Sehnsucht tragen - Gaby Hühn-Keller - E-Book

Sehnsucht tragen E-Book

Gaby Hühn-Keller

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Beschreibung

Sehnsucht als ein Urgefühl des Menschen begleitet jedes Menschenschicksal. Sei sie bezogen auf die Partnerschaft oder den Einklang mit der Natur. Sehnsucht, die sich in die Vergangenheit richtet oder in die Zukunft in Form von Hoffnung, welche Erfüllung nach dem irdischen Leben ersehnt. Alle die in diesem Band erschienenen Gedichte und lyrisch-märchenhaft verdichteten Geschichten sprechen von dieser Sehnsucht. Die Illustrationen korrespondieren mit dem geschriebenen Wort.

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Seitenzahl: 38

Veröffentlichungsjahr: 2013

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IMPRINT / IMPRESSUM

Sehnsucht tragen Gedichte – Bilder – Geschichten Herausgeber: contentplus communications GmbH, Augsburg Autorin: Gaby Hühn-Keller Bilder: Gaby Hühn-Keller published by: epubli GmbH, Berlin, www.epubli.de Copyright: © 2013 contentplus communications GmbH ISBN 978-3-8442-4840-1

www.contentplus.de

Zur Autorin

Gaby Hühn-Keller

Geb.: 1942 in Raabfidisch (Rábafüzes), Ungarn

Lyrik – Texte – Malerei

Künstlerisch tätig seit dem zwanzigsten Lebensjahr.

Freizeitpädagogin, mit schwerpunktmäßiger Ausbildung in der Sparte Malen und Kreatives Gestalten. Als VHS-Dozentin Leiterin von Malkursen. Dreißig Jahre mit Senioren Erarbeitung und Ausführung von kunstgewerblichen Arbeiten. Ferner entstand aus Gesprächs- und Lesekreisen ein „Koch- und Lesebuch“ wie auch eine Sammlung alter Albumverse „Dies zur Erinnerung...“, beides veröffentlicht.

Als freischaffende Malerin bevorzugt Landschaften und Bilder surrealen Inhaltes in Aquarell- und Mischtechnik. Einzelausstellungen und regelmäßige Beteiligung an Gruppenausstellungen. Auf dem Gebiet der Literatur drei eigene Lyrikbände: „Schlangengebet“, „Zeitbrücken“, „Sensible Wesen“. Kurzgeschichten erschienen in zahlreichen Anthologien und Literaturzeitschriften.

„Pannonische Geschichten“, 14 Erzählungen als Buch und eBook

Mitglied in der Künstlergilde Landsberg-Lech-Ammersee seit 1962. Mitglied in der Interessengemeinschaft deutschsprachiger Autoren e.V. (IGdA) seit 1981.

„Rudolf-Descher-Feder“ 2009 von der IGdA als Anerkennung für das literarische Schaffen.

Vorwort

Alle diese Gedichte und Texte sind veröffentlicht in verschiedenen Anthologien oder Lyrikreihen.

Ausgewählt habe ich diese Zusammenstellung nach dem am meisten von mir behandelten Thema. Beim Ordnen des Materials habe ich festgestellt, dass viele der Gedichte und Geschichten etwas mit „Sehnsucht“ zu tun haben. Sehnsucht als ein Urgefühl des Menschen begleitet jedes Menschenschicksal. Sei es bezogen auf die persönliche Partnerschaft oder auf den Einklang mit der Natur, Sehnsucht, die sich in die Vergangenheit richtet oder in die Zukunft in Form von Hoffnung, welche Erfüllung nach dem irdischen Leben ersehnt.

Zum Teil wurden diese Gedichte und Geschichten beeinflusst durch zwei Malzyklen, d. h. Vorbereitungen auf größere Ausstellungen. Zum einen „Mythen und Menschen“. Dazu gehören unter anderem „Daphnes Klage“, „Mein Haus“, „Im Labyrinth“. Zum anderen „Zu den Farben der Erde“. Zu den vielen Bildern, die ich zu diesem Thema gemalt habe, gesellte sich das gleichnamige Gedicht, in dessen Metaphernsprache „Bildtitel“ erscheinen und sich zu einem Gedicht zusammenfügen.

Aus wiederum anderen Text-Bild-Kombinationen entstand das „Literarische Briefpapier“, ein Briefblatt mit Gedicht, Illustration und etwas Freifläche für einen kurzen Brief. Dazu gehören „An Walthers Grab“ und „Der andere Anruf“. Das Titelgedicht „Die Sehnsucht zu tragen“ entstand spontan, nachts, im Halbschlaf, auf eine zufällig daliegende Literaturzeitschrift geschrieben.

„Sehnsucht trägt Leben“, heißt es in einem meiner älteren Gedichte; Sehnsucht bewegt mein Leben und ich versuche weiterhin, diese Sehnsucht zu (er)tragen.

Die Sehnsucht zu tragen

Die Sehnsucht zu tragen

Als ein Vogel?               Mensch? bin ich gekommen, Wind, der mich verhieß, mich trieb von Nord nach Süd, teilt euch Wolken, gebt den Weg frei: Ich flieg nach vorn zurück, versuche, die Sehnsucht zu tragen.

Mein Haus

Träumte in die Wolken ein Haus: Sie kamen, gingen, lösten sich auf: Aber des Traumes Seelen-Nährung, ein Dunsthauch nur, blieb, lagerte ein. Auf schmalen Säumen, auf weicher Kruste noch, baue ich beständig m e i n  Haus – wie die Wolken auch kommen und gehen ...

Nebel fällt über mein Haus

Die fallenden Nebel lösen Konturen auf, verdrängen Farbe, dämpfen die Stimmen; bedecken die Dunkelangst, hüllen auch liebend ein, bilden neue Weiten in unbekannten Feldern der inneren Räume: Vereinzeln die Seelen. Die Gesichter der Träume, selbst die schattenlosen Schatten in dieser sanften Dichtigkeit, rufen in nächtlicher Wacht um das wirkende Licht.

Auf dem bleigrauen Feld

Auf dem bleigrauen Feld, als ich stand in der starren Schwere geduldigen Wartens, erklang in meine Traurigkeit hie und da von irgendwoher ein Akkord, ein Melodienbogen; drängte Farbe flammend ihre Buntheit an die Aufwerfung am Rand dieses Feldes; zog ein Vogel, einen Streifen Lichts auf den Flügeln, meinen Blick nach oben: Doch ich stand wie verankert in meiner Erstarrung auf dem bleigrauen Feld des geduldigen Wartens.

Die Träne

Die Erde, ausgetrocknet, nimmt meine Träne nicht auf: Einer Perle gleich liegt sie da, durchsichtig wie das zerbrechliche Glas, schillernd wie der Regenbogen: Frucht der sich tröstenden Seele. Erbarme dich Sonne, erbarme dich Wind, nimm sie auf, mische sie bei den Ausdünstungen der Erde, vereine sie mit der steigenden, ziehenden Wolke. Ihre Sehnsucht ist groß, den Himmel zu streifen.

Daphne (griechisch Lorbeer) ist eine Nymphe: Von Apollo geliebt und verfolgt, wird sie auf ihr Flehen hin von ihrer Mutter Gaia, der Erdgöttin, in den dem Apollo heiligen Lorbeerbaum verwandelt. Das einzige, was Apollo bleibt, ist, sich einen Kranz für sein Haupt aus ihren Zweigen zu flechten. In meinem Gedicht jedoch beklagt Daphne ihr neueres Schicksal.

Daphnes Klage

Nun mich der Sturm erfasst, mich die Himmel umkreisen,