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Eine Legende aus der Vor-Realität! Willkommen im Neoversum, dem blutroten Multiversum der falschen Erlöser und dunklen Götter! Vor unzähligen Äonen war der allmächtige Captain Glory von jenseits des Multiversums gekommen, um die Seelen der Sterblichen zu erlösen. Nach einem langen und furchtbaren Krieg trieb er die Toten Götter von der Materiellen Ebene der Sterblichen, und kerkerte sie in Pandämonium, der Domäne der Dreimal Verdammten, ein. Doch nun steht Captain Glory vor seiner größten Prüfung. Denn ein wanhsinniger Wissenschaftler hat die Toten Götter gegen das Multiversum entfesselt. Auf der Suche nach seinem letzten, wahren Priester, dem edlen Dominik Virtue, ist Captain Glory bis zum Zentrum des Dunklen Tempels vorgedrungen. Dort macht Captain Glory eine schreckliche Entdeckung: Dominik Virtue hat Captain Glory verworfen und stattdessen die Schwarzen Roben des Bösen angenommen! Wird es Captain Glory gelingen, Dominik Virtue vom Joch des Bösen zu befreien? Oder ist Dominik Virtues Seele schon endgültig verloren? Das fünfte Kurzbuch für zwischendurch! Lesezeit zirka 92 Minuten.
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Veröffentlichungsjahr: 2022
Inhaltsverzeichnis
Impressum
Die Hohe Geschichte von Captain Glory
XXII: Schwarze Roben und ein noch schwärzeres Herz
XXIII: Gestade des Geistes
XXIV: Grausame Jugend.
XXV: Dominik’s Schändung
Anhang
Das Neoversum
Autor: Andreas Krauß
Tarnowitzer Weg 56
68307 Mannheim
Handy: 4915145708577
Email: [email protected]
Dies ist ein fiktives Werk. Alle darin vorkommenden Namen, Personen, Orte und Begebenheiten sind entweder der Phantasie des Autors entsprungen oder werden fiktiv verwendet. Jede Ähnlichkeit mit tatsächlichen lebenden oder toten Personen, Ereignissen oder Orten ist rein zufällig oder ergibt sich aus dem fiktiven Kontext des Werkes.
»Schwarze Roben« ist Copyright © 2000, 2005, 2022 by Andreas Krauß, ist Copyright © 2022 by Andreas Krauß, »Das Neoversum« ist Copyright © 2022 by Andreas Krauß, und »Die Hohe Geschichte von Captain Glory« ist Copyright © 1998 by Andreas Krauß. Alle Rechte liegen beim Verfasser.
Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieses Buches darf ohne die schriftliche Genehmigung des Urheberrechtsinhabers vervielfältigt oder in irgendeiner Weise verwendet werden, außer für die Verwendung von Zitaten in einer Buchbesprechung.
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Erste Ebook-Ausgabe April 2022
Vor ungezählten Äonen hatte es jenseits des Multiversums ein unvorstellbar großes Reich gegeben; ein Reich so gewaltig, dass sich das Multiversum, so riesig es auch sein mochte, neben ihm ausmachte, wie ein Wassertropfen neben dem See.
Jenes Reich, das nur als das »Jenseits-Reich« bekannt gewesen war, existiert jetzt nicht mehr.
Denn die Wesenheiten des Glory-Reiches hatten die Existenz des Multiversums bemerkt, und was sie dort sahen, gefiel ihnen: die unglaubliche Vielzahl von Orten, Personen, und Ereignissen.
Und mehr noch als alles andere liebten die Bewohner des Glory-Reiches die Sterblichen – die Menschen und die Tiere – und bewunderten ihren konstanten Konflikt, sich in einem feindlich gesonnenen Lebensraum zu behaupten, und vor allem ihren Kampf gegen ihre eigene, innerste Natur gegen ihre niedersten Instinkte, um das, nach Meinung des Glory-Reiches, allerhöchste Ziel zu erreichen: das richtige zu tun und das Gute zu verwirklichen.
Und so kondensierte sich das Jenseits-Reich, summierte sich, und nahm die Gestalt eines Mannes an; und dieser Mann war die Summe all dessen, was zuvor das Jenseits-Reich gewesen war: er war die Summe aller Existenz, aller Zeit und allen Raumes dieses Reiches, und aller Macht.
Und der Jenseitige kam in das Multiversum, um unter den Sterblichen zu wandeln, und sie aus der Finsternis zu führen… und in das Licht.
Und seither – seit dem Anbeginn aller Zeit – hatte dieser Jenseitige, das Fleischgewordene Gute selbst, den Sterblichen gegen das Böse in all seinen Formen beigestanden… und im Verlauf der zahllosen Schlachten, die er im Namen der Menschheit geführt hatte, war er unter Myriaden von Namen bekannt gewesen.
Es gab jene, welche ihn »Die Lebende Allmacht« nannten; einigen war er als »Azaroth« bekannt; andere wiederum nannten ihn »Mister Eternity«, den Herrn über Vergangenheit und Zukunft. Es gab jene, welche ihn »Paragohn«, Vater aller Tugend, nannten; und die, die ihn »Äon«, den Ewigen hießen; doch der Name, den der Jenseitige selbst am meisten liebte, war und blieb… Captain Glory, der Kosmische Messias.
- Die Hohe Geschichte von Captain Glory (neoversales Pamphlet)
Keines Wortes mächtig stand der Kosmische Messias vor seinem ehemaligen Lieblingspriester, und starrte ihn an.
Dominik lachte schrill und spöttisch. »Hallo! Na, hast Du mich vermisst?« fragte er.
»Allerdings. Und Du trägst jetzt die Schwarzen Roben...?« fragte Cap leise.
»Stimmt! Gefallen sie dir?« antwortete Dominik hämisch, als er weiterhin sein kaltes, böses Lächeln lächelte, und sich auf seinem Thronstuhl räkelte.
Captain Glory senkte den Kopf. »Nicht, wenn Du sie im Namen des Bösen trägst.« antwortete er ruhig; dann blickte er auf, sein trauriger Blick traf Dominiks arrogantes Auge, hielt es fest. Ernst fuhr er fort: »Dominik, Du warst wirklich und wahrhaftig der beste Priester, den ich in dieser Welt je hatte. Keiner meiner anderen Brüder in dieser Welt hatte jemals solche Barmherzig besessen, solche Tugend, solch eine Passion für das Gute! Und Du hast dennoch all dies verraten, um dem Bösem zu dienen! Wie konntest Du nur so tief sinken?«
Dominik erhob sich von seinem Thron, und sprang mühelos hinab... und das, obwohl dieser Thron acht Meter über dem Boden schwebte.
»Tja, Glory, lass es mich mal so ausdrücken-- ich hab ein besseres Angebot bekommen.« sagte er mit der gleichen nervigen Geduld, die ein Erwachsener an den Tag legen mochte, wenn er einem schwachsinnigen Kind zum zwanzigsten Mal den Unterschied zwischen »Eins« und »Zwei« erklären musste.
»Und... was wurde dir angeboten?« fragte der Jenseitige betrübt, doch er ahnte die Antwort schon.
»Macht!!« rief Dominik leidenschaftlich. Er begann, auf und ab zu stolzieren.
...Wie eine Tunte auf dem Catwalk. dachte Captain Glory angewidert; er verspürte nicht den geringsten Humor.
»Macht?« fragte er unwillig, »Was könnte die 'Macht' des Bösen schon wert sein?«
»Macht bleibt Macht, Captain Glory! Von woher sie kommt, ist doch wohl scheißegal!« tobte Dominik während er sein Schaulaufen fortsetzte. »Macht, Captain Glory! Macht, um alle meine Wünsche zu erfüllen!«
Captain Glory schüttelte langsam den Kopf. »Was genau hat er dir denn verheißen?« wollte er wissen. »...Reichtum? ...Sklaven? Unsterblichkeit?! ...All dieser Schrott ist wertlos, wenn der Preis dafür deine Seele ist.« schloss er ernst.
»Du raffst es noch immer nicht!« kreischte Dominik ungeduldig. »Ich will keinen Besitz! Ich will Macht! Macht, um einen Planeten zu zerstören!!«
Dann beruhigte er sich wieder, und wiederholte: »Macht ist Macht-- und jetzt, wo ich diese Macht habe, werde ich sie auch benutzen.« Er blieb stehen, und blickte stier vor sich hin. »Ich werde diese Welt erobern. Dann, nachdem das geschehen ist, werden ihre Bewohner mir zu Diensten sein, meine Spielzeuge. Ich werde das Blut all meiner Untertanen vergießen, als wäre es Wasser. Ich werde diese Galaxis verwüsten ...« flüsterte er.
Captain Glory sah scharf auf.
»So etwas würde ich niemals zulassen!« sagte er nachdrücklich.
»Dir bleibt gar nichts anderes übrig« grinste Dominik selbstgefällig, »Du hältst dich da besser raus, sonst mach ich dich als ersten platt!«
Captain Glory starrte seinen gefallenen Priester an-- und dann warf er den Kopf zurück und brach in ein bitteres, schallendes Gelächter aus.
»Hast du den Verstand verloren, mein abtrünniger Priester?« lachte er. »Hat dein Gesinnungswandel dich in den Wahnsinn getrieben? Blonder Narr!«
»Hey, was soll das denn heißen...?« fragte Dominik gereizt; er hatte heute Abend schon entschieden zu viele blöde Sprüche über seine Haarfarbe zu hören bekommen!
Captain Glory ging nicht darauf ein; er sprach weiter: »Weißt du nicht, dass ich mehr Macht in der Kuppe meines kleinen Fingers besitze, als euer ganzer Kosmos zusammen?« Trotz seiner Trauer über Dominiks Abfall fand er die naive Selbstüberschätzung seines ehemaligen Priesters schlicht und einfach lachhaft.
