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Seit Lord Simon Roxbury von der Gesellschaftskolumnistin Julianna Somerset in einer überaus verfänglichen Situation ertappt wurde, hat er ein Problem: Entweder er heiratet binnen Monatsfrist oder er wird enterbt. Doch nach dem skandalösen Gerücht, das Julianna in die Welt gesetzt hat, will ihm keine Frau die Hand zur Ehe reichen. Kurzerhand verlangt Simon von Julianna, die Suppe auszulöffeln, die sie ihm eingebrockt hat …
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Seitenzahl: 534
Veröffentlichungsjahr: 2014
Buch
Lord Simon Roxbury ist ein Geschenk des Himmels für jeden Klatschkolumnisten. Erst vor Kurzem wurde der notorische Schwerenöter von Lady Julianna Somerset, der Gesellschaftskolumnistin der London Weekly, in einer sehr verfänglichen Situation ertappt – mit unangenehmen Folgen: Sein Vater, der Earl of Carlyle, stellt ihm ein Ultimatum: Entweder findet Simon binnen Monatsfrist eine geeignete Braut – inklusive Heirat –, oder er wird enterbt. Doch Simons Ruf ist ruiniert. Nach dem skandalösen Gerücht, das Julianna in die Welt gesetzt hat, wird ihm keine wohlerzogene junge Dame die Hand zur Ehe reichen. Was liegt da näher, als die Frau, die ihm den ganzen Ärger eingebrockt hat, die Suppe auslöffeln zu lassen? Juliannas eigene Reputation steht auf dem Spiel, und sie hat keine andere Wahl, als bei Lord Roxburys Scharade mitzuspielen. Mit der flammenden Leidenschaft, die zwischen ihnen entbrennt, haben die beiden jedoch nicht gerechnet …
Autorin
Maya Rodale begann – auf Empfehlung ihrer Mutter – bereits auf dem College, historische Liebesromane zu lesen, und es dauerte nicht lange, bis sie anfing, selbst welche zu schreiben. Inzwischen hat sie zahlreiche Romane veröffentlicht. Maya Rodale lebt mit ihrem Hund und ihrem ganz persönlichen Helden – ihrem Mann – in New York.
Weitere Romane von Maya Rodale und den Schreibenden Fräulein sind bei Blanvalet in Vorbereitung.
Außerdem von Maya Rodale bei Blanvalet
Lady meines Herzens
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Maya Rodale
Rivalen der Liebe
Roman
Deutschvon Juliane Korelski
Die amerikanische Originalausgabe erschien 2011unter dem Titel »A Tale of Two Lovers« bei Avon Books,an Imprint of HarperCollinsPublishers, New York.
1. AuflageDeutsche Erstausgabe Februar 2014 imBlanvalet Verlag, einem Unternehmen derVerlagsgruppe Random House GmbH, MünchenCopyright © 2011 by Maya RodalePublished by arrangement with Avon, an imprintof HarperCollins Publishers, LLCCopyright © der deutschsprachigen Ausgabe 2014by Blanvalet Verlag, in der Verlagsgruppe Random House, MünchenUmschlagmotiv: © Johannes Wiebel | punchdesign,unter Verwendung von Motiven von Shutterstock.comund von Chris CocozzaRedaktion: Almut WernerWR · Herstellung: cbSatz: DTP Service Apel, HannoverISBN: 978-3-641-11128-1www.blanvalet.de
Dieses Buch widme ich Denise, die immer so furchtbar unverblümt ist.Alles Gute zum Geburtstag, D-Bird!Und für Tony,obwohl ich deinem Rat nicht gefolgt bin, alle Protagonisten Tony zu nennen.Alles Gute zum 25., Baby!
Teil 1
Der innere Kampf des Gentlemans
Kapitel 1
London 1823
Der Hintereingang des Theaters in der Drury Lane war kaum der richtige Ort für Damen. Aber Julianna, ihres Zeichens Lady Somerset, hatte schon oft genug gelitten wegen dem, was anständige Frauen taten oder eben nicht taten. Sie rückte den kurzen Schleier zurecht, der ihr Gesicht knapp bedeckte, und trat in den Schatten. Dabei hielt sie auf der Suche nach dem nächsten Skandal die Augen offen.
Sie hatte gesehen, wie der als Lebemann verschriene Lord Roxbury genau aus diesem Hintereingang das Gebäude verließ. Ohne lange nachzudenken, folgte sie ihm. Ihrer Erfahrung nach war es die größte Torheit, sich auf einen Mann zu verlassen. Nur auf Lord Roxbury konnte sie mit Sicherheit zählen – er provozierte treffsicher einen Skandal nach dem anderen. Für Klatschkolumnisten war er ein Geschenk des Himmels.
Es wurde zwar allgemein vermutet, dass Julianna die berüchtigte »Lady mit Klasse« sei, die Verfasserin der Kolumne »Geheimnisse der Gesellschaft« der beliebtesten Zeitung der Stadt, nämlich der London Weekly – das zu beweisen war allerdings noch niemandem gelungen. Weil dem aber tatsächlich so war, war Julianna ständig auf der Suche nach den neusten Gerüchten.
In ihrer Eigenschaft als »Lady mit Klasse« blieb ihr also gar nichts anderes übrig, als Lord Roxbury zu folgen, wenn er sich durch den Hintereingang eines Theaters davonmachte.
Auf der Drury Lane blickte sie sich suchend nach einem hochgewachsenen Mann um, der sich mit enormem Selbstbewusstsein und dem ihm eigenen strahlenden Charme bewegte. Es dauerte nicht lange, da hatte sie ihn erspäht. Seine Haare waren schwarz und etwas zerzaust, als wäre er gerade erst aus dem Bett gestiegen. Das traf vermutlich sogar zu. So manche Frau war wegen seiner Augen in Verzückung geraten, wusste Julianna – konnte diese Begeisterung aber nicht teilen: Ihrer Meinung nach waren sie einfach nur braun. Auch Lord Roxburys Mund war ein Objekt der Begierde. Es verzehrten sich nicht nur diejenigen Frauen nach ihm, die diesen berüchtigten, herrlichen Lebemann schon geküsst hatten, sondern auch all jene, die noch darauf brannten.
Julianna Somerset zählte nicht zu den Legionen von Ladys, die seinetwegen in Verzückung gerieten. Ihr Herz und ihr Körper gehörten keinem Mann – nicht, nachdem sie eine Ehe überlebt hatte, die zwar als Liebesheirat begonnen hatte, dann aber schrecklich schiefgegangen war. Wie Roxbury und seinesgleichen war der verstorbene Lord Somerset ein Charmeur gewesen. Ein Verführer. Ein Mann, der viele Leidenschaften pflegte. Vor allem aber war er ein Herzensbrecher gewesen.
Julianna hatte einmal erleben dürfen, wie wahre Liebe sich anfühlte. Der Nachgeschmack war eindeutig bitter.
Aber das lag inzwischen weit zurück. Julianna musste längst nicht mehr jeden Abend daheim sitzen und sich fragen, wo ihr Ehemann steckte oder mit wem er gerade zusammen war. Oder warum ihre Liebe so schnell erkaltet war. Jetzt interessierte sie sich für die Angelegenheiten anderer Leute – zum Beispiel für Lord Roxburys nächtliche Flucht aus dem Hinterausgang des Theaters in der Drury Lane. Ein Mann wie Roxbury konnte einfach nichts Gutes im Schilde führen!
»Ah, da bist du ja!«
Julianna drehte sich um. Hinter ihr war Alistair Grey aufgetaucht, der sie an diesem Abend begleitet hatte. Er schrieb Theaterkritiken für die Zeitung, und sie gingen oft gemeinsam zu den Vorstellungen. Heute Abend hatten sie She Would And She Would Not gesehen, mit ihrer Freundin, der berühmten Schauspielerin »Mrs.« Jocelyn Kemble, in der Hauptrolle.
»Und? Hast du schon jemanden in einer kompromittierenden Situation ertappt?«, fragte Alistair mit gedämpfter Stimme und hakte sich bei ihr unter.
»Heute Abend hat sich leider so ziemlich jeder von seiner besten Seite gezeigt«, beklagte Julianna sich leise. »Aber ich könnte schwören, dass ich gerade gesehen habe, wie Roxbury dort hinüberlief.«
»Ich kann nicht glauben, dass du bei diesen Lichtverhältnissen und mit diesem Schleier überhaupt etwas siehst«, sagte Alistair.
»Da täuschst du dich, mein Lieber – ich sehe viel. Bestimmte Dinge kann man nämlich gar nicht übersehen«, erwiderte Julianna. Sie war eine begabte Lauscherin und hatte ein Auge für kompromittierende Situationen und alkoholselige Eskapaden. Gedämpftes Licht und ein schwarzer Netzschleier behinderten keines ihrer Talente.
»Hier unten ist alles verlassen, Julianna. Lass uns wieder zu den Garderoben gehen, wo alle sich betrinken und schon halb ausgezogen durch die Gänge tanzen. Da findest du bestimmt mehr, worüber es sich zu schreiben lohnt, als in diesem dunklen, staubigen Gang.«
»Stimmt, aber vergiss nicht, dass ich gerade ein Paar in diese Richtung gehen gesehen habe und dass der Mann aussah wie Roxbury. Das könnte eine wunderbare Geschichte werden. Du weißt doch, wie er ist«, beharrte sie. Dass das nur die halbe Wahrheit war, verschwieg Julianna ihrem Begleiter wohlweislich. Sie wollte sich nur ungern in einer überfüllten Garderobe herumdrücken, in der ein halbes Dutzend Frauen sich in Unterwäsche tummelte und zwei Dutzend Männer sie mit Blicken verschlangen.
»Ich weiß, ich weiß«, meinte Alistair wegwerfend. »Aber vermutlich waren die beiden nur eine Statistin und der drittgeborene Sohn irgendeines verarmten Adeligen.«
»Mit anderen Worten: nichts Bemerkenswertes also«, sagte Julianna und unterdrückte ein Seufzen.
Das leise Grollen eines Männerlachens durchbrach die Stille. In der Dunkelheit warf Julianna ihrem Begleiter einen vielsagenden Blick zu. »Ich hab es dir doch gesagt«, schien sie damit sagen zu wollen. Gemeinsam schlichen sie näher und passten dabei auf, sich weiter im Schatten zu verbergen.
Ein Wandleuchter hoch oben in der Gasse spendete gerade genug Licht, um ein Paar zu offenbaren, das in inniger Umarmung beisammenstand. Nicht gerade ein klug gewählter Platz, wie Julianna fand – in einem Seitengang, noch dazu dicht neben einer Lichtquelle. Es gab sicher dunklere und anonymere Orte, um sich im Theatergebäude einem Techtelmechtel hinzugeben. Aber die Leidenschaft konnte einen bekanntlich so ziemlich an jedem Ort überkommen. Ihr eigener, bereits verschiedener Ehemann hatte sich von der Lust überwältigen lassen, als er seine Kutsche lenkte – und das war das Letzte, was er in seinem Leben tat. Tatsächlich hatte die Leidenschaft ihn sogar ziemlich häufig überwältigt, allerdings nie in ihrer Gegenwart.
Julianna schob die bösen Erinnerungen beiseite und näherte sich dem Paar, um die Identität der beiden zu enthüllen. Ja, vielleicht handelte es sich wirklich nur um Komparsen des Theaters. Doch wenn zufällig einer der beiden eine hochstehende Persönlichkeit war, würde sie darüber berichten müssen.
Was Julianna dann sah, entsetzte sogar sie.
Zwei Paar auf Hochglanz polierte, schwarze Reitstiefel. Zwei Paar in Hosen gehüllte Beine. Zwei weiße Hemden, die bereits halb aufgeknöpft waren. Zwei Jacken, die offen standen.
»Oh mein …«, hauchte Julianna atemlos.
Sobald sich ihre Augen an das gedämpfte Licht gewöhnt hatten, konnte sie auch die Position der beiden Personen erkennen. Die eine Person – groß und dunkelhaarig – hielt die andere von hinten an der Taille umfasst und zog ihren Partner dicht an sich heran. Und die andere … der andere … Seine Hände waren auf der Wand abgestützt, damit beide nicht das Gleichgewicht verloren. Er hatte das Kreuz durchgedrückt und das Gesicht nach hinten gewandt, um den Kuss seines geheimnisvollen, männlichen Liebhabers zu empfangen.
Julianna packte Alistairs Arm und drückte ihn schmerzhaft.
Das war mehr als nur skandalös.
Das war die Art von Gerücht, die ihren Ruf als beste Kolumnistin der Stadt zementieren würde.
Und nicht nur das: Ein solcher Artikel wäre ein empfindlicher Schlag für ihren Erzrivalen, den berühmten Klatschkolumnisten bei der London Times, der unter dem Namen »Einer, der sich auskennt« schrieb. Nie würde es ihm gelingen, diese Geschichte zu übertreffen!
Julianna verfluchte insgeheim ihren Schleier und trat einen Schritt vor, um besser hinsehen zu können. Dabei stolperte sie über einen Besen, den jemand achtlos gegen die Wand gelehnt hatte. Sie fluchte leise, als der Besen klappernd zu Boden fiel.
Das Paar zuckte zusammen und drehte sich instinktiv in ihre Richtung. Wer der aufrecht stehende Mann war, blieb für Julianna unerkannt, weil er sich hinter dem anderen duckte. Dank der Lampe über den Köpfen der beiden erkannte sie das Gesicht des anderen Mannes aber deutlich.
Herr im Himmel! Lord Roxbury trieb es mit einem Mann!
Der einzige Sohn eines Earls in intimer Umarmung mit einem Mann war eine echte Nachricht. In Gedanken begann Julianna bereits, ihre Kolumne zu schreiben.
Ist Londons berüchtigter Wüstling Lord R- die Frauen so gründlich leid, dass er sich jetzt dem stärkeren Geschlecht zuwenden muss? Tatsächlich, liebe Leser! Ihr werdet nicht glauben, was die Verfasserin dieser Zeilen gesehen hat …
Kapitel 2
Carlyle HouseWenige Tage später
Wie den meisten Gentlemen seines Bekanntenkreises waren Simon Sinclair, dem Viscount Roxbury, sowohl die Ehe als auch jede Form von Armut verhasst. Sein höchstes Ziel war es, als wohlhabender Junggeselle zu leben und zu sterben. Bisher war er bei diesen Bemühungen recht erfolgreich gewesen.
Sein Vater jedoch, der vornehme, angesehene und geschätzte Earl of Carlyle, hatte bezüglich der Zukunft seines Sohns völlig andere Vorstellungen. Nachdem ihm sein Erstgeborener abhanden gekommen war, rückte nun Roxburys Leben (und insbesondere sein Ehestand) in den Fokus seines Vaters. Was bei den beiden für ständige Spannungen sorgte.
Während der Sohn sich als Galan und charmanter Lebemann erwies, war sein Vater ein gesetzter, anständiger Mann, der seinen Sitz im Parlament pflichtbewusst einnahm, seine Güter verwaltete und seiner Frau viel Taschengeld aushändigte, sie ansonsten jedoch vollkommen ignorierte. Die beiden kamen gut miteinander aus, denn solange Lady Carlyle immer die neusten Kleider, ausreichend neuen Schmuck und einen großen Freundeskreis hatte, verlangte sie nichts anderes von ihm.
Roxbury litt bei der Vorstellung, sein Leben könnte irgendwann genauso aussehen, geradezu Höllenqualen.
Er sehnte sich nach Leidenschaft und lebte für das aufregende Gefühl, sich frisch zu verlieben – immer und immer wieder.
Roxbury knüllte die Nachricht zusammen, die ihn wieder einmal ins Arbeitszimmer seines Vaters zitierte. Wahrscheinlich würde er sich dort ein weiteres Mal Vorhaltungen darüber anhören müssen, welchen Pflichten ein anständiger Nachfolger zu genügen habe: nicht das ganze Vermögen verprassen, sich eine Frau nehmen und Bälger in die Welt setzen. Er ließ den Papierball absichtlich auf den Aubussonteppich fallen als kleines Zeichen seines Trotzes.
Sie würden immer Vater und Sohn bleiben. Doch Roxbury ließ sich ab sofort nicht länger wie ein Kind herumkommandieren.
»Du bist dir selbstverständlich bewusst, dass ich auch durchaus daheim Post empfangen kann«, fing Roxbury an. »Es ist also völlig unnötig, diese Nachrichten in meinen Club zu schicken.«
Er hatte die Nachricht gestern Nachmittag erhalten, als er gerade eine Partie Karten mit seinen Kameraden im White’s spielte. Roxbury fand jedoch erst jetzt Zeit, dem Ruf zu folgen, denn nach einer Soiree am gestrigen Abend hatte er heute Früh erst einmal in aller Ruhe mit der wunderbaren (und gelenkigen) Lady Sheldon ausgeschlafen.
Auf dem Weg von ihrem Schlafgemach zum Arbeitszimmer seines Vaters hatte Roxbury eigentlich noch ein paar weiblichen Bekannten und Geliebten einen Besuch abstatten wollen, war jedoch erfolglos geblieben. Keine der Damen war für ihn zu sprechen gewesen, was ihm, ehrlich gesagt, einiges Kopfzerbrechen bereitete. Er wollte jetzt nicht überheblich klingen, aber er war ein beliebter, wohlgelittener Freund. Bis jetzt hatte sich noch nie jemand geweigert, ihn zu empfangen. Über die tieferen Beweggründe der Damen konnte er sich jetzt allerdings keine Gedanken machen, denn er musste seinem Vater Paroli bieten.
»Es war notwendig, dir die Nachricht in den Club zu schicken«, sagte sein Vater in jenem geduldigen Tonfall, den man sonst bei Kleinkindern oder geistig Minderbemittelten anschlägt. »Gott allein weiß, dass ich unmöglich hätte voraussehen können, im Schlafgemach welcher Frau du dich diese Nacht wieder herumtreibst. Du bist jedenfalls so gut wie nie in deinem abscheulich eingerichteten Stadthaus anzutreffen.«
In diesem Punkt hatte sein Vater unbestritten recht: Die widerlichen Möbel seines Stadthauses hatte Roxbury einer nicht unerheblichen Zahl wütender Mätressen zu verdanken, die mit einrichtungstechnischen Geschmacksverirrungen Rache an ihm genommen hatten. Ein Zimmer war schlimmer als das nächste: Wohin das Auge reichte – überall abstoßend viel Gold und eine geradezu ekelerregende Masse an rotsamtenen Möbeln. Roxbury interpretierte die Raumgestaltung ganz richtig als verzweifeltes Flehen um seine Aufmerksamkeit, während er schon wieder anderen Frauen nachschaute und die Beziehung allmählich in die Brüche ging. An diesem Punkt weigerte er sich aber regelmäßig, weiter darüber nachzudenken.
Darum verbrachte er die Tage auch lieber im Club und hielt sich nachts bei anderen Frauen auf. Allein in der vergangenen Woche hatte er in den Schlafzimmern von drei verschiedenen Frauen genächtigt. Oder waren es doch nur zwei gewesen? Seine Eroberungen zu zählen schien ihm für einen Gentleman aber allzu ungebührlich, weshalb er seine Gedanken schnell in eine andere Richtung lenkte.
Ja, er benahm sich immer wie ein formvollendeter Gentleman – selbst wenn er sich von einer seiner Geliebten trennte. Umso merkwürdiger erschien es ihm daher, dass er heute Früh von zwei oder drei anderen Frauen abgewiesen worden war. Roxbury runzelte die Stirn.
Er liebte die Frauen. Ihr singendes Lachen, die zum Schmollmund verzogenen Lippen und ihre geheimnisvollen Augen. Die weichen Rundungen und Konturen eines weiblichen Körpers verfehlten ihre Wirkung nie bei ihm und bezauberten Roxbury jedes Mal aufs Neue. Ebenso erging es ihm mit der weichen Haut und dem seidigen Haar seiner Geliebten. Dass die Frauen absolut verrückt nach ihm waren, amüsierte ihn jedoch bestenfalls. Frauen waren wunderschöne, bezaubernde, verwirrende und herrliche Wesen, jede auf ihre ganz eigene Art. Wie sollte er seine Reize, seine Aufmerksamkeit und Zuneigung da also auf eine von ihnen konzentrieren können?
Das ging einfach nicht, so gut kannte Roxbury sich. Und darum versuchte er es auch gar nicht erst.
»Es macht mir nichts aus, für dein Haus und deinen Unterhalt zu bezahlen«, fuhr sein Vater in seiner Litanei fort. Er saß entspannt zurückgelehnt in dem Sessel hinter seinem Schreibtisch. Es war heute warm genug, dass man kein Feuer im Kamin anzünden musste, aber die Fenster blieben noch geschlossen, weshalb die Luft im Raum eher schal und stickig war.
»Dafür bin ich dir dann wohl zu Dank verpflichtet«, erwiderte Roxbury höflich, obwohl er lediglich seinen Teil aus der Familienschatulle bezog, der ihm rechtmäßig zustand, und es sich weder um ein Geschenk noch um eine mildtätige Gabe handelte. Das Einkommen brachte der Titel mit sich – um den er nie gebeten hatte und auf den er lieber verzichten würde, wenn er bedachte, welch hohen Preis er dafür bezahlen müsste. Einer derer of Carlyle zu heißen bedeutete vor allem eines: Verantwortung.
»Schließlich muss ein Gentleman einen guten Umgang und einen gewissen Lebensstandard pflegen«, fügte der Earl hinzu. Einer reich geschnitzten Holzkiste auf seinem Schreibtisch entnahm er eine Zigarre. Direkt daneben lag ein Brieföffner aus purem Gold, der reich mit Smaragden besetzt war.
»Da stimme ich dir aus ganzem Herzen zu«, sagte Roxbury. Aufmerksam verfolgte er den Gedankengang seines Vaters. Worauf wollte er hinaus? Er mochte sein privilegiertes Leben, das stimmte. Aber wem erginge es in seiner Situation schon anders?
Der Earl bot seinem Sohn eine Zigarre an; Roxbury nahm das Angebot gerne an. Irgendetwas Merkwürdiges war hier im Gange, so viel wusste er. Erst die Besuche bei Freunden, die sich verleugnen ließen – Lady Westleigh empfing ihn sonst immer. Und jetzt diese weit ausholende Rede seines Vaters über den Lebenswandel, den er führte. Das war verflixt ungewöhnlich.
»Zu den Pflichten eines Vaters – eine Verantwortung, die ich im Übrigen sehr ernst nehme – gehört es, für die eigenen Kinder zu sorgen. Zum Glück ist mir das möglich, weil ich die Güter der Familie Carlyle mit Umsicht und Geschick bewirtschafte.«
»Das ist richtig«, stimmte Roxbury zu. »Die umsichtige Bewirtschaftung der Güter ist das A und O. Ich bin stolz, dir mitteilen zu können, dass Roxbury Park zuletzt sogar einen kleinen Profit hat abwerfen können.« Das Stück Land gehörte ihm allein; er hatte es im Alter von achtzehn Jahren als zukünftige Residenz und unabhängige Einkommensquelle überschrieben bekommen. Damals war er noch der zweitgeborene Sohn gewesen und hatte nicht damit rechnen können, eines Tages die ausgedehnten Ländereien und die Reichtümer der Earls of Carlyle zu erben.
Bis er auch den Titel seines Vaters erbte, trug er, wie es in seinen Kreisen üblich war, einen der niederen Titel seines Vaters und war als Viscount Roxbury bekannt. Einst hatte Edward diesen Namen geführt, dachte Roxbury, schob diese Erinnerungen aber lieber schnell beiseite. Jetzt war nicht der richtige Zeitpunkt dafür.
»Ich gratuliere dir dazu«, sagte sein Vater, und Roxbury bemerkte, dass in den Worten eine gewisse Anerkennung mitschwang – ja, er meinte sogar Stolz darin zu hören. Doch dieses Glücksgefühl wurde durch eine nagende Vorahnung gedämpft, dass etwas Unheilvolles über ihm schwebte. Bei diesem Treffen ging es um mehr als harmlose Gespräche über die Bewirtschaftung der Familiengüter – es musste irgendwas vorgefallen sein. Etwas Schwerwiegendes.
In Roxburys Ohren tickte die Uhr auf dem Kaminsims heute unnatürlich laut.
»Du wirst das Geld in Zukunft auch benötigen, fürchte ich«, fuhr sein Vater fort. Jedes Wort klang schwerwiegender als das vorangehende.
Der Earl zündete in aller Ruhe seine Zigarre an der Kandelaberkerze auf seinem Schreibtisch an. Die Flamme beleuchtete seine eingefallenen Wangen, die an der Zigarre zogen, bis das andere Ende aufglühte. Der alte Mann atmete schwer aus.
Roxbury fiel auf, dass sie dieselben hohen Wangenknochen hatten. Dasselbe tiefschwarze Haar, obschon sich bei seinem Vater bereits graue Strähnen daruntermischten. Edward hatte genauso ausgesehen. Und nicht nur das: Auch Edward hatte, genau wie sein jüngerer Bruder, das wilde Temperament und das leidenschaftliche Wesen eines längst vergessenen Vorfahren geerbt. Wie es den ruhigen und anständigen Eltern gelungen war, zwei solche Teufelsbraten heranzuziehen, war für Simon immer noch ein Geheimnis.
Jetzt gab es allerdings nur noch einen Teufelsbraten in der Familie. Einen Nachfolger.
Sie hatten außerdem alle drei die Liebe zum Geld geteilt. Geld bedeutete Freiheit, es garantierte Sicherheit und Spaß. Geld war nicht nur ein Luxus, sondern Notwendigkeit für jeden Einzelnen von ihnen.
Der Geruch von frisch gedruckten Banknoten oder das Klicken von Münzen erregte Simon zwar nicht, aber er war der festen Überzeugung, dass ein Mann sich anders bewegte, anders lebte und auf einer ganz anderen Ebene existierte, wenn er über ein entsprechendes Einkommen verfügte. Auf ein großes Vermögen traf das erst recht zu. Das wollte er keinesfalls verlieren.
Roxbury hob einen der Kerzenständer hoch, um nun seinerseits die Zigarre zu entfachen.
Frauen. Geld. Ehe. Irgendwas Ruchloses ging hier vor sich, das spürte er ganz genau.
»Ich habe meine Pflichten als Vater immer erfüllt«, fuhr der Earl fort. »Ich habe für dich gesorgt, habe dich großgezogen und dir eine gute Erziehung angedeihen lassen. Und so weiter und so fort. Du jedoch hast deine Pflicht als mein Nachfolger bisher allerdings ganz und gar nicht erfüllt.«
Roxbury atmete tief ein und hauchte den Rauch in perfekten Ringen aus. Eine offenkundige Trotzreaktion, denn er wusste, welch ernste und offensichtliche Richtung dieses Gespräch jetzt einschlagen würde. Schon tausendmal hatten sie darüber erbittert gestritten.
»Ich habe über die Angelegenheit intensiv nachgedacht und auch mit deiner Mutter ausführlichst gesprochen. Wir beide sind der Ansicht, dass dies der beste Weg ist für dich.«
Offensichtlich erklärt Mutter sich mit allem einverstanden, was ihr Mann vorschlägt, dachte Roxbury bitter.
Sein Vater genoss einen Moment lang die Zigarre und ließ Roxbury auf heißen Kohlen schmoren. Verärgert und angespannt paffte Roxbury seine Zigarre.
»Dir bleibt genau ein Monat Zeit, eine Frau von anständiger Herkunft zu ehelichen«, erklärte der alte Mann. Roxbury verschluckte sich am Rauch seiner Zigarre. Sein Vater lächelte leicht und fuhr ungerührt fort: »Sollte es dir in dieser Zeit nicht gelingen, eine anständige Frau zu heiraten, werde ich deine Rechnungen nicht länger begleichen.«
»Armut oder Ehe?«, keuchte Roxbury.
»Exakt«, sagte der Earl und lächelte stolz und triumphierend.
»Das kann doch unmöglich erlaubt sein!«
»Das kümmert mich nicht. Und du kannst dir nicht die Anwälte leisten, die sich über diese Regelung mit mir streiten, weshalb es auch müßig ist, darüber zu spekulieren.« Das Lächeln wurde breiter.
»Das ist eine hinterhältige Manipulation und …« Roxbury hätte gerne noch hinzugefügt, dass diese einseitige Vereinbarung abscheulich sei, dass seine Menschenrechte damit verletzt würden und wie unsportlich das Verhalten seines Vaters war, doch der schnitt ihm energisch das Wort ab.
»Ehrlich gesagt finde ich, dass es ein Geniestreich ist.« Sein Vater schmauchte gemütlich an der Zigarre und ließ den Rauch in einem beständigen, grauen Strom entweichen, der sich mit der dicken Luft im Arbeitszimmer vermischte.
Roxbury konnte es immer noch nicht fassen. Es gab Tiere in der Wildnis, die ihre Jungen fraßen. Aber konnten Menschen genauso unbarmherzig sein? Sein Vater hatte es gerade bewiesen: Er schien wild entschlossen, den einzigen Sohn verhungern zu lassen, wenn dieser sich nicht für den Rest seines Lebens unter den Pantoffel stellen ließ. In der Tat – es gab nur eine Alternative: Armut oder Ehe!
»Diese Form der Erpressung ist hinterhältiger und heimtückischer als das Vorgehen der schlimmsten Kuppelweiber!«
»In unserer Familie pflegen wir gewisse Traditionen«, fuhr der Earl ungerührt fort. Jetzt klang er geradezu heiter, denn die Familie war sein liebstes Thema. »Die Männer der Familie Roxbury treiben es in ihrer Jugend zwar wild, aber nur bis zu ihrem 30. Geburtstag. Dann setzen sie sich zur Ruhe, heiraten und zeugen ihren Nachfolger. Du bist jetzt zweiunddreißig und machst offensichtlich keine Anstalten, dein Verhalten irgendwie zu ändern.«
Simon wusste, dass er problemlos eine Gattin fände, wenn er nur heiraten wollte. Roxbury liebte die Frauen, und die Frauen liebten ihn. Ja, er war sich sicher, dass er sogar jede einzelne der liebenswerten, albernen Debütantinnen haben könnte, wenn er es darauf anlegte, denn er war reich, hatte einen Titel und musste sich auf keinen Fall verstecken.
Aber er wollte nun mal nicht heiraten. Er liebte die Frauen, wohlgemerkt in der Mehrzahl. Das Versprechen, eine einzige Frau zu lieben, und das bis ans Ende seiner Tage – das konnte er einfach nicht. Tief in seinem Herzen war er trotz seines ausschweifenden Lebenswandels immer noch ein Romantiker. Aber er war ebenfalls ein nüchterner Realist.
Eine Ehefrau stünde seinen zahlreichen Affären nur im Weg. Eine Ehefrau passte einfach nicht zu seinem Lebenswandel.
Statt sich flirtend in den Garderoben der Theater dieser Stadt herumzutreiben, müsste er die Herrin seines Hauses heimbegleiten, sobald der letzte Vorhang gefallen war. Eine Ehefrau würde sein Stadthaus vermutlich komplett umdekorieren lassen – genau wie seine zahlreichen Mätressen –, und er müsste in einer lachs-, lavendel- und goldfarbenen Umgebung leben. Ein Graus. Eine Frau würde Bälger mit sich bringen. Und das wäre auf jeden Fall das Ende des Lebens, wie er es bisher gewohnt war.
Roxbury mochte das Leben, das er bisher geführt hatte, allerdings recht gern.
»Zum Teufel mit der Tradition.« Roxbury drückte entschlossen die Zigarre aus. Die Tradition hatte sich keinen Deut um Edward geschert. Eigentlich hätte er seinem Vater als Earl folgen, heiraten und Bälger zeugen müssen. Dann wäre für Roxbury der Weg frei gewesen, um als ruchloser Schwerenöter sein Leben bis zu seinem Tod in vollen Zügen zu genießen. Was idealerweise in den Armen einer vollbusigen hübschen Mätresse stattfände. Aber Edward war nicht mehr hier. Von ihm existierten nur noch das Porträt in Öl über dem Kamin im Salon und ein paar schmerzliche Erinnerungen.
»Ich werde nicht mein Lebenswerk an einen deiner idiotischen Cousins verschleudern, nur weil du dich nicht in der Lage siehst, lange genug mit einer Frau aus gutem Haus zu verkehren, um ihr einen Ring an den Finger zu stecken und ein Baby in ihren Bauch zu pflanzen. Ich lasse nicht zu, dass alle beide von meinen Söhnen solche Reinfälle sind.«
»Zum Teufel mit deinem Ultimatum«, erwiderte Roxbury heftig. Er war so wütend! Erhitzt sprang er auf und verließ das Arbeitszimmer seines Vaters und auf direktem Weg Carlyle House.
Kapitel 3
White’s Gentlemen’s ClubIn der St. James’ Street, London
Nach dieser schrecklich aufwühlenden Unterredung mit seinem Vater und der niederschmetternden Erfahrung, dass er am Morgen von niemandem empfangen worden war, machte Roxbury sich auf den Weg zum White’s Genlemen’s Club. Ein ordentlicher Brandy war jetzt genau das Richtige für ihn – um auf seine Auflehnung und die drohende Armut anzustoßen oder um ein letztes Mal das Leben zu feiern, ehe er sich vom heiligen Stand der Ehe auf ewig in Ketten legen ließ. Er wurde schier verrückt vor Verwirrung, weil er einfach keine Ahnung hatte, was er tun sollte. Keine der beiden Alternativen war besonders vielversprechend.
Heirat? Niemals. Armut – nein, vielen Dank.
Er traf zur selben Zeit wie Lord Brookes im White’s ein. Dieser hob fragend die Brauen und schob sich dann schweigend an ihm vorbei. Grußlos.
Roxbury verstand die Welt nicht mehr. Gelegentlich maßen sie sich bei Gentleman Jack’s, dem Boxclub, im Faustkampf. Bisher hatten sie sich immer gut verstanden. Was war das für ein merkwürdiges Verhalten?
Roxbury setzte sich zu seinem guten, alten Freund, dem Duke of Hamilton und Brandon, an einen Tisch. Ein paar andere Herren saßen bereits mit ihm zusammen. Sie nippten an ihren Brandys und lasen Zeitung.
Als sie bemerkten, wer ihr neuer Tischgenosse war, setzte ein heftiges Stühlerücken ein; allesamt standen die Herren an der Seite des Duke hastig auf und suchten das Weite. Die Gläser klapperten auf den Tischen, und die Zeitungen knisterten, als die Gentlemen ihre Sachen zusammensuchten und eilig am anderen Ende des Clubs nach einer neuen Sitzgelegenheit Ausschau hielten.
Was zum Teufel geht hier vor?
Der Duke of Hamilton und Brandon, der gemeinhin von allen Brandon genannt wurde und seit Langem mit ihm befreundet war, blickte Roxbury an und schüttelte dann den Kopf.
Der aufmerksame Diener des Clubs, Inchbald, der mindestens dreihundert Jahre alt sein musste, kam zu ihm herüber und stellte einen doppelten Brandy vor Roxbury. »Mylord, das werdet Ihr brauchen.«
»Um Himmels willen, was ist denn bloß passiert?«
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