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"Single? Warum eigentlich?" ist das perfekte Buch für jeden, der sich diese Frage selbst schon gestellt hat. Es richtet sich an all jene, die einfach nicht verstehen können, warum sie es entweder gar nicht erst schaffen sich zu verabreden, warum sie scheinbar immer wieder bei dem oder der Falschen landen oder wie es denn sein kann, dass die Beziehungen, die eingegangen werden, meist nur von kurzer Dauer sind. Dieses Buch ist mehr als ein erklärender Ratgeber. Dieses Buch legt den Finger in die Wunde und fordert den Leser, die Leserin dazu auf, bei sich selbst zu schauen, statt anderen die Schuld für das eigene Single-Dasein in die Schuhe zu schieben. Neben vielen Erklärungen, warum man in der Situation ist, in der man gerade ist, bietet dieses Buch gleichzeitig im Workbook Stil Lösungsansätze, stellt tiefgründige Fragen und fördert und fordert die eigene Weiterentwicklung. Ein Must Read für alle, die sich fragen: "Single? Warum eigentlich?"
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Seitenzahl: 235
Veröffentlichungsjahr: 2019
Denise Schäricke
Single? Warum eigentlich?
Ist das Leben das Arschloch oder bist du es?
© 2019 Denise Schäricke
Verlag und Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg
ISBN
Paperback:
978-3-7482-9115-2
Hardcover:
978-3-7482-9116-9
e-Book:
978-3-7482-9117-6
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Das, was du ausstrahlst, ziehst du auch an
Die Singletypen
Die Singletypen der Frauen
Die Erfolgsfrau
Die, die sich morgens die Eier anschraubt
Die Prinzessin auf der Erbse
Das kleine Mädchen
Die Sexgöttin
Sexy Hexy
Die Mutti
Die Retterin
Die Braut, die sich nicht traut
Die Singletypen der Männer
Weichei vs. Macho
Das Muttersöhnchen
Fußball ist mein Gott
Peer-Group Zwang
Der Porschefahrer oder Die Midlife Crisis lässt grüßen
Die Singletypen, die auf Männer und Frauen zutreffen
Die Nicht-vor-die-Tür-Geher
Die Smartphone Junkies
Mein Job ist mein Partner
Tierfreunde
Die Verzweifelten oder die „Wenn, dann…“-Jammerer
Die Selbstliebeverweigerer
Die Keiner-hat-mich-lieb-Nervies
Die Hauptsache-nicht-alleine-Kapitulierten
Typ bester Freund / beste Freundin
Die Ex-Nachtrauerer und Vergleiche-Macher
Die Mingles oder So geht modernes Beziehungsgestört sein
Die Ego-Schiene oder Die, denen man nichts recht machen kann
Die Peniblen
Die Kaputtmacher
Die Unsichtbaren, die mit der Wand verschmelzen
Die Amateur Stalker
Wie geht es nun weiter?
Literaturhinweise
Danksagungen
Über die Autorin
Vorwort
Liebe Leserin, lieber Leser,
dies ist ein Buch, das sich an all diejenigen richtet, die sich fragen, warum sie eigentlich Single sind und warum es scheinbar einfach nicht den richtigen Partner oder die richtige Partnerin auf diesem Planeten gibt.
Vielleicht hast du, liebe Leserin, lieber Leser, noch nicht einmal Schwierigkeiten damit, jemanden kennenzulernen. Die Schwierigkeit ist eher - ob jetzt bei Online Treffen oder Begegnungen im realen Leben: Scheinbar sind nur „komische“ Menschen unterwegs und nach ein paar Treffen und Gesprächen merkst du relativ schnell, dass es schon wieder nicht passt und denkst dir: „Alles Arschlöcher und Gestörte.“
Ich erlebe genau dies immer wieder im Gespräch mit Freunden und Bekannten und auch in meiner Coaching Praxis. Dort suchen mich immer öfter verzweifelte Singles auf, die genau dem auf den Grund gehen wollen.
Und unterm Strich muss ich dir leider sagen, liebe Leserin, lieber Leser, dass die „komischen“ Menschen, die du kennenlernst, durch das angezogen werden, was du ausstrahlst. Das heißt, und jetzt musst du ganz stark sein, was du immer wieder erlebst, liegt an dir und nicht an den anderen.
Falls es dich beruhigt, auch ich kann mich nicht davon frei sprechen, dass ich in der Vergangenheit den Männern, die ich traf, den schwarzen Peter zugeschoben habe. Vor einigen Jahren habe ich mich bei verschiedenen Online Dating Portalen angemeldet, um meinen Mann fürs Leben zu finden. Was mir da alles Kurioses aber auch Erheiterndes widerfahren ist, kannst du in meinem Buch „Der Mann, der den Kuchen nicht bezahlte. Was Frauen denken, wenn Männer online daten“ nachlesen.
Was viele der Männer, die ich traf, gemein hatten, war ihre Unverbindlichkeit. Ich habe mich immer wieder gefragt: „Warum treffen die sich mit mir? Die wollen doch gar keine Partnerschaft!“
Ich kam relativ schnell zu dem Schluss, dass es zwar unterschiedliche Gründe dafür gab, dass diese Männer auf Dates gegangen sind. Aber der, dass sie auf der Suche nach einer festen Partnerschaft waren, war es definitiv nicht. Ich kam zu einer Liste mit Gründen, die da unter anderem lautete: Zeitvertreib, das Ego aufpolieren, seinen Marktwert testen, der Ex einen reinwürgen, nicht alleine sein müssen…
Ich unterstellte diesen Männern, dass sie nur meine Zeit verschwenden würden und muss gestehen, dass ich zunächst ziemlich aufgebracht darüber war.
Doch irgendwann ließ ich mein Ego beiseite und stellte mir eine Frage: „Was hat das alles mit mir zu tun?“
Und ich kam auf die einzig richtige Antwort: „Ich strahle dieselbe Unverbindlichkeit aus, die ich immerzu anziehe. Der gemeinsame Nenner all dieser seltsamen Männer bin ich!“ Das war eine schmerzhafte Erkenntnis. Und gleichzeitig war sie sowas von wahr.
Ich war damals sehr eingespannt in meiner Festanstellung als internationale Trainerin in einer großen Firma und habe nebenbei mein Coaching Business aufgebaut. Ich arbeitete also an sieben Tagen in der Woche, meist sechszehn Stunden am Tag. Ich hatte meinen Fokus so stark auf mein Business gelegt, das laufen sollte, dass ich guten Gewissens meinen Job kündigen konnte, dass ich gar nicht die Zeit hatte und sie auch nicht aufbringen wollte, um einen festen Partner in mein Leben zu ziehen. Nicht die anderen waren die zeitraubenden Arschlöcher – ich war es!
Und geht es dir vielleicht auch so? Dass du immerzu einem bestimmten Muster erliegst – beim Dating oder auch in deinen Partnerschaften? Dass du dich fragst, was mit den andern – oder mit dir – nicht stimmt, dass sich die gleiche Geschichte immer wieder zu wiederholen scheint?
Wenn du wirklich wissen willst, warum du immer noch Single bist, den Richtigen oder die Richtige einfach nicht zu finden scheinst, dann lass mich dir den Finger in die Wunde deines Single Daseins legen und noch etwas Salz darauf streuen und dir zeigen, woran es liegen kann, dass du immerzu den oder die Falsche/n anziehst.
In den folgenden Kapiteln erkläre ich dir die verschiedenen Singletypen, die ich eingeteilt habe in typisch Mann und typisch Frau und Typen, die auf beide Geschlechter zutreffen.
Wahrscheinlich wird es so sein, dass du dich in mindestens einem dieser Singletypen wiedererkennst und in dem ein oder anderen weiteren auch noch Anteile wiederfinden wirst, die auch noch auf dich zutreffen können.
Ich erkläre diese Typen nicht nur, sondern biete auch Hintergrundwissen an, wieso du bedingt durch deine Erfahrungen in deinem Leben ausgerechnet zu diesem Typus geworden bist und zeige dir darüber hinaus Lösungsansätze, mit denen du gleich loslegen kannst, wenn du bereit bist, dich selbst zu reflektieren und ganz ehrlich mit dir zu sein. Du wirst in den Kapiteln Platz finden für deine Notizen. Ich werde dir zum Teil unbequeme Fragen stellen, die dich auffordern, dich zu hinterfragen und zu reflektieren. Nutze den Platz in diesem Buch, um deine Antworten gleich aufzuschreiben. Nimm dir etwas Zeit, um wirklich in dich zu gehen beim Beantworten dieser Fragen, um deinen Mustern wirklich auf den Grund zu gehen.
Allein der Umstand, dass du dich mit dem Thema beschäftigst, deinem ewigen oder wiederholten Singledasein auf den Grund gehen möchtest und dich für dieses Buch entschieden hast, wird dir nun viel Klarheit und Aha-Momente bescheren. Ich wünsche mir, dass du mit diesem neugewonnen Wissen etwas anfängst, dich tief und ehrlich mit dir selbst auseinandersetzt und dann neue Wege gehst.
Ich wünsche mir, dass du dieses Buch als einen Weckruf für dich ansiehst und mir das Finger-in-die-Wunde-legen verzeihst, und stattdessen endlich den Grund dafür findest, warum du noch immer nicht in einer glücklichen und erfüllten Beziehung bist.
Und ich wünsche mir darüber hinaus, dass du damit aufhörst, anderen dafür die Schuld in die Schuhe schieben zu wollen und ehrlich mit dir selbst bist und endlich anerkennst, dass du dafür verantwortlich bist, wen du in dein Leben ziehst und wen nicht. Es liegt ganz allein bei dir.
Dieses Buch ist für dich, wenn
• du endlich bereit dazu bist, bei dir selbst zu schauen, warum es bisher mit einer festen, erfüllten und dauerhaften Partnerschaft noch nicht geklappt hat, anstatt anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben.
• du bereit bist, deinen Mustern auf den Grund zu gehen.
• du an dir arbeiten möchtest.
• du endlich bereit sein möchtest, den richtigen Partner, die richtige Partnerin in dein Leben zu ziehen.
• du Workbooks liebst. Denn dieses Buch behandelt dein Thema nicht nur in der Theorie, sondern fordert dich mit Übungen gleich dazu auf, ins Umsetzen zu kommen.
Dieses Buch ist nicht für dich, wenn
• du dir sicher bist, dass alles, was dir im Leben geschieht an den anderen liegt.
• du weiterhin jammern möchtest, wie schlecht die Welt da draußen zu dir ist.
• du die Verantwortung für dein Leben und Handeln nicht bei dir suchen willst.
• du im Grunde deines Herzens gern weiterhin Single bleiben möchtest.
• du das Buch zwar lesen, aber dann nichts verändern wirst.
Dieses Buch ist wahrlich keine wissenschaftliche Arbeit. Sicherlich habe ich vieles nicht erwähnt, was dir vielleicht noch in den Sinn kommt.1 Ich möchte dich dazu anregen, dich selbst besser kennenzulernen. Ich wünsche dir bewegende Erkenntnisse!
Das, was du ausstrahlst, ziehst du auch an
Immer? Ja, immer! Und diese Aussage gilt für dein ganzes Leben. Sie gilt für die Freunde, die du dir aussuchst und die Qualität des Kontaktes, den ihr miteinander habt. Sie gilt für den Beruf, den du hast, bei genau diesem Arbeitgeber und für die Kollegen und den Umgang, den ihr miteinander pflegt. Und dies gilt ebenso bei deinen Liebesbeziehungen. Das, was du ausstrahlst, ziehst du auch an.
Dies bedeutet bei der Partnerwahl, dass es einen Grund dafür gibt, dass du immer bei „dem / der Falschen“ zu landen scheinst. ABER: Es ist gar nicht der / die Falsche.
Er / sie ist genau richtig für deine derzeitige Lebenssituation.
Richtig deshalb, weil du scheinbar noch etwas lernen sollst und dir das Leben diese Lernaufgaben immer wieder freundlicherweise zuschustert, solange, bis du endlich etwas begriffen und verändert hast.
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„Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“- Albert Einstein -
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Ist dir schon einmal aufgefallen, dass der Typ Mensch, den du anziehst, im Grunde immer sehr ähnlich ist? Dass dieser Typ zwar anders heißen mag, aber von seiner Art her, vom Auftreten und von den Problemen im Leben sehr ähnlich daher kommt? Wahrscheinlich weisen diese Menschen sogar optisch Ähnlichkeiten miteinander auf. Doch woher kommt das?
Ich sage dir, das liegt an deiner Ausstrahlung, an deinem Inneren, das nach außen strahlt.
Die Sache ist die:
Man wirkt immer. DU wirkst immer.
Hier ein Beispiel dazu: Sobald du eine Straße entlang gehst, wirkst du. Bist du eher jemand, der angerempelt wird und anderen Platz macht? Oder bist du eher jemand, vor dem andere zurückweichen und dir fällt vielleicht gar nicht auf, wie voll es in der Stadt ist, weil du immer genügend Platz hast? Wieso ist es bei dem einen so und bei dem anderen so? Das liegt an der jeweiligen Ausstrahlung. Dein inneres Seelenleben zeigt sich nach außen und andere reagieren ganz unbewusst darauf. Und mal bist du Baum und mal bist du Hund. Mal wird dir Platz gemacht und mal musst du Platz machen.
Wenn du telefonierst, wirkst du. Man hört deiner Stimme an, wie es dir geht, ob du beim Telefonat lächelst oder deine gute Laune nur vorgibst. Und die Menschen, mit denen du sprichst, reagieren darauf. Wenn sie dich gut kennen und dich fragen: „Wie geht es dir?“ und du antwortest: „Gut, danke.“, obwohl es dir gar nicht gut geht, dann werden dich deine Freunde darauf ansprechen und nachhaken. Jemand, der dich nicht gut kennt, wird unterschwellig mitschwingen hören, dass du ihm etwas vormachst und das Gespräch mit einem unguten Gefühl beenden. Dies kann gerade im Berufsleben mit Schwierigkeiten verbunden sein.
Und auch auf Fotos wirkst du immer. Gerade diejenigen, die per Online Dating auf der Suche nach einem neuen Partner / einer neuen Partnerin sind, wundern sich, warum sie häufig „nur Schrott“ anziehen und die Kandidaten „immer so oder so“ sind. Nun, wenn du mit den immer gleichen Bildern in deinen Profilen auf der Suche bist, dann ziehst du auch den immer gleichen Menschenschlag an. Denn, du wirkst immer… und in diesem Fall leider immer gleich. Also reagieren auch die immer gleichen Typen Mensch auf dich und die Wiederholungsschleife nimmt ihren Lauf. Deshalb empfehle ich zum Beispiel, die Bilder auf den Online Dating Profilen regelmäßig zu aktualisieren und auszutauschen (siehe dazu auch meine Bücher: „Insidertipps Online Dating“ und „Der Mann, der den Kuchen nicht bezahlte. Was Frauen denken, wenn Männer online daten“), so dass sie deiner aktuellen Stimmung und Ausstrahlung entsprechen. Du bist heute einfach ein anderer Mensch als vor 365 Tagen. Also, bitte nimm auch aktuelle Fotos.
Was das für dich und dein Singledasein bedeutet? Du wirkst und die anderen reagieren auf dich. Und je nachdem, was du ausstrahlst, ziehst du dementsprechend den Passenden oder die dazu Passende an.
Um dies zu verdeutlichen, habe ich hier ein Beispiel aus einem ganz anderen Lebensbereich für dich: Ist dir schon einmal aufgefallen, dass es scheinbar immer die gleichen Menschen sind, die gemobbt werden. In der Schule fing das meistens an. Dann wurde daraufhin die Schule gewechselt und das Mobbing ging früher oder später in der neuen Schule weiter. Beim nächsten Schulwechsel wurde es auch nicht besser. Irgendwann kommt derjenige in die Arbeitswelt und wird auch da von den Kollegen gemobbt. Und das meist in Schulen und Firmen, in denen es den Umstand des Mobbings vorher gar nicht gab. Also, an wem liegt es? An den Mobbern oder am vermeintlichen Opfer? Eine Frage, die es hier nicht zu beantworten gilt. Doch das Beispiel soll dir verdeutlichen, dass die Menschen, auf die du triffst, immer auf das reagieren, was du ausstrahlst. Und warum wird der eine gemobbt und ein anderer nicht? Warum findet der eine seine/n Traumpartner/in sofort und der andere scheinbar nie? Weil der eine „Partnerschaft“ ausstrahlt und der andere eben nicht. Und dabei geht es nicht darum, was dein Kopf sich wünscht. Es geht vielmehr darum, wie es wirklich in dir aussieht und warum du deine mögliche Partnerschaft selbst boykottierst und dir und deinem Liebesglück selbst im Weg stehst. Näheres dazu findest du in den folgenden Kapiteln, wenn ich auf die verschiedenen Singletypen und -gründe näher eingehe.
Doch was gibt es nun für dich zu lernen? Im Grunde ist das Führen einer erfolgreichen und glücklichen Beziehung wie das Laufen lernen bei Kindern. Sie krabbeln, richten sich auf, stolpern, fallen hin und probieren es wieder und wieder, bis sie es endlich geschafft haben, die ersten Schritte sicher zu laufen. Und im Grunde ist es auch im Beziehungsleben so: Du irrst dich voran, bis du es endlich schaffst, eine wahre, aufrichtige und erfüllende Partnerschaft zu führen. Und so lange übst du. Der eine übt dabei länger als der andere. Manch einer ist begabter als der andere. Und manch einer lernt eben nicht aus den Fehlern, die er gemacht hat und schiebt sein regelmäßiges und wiederholtes Hinfallen auf die Schuhe, die nicht passen, den wackeligen Untergrund, die Ablenkung durch Mamas Anfeuerungsrufe…auf alles andere eben, nur nicht auf sich selbst. Wenn du also von (Mini-) Beziehung zu Beziehung wanderst, von Date zu Date spazierst und es einfach nicht klappen will, dann höre auf, den anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben, sondern schau ganz auf dich. Auf das, was du immer noch nicht hast lernen wollen. Schau auf das, wohin du bisher noch nicht schauen wolltest und fange endlich an, daraus zu lernen und dich weiterzuentwickeln. Dann erst kann es auch mit der großen und wahren Liebe klappen. Vorher irrst du nur umher und begibst dich von Mal zu Mal mehr in die Opferrolle, verfällst dem Jammern und plakatierst völlig überzeugt: „Aber ich bin ja gerne Single!“, „Bevor ich mit so einem / mit so einer zusammen bin, bleib ich lieber alleine.“, „Das Singledasein hat eh viel mehr Vorteile.“ Hast du so etwas oder etwas so Ähnliches schon mal gesagt und nickst jetzt fleißig? Nun, warum liest du denn dann dieses Buch, wenn es so wahr ist, was du dir da schönredest? Erwischt? Pack deine Ausreden beiseite, fang an zu lernen und mache etwas aus den vermeintlichen Fehlern deiner Vergangenheit.
1Wenn dir in der Tat noch Single Typen einfallen, an die ich bisher noch nicht gedacht habe, dann schreib mir gern. In einer zweiten und erweiterten Auflage meines Buches berücksichtige ich gern deinen Vorschlag und bin dir dankbar für deine Ergänzungen.
Die Singletypen
Bevor ich auf die verschiedenen Singletypen zu sprechen komme, möchte ich dich darauf hinweisen, dass es keinen besonderen Grund für die von mir gewählte Reihenfolge gibt. Ich habe die Singletypen aufgeteilt in diejenigen, die sich eher bei Frauen finden lassen, jene, die sich eher bei Männern finden lassen und diejenigen, die für beide Geschlechter gelten. Dabei kann es gut sein, dass diese umfassende Liste nicht vollständig ist, da dir vielleicht noch ein Singletyp einfällt, den ich hier nicht aufliste. Dies ist der Schnitt der Ergebnisse, die mir in meinen Lifestyle Coachings am meisten begegnet und deshalb so von mir zusammengestellt worden sind. Dabei möchte ich noch einmal erwähnen, dass es gut sein kann, dass du dich in mehreren dieser verschiedenen Singletypen wieder findest. Die meisten Menschen sind eher Mischtypen.
Mal schauen, wo du dich wiedererkennst und was du über dich lernen kannst.
Die Singletypen der Frauen
Die Erfolgsfrau
Anna, 32, ist Redakteurin bei einem bekannten deutschen Fernsehsender und verantwortlich für ein TV Format, das ihr viel abverlangt. Sie liebt ihren Job und wollte nie etwas anderes tun. Schon während ihrer Schulzeit war ihr klar, welches ihr Traumjob wäre und sie hat sich zielgerichtet ein passendes Studium ausgesucht, viel gelernt, Praktika gemacht und hart daran gearbeitet, heute da zu sein, wo sie ist. Sie liebt es zu sehen, wie ihre Ideen zu den Beiträgen entstehen, umgesetzt und schließlich im TV ausgestrahlt werden. Dabei sind Arbeitstage, die 16 Stunden und länger dauern keine Seltenheit. Sie will an allen Entstehungsprozessen beteiligt sein und sagt selbst von sich, dass ihre Beiträge „wie ihre Babys sind“. Sie liebt es, sie wachsen zu sehen und widmet sich mit ihrer vollsten Aufmerksamkeit ihrem Beruf. Für ihre Familie und Freunde bleibt da wenig Zeit, denn ihr Arbeitsalltag ist recht unvorhersehbar: So dauern manchmal vermeintlich schnell zu erledigende Dinge länger als veranschlagt oder es werden Drehgenehmigungen wieder zurückgezogen. Dann muss ein alternativer Drehort gefunden werden. Doch Anna strahlt, wenn sie von ihrer Arbeit, ihren Projekten und dem guten Feedback berichtet. Gleichzeitig sagt sie: „Ich weiß gar nicht, wo ich in meinem Leben noch einen Mann unterbringen soll. Wenn ich mal frei habe, hole ich Schlaf nach, besuche meine Eltern oder gehe mit meinen Freundinnen aus. Ich bin froh, wenn ich das einmal im Monat schaffe. Ein Mann hat da einfach keinen Platz, auch wenn ich mir einen Partner an meiner Seite wünsche.“ Als ich Anna frage, ob sie denn gar niemanden kennenlernt, antwortet sie mir: „Doch schon. Über das Internet schreibe ich hin und wieder mal mit einem Mann. Aber meist kommt es gar nicht zum Treffen. Ich habe das Gefühl, die nehmen mich gar nicht für wichtig und springen dann im letzten Moment wieder ab. Und schreiben dann, dass ihnen was dazwischen gekommen ist. Ich mag es nicht, wenn jemand unzuverlässig ist.
Das verzeihe ich nicht leicht. Denn schließlich will ich in einer Partnerschaft an erster Stelle kommen. Wenn das schon so anfängt, dass er das erste Date verschiebt, wie soll das denn dann erst weitergehen?“
Wenn du in Annas Leben einsteigst, sollte dir auffallen, dass Anna schon verheiratet ist… mit ihrem Job. Sie ist schon in einer Partnerschaft, der sie sich voll und ganz hingibt, die sie mit vollem Herzen führt und der sie sich komplett widmet. Jeder Mann an ihrer Seite wäre zweitrangig und müsste sich nach ihrem Leben und ihren Abläufen richten. Platz für Kompromisse und ein Entgegenkommen ihrerseits scheint es nicht zu geben. Was passiert also? Sie zieht Männer an, die genauso sind. Die sich auch nicht auf eine feste Bindung einlassen, unzulänglich sind und andere Dinge an die erste Stelle setzen und nicht sie. Während Anna von den Männern selbstverständlich erwartet, dass sich bitte alles um sie drehen soll, ist sie nicht bereit, dies zurück zu geben. Das, was sie den Männern vorwirft, nämlich zu unverbindlich und unzuverlässig zu sein, ist das, was sie selbst ist. Denn auch hier gilt die Regel: Du ziehst an, was du ausstrahlst. Allerdings sieht Anna das nicht, sondern beschwert sich über das Verhalten der Männer und damit ist die Sache für sie abgehakt. Wenn Anna einmal bei sich schauen würde, müsste ihr auffallen, dass die Männer, die sie trifft, ihr einen Spiegel vorhalten, in den sie einmal reinschauen sollte. Da sie dies nicht tut, bleiben die Männer für sie die Arschlöcher und sie selbst kann es sich schönreden, indem sie sagt, dass sie ja eigentlich keinen Partner braucht und gerne Single ist. Und Single ist sie ja gar nicht: sie geht ja mit ihrem Job Hand in Hand durchs Leben.
Wieso das so ist?
Heutzutage haben die Frauen verstanden, dass sie einen Mann nicht mehr in ihrem Leben brauchen. Der Versorger und Ernährer hat ausgedient und Frauen können sich selbst unterhalten. Und nicht nur das: Frauen können in Berufen erfolgreich werden, die früher eher als Männerdomäne galten. Doch aus irgendeinem Grund haben die Frauen das Gefühl, dass sie noch härter arbeiten müssen als die Männer, um im gleichen Berufszweig ähnlich gut anerkannt zu werden2. Sie gönnen sich somit keine Pause, müssen alles perfekt unter Kontrolle haben und vernachlässigen folglich nicht nur eine mögliche Partnerschaft, sondern ihr Privatleben allgemein. Auch die Familie und der Kontakt zu Freunden kommen in diesem Businessleben viel zu kurz. Frauen müssen sich scheinbar noch immer mehr beweisen.
Hinzukommt, dass die Menschen der heutigen Generation oft mit dem Thema Scheidung konfrontiert sind. Entweder weil sie selbst Scheidungskind sind oder das Thema im engen Freundeskreis hautnah miterlebt haben. Unbewusst kommen so gerade Frauen zu dem Schluss, dass man sich auf Männer schwer verlassen kann, denn diese haben ja einst die Familie verlassen. Was machen diese Frauen also: Sie zahlen es mit barer Münze heim, sind selbst durch ihren zeitaufwändigen Job unzuverlässig, ziehen Männer an, die das spiegeln und können sich fröhlich auf die Schulter klopfen: „Wusste ich es doch, auf Männer kann man sich nicht verlassen.“
So lange solche Glaubenssätze unbewusst mitschwingen, wirst du also immer Männer anziehen, die dir genau diese Glaubenssätze beweisen. Und das wieder und wieder und wieder. Bis du irgendwann erkennst, dass es durchaus Männer gibt, die zu ihrem Wort stehen. Nur dazu musst du erst einmal Platz in deinem Leben schaffen, um so einen Mann anzuziehen.
Und letztlich möchte ich an dieser Stelle noch eine unserer menschlichen Urängste erwähnen: die Verlustangst. Wir Menschen haben höllische Angst vor dem Verlust von Menschen, die uns nahe stehen. Wir haben Angst vor dem Verlassen werden und Alleinsein. Dies schwingt noch aus unseren Höhlenzeiten mit, als wir nur in der Gruppe sicher waren vor dem Angriff des Säbelzahntigers. Alleinsein bedeutete damals im Land der Neandertaler den sicheren Tod. Dieses evolutionäre Wissen haben wir unterschwellig noch immer in uns. Wir haben so viel Angst vor einem Verlust, dass wir uns lieber gar nicht erst an das Dasein eines anderen Menschen gewöhnen wollen. Und die Erfolgsfrau kann ihren Zeit konsumierenden Job wunderbar als Ausrede nutzen, um sich ihren Ängsten nicht stellen zu müssen. „Wenn ich mich nicht verliebe und die Liebe (für die ich ja eh keine Zeit habe) nicht zulasse, kann ich auch nicht verletzt werden“, ist die rationale Begründung, die viele an dieser Stelle bringen. Und durch das Aufgehen im Job wird die Lücke des Alleinseins zunächst einmal gefüllt.
Was tun?
Anna, aus dem Beispiel von oben, sollte sich eingestehen, dass sie gar nicht bereit ist für eine Partnerschaft mit allem Drum und Dran. Dass sie einem Wunschtraum hinterherrennt und diesen durch ihren Lebenswandel selbst boykottiert. Und vielleicht ist es auch gar nicht wirklich ihr Wunschtraum, den Anna da im Kopf hat. Vielleicht fühlt sie auch den gesellschaftlichen Druck, dass sie in ihrem Alter nun langsam mal Nägel mit Köpfen machen sollte, obwohl sie dafür noch gar nicht bereit ist. Wie oft hört man vermeintlich wohlmeinende Sprüche aus dem Freundeskreis: „Was stimmt denn nicht mit dir? Du bist doch so hübsch, so witzig, so intelligent… Warum hast du eigentlich keinen Mann?“ oder „Hörst du deine biologische Uhr nicht langsam lauter ticken?“ und ähnliches. So kann es schnell passieren, dass man sich einen Wunsch einreden lässt, den man selbst gar nicht hat.
Wenn du dich selbst in dieser Geschichte wiedererkennst, dann schau doch einmal, ob es bei dir nicht auch so ist: dass du gar nicht wirklich bereit bist für eine Partnerschaft. Hier und da wäre so ein Zusammensein vielleicht ganz nett, aber so regelmäßig, gar täglich… ist es das, was du wirklich willst? Ich würde behaupten: Nein. Und es ist doch völlig in Ordnung, wenn du zu dem Schluss kommst, dass dir (derzeit) deine berufliche Laufbahn wichtiger ist als dein Privatleben. Nur höre auf zu jammern und den Männern dafür die Schuld in die Schuhe zu schieben und gestehe dir ein, dass du es bist, die diese unverbindlichen Männer anzieht – eben, weil du derzeit, in deiner jetzigen Lebenslage, genauso unverbindlich bist.
→ Setze dich einmal hin und schreibe dir auf, in welchem Maße eine Beziehung dich glücklich machen würde und wie genau diese für dich auszusehen hätte – und zwar bis ins kleinste Detail. Wenn dir bewusster und klarer ist, was du wirklich willst, dann sind die Chancen wesentlich höher, dass du endlich jemanden anziehst, der genau das sucht, was du dir auch gut vorstellen kannst. Jemanden, dessen Lebensstil genau zu deinem passt. Gerade heutzutage sind alternative Beziehungsmodelle erwünschter denn je und viele Männer in einer ähnlichen Lebenslage wären froh, wenn sie genau das bekommen würden, was du selbst suchst.3
Die Beziehung, die ich mir derzeit am besten vorstellen kann, sieht so aus:
→ Versuche der Ursache für deine Verlustängste auf den Grund zu kommen. Wen oder was hast du im Leben schon verloren oder bei wem hast du so einen schlimmen Verlust beobachten können, dass dein Unterbewusstsein dir einen Schutzmechanismus eingebaut hat und dich vor deinen Gefühlen abschottet (leider auch vor deinen schönen Gefühlen)? Was willst du nicht noch einmal erleben müssen?
→ Schaue einmal, ob du einen sogenannten „inneren Antreiber“ hast. Diese innere Stimme, die dich auf höher, schneller, weiter trimmt? Ob es etwas in deinem Leben gibt, in der Art und Weise wie du erzogen worden bist, das dazu führt, dass du heute lieber die Rolle der Businessfrau einnimmst als dir eine andere Rolle auszusuchen? Wem willst oder musst du beweisen wie tough, wie erfolgreich, wie grandios du bist? (Bevor du sofort innerlich protestierst… ich frage ja nur… lass die Frage auf dich wirken und schau, ob es eine wichtige Antwort oder Erkenntnis für dich gibt).
2Ich möchte hier keine Diskussion aufmachen darüber, dass die Frauen in der heutigen Berufsgesellschaft noch immer im Nachteil sind und als potenzielle Mutter weniger Gehalt bekommen für die gleiche Arbeit, die ein Mann erledigt. All diese Punkte sind sicherlich jedem bekannt. Ich nutze diesen Fakt lediglich, um dieses scheinbar übertriebene Erfolgsstreben der Frauen zu erklären. Denn wie oft ist es so, dass man es als Frau in einem bestimmten Alter im Berufsleben noch immer schwerer hat, weil der Arbeitgeber mit hohen Ausfallzeiten von Müttern rechnet und diese Frauen sich durch ihren hohen Arbeitseinsatz erst recht unentbehrlich machen wollen.
3 Ich empfehle dir ganz am Ende des Buches die Übungen auszufüllen, die du unter dem Kapitel „Wie geht es nun weiter“ auf der Seite 181 findest.
Die, die sich morgens die Eier anschraubt
Die Steuererklärung muss gemacht werden? Xenia, 46, Abteilungsleiterin, erledigt dies. Das Wohnzimmer muss gemalert werden? Xenia räumt es nicht nur allein aus, nein, sie klebt selbst ab und streicht selbst, legt dabei noch zwei Kabel unter Putz, installiert ihr neues Lautsprechersystem und räumt dann alles wieder ein. Freunde, dir ihr Hilfe anbieten, weist sie freundlich ab: „Nee, lass mal. Ich mach das schon selbst. Ich kleckere beim Streichen nicht.“
Xenia ist die typische do-it-yourself Frau. Als sie sich einen neuen Gartentisch für ihre Terrasse kaufen wollte und sämtliche Baumärkte und das Internet abklapperte nach dem perfekten Tisch, der ihr vor ihrem inneren Auge schon vorschwebte, wurde sie bitter enttäuscht. Nirgendwo gab es genau diesen Tisch. Also, was machte Xenia? Sie fuhr zurück zum Baumarkt, kaufte alle nötigen Utensilien und baute sich den Tisch selbst. Sowohl ihr Vater als auch ihr Nachbar boten ihre Hilfe an. Doch Xenia verneinte. „Schaff ich schon. Dann wird es auch so, wie ich es haben will. Und ich bin im Nachhinein auf niemanden sauer, wenn irgendetwas schief ist.“
Als ich Xenia nach ihren Erfahrungen mit Männern frage: „Alles Luschen. Was soll ich mit einem Mann, wenn der nicht mehr kann als ich selbst? Wenn er sich einen Klempner ins Haus holt, statt etwas selbst zu reparieren, dann brauch ich den nicht. Ein Mann, der den Kochlöffel schwingt? Nein, danke. Das sind doch heute eh alles nur noch Weicheier.“
