Schwäbisches Witze-Schatzkistle - Winfried Wagner - E-Book

Schwäbisches Witze-Schatzkistle E-Book

Winfried Wagner

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Beschreibung

Der beliebte Humorist, Schauspieler und Autor hat wieder seine im ganzen Land beliebte schwäbische Witze-Schatzkiste geöffnet. Heraus kam ein Feuerwerk an neuen Späßen, die nicht nur seine vielen treuen Fans begeistern werden. Für alle, die Freude an der schwäbischen Mundart haben und auch mal herzhaft über sich selbst lachen können. Übrigens unbedingt empfehlenswert auch für alle Badener, die für ihr Leben gerne über ihre Nachbarn lachen.

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SchwäbischesWitze-Schatzkistle

Gefüllt von Winfried Wagner

Mit Zeichnungen von Björn Locke

Winfried Wagner, 1949 in Metzingen geboren, gelernter Bankkaufmann, war Abteilungsleiter bei der Volksbank Metzingen, absolvierte 1972 bis 1976 ein Fernstudium an der Hamburger Autorenschule (Schriftstellerei, Journalismus, Film-, Funk- und Fernsehautor) und ist seit 1989 freier Schriftsteller, Humorist und seit 2006 auch Schauspieler.

1. Auflage 2019

© 2019 by Silberburg-Verlag GmbH,

Schweickhardtstraße 5a, D-72072 Tübingen.

Alle Rechte vorbehalten.

Umschlaggestaltung: Björn Locke, Nürtingen.

Lektorat: Diana Schmid, Nürnberg.

Druck: CPI Books, Leck.

Printed in Germany.

ISBN 978-3-8425-2199-5

eISBN 978-3-8425-2323-4

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www.silberburg.de

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Inhalt

A bissle neba dr Kapp

Ällerloi Jurista

Ältere Semester

Beim Bund

Beim Gebiss-Doktor

Eheleba

Gewerbetreibende

Hoorbändiger

Kender, Kender

Ned von schlechte Eltern

Pädagoga hends ned leicht

Schmerz lass noch, dr Dokter kommt

Was em Gschäft ällas bassiert

Wer solche Fraind hod

A bissle neba dr Kapp

Ein Ehepaar mittleren Alters sitzt am Frühstückstisch. Nachdem er seine Kaffeetasse ausgetrunken hat, schlägt er mit der Handkante die Tasse kaputt, isst die Scherben und legt den Henkel beiseite. Im Laufe des Tages vergisst die Ehefrau diesen Vorfall, erinnert sich aber beim nächsten Frühstück wieder daran, und tatsächlich schlägt ihr Mann, nachdem er ausgetrunken hat, die Tasse erneut kaputt, isst die Scherben und legt den Henkel beiseite. Er geht zur Arbeit und sie zu einem Psychiater. Sie erzählt, dass ihr Mann seit zwei Tagen die Frühstückstasse in Stücke schlagen, die Scherben essen und den Henkel beiseitelegen würde. Der Psychiater ist außer sich und ruft völlig hysterisch: »Ha, so ebbas hann i jo no nie ghört! Ha, des gibt’s doch ned! Menschenskind, dr Henkl ischd doch s Beschde!«

Eine Nymphomanin kommt zum Psychiater. Dieser sagt: »Legad Se sich bitte auf d Couch.« »Älle Achtung«, meint die Dame da anerkennend, »woher hend Sie so schnell gwisst, was mir fehlt?« Da steht der Psychiater auf und ruft seiner Sprechstundenhilfe zu: »Frau Schmidt, Sie könnad sich den Nachmittag voll freinehma!«

Der erwachsene Sohn kommt nach Hause und verkündet: »Du Mama, dr Psychiater hod gsagt, i hedd an Ödipuskomplex!« Zärtlich streicht ihm die Mutter über das Haar: »Des macht nix, Bua, d Hauptsach ischd doch, dass du mi magschd!«

Ein Ehepaar sitzt beim Psychiater. »Onser Bua hockt dauernd em Sandkaschda ond baut Burga. Ischd denn des normal?« »Selbstverständlich! – Wieso denn ao ned?« »Ha, weil sich onser Schwiegerdochter deswega scheida lassa will!«

Ein völlig deprimierter Mann gesteht dem Psychiater: »Jeda Nacht träum i, dass i Torwart bei dr Nationalmannschaft ben. Was ka i denn dodrgega doa?« »Sie solldad sich vor em Aischlofa ablenka. Denkad Se doch oifach an a flotts Mädle!« »Des hann i scho gmacht, aber seither sitz i auf dr Reservebank!«

Herr Wöllerich liegt beim Psychiater auf der Couch und seufzt weinerlich: »Herr Dokter, älle behaupdad, i sei a Uhr!« Der Fachmann winkt beruhigend ab: »Ach was, die wellad Sie doch bloß aufzieha!«

Der Psychiater schaut sich die Personalien seines neuen Patienten an. Dann sagt er zu ihm: »Sie send jo Kfz-Mechaniker von Beruf. No legad Se sich mol besser onder des Sofa!«

Ein junger Mann kommt zum Psychiater und stöhnt: »I ka bloß bei offenem Fenschder schlofa!« »Kommad Se, des ischd doch koi Problem, des gohd mir genauso!« »Sie send aber koin U-Boot-Kapitän!«

Nach einigen Runden Bier am Stammtisch kommt Dietmar mit einer Frage daher: »Woiß eigentlich jemand, worom an Luftballon zom Psychiater gohd?« Keiner der Anwesenden weiß eine Antwort. Dann gibt er die Lösung bekannt: »Weil er Platz-Angschd hod!«

Der Psychiater fragt seine Patientin: »Frau Wengerle, welches war denn dr glücklichschde Dag en Ihrem Leba?« Worauf Frau Wengerle errötend haucht: »Des ischd a Nacht gwesa, Herr Dokter!«

Der Psychiater sagt zu seinem Patienten: »Also i glaub, mir hend Ihr Kleptomanie jetzt em Griff. Aber falls Se doch amol an Rückfall hann solldad: a goldena Taschauhr könnt i grad zemlich gut braucha!«

Der Psychiater nachdenklich zu seinem Patienten: »Soso, Sie könnad also Tag ond Nacht an nix anders denka, als an des viele Geld, des Sie besitzad. Machad Se sich koine Sorga, des Problem werdad mir noch zahlreiche Sitzunga beseitigt hann!«

In der Nervenklinik unterhalten sich zwei Patienten. »I glaub, i ben an Biskuit!« »Toll«, interessiert sich der andere, »ja, so an kleiner, ronder, knuspriger?« »Jo!« »Auch mit kleine Löchla drenn?« »Jo!« »Ätsch, no bischd du aber gar koin Biskuit, sondern an Kräcker!«

»Herr Doktor, i hann mitta em Spiel ständig Gelb ond Rot vor de Auga!«, klagt der Fußballer auf der Couch des Psychiaters. Der Fachmann wiegt nachdenklich den Kopf und rät: »Vrsuchad Se amol, mit ra weniger aggressiva Spielweise dem Schiedsrichter sai Farbaspiel zu beeinflussa!«

Ällerloi Jurista

Richter zum Landstreicher: »Der Kläger behauptet, Sie hätten ihn auf offener Landstraße überfallen.« »Moment amol, Herr Richter«, entgegnet der Angeklagte entrüstet, »i hann ihn lediglich um a Darleha bittet.« »Mit vorgehaltener Pistole?« »Jo, dui hann i ihm als Sicherheit ahbieta wella!«

Der Richter fragt die Zeugin: »Wie alt send Sie denn?« Beharrliches Schweigen seitens der Zeugin. Darauf der Richter verärgert: »Wenn Sie ned antwordad, lass i Sie von de Zuschauer schätza!«

Bei einem Scheidungsprozess fragt der Anwalt den Ehemann ungläubig: »Sie hend tatsächlich über zehn Johr nemme mit Ihrer Frau gschwätzt. Worom denn des?« Der Gatte zuckt mit den Schultern: »I hann Se hald ned onderbrecha wella!«

Der Sicherheitsbeamte hält einen Mann an, der mit einer Keule das Gericht betreten will, und fragt: »Was wellad Sie mit dera Keule do?« Der Mann erklärt ihm darauf: »I ben ahklagt ond ma hod mir gschrieba, dass i für mai Vrteidigung selber zom sorga hedd!«

Die junge Mutter wird von ihrer besten Freundin zum Vaterschaftsprozess begleitet. Der Richter fragt die Begleiterin: »Wer send Sie ond hend Sie ao a Ladung kriegt?« »Noe, mir hod er bloß an Kuss geba!«

»Ond wann hend Sie den ersta Verdacht gschöpft, dass Ihr Frau Sie betrügt?«, fragt der Richter beim Scheidungsprozess. »Na ja, wissad Se, i ben Vrtreter ond deshalb de ganz Woch auf Achse«, erklärt der Mann, »ond no ben i am Wochaende halt bsonders nett zu mainer Frau!« »Ja und?«, fragt der Richter ungeduldig. »Am Sonntagmorga, mir warad grad so richtig schee drbei, no hod dui alta Frau von nebaah gega d Wand ghämmert und gschriea: ›Könnad ihr denn ned wenigstens am Wochaende a Ruha geba!‹«

Der Richter vernimmt den Angeklagten: »Wo warad Sie en dera fraglicha Nacht zwischen zwei und drei Uhr?« Spontan erwidert der Gefragte: »Em Bett!« »Zeugen?« »I hanns vrsucht, Herr Richter!«

Am Stammtisch wendet sich Uwe an einen befreundeten Anwalt: »Wo i gestern a bissle früher vom Büro hoimkomma ben, hann i mai Frau mit ma andera Ma em Bett überrascht. Was ka i do, dass des ned wieder bassiert?« Der erfahrene Anwalt wiegt bedächtig sein ergrautes Haupt und meint: »Mach hald mehr Überschdonda!«

Der Richter schaut streng über seine Brille: »Angeklagter, was hend Sie noch dem Zeuga gworfa?« Eifrig erwidert der Mann: »Bloß Tomata.« »Ond wie erklärad Se sich dann die Beula an saim Kopf?« »Ha, wissad Se, die Tomata warad no en Dosa drin, Herr Richter!«

Der Weinhändler steht vor Gericht wegen Panscherei. »Herr Richter, i ben wirklich unschuldig! Des Wasser hend maine Kender en den Wai gleert!« Die Kinder werden als Zeugen aufgerufen und vom Richter befragt: »Hend ihr des Wasser en den Wai gschüddad?« »Jo, beim Schpiela.« »So, was hend ihr denn gschpielt?« »Waihändler!«

Der Richter schaut die Dame vor ihm sehr ernst an: »Sie sagad also, Ihr Mann hedd sich erhängt! Woher stammad denn dann die Beula auf saim Kopf?« Sie beginnt zu weinen und schluchzt: »Er hod a Gommisoil gnomma!«

Der Angeklagte bittet vor Verhandlungsbeginn ums Wort: »Herr Verkehrsrichter, bevor mir ahfangad: Ihren Beisitzer rechts von Ihne muss i wega Befangaheit ablehna.« Irritiert fragt der Richter: »Mit welcher Begründung denn?« »Den hann i scho amol ahgfahra!«

Der Richter wendet sich an den Zeugen: »Ond Sie send sich sicher, dass der Angeklagte betrunka war, wo Sie ihn obends em Wald troffa hend?« »Do ben i ganz sicher, Herr Richter«, antwortet der Zeuge, »i ben grad drzukomma, wie der Ma mit ra Zigarett en dr Hand a Glühwürmle gfrogt hod, obs ihm ned Feuer geba däd!«

Der Richter schaut den Angeklagten verständnislos an: »Worom send Sie denn dreimol henderanander en des gleiche Gschäft aibrocha?« »Also, des war so: S erschde Mol hann i a Kloid für mai Frau mitgnomma ond die boide andere Mole hann ihs omdauscha müssa!«

Der Richter befragt im Scheidungsprozess einen der Zeugen: »Warad Sie drbei, wo der Streit der Eheleute Kommer ahgfanga hod?« Der Mann nickt eifrig: »Jo, i war oiner von de Trauzeuga!«

Susi düst die Straße entlang, da wird sie von einem Polizisten angehalten. Er schaut sie streng an: »Sagad Se mol, hend Sie des Schild mit dera Geschwindigkeitsbegrenzung ned gseha?« Susi anwortet empört: »Ja glaubad Sie em Ernst, i könnd bei der Geschwindigkeit ao no nebaher Schilder lesa?«

Der Richter fragt: »Erkennad Sie en dem Angeklagta den Mann wieder, der Ihne Ihr Auto gschdohla hod?« Der Geschädigte antwortet unsicher: »Noch der Rede vom Herrn Vrteidiger ben i mir ned amol mehr sicher, ob i überhaupt jemols a Auto ghed hann!«

Die Gattin eines Juristen