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Mario Bönsch

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Beschreibung

Ein Junge wird durch einen Zauber in eine andere Welt versetzt wo sich herausstellt das er jedoch nicht durch Zufall da ist, sondern um einen Dämonen zu vernichten. Doch es ist nicht alles wie es scheint! Ein Vampir der nicht wirklich Böse ist und ein guter der Böse wird, sowie ein abgrundtief Böser / Guter. Götter die um ihr sein fürchten! Sowie eine Schlacht um das Heil der Welt!

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Seitenzahl: 303

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Inhalt

Titel: Rogan!!!!!

1. Der Aufbruch *2009 -*2300(Ramon Zeit)

2. Sator *2300

3. Lucky Fox!!!! *2300

4.Hilfe *2300

5. Der Tod *2300

6. Und erstens kommt es anders......*2300

7. Rückkehr von den Toten! *2300

8. Des Vampirs Leiden *2300

9. Die Vision

10. Der Dämon *2158

11. Dreißig Minuten zuvor

12. Jahre zuvor! *2158

13.Thortan *2300

14. Triss und der Al-ie-rex *2158

….Gegenwart

15. Die Reise beginnt (Rogan) *2300

16. Zwischenspiele *2300

17. Der Morgen *2300

18. Das Erwachen im Dunkeln! *2300

19. Erinnerung eines Bösen *2300- 68 -

19,2. Des Vampirs Leiden Teil 2 *2200- 72 -

20. …und die Reise geht weiter! *Gegenwart- 87 -

21. Die Fäden im Hintergrund!- 94 -

22. Die letzte Etappe!- 96 -

23. Astreas liebe Grüße!- 100 -

24. Andros- 117 -

25. Necron- 151 -

26. Vision- 153 -

27. Elfenfeste Tirit-Alit- 165 -

28. Die Schlacht beginnt- 174 -

29. *Auf der Mauer- 189 -

30. *Am selben Morgen- 204 -

31. *Die Schlacht um den Marktplatz- 211 -

32. * Der Drache- 213 -

33. * Die Schlacht- 218 -

34. *Necron- 223 -

35. *Astrea- 225 -

*Die Helden- 229 -

36.* Schicksalsspinne- 231 -

37. * Vor langer Zeit- 239 -

38. Das Lied:- 244 -

39. * Weit entfernt an einem anderen Ort- 246 -

Impressum- 248 -

Titel: Rogan!!!!!

1. Der Aufbruch *2009 -*2300(Ramon Zeit)

Ich war ein Junge wie jeder andere, nichts Besonderes. Ich war Brillenträger und kein Mann, nach dem sich die Frauen umdrehten. Im Gegenteil: Ich hatte Probleme, eine Freundin zu finden, denn wenn mir eine in die Augen schaute oder mich ansprach, konnte ich kein Wort herausbringen. Auch beruflich ging alles schief. Ich fing eine Lehre als Datenverarbeitungskaufmann an, doch der Betrieb ging pleite. Dann wollte ich Bankkaufmann werden, doch das war nichts für mich. Der einzige Lichtblick war für mich das Rollenspiel. Ich ging mehrmals die Woche zu meinen Kollegen. Dort spielten wir dann immer Rollenspiele - wie “Rolemaster”, “DSA”, “Star Wars”, “Battletech”, “Paranoia”, “Pendragon” usw. Beim Durchforsten fremder Welten fühlte ich mich frei. Ich konnte in die Rolle anderer Personen schlüpfen, ohne selbst in Gefahr zu geraten. Doch trotz des Rollenspiels dachte ich, mein Leben würde langweilig und öde verlaufen. Doch es kam alles ganz anders! Wenn ich jedoch in der Realität weilte, fühlte ich mich einsam und verloren. Oft sagten meine Eltern zu mir: „Sei ein Realist! Werde normal, such dir eine Freundin und eine anständige Arbeit!“ Wir hatten den sechsten Juli, und es war heiß an diesem Tag; es war der perfekte Tag, um die Dimensionen durcheinander zu werfen. Ich ging zu einer Verabredung mit einem Mädchen, das ich über eine Anzeige in der Tageszeitung kennengelernt hatte. Wir wollten uns in der Bücherei treffen. Als Erkennungszeichen wollte sie eine Rose in der Hand halten. Ich trat durch die alte Eingangstür in den großen Lesesaal der Bücherei; Reihe um Reihe standen dort Regale mit hunderten wertvollen Schätzen, die aus der Realität in eine andere Welt transportierten. Ich setzte mich an einen der Eichentische, die für Lesewillige in der Mitte des Raumes standen, und wartete gespannt auf sie. Bei jeder Person, die den Raum betrat, dachte ich, sie wäre es! Als aber niemand mit einer Rose den Raum betrat, ging ich ein wenig durch die Bücherei. Nun wartete ich schon seit einer Stunde und sie war noch immer nicht da, als ich ein Buch entdeckte, das faszinierend aussah.

Es hatte einen nachtblauen Einband, auf dem seltsame Runen standen. Ich nahm es, schlug es auf und fing an zu lesen. Und was ich dort gelesen habe, kann ich immer noch nicht glauben. Es beschrieb eine Welt namens Ramon, ein großes weites Land. Im Westen hatten die großen Magier-Akademien ihren Sitz (Schwarz, Grau und Weiß) und im Süden war das Reich der Zwerge. Es wurde eine Welt beschrieben voller Wunder und Rätsel! Doch auch von den Gefahren war die Rede! Es gab z. B. in den Zeilen Berichte über Elfen und Dunkelelfen (welche dort Darkos genannt wurden); auch war die Rede von Vampiren, Dämonen, Werwölfen sowie den schlimmsten Albtraumgestalten! Dann las ich noch von einem Helden namens Rogan! „Seltsam!“, dachte ich. „So heißt doch mein Krieger beim Rollenspiel?“. Dieser soll die Welt vereinen und das Böse bekämpfen! Als ich merkte, dass der Abend anbrach, wollte ich das Buch ausleihen und ging zu der korpulenten Frau am Tresen. „Dieses Buch möchte ich mitnehmen!“, sagte ich lächelnd. „Nein! Es ist ein nicht ausleihbares Buch!“ Nun kam ich in ein emotionales Chaos! Ich wollte unbedingt dieses Buch haben. Es war, als ob ein Schleier meine Sinne trüben würde und ich konnte nur noch daran denken, dass ich es haben muss! Was sollte ich tun? Die Zeit rann mir davon! Ich ließ das Buch unter meinen Mantel verschwinden. Innerlich litt ich sehr darunter, aber auch etwas in mir sagte mir, dass es richtig sei!

Ich setzte mich an einen der Eichentische, die für Lesewillige in der Mitte des Raumes standen, und wartete gespannt auf sie. Bei jeder Person, die den Raum betrat, dachte ich, sie wäre es! Als aber niemand mit einer Rose den Raum betrat, ging ich ein wenig durch die Bücherei. Nun wartete ich schon seit einer Stunde und sie war noch immer nicht da, als ich ein Buch entdeckte, das faszinierend aussah.

Es hatte einen nachtblauen Einband, auf dem seltsame Runen standen. Ich nahm es, schlug es auf und fing an zu lesen. Und was ich dort gelesen habe, kann ich immer noch nicht glauben. Es beschrieb eine Welt namens Ramon, ein großes weites Land. Im Westen hatten die großen Magier-Akademien ihren Sitz (Schwarz, Grau und Weiß) und im Süden war das Reich der Zwerge. Es wurde eine Welt beschrieben voller Wunder und Rätsel! Doch auch von den Gefahren war die Rede! Es gab z. B. in den Zeilen Berichte über Elfen und Dunkelelfen (welche dort Darkos genannt wurden); auch war die Rede von Vampiren, Dämonen, Werwölfen sowie den schlimmsten Albtraumgestalten! Dann las ich noch von einem Helden namens Rogan! „Seltsam!“, dachte ich. „So heißt doch mein Krieger beim Rollenspiel?“. Dieser soll die Welt vereinen und das Böse bekämpfen! Als ich merkte, dass der Abend anbrach, wollte ich das Buch ausleihen und ging zu der korpulenten Frau am Tresen. „Dieses Buch möchte ich mitnehmen!“, sagte ich lächelnd. „Nein! Es ist ein nicht ausleihbares Buch!“ Nun kam ich in ein emotionales Chaos! Ich wollte unbedingt dieses Buch haben. Es war, als ob ein Schleier meine Sinne trüben würde und ich konnte nur noch daran denken, dass ich es haben muss! Was sollte ich tun? Die Zeit rann mir davon! Ich ließ das Buch unter meinen Mantel verschwinden. Innerlich litt ich sehr darunter, aber auch etwas in mir sagte mir, dass es richtig sei!

2. Sator *2300

Ich kam aber nicht dazu, ihm zu antworten, denn in diesem Moment brach ein Monster durch das Unterholz. Es hatte lange Fänge und hielt merkwürdigerweise ein Schwert in der Kralle. Um es genauer zu beschreiben: Es hatte graues Fell, war über zwei Meter groß, trug einen Lendenschurz, hatte spitze Ohren, glühende Augen und war am ganzen Körper behaart. Der Zwerg zog ein Kurzschwert, was in seinen Augen sicher ein Langschwert war, und hieb in das Bein des Monsters. Er durchtrennte eine Ader, sodass das Blut hervorschoss. Als ob es das nicht bemerkt hätte, schlug es auf den Zwerg ein. Dieser konnte den Hieb nur mit eiserner Kraftanstrengung abwehren. Dann kam der zweite Streich. Dieser trennte dem Zwerg den ganzen Brustkorb auf! Er schaute mich noch glasig an, als seine Augen zerbrachen und sich der Schleier des Todes darüberlegte. Nachdem der Zwerg tot war, dachte ich, es sei das Aus für mich, doch da erschien aus dem Gebüsch ein blauer Lichtstrahl. Dieser traf das Monster und es verschwand in einer blauen Stichflamme. Ich war ganz verdutzt, als ein etwa zwei Meter großer Mann mit einer grauen Kutte bekleidet heraustrat. Ich wollte voller Angst davonrennen, aber dann hörte ich seltsame Worte einer alten Sprache und blieb stehen; obwohl alles in mir sagte: „Renne weg!“ Aber ich fühlte plötzlich Freundschaft für den Fremden! Da ich so etwas aus den Spielen kannte, die ich spielte, dachte ich mir, dass es ein Bannspruch sein musste, unter dem ich stand!

Der Fremde stellte sich, nachdem er mich davon überzeugt hatte, dass er mich nicht in einen Frosch verwandeln würde, als Sator Black vor.Mit einer Kaltblütigkeit, wie ich sie nie zuvor gesehen hatte, nahm er das Schwert des Monsters und gab es mir mit den Worten: „Das wirst du noch brauchen!“ Ich nahm es. Ein Brennen ging vom Griff aus. Als ich hinsah, hatte sich ein Schwert in meine Hand gebrannt!

Das echte Schwert hatte eine schwarze Klinge und war circa hundert Zentimeter lang. Es hatte reichhaltige Verzierungen am Griff und einen Totenkopf als Knauf. Ich fuchtelte ein wenig mit der Klinge in der Luft herum, was wohl so ungeschickt aussah, dass Sator schallend lachen musste. Dann sagte er zu mir, dass ich wohl noch den Schwertkampf lernen müsste. „Wo kommst du eigentlich her und wie ist dein Name?“ fragte er. „Ich komme aus Recklinghausen und heiße Mario.“ Er schaute mich fragend an: „Recklinghausen? Ist das im Norden von Ramon?“ Ich schaute ihn an und dachte mir, was er wohl mit Ramon meinte. Mir ging ein Licht auf. Was ich die ganze Zeit nicht glauben wollte, war doch geschehen! Ich war in einer anderen Welt! Sator stellte sich vor: „Meinen Namen kennst du ja schon. Von Beruf bin ich Magier des grauen Pfades!“ Nun, das sollte ich ihm also glauben? Ein Graumagier? Ich musste es wohl, denn ich habe gesehen, wie er das Monster erlegte! Sator lächelte. „Ich komme aus dem Westen - aus der Stadt Kaduk!“ „Sollen wir nicht zusammen nach Antar wandern? Allein ist es sehr gefährlich!“ dachte ich: „Wer oder was ist Antar? Wird wohl die nächste Stadt sein.“ Nach einem Blick auf das Monster erwiderte ich: „Ja! Aber was war das für ein Monster?“ Sator: „Das war ein Genuk. Das ist ein Menschenfresser!“

Ich schluckte, sah das Schwert an und suchte nach menschlichem Blut an der Klinge! Sator sagte: „Nun, dann lass uns rasten, es wird bald Nacht!“

Was hältst du von einer Trainingsstunde?“ Ich schaute in sein Gesicht und sagte: „Nun, gut. Lass uns also beginnen.“ Er vollführte ein paar merkwürdige Gesten mit den Händen, murmelte irgendetwas und aus der Luft erschien ein goldenes Schwert.

Dann griff er an! Und nachdem ich den ersten Schlag abwehren konnte, schlug er mir mit der flachen Seite des Schwertes auf den Hinterkopf. Das brachte mich in Wut und ich griff plötzlich an. Dabei übersah ich sein Bein. Ich fiel vor einer kleinen Birke.

So endete diese Trainingsstunde mit vielen blauen Flecken und Beulen. Was er dann noch zu mir sagte, brannte sich in meinem Gedächtnis fest ein. Er sagte: „Nutze die Wut deines Angreifers für dich aus. Ein wütender Gegner ist ein leicht zu kontrollierender Gegner! Nun lass uns schlafen.

Ich übernehme die erste Wache.“ Mitten in der Nacht weckte er mich und sagte mir, dass ich jetzt Wache stehen müsste. Ich setzte mich also an das Lagerfeuer, das Sator entzündet hatte, und lauschte in die Nacht!

Sator legte sich nun hin und schloss die Augen. Schon nach kurzer Zeit ertönte ein lautes Schnarchen. Nach einer kleinen Weile schreckte ich plötzlich hoch, da ich ein Geräusch außerhalb des Lichtkreises hörte. Ich nahm mein Schwert und stand auf. Ich schaute mich ängstlich um, doch überall war es dunkel. Dann brach aus dem Gebüsch eine kleine Gestalt heraus und sah mich verdutzt an.

3. Lucky Fox!!!! *2300

Lucky schlich schon lange durch die Büsche, um ein warmes Lagerfeuer zu finden. Er sah Licht durch die Bäume schimmern und bewegte sich geräuschlos darauf zu. Doch er trat kurz vor dem Lager, das er gerade als solches identifiziert hatte, auf einen Zweig. Lucky brach durch das Gebüsch und stand vor einem seltsamen Mann. Dieser trug eine glatte, schwarze Lederjacke, etwas leuchtend Gelbes darunter und eine merkwürdige schwarze Hose. Und dazu Schuhe, wie er sie noch nie gesehen hatte. Er dachte: „Das muss ein Magier sein!“ Was dazu im Widerspruch stand war, dass er ein Schwert in den Händen hielt und keine Kutte trug. Er war neugierig, wie es wohl sei, in eine Ratte oder eine Blume verzaubert zu werden.

Luckys Leben zog an ihm vorbei. Er dachte an seine Kindheit in Derada, einer Stadt im Osten von Ramon.*2299* Dort war er aufgewachsen und hatte viel Spaß gehabt. Da war seine Geliebte Restina Ikkeda, die er über alles liebte. Und sein Vater Sadim Fox, seine Mutter Diana Fox, die ihn immer liebevoll umsorgt hatten und ihm alles über das Ausleihen von Gegenständen von fremden Leuten beigebracht hatten. Dann erinnerte er sich an die schreckliche Katastrophe, die sich vor einem Jahr ereignet hatte und die ihn bis heute nicht mehr losließ. Es geschah an einem sonnigen Tag. Er ging mit Restina im Wald spazieren und dachte an nichts Böses. Die Vögel zwitscherten ein munteres Lied, als plötzlich der Wind stärker wurde und sich die Sonne verdunkelte. Nebel kam auf und alle Vögel verstummten. Eine böse Aura streifte Lucky wie ein kalter Hauch und ein großer Schatten kam auf sie zu. Zuerst schälten sich die Umrisse aus dem Nebel. Dann sah er eine Gestalt in Form eines Teufels mit Flügeln. Sie trug ein schwarzes Schwert mit einem Totenkopf als Knauf. Es hatte wohl eine Länge von mindestens zwei Metern. Hinter dem Wesen folgten Dutzende Genuks. Das Wesen griff nach Restina.

Lucky stellte sich schützend vor sie und wurde von dem Wesen einfach mit einem Krallenhieb hinweggefegt. Er überschlug sich und prallte gegen einen Baum. Dann hörte er noch, bevor sich ein bleierner Schleier über ihn legte, eine tiefe dunkle Stimme: „Die Frau bleibt am Leben. Ich will mich einige Jahre mit ihr vergnügen!“ Wie durch ein Wunder blieb Lucky am Leben, denn er wurde für tot gehalten.

Als er wieder wach wurde, fing er an zu weinen und schwor sich, nicht mehr zu ruhen, bis er Restina befreit hatte. Dann ging er ins Dorf und alles lag in Schutt und Asche. An jeder Ecke lagen Leichen, auch seine Eltern waren darunter. Er schwor, sich grausam an den Mördern zu rächen.

Das war nun ein Jahr her und er war seinem Ziel nicht nähergekommen. Und nun schaute er seinem Tod ins Auge. Ein Tod, der durch einen grellen Blitz oder ein Erdbeben erfolgen wird. Er dachte: „Vielleicht löse ich mich auch unter faszinierend unheimlichen Schmerzen auf?“ Jetzt war es an der Zeit, etwas zu unternehmen. Doch ehe er etwas unternehmen konnte, fragte der Magier: „Wer bist du? Freund oder Feind?“

4.Hilfe *2300

Das kleine Wesen antwortete: „Das kommt darauf an, welcher Gesinnung du angehörst!“ Ich hingegen sagte: „Ich bin guter Gesinnung und du?“ Das Wesen betrachtete mich eine ganze Weile, hielt mir dann seine ausgestreckte Hand entgegen und sagte: „Ich hasse alles Böse. Lass uns Freundschaft schließen.“ Ich konnte mich diesem Angebot nicht entziehen, da ich in einer fremden Welt gestrandet war.

Also schloss ich mit ihm Freundschaft. Kurze Zeit später saßen wir am Lagerfeuer. Er erzählte mir seine traurige Geschichte. Nach kurzem Grübeln sagte Sator: „Ich sah vor kurzem in der Nähe von Ramon eine Menge Genuks und belauschte sie. Sie erzählten von einem grausamen Dämonen, der sich in der Elfenfeste Tirit-Alit aufhielt.“ Ich dachte nach. Sollte ich dem armen Lucky Fox helfen?Ich kam zu dem Entschluss und sagte: „Lucky, wir werden dir helfen herauszufinden, wo dein Mädchen sich aufhält und sie befreien!Wir werden morgen zur Elfenfeste Tirit-Alit aufbrechen.“ Lucky fing vor Freude an zu weinen. Die Tränen liefen nur so dahin, und nachdem er sich beruhigt hatte, schliefen wir ein. Am nächsten Morgen packten wir unsere Sachen und brachen auf nach Tirit-Alit.

Es war ein rauer Tag. Der Wind blies kalt von Norden und die Wolken sahen aus, als ob bald ein Regenschauer niedergehen würde. Doch das hielt uns nicht auf. Nach einem kurzen Marsch kamen wir in einen Wald. Es roch nach Blumen und Laub, die Vögel zwitscherten, und ich sah ein Reh davonhuschen. In der Mitte dieses Tages geschah dann etwas, das mir Schauer über den Rücken jagte.

Wir gingen gerade über eine Lichtung als von einem Moment zum anderen alle Vögel verstummten. Wir sicherten sofort nach allen Seiten und warteten ab. Ich beobachtete gerade den Wald, als sich die Schatten in unsere Richtung bewegten. Ich machte Sator darauf aufmerksam, aber der schrie nur: „Schattenwesen!!! Das sind Dämonen-Diener!“ Er fing an merkwürdige Worte zu murmeln. 

Dann ging alles blitzschnell. Aus Sators Hand schossen grelle Blitze in Richtung der Schatten und ich wurde von einem dieser Wesen mitgerissen.

5. Der Tod *2300

Sator und Lucky sahen nur, wie Mario von einem der Schatten umarmt und mitgerissen wurde. Sator rief Lucky zu, während er einige Angriffe abwehrte: „Er ist verloren, denn wer von den Schatten berührt wird, wird selbst zum Schatten!!!“

Dann schossen grelle Blitze aus seinen Fingern und einer der Schatten wurde von Urgewalten zerrissen, der Nächste verging in einem hellen Strahlen.

Lucky schrie auf, denn es hatte sich ein Schattenwesen von hinten an ihn herangeschlichen. „Jetzt ist es aus! Wie es als Schatten wohl sein wird?“ dachte Lucky. Dann hörte er einen merkwürdigen Gesang und sah, wie Sator seltsam anmutende Gesten in der Luft vorführte. Erst tat sich nichts, dann zogen plötzlich Wolken auf und es blitzte, die Luft stand unter Spannung und es erhob sich ein grelles Kreischen in die Höhe. Um Sator herum erschienen blaue Flammen und vor ihm zeichneten sich mit denselben Flammen die Umrisse eines großen Wesens ab. Es wurde von Sekunde zu Sekunde deutlicher. Plötzlich war es da! Auf eine Geste von Sator hin griff es die Schatten an.

Das Wesen sah fürchterlich aus. Es besaß einen Hundekopf, Pferdebeine, Tigerkrallen und hatte Flügel einer Fledermaus mit einer Spannweite von drei Metern.

Es schien, als ob die Schatten für den Dämon aus Fleisch und Blut wären, denn einer nach dem anderen wurden dahingemetzelt.

Der eine wurde mit einem einzigen Hieb des Dämons enthauptet und sein schwarzes Blut spritzte nur so durch die Gegend, ein anderer wurde entzweigerissen. Nach ein paar Minuten war kein Schatten mehr auf den Beinen. Zum Schluss schickte der Magier dann das Wesen wieder in seine Heimatdimension zurück.

Danach brach Sator bewusstlos zusammen.

6. Und erstens kommt es anders......*2300

Ich wurde von einem der Schatten mitgerissen. Es breitete sich in meinen Gliedern eine merkwürdige Kälte aus. Zuerst dachte ich, dass es an der Kühle des Waldes lag - aber weit gefehlt! Als ich an mir herunterblickte, sah ich eine schreckliche Veränderung mit mir vorgehen!!!

Meine Arme wurden langsam schwarz. Da bemerkte ich etwas noch viel Grausameres. Es ist schwer zu sagen, aber ich verlor die Kontrolle über meine Arme.

Der Schatten, der mich noch immer festhielt, schaute mich fragend an. Plötzlich fing das schwarze Schwert an zu vibrieren und sprang mir in die Hand. Dann geschah das Unglaubliche, es fing an, die Schwärze meiner Arme in sich aufzusaugen. Als es dieses vollendet hatte, holte ich aus und schlug nach dem Schattenwesen. Ich traf es und spaltete es in der Mitte als wäre es aus Fleisch und Blut. Sein schwarzes Blut färbte die Erde vor mir tiefschwarz, dieses aber nur einen Bruchteil von einer Sekunde, denn das Schwert saugte auch das Schattenwesen in sich auf.

Kurz darauf war kein Hinweis mehr zu finden, dass hier mal ein Schattenwesen war.

Ich betrachtete fragend erst meine Hände, dann das Schwert. „Wie konnte das passieren?“ Ich machte mir keine weiteren Gedanken mehr und fing an, meine beiden Freunde zu suchen. Ich wurde wohl weiter von ihnen weggerissen, als ich dachte, denn sie waren einfach nicht aufzufinden. Ich betrat gerade eine Lichtung, als eine Stimme sagte: „Bleibe! Geh nicht fort, ich brauche Hilfe!“

Das Einzige, was zu sehen war, war ein Baum mitten auf der Lichtung. „Aber Bäume reden doch nicht!“ Da geschah es wieder: „Doch, du denkst das Richtige! Ich bin der Baum!“ Ich war verblüfft und sprach: „Das ist nicht möglich, wie kann ein Baum denn reden?“

Die Stimme sagte: „Das ist eine lange Geschichte. Lass dich nieder und ich werde sie dir erzählen!“

Ich dachte mir, dass ich wohl nichts zu verlieren habe und lies mich nieder.

Dann fing die Stimme zu erzählen an.

Es geschah vor etwa einem Jahr, als ich durch diesen Laubhain ging.

Ich spürte eine große, mächtige Magie in der Nähe. Da hörte ich einige Geräusche von dieser Lichtung, auf der ich stehe. Lautlos pirschte ich mich an die Lichtung heran.

Doch was ich sah, war grausam!

Ein Dämon stand auf der Lichtung und hielt eine kleine Frau in der einen Hand, und mit der anderen schlug er auf einen Elfen ein, der nicht aus meinem Clan war.

Doch dieser wich geschickt aus und war blitzschnell außerhalb der Reichweite des Dämons, dessen Schwert, ein schwarzes mit einem Totenkopf als Griff, das aussah wie eine schwarze Ausgabe des Elfenschwertes - Sindra -, mindestens zwei Fuß tief in die Erde fuhr.

Der Elf zog seinen Bogen und spannte ihn bis zum Anschlag, dann surrte er los in Richtung des Dämons und traf ihn genau in die Schulter. Man hörte nur ein tschuck, dann knirsch und danach trat der Pfeil auf der Rückseite der Schulter wieder aus und blieb im Baum gegenüber stecken; er hatte wirklich den Knochen durchschlagen.

Der Dämon schrie vor Schmerz auf, holte aus und schleuderte sein Schwert nach dem Elf. Es traf ihn mitten in die Brust. Er röchelte und sprach folgende Worte, während er das Schwert umklammerte und sein Lebenssaft aus der Wunde rannte: „Einst wird ein Held aus einer anderen Welt zu uns kommen.

In seiner Welt wird er als Held gelten und nach ihm werden andere seinem Ruf folgen, um ihm zu helfen. Jeder ein mächtiger Held gar so dem Ersten, doch der Erste wird in seinen Händen die Macht halten, dich Dämon zu schlagen! Doch noch bevor er diese Macht nutzen kann, muss er sich als würdig erweisen.

Ein mächtiger Magier wird ihn einst zu uns rufen und dieser Magier wird ein Elf sein. Die Macht, dich zu schlagen, gabst du ihm selbst! Es wird dieses Schwert sein, das ich durch meinen Tod von allem Bösen reinige und es wird dem Helden zugeführt werden, wie auch andere machtvolle Waffen dem anderen Fremden gegeben werden. Es war einst das Schwert – Sindra - und wird es nun wieder sein - auch wenn es nun schwarz ist.“ Dann löste sich der Elf in einem taghellen Blitz auf und mit ihm verschwand das Schwert!

Vor Schreck stieß ich einen Schrei aus, was den Dämon auf mich aufmerksam machte. Der Dämon sah mich an und sagte: „Du wirst niemandem von der Prophezeiung erzählen!“ Dann murmelte er Worte der Macht und ich spürte, wie ich mich veränderte, bis ich ein Baum war. „Nun, Magier, kannst du mir helfen?“

Ich sagte: “Wieso hältst du mich für einen Magier?” Der Baum sprach: “Nur ein Magier würde so seltsame Kleidung tragen wie du!” Ich sprach: “Nun, aber bevor wir weiterreden, sage mir erst deinen Namen.” Er sprach: “Ich heiße Aron Eichenblatt und wie heißt du?” Doch ehe ich antworten konnte, schrie er: “Oh mein Gott, du trägst Sindra! Wie kommst du an das Schwert der Macht?”

Ich zog das Schwert und hielt es ins Licht. Kaum war das geschehen, fing der Baum in einem weißen Licht an zu leuchten. Dieses Licht wurde von meinem Schwert aufgesogen. Der Baum nahm die Gestalt eines schlanken Humanoiden an, doch er hatte spitze Ohren und eine fast weiße Haut. Sofort dachte ich, das kann nur ein Elf sein. Der Elf starrte mich an und sagte: “Du musst der Held aus der anderen Welt sein! Dein Name ist Rogan, was heißt der Dämonentöter!”

Ich sagte: “Ich heiße Mario und nicht Rogan. Rogan nenne ich mich nur beim Rollenspiel! Ach was, nenn mich ruhig Rogan. Aber ein Held bin ich nicht, das bin ich nur beim Rollenspiel mit meinen Freunden Sam, Ben, Andre, Mark, Carsten, Frank und Andi - jeder ein Held beim Spiel.” Aron sprach: “Nun, dann können wir alle Hoffnung fahren lassen. Aber vielleicht irrst du dich. Du musst auf jeden Fall die Prüfungen machen und deine Freunde rufen!” Ich sagte: “Wie soll ich meine Freunde rufen?” Aron erwiderte: “Das wirst du wohl selbst merken müssen.” Dann entschlossen wir uns auf die Suche nach den Anderen zu machen.

7. Rückkehr von den Toten! *2300

Kurze Zeit später erwachte Sator und schaute auf das Lagerfeuer, das Lucky entfacht hatte. Lucky fragte Sator: “Was ist wohl aus Mario geworden? Ob er noch lebt?” Sator sprach ganz behutsam zu Lucky: “Es tut mir leid, aber gegen die Berührung eines Schattens gibt es kein Gegenmittel! Er wird nun schon einer von ihnen sein!” Sator, immer noch stark geschwächt, fragte: “Lucky, kannst du etwas zu essen jagen?” “Natürlich, ich gehe gleich los!” sagte Lucky und machte sich auf den Weg.

Lucky schlich durchs Unterholz. Er hatte einen Bogen, seine Schleuder und ein Schwert dabei. Er horchte auf Geräusche und sah nach Spuren. Plötzlich sah er ein Reh. Er zog seinen Bogen, legte an und schoss. Doch der Pfeil flog daneben. Fluchend holte Lucky seine Schleuder hervor, als ein Tiger sich auf das Reh stürzte und es erlegte. Lucky wirbelte seine Schleuder. Der Stein traf den Tiger genau zwischen die Augen. Er brach zusammen. Dann ging Lucky zum Reh und begann, es auszuweiden.

Aron und ich gingen auf eine Lichtung zu, an der wir ein Lagerfeuer leuchten sahen. Am Feuer saß Sator mit dem Rücken zu uns, und ich sagte: “Hallo Sator, da bin ich wieder. Ihr habt euch bestimmt Sorgen gemacht?!?” Sator sah mich an und schrie aus voller Brust. Dann murmelte er etwas kaum Verständliches vor sich hin. Ich verstand nur „… schütze mich vor den Untoten…" Und aus seiner Hand schoss plötzlich ein weißer Blitz, der mich traf. Aber nichts geschah! Dann sagte Sator: "Wer den Bannspruch unbeschadet überlebt, der kann nicht des Bösen sein.“ Ich erklärte ihm erst einmal die Geschichte, wie sie sich bis dato zugetragen hatte und auch was Aron widerfuhr. Danach kam auch noch Lucky wieder und brachte das Reh und das Fell des Tigers mit. Er trug auch einen Beutel mit den Zähnen des Tigers. Lucky sagte, er wolle eine Kette daraus machen. Er fiel mir sofort in die Arme und dankte allen Göttern, die er kannte, dass ich noch lebe! Sator erklärte ihm alles, und Lucky schaute ihn nur erstaunt mit großen Augen an. Danach saßen wir am Lagerfeuer und besprachen den Ablauf des nächsten Tages. Wir entschlossen uns am anderen Morgen zur Elfenfeste Tirit-Alit zu reisen.

Mitten in der Nacht wurde ich wach und dachte an meine Freunde.

Diese Gedanken waren so stark, dass ich wohl die Grenzen dieser Dimension hinter mir ließ und bis zur Erde vordrang, denn plötzlich befand ich mich in einem Geisterkörper hinter meinen Kollegen, die gerade DSA spielten. Ich beobachtete sie eine Weile.

Sam fungierte gerade als Meister. Andi: “Mein Ritter stellt sich den Orcs!” Wolf: “Ich werde mich von hinten an die Orcs heranschleichen und sie dann aus nächster Nähe mit der Schleuder erlegen.” Mark: “Ich rufe meinen Schlachtruf und vernichte diese Brut!” Carsten: “Mein Schwarzmagier bereitet einen Blitz vor.” Andre: “Mein Zwerg wetzt die Axt und beginnt fröhlich Köpfe zu spalten.” Ben: “Moment, ich muss erst meine Attackewerte überprüfen.” Sam:" Gut, die Orcs stürmen auf euch zu." Nun rief ich: “Jungs, ich habe da ein Problem, ich hänge hier in einer anderen Dimension fest.” Sam sagte:" Mario? Bist du das? Wo bist du?" Ich sprach:" Hinter euch!" Frank drehte sich um und sagte verwirrt:" Du bist so durchsichtig? Du bist ein Geist!" Ich erklärte:" Das ist mein Astralleib. Ich bin in Ramon. Das ist eine Welt in einer anderen Zeit und einem anderen Raum!" Mehr konnte ich nicht sagen, denn ich wurde in meinen Körper zurückgezogen.

Ich war nun wieder in Ramon und hundemüde. Ich schaute mich noch um und schlief sofort ein. Am nächsten Morgen wurde ich von einem wunderbaren Gesang geweckt. Ich stand auf und ging auf die Quelle dieses wunderbaren Gesanges zu. Ich kam an eine Lichtung, auf der eine Elfin saß und sich die schlohweißen Haare kämmte. Ihre kristallblauen Augen entdeckten mich nach einer kurzen Weile. Sie sagte:" Hallo Magier! Wie geht es Euch denn?" Doch dann sah sie das Schwert und rief:" Der Auserwählte! Kommt, ich muss Euch zum großen Magier Necron führen." Ich erzählte ihr erst einmal meine Story und dass ich noch meine Gefährten holen muss. Dann sagte ich: “Wie heißt du denn eigentlich?” Sie sprach: “Mein Name ist Silvana Winterblume.”

Kurz darauf gingen wir zu Sator, Lucky und Aron. Als wir die Lichtung betraten, wachten sie gerade auf. Ich stellte Silvana erst einmal jedem vor, dann bereiteten wir das Frühstück zu.

Nach ein paar Minuten setzte sich Silvana zu mir und schaute mich stumm an. Dann nahm sie meine Hand und fing an, sie zu streicheln. Doch plötzlich sprang sie auf und rannte weg von mir. Das verwirrte mich doch sehr. Eine Stunde nach diesen Geschehnissen brachen wir dann zum Magier Necron auf. Laut Silvana residierte der große Magier in einer kleinen Elfensiedlung nahe der Elfenfeste Tirit-Alit.

8. Des Vampirs Leiden *2300

Es begann alles vor dreihundert Jahren, dachte sich der in einer schwarzen Robe gekleidete weißhaarige Mann. Er saß an einem Eichentisch, der mit vielen Schnörkeln verziert war, an der Wand. In dem Raum hingen Tierfelle und eiserne Fackelhalter, in denen Fackeln munter vor sich hinbrannten. Er sah sich die Fackeln an und versank in alten Erinnerungen.

*2000*

Es begann, als ich als junger Hüpfer, gerade aus der Schwarzmagier-Schule entlassen, in einer gewitterträchtigen Nacht eine alte Ruine durchsuchte.

Ich schlich gerade durch einen dunklen Gang und konnte kaum etwas sehen, als mir eine Formel aus meinem ersten Lehrjahr einfiel.

Ich rezitierte den Spruch: „Flammender Schein, bringt Dunkelheit Pein, Licht soll es sein!“ Und es ward Licht!

Doch das, was ich sah, ließ mir das Blut in den Adern gefrieren!

Vor mir lag ein toter Elf. Dass er tot war, sah man gleich. Denn wie kann man mit zerfetzter Kehle und ohne Herz - man hatte es ihm aus dem Leib gerissen - weiterleben?! Ich trat an den Leichnam heran und suchte nach Hinweisen, wer er war.

Als ich seine verkrampfte Hand bemerkte, bog ich sie auf und fand einen Zettel, auf dem stand:

„Ich habe nicht mehr viel Zeit. Er ist hinter mir her, möge Gott meiner Seele gnädig sein. Die Sonne geht unter. Ich höre ihn kommen. Wer auch immer diesen Zettel findet, möge wissen, dass seine Gruft in einem Geheimraum am Ende dieses Ganges ist. Oh Gott, ich kann ihn sehen.“

Mehr stand nicht auf dem Zettel. Ich ging auf das Gang Ende zu, es wurde zunehmend kälter. Plötzlich hörte ich ein Fauchen und mit einem donnernden Geräusch flog die Wand vor mir zur Seite. Ich erschrak, denn ein furchterregendes Wesen stand vor mir. Es hatte menschliche Gestalt, aber es hatte seine Lippen zurückgezogen, sodass man zwei lange Zähne aus seinem Mund rausragen sah!

Als ich seine verkrampfte Hand bemerkte, bog ich sie auf und fand einen Zettel, auf dem stand: „Ich habe nicht mehr viel Zeit. Er ist hinter mir her, möge Gott meiner Seele gnädig sein. Die Sonne geht unter. Ich höre ihn kommen. Wer auch immer diesen Zettel findet, möge wissen, dass seine Gruft in einem Geheimraum am Ende dieses Ganges ist. Oh Gott, ich kann ihn sehen.“ Mehr stand nicht auf dem Zettel. Ich ging auf das Gang Ende zu, es wurde zunehmend kälter. Plötzlich hörte ich ein Fauchen und mit einem donnernden Geräusch flog die Wand vor mir zur Seite. Ich erschrak, denn ein furchterregendes Wesen stand vor mir. Es hatte menschliche Gestalt, aber es hatte seine Lippen zurückgezogen, sodass man zwei lange Zähne aus seinem Mund rausragen sah!

Dann fasste er mir an die Kehle und hob mich mühelos in die Luft. Mit einer unmenschlichen Gewalt warf er mich vor die Wand, sodass ich einen Abdruck in derselbigen hinterließ. Dann sah ich nur noch zwei glühende Finger auf meine Augen zukommen. Dieses war das Letzte, was ich sah. Plötzlich spürte ich einen brennenden Schmerz an meinem Hals. Ich spürte, wie mein Blut aus mir gesogen wurde. Ich wurde schwächer und schwächer. Ich schrie verzweifelt: „Sonnenschein bring ihm Pein, so soll es sein.“

Danach war es still.

Auch der Schmerz ließ nach und ich rutschte die Wand hinunter.

Ich sprach schnell einen Heilzauber:

„Wunde, Wunde, schließe dich. Melvina, oh, ich bitte dich!“

Und ich begann wieder zu sehen. Das Erste, was ich sah, war ein dampfender Haufen Asche, der vor meinen Füßen lag und mitten in dem Haufen war ein Ring mit einem Ankh aus blutrotem Rubin. Ich hob den Ring auf und steckte ihn an meinen Ringfinger. Er passte, als wäre er für mich gefertigt worden.

Ich ging nun in den Geheimraum. Dort stand ein Sarg. Ich näherte mich langsam der Totenkiste. Neben dem Sarg stand eine Truhe, die ich nun öffnete. In ihr lag eine schwarze Robe mit einem absteigenden Pentagramm, das aus Goldfäden gefertigt war. Darunter lagen noch ein Schwert und ein Zauberstab. Ich nahm alles heraus und plötzlich, als ich das Schwert in die Hand nahm, brannte sich etwas bei mir in die Hand ein. Ich ließ das Schwert fallen und schaute auf die Wunde, in der nun ein Schwert eingebrannt war. Ich fühlte, dass ich jetzt auf ewig mit dem Schwert verbunden war.

Danach verließ ich die Ruine und ging nach Hause. Dort angekommen, legte ich mich hin und schlief. Als ich wieder aufwachte, sprach ich den Zeitzauber und bemerkte, dass ich 2 Tage geschlafen hatte. Ich zog mich an und ging Richtung Wirtshaus. Es war Nacht. Als ich eine dunkle Ecke passierte, sprang ein maskierter Mann vor mir auf den Weg, und ehe ich mich versah, hatte er mir sein Schwert in den Bauch gestoßen. Ich fühlte nur noch dieses Brennen im Bauch, dann wurde es dunkel. Vor mir in der Dunkelheit entstand ein Licht; ein Licht, das warm und wunderschön war.

Doch ich wurde nach hinten vom Licht weggezogen. Dann öffnete ich die Augen und sah den Mann über mir gebeugt. Ich spürte Schmerzen in allen Muskeln und Sehnen. Auch im Mund hatte ich höllische Schmerzen, als ob mir aus dem Oberkiefer zwei Zähne wachsen würden. Ich bemerkte, dass meine Fingernägel immer länger wurden; sie wuchsen zu Krallen heran! Dann begann ich, das Blut in den Adern des Mannes zu riechen. Ich hörte auch sein Herz schlagen. Eine Hand packte seine Kehle, die andere stieß in seine Brust und umfasste sein Herz. Dann riss ich es ihm aus dem Körper und trank das Blut, das aus ihm hervorquoll. Es war wie ein Rausch. Ich zerriss seinen Körper und genoss jeden Tropfen Blut. Zwei Stunden später ließ der Rausch nach. Mir wurde bewusst, dass ich zu einem Vampir geworden bin!

Den Rest der Nacht verbrachte ich damit, nach einem Schlafplatz zu suchen. Ich fand ihn dann auch in Form einer alten Gruft auf dem Friedhof.

Ich legte mich in den Sarg und schlief ein. In der nächsten Nacht ging ich wieder auf die Jagd und erlegte drei Menschen.

In den nächsten Jahrhunderten geschahen noch viele Dinge - zum Beispiel, als der verrückte Elf Ladislaus mich jagte.

1.Jahr:

Es war eine raue Winternacht im ersten Jahr meiner Wiedergeburt. Als ich auf der Suche nach Blut meine Heimatstadt Karduk durchstreifte, sah ich einen Elfen durch die Straßen wandern und wurde neugierig, was ein Angehöriger meines Volkes suchte. So sah ich, dass er zum Friedhof ging und dort etwas suchte, bis er vor meinem Schlafplatz, der Gruft, stand. Er ging hinein. Ich schlich ihm nach und sah dort, wie er ein Kreuz hineinlegte. Also musste er ein Feind sein. Ich konnte sein Blut pulsieren hören. Die Vorstellung, gleich frisches Blut zu trinken, ließ mich ganz unruhig werden.

Ich wollte mich gerade auf ihn stürzen, als er sich umdrehte, etwas murmelte und einen roten Lichtstrahl in meine Richtung aus seiner Hand abschoss. Der Strahl traf mich an der Schulter und verbrannte sie stark. Es fing an, nach verkohltem und verwestem Fleisch zu riechen. Der Mann lachte und sagte “Ja, mit mir hast Du es nicht so leicht wie mit anderen, denn ich beherrsche die Kunst der Magie, Du Höllengezücht!”, worauf er einen silbernen Dolch zog, der merkwürdigerweise oben einen Schraubverschluss besaß. Weiter konnte ich nichts Besonderes erkennen, denn er hieb mit dem Dolch auf mich ein. Ich wich aus, was mit meiner nichtmenschlichen Geschwindigkeit kein Problem darstellte.