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Die preiswertesten Unterkünfte, die besten Restaurants, die schönsten Strände in Salvador da Bahia. Autor Ralf Falbe besucht die brasilianische Hafenstadt seit 1999 und berichtete 2014 von der Fußball-Weltmeisterschaft aus Salvador da Bahia. Plus Insidertipps und Bonusmaterial: Interview zur WM mit der brasilianischen Journalistin Tania Mansani.
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Seitenzahl: 24
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Ralf Falbe
Reiseführer Salvador da Bahia
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Salvador da Bahia – Reiseführer
1 Interview zur WM 2014
2 Geschichte:
3 Begegnungen:
4 Stadtrundgänge & Sehenswürdigkeiten:
5 Strände & Aktivitäten:
6 Candomblé:
7 Unterkunft:
8 Musik & Nachtleben:
9 Theater & Kultur:
10 Essen & Trinken:
11 Verkehrsverbindungen:
12 Reisevorbereitung:
13 Bildband:
14 Information Brasilien:
Impressum neobooks
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Dezember 2013: Vor wenigen Monaten erschütterten Brasilien heftige Unruhen, die von manchem Beobachter als “Brasilianischer Frühling” bezeichnet wurden. Die Proteste im vergangenen Juni haben aufgezeigt, dass jenseits des Wirtschaftswachstums eine neu ausgerichtete Reformpolitik erforderlich ist. Im Schatten der sportlichen Großereignisse wie Fußball-WM und Olympia, die 2014 sowie 2016 unter dem Zuckerhut stattfinden werden, stellen sich daher wichtige Fragen zu strukturellen Problemen im größten Land Südamerikas. Der freie Journalist Ralf Falbe dazu im Interview mit der brasilianischen Journalistin Tainã Mansani (Revista Fórum / International Media Studies Deutsche Welle):
Falbe: Inwieweit stehen die Juni-Proteste im Zusammenhang mit der Kritik an den öffentlichen Ausgaben für die WM 2014?
Mansani: Die Kritik - die sich zuerst im Juni gegen die Fahrpreiserhöhung von 0,20 Centavos (etwa 0,7 Eurocent) richtete - an den öffentlichen Ausgaben für die WM 2014 ist die zunehmende Kommerzialisierung vieler Bereiche des Lebens und des öffentlichen Raums.
Der Bevölkerung werden mithilfe des Staates immer mehr Grenzen und Hürden gesetzt, bestimmte private Interessen zu bedienen und zu schützen. Die großen Unternehmen (nationale und internationale) profitieren von der Verwandlung öffentlicher Räume in private Wirtschaftszonen. Obwohl die öffentlichen Verkehrsmittel vom Staat gefördert werden, werden sie immer teurer, aber nicht besser - es profitieren nur die Investoren und Unternehmen. In der Fußballwelt finanziert der Staat den Bau von Stadien, die danach an private Betreiber übergeben werden, die später die Eintrittspreise anheben, so dass ärmere Bevölkerungsschichten ausgegrenzt werden. Gleichzeitig werden die Kleinhändler, die sich am meisten von der WM erhofft haben, aus der Nähe der Stadien und öffentlichen Plätze verdrängt, weil dieser Raum den kommerziellen Partnern der FIFA vorbehalten wird.
Falbe: Die strukturellen Probleme wie Polizeigewalt, Medienmonopole, Kriminalität, Bildungssystem, Gesundheitsversorgung und öffentlicher Nahverkehr stellen Brasilien vor große Probleme. Was bedeutet das für die Bevölkerung und wie weit sind WM-Touristen betroffen?
Mansani: WM-Touristen werden davon wohl gar nicht betroffen sein. Die Polizei und Medienmonopole existieren, um den Status Quo zu garantieren. Sie sollen die Sicherheit der WM-Touristen schützen und dadurch natürlich den Umsatz sichern, den die FIFA-Partner für ihr Sponsoring erwarten. Und natürlich wird in Folge der Verdrängung der Kleinhändler durch die Polizei auch das Bild der Armut aus dem Blick der Touristen „entfernt“.
Falbe: In Bahia fanden weitaus weniger Proteste als in Südbrasilien statt. Liegt das am Medienmonopol bzw. an der schlechteren Allgemeinbildung im Nordosten? Ist das eher ein Thema der "Paulista-Elite"?
Mansani:
