Skandalös - Bianca Corelli - E-Book

Skandalös E-Book

Bianca Corelli

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Beschreibung

Sie treiben es einfach überall! Mal ganz ehrlich: haben Sie nicht auch schon einmal heimlich davon geträumt, "es" an einem ungewöhnlichen Ort zu tun? In der Umkleidekabine eines Kaufhauses vielleicht, oder im Wald, wo Sie jederzeit Gefahr laufen, entdeckt zu werden? Solche Phantasien schlummern in jedem von uns. Ob Sex im Freien, an ungewöhnlichen Orten oder in der Öffentlichkeit - sie treiben es überall! "Zunächst bin ich erschrocken, will mich wehren. Hier, in aller Öffentlichkeit, wo uns jeder beobachten kann, will er seine Geilheit an mir abreagieren?! Ja, genau das ist seine Absicht. Mit der einen Hand begrapscht er meine Brüste, während seine andere Hand unter meinen kurzen Rock wandert und das Höschen herunterzieht …" Diese und 25 weitere heiße Kurzgeschichten sind perfekt, um unsere sexuelle Kreativität anzukurbeln und unser Liebesleben zu bereichern - lassen auch Sie sich zu ganz neuen, lustvollen Erlebnissen verführen!

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Seitenzahl: 289

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Das Titelbild steht in keinem Zusammenhang mit dem Inhalt des Buches.

eBook-Ausgabe 01/2016 © Carl Stephenson Verlag GmbH & Co. KG, Schäferweg 14, 24941 Flensburg Alle Rechte vorbehalten einschließlich der Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Medien E-Mail: [email protected] Internet: www.stephenson.de Besuchen Sie uns auf www.stephenson.de Ein großes erotisches Verlagsprogramm erwartet Sie dort. eISBN 978-3-7986-0549-7

Inhalt

Die Burgruine

Bianca Corelli

Traumhafte Busfahrt

Lisa Cohen

Im Service inbegriffen

Kainas Centmy

Erotisches Pilzesuchen

Dave Vandenberg

Geheimnisvolle Frau

James Buckwheat

Sex-Picknick

Lisa Cohen

Geiles Jubiläum

Marc Pond

Freibad-Quicky

Lisa Cohen

Gewitterliebe

Robert Helms

Exotik im heißen Sand

Dave Vandenberg

Graue Haare

Marc Pond

Nachgemacht!

Lisa Cohen

Öffentliche Demut

Sara Steinfeld

Parkver­bot

Dave Vandenberg

Heiße Lust in Reihe 7

Jenny Sidge

Scharfes Wiedersehen

Lisa Cohen

Im siebten Himmel

Montana Green

Quicky im Wald

Dave Vandenberg

Wie man sich bettet

Marc Pond

Heiße Fahrt im ICE

Dave Vandenberg

Sex in der Sauna

Loretta Reet

Die geilste Party …

Andreas Müller

Öffentlichkeitsarbeit

Annette Neuss

Strandkorbspiele

Jeannette Gallet

Quicky im Fahrstuhl

Ernest Williams

Scharfe Aphrodite

Simon Wood

Die Burgruine

Bianca Corelli

Es war ein sonniger Sommermorgen, als er mit der Idee an sie heran trat. „Lass uns mal etwas ganz Neues machen. Etwas …“, er unterbrach sich kurz, als suche er nach dem richtigen Wort, „… Verrücktes?“

Mit seinen wunderschönen blauen Augen schaute er sie an wie ein kleines Kind, das sich ein Schaukelpferd wünscht.

„Etwas Verrücktes?“, wiederholte sie, nicht wirklich verstehend, was er meinte. „An was hattest du denn gedacht?“ Sie legte den Kopf leicht schief, strich sich eine Strähne ihres dunklen Haares hinter ein Ohr und lächelte ihn an.

„Hm, ich weiß auch noch nicht so genau, aber …“ Wieder unterbrach er sich und druckste ein wenig herum, schließlich rückte er mit seinem Vorschlag heraus: „… ich würde gerne einmal mit dir woanders … schlafen“, sagte er leise. Er war nicht sicher, wie sie reagieren würde, und hatte ein wenig Angst, sie würde sich ablehnend verhalten oder ihn gar auslachen. Sie lachte auch, allerdings nicht, weil sie seine Idee absurd fand.

„Das ist kein so übler Vorschlag, hast du auch eine Idee, wo wir das machen könnten?“

Im ersten Augenblick war er verblüfft, fast erstaunt, doch dann verzogen sich auch seine Züge zu einem breiten Lächeln, und er nickte erfreut. „Ja, allerdings habe ich das, aber ich verrate es dir nicht.“ Er grinste verschmitzt und neckte sie noch ein wenig. „Es ist eine Überraschung!“, insistierte er, als sie versuchte, ihn mit Küssen, Streicheln und bittenden Blicken umzustimmen. Er verriet ihr nichts.

Den ganzen Tag über versuchte sie immer wieder herauszufinden, was er sich ausgedacht hatte, doch er blieb weiterhin stumm, neckte sie nur immer wieder. „Du bist neugierig wie eine Katze.“ Und auch die Tatsache, dass sie ihn mit seinem Lieblingsessen bekochte, nützte nichts. Geheimnistuerisch kramte er einen Rucksack hervor und packte einige Dinge ein, die sie nicht zu Gesicht bekam. Endlich war der frühe Nachmittag gekommen, die Sonne stand noch recht hoch und wärmte die beiden, die Hand in Hand das Haus verließen. Lächelnd bei ihm eingehängt, schlen­derte sie über den Gehsteig, ohne zu wissen, wohin sie der Weg führen würde. Er grinste still vor sich hin, bis sie plötzlich sagte: „Ich habe auch eine Überraschung für dich.“

„Jaa? Was denn?“ Er blieb stehen und schaute sie neugierig an.

„Och nichts“, sie grinste frech und küsste ihn auf die Wange.

„Sag schon!“

„Du wirst es schon noch sehen.“

Sie zwinkerte ihm zu und ging dann weiter. Er beeilte sich, mit ihr Schritt zu halten, und führte sie dann in den Park, der die alte Burg umgab.

„Willst du dahin?“ Sie deutete zur Burg und schaute ihn fragend an, doch er grinste wieder nur. Jedoch näherten sie sich Schritt für Schritt immer mehr der Burg, die im sanften Sonnenlicht und von Bäumen und Büschen umgeben sehr romantisch wirkte. Nach einer kurzen Weile erreichten sie das alte Gemäuer, und dort in den Schatten der dicken Mauern wirkte es nun beinahe gruselig.

Sie fasste unwillkürlich nach seiner Hand, als sie die Ruinen der Burg betraten. Er drückte ihre Hand beruhigend und zog sie rasch über den verfallenen Burghof bis zu einer mächtigen Tür, die durch ein modernes Schloss und ein Schild „Betreten verboten“ gesichert war. Fragend schaute sie ihn an, doch er bedeutete ihr abzuwarten, ließ ihre Hand los und kniete vor der Türe nieder. Im unteren Bereich ließ sich ein Teil des Holzes verschieben, so dass ein Durchgang entstand, durch den ein Mann gerade so hindurch passte. Dann stand er wieder auf und trat zu ihr, küsste sie und schaute sie abschätzend an. Sie schluckte kurz und nickte dann, um ihm ihr Einverständnis zu signalisieren.

„Hier haben wir als kleine Jungs immer gespielt, du wirst sehen, es wird dir gefallen. Keine Sorge, es ist vollkommen sicher dort und es kommt selten jemand hin.“

Er deutete wie zur Erklärung auf das Schild und das darunter befindliche Schloss. „Kaum jemand kennt den Zugang“, versicherte er beruhigend. Er kramte kurz im mitgebrachten Rucksack und brachte zwei Taschenlampen und einige Streichhölzer zutage. Im Inneren sollte es wohl Fackeln geben. Er küsste sie noch einmal sanft und verschwand dann im Inneren. Sie schaute sich um. Sollte sie nun wirklich verbo­tenerweise in die versperrte Ruine folgen? Sie nahm ihren ganzen Mut zusammen und spürte, wie in ihr der Drang der Neugier wuchs. Nur wenige Augenblicke nach ihm schlüpfte sie durch das Loch in der Tür, und er verschloss den Durchgang hinter ihr. Von außen würde nun niemand sehen, dass sie hier drin waren.

„Was hast du so lange da draußen gemacht?“, wit­zelte er, ohne eine Antwort zu erwarten. Dann drückte er sie noch mal kurz zärtlich an sich und schaltete eine der Taschenlampen ein. Er reichte sie ihr und nahm sich selbst die zweite. Im Lichtschein der Taschenlampen sahen sie zunächst nur einen langen Gang, der in einer weiteren Tür endete. Als sie diese erreichten, stellten sie fest, dass diese Tür nicht verriegelt war und zu einer Treppe führte. Vorsichtig stieg sie nach ihm die Treppe hinunter, und als sich ihre Augen an das schummrige Licht gewöhnt hatten, verließ auch ihre Furcht sie fast ganz, um einer un­bändigen Neugier und unbeschreiblichen Aufregung zu weichen. Sie gelangten an das Ende der Treppe, keiner von beiden sprach ein Wort. Die Stille war fast unheimlich. Der Raum, in dem sie nun waren, roch ein wenig modrig. Es war kühl, und als er nun an die Wand trat und nach und nach die vier dort befind­lichen Fackeln entzündete, enthüllte die weichende Dunkelheit mehr und mehr die Malereien an den Wänden, welche sie in ihren Bann zogen. Sie legte Taschenlampe und Rucksack fast achtlos auf den Boden und näherte sich einer Wand, fuhr sanft mit den Fingerspitzen darüber und trat dann wieder einen Schritt zurück, um das Gesamtbild zu betrachten.

Als er von hinten seine Arme um sie schlang, erschrak sie zunächst, beruhigte sich aber schnell wie­der und lehnte sich an ihn. Er begann von hinten an ihrem Hals zu knabbern, seine Hand wanderte langsam aber zielstrebig ihren Bauch hinab und such­te sich ihren Weg in ihre Hose.

Sie schloss nun die Augen und gab sich leise seuf­zend seinen Zärtlichkeiten hin. Eingeschränkt durch den leichten Stoff der Hose, streichelte er sanft über ihren glatt rasierten Venushügel und ließ die Fingerspitzen noch ein wenig tiefer gleiten. Sie wandte den Kopf ein wenig mehr zur Seite, so dass sie ihn nun küs­sen konnte. Ihre Lippen trafen sich in einem hei­ßen Kuss, während seine zweite Hand durch ihre seidene Bluse hindurch nach ihren Brüsten fasste.

Sie genoss diese Zärtlichkeiten – dennoch trennte sie sich von ihm, um sich noch ein wenig in den Katakomben umzuschauen.

Langsam schritt sie durch den Raum. Es schien sich um einen Raum zu handeln, in dem Messen oder Ähnliches abgehalten wurden, denn im weniger beleuchteten Teil stand ein großer steinerner Altar, in dessen Seiten merkwürdige Symbole und Zeichen ein­gemeißelt waren. An den schmalen Seiten waren auch noch große metallene Ringe in den Stein eingelassen. Sie trat näher an diesen Altar heran und strich mit den Fingern über das schwere dunkelrote Tuch, welches darauf ausgebreitet lag. Es war offenbar sehr alt, an vielen Stellen schon verschlissen, aber es ließ sich dennoch die einstige Erhabenheit erahnen. Vor ihrem geistigen Auge zogen uralte Zeremonien und Rituale vorbei, und sie fröstelte leicht.

Er trat nun von der anderen Seite an den Altar heran und strich ihr über diesen hinweg über das Gesicht. Sie lächelte ihn an und trat dann um den Altar herum zu ihm, um ihn zärtlich zu küssen. Sie drückte ihren Körper an ihn und spürte die Begierde in seiner Hose anwachsen. Doch noch wollte sie diese besondere Atmosphäre hier genießen. Sie lehnte sich mit dem Po an den Altar und gab sich seinen Küssen hin, die er nun auf ihrem Gesicht und ihrem Hals verteilte. Langsam küsste er sich weiter und öffnete die oberen Knöpfe ihrer Bluse, um nun auch den Brustansatz küssen zu können. Sie lehnte sich mit geschlossenen Augen weiter zurück und genoss seine Liebko­sungen. Nach wenigen Minuten hatte er ihren Bauch­nabel erreicht, und die Bluse rutschte von ihren Schultern. Sie zog ihre Arme heraus und schlang sie dann um ihn. Während sie ihn innig küsste und ihre Zunge zärtlich seinen Mund erkundete, zog sie sich auf den Altar hoch, an dessen Kante sie nun saß, und legte ein Bein um seine Hüfte. Er drängte sich dicht an sie, und wäh­rend seine Lippen und Zunge mit den ihrigen beschäftigt waren, fuhren seine Hände über ihren Rücken. Er ertastete eine leichte Gänsehaut und war sich nicht sicher, ob es an ihm lag oder an der kühlen Luft in den Katakomben.

Vorsichtig öffnete er nun auch ihren BH und schloss dann seine warmen Hände um ihren festen Busen. Sanft knetete er ihre Brüste, zog spielerisch an ihren Brustwarzen und zwirbelte sie leicht zwischen den Fingern. Sie löste ihre Lippen von den seinen, und ein leises Stöhnen entrang sich ihr. Sanft drückte er ihren Oberkörper weiter nach hinten auf das rote Tuch und begann, ihre Brüste mit den Lippen zu verwöhnen. Sie nahm ihre Arme über den Kopf und hielt sich am Rand des Altars fest, während er nun mit der Zunge um ihre Warze spielte und mit den Zähnen sanft daran zog. Während sie leise seufzte, ließ er seine Zunge weiter wandern und fuhr mit ihr in ihren Bauchnabel. Wiederum stöhnte sie auf. Als er nun ihre Hose öffnete, wehrte sie sich nicht, doch als er ihr Becken anheben wollte, um ihr die Hose auszuziehen, richtete sie sich auf und rutschte vom Altar.

Verwirrt schaute er sie an und wollte etwas fragen, sie schloss jedoch seinen Mund mit einem weiteren lei­denschaftlichen Kuss. Als sie dann auch noch ihre Hände unter sein Shirt schob und dieses streichelnd über seinen Kopf zog, war er wieder beruhigt und drückte sich dicht an sie, um sie spüren zu lassen, wie sehr er sie wollte.

Das blieb von ihr nicht unbemerkt, und sie rieb ihr Becken an der Beule in seiner Jeans. Er stöhnte erregt auf und wühlte seine Hände in ihr weiches, dunkles Haar. Langsam fuhr er dann mit seinen Händen streichelnd über ihren Rücken und ihren Po, und ihre Hose rutschte von ihren Hüften zu Boden. Ungedul­dig ließ er ihren Slip der Hose fol­gen. Sie löste sich wieder von ihm und stieg aus der Hose. Mit den Armen stützte sie sich nun auf den Altar und streckte dabei ihren Po verführerisch ihm entgegen. Hastig entledigte er sich seiner Jeans und seiner Shorts und trat hinter sie. Mit beiden Händen umfasste er ihren Po, und sie spürte nun sein erigiertes Glied an ihre prallen Pobacken stupsen.

Noch einmal entwand sie sich ihm, setzte sich wie­der auf den Altarrand und lehnte sich weit zurück, wobei sie ihre Schenkel verlockend spreizte. Zunächst ein wenig enttäuscht, schaute er sie nun lüstern an und trat näher.

Die Feuchtigkeit ihrer Lust glitzerte im Fackelschein, und er kam nicht umhin, seine Hand auf ihren Un­terleib zu legen und mit dem Dau­men über ihre pralle Lustknospe zu streichen. Erst jetzt fiel ihm auf, dass ihre Mitte sich ihm vollkommen unverhüllt darbot. Nicht ein einziges Här­chen wuchs mehr auf ihrem Schamhügel. Mit leicht rauer Stimme flüsterte er: „Ist das deine Überra­schung?“

Sie richtete sich etwas auf und lächelte ihn an. „Gefällt es dir?“

„Oh ja, und wie“, murmelte er und fuhr fort, mit den Händen die samtweiche Haut um ihre Scham zu erkunden. Dabei fuhr er auch immer wieder massierend über ihre Knospe. Ihr Stöhnen zeigte ihm deutlich, wie sehr ihr dies gefiel, also machte er weiter, beugte sich hinab und fuhr mit der Zunge zwischen ihren blanken Schamlippen hindurch. Sie räkelte sich vol­ler Wonne auf dem Stein und krallte ihre Hände in das dunkelrote Tuch. Schließlich konnte er es nicht mehr erwarten, richtete sich auf und legte ihr seinen Penis auf den Bauch. Sie tastete mit beiden Händen danach und strich sanft darüber. Dann richtete sie sich auf und schaute ihn an. Seine Enttäuschung von vor­her war ihr nicht entgangen, und langsam schob sie sich von der Kante, um sich dann umdrehen zu kön­nen und ihm wieder ihren Po entgegenzurecken.

Erfreut setzte er zunächst einen Kuss auf ihre Po­backe, um dann endlich sein heiß pochendes Glied in ihr zu versenken. Tief spürte sie ihn in sich und hielt sich am steinernen Altar fest, während er mit kräf­tigen Stößen immer wieder in sie eindrang. Sie an den Hüften haltend, erhöhte er das Tempo seiner Stöße, während sie leise keuchte. Seine so lange zurückgehaltene Erregung entlud sich recht schnell in einem heftigen Samenerguss. Noch ein paar kräftige Stöße, und seine Lust floss in ihren Unterleib.

Als er sich aus ihr zurückzog, richtete sie sich auf, drehte sich zu ihm um und küsste ihn sanft. Er war sich bewusst, dass sie noch immer voller aufgestauter sexueller Energie war, und er war gewillt, auch ihr die ersehnte Erleichterung zu verschaffen. Also hob er sie hoch und legte sie wieder auf den Altar.

Sachte spreizte er ihre Schenkel und begann, wieder ihre Klitoris mit den Fingern und dann auch mit der Zunge zu liebkosen. Voller Lust wand sie sich auf dem Altar und spürte schon, wie ihre Erregung weiter anwuchs. Während er sie liebkoste und dabei beob­achtete, wie sich ihre Erregung deutlich auf ihrem Gesicht abzeichnete, begann auch seine eigene Erregung, sich erneut zu rühren, und sein Glied richtete sich wieder auf.

Fast verwundert schlug sie die Augen auf und schaute ihn an, als er sich nun sanft auf sie legte und dabei mit seinem Glied erneut in sie eindrang. Ihre Erregung war schon kurz vor dem Höhepunkt, und seine sanften, aber kräftigen Stöße trieben sie noch weiter an. Bald begannen die Muskeln in ihrem Unterleib, sich zusammenzuziehen, und der zusätzliche Druck auf sein Glied hinterließ auch bei ihm Spuren. Er konnte es kaum erwarten, ein weiteres Mal in ihr zum Höhepunkt zu kommen.

Auch ihr Körper war ekstatisch aufgeladen mit der Erregung und sehnte sich nach Erlösung. Sie wand sich auf dem steinernen Tisch, stöhnte und keuchte leidenschaftlich, als sie von ihrem Höhepunkt in einer heftigen Welle überschwemmt wurde.

Er genoss es zu sehen, wie sie sich fallen ließ und ihren Gefühlen hingab, und nach nur einigen wenigen weiteren Stößen suchte auch seine Anspannung sich ihren Weg, so dass er sich in ihrem vor Ekstase zuckenden Unterleib verströmte.

Zufrieden stieß er noch ein paar Mal langsamer und sanft in sie, bis auch ihre Bewegungen wieder ruhiger wurden, und legte sich dann erschöpft auf sie. Heftig ging ihr Atem, und fast im Gleichklang pochten ihre Herzen.

Sanft streichelte er ihr eine vom Schweiß feuchte Strähne aus dem Gesicht und küsste sie sanft. Sie lä­chelte ihn an und legte verliebt die Arme um ihn.

Traumhafte Busfahrt

Lisa Cohen

Sie fuhr die Strecke seit fast einem halben Jahr. Am Anfang hatte sie noch Gefallen daran gefunden, nicht selbst hinterm Steuer sitzen zu müssen, sich durch den dichten Berufsverkehr zu drängen, gerade dann, wenn man noch müde war und voller nächtlicher Phan­tasien, so wie sie seit einiger Zeit. Außerdem war sie eine Langschläferin und wurde morgens nur durch extra starken Kaffee einigermaßen aufnahmefähig. In dieser pulsierenden Stadt war es zu ihrer eigenen und der Sicherheit anderer wohl besser, dass sie sich von einem versierten Busfahrer durch die verstopften Straßen zu ihrem Arbeitsplatz bringen ließ. Die mor­gendliche Fahrt verbrachte sie also mehr oder weniger im Halbschlaf und konnte so das dichte Gedränge um sich herum noch einigermaßen ignorieren. Sie träum­te unter halb geschlossenen Lidern die Träume zu Ende, die von ihrem Wecker heute Mor­gen so abrupt unterbrochen wor­den waren. Es waren ausschließlich sexuelle Träu­me. Seitdem Mette wie­der allein war, verfolgten sie die erotischen Phan­tasien bis in den Schlaf hinein. Es war ihr schon fast zur Routine geworden, die Hände zwischen ihre Bei­ne zu legen, sich dort zu massieren und sich so in den Schlaf zu bringen …

Die Männer in ihren Phantasien waren alle ausnahmslos groß, blond und von kräftiger Statur. Ihre Körper voll erotischer Energie, ihre Glieder voll sexueller Lust. Diese Männer taten Dinge mit ihr, die sie sich im wahren Sexalltag wahrscheinlich nie getraut hätte. Die Träume legten geheime Phantasien frei, die ihr bei Tageslicht wohl eher schon peinlich gewesen wären, über die sie mit niemandem, nicht einmal mit ihrer Freundin geredet hätte. Die Träume waren ihr Ersatz für die mangelnde Liebe und feh­lende Lust in ihrem jetzigen Leben.

Sie versuchte gerade, den Faden des vergangenen nächtlichen Traums wieder aufzuneh­men, aber es gelang ihr nur mühsam. Die Fahrt war besonders holprig heute. Der Busfahrer war offensichtlich genervt und schlecht gelaunt. Ob auch er früh morgens aus erotischen Träu­men gerissen worden war? Sie musste plötzlich ki­chern. Er war schon alt und guckte immer etwas griesgrä­mig. Sie konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass er von etwas Schmut­zigem träumte – oder vielleicht taten es gerade solche Typen wie er, die tagsüber sowieso niemals die Möglichkeit haben würden, etwas nur annähernd Ähnliches zu erleben …

Nur mit Glück verpasste sie den Ausstieg an ihrer Firma nicht. Es war eher Zufall gewesen, dass sie die Augen kurz geöffnet und die vertraute Fassade noch rechtzeitig gesehen hatte.

Der Tag verlief planmäßig unspektakulär, wie fast jeder ihrer Arbeitstage.

Mit offenen Augen sponn sie den erotischen Faden des vergangenen Traums weiter. Ein Kribbeln fuhr durch ihren Körper, als sie sich ausmalte, wie der kräftige Mann sie packte, bäuchlings auf das Bett warf, ihren Rock hochschob, den Slip herunter und mit seinem mächtigen Glied in sie eindrang. Beob­achtet wurde die Szene von zwei seiner Freunde, die mit heruntergelassener Hose und erigiertem Glied rechts und links neben dem Bett standen. Sie musste die beiden ebenfalls unglaublich großen Glieder in die Hand nehmen und diese mas­sieren und oral verwöh­nen …

Sie wurde langsam geil. Sie wäre gern zu Hause ge­wesen, um sich befriedigen zu können. Mittags in der Kantine erinnerte sie sich an eine der erregendsten Vorstellungen der letzten Zeit. Sie hatte sich ausgemalt, von einem Mann während einer dieser langweiligen Busfahrten verführt worden zu sein. Das Gedränge war an diesem Tag besonders dicht, so dass sie keinen Sitzplatz bekommen hatte. Direkt vor ihr stand ein Mann, der nach kurzer Zeit seinen gewölb­ten Schritt gegen ihren Schoß drückte und seine Augen nicht von ihren Brüsten lassen konnte. Irgendwann fasste er sie an, suchte den Weg in ihren win­zigen Slip und massierte dort heftig ihre zuckende Klitoris. Binnen weniger Minuten bekam sie in dem überfüllten Bus einen Orgasmus. Als sie sich davon erholt hatte, war der Mann ausgestiegen.

Ihre Brustwarzen hatten sich aufgerichtet. Sie be­merk­te, wie ein Kollege vom Nachbartisch sie unverhohlen anstarrte. Nach dem ersten empfundenen Schreck­ genoss sie seine begehrlichen Blicke. Sie schenkte ihm ein unschuldiges Lächeln und stellte bedauernd fest, dass ihre Pause zu Ende war.

Noch über drei Stunden bis zum Feierabend. Sie musste sich zusammenreißen. Es gab genug Arbeit, die erledigt werden musste …

Endlich saß sie wieder im Bus nach Hause. Draußen wurde es bereits dunkel. Der Winter hatte die Tage fest im Griff! Es war außergewöhnlich voll an diesem frühen Abend. Ständig musste der Bus halten, warten. Sie standen ewig vor irgendeiner Ampel. Der Feierabendverkehr war katastrophal. Die Fahrt zog sich endlos lange hin. Als der Bus nach einer Haltestation wieder angefahren war, wollte sie schon fast die Au­gen schließen, als sie auf zwei neu zugestiegene Fahrgäste aufmerksam wurde. Beide männlich, groß, der eine blond, der andere dunkelhaarig. Beide waren von kräftiger Statur. Ihre Jeans saßen eng und betonten eine Männlichkeit, die ausgeprägt zu sein schien. Sie machten den Eindruck, als suchten sie etwas. Blieben unschlüssig stehen, sahen sich prüfend um, rückten dann ein Stück weiter und drängelten sich schließlich nicht gerade sanft bis zu ihr durch.

Die Männer schauten sie nicht direkt an, aber ihre Blicke schienen an Mettes Körper zu kleben. Ihr wurde zum ersten Mal warm an diesem Tag. Sie öffnete fast unbewusst ihren dicken Mantel. Darunter trug sie ein helles Wollkleid, durchgehend geknöpft. Sie zuckte wie unter einem Peitschhieb zusammen, als sie eine Hand auf ihrer Hüfte spürte. Eine Hand, die zupacken konnte.

Diese Hand fing an, ganz langsam die Konturen ihres Körpers nachzuzeichnen. Eigentlich war es nur ein Finger, der sie berührte. Der Mann, dem dieser Finger gehörte, starrte angestrengt aus dem Fenster, als wenn ihn das alles nichts anging. Ganz dicht rückte er zu ihr, und sie spürte eine erregende Ausbuchtung über ihren Bauch gleiten.

Der zweite Mann drängelte sich geschickt direkt hinter sie. Er drückte sich von hinten an sie und presste ihr sein hartes Glied in den Rücken.

Mette schloss die Augen, um intensiver zu fühlen, was da mit ihr ge­rade geschah. Die untersten Knöpfe ihres Kleides öffneten sich wie von Zauberhand. Der Bus fuhr gerade in eine enge Kurve, und sie musste ihre Beine etwas grätschen, um nicht aus dem Gleich­gewicht zu geraten. Sie dankte ihrer Eingebung am frühen Mor­gen, dass sie heute dieses Kleid, darunter Strapse und einen Slip, der im Schritt geöffnet war, angezogen hatte.

Nicht oft, aber manchmal war ihr danach, sich auch für die Arbeit etwas verrucht anzuziehen. Privat gab es zur Zeit kaum Gelegenheiten, sich schick zu ma­chen. Sie ging abends selten weg, so dass ihre schar­fen Dessous, die sie sich im Laufe ihrer letzten Beziehungen zugelegt hatte, leider im Schrank verkümmerten …

Und heute war ihr nach sexy Wäsche gewesen. Es gab ihr ein sicheres, ein gutes Gefühl. Ein leiser Ausruf der Überraschung drang an ihr Ohr.

„Ich wusste, dass du ’ne ganz Scharfe bist … So was seh ich sofort!“ Die Männerstimme war dunkel und sinnlich.

Ihre Knospen richteten sich steil auf, versuchten sich durch den dicken Wollstoff Luft zu machen. Als zwei Hände von hinten ihre Brüste umfassten, stöhnte sie leise auf. Ihre Augen öffneten sich einen winzigen Schlitz weit und musterten verstohlen die Umgebung. Die anderen Fahrgäste waren offen­sichtlich müde, angeschlagen und zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass sie wahrnahmen, was sich da mitten unter ihnen anbahnte.

Die großen Männerhände kneteten ihre Brüste, zogen an den steifen Nippeln, während sie unterhalb der Gürtellinie for­schende Finger zwischen ihren Beinen stimulierten. Mette war schnell unglaublich geil. Sie war überfällig für solche Berührungen. Ihre Hände öffneten ihren Schritt ungeduldig selbst. Halfen den stimulierenden Männerhänden, keinen Zentimeter dort in diesem sensiblen Bereich auszulassen. Sie lehn­te sich gegen den Körper hinter ihr und spreizte die Beine weiter. Die Hände, die zu diesem Körper gehörten, suchten sich irgendwie einen Weg unter den Mantel und unter das Kleid. Die eine Hand öffnete ihre Pospalte, die andere begann, an ihrem Anus zu spielen. Ein süßliches Ziehen spaltete ihre Backen. Sie beugte sich etwas nach vorn, um diesen Fingern Einlass zu gewähren. Geschickt drang erst ein, dann zwei, schließlich drei Finger in ihren Anus und mas­sierten sie dort so gewagt, dass sie entsetzt und entzückt zugleich war.

Mette spürte, wie die Innenseiten ihrer Schenkel von eigener Lust erst benetzt wurden, sich dann aber ein feines Rinnsal bildete und langsam bis zu ihren Schuhen herunterlief. Sie konnte nicht entscheiden, welcher Herkunft der nun folgende Orgasmus war. Sie presste ihren Mund in den dicken Mantelstoff, um nicht aufzustöhnen, um nicht zu schreien vor Lust.

Sie wollte weg, weg von diesen Fingern, die größte Begierde in ihr entfachten, gleichzeitig wünschte sie, festgewachsen zu sein unter diesen Händen, ausge­liefert, ihre obszönen Stimulationen weiter ertragen zu müssen …

Sie war eingekeilt zwischen den beiden Männern, de­nen sie nicht in die Augen schauen mochte. Der Bus hielt, aber anstatt dass Leute ausstiegen, wurde das Gedränge nur noch dichter. Die Finger hörten nicht auf, in ihr zu forschen, zu tasten und zu befriedigen.

Mette hielt sich an der Haltestange neben ihr fest. Ihr war schwindelig von den Lustgefühlen geworden, die ihren Körper fest im Griff hatten. Die Stimme des Mannes hinter ihr flüsterte verführerisch: „Spreiz dei­ne Beine ruhig noch etwas mehr. Dir gefällt es doch … Oder sollen wir aufhören?“

Energisch schüttelte sie den Kopf. Nein, es war zu geil, was da mit ihr passierte. Sie wollte mehr davon … Niemand schien irgendetwas von dem zu be­mer­ken, was da mitten in dem Gedränge stattfand. Mette bedauerte es fast. Sie liebte es zumindest in den Träu­men, bei ihrer Geilheit beobachtet zu werden. Aber wohl auch nur dort …

Der zweite Höhepunkt war noch lustvoller als der erste. Die Finger wussten nun schon, wie sie stimu­lieren mussten. Mette war schweißgebadet am gan­zen Körper. Die Innenseiten ihrer Schenkel waren nass, die Spalte zwischen ihren Pobacken ebenso. Ihr Herz raste, ihre Brüste bebten.

Der Bus bremste so ruckartig, dass sie erschrocken die Augen aufriss. Lautes Hupen folgte. Irritiert sah sie sich um. Sie saß am Fenster und konnte den Unfall vor ihnen sehen. Ein Auto war auf den Vorder­mann auf­gefah­ren.

Mette suchte die beiden fremden Männer, aber um sie herum saßen nur alte Leute. Ihr dicker Mantel war bis oben zugeknöpft. Ihr war heiß und die Schenkel kleb­ten aneinander. Schweiß rann ihr den Rücken he­runter … Nichts war geschehen, sie hatte geträumt. So intensiv, dass sie ihre Haltestelle verpasst hatte. Sie waren längst in irgendeiner Vorstadt gelandet.

Erschöpft und merkwürdig frustriert stieg sie bei der nächsten Haltestelle aus und wartete auf den Bus, der in die Gegenrichtung fuhr. Sie fror und fühlte sich ein bisschen einsam.

Endlich zu Hause angekommen, leg­te sie sich gleich ins Bett, versuchte sich zu befrie­digen, aber zum ersten Mal gelang es ihr nicht so wie sonst.

Als der Kollege, den sie gestern mit ihren steilen Nip­peln so schön irritiert hatte, sich zu ihr an den Tisch setzte, eindeutig Interesse signalisierend, und sie bat, mit ihr mal essen zu gehen, nahm sie die Einladung an. Es war an der Zeit, mal etwas Echtes zu erleben. Sex und Erotik ‘live’ und nicht immer nur gewünscht und geträumt …

Im Service inbegriffen

Kainas Centmy

Er unterdrückte ein Gähnen. Sein Blick schweifte kurz zur Uhr. Gleich Mitternacht. Er konnte bald schlie­ßen. Zwar hatten sie normalerweise bis 2 Uhr nachts geöffnet, aber heute, mitten in der Woche, wür­de wohl niemand mehr kommen. Und die zwei Pärchen, die vorne am Fenster saßen, würden auch nicht mehr all zu lange bleiben – so hoffte er.

Mit routinierten Bewegungen zog er die wenigen Glä­ser in der Spüle über die Bürsten, spülte sie ab und stellte sie kopfüber auf das Abtropfblech. Un­motiviert griff er nach dem Lappen und polierte un­nötigerweise die Platte am Tresen. Er hatte sie ohne­hin schon zweimal abgewischt – in Ermangelung ei­ner sinnvolleren Tätigkeit.

Er wartete noch einen Moment, bevor er die abtrop­fenden Gläser aufnahm und sie mit dem Küchentuch nachpolierte. Er hängte sie in die Metallgabeln über dem Tresen und war auch mit dieser Arbeit fertig. Nun könnten sie eigentlich gehen, schoss es ihm durch den Kopf. Kurz überschlug er das Trinkgeld, das er an diesem Abend eingenommen haben mochte, verscheuchte den Gedanken jedoch gleich wieder, da er ihn nur deprimierte. Mittwochabend. Der schlech­teste Abend der Woche. Immer schon.

Er stellte sich an die Ecke des Tresens, ließ seinen Blick durch den Raum schweifen, beobachtete diskret die Gäste, erwartete einen auffordernden Blick, eine Geste, die ihm sagen würde, dass sie noch eine Bestellung hätten – oder besser – bezahlen wollten.

Plötzlich schwang die Türe auf. Ein Paar betrat das Lokal und er registrierte es leicht verstimmt. Viel­leicht würden sie ja gehen, wenn sie sahen …

Bevor er den Gedanken zu Ende gedacht hatte, spürte er, wie sich sein Herz zusammenkrampfte und ihm die Röte ins Gesicht schoss. Er erschrak über seine Reaktion und senkte schnell den Blick hinunter zum Spülbecken. Sie war es. Oder besser: sie waren es. Die beiden, die vor – 14 Tagen? – er wusste es nicht mehr genau – bereits da gewesen waren. Sie hatten ganz hinten in der Bar gesessen – dort, wo das Licht eher diffus ist und eine Holzbalustrade das Lokal nach vorne abgrenzt. Eine lauschiger und störungsfreier Bereich, der gerne von verliebten Pärchen, aber auch anderen Gästen, die sich ungestört unter­halten wollten, aufgesucht wurde.

Sie war ihm sofort aufgefallen, und schon damals hat­te ihn ihre Erscheinung vollkommen durcheinander gebracht. Es war nicht ihre schlanke, biegsame Gestalt, nicht die endlos langen Beine, die in ihrem brei­ten Becken mündeten, oder ihre schlanke Taille, nicht die runden Schultern oder ihre vollen Brüste, die lan­gen Arme, der helle Teint, auch nicht die auffallend roten Haare. Es war etwas in ihrem Gesicht. In ihrem Blick, um ihre Lippen herum. Etwas, das er nicht zu bestimmen vermochte, ein Ausdruck von Laszivität, von ungebärdiger Sinnlichkeit, von einem Verspre­chen, einer Aufforderung, die dennoch ihre Distanz, ihre Unnahbarkeit nicht aufheben konnte.

Sie verwirrte ihn, zog ihn an und flößte ihm gleichzeitig Furcht ein. Es war diese seltsame Ruhe in ihrem Ge­sicht, diese Gewissheit, dass es nichts gab, das sich ihr entgegenstellen konnte, eine beunru­hi­gende Stär­ke – und doch meinte er auch eine seltsam verdeckte Furcht zu erkennen, ein angstvolles Verharren. Dieses Gesicht bestand aus tausend Widersprüchen und Versprechungen. Und allein schon ihre Lippen forderten ihren Tribut in einem aufwallenden Pulsieren, das sich auf peinliche Weise in seinem Schritt manifestierte.

Wie viele hübsche Mädchen, attraktive Frauen, nette Girlies liefen hier den ganzen Tag herum – und erst gegen Abend! Und doch war keine unter ihnen, die auch nur annähernd ähnliche Wallungen in ihm hervorrief.

René schüttelte sich leicht, um seine Befangenheit und Beklemmung loszuwerden. Er blickte kurz hoch, um sich zu vergewissern, ob die neuen Gäste bleiben wollten, als ihn ihr Blick kurz streifte. Ein Blick aus großen, blaugrünen Augen – Augen von einer strahlenden Intensität unter schweren Lidern, von fei­nen Bögen überwölbt. Das ovale, längliche, schma­le Gesicht, gerahmt von diesem flammenroten Haar, das die Blässe der Haut noch unterstrich – ebenso wie die roten, schmalen Lippen des fein geschwungenen, brei­ten Mundes. Eine gerade, schlanke Nase, etwas abwärts gebogen, verlieh dem Gesicht eine beinahe klassische Strenge und Klarheit – all diese Eindrücke in ihrer Summe trafen ihn wie ein Keulenhieb, und es kostete ihn Mühe, sie nicht fortwährend anzustarren.

Seine Lippen saugten sich an ihrem Mund fest, seine Hände suchten ihre Brüste, legten sich ungestüm und fordernd zwischen ihre Schenkel – sie sank zurück, bot ihm keinen Widerstand, ließ zu, ließ ihn gewähren –, während er sich beinahe die Hände am heißen Was­ser verbrühte, das er aufgedreht hatte, nur um irgendetwas zu tun, sich den Anschein zu geben zu arbei­ten.

Das heiße Wasser brachte ihn in die Wirklichkeit zurück, und hastig drehte er den Hahn zu. Er spürte, wie es sich hart und drängend in seiner Hose regte, wie der Stoff der Spannung Widerstand leistete und er ver­suchte, die ihn bedrängenden Bilder loszuwer­den. Er trat etwas von der Theke zurück, um nicht durch den äußeren Reiz des Spülschranks an seiner Hose noch mehr in Bedrängnis zu kommen.

Das Paar – René hatte den Mann kaum zur Kenntnis genommen – steuerte auf einen der Tische hinter der Holzbalustrade zu, dorthin, wo sie bereits einmal gesessen hatten, und René erinnerte sich gut an diesen Abend. Zu gut, und er hasste den Begleiter der Rothaarigen. Er hasste ihn dafür, dass er an seiner Stelle neben ihr sitzen konnte. Und nicht nur sitzen. Es waren nicht nur die Blicke gewesen, die sparsamen Ges­ten, die Küsse: es war die Hand gewesen, unter dem Tisch. Die Hand, der etwas glasige, introvertierte Blick von ihr – er hatte es wohl gesehen an diesem Abend. Er wusste nur zu gut, wo die Hand des Man­nes gelegen hatte, als er ihnen die Cocktails brachte. Und er hasste diesen Typ dafür.

Er wartete ein paar Minuten, dann ging er hin, um die Bestellung aufzunehmen. Das Paar saß auf der roten, gepolsterten Rundbank und schien die Karte zu stu­dieren. René erfasste mit einem Blick, dass die Hand des Mannes wieder an der Stelle lag, die sie schon das letzte Mal als Ruhestatt gewählt hatte. – Ruhestatt! – Blödsinn! René wusste, dass diese Hand dort alles an­dere als ruhig war!

Er beobachtete die Frau, während er nach den Wün­schen der Gäste fragte.

Der Mann sah ihn unter halb geschlossenen Augenlidern an und bestellte schläfrig eine Flasche Merlot.

Die Frau rutschte in diesem Augenblick ein wenig zur Seite, und René sah nun, was er bis zu diesem Mo­ment nur vermutet hatte. Kurz. Sehr kurz nur, und den­noch sah er genug: den hochgeschobenen Rock, die darunter sich bewegende Hand des Mannes, die offenen Schenkel …

Als wäre er auf der Flucht, drehte er sich um und stürz­­te zum Tresen. Dort angekommen, musste er erst einmal Luft holen. Dann griff er ins Regal, in dem die Rotweine lagerten, fischte eine Flasche Merlot he­raus, stellte sie auf ein Tablett, legte den Korken­zie­her bereit, fischte zwei langstielige Gläser vom Gestell und nahm das Tablett auf. Kurz wischte er sich über die Augen, versuchte sein Herzrasen ein wenig in den Griff zu bekommen und steuerte wieder auf den hinteren Teil des Lokals zu.

Mit einem kurzen Blick hatte er sich versichert, dass die anderen Gäste nicht nach ihm verlangten. Sie saßen immer noch in ihre Gespräche vertieft, mit halb vollen Gläsern.

Wieder trat er an den Tisch heran. Mit routinierten Handgriffen setzte er den Korkenzieher an die Flasche, öffnete sie mit leichtem Plopp und reichte den Korken dem Mann, dessen Hand nach wie vor an dieser unsäglichen Stelle lag, die René nun wieder in ihren Bann zog. Er musste sich voll und ganz konzentrieren, um seinen Blick nicht in diese Richtung zu lenken, sondern auf den Korken in der Hand des Mannes. Der roch kurz daran und gab den Korken mit einem kleinen Nicken an René zurück. René goss ei­nen kleinen Schluck in das Glas des Mannes, der nun, ohne mit seiner Beschäftigung unter dem Rock der Rothaarigen innezuhalten, den Wein kostete und mit einem abermaligen, kurzen Nicken sein Einverständ­nis zur Qualität des Weines gab. René füllte die bei­den Gläser, stellte die Flasche auf den Tisch und wollte sich entfernen.