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Tilman Peter

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Beschreibung

Einsamer Wanderer, Entdecker, Flüchtling, Irrender, Jäger und Gejagter. Ein widerspenstiger, ein abtrünniger Planet. Pionier und Drückeberger. Unterwegs nicht aus eigener Kraft. Vertrieben, verschollen, vermisst und ausgestoßen. Einer? Es könnten Milliarden sein, allein in der Milchstraße. Was treibt sie alle um; wieso begann, und, endet jemals ihre Reise ?

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Tilman Peter

rogue planet

BookRix GmbH & Co. KG80331 München

Reißaus

„A State of shock is what we're in, and it's been that way since the world began ...“

Future Flash / King M.C. State Of Shock Rapp

 

„Shock! Shock! Shock!

Check my shit out on me, give me a lobotomyThere's no escape from my own head, it's so fucked upCheck my shit out on me, give me a lobotomy“

Insane Clown Posse Shock

 

Nur Eines weiß ich: Als ich mich hier fand war das ein Schock. Wir leben im Schock, wir werden in ihn hineingeboren. Wir sterben im Schock. Gibt es dazwischen einen einzigen freien Gedanken? Gibt es einen festen Ort?

Wasser hat keine Balken. Raum hat keine Tritte, Griffe, Gruben wenn nicht Menschen sie dort für uns hinterlassen haben. Keine Wände, keine Dächer, kein Versteck! Nichts überdeckt das Nichts. Versteck Dich in der Leere, ohne Ortung … schutzlos – obdachlos. Da sehnst Du Dich plötzlich nach den Menschen. Adressaten Deines Flehens. Strohpuppen. Zieh einen Halm! Noch an den Kürzesten kann man sich klammern. Das erbärmlichste Schicksal scheint besser als das –

Vergessen

Kein Grund hält mich. Lähmend leer saugt das All über der Fläche. Haltlos falle ich aus der Ebene hinauf hinaus ins Bodenlose. Schwerelos? Nein, schlimmer … reiner Auftrieb. Austrieb an Fassungslosigkeit. Der eine einzig einsame Antikörper zum All. Von allem Greifbar-Festen werde ich fort getrieben, abgestoßen, ausgestoßen. Erdboden Kriecher, Schabe; Mutterkuchen Made. Entsetzen meine Nabelschnur. Dehnt sich und dehnt und dehnt... (die alte Leier). Würgt ab. Erstickt. Nichts-hält-mich. Niemand kennt mich. Ich sage nichts – bin frei – nicht. Löse ...

Wie ich nun hier hin kam weiß ich nicht. Ich weiß nur dieses Eine: Ich stehe unter Schock!

Dass ich hier bin, dass dieses Hier eben so ist wie es ist –

muss die Folge einer Katastrophe sein – und Alles, ich und Du – sind ihre Zeugen, ihre Kinder – ihre Waisen – ihr Produkt.

Produkt einer Katastrophe denn seither, seitdem ich denken kann, lebe ich im Schockzustand, von dem ich immer weiter dröhne, widerhalle, schwinge. Das Trauma pflanzt sich fort und fort. Entwickelt sich in sich. Als Mandala, Fraktal; als Knospe, Blatt und Zweig läuft es in sich vor sich davon – eingezwängt; beklemmend enge Grenzen. Windung um Windung tiefer hinab ins Schneckenhaus. Am Farnwedel entlang hinein, sich nach innen ringelnd, immer um den Kern herum,

den Kern? Kern, Mitte –

korū!

Warchild

Ich Schwingung

Resonanz

Tatzeuge

Mutter Krieg

Wucht, deren

Frieden ruht

im Urschlag

 

Schwerverletzte

Im Taumel

seit Welt begann

seit sie sich dreht

Stein des Anstoßes

Schock mürbe Zeugen, deformierte

Inspiration

der Ur-Impuls

weil weltbewegend

unser Rollen, Schlingern

bricht sich Bahn

im Körper-Bann

Gedröhn und Widerhall

Ur-eigener Echo-Kammern

unfassbar einzigartig Dünung, Gischt

bewegt den Leichnam

kaum nennenswerten Namen kennt

der Wind Urzustand bleibt

durch uns getrennt

umwindet schraubt und dreht

uns nie benennt

uns ausspeit

einverleibt

Standpunkt verwischt

Spuren verweht