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Die Sakramentalien gehören zum Gnadenschatz der Kirche. Schutz und Befreiung vom Bösen, Heilung, Stärkung sowie viele andere Gnaden können durch sie erlangt werden. Da das Wissen über die Sakramentalien bei vielen Menschen verloren gegangen ist, möchte Ralph Weimann mit dem vorliegenden Buch Abhilfe schaffen. Ausgehend von einer theologischen Begründung beleuchtet er zunächst die Grundlagen für das Verständnis von Weihen, Segnungen, Exorzismen und heiligen Gegenständen. Anschließend stehen pastorale Überlegungen im Mittelpunkt, die für das Glaubensleben und die Katechese notwendig sind. Konkret geht er u.a. auf die Bedeutung und geistliche Kraft der Anrufung des Namens Jesu und des Kreuzzeichens ein, auf die antidämonische Wirkung von Exorzismen und wie und wann sie verwendet werden können. Die Gnaden, die von der Marienweihe, der Wundertätigen Medaille und der Benediktusmedaille ausgehen, werden ebenso erläutert wie die Bedeutung und Verwendung von Weihwasser.
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Seitenzahl: 536
Veröffentlichungsjahr: 2025
Ralph Weimann
Gnadenschatz der Kirche
Ralph Weimann
Gnadenschatz der Kirche
Vorwort von Robert Kardinal Sarah
Die Bibelzitate stammen zumeist aus der revidierten Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, © Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart 2016.
SAKRAMENTALIEN
Gnadenschatz der Kirche
Ralph Weimann
© Media Maria Verlag, Illertissen, 2. Auflage 2025
Alle Rechte vorbehalten
ISBN 978-3-911850-00-1
eISBN 978-3-911850-51-3
www.media-maria.de
All jenen gewidmet, die die Sakramentalien im Vertrauen auf die Allmacht Gottes verwenden.
Abkürzungen
Vorwort
Einleitung
Erster Teil Theologische Begründung der Sakramentalien
1 Historischer Hintergrund – das Lehramt der Kirche
1.1 Sakramentalien in lehramtlichen Texten
1.2 Das Problem der richtigen Hermeneutik
2 Theologischer Begriff der Sakramentalien
2.1 Grundsätzliche Unterscheidungen
2.1.1 Heilige Zeichen
2.1.2 Heilige Handlungen
2.2 Vier verschiedene Kategorien von Sakramentalien
2.2.1 Weihungen/nicht sakramentale Weihen
2.2.2 Segnungen
2.2.3 Exorzismen
2.2.4 Heilige Gegenstände
2.3 Das theologische Verständnis von Sakramentalien
2.3.1 Die Erbsünde und ihre Folgen
2.3.2 Biblische Grundlegung
2.3.3 Christologie als Schlüssel zum Verständnis
2.3.4 Ekklesiologische Überlegungen
2.3.5 Sakramentalien als liturgische Handlungen
2.3.5.1 Bezug zur Vergangenheit
2.3.5.2 Bezug auf die Gegenwart
2.3.5.3 Bezug auf die Zukunft
2.3.6 Systematische Überlegungen
3 Gebrauch und Wirkungen der Sakramentalien
3.1 Ex opere operantis Ecclesiae im Unterschied zu ex opere operato
3.2 Participatio actuosa – gläubige Teilnahme
3.3 Partizipatorische Wirkungen der Sakramentalien
3.4 Die Bedeutung der Formel
3.5 Wesentliche Charakteristiken des erneuerten De Benedictionibus
3.6 Die Bedeutung heiliger Zeichen
3.7 Zusammenfassung
4 Spender und Empfänger
4.1 Einleitung
4.2 Geistliche Früchte – Spender und Empfänger
4.3 Geistliche Wirkungen von Weihen und Segnungen
4.4 Der Spender der Sakramentalien
4.5 Gemeinsames Priestertum oder Weihepriestertum
4.6 Theologische Überlegungen
Zweiter Teil Pastorale Überlegungen zu den Sakramentalien
Hinführung zum pastoralen Gebrauch
5 Anrufung des Namens Jesu Christi
5.1 Die biblische Grundlage der Anrufung
5.1.1 Erlösung
5.1.2 Reinigung, Heiligung und Rechtfertigung
5.1.3 Heilung
5.1.4 Schutz und Befreiung vom Dämonischen
5.1.5 Alles im Namen Jesu, des Herrn, tun
5.2 Anrufungen: Praktische Anwendung
5.2.1 Imperative Anrufungen
5.2.2 Deprekative Anrufungen
5.3 Geistliche Wirkungen durch die Anrufung des Namens Jesu Christi
6 Das Zeichen des heiligen Kreuzes
6.1 Die biblische Grundlage des Kreuzzeichens
6.2 Theologische Überlegungen
6.3 Einige praktische Überlegungen
6.4 Geistliche Wirkungen – das Kreuzzeichen
6.4.1 Früchte der Läuterung und Befreiung
6.4.2 Früchte der Heiligung
7 Exorzismen und ihre antidämonische Wirkung
7.1 Einleitung
7.2 Voraussetzungen für das Verständnis
7.2.1 Engel – geistige Wesen
7.2.2 Die gefallenen Engel
7.2.3 Priester und Exorzismus
7.3 Das Wirken des Teufels
7.3.1 Gewöhnliche dämonische Wirkweise
7.3.2 Außergewöhnliche dämonische Wirkweise
7.3.2.1 Infestation (Infestatio)
7.3.2.2 Umsessenheit (Circumsessio)
7.3.2.3 Obsesssion (Obsessio)
7.3.2.4 Besessenheit (Possessio)
7.4 Befreiung von einer außergewöhnlichen dämonischen Wirkung
7.4.1 Befreiung von Infestationen
7.4.1.1 Vorbemerkungen zum kleinen Exorzismus
7.4.1.2 Der kleine Exorzismus und dessen Anwendung
7.4.2 Befreiung von Umsessenheit und Obsession
7.4.3 Der große Exorzismus
7.4.4 Heilung und Befreiung
7.5 Schlussbemerkung
8 Die Segnungen der Kirche
8.1 Gott, die Quelle aller Segnungen
8.2 Wirksamkeit und Symbolik
8.3 Was kann und was kann nicht gesegnet werden?
8.4 Einige grundlegende Elemente der Segnung für die Praxis
8.4.1 Segnung von Personen
8.4.1.1 Konstitutive Segnungen
8.4.1.2 Die Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens
8.4.1.3 Invokative Segnungen von Personen
8.4.2 Segnung von Gegenständen
8.4.2.1 Weihwasser
8.4.2.2 Die Benediktus- und die Wundertätige Medaille
Schluss
Bibliographie
Lehramtliche Dokumente (chronologisch geordnet)
Literatur (alphabetisch geordnet)
Online-Quellen
Anhang 1 (Kleiner Exorzismus)
Anhang 2 (Segnung von Wasser)
Glossar
Über den Autor
AAS
Acta Apostolicae Sedis
AIE
Associazione Internazionale Esorcisti
ASS
Acta Sanctae Sedis
can(n).
Kanon(es)
CCEO
Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium
CIC
Codex Iuris Canonici
DBK
Deutsche Bischofskonferenz
DH
Denzinger-Hünermann
DV
Zweites Vatikanum, Dogmatische Konstitution Dei
Verbum
DS
Denzinger-Schönmetzer
FKTh
Forum Katholische Theologie
GS
Zweites Vatikanum, Pastorale Konstitution Gaudium
et Spes
HThKNT
Herders Theologischer Kommentar zum Neuen
Testament
JRGS
Joseph Ratzinger, Gesammelte Schriften
KKK
Katechismus der Katholischen Kirche
LF
Franziskus, Enzyklika Lumen Fidei
LG
Zweites Vatikanum, Dogmatische Konstitution Lu-
men Gentium
LThK
Lexikon für Theologie und Kirche
NOrd
Die Neue Ordnung
RR
Rituale Romanum
RP
Rituale Parvum
SC
Zweites Vatikanum, Konstitution Sacrosanctum
Concilium
†
Kreuzzeichen
SP
Benedikt XVI., Motu Proprio Summorum Pontificum
SS
Benedikt XVI., Enzyklika Spe Salvi
STh
Thomas von Aquin, Summa Theologiae
TDL
Cipriano Vagaggini, Theological Dimensions of the
Liturgy
TL
Joseph Ratzinger, Theologie der Liturgie
TRE
Theologische Realenzyklopädie
VApSt
Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls
Das Buch von Ralph Weimann, Sakramentalien. Gnadenschatz der Kirche, füllt eine Lücke in der theologischen Forschung und ist ein lang erwartetes Desiderat, das nun auch in deutscher Sprache zugänglich ist.1 Als Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung ist mir deutlich geworden, dass die Sakramentalien oft vernachlässigt werden, sei es, weil eine theologische Begründung fehlt oder weil eine Erklärung nur defizitär vorhanden ist. Der Katechismus der Katholischen Kirche bekräftigt ausdrücklich, dass »die heilige Mutter Kirche Sakramentalien eingesetzt [hat]. Diese sind heilige Zeichen, durch die in einer gewissen Nachahmung der Sakramente Wirkungen, besonders geistiger Art, bezeichnet und kraft der Fürbitte der Kirche erlangt werden. Durch diese Zeichen werden die Menschen bereitet, die eigentliche Wirkung der Sakramente aufzunehmen; zugleich wird durch solche Zeichen das Leben in seinen verschiedenen Gegebenheiten geheiligt« (Nr. 1667). Trotzdem kommt es nicht selten vor, dass selbst Priester und Ordensleute sich bei der Spendung der Sakramentalien nicht auskennen.
Don Weimann ist es mit seiner Publikation gelungen, diese Lücke zu schließen. Sein Buch bietet nicht nur eine hervorragende theologische Grundlegung aus einer sakramentaltheologischen Perspektive, sondern zusätzlich eine praktische und pastorale Hinführung, die für jeden Priester, Diakon oder Laien grundlegende Orientierung bietet. Um zu veranschaulichen, welche Bedeutung diesem neuen Buch Sakramentalien zukommt, soll an dieser Stelle ein kurzer Überblick über dessen Inhalt gegeben werden.
Der Autor beschreibt zunächst, wie sich die Sakramentalien in der Tradition der Kirche entwickelt haben. Wegen ihrer geistlichen Wirkkraft waren sie bei den Gläubigen stets beliebt; in der Neuzeit kommt es jedoch zur Krise der Sakramentalien, die sich durch den Rationalismus verschärft. Vor diesem Hintergrund stellt sich mit großer Dringlichkeit die Frage nach einer rechten Hermeneutik, denn es geht um die Interpretation und das Verständnis von Sakramentalien. Don Weimann greift diese Schwierigkeiten auf und zeigt den einzig theologischen Ausweg, die Bedeutung der Sakramentalien zu erschließen: durch eine Hermeneutik der Reform in Kontinuität mit der Tradition der Kirche. Auf diese Weise wird jener Dualismus überwunden, der einen Keil zwischen »natürlich« und »übernatürlich« treibt; dabei werden vielmehr beide Dimensionen in der Dualität des Seins zusammengeführt. Dementsprechend können Antworten gegeben werden, die sowohl dem Anspruch der Vernunft als auch der Offenbarung gerecht werden. Diese notwendige Vorentscheidung macht es möglich, die theologische Natur von Sakramentalien zu erschließen. Es wäre sehr zu wünschen, dass auch andere Autoren auf diesem Weg folgen, um die Größe und Schönheit des Glaubens im Hinblick auf die Sakramentalien zu ergründen und zu erklären.
Der Autor erklärt das theologische Konzept der Sakramentalien, wobei er bereits zu Beginn eine wichtige Unterscheidung vornimmt. Nachdem die Bedeutung der »heiligen Zeichen« und »sakramentalen Handlungen« erklärt wurde, benennt Don Weimann vier Kategorien von Sakramentalien. Dazu zählt er Segnungen, nicht sakramentale Weihen, Exorzismen und heilige Gegenstände/Orte. Auch wenn es keinen allgemeinen Konsens über diese Kategorien gibt, so erweist sich diese Aufteilung als äußerst wertvoll, weil sie eine nähere theologische Bestimmung erlaubt. Die daraus folgende theologische Differenzierung im Hinblick auf die Sakramentalien ist auch deshalb eine lohnende Lektüre, weil sie zum einen aus der Heiligen Schrift und der Tradition schöpft und zum anderen der durch die Erbsünde belasteten Natur des Menschen ausreichend Raum gibt, um so einen realistischen Blick auf das menschliche Leben zu werfen. Aus diesem Grundverständnis katholischen Glaubens heraus wird deutlich, warum Sakramentalien notwendigerweise apotropäische Elemente enthalten müssen, d. h. Handlungen oder Gebete, die den Einfluss Satans abwehren sollen. In seinem theologisch fundierten Kommentar dazu geht Don Weimann von der Menschwerdung als zentralem Moment des christlichen Glaubens aus unter Berücksichtigung der ekklesiologischen und liturgischen Dimension der Sakramentalien. Sie berühren Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, was sich auf andere Weise auch in der trinitarischen Struktur widerspiegelt; so wird die Schöpfung durch die Gnade erhoben.
Daran schließt sich eine Erklärung über die Spendung und die geistliche Wirkung der Sakramentalien an. Das Prinzip ex opere operantis Ecclesiae (durch das Handeln und Beten der Kirche) ist Schlüssel für das theologische Verständnis und markiert den wesentlichen Unterschied gegenüber den Sakramenten, die ex opere operato wirken (durch die bloße Tatsache, dass der Ritus vollzogen wird). Daher ist die bewusste, tätige und fruchtbare Teilnahme (participatio actuosa) bei der Spendung der Sakramentalien von besonderer Bedeutung, weil deren geistlichen Früchte auf dem Mitvollzug eines lebendigen Glaubens beruhen, sodass folglich sowohl die Haltung des Spenders als auch des Empfängers von besonderer Wichtigkeit sind.
Auch der liturgischen Formel kommt eine innewohnende Wirksamkeit zu, vor allem wenn sie sich in den Fluss der lebendigen Tradition einreiht. Weil bei der »Erneuerung« der Sakramentalien dieses Prinzip leider nicht immer berücksichtigt worden ist, verdienen die von Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. geäußerten Anregungen zu einer »Reform der Reform« besondere Aufmerksamkeit. Heilige Zeichen und Rituale werden nicht am Schreibtisch erfunden und sind nicht Werk akademischer Anstrengung, vielmehr sind sie Ausdruck des lebendigen Glaubens der Kirche, wie er durch Schrift und Tradition zu uns kommt. Und doch hängen die geistlichen Früchte nicht nur von der fürbittenden Kraft der Kirche ab, sondern auch von der Heiligkeit des Spenders und Empfängers. Das Leben der Heiligen verdeutlicht dies auf eindrückliche Weise.
Diese theologisch fundierten Ausführungen leiten zum zweiten Teil des Buches über: »Pastorale Erwägungen«. In diesem Abschnitt erläutert Don Weimann, welche geistlichen Wirkungen durch die Anrufung des Namens Jesu Christi erzielt werden können, die sowohl imperativ als auch deprekativ erfolgen kann. Daran schließen sich wichtige Erklärungen zu den heiligen Zeichen an, unter denen das Kreuzzeichen hervorgehoben werden muss. Es ist das Zeichen der Erlösung, des Triumphes über Sünde und Teufel, weshalb es bei keiner Segnung je fehlen darf. Dies zeigt sich auch in geistlichen Wirkungen der Reinigung, Befreiung und Heiligung, die durch den rechten Gebrauch dieses heiligen Zeichens hervorgerufen werden.
Es ist das besondere Verdienst Don Weimanns, dem Thema »Exorzismen« einen ausreichenden Rahmen gegeben zu haben. Dieses delikate Thema wird leider nicht selten vernachlässigt, sodass selbst Priester gewöhnlich nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie mit präternatürlichen Dingen konfrontiert werden. In Anlehnung an die Internationale Vereinigung der Exorzisten und die von diesen Experten herausgegebene Orientierungshilfe gelingt es dem Autor, auch auf diesem Gebiet eine Lücke zu schließen und wertvolle Orientierung zu bieten. Denn neben einer gewöhnlichen dämonischen Wirkweise gibt es auch eine außergewöhnliche. So unterschiedet man zwischen Infestationen, Umsessenheit, Obsessionen und der Besessenheit. Dabei bleibt Don Weimann nicht bei einer Beschreibung dieser äußerst störenden Phänomene stehen, sondern zeigt auch einen Weg auf, wie diese zu beseitigen sind. Ausgehend von Texten des kirchlichen Lehramts werden wichtige Unterscheidungen getroffen. Weil Jesus Christus ontologisch im Priester gegenwärtig ist, vermag jeder Priester bei den meisten dieser Phänomene Abhilfe zu leisten – vorausgesetzt er ist entsprechend kundig und vorbereitet. Dies ist eine besondere Stärke des vorliegenden Buches und sollte daher einen festen Platz in der Ausbildung der Priester und Seminaristen bekommen.
Schließlich werden die kirchlichen Segnungen in den Blick genommen, wobei zwischen der Segnung und nicht sakramentalen Weihe von Personen, Gegenständen und Orten unterschieden wird. Dabei wird die damit verbundene geistliche Wirkung aus sakramental-theologischer Perspektive beleuchtet und dargelegt. Es zeigt sich, warum »an Gottes Segen alles gelegen« ist und wie er fruchtbar im Leben der Gläubigen wird.
Wie die Sakramente sind auch die Sakramentalien der Kirche anvertraut, um allen auf ihrem Weg zu Gott zu helfen. Da von ihnen große Gnaden ausgehen, sollten vor allem Priester – und bis zu einem gewissen Grad auch Laien, wie in diesem Buch ebenfalls deutlich beschrieben – großzügig von ihnen Gebrauch machen.
Die Sakramentalien haben zu allen Zeiten eine große Bedeutung für den Glauben, aber besonders in unserer Zeit sind sie wichtig. Es ist das Verdienst von Don Ralph Weimann, ihre Bedeutung in seinem Buch neu erschlossen zu haben und uns allen einen Schlüssel zu ihrem Verständnis anzubieten.
Darstellung des Herrn, 2. Februar 2025
† Robert Card. Sarah
Em. Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung
1 Zuerst auf Englisch erschienen: Ralph Weimann, Sacramentals. Their Meaning and Spiritual Use, Manchester, New Hampshire 2023.
Papst Benedikt XVI. hatte 2011 ein Jahr des Glaubens ausgerufen, um »einer tiefen Glaubenskrise, die viele Menschen befallen hat«,1 entgegenzuwirken. Diese Krise macht sich besonders im Hinblick auf das Verständnis und die Spendung von Sakramentalien bemerkbar, da diese erst durch den Glauben verständlich und wirksam werden. Es ist eine Tatsache, dass die Glaubenskrise weit fortgeschritten ist. Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2019 glaubt nur ein Drittel der Katholiken in den USA an die Transsubstantiation, also daran, dass Brot und Wein bei der Feier der Eucharistie wirklich zu Leib und Blut Jesu Christi werden. »Würde man die Umfrage in Deutschland durchführen, dürften vermutlich ähnliche Resultate dabei herauskommen.«2 Auch weitere zentrale Glaubensgeheimnisse, wie der Glaube an die leibhafte Auferstehung Jesu Christi, sind selbst bei vielen Katholiken nicht mehr präsent. So ist es nicht verwunderlich, dass Kardinal Eijk von einem großen Glaubensabfall spricht, den er in den Niederlanden beobachtet.3
Wenn der Glaube an die zentralen übernatürlichen Wirklichkeiten abnimmt oder verschwindet, hat das unausweichlich Auswirkungen auf die Sakramentalien, da diese nur im Licht des Glaubens verständlich werden. Dazu zählt auch der Exorzismus, weswegen doppelt alarmieren muss, wenn der ehemalige Chefexorzist Roms, Gabriele Amorth († 2016), den grassierenden Unglauben unter den Spendern der Sakramentalien beklagt.4 Wenn der Glaube an die grundlegenden übernatürlichen Wahrheiten schwindet, schwindet zwangsläufig auch das Verständnis für die Sakramentalien, was wiederum Auswirkungen auf deren Wirksamkeit hat.
Wenn der Glaube schwindet, wächst der Aberglaube. Dies zeigt sich in der Zunahme esoterischer Praktiken wie Yoga, Reiki, Zen-Meditation und vielen mehr. Es ist erstaunlich, dass sie oft selbst von Priestern und Ordensleuten nicht nur geduldet und akzeptiert, sondern sogar gefördert werden. In dem Maß, in welchem die Sakramentalien vernachlässigt und abgelehnt werden, haben glaubensfremde Rituale Hochkonjunktur. Selbst Katholiken wenden viel Zeit, Mühe und Geld für Dinge auf, die unserem Glauben fremd und zum Teil entgegengesetzt sind. Vielen ist das Vertrauen auf die heilende und befreiende Kraft der Sakramentalien abhandengekommen.
Die Glaubenskrise hat zu der schmerzlichen Situation geführt, dass die Gläubigen, vor allem Priester und Ordensleute, im Hinblick auf die Sakramentalien oft recht unwissend sind. So kann es vorkommen, dass ein Priester zwar einen Doktortitel in Theologie vorweisen kann, aber nicht weiß, wie bestimmte Segnungen zu erteilen sind, was eine nicht sakramentale Weihe ausmacht, und selbst nur mangelhaft mit Befreiungsgebeten (Exorzismen) vertraut ist. An dieser Stelle tritt ein schwerwiegendes Problem zutage, das seinen Ausgang in einer leider verbreiteten Art und Weise nimmt, wie heute »Theologie« betrieben wird. Mit Verweis auf die sogenannte »Wissenschaftlichkeit« wird sich dabei fast ausschließlich auf rein menschliche Kriterien gestützt, wonach der »Glaube« sich nach soziologischen Studien, statistischen Erhebungen und historischen Gewissheiten richtet. Der Blick für die übernatürliche Wirklichkeit, die durch die Offenbarung zu uns kommt, geht immer mehr verloren.
Das größte Problem, das die Theologie im Allgemeinen und die Sakramentalien im Besonderen betrifft, wird bereits an dieser Stelle deutlich: der Mangel an Glauben. Sakramentalien lassen sich in der Tat nicht verstehen, wenn nicht der Glaube als eine »übernatürliche Gabe«5 angenommen wird, der eine verwandelnde Kraft innewohnt.6 Wegen des fehlenden Glaubens wies der Herr die Apostel zurecht, als sie nicht in der Lage waren, einen Dämon auszutreiben. Er sagte: »Wegen eures Kleinglaubens. Amen, das sage ich euch: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, dann werdet ihr zu diesem Berg sagen: Rück von hier nach dort! und er wird wegrücken. Nichts wird euch unmöglich sein« (Mt 17,20). Diese Perikope lässt deutlich werden, dass es einen großen Unterschied zwischen den Sakramentalien und den sieben Sakramenten gibt, da die Wirksamkeit der Sakramentalien bis zu einem gewissen Grad vom Glauben abhängt. Deshalb ist es wichtig, sich die Worte aus dem Hebräerbrief in Erinnerung zu rufen. Dort heißt es:
»Glaube aber ist: Grundlage dessen, was man erhofft, ein Zutagetreten von Tatsachen, die man nicht sieht. Aufgrund dieses Glaubens haben die Alten ein gutes Zeugnis erhalten. Aufgrund des Glaubens erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort erschaffen wurde und so aus Unsichtbarem das Sichtbare entstanden ist. Aufgrund des Glaubens brachte Abel Gott ein besseres Opfer dar als Kain; durch diesen Glauben erhielt er das Zeugnis, dass er gerecht war, was Gott durch die Annahme seiner Opfergaben bezeugte; und durch den Glauben redet Abel noch, obwohl er tot ist. Aufgrund des Glaubens wurde Henoch entrückt, sodass er den Tod nicht schaute; er wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; vor der Entrückung erhielt er das Zeugnis, dass er Gefallen gefunden habe bei Gott. Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer hinzutreten will zu Gott, muss glauben, dass er ist und dass er die, die ihn suchen, belohnen wird« (Hebr 11,1–6).
Es sei an dieser Stelle betont, dass die Sakramentalien weder mit Aberglauben noch mit Magie zu tun haben. Vielmehr sind sie untrennbar mit dem Glauben an Jesus Christus verbunden, der die Quelle ihrer Wirksamkeit ist. Die Enzyklika Lumen fidei bietet einen präzisen und tiefgründigen Überblick über die Beziehung zwischen dem Glaubensakt und seinen geistlichen Wirkungen. Insbesondere in den ersten drei Kapiteln wird jene theologische Grundlage gelegt, die helfen wird, die Bedeutung und Wirksamkeit der Sakramentalien zu verstehen.7
Ein weiterer Aspekt, der als Bezugspunkt für die nachfolgenden Ausführungen dienen wird, ist als Vorbemerkung notwendig. Wenn in diesem Buch der Gebrauch und die Wirkung von Sakramentalien erklärt wird, muss dies immer im Lichte des Glaubens geschehen, welcher sein Fundament in der Offenbarung und im Dogma seinen definitiven Ausdruck findet. Nur auf diese Weise lässt sich ein Subjektivismus und ein Abgleiten in die Gnosis verhindern. Dabei ist es notwendig zu unterstreichen, dass es keinen Widerspruch zwischen Dogma und pastoraler Praxis gibt, weil jeder pastorale Ansatz im Widerspruch zum Dogma die Beziehung zwischen der lex credendi und – in diesem Fall – der lex celebrandi zerstören würde.8Mit anderen Worten, die Art und Weise der Feier der Sakramentalien muss dem Glauben der Kirche entsprechen. Sollte dieser Zusammenhang verloren gehen, wäre der Gebrauch der Sakramentalien eine leere Geste ohne geistliche Wirkung. Vielmehr muss das Verständnis der Sakramentalien fest in der Offenbarung verankert sein. Die unsichtbare Wirklichkeit Gottes wurde durch die Menschwerdung Jesu Christi sichtbar und untrennbar mit der Autorität der Kirche verbunden. Die Offenbarung kommt zu uns durch die Heilige Schrift und die Tradition.9 Bedeutung und Gebrauch der Sakramentalien erschließen sich nur aus einer sakramental-theologischen Perspektive, die fest in der »göttlichen Quelle« der Offenbarung verankert ist und den Grund für ihre Existenz und die Quelle für ihre Wirksamkeit darstellt. Es geht darum, in der Dualität des Seins die natürliche und übernatürliche Dimension der Existenz aufzuzeigen und nicht einem Dualismus zu verfallen, der beide im Widerstreit sieht. Dies wird nur gelingen, wenn die Vernunft wieder zu ihrer ganzen Weite zurückfindet, die die Gottesfrage einschließt und den Positivismus übersteigt. Erst so kann die Bedeutung und der Gebrauch der Sakramentalien erschlossen werden.
Die Glaubenskrise hat in den letzten Jahrzehnten dazu geführt, dass die Sakramentalien stiefmütterlich behandelt wurden,10 obwohl sie paradoxerweise das tägliche Brot eines jeden Priesters und auch der Laien sein sollten. Es kam »zur Auflösung des sensus fidei in den neuen Generationen, die oft unfähig sind zu einer Gesamtsicht ihrer Religion«;11 ein Prozess, den Kardinal Joseph Ratzinger bereits in den 80er-Jahren beschrieben hat.
Gleichzeitig kann man eine Überbetonung der Sakramente beobachten. Natürlich ist es wahr, dass die Sakramente die wirkmächtigsten Gnadenmittel der Kirche sind, und dennoch darf nicht vergessen werden, dass auch die Sakramentalien von großer Bedeutung für das Leben der Gläubigen sind, zumal sie auf die Sakramente hingeordnet sind. In den vergangenen Jahrzehnten beschränkte sich die kirchliche Verkündigung bestenfalls auf die Sakramente, für die Sakramentalien blieb kein Platz.
In diesem Buch soll dem entgegengewirkt werden, indem in einem ersten Teil die theologischen Grundlagen der Sakramentalien erörtert werden, während im zweiten Teil pastorale Erklärungen in den Vordergrund treten. Auf diese Weise soll es möglich werden, das Bewusstsein zu schärfen, um von den geistlichen Wirkungen der Sakramentalien Gebrauch zu machen. Außerdem verbindet sich damit die Hoffnung, einen Beitrag zu einer theologischen Wiederentdeckung der Sakramentalien zu leisten, um durch sie wertvolle Hilfsmittel für das Glaubensleben eines jeden Christen zu entdecken.
1 Vgl. Benedikt XVI., Apostolisches Schreiben in Form eines Motu Proprio Porta fidei, 11.10.2011, in: VApSt 191, 2. Für einen detaillierteren Überblick vgl. Ralph Weimann, »Kirchenkrise – Glaubenskrise. Sackgassen und Lösungsansätze«, in: NOrd 74 (1/2020), 4–16.
2 Matthias Altmann, »Zeichen oder Wirklichkeit? Die Lehre der Realpräsenz«, 28.8.2019, in: https://www.katholisch.de/artikel/22755-zeichen-oder-wirklichkeit-die-lehre-der-realpraesenz [1.5.2025].
3 Vgl. Willem Jacobus Eijk und Andrea Galli, Dio vive in Olanda. Ma il Figlio dell'uomo, quandoverrà, troverà lafede sulla terra? Lc 18,8, Mailand 2020, 53.
4 Vgl. Gabriele Amorth und Paolo Rodari, L'ultimo Esorcista. La mia battaglia contro Satana, Mailand 2011, 191.
5 Franziskus, LF 4.
6 Vgl. Benedikt XVI., Porta fidei, 10.
7 Vgl. Franziskus, LF 1–19.
8Cuthbert Johnson unterstreicht dies, wenn er anführt, dass der dogmatische Charakter der Liturgie sich aus der Tatsache ergibt, dass die Kirche in der Liturgie ihren Glauben bekennt und lebt. Er führt weiter an, dass die Liturgie der »authentische Ausdruck des Glaubens« der Kirche ist und die Grundlage für das auf Papst Cölestin zurückgehende Axiom bildet: »ut legem credendi lex statuat supplicandi« (damit die Regel des Betens diejenige des Glaubens bestimme), Cuthbert Johnson, Prosper Guéranger (1805–1875): A Liturgical Theologian. An Introduction to his liturgical writings and works, Analecta Liturgica 9, Rom 1984, 283.
9 DV 9.
10 Vgl. Ralph Weimann, »Die Sakramentalien – Stiefkind der Theologie«, in: Markus Graulich/Karl-Heinz Menke (Hrsg.), Fides incarnata, Freiburg i. Br. 2021, 391–406.
11 Vgl. Joseph Ratzinger, »Zur Lage des Glaubens«, in: JRGS 13/1, 27–204, hier: 88.
1 Dazu vgl. John M. Huels, »A Juridical Notion of Sacramentals«, in: Studia canonica, 38 (2004), 345–368, hier: 346.
2 Thomas von Aquin, STh I, q.1, a.8. Deutsche Übersetzung nach: Joseph Bernhart (Hrsg.), Thomas von Aquin, Summe der Theologie, Bd. 1, Stuttgart 31985, 16.
3 Vgl. José Bonet Alcón, Los Sacramentos menores. Estudio histórico sobre la naturaleza, de los sacramentales, Buenos Aires 1993, 33–51.
4 Vgl. John M. Huels, »A Juridical Notion«, 346. Ähnlich argumentiert auch William J. Barry, The Sacramentals of the Holy Catholic Church, or Flowers from the Garden of the Liturgy, Ohio 1857, Neudruck, London 2017, 14–15.
5 Konzil von Trient, »Dekret über die Sakramente«, 3.3.1547, in: DH 1613.
6 Es wurde in Deutschland in einer überarbeiteten Fassung nachgedruckt, welche die von Pius XII. vorgenommenen Änderungen enthält. Vgl. Rituale Romanum, Pauli V Pontificis Maximi iussu editum aliorumque Pontificum cura regognitum atque ad normam codicis iuris canonici accommodatum SSMI D.N. PII Papae XII auctoritate ordinatum et actum, Bonn 2010.
7 Einen guten Überblick über die historische Entwicklung im Hinblick auf die verschiedenen Auflagen bietet: Florian Kluger, Benediktionen. Studien zu kirchlichen Segensfeiern, Regensburg 2011, 6–47. Einen sehr detaillierten Überblick über die Sakramentalien des Mittelalters bietet das zweibändige Werk von Adolph Frank, Die kirchlichen Benediktionen im Mittelalter, 2 Bde., Bonn 2006.
8 Eigene Übersetzung von: Henri Leclercq, »Sacramentals«, in: Charles G. Herbermann u. a. (Hrsg.), The Catholic Encyclopedia, Bd. 13, New York 1912, 293.
9 Franz Schmid, Die Sacramentalien der katholischen Kirche: in ihrer Eigenart beleuchtet, Brixen 1896.
10 Heribert Jone (Hrsg.), Gesetzbuch der lateinischen Kirche. Erklärung der Kanones. II. Band: Sachenrecht. Kan. 726 bis Kan. 1551, Paderborn 21952, 406.
11 SC 60.
12 Ebd.
13 SC 7.
14 Vgl. Kap. 2.3.2.
15 CIC, can. 1166.
16 Vgl. John P. Beal u. a. (Hrsg.), New Commentary on the Code of Canon Law, Commissioned by The Canon Law Society of America, New York 2000, 1401.
17 John M. Huels, »Part II: Other Acts of Divine Worship [cann. 1166–1204]«, in: John P. Beal u. a. (Hrsg.), New Commentary on the Code of Canon Law, New York 2000, 1400–1423, hier: 1401.
18 Can. 1167 § 2.
19 Vgl. Kap. 4.
20 Can. 1168.
21 Can. 1169 § 1–3.
22 Vgl. Kap. 4.
23 Can. 1170.
24 Can. 1171.
25 Can. 1369. Dazu vgl. auch: John M. Huels, »Part II Other Acts of Divine Worship«, 1405.
26 Vgl. Kap. 8.
27 Can. 1172 § 2. Vgl. bes. Kap. 7.
28CCEO, can. 867 § 1.
29 Vgl. cann. 869–888.
30CCEO, can. 867 § 2.
31 Liturgisches Institut Salzburg – Trier – Zürich, Benediktionale, Studienausgabe für die katholischen Bistümer des deutschen Sprachgebietes, Einsiedeln u. a. 1979. Ab hier als Benediktionale zitiert.
32 Vgl. ebd., 11–22.
33 KKK 1667.
34 Vgl. KKK 1672.
35 KKK 1673.
36 Benedikt XVI., SP.
37 Vgl. Franziskus, Apostolisches Schreiben in Form eines Motu Proprio Traditionis Custodes, 16.7.2021, in: https://www.vatican.va/content/francesco/de/motu_proprio/documents/20210716-motu-proprio-traditioniscustodes.html [1.5.2025].
38 Benedikt XVI., SP, Art. 2f.
39 Franziskus, Traditionis Custodes, Art. 1.
40 Vgl. ebd., Art. 1.
41 Auf Latein: »Si quis autem hoc attentare praesumpserit, indignationem omnipotentis Dei, ac beatorum Patri et Pauli Apostolorum eius se noverit incursurum.« Pius V., Päpstliche Bulle Quo Primum, 14.7.1570, in: Missale Romanum, Ex Decreto SS. Concilii Tridentini restitutum Summorum Pontificum cura recognitum, Editio iuxta typicam, Thalwil 2012, (7)–(8).
42 Vgl. Kap. 2.
43 Das Erste Vatikanische Konzil hat darauf bereits eine Antwort gegeben, als es formulierte: »Wer sagt, in der göttlichen Offenbarung seien keine wahren Geheimnisse im eigentlichen Sinne enthalten, sondern die gesamten Lehrsätze des Glaubens könnten durch eine recht unterwiesene Vernunft aus natürlichen Prinzipien verstanden und bewiesen werden: der sei mit dem Anathema belegt.« Erstes Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution Dei Filius über den katholischen Glauben, 24.4.1870, in: DH 3000–3045, hier: 3041.
44 Vgl. Joseph Ratzinger, »Die neuen Heiden und die Kirche«, in: JRGS 8/2, 1143–1158. Dieser Vorgang hat auch viele Priester betroffen. Vgl. auch: Ralph Weimann, »Die Krise der Kirche als Krise des Klerus«, in: NOrd 73 (2019), 244–256.
45 Joseph Ratzinger, »Preface«, in: Alcuin Reid, The Organic Development of the Liturgy, San Francisco 22005, 9–13, hier: 12.
46 DV 8.
47 Vgl. Joseph Ratzinger, Preface, 12.
48 Vgl. Ralph Weimann, Klarheit durch die Wahrheit. Beiträge zur Erneuerung des Glaubens und der Kirche, Illertissen 2024.
49 Antonio Donghi, »Sacramentali«, in: Domenico Sartore and Achille M. Trajacca (Hrsg.), Nuovo dizionario di liturgia, Rom 1988, 1253.
50 Joseph Ratzinger, »Die organische Entwicklung der Liturgie«, in: JRGS 11, 713–718, hier: 717.
51 Ebd.
52 Ralph Weimann, Dogma und Fortschritt bei Joseph Ratzinger. Prinzipien der Kontinuität, Paderborn 2012, 313.
53 Vgl. DV 9.
54 Vgl. Benedikt XVI., Ansprache an das Kardinalskollegium und die Mitglieder der Römischen Kurie beim Weihnachtsempfang, 22.12.2005, in: VApSt 172, 3–21, hier: 11.
55 Ebd.
56 Ebd.
57 Benedikt XVI., Brief an die Bischöfe der katholischen Kirche in Sachen der Aufhebung der Exkommunikation der vier von Erzbischof Lefebvre geweihten Bischöfe, 10.3.2009, in: https://www.vatican.va/content/benedict-xvi/de/letters/2009/documents/hf_ben-xvi_let_20090310_remissione-scomunica.html [1.5.2025].
58 Die Reformation wandte sich mit Vehemenz dagegen. Martin Luther bezeichnete Segnungen als Teufelswerk und Affenspiel. Reinhard Meßner fasst zusammen: »Die Sakramentalien sind die Sakramente des Teufels!« So zitiert in: Reinhard Meßner, »Sakramentalien«, in: TRE 29, Berlin, New York 1998, 648–663, hier: 652.
59 2001 äußerte sich Kard. Ratzinger diesbezüglich bei einer Konferenz in Fontgombault. Seine Aussagen fanden ein großes Echo. Vgl. Joseph Ratzinger, »Bilanz und Perspektiven«, in: JRGS 11, 657–682. Vgl. auch: Helen Hull Hitchcock, »Pope Benedict XVI and the ›Reform of the Reform‹«, in: Neil J. Roy and Janet E. Rutherford (Hrsg.), Benedict XVI and the Sacred Liturgy, Dublin 2011, 70–87. Vgl. auch: Ralph Weimann, »Hermeneutik der Reform als Erneuerung in Kontinuität«, in: Mitteilungen Institut Papst Benedikt XVI. (4/2011), 59–82.
60 KKK 179.
