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Alison, eine Londoner Studentin, hofft nach der langweiligen Beziehung mit ihrem Ex endlich mehr Erfahrung mit Männern zu sammeln. Aber wegen ihrer Brandnarben traut sie sich nicht, sich nackt zu zeigen. Dann lernt sie den attraktiven Filmproduzenten Riley kennen. Ein absoluter Traummann. Doch sie glaubt, ihn nie wieder zu sehen. Bis der Brief eintrifft, mit einem Flugticket nach Barcelona und der Einladung zu einem Spiel. Als sie ihn in Barcelona wieder sieht, tut er so, als würden sie sich gar nicht kennen. Alison lässt sich auf das Spiel ein. Ein Rollenspiel der Extraklasse. Sie trifft ihn in verschiedenen Rollen, jedes Mal ein anderer Traummann, jedes Mal neue erotische Abenteuer. Doch immer mehr sehnt sie sich danach, den echten Mann hinter seiner Maske kennenzulernen. Ist da echte Nähe zwischen ihnen? Bedeutet sie ihm etwas, oder ist das alles nur ein Spiel für ihn? Sinnlich, spannend und romantisch.
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Veröffentlichungsjahr: 2020
Scripted Love
Sein riskantes Spiel
––––––––
Melody J. Rose
Title Page
1. Kapitel
2. Kapitel
3. Kapitel
4. Kapitel
5. Kapitel
6. Kapitel
7. Kapitel
8. Kapitel
Es war ihr fünfundzwanzigster Geburtstag.
„Du musst das feiern“, hatte ihre beste Freundin Hayley gesagt. Also feierte Alison. Auch wenn sich fünfundzwanzig seltsam anfühlte. Bald schon näher an der dreißig als an der zwanzig. Nur Zahlen, würde ihre Mutter sagen. „Du bist im allerbesten Alter“. Vielleicht hatte sie recht. Sie sah sich im Raum um, dem winzigen Zimmer, in der WG, die sie sich mit Hayley teilte. Sie waren erst vor drei Wochen hier eingezogen. Es standen noch Kartons herum. Im Studentenwohnheim hatte sie die gestellten Möbel benutzt. Jetzt hieß es hallo Selbstständigkeit! Und vor zwei Monaten hatte es ebenfalls geheißen, ciao Ethan!
Das erste Mal seit drei Jahren war sie Single. Und was hatte sie bisher daraus gemacht? Nichts! Es war Zeit, das zu ändern.
In ihrer kleinen Wohnung drängten sich an die fünfzehn Leute, Freunde von der Uni, und Freunde von Hayley. Es war ihre Geburtstagsfeier und die Einweihungsfeier in einem. Im Hintergrund lief angenehmer Indie-Pop. Die Leute tranken, lachten und unterhielten sich angeregt. Warum also stand sie hier alleine in der Ecke?
Hayley kam zu ihr und sah ihr in die Augen.
„Was ist los? Du siehst aus, als hätte man dich gezwungen Rosenkohl zu essen“, fragte sie ohne Umschweife. Alison hasste Rosenkohl.
„Musste an Ethan denken.“
Hayley brummte. „Hör endlich auf damit! Hier!“ Sie drückte ihr einen Cocktail in die Hand. „Denk nicht mehr an den Idioten! Ich habe ja immer gesagt, du verdienst jemand Besseren! Du bist jung, Mädchen! Genieße deine Freiheit! Hier sind haufenweise tolle Kerle, die gerne was mit dir anfangen würden!“ Hayley machte eine ausschweifende Geste in den Raum.
Wieso hatte sie Hayley nur von ihren geheimen Wünschen erzählt? Dass sie Erfahrungen sammeln wollte, sich ausprobieren wollte. Nach den drei Jahren mit Ethan wusste sie gar nicht mehr, wie man flirtete. Hayley war der Ansicht, sie hätte sich früher trennen sollen. Und sie hatte wohl recht. Es war schon länger nicht mehr so toll gewesen. Ethan war nett und einfühlsam. Das hatte sie an ihm gemocht. Aber er war auch langweilig, wenn sie ehrlich zu sich war. Er hatte keine Ziele gehabt, außer ein Haus zu kaufen, einen guten Job zu haben und ein paar Kinder zu bekommen. Daran war ja auch nichts Falsches. Nur dass sie andere Ziele hatte. Mehr gewollt hatte. War das denn wirklich zu viel verlangt? Einmal etwas anderes im Bett auszuprobieren? Es war immer gleich abgelaufen, zwischen ihnen. Er war ihr erster Freund, also kannte sie es nicht anders. Aber mit der Zeit hatte sie Wünsche entwickelt, ihr Sexleben abwechslungsreicher gestalten wollen. Aber er hatte immer abgeblockt, es wäre doch toll, so wie es war und sie war sich vorgekommen wie eine sexbesessene Nymphomanin. Sie wusste gar nicht mehr, wann sie das letzte Mal miteinander geschlafen hatten. Das musste Monate her sein.
Hayley hatte ihr gehörig den Kopf gewaschen, als sie ihr das alles gebeichtet hatte.
„Mann, Ali! Du hast ein Recht auf deine Sexualität! Leb dich aus! Finde raus, was dir gefällt! Der Idiot Ethan hat doch keine Ahnung!“
Für Hayley war das so einfach. Sie war selbstbewusst, hübsch und witzig. Mit ihren einsfünfzig war sie klein und süß. Ihre blau gefärbten Haare trug sie heute zu zwei Zöpfen. Dazu eine geringelte Strumpfhose, einen kurzen Rock und ein Top, auf dem irgendein Spruch von Star Trek draufstand. Ein süßes Mädchen, das gleichzeitig ein Nerd war. Sie arbeitete als Informatikerin. Die Männer standen Schlange bei ihr. Nur war sie ihrem Ian treu. Besagter Ian kam gerade zur Tür herein. Er sah aus wie der typische Highschool-Footballer-Schwarm. Groß, blond, und kräftig. Er war aber der größte Nerd, den Alison kannte und arbeitete als Bühnenbildner beim Film. Ein paar Mal auch schon für das Set von Doctor Who, wovon er ständig erzählte. „Da bist du ja endlich, Schatz!“ Hayley lief auf ihn zu und küsste ihn. Weil sie so klein war, musste er sich zu ihr herunterbeugen. Überrascht sah Alison, dass Ian jemanden mitgebracht hatte, einen Mann, den sie nicht kannte.
Der Fremde trug einen legeren Anzug, ein violettes Hemd, die Ärmel hochgekrempelt, die oberen Knöpfe geöffnet. Dunkle lockige Haare umrahmten sein Gesicht. Verdammt sah der gut aus! Diese leuchtenden braunen Augen mit den langen dunklen Wimpern. Und diese vollen sinnlichen Lippen! Seine Züge waren männlich aber fein geschnitten. Doch das war es nicht, was sie so in seinen Bann zog. Es war seine Ausstrahlung. Obwohl er am anderen Ende des Raumes stand, spürte sie ihn überdeutlich. Dieses Selbstbewusstsein! Sie atmete ein, als sie bemerkte, dass sie die Luft angehalten hatte. Ihr Magen kribbelte. So etwas passierte ihr sonst nie!
Als die drei auf sie zukamen, pochte ihr Herz immer schneller. Plötzlich fragte sie sich, wie sie aussah. Saß ihr Make-up noch? Und ihre wilden roten Locken? Waren sie nicht zu zerzaust? Sah sie in ihrem geblümten Kleid über dem langärmeligen Shirt nicht aus, als hätte sie sich Jungfräulichkeit bis zur Ehe geschworen? Nun, dafür war es wirklich zu spät.
„Du bist das Geburtstagskind?“, erklang seine tiefe weiche Stimme. Eine Stimme, die ihr eine Gänsehaut bereitete, weil sie so sexy war.
„Ja“, brachte sie nur heraus und hoffte, dass ihr Gesicht nicht so rot war, wie es sich anfühlte.
„Ich bin Riley. Herzlichen Glückwunsch.“ Er gab ihr die Hand und sie schüttelte sie. Seine Hand war warm und kräftig.
„Danke.“ Lächelnd sah sie ihm in die Augen. Wie konnte jemand nur solche wundervollen Augen haben?
„Alison“, nannte sie verspätet ihren Namen.
„Riley ist Filmproduzent“, erklärte Ian. „Ich habe ihn vor einer Weile bei einem Dreh kennen gelernt.“
„Sollte ich dich kennen?“, fragte sie Riley. Wie war er so jung zu so viel Geld gekommen? So viel sie wusste, waren die Produzenten doch diejenigen mit dem Geld. Vielleicht hatte er es geerbt.
„Nein.“ Riley lachte. „Ich habe erst drei Filme produziert.“ Er zwinkerte ihr zu und ihr wurde ein wenig schummrig. Reiß dich zusammen, Ali! Sie war doch kein Teenager mehr.
Hayley stand hinter Riley, deutete auf ihn und hob dann beide Daumen nach oben. Deutlicher hätte sie nicht Schnapp ihn dir, sagen können. Als ob sie bei so jemandem Chancen hätte. Ian lenkte sie ab, als er ihr sein Geschenk übergab. Es war eine Graphic Novel über den zweiten Weltkrieg. Hin und wieder las sie die ganz gern und Ian suchte immer die besten aus.
„Danke, Ian ...“ Sie sah sich nach Riley um, aber der schien verschwunden.
Eine Freundin vom Studium sprach sie an und sie war für einen Moment abgelenkt, und verlor auch Ian aus den Augen.
„Danke Meg, das sind ... sehr schöne Topflappen.“
Sie sah sich suchend um, aber Riley blieb verschwunden. Er war doch nicht schon wieder gegangen? Nein, wie dumm von ihr. Sicher zeigte Ian ihm die geniale Dachterrasse. Sie wimmelte Meg ab und kletterte aus dem offenen Fenster, auf das Flachdach darunter und dann die Leiter hoch zum höchsten Dach in der Straße. Das war das Beste an der ganzen Wohnung.
„Hey“, rief ihr Hayley zu. „Komm zu uns!“
Ali raffte ihr Kleid hoch und kletterte über den Rand des Daches. Das sah wahrscheinlich total unelegant aus und es half auch nicht, dass Riley ihr dabei zusah.
Er kam auf sie zu und reichte ihr seine Hand, bevor sie sich über das Geländer fallen ließ. Ihn zu berühren ließ eine heiße Welle durch ihren Körper jagen. Sie musste sich zusammen nehmen! Das war ja nicht mehr normal.
„Danke“, hauchte sie.
„Der Ausblick ist wirklich genial.“ Er sah über die Dächer Londons. Eigentlich war es unmöglich in der Stadt überhaupt eine Wohnung in dieser Lage zu bekommen. Chelsea war ein Stadtteil, der immer beliebter wurde. Die Wohnung gehörte Hayleys Eltern, nur deshalb konnte sie es sich leisten.
„Wo kommst du her?“, fragte sie Riley und wusste selbst nicht, woher sie plötzlich den Mut nahm, sich mit ihm zu unterhalten. Ian und Hayley schlenderten kichernd über das Dach und sie lehnte sich neben Riley an das Geländer.
„Aufgewachsen in Cardiff. Aber ich bin immer viel gereist. Ich war gerade drei Monate in Tokio. Warst du schon mal in Asien?“
„Leider noch nicht.“ Bevor sie sich so etwas würde leisten können, brauchte sie erstmal einen vernünftigen Job.
„Und in den USA?“
„Nein, auch noch nicht.“ Wie peinlich. Sie war bisher kaum herumgekommen.
„Vor zwei Jahren war ich in Paris.“
„Paris ist wundervoll. Einer meiner liebsten Orte.“ Wie er das sagte, klang es so, als hätte er schon fast alles von der Welt gesehen. Sie beneidete ihn dafür. Die Reise nach Paris war mit ihrem Vater und seiner Familie gewesen und sie hatten ewig darauf gespart.
Einen Moment standen sie schweigend nebeneinander, aber es war ihr nicht unangenehm.
„Ich finde, wenn man reist, lernt man sich selbst besser kennen. Neue Erfahrungen machen. Wenn du ganz allein in einer fremden Stadt bist oder gar in einem Dorf und die Sprache nicht sprichst, und dein Handy nicht geht ...“
Ali wusste, dass sie dann Angst haben würde, Panik. Mit solchen Situationen kam sie überhaupt nicht zurecht. Hayley würde in null Komma nichts jemanden finden, der ihr half. Aber Ali hasste es, auf Hilfe angewiesen zu sein. Und noch viel mehr fremde Menschen ansprechen zu müssen. Sie war eben introvertiert.
„Und wenn du dann mit der Situation zurechtkommst, das ändert dich. Wenn du siehst, dass andere Menschen ganz anders leben können.“
„Das kann schon sein“, sagte sie.
Riley schüttelte den Kopf. „Entschuldige. Ich wollte nicht angeben oder so. Ich weiß, dass ich Glück habe, dass ich in meinem Beruf viel rumkomme. Was machst du eigentlich?“
„Ich habe gerade mein Studium abgeschlossen. Medienwissenschaften.“
„Herzlichen Glückwunsch.“
„Danke. Aber jetzt bin ich arbeitslos und jobbe als Kellnerin und im Kino.“
„Im Kino?“
„Aber ich sehe mir fast nie die Filme an. Sie spielen nur Blockbuster.“
Riley schmunzelte. „Das kann ich verstehen. Was hast du als letztes gesehen?“
„Van Gogh. Der Film, der komplett gemalt ist.“
„Oh ja. Der ist beeindruckend.“
„Und du?“
„Die Unglaublichen zwei.“
Ali lachte laut auf. „Ehrlich?“ Sie hatte mit irgendeinem abgedrehten Independent-Film gerechnet. Warum, wusste sie auch nicht, wahrscheinlich, weil er mit dem nerdigen Ian befreundet war.
Riley zuckte die Achseln. „Ich war mit meinem Neffen drin. Eigentlich gehe ich vor allem ins Theater in letzter Zeit.“
Riley erzählte ihr von Stücken, die er gesehen hatte und er schilderte es so, dass sie es genau vor Augen hatte. Es war so leicht ihm zuzuhören. Sie hatte komplett vergessen, dass sie Herzklopfen bekam, wenn sie in seine Augen blickte. Er war entspannt und das beruhigte sie ebenfalls. Den ganzen Abend redeten sie weiter. Über Filme, wie sich London veränderte, wie alle wegen des Brexits durchdrehten.
Immer mehr Gäste verabschiedeten sich und dann war sie nur noch mit Riley auf dem Dach. Hayley und Ian mussten irgendwann in ihr Zimmer verschwunden sein.
„Musst du gar nicht los?“, fragte sie ihn.
„Möchtest du denn, dass ich gehe?“ Er stand ganz dicht bei ihr, beinahe berührten sie sich.
„Nein“, hauchte sie und spürte, wie ihre Wangen warm wurden. Nein, sie wollte nicht, dass Riley ging. Sie wollte, dass diese Nacht niemals aufhörte.
„Es ist seltsam“, sagte er. „Ich habe hier vor neun Jahren das letzte Mal gelebt und doch fühle ich mich jedes Mal zu Hause, wenn ich hier bin.“ Er sah sie an, als hätte das etwas mit ihr zu tun.
Sie atmete tief ein und sog seinen Duft ein, diesen betörenden männlichen Duft. Sie wollte vollkommen darin versinken. In seiner männlichen Aura, seinen starken Armen ... sie standen ganz dicht voreinander.
„Alison“, sagte er leise. Er sprach ihren Namen so sanft aus, das s ganz weich. Seine Hand strich ihr eine Strähne hinters Ohr. Als er sie küsste, vergaß sie ihre Unsicherheit vollkommen. Es gab nur ihn. Seine Lippen heiß auf ihren. Erst war der Kuss zaghaft, dann verloren sie sich darin. Seine Arme umfassten sie, ihre Hände schoben sich unter sein Hemd, spürten seinen Herzschlag.
Es war so anders, als Ethan zu küssen. Bei ihm hatte sie sich nie so gefühlt. Noch nie hatte sie jemanden so sehr gewollt, wie Riley. Noch nie war sie sich so sicher gewesen, dass sie zusammen passten, zusammen gehörten, wenn auch nur für diesen Moment.
„Ich habe auf jemanden wie dich gewartet“, hauchte Riley zwischen ihren Küssen.
„Was?“
Regentropfen landeten auf ihren Händen und auf Rileys Nasenspitze. Er wischte sie weg und lächelte.
Alison blickte in den Himmel. Es regnete immer heftiger. Aber nach den letzten zwei Wochen ohne einen Tropfen bei über dreißig Grad, war es schön. Sie lachte, als sie immer nasser wurde und Riley lachte mit. Er zog sie erneut fest an sich und sie spürte, dass ihre Küsse ihn nicht kalt gelassen hatten. Seine Mitte war hart gegen ihren Bauch. Sie keuchte, als sich ihre Zungen berührten. Er ihr sanft in die Lippe biss, die Hände auf ihren Hintern legte und sie noch fester an sich presste, gegen seinen harten Schritt. Hitze wallte von ihren Lippen durch ihren ganzen Körper, wie Stromschläge direkt in ihre Perle. Als Donner über ihnen grollte und Blitze über der Stadt zuckten, zog Riley sie zur Leiter.
„Wir sollten doch besser reingehen!“, rief er gegen den laut prasselnden Regen an.
Sie waren beide vollkommen durchnässt. Er half ihr über die glitschige Leiter und durch das Fenster zurück in die Wohnung. Von ihren Haaren tropfte das Wasser und bildete eine Pfütze auf dem Boden. Sie wollte sich nicht von Riley lösen, auf keinen Fall drüber nachdenken, was sie hier tat. Sie durfte jetzt keinen Rückzieher machen! Wenn das hier nicht ihre Chance war, was dann? So etwas passierte ihr sonst einfach nicht!
„Ich hole Handtücher“, sagte sie und eilte ins Bad. Sie schnappte sich zwei große Tücher und lief zurück in ihr Zimmer. Sie reichte eins an Riley und wrang sich die Haare aus. Er zog sein Hemd aus und dann seine Hose. Ihr Atem stockte bei diesem Anblick und zwischen ihren Beinen pochte es erwartungsvoll. Er war kein Muskelprotz aber durchtrainiert. Und er war in ihrem Schlafzimmer! Zog sich aus, nur für sie. Als er auf sie zutrat, blieb sie wie erstarrt stehen. Er zog ihr das nasse Kleid über den Kopf. Darunter trug sie eine Strumpfhose und ein langarmiges Shirt. Dann schlang er das Handtuch um ihre Haare und rubbelte sie.
„Nicht, dass du dich erkältest.“ Er schmunzelte und legte das Handtuch um ihre Schultern.
Er würde ihr auch das T-Shirt ausziehen wollen. Ali versteifte sich. Wie hatte sie vergessen können, dass es einen Grund gab, dass sie keine One-Night-Stands hatte? Dass sie sich nicht mit Männern einließ, die sie kaum kannte? Wenn sie das Shirt auszog, würde er ihre Narben sehen. Ihre hässlichen Narben. Als Kind hatte sie sich verbrüht. Kochendes Wasser war auf ihr gelandet und hatte ihren linken Arm und ihre Schulter verbrannt. Die Narben zogen sich bis zu ihrem Brustansatz. Sie trug immer etwas darüber. Kleider und Shirts mit langen Ärmeln und hohem Ausschnitt. Wenn sie mit Ethan geschlafen hatte, dann entweder mit Nachthemd oder im Dunkeln. Sie wusste, dass es nicht schön aussah. Wenn sie sich doch mal ins Schwimmbad traute, starrten die Leute sie an. Sie hasste ihre mitleidigen Blicke. Es erinnerte sie daran, wie es passiert war. Und sie wollte nicht daran denken.
Als Riley nun nach ihrem Shirt griff, das sie unter dem Kleid getragen hatte, und es anheben wollte, hielt sie seine Hände fest. Er blickte sie fragend an.
„Sollen wir aufhören? Soll ich gehen?“
„Nein! Ich ...“
Sie war auf so eine Situation nicht vorbereitet. Was sollte sie nur tun? Sie wollte nicht, dass Riley ging! Aber sie wollte auch nicht, dass er ihre Narben sah.
„Ich ... ich will das Shirt anlassen.“
Er runzelte die Stirn. Verdammt, sie hatte die Stimmung verdorben!
„Es ist nass“, stellte er sachlich fest.
„Ich habe Narben!“, platzte sie heraus. Er sollte sie nicht für frigide halten. Verdammt, sie wollte mit ihm schlafen. Aber wenn er ihre Narben sah, würde er das nicht mehr wollen.
Sein Ausdruck veränderte sich.
„Ich verspreche dir, das wird mich nicht stören.“
Sie holte tief Luft und umklammerte den Rand ihres Shirts.
Er strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht.
„Ist okay“, sagte er sanft. Einfach so, als wäre das Thema damit erledigt. Erleichtert ließ sie ihr Shirt los.
„Du bist wunderschön“, sagte er leise, beinahe ehrfürchtig und in diesem Moment fühlte sie sich auch wunderschön. Sein Blick wanderte über ihr Gesicht, über ihren Körper. Er strich ihre noch feuchten Haare zurecht.
„Deine Haare sind unglaublich. Und deine blasse Haut.“
Das hatte sie immer hässlich gefunden. Egal wie lange sie sich in die Sonne legte, sie bekam nur Sommersprossen und Sonnenbrand, braun wurde sie nie. Oft hatte sie sich deshalb dumme Sprüche anhören müssen. Ihr Atem ging schneller.
„Findest du?“
„Ja.“ Er klang vollkommen ehrlich. „Du hast einen unglaublich sinnlichen Körper, weißt du das?“
Hitze stieg in ihre Wangen. Ja, sie hatte eine breite Hüfte und einen runden Hintern, ihre Brüste waren groß und standen rund und gerade. Er legte eine Hand um ihre Hüfte und zog sie näher. Als sie sich jetzt küssten, lag unverhohlene Lust darin, keine Zurückhaltung mehr. Sie wollte mit ihm schlafen!
Das Handtuch fiel zu Boden, seine Hände massierten ihren Hintern, dann fanden seine Finger in ihren Slip. Sie keuchte auf, als er in ihre Feuchte tauchte, sie rieb und umspielte.
Fest packte er ihre Hand und legte sie auf seine immer noch in seiner Pants gefangene Erektion. Sie umfasste sie durch den Stoff. Fühlte, wie er größer wurde, obwohl sie ihn nur leicht streichelte.
Ein Blitz und der direkt folgende Donner ließen sie zusammenzucken. Das Gewitter musste direkt über ihnen sein. Sie hatte raus gesehen und blickte wieder zu Riley.
„Alles okay?“
„Ja, ich ... ich habe bisher nur mit einem Mann geschlafen.“ Sofort bereute sie ihre Worte. Warum hatte sie das nur gesagt? Aus Angst, sich dumm anzustellen. Aber eben war doch noch alles okay gewesen ...
„Möchtest du aufhören? Soll ich gehen?“
„Nein! Nein, geh nicht. Ich will dich. Ich bin nur nervös.“
Er streichelte ihre Arme. „Alles läuft nach deinen Regeln. Denk nicht nach.“ Als er sie erneut küsste, verflog jede Nervosität. Sie landeten im Bett.
„Gibt es etwas, was du schon immer ausprobieren wolltest?“, fragte er.
„Ich ... weiß nicht. Mit meinem Ex war es immer gleich“, gab sie zu.
„Hm. Wie schade ...“
„Ali!“, rief Hayley laut aus dem Flur. Alison wandte sich automatisch zur Tür um, sah Riley an und verdrehte die Augen.
„Al! Hast du Aspirin? Mein Kopf explodiert!“ Sie klopfte gegen die Tür. Eine Sache die Ali an ihr als Mitbewohnerin störte. Sie nahm keine Rücksicht darauf, dass sie schlafen könnte.
„Verdammt, sie wird nicht gehen.“
Riley schmunzelte. Wieso musste sie ausgerechnet jetzt klopfen? Sie hätte sie erwürgen können.
Hastig suchte sie nach dem Aspirin, das sie wegen ihrer Migräne immer parat hatte und reichte es Hayley durch den Türspalt.
„Oh Gott!“, rief sie, als sie Riley entdeckte. Ali knallte die Tür vor ihrer Nase zu und ging wieder zu ihm. Aber sie war komplett angespannt. Als er sie küsste, dachte sie nur daran, dass Hayley sie hören würde, dass sie wusste, was sie hier taten. Warum war sie nur so prüde?
„Tut mir leid“, murmelte sie, als er von ihr abließ und sie fragend ansah.
„Stimmung verdorben?“
„Ich bringe sie um ...“
Er lachte. „Hey, kein Problem. Das ging vielleicht alles ein bisschen schnell, hm?“
Super jetzt dachte er, dass sie nur eine Ausrede gesucht hatte um zu kneifen, aber so war es nicht.
„Warte! Ich ... fand es sehr nett mit dir.“ Gott, was redete sie.
„Ich auch.“ Er lächelte. „Ich würde dich gerne wiedersehen.“
Bei diesen Worten begann ihr Herz zu rasen. Er zog sich an, gab ihr einen Kuss und ging. Erst als die Haustür hinter ihm zufiel, merkte sie, dass er ihr seine Nummer nicht gegeben hatte und auch nicht nach ihrer gefragt hatte. Die Enttäuschung war unerträglich. Offenbar hatte er doch nur das eine gewollt. Und es hätte sie auch gar nicht gestört. Wenn es denn passiert wäre.
Sie presste das Gesicht ins Kissen und strampelte mit den Beinen.
Am nächsten Tag stand der Cafébesuch mit ihrer Mutter an. Sie trafen sich in einem ruhig gelegenen Café in der Nähe ihrer Wohnung. Es gab Tische im Hinterhof, wo die Bäume wenigstens etwas Schatten spendeten. Es war noch heißer geworden und Ali war viel zu warm in ihrem langärmeligen Kleid. Ihre Mutter war bereits dort und hatte einen Tisch reserviert. Sie trug ein weißes Chanel-Kostüm. Wahrscheinlich war sie vorhin noch beim Friseur gewesen. Ihre blondierten Haare saßen perfekt. Sie trug glänzende goldene Ohrringe und eine Perlenkette dazu. Als sie aufstand, um Ali zu umarmen, sah sie ihre blauen Pumps mit hohen Absätzen. Ihre Mutter küsste sie auf die Wange.
„Alles Gute, mein Schatz.“
„Danke.“ Ali setzte sich und ihre Mutter holte ein Paket aus ihrer Gucci-Handtasche. Es war in dunkelblaues Papier mit einer silbernen Schleife eingeschlagen. Wahrscheinlich wieder etwas aus ihrem Kosmetik-Laden. Ali öffnete das Paket und hielt wenig überraschend ein Parfum in den Händen. Dass sie kein Parfum mochte, merkte sich ihre Mutter einfach nicht.
„Danke“, sagte sie höflich und ließ sich die Enttäuschung nicht anmerken. Wenigstens das hatte Ethan hinbekommen. Er hatte ihr immer Sachen geschenkt, die ihr gefielen. Praktische Dinge. Aber diesmal musste sie ohne Ethans Geschenk auskommen und das war gut so, erinnerte sie sich.
Ihr Vater hatte ihr Geld überwiesen, wie immer. Ihre Eltern hatten sich getrennt, als sie sechs gewesen war. Seitdem sah sie ihn nur selten. Einmal zu Weihnachten, und meistens war es das. Er hatte wieder geheiratet, eine Frau, die zehn Jahre jünger war als ihre Mutter und hatte mit ihr noch zwei Kinder bekommen. Ihre Halbschwestern waren jetzt dreizehn und neun. Zwei rotgelockte kleine vorpubertäre Frechdachse. Ali lächelte beim Gedanken an sie. Die Mädchen hatten ihr ein süßes Video mit einem Ständchen geschickt. Ali hätte sie gerne öfter gesehen, aber sie wohnten in Kalifornien und der Flug war einfach zu teuer. Ali war noch nie dort gewesen und sie bezweifelte ohnehin, dass sie es länger mit ihrem Vater und ihrer Stiefmutter unter einem Dach aushalten würde. Wie ihre Mutter war ihre Stiefmutter eine erfolgreiche Geschäftsfrau. Ihre Eltern verstanden nicht, warum sie dieses Studium gewählt hatte. Damit könnte sie nichts werden. Das war ein ständiges Streitthema zwischen ihnen gewesen. Und nach dem Studium hörte die Fragerei nicht auf.
Als ihre Mutter mit ihrem Bericht über ihre grauenhafte Autofahrt in London – wie jedes Mal – fertig war, fuhr sie fort über ihre Angestellten zu beschweren. Dann wandte sie ihre Aufmerksamkeit Alis Leben zu.
„Und, hast du schon Bewerbungsgespräche gehabt? Ich hoffe, du bewirbst dich an den richtigen Stellen. Hier, das habe ich von Gina bekommen.“
Nicht nur ihre Mutter, auch noch deren Freundin Gina mischte sich jetzt also in ihr Leben ein! Ali hob den ausgeschnittenen Zeitungstext auf. Es war eine Stellenausschreibung, es wurde ein Medienexperte gesucht, mit so vielen Qualifikationen, dass derjenige über sechzig sein müsste, um das alles zu können, aber natürlich wollten sie jemand jungen, am besten mit Chinesisch-Kenntnissen, zehn Jahren Berufserfahrung, davon drei Jahre im Ausland, und sonst noch was.
„Dafür bin ich nicht qualifiziert, Mom.“
„Unsinn. Du verkaufst dich immer unter Wert! So etwas wäre genau das Richtige für dich und Gina kennt den Junior-Chef der Firma. Sie könnte ein gutes Wort für dich einlegen.“ Ihre Mutter hob bedeutungsvoll die Augenbrauen. Als ob sie dachte, dass Ali es nicht allein schaffen würde, eine gute Stelle zu finden! Sie ballte die Fäuste unter dem Tisch. Das war so typisch. Nie war das was sie tat gut genug.
„Ich bin gerade erst mit dem Studium fertig, Mom. Ich gucke jeden Tag nach Stellen ...“
„Andere arbeiten schon während des Studiums und werden dann übernommen ...“
Ali sagte nichts mehr dazu. Sie würde ihre Mutter ja doch nicht davon überzeugen können, dass sie ihr Leben im Griff hatte.
„Aber es ist dein Geburtstag. Also lassen wir das Thema. Wie sieht es denn an der anderen Front aus?“
„Welcher Front?“
„Du weißt, was ich meine! Du bist endlich diesen Langweiler los. Ich habe ja immer gesagt, er ist nicht gut genug für dich ...“
Ali spürte, wie ihre Wangen vor Wut heiß wurden. Ihre Mutter hatte Ethan gemocht und jetzt tat sie so, als hätte sie immer gewusst, dass er nicht gut genug für sie war? Und das stimmte ja auch gar nicht. Sie hasste Ethan nicht und ihre Beziehung war okay gewesen. Vielleicht könnten sie irgendwann Freude sein. Aber sie hatten einfach nicht gut genug zusammen gepasst.
Dass sie letzte Nacht beinahe einen One-Night-Stand gehabt hatte, verschwieg sie ihrer Mutter lieber.
„Wir haben uns gerade erst getrennt. Ich habe gar keine Zeit, um jemanden kennenzulernen“, wich sie der Frage aus.
„Ach was! Und vielleicht schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe. Ein Job in einer guten Firma, da lernst du automatisch tolle Männer kennen. Vielleicht solltest du nächste Woche zu Ginas Spendengala kommen. Da wird sicher der eine oder andere Mann in deinem Alter dabei sein. Du weißt ja, Gina kennt jeden.“
„Mom! Ich habe dir schon oft gesagt, es kommt mir bei einem Mann nicht auf das Geld an.“
Ihre Mutter verdrehte die Augen. Dann ergriff sie überraschenderweise Alis Hand.
„Ich will doch nur, dass du glücklich bist, mein Schatz.“
Endlich kam ihr Essen. Ali hatte einen Salat mit Feta bestellt, ihre Mutter lediglich ein kleinen Salat, der aus nicht mehr als einer Tomate und ein paar Blättern bestand. Schlank zu bleiben und gut auszusehen war schon immer eine Selbstverständlichkeit für sie gewesen.
Ali würde mit ihren breiten Hüften und den Narben eh nie aussehen wie ein Model, kein Grund es zu versuchen. Das hatte ihre Mutter nie verstanden. Sie leitete eine Abteilung in einem internationalen Kosmetik-Konzern. Gutauszusehen war quasi ihr Job.
„Also, Alison, überlege es dir. Der Platz bei der Spendengala ist für dich reserviert und ich gebe dir Geld für ein Kleid.“ Ihre Mutter lächelte und Ali zwang sich zurück zu lächeln.
Da ihre Mutter wegen der Spendengala einfach nicht locker ließ, fand sich Alison am Samstagabend im Hotel ein, in dem die Gala stattfand. Sie war schon auf ein paar dieser Veranstaltungen gewesen. Auch diesmal saß sie wieder eine Ewigkeit an einem Tisch, während Reden gehalten wurden, Spender sich wichtigmachten und der Leiter der Stiftung allen dankte. Sie trank schon das dritte Glas Sekt und hoffte, nicht gleich einzuschlafen. Ihre Mutter trat ihr gegen den Fuß, und Ali zuckte zusammen.
„So, jetzt sind die Reden endlich vorbei und ich kann dich ein paar Leuten vorstellen.“ Ihre Mutter führte sie herum und stellte sie vor, aber Ali vergaß all die wichtigen Namen sofort wieder. Die Leute sahen alle gleich aus. Ältere Männer in teuren Anzügen, Frauen mit Tonnen von Haarspray und eleganten Abendkleidern, die an der Seite ihrer Männer gelangweilt wirkten. Frauen wie ihre Mutter, die selbst erfolgreich waren. Laut ihrer Mutter könnte ihr hier bestimmt jemand einen Job verschaffen. Aber Ali hasste es, sich bei jemandem einzuschleimen und sie wollte keinen Job bekommen, nur weil sie die Tochter von Samantha Peers war. Aber das schien ihre Mutter einfach nicht zu kapieren. Vielleicht lernte sie ja wenigstens einen Mann hier kennen, mit dem sie sich ablenken konnte. Dass Riley sich nicht gemeldet hatte, nagte ganz schön an ihrem Selbstwertgefühl. Sie hatten sich doch so gut verstanden ...
Leider konnte keiner der jüngeren Männer hier auch nur annähernd mit Riley mithalten. Keiner sah so gut aus wie er. Und keiner wirkte so interessant. Sie stand nicht unbedingt auf Männer in teuren Anzügen, die nur über ihre Firma redeten oder über ihr Ferienhaus mit zwölf Zimmern oder ihren neuen Rolls Royce. Keinesfalls wollte sie so enden wie die gelangweilt wirkenden Frauen hier, die zwar gut aussahen aber sich ihre Sorgenfalten mit Botox wegspritzen und den ganzen Tag nichts anderes zu tun hatten als das Geld ihrer Männer auszugeben! Zum Ärger ihrer Mutter ging sie nach zwei Stunden.
Als sie zu Hause im Bett lag, das schön aber unbequeme Kleid gegen ein Nachthemd eingetauscht, zog sie ihr Handy aus der Tasche. Kurz nach der Trennung von Ethan hatte sie sich in einem Anfall bei Tinder angemeldet. Aber sie hatte das schnell wieder aufgegeben. Jetzt rief sie die App wieder auf. War es denn echt so schwer, in dieser Stadt jemand Anständigen für ein bisschen Spaß zu finden? Ganz zu schweigen von einer Beziehung. Sie wischte die Männer einen nach dem anderen Weg. Tinder war an Oberflächlichkeit wohl kaum zu übertreffen. Es ging nur darum, ob einem die Person auf dem Foto gefiel, die wenigstens schrieben etwas über sich dazu. Aber auf einem Foto konnte man schon einiges von sich zeigen. Männer, die vor ihren Autos posierten – gab es echt Frauen, die darauf standen? Weg damit. Männer, die sich oben ohne vor dem Spiegel fotografierten – ging es noch offensichtlicher? Die fanden sich selbst wohl richtig toll. Männer, die sich mit ihren Hunden, oder fremden Kindern zeigten, um süß auszusehen – wie billig! Ihre einzigen Hobbies schienen Party, reisen oder klettern zu sein. Ganz wenige waren dabei, die halbwegs okay aussahen und noch weniger, die Ali wirklich gefielen. Aber die waren dann wieder viel zu gutaussehend für sie. Oder? Sie wagte es und gab einem Mann mit dunklerer Haut und hübschen Locken ein Like. Er trug eine runde Brille und ein blaues Hemd, lächelte und auf dem nächsten Foto war er vor einem VW-Bus in einer wunderschönen bergigen Landschaft, dann auf einem Filmvfestival. Darunter stand: Filme, Fotografie, Abenteuer, stetig am Lernen.
Klang nicht schlecht. Aber würde sich so jemand für sie interessieren? Nun, sie hatte nichts zu verlieren. Auch wenn Riley sich nicht mehr gemeldet hatte, dass er sich überhaupt für sie interessiert und sie schön genannt hatte, gab ihr doch etwas Selbstbewusstsein, es auch bei Männern zu versuchen, von denen sie immer angenommen hatte, keine Chance bei ihnen zu haben.
