profis dort ein und man selbst kann zum Frühstück frisches Sushi genießen. Dann geht’s weiter zum Kaiserpalast {1} in die Stadtmitte: Hier genießt man die Weitläufigkeit Tokyos inmitten der Stadt. Ein Abstecher zum kaiserlichen Garten lohnt sich. Anschließend bummelt man noch etwas durch die teuren Einkaufsstraßen von Ginza {4}, ehe man sich am Abend in die Yakitori-Alley nach Yūrakuchō begibt, um bei kleinen Snacks den Tag Revue passieren zu lassen.

4. Tag: Das stylishe Tokyo

Der vierte Tag könnte in das moderne und stylische Tokyo führen. Beginnend mit der Shibuya-Kreuzung {7} – oder besser in einem Café wie dem Shibuya Starbucks, das einen guten Blick auf die Kreuzung mit den Menschenmassen erlaubt. Anschließend kann man durch die Straßen bis ins stylische Harajuku zur Takeshita-dōri {10} laufen. Wer möchte, kann zwischendurch noch einen Stopp im Meiji-Jingū-Schrein {11} einlegen.

Nachmittags geht es dann nach Shinjuku (–>), um von der Aussichtsplattform im Rathaus {28} auf 202 Metern noch mal einen kostenlosen Blick auf die gesamte Stadt zu werfen. Abends sollte man sich das Viertel Kabuki-chō {29} in der Nähe nicht entgehen lassen. Hier ist Tokyo vielfältig und bunt und bietet Bars für jeden Geschmack.

5. Tag: Ausflug ins Grüne

Nach vier Tagen Tokyo steigt eventuell die Lust auf Ruhe und Natur. Ein beliebtes Tagesausflugsziel ist Nikkō {45}, zwei Zugstunden von Tokyo entfernt. Nikkō bietet Natur, Berge und viele Schreine sowie Tempel aus der Shogunatszeit. Perfekt für den gestressten Großstadturlauber, um wieder ein bisschen zu entspannen.

Das gibt es nur in Tokyo

> Den größten Bahnhof der Welt: Täglich benutzen mehr als 2 Mio. Reisende den Bahnhof Shinjuku [B6] – und machen ihn zum Bahnhof mit dem größten Passagieraufkommen. Wer sich also einmal in eine übervolle U-Bahn quetschen lassen will, der nimmt hier am besten die Yamanote-Linie an einem Werktag zwischen 8 und 9 Uhr. Insgesamt hat der Bahnhof Shinjuku über 200 Ausgänge!

> Sich von einer Anime-Figur im realen Leben bedienen lassen: In Akihabara bedienen die Meido-Cafés {32} vor allem die Sehnsüchte der männlichen Anime-Gemeinde. Hier liest man also ein paar Mangas und lässt sich dabei den Tee gleich von der Comicfigur servieren.

> Einen traditionellen Schreinbesuch zum Neujahrsfest Oshōgatsu (–>): Die meisten Besucher weist der Meiji-Jingū-Schrein {11} in Tokyo zu Neujahr auf – mehr als drei Millionen Menschen strömen dann auf das riesige Areal.

> Im Einzugsgebiet von Tokyo leben rund 35 Millionen Menschen. Es ist damit (zusammen mit Yokohama) das größte zusammenhängende urbane Gebiet der Welt.

Stadtspaziergang

Der Verlauf des hier beschriebenen Spaziergangs kann mittels unserer kostenlosen Web-App nachvollzogen werden.

Tokyo ist sehr weitläufig, der Innenstadtbereich rund um Kaiserpalast {1} und Kitanomaru-Park lässt sich jedoch auf einer Erkundungstour auch sehr gut zu Fuß erlaufen. Im Sommer sollte man den Spaziergang auf jeden Fall vormittags einplanen, da nachmittags die Temperaturen in der Innenstadt Tokyos oft unerträglich hoch sind.

Als Ausgangspunkt eignet sich Tokyo Station [H7] – diese ist entweder mit JR (–>) oder der U-Bahn-Linie Marunouchi gut zu erreichen. Man läuft zuerst rund 15 Minuten nach Westen, passiert das Marunouchi- und Shin-Marunouchi Bldg. und sieht bereits die äußeren Mauern des Kaiserpalastes. Diese hatten einst zu Edo-Zeiten eine Gesamtlänge von 16 Kilometern und waren so dick, dass sechs Samurai nebeneinander darauf laufen konnten.

Das Areal hier ist sehr weitläufig. Am besten macht man sich an einigen Schwarzkiefern vorbei auf den Weg zur Nijubashi-Brücke [F–G7] – hier am Wasser ist der beliebte Fotopunkt, der im Bildhintergrund den Sitz des Tennō zeigt, während die kaiserlichen Wachmannschaften im Bildvordergrund zu Schnappschüssen einladen.

Anschließend führt der Weg zum Otemon-Tor, durch das man den kaiserlichen Garten Higashi Gyoen betritt. Dieser ist rund 21 Hektar groß und hat rund 250.000 Bäume. Den Higashi Gyoen verlässt man dann durch das Tor Kita-Hanebashimon in nordwestlicher Richtung, sodass die Route direkt zum Kitanomaru-Park führt. Diesen durchquerend, gelangt man am Wissenschaftsmuseum und an der Nippon-Budokan-Halle vorbei. Letztere wurde einst für die Olympischen Spiele 1964 gebaut und dient heute als Sport- und Eventhalle.

Vom Tayasumon-Tor wiederum ist es nicht weit (5 Minuten) zum Yasukuni-Schrein {2} – dem kontroversesten Schrein des ganzen Landes. Ein paar Schritte weiter (wieder 5 Minuten) gelangt man in den Chidorigafuchi-Park, in dem man auch Boote für eine kleine Paddeltour mieten kann (verfügbar von März bis November, Di–So 11–ca. 17 Uhr, 500 Yen für 30 Minuten).

Die Route führt weiter vorbei an der Crafts Gallery – das rote Backsteingebäude ist leicht zu erkennen und war einst Sitz der kaiserlichen Wachen, heute gibt es hier Kunst und Ausstellungen. Fünf Fußminuten weiter findet sich das MoMAT, das Nationalmuseum für Moderne Kunst {3}, das vornehmlich Kunst aus dem 20. Jahrhundert präsentiert. Der Spaziergang endet schließlich an der U-Bahn-Station Takebashi. Shoppingliebhaber finden hier ein weites Betätigungsfeld. Man kann nach dem Spaziergang auch in einem der Cafés entspannen und die Zentrumsatmosphäre genießen. Danach gelangt man bequem mit der Tozai-Linie in den nächsten Stadtteil.

Mittendrin: Rund um den Kaiserpalast

Tokyo hat viele Stadtzentren und doch eine Mitte: die Gegend rund um den Kaiserpalast. Hier sind die Grundstückspreise am höchsten, die Einkaufsmeilen am schicksten und die Restaurants am edelsten.

{1} Kaiserpalast *** [F7]

Weite inmitten der Stadt: Das riesige Areal rund um den Kaiserpalast lädt zu einem Spaziergang ein. Hier gibt es viele schöne Orte, um die Aufnahmen vom Kaiserpalast zu machen.

Der Palast ist der Hauptwohnsitz des japanischen Kaisers. Kaiser Naruhito ist der neue, aktuelle Hausherr: 2019 dankte erstmals in der Geschichte Japans ein Kaiser ab, auf Akihito folgte dessen Sohn Naruhito. Das Gelände beherbergte einst die Residenz des Tokugawa-Shogunats. Später, als die kaiserliche Familie nach der Meiji-Restauration von Kyoto nach Tokyo zog, wurden das Gebäude und das Areal großräumig umgestaltet. Im Laufe der Jahrhunderte vernichteten Kriege, Brände und Erdbeben den Großteil der Anlagen, die meisten gegenwärtigen Gebäude stammen aus dem Jahr 1968.

Der Kaiserpalast (allerdings nicht die Innenräume) kann im Rahmen einer Führung durch das Kaiserliche Hofamt besichtigt werden. Für die Teilnahme am Rundgang sind spezielle Regularien – i. d. R. ist das die Anmeldung im Voraus, es gibt auch eine begrenzte Anzahl von Besuchertickets für den gleichen Tag vor Ort – einzuhalten, die genauen Bestimmungen sind bei der Touristeninformation oder direkt bei der Besucherabteilung des Kaiserlichen Hofamts zu erfahren.

Das Innere des kaiserlichen Palasts selbst kann man nur zweimal im Jahr besuchen: am 2.1. und am 23. 2., dem Geburtstag des Kaisers. Dann wird die Bevölkerung empfangen und darf dem Tennō zuwinken, der sich auf seinem Balkon zeigt.

Obwohl das Areal riesig ist, fällt die Orientierung vor Ort leicht: Von Tokyo Station aus kommend, macht man sich an einigen Schwarzkiefern vorbei auf den Weg zur Nijubashi-Brücke – dem beliebten Fotopunkt mit kaiserlichen Wachmannschaften im Bildvordergrund und dem Kaiserpalast im Hintergrund. Von hier aus ist auch das Kaiserliche Hofamt ausgeschildert, das die Führungen organisiert.

Einen Abstecher ist der Ostgarten (Higashi Gyoen) wert, der von Di bis So von 9 bis 16 Uhr kostenlos besucht werden kann. Hier trifft man auf imposante Steinmauern, kann dem Museum of the Imperial Collections einen Besuch abstatten – oder man macht einfach einen kleinen Mittagsschlaf auf einer der Parkbänke inmitten der Stadt. Tipp: Der SGG Club (–>) bietet eine kostenlose Führung an. Start ist am JNTO Tourist Information Center (–>, tägl. außer Mo und Fr ab 13 Uhr, ca. 3 Std.).

> JR: Tokyo Station, von dort 10 Minuten zu Fuß, Führung durch das Kaiserliche Hofamt: Di–Sa 10 und 13.30 Uhr, Dauer: etwa 75 Minuten, Änderungen sind kurzfristig immer wieder möglich, daher vorher am besten die offizielle Website prüfen: https://sankan.kunaicho.go.jp/english/about/koukyo.html

<18> [G7] Ostgarten (Higashi Gyoen),www.kunaicho.go.jp/e-event/higashigyoen02.html, 9–16.30 Uhr (bzw. 15.30 Uhr, abhängig von der Jahreszeit), geschl.: Montag und Freitag, Eintritt frei

<1> [G7] Museum of the Imperial Collections (Sannomaru Shozokan),www.kunaicho.go.jp/e-event/sannomaru02.html, geöffnet: 9–16.30 Uhr (bzw. 15.30 Uhr, abhängig von der Jahreszeit), geschl.: Montag und Freitag, Eintritt frei

Sitz des Tennō: der Kaiserpalast (022to Abb.: ok)

{2} Yasukuni-Schrein ** [F6]

Der Yasukuni-Schrein polarisiert. Seine Gebäude sind beeindruckend – berühmt und berüchtigt ist er jedoch wegen seiner politischen Bedeutung.

Der Schrein wurde 1869 zur Verehrung der im Krieg gefallenen Soldaten gegründet und erlangte bald den Charakter eines Nationalheiligtums. Japan gedenkt hier der 2,5 Millionen Kriegstoten, die seit 1853 ums Leben gekommen sind.

Besonders problematisch wurde das Gedenken ab 1979, als bekannt wurde, dass der Liste der im Schrein verehrten Kami (–>) u. a. auch 14 japanische Militärangehörige hinzugefügt wurden. Bei ihnen handelte es sich um Kriegsverbrecher der sog. Klasse A, die in den Tokyoter Prozessen vom Internationalen Militärtribunal als Kriegsverbrecher des Zweiten Weltkriegs verurteilt und zum Tode oder zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt worden waren. Zu diesen 14 Kriegsverbrechern der Klasse A kommen noch mal 1068 Kriegsverbrecher der Klasse B und C hinzu, die zum Tode bzw. zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden. Seitdem führen die Besuche von hochrangigen japanischen Politikern immer wieder zu Protesten in den Nachbarländern China und Südkorea. Eine Lösung des Problems scheint nicht in Sicht. Abgesehen von der politischen Bedeutung des Schreins ist er mit seiner großzügigen Anlage ein beliebtes Ziel der Tokyoter während des Kirschblütenfests (–>) im Frühjahr.

Nicht nur das Hauptgebäude des Schreins ist imposant, sondern auch die Torii, durch die man das Gelände betritt, sind außerordentlich. Das Torii am Haupteingang ist zum Beispiel mit seinen 25 Metern Höhe eines der größten Japans.

> U-Bahn: Kudanshita, Ausgang 1, 3–1–1 Kudankita Chiyoda-ku, Tel. 3261–8326, Eintritt frei

{3} MoMAT – Nationalmuseum für moderne Kunst ** [G6]

Das MoMat wurde 1952 als erstes nationales Kunstmuseum in Japan eröffnet und zeigt über 13.000 Exponate zur japanischen und internationalen Kunst aus der Zeit des frühen 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. In jedem Ausstellungsbereich werden rund 200 ausgewählte Stücke aus verschiedenen Zeitabschnitten präsentiert.

Die Ausstellungen zeigen u. a. die rasante Modernisierung Japans und wie Künstler zwischen dem traditionellen japanischen Sinn für Ästhetik und fremden Kultureinflüssen nach neuen künstlerischen Ausdrucksformen suchten und suchen. Die Ausstellungen zählen zu den interessantesten in Japan, gewähren sie doch einen tiefen Einblick in die japanische Kunst der letzten 100 Jahre. Dazu gibt es noch einen schönen Raum zur Pause und Reflexion mit direkter Aussicht auf den Kaiserpalast {1}. Das Restaurant L’art et Mikuni (–>) befindet sich ebenfalls im Museumsgebäude.

> 3–1 Kitanomaru-koen, Chiyoda-ku, U-Bahn: Takebashi, Ausgang 1B, 3 Min. zu Fuß, Tel. 5777–8600, www.momat.go.jp, geöffnet: Di–Do, So 10–17 Uhr, Fr/Sa 10–20 Uhr, Eintritt: 500 ¥

Kleine Pause: Hibiya-Park: Kleine Oase mit Nickerchen und/ oder Bier

Der Hibiya-Park ist eine kleine Oase zwischen Regierungsviertel, Kaiserpalast {1} und Ginza {4}. Zur Mittagszeit kommen viele Geschäftsleute in den öffentlichen Park, um sich eine kleine Pause zu gönnen. Manche schlafen auch schnarchend auf den Bänken. Geplant ist, dass dieser Park zum „Olympia Memorial Park“ umgebaut und umgewandelt wird. Es gibt auch ein kleines Bier-Restaurant, in dem man auf einer Terrasse neben japanischem auch deutsches Bier genießen kann.

<2> [G8] Beer Terrace 1949 HIBIYASAROH, 1–1 Hibiyakoen, Chiyoda-ku, Tel. 3591–2411, http://hibiyasaroh.jp, geöffnet: 11.30–21.30 Uhr

{4} Ginza * [G8]

Was heute zu Tokyos edelstem Viertel Ginza zählt, war zur Edo-Zeit alles noch Meer. Dann hat die Landgewinnung in Tokyo das Meer weit zurückgedrängt.

Das Wahrzeichen Ginzas ist die berühmte Uhr, die sich an der Kreuzung Ginza–4-chōme befindet. Ginzas Bild wird bestimmt von edlen Boutiquen, teuren Restaurants und exklusiven Shoppingmeilen. Nirgendwo sonst in Japan sind die Mieten so hoch wie hier. Manchmal verbreiten die breiten Boulevards hier sogar etwas westliches Flair. Ein neuer Hot-Spot in Ginza ist das Ginza Six, welches auf dem Gelände des ehemaligen Matsuzakaya Department Store – der seit 1924 existierte – entstand. Sehenswert ist hier der 4000 m² große Dachgarten, praktisch sind die Lebensmittelgeschäfte im Untergeschoss.

<8> [G9] Ginza Six, 6–10–1 Ginza, Chūō-ku, https://ginza6.tokyo

> U-Bahn: Ginza

Extratipp: Business hautnah in Tokyo

Das japanische Leben wird oftmals von der Geschäftswelt dominiert, da kann es durchaus reizvoll sein, auch mal einen kleinen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Einige japanische Unternehmen erlauben in Form von Führungen kleine Einblicke in die japanische Unternehmenskultur. Manche bieten Führungen auf Englisch an. Auf jeden Fall ist eine Anmeldung einige Tage vorher sinnvoll.

<3> [I7] Tokyo Stock Exchange, 2–1 Kabuto-chō, Nihonbashi, Chūō-ku, U-Bahn: Kayabachō, Ausgang 11, Besuchergalerie: Mo–Fr 9–16.30 Uhr. Eine englischsprachige Führung durch Japans Börse ist um 13 und 14 Uhr möglich. Anmeldung: Tel. 050 3377–7254, Infos: www.jpx.co.jp/english/corporate/about-jpx/tour/tse.

<4> [H9] Asahi Shimbun, 5–3–2 Tsukiji, U-Bahn: Tsukiji-Shijō, Tel. 5540–7724. 105-minütige Führungen durch das Gebäude der japanischen Tageszeitung von Mo bis Fr jeweils um 10.45 und um 12.45 Uhr. Anmeldung telefonisch spätestens zwei Werktage im Voraus.

<5> [H7] Bank of Japan, 2–1–1 Nihonbashi-Hongokuchō, Chūō-ku, U-Bahn: Mitsukoshimae, 60-minütige Führungen von Mo bis Fr 9.45 bis 15.45 Uhr (auf Japanisch), englischsprachige Führung am Dienstag um 14.45 Uhr. Voranmeldung per E-Mail ([email protected]) erforderlich.

Extratipp: Besuch im politischen Zentrum Japans – das Parlamentsgebäude

Das 1936 errichtete Parlamentsgebäude (Kokkaigijidō) befindet sich im Stadtteil Nagatachō, der das politische Zentrum Japans darstellt. Die Plenarsäle der beiden Kammern – Shūgiin (Unterhaus) und Sangiin (Oberhaus) – können kostenlos besichtigt werden. Eine Anmeldung ist erforderlich, die Touren starten stündlich. Die Shūgiin-Tour wird nach Voranmeldung per E-Mail unter [email protected] unter der Woche auch auf Englisch angeboten (Mo um 14, Di–Fr 15 Uhr).

<6> [F8] Shūgiin, Mo–Fr 8–16, Sa/So 9.30–11.30 und 13–16 Uhr, stündlich, www.shugiin.go.jp/internet/itdb_english.nsf/html/statics/guide/tours.htm

<7> [F8] Sangiin, Mo–Fr 8–16 Uhr (Einlass), Tel. 5521–7445, www.sangiin.go.jp/eng/info/ dbt/index.htm

{5} Kabukiza * [H9]

Das Kabukiza-Theater in Ginza {4} ist das traditionellste Theater Tokyos. Hier sind alle Theaterfans richtig, die das traditionelle Theater aus der Edo-Zeit erleben wollen. Die Stücke im Kabukiza bestechen vor allem durch ihre bezaubernde Ausstattung.

Im Kabukiza wechseln die Stücke und Aufführungszeiten monatlich – man sollte jedoch auf jeden Fall darauf vorbereitet sein, dass Kabuki-Stücke mehrere Stunden dauern. Im Theater erhält man Kopfhörer und hat dadurch die Möglichkeit, Teile der Aufführungen auf Englisch zu genießen – die Mischung aus Gesang, Pantomime und Tanz macht die Handlung aber auch ohne Übersetzung zu einem einzigartigen Erlebnis. Tickets bestellt man am besten vorab online – es gibt aber auch kleine Ticket-Kontingente an der Tageskasse. Last-Minute-Tickets erlauben dann zum Beispiel, einen Teil der Aufführung ansehen zu dürfen.

> U-Bahn: Ginza, Ginza 4–12–15, Chūō-ku, Tokyo, Ausgang A6, Tel. 3545–680, www.kabukiweb.net/theatres/kabukiza/information/index.html

{6} Tsukiji – Äußerer Markt *** [H9]

Der Tsukiji-Fischmarkt war einst der größte der Welt. Nun ist der Großmarkt nach jahrelangen politischen Diskussionen zweigeteilt – die beliebte morgendliche Thunfisch-Auktionshalle ist nach Toyosu umgezogen {26}. Doch der Äußere Markt des Tsukiji blieb erhalten und bietet noch immer viele Attraktionen – und vor allem die gute alte Tsukiji-Atmosphäre – mit unzähligen Läden in kleinen Gassen und jeder Menge Fisch und Meeresfrüchte. Viele davon hat man vorher noch nie zu Gesicht bekommen.

Köche kaufen hier frühmorgens immer noch ihren frischen Fisch ein. Man erkennt sie oft an ihren speziellen Taschen aus Bambus – traditionell werden diese benutzt, um die gekühlten Fische mit Eis zu transportieren. Wenn man Glück hat, erlebt man die Händler beim Zerlegen von großen Fischen in kleine, handliche Küchenportionen.

Auf dem Markt laden zahlreiche Stände zum Frühstuck ein: mit frischem Sashimi, Sushi oder auch schnellen Fleischgerichten. Hier vergeht die Zeit sehr schnell – beim Zugucken und Probieren. Achtung: Am Sonntag sind meisten Läden geschlossen!

> U-Bahn: Tsukiji oder Tsukijishijo

Modisch und hip: Shibuya und Harajuku

Die Modefreaks versammeln sich in Shibuya und Harajuku. Hier ist Tokyo hip, modebewusst und experimentierfreudig. Shibuya befindet sich ebenfalls mal wieder im Umbau. Im September 2019 soll ein 230 Meter hoher Wolkenkratzer am Bahnhof Shibuya fertiggestellt werden, von dessen Dachterrasse aus man die Shibuya-Kreuzung überblicken können wird.

{7} Shibuya- Kreuzung *** [B10]

Menschenmassen, die die Straße überqueren, ohne sich zu beachten, dazu im Hintergrund leuchtende riesige Reklame- und Videotafeln: Dieses typische Tokyo-Bild stammt aus Shibuya.

Die Kreuzung am Bahnhof Shibuya ist eines der Markenzeichen Tokyos. Pro Ampelphase gehen hier bis zu 15.000 Fußgänger über die Straße. Quer in alle Richtungen und typisch japanisch: nämlich ohne einander zu beachten und so tuend, als ob das ganz normal wäre. Wer sich das Spektakel von oben ansehen will, geht am besten in ein Café wie zum Beispiel das Starbucks an der Kreuzung oder in die Sky Lounge im 11. Stock des Shibuya Hikarie.

Weniger kommerziell, dafür eher romantisch-melancholisch, zeigt sich Shibuya mit seiner Hachikō-Geschichte. Hachikō war ein Hund, der einst mit seinem Herrchen, einem Professor der Universität von Tokyo, jeden Tag zum Bahnhof kam und wartete, bis sein Professor abends wieder zurückkehrte. Nachdem das Herrchen verstorben war, kam der Hund trotzdem noch elf Jahre lang jeden Tag an diesen Ort. Dann starb auch der Hund. Heute erinnert eine kleine Statue auf dem Platz an Hachikō. Die Statue ist einer der beliebtesten Orte in Tokyo geworden, um sich zu verabreden.

> JR Shibuya, Ausgang Hachikō

Shibuya: das Fashion- und Lifestyle-Zentrum der Stadt (053to Abb.: as © SeanPavonePhoto)

{8} Nezu-Museum ** [C9]

Das Nezu-Museum ist ein besonderes Erlebnis für die Liebhaber von Architektur und antiker asiatischer Kunst. Die Kollektion stammt aus der privaten Sammlung von Kaichirō Nezu – einem erfolgreichen Geschäftsmann der Meiji-Zeit. Die Ausstellung umfasst u. a. Kunstwerke aus den Bereichen Kalligrafie, Malerei, Keramik und Textil. Das Museum wurde 1941 in Nezus Privatresidenz eröffnet und 2009 von Kengo Kuma komplett umgestaltet. Die Neuausrichtung und das damit verbundene Flair ist selbst ein Highlight und gilt als gelungenes Beispiel, wie traditionelle Elemente mit modernem japanischen Design verbunden werden können. Zum Museum gehört auch ein großzügiger japanischer Garten (Gesamtfläche ca. 17.000 m²), in dem sich auch ein gemütliches Café befindet. Das Museum ist ein kleines Idyll mitten in Tokyo.

> U-Bahn: Omotesandō, Ausgang A5, 8 Minuten Fußweg

> 6–5–1 Minamiaoyama, Minato-ku, Tel. 3400–2536, www.nezu-muse.or.jp, Eintritt: 1100 ¥/1300 ¥ (Sonderausstellung), geöffnet: Di–So 10–17 Uhr, Mo und an Tagen, an denen eine neue Ausstellung vorbereitet wird, geschlossen

{9} Omotesandō und Aoyama * [C9]

Die Omotesandō diente einst als Zugang zum Meiji-Jingū-Schrein {11}. Heute ist der Boulevard vor allem Laufsteg und Flaniermeile und verfügt über ein kosmopolitisches Flair. Hier sind die Cosplayer genauso vertreten wie Designer und Architektur-Liebhaber, denn die gewagtesten Gebäudekonstruktionen findet man in der Omotesandō und im zugehörigen Stadtteil Aoyama. Zu den extravaganten Meisterleistungen von Stararchitekten in dieser Gegend gehören z. B. die Prada Boutique von Herzog & de Meuron (die u. a. die Hamburger Elbphilharmonie entwarfen) und die Christian Dior Boutique vom japanischen Architekten-Duo SANAA.

Der japanische Stararchitekt Tadao Ando zeichnet für Omotesandō Hills verantwortlich. Das Tokyu-Plaza-Gebäude, bekannt für seinen Eingang mit vielen Spiegeln und die schöne Dachterrasse, wurde von Takushi Nakamura entworfen.

In den Seitenstraßen finden sich viele kleine Läden und gemütliche Cafés und Restaurants.

{10} Takeshita-dōri ** [B8]

Wer schon immer mal seinen eigenen Tokyo-Style in einem Second-Hand-Laden kreieren wollte, der ist in der Takeshita-dōri in Harajuku genau richtig, denn die Straße ist voller Menschen, die genau das tun.

Die Takeshita-dōri am Bahnhof Harajuku ist das Zentrum der jungen modebewussten Szene in Tokyo. Alle Spielarten der modernen Tokyoter Jugendkultur werden hier bedient. Die Gasse ist gerade einmal 400 Meter lang, links und rechts reihen sich Boutiquen, Sportshops, Secondhandläden und Ableger von Fast-Food-Ketten aneinander: Eben alles, was man als Teenager braucht. Hier kauft man nicht nur gerne ein, sondern präsentiert sich auch anderen Gleichgesinnten: Die schmale Gasse ist daher auch Treffpunkt der Cosplay-Szene: Gothic, Lolita, Punk etc., hier ist für jeden Geschmack und für jede Subkultur und jeden Fetisch etwas dabei. Dabei sollte man immer bedenken: Es geht hier nicht um politische Statements, sondern ausschließlich um modische.

> JR Harajuku, Ausgang: Takeshita-dōri

Kurz und knapp: Cosplay

Cosplay ist die derzeit augenfälligste Jugendkultur in Tokyo: Teenager verkleiden sich mit möglichst auffälligen Kostümen und extravagantem Make-up als ihre Lieblingsfiguren aus Mangas, Animes oder Videospielen. Der Begriff Cosplay setzt sich aus den englischen Wörtern costume und play zusammen.

{11} Meiji-Jingū- Schrein *** [B8]