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SEXUNTERRICHT! Von einer reifen, sexerfahrenen Frau in die Kunst der Liebe eingewiesen zu werden - welcher junge Mann träumt nicht davon? So auch Peter, dem seine lebenslustige Stieftante Beatrice mit ihrer hocherotischen Ausstrahlung bereits als Jüngling schlaflose Nächte bereitete. Als er sie nun, da er an der Schwelle zum Erwachsensein steht, wieder trifft, nutzt er die Chance, um seiner durch jahrelangen Phantasien aufgestauten Begierde freien Lauf zu lassen. In zwei Nächsten voller Lust und Ekstase zeigt ihm Tante Beatrice Dinge, von denen Peter nicht einmal zu träumen gewagt hätte. Sie unterrichtet ihn in der Kunst der Liebe, und die sexuelle Leidenschaft macht ihr Zusammensein zu einem Feuerwerk der Lust …
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Seitenzahl: 196
Veröffentlichungsjahr: 2016
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Das Titelbild steht in keinem Zusammenhang mit dem Inhalt des Buches.
eBook-Ausgabe11/2016 © Carl Stephenson Verlag GmbH & Co. KG, Schäferweg 14, 24941 Flensburg Alle Rechte vorbehalten einschließlich der Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Medien E-Mail: [email protected] Internet: www.stephenson.de Besuchen Sie uns auf www.stephenson.de Ein großes erotisches Verlagsprogramm erwartet Sie dort. eISBN 9783798607910
Es war kalt auf dem Bahnsteig - und zugig! Kein Wunder, daß weder meine Mutter noch mein Vater mitgegangen waren, um Tante Beatrice abzuholen.
Aber vielleicht war das unfreundliche Wetter an diesem Septembernachmittag nicht der einzige Grund, warum meine Eltern so wenig Vorfreude auf den Be-such empfanden, dem ich mit so zwiespältigen Gefühlen entgegenfieberte.
Tante Bea, wie ich sie immer genannt hatte, galt seit jeher als das schwarze Schaf der Familie. Nur ich - ich hing an ihr, und das aus vielerlei Gründen.
Damals, als meine Mutter ihren zweiten Ehemann geheiratet hatte - den ich also eigentlich meinen Stiefvater nennen müßte—, lebte dessen jüngere Schwester Beatrice noch im selben Haus, und ich weiß noch heute sehr gut, wie mein Vater und später auch meine Mutter immer auf ihr herumhackten, bis Tante Beatrice es dann leid gewesen und ausgezogen war.
Damals war sie, soweit ich mich erinnere, fünfundzwanzig Jahre alt gewesen, und ich war nicht älter als zehn. Aber trotz meiner Unreife hatte ich schon damals begriffen, daß es um ihren »Lebenswandel« ging — was Vater und Mutter auch immer darunter verstehen mochten. Irgendwie hing es mit Freunden zusammen. Offenbar durfte sie nicht, was ich durfte. Zumindest hatte man mir nie verboten, Freunde zu haben.
Ich hatte sie jedenfalls nur als über alle Maßen liebenswerte Tante kennengelernt, zu der man mit einfach allem kommen konnte, was einen Jungen in diesem Alter so bewegt.
Eine Fünf in Mathematik, eine zerrissene Hose, der blaue Fleck, den ich einem Klassenkameraden beige-bracht hatte, die Schaufensterscheibe, die meiner verunglückten Flanke beim Fußballspielen nicht standgehalten hatte — all die vielen Dinge, für die ein Junge zu Hause »ein paar hinter die Löffel kriegt« — mit Tante Bea konnte man darüber reden, ohne gleich die schlimmsten Vorwürfe zu hören. Oft genug hatte sie sich auch für mich in die Bresche geworfen, wenn Papa schon den Rohrstock in der Hand hielt, um dem nachzukommen, was er für seine freiwillig übernommenen Vaterpflichten hielt, und Mama nur mit kummervollem Gesicht danebenstand und dem entgegensah, was sie nicht nur für unvermeidlich, sondern für absolut in meinem Interesse liegend hielt.
»Ein Junge braucht nun mal eine starke Hand«, habe ich sie oft sagen hören, wenn Tante Bea sie daran erinnerte, daß ich vielleicht nicht so sehr an körperlicher Züchtigung durch meinen Ersatzvater als vielmehr an einer Art großem Freund interessiert sein könnte.
Dafür hatte ich dann in ihr eine liebevolle Trösterin, und wenn ich auf ihrem Schoß sitzen und meinen Kopf in der duftenden Fülle ihres manchmal nur spärlich bekleideten Busens vergraben durfte, war ich selig.
Ja, ja, unsere Eltern hatten von Kindererziehung eine andere Auffassung, als sie heute allgemein praktiziert wird. Ein Hoch daher den verständnisvollen Tanten, Onkeln, Omas und Opas — vor allem aber den Tanten, wenn sie aus dem Holz sind, aus dem Tante Bea nun einmal war!
Ich will mich ja gar nicht über meinen Stiefvater beschweren. Das wäre ungerecht. Wenn Papa mich verdroschen hat, so war es vielleicht nicht immer erforderlich, nie aber ohne wirklichen Anlass geschehen, und ansonsten hat er gut für mich gesorgt.
Da er selbst mit meiner Mutter keine Kinder bekam, hat er mich voll und ganz als das seine anerkannt.
Aber konnte das etwas daran ändern, daß ich mich mehr zu Tante Bea hingezogen fühlte? Sie hatte eine so unnachahmliche Art, mir über das Gesicht zu streichen, mir den Nacken zu kraulen, und — ja, da war noch etwas.
Da sie im Haushalt meiner Eltern mithelfen mußte, und weil sie immer »auf das Kind aufpassen« sollte, hatte es sich so eingebürgert, daß sie auch darauf achtete, daß ich regelmäßig in die Badewanne ging und da auch etwas für die Sauberkeit tat, statt nur die Fliesen an den Wänden vollzuspritzen und Schiffchen fahren zu lassen. Und wenn sie mich dann abseifte, und ich mich zu diesem Zweck hinstellen mußte, dann seifte sie mich oft genug statt mit einem Waschlappen mit ihren sanften, zärtlichen Händen ein.
Oh, war das ein wundervolles Gefühl, wenn ihre Hände dabei zwischen meine Beine gerieten! Ich weiß es noch ganz genau, wie es damals — kurz bevor sie ausgezogen war — passierte, daß sich mein »Piepmatz« da unten aufrichtete, und sie an diesem Tag auf besonders intensive Reinigung bestand.
Ach ja, ich hatte doch meine Doktor-Spiele hinter mir wie all die anderen auch, aber das hier in irgend-einer Weise damit zu vergleichen, das wäre mir nie in den Sinn gekommen. Tante Bea war schließlich eine Erwachsene, die »sowas« einfach nicht machte. Wie sich ein Achtjähriger das eben so vorstellt.
Aber mein Geschlecht spannte sich bald schon, auch ohne daß die eigene oder Tante Beas Hand es anläßlich der samstäglichen Reinigungszeremonie liebkoste, und seltsamerweise passierte das mit Vorliebe immer dann, wenn ich allein mit ihr war.
Zwei Wochen bevor sie damals auszog, war ich mit ihr in der Straßenbahn gefahren, und es hatte eine derart drangvolle Enge dort drinnen geherrscht, daß ich mich ganz fest an sie hatte pressen können.
Daß es ihr allerdings nicht aufgefallen sein sollte, wie hart sich mein Geschlecht gegen die sanfte Rundung ihres Hinterns preßte, das glaubte ich schon damals nicht so recht. Aber womöglich, so dachte ich, hatte sie auch nicht gewußt, woher das kam und was es zu bedeuten hatte.
Ich weiß, ich habe schon damals nach Ausreden gesucht, um das Paradies der unschuldigen Zärtlichkeiten und Vertraulichkeiten mit Tante Bea nicht zu zerstören, und heute weiß ich natürlich, daß sie ähnlich dachte. Damals aber war gerade diese Heimlichkeit, dieses Hoffen, sie werde es nicht merken oder aber es doch wenigstens nicht richtig deuten, das Erregende an solchen Augenblicken, denn fortan bemühte ich mich, wo immer es eine Gelegenheit dazu gab, ihr wieder so nahe zu kommen. Ich ließ keine Gelegenheit aus, hinter sie zu treten, und besonders schön war es, wenn sie sich irgendwie vorbeugte, so daß ich mich über sie beugen konnte. Derlei Gelegenheiten gab es verdammt viele. Oder sollte sie diese Gelegenheiten jeweils absichtlich geschaffen haben?
Als sie mich zum letztenmal vor ihrer Abreise badete, »reinigte« sie meinen unbotmäßigen kleinen Freund mit einer Hingabe, die sie nie vorher an den Tag gelegt hatte.
Irgendwann muß ich dann wohl angefangen haben, mich ihren seifigen Händen entgegenzudrängen, jedenfalls erinnere ich mich noch, daß sie ganz plötzlich sagte, jetzt sei es aber wohl wirklich genug, mit hoch-rotem Kopf aufsprang und hinausrannte.
Wie lange war das jetzt nicht alles schon her, und wie deutlich war es mir in Erinnerung geblieben! Acht Jahre waren seither verstrichen, aber die Erinnerung daran war noch immer so wach, als sei es erst vor einer Woche gewesen.
Ich hatte sie in der Zwischenzeit nur selten gesehen, vor allem, seit sie vor vier Jahren geheiratet hatte.
Bäcker war der Mann gewesen, der da auf einmal das durfte, wovon ich zunehmend qualvoll zu träumen begonnen hatte.
Mehr wußte ich eigentlich nicht von ihm, außer daß er Henning hieß, mitten in der Nacht aufstand, um Brötchen zu backen, und nachmittags um vier wieder ins Bett ging.
Bei den recht seltenen Besuchen bei ihr hatte sich nach und nach zwischen uns beiden eine seltsame Verkrampfung eingestellt. Mir war immer klarer geworden, daß sie genau gewußt hatte, was in mir vor-gegangen war, damals, kurz bevor sie ausgezogen war, und sie wußte, daß ich es wußte.
Wie hätte sie es auch wohl nicht merken sollen, wenn ich mich — angetan nur mit dem dünnen Pyjama — nach dem Zähneputzen so eng an sie geschmiegt hatte, daß sie mein Glied, dünn und hart wie ein Bleistift, überdeutlich hatte spüren müssen. Und sollte sie wirklich nicht gemerkt haben, mit welcher Inbrunst ich mich an sie geschmiegt hatte, wenn sie mich zugedeckt und mir ihren Gute-Nacht-Kuß gegeben hatte?
Und jetzt würde sie »fürs erste«, wie meine Eltern gesagt hatten, wieder ganz zu uns ziehen, weil ihr Bäcker nichts mehr von ihr wissen wollte. Er konnte meiner Meinung nach nicht ganz richtig im Kopf sein. Wie konnte man bloß Tante Bea nicht mögen! Ich hatte die Welt nicht mehr verstanden, als ich zum erstenmal davon hörte. Zuerst schwankte ich zwischen grenzenloser Wut auf diesen Idioten, der er in meiner Vorstellung war, und der aberwitzigen Vorstellung, jetzt könne sie zur Abwechslung einmal meinen Trost suchen, den ich ihr dann auch zu geben gewußt hätte — o ja!
Im Geiste sah ich sie schon mit dem Kopf auf meinen Knien liegen, meine zärtlich streichelnden Hände wanderte »ganz zufällig« unter ihre Bluse . . .
Doch die Phantasien kehrten bald wieder zu den altbekannten Mustern zurück. Wenn ich sonst schon so ziemlich jedesmal, sobald ich auch nur an sie gedacht hatte, unter der Bettdecke arbeitete wie ein Besessener, so hatte ich dabei stets sehr konkrete Phantasiebilder vor Augen.
Ich sah mich im Geiste wieder in der Badewanne stehen, den Priapus von mir gestreckt wie eine Lanze, und Tante Bea kniete vor mir auf den Fliesen, ihre Hände glitten auf einem dünnen Film aus Wasser und Seife über die empfindliche Haut, schoben sie ein ganz klein wenig zurück, ließen sie vorschnellen, um das wunderschöne Spiel zu wiederholen, und wenn die Wogen heranbrandeten, dann sah ich vor meinem geistigen Auge, wie sich ihr Kopf ganz nach vorn bewegte, wie ihre Lippen. . . aahhhh — und dann war ich jedesmal wütend auf mich selbst, daß ich zu schnell zum Ende gekommen war, ehe sie im Geiste noch selbst von ihren Kleidern befreit zu haben.
Doch dann kam der große Schock, als ich ganz ungewollt hörte, wie Vater und Mutter sich über sie und ihr baldiges Kommen unterhielten.
Bäckermeister Henning hatte sie hinausgeworfen, weil er sie mit einem anderen Mann im Bett erwischt hatte!
Tante Beatrice war fremdgegangen! Es war so ungeheuerlich, daß ich einige Tage brauchte, bis ich es endlich begriffen hatte. Aber die freundlichen Erinnerungen, die ich an sie hatte, konnte das auch nicht aus-löschen.
So stand ich dann schließlich auch allein auf dem Bahnsteig und wartete auf sie. Die Kälte kroch durch die dünne Jacke, und ich mußte aufstehen und mir ein bißchen Bewegung verschaffen, um mein Blut in Wallung zu bringen.
Aus dem Lautsprecher klang eine sonore männliche Stimme und verkündete, der Intercity »Erasmus« aus Rotterdam habe leider dreißig Minuten Verspätung. Ich fluchte leise vor mich hin.
Nicht weit von mir stand eine Frau von der Bank auf, um sich genau wie ich ein wenig Bewegung zu verschaffen. Vor meinen stets lüsternen Augen, zum Greifen nahe, sah ich die wohlgerundete Rückseite der Frau.
Diese Rundung, eine solche Form — wo gibt es sie denn sonst noch einmal wieder? Sie kugelrund zu nennen, finde ich phantasielos, aber abgeflacht ist sie doch auch nicht, wenigstens nicht bei Tante Bea. Diese Wölbung ist - ja, sie ist einfach nur weiblich! Und das sagt mehr als tausend noch so beredte Worte.
Ach, sicher, ich hatte sie schon unter meinen Händen gespürt, diese unbeschreiblich weibliche Rundung, für die es noch nicht einmal auf dem Kurvenlineal, das wir für die Trigonometrie benutzten, eine Entsprechung gab. Aber das waren die unfertigen hinteren Bäckchen meiner Altersgenossinnen gewesen, die immer so blöde kicherten, wenn man versuchte, ihnen unter den Rock zu fassen. Und ich hatte da so-wieso meine Schwierigkeiten, mit solchen Wünschen zum endgültigen Ziel zu kommen.
Schon seit frühester Kindheit war ich zarter und kleiner gewesen als andere Jungen in meinem Alter. Ich hieß allgemein nur »Mini«, und das ärgerte mich über alle Maßen. Da half es auch gar nichts, daß ich so stark und ausdauernd war wie nur wenige andere meiner Altersklasse. Sonntag für Sonntag spielte ich mit anderen Jungen Fußball, die meist einen Kopf größer waren als ich, aber ich war wendiger, schneller und in der Regel viel ausdauernder als diese und deshalb sehr viel mehr als Mitspieler gefragt. In der Jugend-Mannschaft war ich der erfolgreichste Stürmer und schoß bei fast jedem Spiel mindestens ein Tor.
Aber was half das alles schon, wenn die Mädchen, hinter denen ich her war, sich an den Kopf tippten und mir in entwaffnender Offenheit erklärten, ich solle mich doch mal im Kindergarten umsehen, wenn ich eine Freundin suche.
Nur manchmal gelang es mir, in der Dunkelheit des Kinos oder anläßlich einer Party in stillen Winkeln irgendwelcher Gärten ein Mädchen dazu zu bewegen, meinen inzwischen doch recht ansehnlich gewordenen Quälgeist in die Hand zu nehmen. Dann hörte ich jedesmal höchst anerkennende Worte, die mich nicht im Zweifel darüber ließen, daß ich wenigstens an dieser Stelle, die so wichtig für mich geworden war, den anderen in nichts nachstand - ganz im Gegenteil!
Allerdings kam ich nie bis zum süßen Ende mit einem dieser Mädchen. Die, denen ihre Eltern schon erlaubten, die Pille zu nehmen, waren um einiges älter als ich oder hatten schon einen anderen festen Freund, und die anderen hatten einfach Angst. Noch nicht ein-mal das Vorzeigen einer Packung jener segensreichen Gummifutterale, die ich mir auf dem Bahnhofsklo zog, konnte da weiterhelfen.
So mußte ich mich damit zufriedengeben, daß mir hin und wieder ein Mädchen ihre Hand lieh, während ich mit der eigenen in ihrem Höschen wütete. Oft, sehr oft sogar, praktizierte ich das, was ich bei Tante Bea kennengelernt hatte, nur daß mir die Mädchen dabei ihr Gesicht zuwandten. Ich preßte meinen Priapus gegen ihren gar nicht so keuschen Leib, während meine Hände den Bund ihrer Jeans öffneten, um dann an der Rückseite hineinzufahren und samtene Jungmädchenhaut zu spüren.
War die Gelgenheit günstig, zog ich mir auch schon mal unbemerkt den Reißverschluß der eigenen Hose herunter, entließ den Tiger ins Freie und entlud mich direkt auf ihrer Haut. Ich bin fest davon überzeugt, daß so manches Mädchen große Schwierigkeiten gehabt den Zustand ihrer Unterwäsche zu Hause einigermaßen glaubhaft zu erklären.
Hatte ich ein Mädchen allerdings schon einmal in derartige Schwierigkeiten gebracht, war es mit einer Wiederholung solcher Herrlichkeiten zumeist nicht weit her.
An all das mußte ich denken, während ich auf dem Bahnsteig auf und ab ging und sich meine Augen schier durch den Stoff der Hose jener Frau hindurch-brennen wollten, die vor mir über den Bahnsteig schlenderte. Deutlich zeichneten sich die Linien ihres Slips ab, und die Form ihres Südpols war mit den Augen genau zu verfolgen bis zu jenem Punkt, wo die Beine begannen.
Ich steckte die Hand in die Hosentasche und um-klammerte mein bretthartes Glied, um es gleich wie-der loszulassen. Zu groß war die Gefahr, daß ich meiner Unterwäsche wieder einen Schwall jener Lust zumutete, deren Spuren mir dann später weiter nichts als Ärger zu Hause eingebracht hätten.
Ich blieb stehen und hoffte nur, sie Frau werde bald kehrtmachen, damit ich sie von vorn sehen könne.
Mahne Geduld wurde auf keine allzu harte Probe gestellt. Langsam kam sie direkt auf mich zu und bot mir den Anblick ihres Venushügels, der von dem schmeichelnden Stoff ihrer Bundfaltenhose eher unterstrichen als kaschiert wurde. Es war fast zuviel für meine ohnehin schon so aufgeheizte Phantasie.
Die Frau mochte um die vierzig Jahre alt sein. Sie verfügte, wie so viele Frauen ihres Alters, über die Figur eines jungen Mädchens, und ich hatte eigentlich nie begriffen, warum sich die anderen Jungen meines Alters nicht für eine reifere Frau begeistern konnten, sondern sie stets verächtlich als »alte Omas« abtaten. Das wußte ich besser — oder ich glaubte es zumindest.
Zwei Tage hatten damals noch gefehlt, bis Tante Bea endgültig ausziehen sollte, als ich vom Spielen ins Haus gestürmt kam, weil ich ein ebenso menschliches wie dringendes Bedürfnis verspürte.
Ich riß die Badezimmertür auf und — sah Tante Bea in der Badewanne stehen, wie sie gerade heraustreten wollte.
Nie mehr hatte ich diesen Anblick vergessen können, diesen unbeschreiblichen Schwung in all ihren Linien, die vollen und doch nicht herunterhängenden Brüste, diese Schenkel und zwischen ihnen dieses herrliche schwarze Dreieck auf alabasterfarbener Haut. Die Linien des Bikini-Höschens zeichneten sich fast überdeutlich ab und schienen nur geschaffen, dieses tiefschwarze, unergründliche Geheimnis besonderer Aufmerksamkeit anzuempfehlen.
Sie war im ersten Moment genauso erschreckt wie ich, und sekundenlang starrten wir uns nur an. Dann erschien übergangslos wieder das zauberhafte Lächeln auf ihrem schönen, ebenmäßigen Gesicht, von dem ich nie genau gewußt hatte, was es denn nun wirklich ausdrücken sollte: War es Spott, war es Verlegenheit oder war es einfach nur Ausdruck ihres so liebenswerten Wesens?
Fast quälend langsam griff sie nach einem Handtuch und wickelte sich darin ein.
»Tut man das, seine Tante einfach anstarren, wenn sie nichts anhat, Bubi?« fragte sie mich dabei und trieb mir die Schamröte ins Gesicht.
Erst als ich wieder draußen war, ging mir auf, daß sie mich nicht Peter genannt hatte, sondern »Bubi«, wie sie es immer tat, wenn ich auf ihrem Schoß sitzen und mit ihr schmusen durfte.
Sie hat mich nie »Mini« genannt wie all die anderen und sogar auch meine Eltern. Sie wußte, daß ich das nicht mochte, auch wenn ich nie etwas sagte. Aber dieses »Bubi«, das hatte sie eigens für mich erfunden und wandte es noch längst nicht immer an.
Seit ich die volle Schönheit Tante Beas gesehen hatte, konnte mich die Nacktheit eines Mädchens nie wirklich aus der Fassung bringen. Sicher habe ich versucht, das eine oder andere Mädchen nackt zu sehen. Aber da war immer ein Rest von Enttäuschung geblieben. Was hatte es schließlich auch für einen Sinn, daran zu denken, daß auch dieses knochige oder pummelige Ding die Chance hatte, eines Tages so auszusehen wie Tante Bea?
Gab es überhaupt ein Mädchen, das diese Chance hatte?
Die Frau vor mir erwiderte meinen Blick und schien höchst pikiert, als sie an mir vorbeirauschte. Ich ballte die Fäuste und stapfte weiter.
Ich weiß nicht, wie oft ich den Bahnsteig auf und ab getigert bin, während auf das Dach der Regen zu trommeln begann. Zu vieles ging mir durch den Kopf, und zu vielfältig waren die Widersprüche in meinen Gedanken.
Endlich kündigte die sonore Stimme aus dem Lautsprecher die Ankunft des Zuges an. Ich spürte, wie mir inzwischen schon die Hände zu zittern begonnen hatten.
Wie würde sie mich begrüßen? Sollte ich einfach nur auf sie zugehen und ihr die Hand entgegen-strecken, oder durfte ich es wieder wagen, ihr um den Hals zu fallen —jetzt, wo Willi Henning nicht mehr da war, der ebenso gutmütige wie störende Bäcker-meister aus der fernen Stadt? Denn daß es an ihm gelegen hatte, daß Tante Bea nicht mehr so liebevoll zu mir gewesen war, daran hatte ich eigentlich nicht gezweifelt.
Der Zug rollte aus, und mir begannen die Augen zu tränen, so angestrengt sah ich in die vorüberziehenden Fensterscheiben, bis der Zug endlich stand. Aber ich sah sie nicht.
Menschen, deren Zahl ich nicht einmal schätzen konnte, strömten aus den Türen, kaum daß sie sich öffnen ließen, und ich starrte angestrengt in die Menge.
Endlich, endlich sah ich sie neben ihren drei Koffern und etlichen Handtaschen auf dem Bahnsteig stehen und sich umsehen.
Vergessen waren alle Gedanken, alle Sorgen, alles Wenn und Aber.
Ich flog auf sie zu und direkt in ihre weit geöffneten Arme. Ja, sie empfing mich nicht wie einen Verwandten unter vielen anderen, sondern — na, eben anders!
»Tante Bea!« rief ich und preßte sie ganz fest an mich, und diese Geste hatte jetzt wirklich keinen un-mittelbar erotischen Hintergrund. Es wäre auch kaum denkbar gewesen, denn ihr herrlicher Leib war eingehüllt in einen dicken Pelzmantel, durch den hindurch nichts zu spüren gewesen wäre, das des Fühlens wert hätte sein können.
»Bubi, da bist du ja!« jubelte sie zurück.
Es war wie früher. Wir herzten und küßten uns auf die Wangen und konnten gar nicht genug von einander bekommen.
Noch immer ging ich ihr gerade bis zur Schulter, und deshalb mußte ich den Kopf in den Nacken legen, wenn ich ihr überhaupt ins Gesicht sehen wollte.
Noch einmal beugte sie sich zu mir herunter und hauchte mir einen flüchtigen Kuß auf die Stirn.
»Wenigstens du freust dich, daß ich wiederkomme«, sagte sie dazu und lächelte mich an.
»Und wie!« rief ich aus vollster Überzeugung.
»Du bist allein gekommen?« wollte sie wissen. »Aber Papa hat mir Geld fürs Taxi mitgegeben«, er-widerte ich, während ich eifrig nickte.
Minuten später saßen wir nebeneinander auf der rückwärtigen Sitzbank im Taxi. Es wäre so viel Platz gewesen für uns beide, aber ich hatte es sofort verstanden, mich ganz nah an sie anzukuscheln. Sie hatte den Mantel geöffnet, und so war ich ihren wundervollen Brüsten ganz, ganz nahe. Fast war ich ein wenig enttäuscht, als ich durch das feine Gespinst der Bluse sah, daß sie einen Büstenhalter trug, und als hätte sie meine Gedanken geahnt, lächelte sie wieder ihr feines Lächeln und zog den Mantel vorn ein wenig zu. Die Fahrt geriet trotzdem zur erregendsten Autofahrt, die ich bis dahin in meinem jungen Leben hinter mich gebracht hatte.
Tante Bea bekam das Gästezimmer, das von dem meinen nur durch das Bad getrennt war, ein Umstand, der in den nächsten Tagen meine Phantasie in immer höhere Regionen hinauftrug, ohne daß ich mich indes gefreut hätte, auch nur im geringsten ahnen zu lassen, wie es um mich stand, kaum daß ich meine schöne Tante sah.
Und ich sah sie oft, viel zu oft sogar, nur im Bademantel über den Korridor huschen, ich sah sie, wenn sie sich bückte, wenn sich der Ausschnitt ihrer Bluse oder ihres Pullovers noch ein wenig mehr öffnete als normalerweise schon. Aber nie gab sie auch nur andeutungsweise zu verstehen, daß sie ahnte, was mit mir los war, geschweige denn, daß sie vielleicht hätte bereit sein können, meinen Heißhunger zu stillen, der mir selbst von Tag zu Tag abwegiger erschien.
Zu deutlich waren die Gespräche bei Tisch, die sich um ihre »perversen Neigungen« drehten, und für die ich Mama und Papa am liebsten umgebracht hätte. Nein, ich hoffte überhaupt nichts mehr in jener Richtung, die meine Träume Nacht für Nacht nahmen.
Sie hatten nur ein Gutes, diese aberwitzigen Phantasien: Sie töteten auch den letzten Rest von Verlangen nach gleichaltrigen Mädchen. Sicher löste die zu-fällige unmittelbare Nähe eines Mädchenkörpers etwa auf dem Schulhof ganz bestimmte Regungen in meinen unteren Regionen aus, das schon. Aber wenn ich dann daran dachte, was es vielleicht zu sehen gäbe, wenn ich sie ausziehen dürfte, ließ das Verlangen schon um einiges nach. Welches Mädchen meiner Altersklasse hätte sich wohl mit Tante Bea messen können?
Aber im Vergleich zu früher bekam ich sie jetzt nur selten im Bademantel oder sonst einer dürftigen Bekleidung zu sehen, und in ihrer Freundlichkeit und Liebenswürdigkeit mir gegenüber lag gar nichts, das ich auch nur im entferntesten mit Erotik in Verbindung hätte bringen mögen.
Es war alles so kindisch - und vor allem ich selbst kam mir kindisch vor. Trotzdem gelang es mir nie, wenn ich abends in meinem Bett lag und nicht ein-schlafen konnte, mich von der Vorstellung loszureißen, es könne wieder sein wie früher. Dann hockte ich in Gedanken wieder zusammengerollt wie ein Rollmops auf ihrem Schoß, spürte ihre Arme um mich, ihren Mund auf meinem Scheitel und meine glühenden Bäckchen an der warmen Fülle ihrer Brüste.
Die Qual würde ja auch bald ein Ente e haben - oder die Süße? Tante Bea verbrachte ihre Tage vornehmlich mit Wohnungs- und Arbeitssuche, und schon bald hatte sie so viele Angebote, daß abzusehen war, wann sie wieder ausziehen würde.
Es ging schon auf Weihnachten zu, als dann alles soweit geklärt war. Willi Henning, der gehörnte Bäckermeister, hatte seine Versuche, Tante Bea zur Rückkehr zu bewegen, aufgegeben, und sie hatte Wohnung und Arbeit zum ersten Januar des nächsten Jahres gefunden.
