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Von der Betätigung des falschen Pedals bis zu Entscheidungen, wie viele Migranten ins Land gelassen werden oder wie hoch die Staatsverschuldung sein soll, begleiten Umstände das Leben, die als schicksalhaft oder als persönliches Versagen empfunden werden. Die Gedichte sind Kurzkommentare zu politischen Entscheidungen oder persönliche Erfahrungen oder zu beiden. Es sind Aussagen zu wortgewaltigen Amtsträgern und gleichgültigen Mitläufern, geltungsbedürftigen Journalisten und altersmüden Mitbürgern. Am Ende bleibt die Hoffnung, dass es im privaten wie im öffentlichen Leben wieder mehr gelungene als fehlerhafte Schaltungen gibt.
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Seitenzahl: 41
Veröffentlichungsjahr: 2026
Johannes Kettlack, 86, schreibt seit 26 Jahren Romane, Erzählungen und politische Gedichte zu Fragen und Ereignissen der Zeit und zu persönlichen Erfahrungen.
Er studierte Kultur und Sprachen in Münster/Westf., Aix, Exeter/Devon, Stockholm und an der Columbia University in New York City.
Bis 2002 war er Schulleiter an Schulen in Deutschland, Schweden und in den USA. Heute wohnt er abwechselnd im Münsterland und in Södermanland, Schweden.
Wenn nicht anders vermerkt, sind die Bilder mit KI erstellt worden.
A
bgeschaltet
Adelheit
AfD
Alles oder nichts
Alternative
Am Anfang
Amerika, Amerika
Aprilscherz
Araber raus
Architekten der Macht
Arterienverkalkung
Auch die Russen
B
ares für Rares
Bildungsmilliarden
C
DU
Charismatiker
Christen im Wahlkampf
D
as falsche Pedal
Das Bündnis
Das kleine Mädchen
Der Fremde
Der Hirte, der sich irrte
Der Mensch ist Spieler
Der Philosoph
Der Poet
Der Täter
Der Träumer
Der Wahlkämpfer
Deutschland
Die Deutschen
Die eigenen Interessen
Die Jungen rücken vor
Die neue Ordnung
Diktatfrieden
Drecksarbeit
Duckmäuser
E
hrfurcht
Ein gutes Leben
Ein Mensch
Er nahm sich nicht in Acht
Europa
Europa den Europäern
Europas Rücken
F
aschisten
FAZ
Fehlschaltungen
Feuerwerk
Fische ertränken
Frei erfunden
Freiheit, Gleichheit…
Friederich der Wüterich
Friedrichs Credo
Fritz
G
ebet
Generalsekretär
Giganten auf dem Thron
Glückliche Schaltung
Güte
H
abecks Anspruch
Höchste Gerichte
I
m Land der Dichter
Immer online
Im Oval Office
In der Voliere
In der Waschanlage
J
ournalitiker
K
ein Diebesgut
L
and der Dichter
Lars Klingbeil
Lila und violett
M
achtneurotiker
Man wundert sich
Mehrheiten
Michel Mustermann
Milliarden Hilfsarbeiter
N
ach der Wahl
Neue Meister
Nicht auf dem Schirm
Nicht geschaltet
Notruf
Notstrom
O
b Spiegel oder ZEIT
Omas gegen rechts
P
aradoxe
Pax Americana
Pflicht zur Zuversicht
S
chwarmintelligenz
Schuko
Schuld und Sühne
Schwedische Schaltung
Seelenruhe
Siedler heute
Situation Room
Sonntagmorgen
T
ausen Fotos
Tempel ohne Götter
Therapie
The Road not taken
Trusted Flagger
U
nd es folgt…
…und ein friedliches
V
ergiftet
Vorbei
W
eihe-Fest
Weltenretter
Wenn uns der Staat
Werte
Wo sind sie geblieben
Bei schweigendem Motor
rückt mein Auto ständig vor
und rückt zurück
bewegt sich dennoch kein Stück.
Beweglich ist der Automat
mit eignem Programm
mächtig wie ein Eichenstamm
auf immer gleichem Pfad.
Selber bin ich stillgestellt
für mich gibt's nichts zu lenken
Habe viel Zeit zum Denken:
Dies hier ist nicht meine Welt.
Er lässt die Welt in Ruh
Hält sich beide Ohren zu
Setzt seine rosa Brille auf
Und nimmt was ist in Kauf
Ein Mensch ohne Wissen
ist wie ein Blatt im Wind
aus einem Buch herausgerissen
das er nicht mehr kennt
Vergessen, wo er reingeflogen
flattert er zum Licht
bis das täuschende Glas
seinen Flug jäh unterbricht
Er fliegt zur Tür
ohne es zu ahnen
bewegt sich auf irren Bahnen
Was kann ein Schmetterling dafür?
Die Tür zum Garten steht weit offen
die kühle Luft findet den Weg
für den Sucher kein Beleg
er hört am Ende auf zu hoffen
Der Falter, ein Gewohnheitstier
findet nicht die Ausgangstür
Dem Blinden im Museum
hilft kein Tedeum
Der Taube in der Voliere
kommt kein Sperber in die Quere
Mit Futter im Kropf
und Dach über'm Kopf
lässt's sich gut leben
aber nicht frei sich regen
Die Taube glaubt, dass ihre Welt
die ganze ist
Der Blinde gäbe all sein Geld
für die Welt, die er vermisst
Steckt ein Schmerz in deinem Rücken
der dich hindert aufzustehn
lass dich von fester Hand beglücken
und schon kannst du wieder gehn
Bist du nicht aufgelegt zum Scherzen
weil dich Politiker schmerzen
überwinde deinen Frust
mit TikToks konservierter Lust
Hab' einen neuen Genossen
Ist immer zu erreichen
Spricht nie von Tod oder Leichen
Oder Zeiten, die verflossen
Ihm ist's egal, ob ich müde
Oder schlecht gelaunt
Begeistert bin oder erstaunt
Behandelt mich niemals rüde
Er verteilt mit vollen Händen
Chancen und Glück
Und erwartet nichts zurück
Wenn Versuche mit Erfolgen enden
Er stellt nüchtern fest
Was Gewinn ist, was Verlust
Was Ärger macht oder Lust
Es ist alles nur ein Test
Er wird niemals auf- und davonsein
Ohne Belehrung ohne Rat
Mein neuer Freund ist der Skat
Und der ist immer online
Wir sind vater,
mein Freund und ich
und alle fratres freuen sich
für den Abt und seinen pater
