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Liebe Leser,innen. Ich hab SARI begonnen weil ich echt sauer war wie die Dinge oft so für uns laufen. Mir erzählte sich dieser Text von Beginn an mit satirischem Ansatz, und war gleich durchzogen von einer spanenden Handlung und schwarzem Humor, und wie ich es lieben mündete alles in ein überraschend futuristisches Ende. Auch der Titel stand schon nach dem ersten Absatz fest, obwohl gerade dieser nicht mehr drinn ist, er viel einer neuen Strucktur zum Opfer bei der Ausarbeitung. Hoffe das Ergebnis ist auch für euch spannend geworden und lade daher herzlich zu diesem " hoffentlich " für euch unterhaltenden Schnipsel feministischer Belletristik ein, den ich als kleinen Beitrag zum Verständnis unserer gegenwärtigen Welt gedacht habe. Mir hat das Projekt jedenfalls geholfen mit wieder etwas besser zu fühlen. Würde mir wünschen es ginge euch genau so. Alle Geschlechter sehr willkommen.
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Seitenzahl: 24
Veröffentlichungsjahr: 2021
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Scimitar
Sari
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Sari
Erster Tag ohne Frauen
Zweiter Tag ohne Frauen
Dritter Tag ohne Frauen
Vierter Tag ohne Frauen
Fünfter Tag ohne Frauen
Siebenter Tag ohne Frauen
- Epilog -
- Ende -
Impressum neobooks
Es war einmal....
in einem anderen Land, wie aus einer andern Zeit, von gestern, und doch von heute.
Es ist, nein war...zu unserem täglichen Heute, nur wenige Flugstunden entfernt von da wo wir leben. Ein Land voller vergangener Geschichte war es. Und gerade erst, wieder Geschichte geworden.
Ein Land, in dem die Frauen mit der Zeit immer mehr Freiwild wurden, als wäre es noch von Gestern, oder Vorgestern gewesen. Kaum eine hatte noch eine Schule besucht. Das Geld reichte einfach nie dafür. Nur die Mädchen aus den “besseren“ Familien konnten noch eine richtige Ausbildung machen.
Denn selbst wenn das Wenige, dass da war zum Leben genug gewesen wäre ein Kind zur Schule zu schicken, für ein Mädchen, war nie genug Geld da. Für eine nicht. Für zwei schon erst recht nicht. Und so weiter; und so fort. Den wenigen Einsichtigen, mühsam entlockte Almosentropfen, fielen verdunstend in die Leere. Projekte zu Bekämpfung der Armut...auch bald.
In diesem Land kochten die Frauen...
Natürlich taten sie dass leise.
Denn nie, wäre eine von ihnen laut geworden.
Sie hüteten die Kinder, buken das Brot, ernteten den Tee, brühten ihn auf. Wuschen die Wäsche, pflegten die Kranken; machten das Essen. Sie brachten zum Markt was es gab, kauften ein für das Haus, was es gab...oder für die Hütte; oder den Verschlag, oder wo sonst sie hausen mussten, da wo sie lebten. Und...sie trugen das Wasser.
Und um alle das viele und viele zu tun, ließen sie, alle wie sie da waren, Bettelarm oder, nicht ganz so Arm, bis in die Nächte die Hände gehen. Und morgens um fünf standen sie wieder auf.
Sie taten alles dass. Doch ihnen gehörte nichts. Am wenigsten ihre Körper. Denn in diesem Land, am Ursprung geheiligter Liebeskunst, gab es keine Liebe für sie mehr. Schon lange nicht mehr. Nicht für die Mädchen, nicht für die Frauen, nicht.
Ihnen gehörte nicht einmal das eigene Leben. Weil sie alle; alle die Frauen und Mädchen, in dem ganzen Land; nur noch, und immer dar, Leib-eigen waren.
Auch wenn die Gesetze etwas anderes besagten. Keinen Mann interessierte dass wirklich. Die Führung des Staates erst recht nicht wirklich. Nicht die Behörden, nicht die Gerichte...nicht...!
