Skills-Ratgeber für Borderliner und PTBS - Doreen Schmidt - E-Book

Skills-Ratgeber für Borderliner und PTBS E-Book

Doreen Schmidt

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Beschreibung

Skills-Ratgeber für Borderliner und PTBS-Betroffene. Was erwartet dich in diesem Ratgeber? Eine Klärung der Begrifflichkeiten: Skills Flashback Dissoziation Trigger Anspannung und Anspannungsgrad Skillskette Notfallkoffer Eine Sammlung von Skills verschiedenster Themen. Mein eigener Erfahrungsbericht über meine Skills. Skills sind für einen Menschen, der unter einer PTBS (posttraumatischen Belastungsstörung) leidet oder Borderliner ist, eine lebensnotwendige Angelegenheit, denn sein tägliches Befinden hängt von diesen ab. Häufig erlernt man seine Skills in einer Therapie, Literatur für Betroffene gibt es leider wenig. Deshalb beschloss ich, aus eigenen Erfahrungen über meine Skills zu schreiben, um anderen davon zu berichten und damit vielleicht auch ein Stück weit zu helfen.

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Seitenzahl: 49

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Inhaltsverzeichnis

Ein kurze Einführung

1.1. Was sind „Skills“?

1.2. Was sind „Trigger“?

1.3. Was sind „Flashbacks“?

1.4. Was sind „Dissoziationen“?

Die Anspannung und ihre verschiedenen Grade

2.1. Die Skillskette

Wie man sich den perfekten Notfallkoffer baut

3.1. Die Bedingungen, die ein Notfallkoffer erfüllen sollte

3.2. Die verschiedenen Skillskategorien

3.3. Ein Beispiel-Notfallkoffer

Skillssammlung

4.1. sich ablenken durch

4.2. Unterstützung durch andere

4.3. Gefühle ersetzen

4.4. Hirn-Flic-Flacs

4.5. sich zurückholen durch Körperempfindungen

4.6. Sich selbst beruhigen mit Hilfe der 5-Sinne

4.7. den Augenblick verändern durch

4.8. Notfallkoffer mögliche Gegenstände

Mein Notfallkoffer und meine Lieblingsskills

1. Eine kurze Einführung

„Skills“ sind für einen Menschen, der unter einer PTBS (posttraumatischen Belastungsstörung) leidet oder Borderliner ist, eine lebensnotwendige Angelegenheit, denn sein tägliches Befinden hängt von diesen ab.

Häufig erlernt man seine Skills in einer Therapie, Literatur für Betroffene gibt es leider wenig. Deshalb beschloss ich, aus eigenen Erfahrungen über meine Skills zu schreiben, um anderen davon zu berichten und damit vielleicht auch ein Stück weit zu helfen.

Neben Definitionen allgemeiner Begrifflichkeiten, wie Skill, Flashback, Trigger, Dissoziation, findet man in diesem kleinen Ratgeber auch eine große Sammlung von Skills. Am Ende werde ich dann von meinen Erfahrungen, die ich mit verschiedenen Skills gemacht habe, berichten.

Zunächst starten wir jedoch mit dem Begriff des „Skill“, denn darum dreht sich letztlich alles in diesem Buch.

1.1. Was sind Skills?

Wenn man ein Borderliner ist, eine Depression hat oder eine posttraumatische Belastungsstörung, begegnet einem in der Verhaltenstherapie sehr schnell der Begriff des „Skill“. Doch was ist ein Skill?

Hier kommt zunächst die allgemeine Definition:

Das klingt zunächst sehr abstrakt und ist es auch, deswegen kommen hier gleich ein paar Beispiele:

Joggen gehen, kann in einer hohen Anspannung sehr wirksam sein. Vielleicht ist man gerade sehr wütend und die Anstrengung durch das Laufen, baut die innere Wut ab. Langfristig gesehen ist Joggen, im Normalfall nicht schädlich, es sei denn zum Beispiel, man geht jeden Tag über zwei Stunden Joggen, um in seiner Magersucht noch mehr abzunehmen. Bei der langfristigen Situation, handelt es sich dabei also um „normale Fälle“. „Joggen“ ist daher im Normalfall ein Skill.

Weitere Beispiele für Skills sind:

Jonglieren, Schwimmen, Kreuzworträtsel lösen, Tanzen, Tagebuch schreiben usw.

Jetzt kommen wir zu einem Beispiel für einen Skill, der danach klingt, aber laut der Definition keiner ist.

Man ist in einer hohen Anspannung, gestresst und versucht seine Situation, kurzfristig durch das Rauchen einer Zigarette zu verändern. Jeder Raucher wird mir zustimmen, wenn ich behaupte, dass dies sofort wirkt und mich entspannt. Es ist jedoch kein Skill, da er langfristig der eigenen Gesundheit schadet. Dasselbe gilt für Selbstverletzung, Alkoholmissbrauch und Substanzmissbrauch. Man muss demnach immer genau schauen, ob etwas ein Skill ist und den Skill auch im Kontext betrachten (siehe das Beispiel mit der Magersucht).

Wichtig ist bei dem Begriff des Skills auch zu wissen, das jeder Mensch sie im Alltag verwendet, ob er nun krank ist oder nicht. Entweder macht er dies bewusst oder unbewusst, bei beidem mit demselben Ergebnis: Es verbessert das eigene Wohlbefinden und senkt die innere Anspannung. Hier zwei Beispiele:

Eine Frau ist als Kellnerin und Alleinerziehende beruflich und privat sehr belastet, deswegen nimmt sie sich, nachdem sie ihr Kind ins Bett gebracht hat, jeden Abend für sich Zeit und nimmt ein Wannenbad. Das entspannt ihre verspannte Muskulatur und sie kann dabei ihre Seele baumeln lassen. Ohne den Begriff des Skills zu kennen, nimmt sie ihn dabei schon längst in Anspruch.

Beim zweiten Beispiel geht es wieder um eine Verspannung. Peter ist ein klassischer Büroarbeiter und verbringt die meiste Zeit am Tag im Sitzen. Über die Jahre bekommt er immer stärkere Rückenschmerzen und geht deswegen zum Arzt. Der Arzt rät ihm, mit dem Joggen anzufangen, damit seine untere Rückenmuskulatur besser trainiert wird. Daraufhin entscheidet sich Peter bewusst für das Joggen. Er ist zwar nicht psychisch krank und macht auch keine Therapie und kennt auch den Begriff des Skills nicht, findet aber trotzdem etwas, was seine Situation kurzfristig und in diesem Fall auch langfristig verbessert. Damit wendet er einen Skill an.

Beide Beispiele sollen zeigen, dass wir in unserem Leben auch vor der Verhaltenstherapie schon Skills verwenden. Diese Feststellung ist wichtig, denn so finden wir gerade am Anfang der Therapie schneller heraus, welche Skills helfen und welche nicht. Denn natürlich hilft nicht jedem ein und derselbe Skill gleich gut. Doch will man mit seiner eigenen Skillsliste beginnen, sollte man deswegen zunächst überlegen, welche Dinge man schon anwendet, die kurzfristig gut tun und langfristig nicht schaden.

Doch dazu später mehr.

Wir wollen uns zunächst der Frage widmen, warum wir als Erkrankte diese Skills ganz besonders brauchen und was eine Suche nach funktionierenden Skills dabei rechtfertigt. Denn eines habe ich in der Therapie ziemlich früh erfahren, seine eigenen Skills herauszufinden und vor allen Dingen, welche die funktionieren, kann in einer Sisyphus-Arbeit enden.

Damit wir uns jedoch den Skills widmen können, müssen wir zunächst die Begriffe „Trigger“, „Flashback“ und „Dissoziation“ erläutern. Diese stehen im Zusammenhang mit den Skills, denn man gelangt durch diese Vorgänge in eine hohe Anspannung oder hat sie schon. Und wie wir schon wissen, wendet man Skills an, wenn man sich in einer hohen Anspannung befindet.

1.2. Was sind Trigger?