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Die Berge der hohen Tatra werden lyrisch umrissen, Echoräume geöffnet. Zahlreiche Gedichte unternehmen Ausflüge in die Natur. Das Schicksal Aleppos gerät in den Blick. Den Opfern des Bombardements von Dresden 1945 sind Zeilen gewidmet. Die türkische Machtergreifung wird scharfer Kritik unterzogen. Häusliche Gewalt und wie das Opfer dazu lächeln muss, versucht ein Gedicht auf den Punkt zu bringen. Die Unzulänglichkeiten des Alltags in einem Pflegeheim markiert einer der Autoren, wie man an seinem Lebensende in finanzielle Geiselhaft genommen wird, unwürdig einer mündigen Gesellschaft, so Profit zu schlagen aus den Gebrechen der älteren Generation. Einige Liebesgedichte finden sich im Band, die Jahreszeiten kommen vor. Gefeiert wird das vagabundische Leben, Sekt zum Frühstück, ein Blick auf die Schwächen zügelloser Lebensgier.
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Seitenzahl: 102
Veröffentlichungsjahr: 2018
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Wagemut geht der Handlung voran, Glück krönt ihr Gelingen
Demokrit
Ramona Stolle
Weißt du
Das Leben
Herbst
Lebensband
Wenn du mich lässt
Träume
Samira Schogofa
Deutschland 2017
Glaubst du?
Jenseits der Angst
Im Freien
Liebe
Ergebung
Irgendwo
Momentum
Susanne Rzymbowski
Mager die Zeiten
Mein Herz schlug wild
Elena Zardy
Ein Anfang
Meine Sehnsucht ...
Ein leises Gefühl
Auf meinen Lippen
Noch ...
Schon heut‘...
Auf dem Regenbogen
Ein Traum
Auf leisen Sohlen
Einst ...
Klaus-Dieter Boehm
ich hab heute
der Weg?
Frühling ist
ihre Linguistik
Liebe
Amseln
wenn sich dein Körper
eine Kitschorgie
deine Stimme
vielleicht
sie hatten nichts
sie kommt zum Abendessen
friseurgepflegte Damenköpfe
kein Wort
Herz
die war beleidigt
der Hafen
Zwischenraum
nächstens
Tag
Lass mich gehn
heute!
ein Lied!
erloschenes Gesicht!
über Schrebers!
werde dich nicht vergessen!
Gerhard J. Duerschke
Hohe Tatra
Hohe Tatra II
Irgenwie – irgendwann – irgendwo
Flutwellen
Erden-Sein
Mensch-Sein
Wörterwälder
Vertraue auf dein Wort
Herbstgedanken
Schatten fremder Magie
Feuersturm über Dresden
Sprache ist Sein
Norbert Rahn
Wenn die Farben stürben
Die Kette
Andrea Hallmann
Die Gedanken
Herbst
Blind
Felix Martin Gutermuth
Sekt zum Frühstück
Arztbesuch
Nachtwandler
Fieber
Was für ein Zirkus!
Alptraum
Nora
sex sells
Katerstimmung
Mit den Gejagten
New York, Berlin und die Stromkreise der Verzweiflung
Der echte Dichter
Die Villa zu Valentin
Die Dame aus der verschobenen Stadt
Erst der Anfang
Die Komik eurer Tragik
Der Klamauker
Mallorca
Katastrophe
Die Hütte auf der Farm
Überego
Die Krabbe
Blues für die Blonde & die drei Engel
Tom Eriel
Das Haus am Bahnhof
Ode an die Residenz
Die kleine Königin
Widersinn
Was Pflegeheime wirklich sind
Etikettenschwindel
Wertlos
Evelyn Clark
In der Dunkelheit der Nacht
Musik
Das bin ich
Sehnsucht der Liebe
Liebe die sie einst berührte
Für die Liebe gelebt
Isabelle Gallien
Wir reichen Euch die Hand
So ist das Leben
Sorgenfreier sonniger Sommertag am Strand
Sommermorgen
Wonnemonat Mai
Lea Sankowske
Oh du Poet
Ellen Philipp
Elfen
Winter am Meer
Gebet
Kranker Mann
Radtour
Mein Stern
Giovanna Leinung
Des Teufels Universität
Schicksal
Hoffnung oder Verzweiflung
Stagnation
Beate Loraine Bauer
T.
Germanwings Flug 4U9525
Treffzeit
WARTung
Aleppo
Fehler-Updates
Selbstbefragung
Eheschließungen für alle!
GeFLÜCHTet
Paris und danach
Marko Ferst
Danziger Notizen
Wegweiser
Spitzbergen
Kirschen
Helle Mondnacht: 60. Breitengrad
Offene Sicht
Meinungsfreiheit
Machtergreifung
Ohne Namen
Ich darf nicht denken
Flußdelta
Wege hinüber
Wolga
Immer im Herbst
Blick auf den Seddinsee
Max Schatz
Allein gegen das Milieu
Guido Woller
Verdikt der Sozialisation
Eduard Preis und M. Krüger
Klagelied eines leeren Blattes
Eduard Preis
Wasserschliere
Honigpferdkuchen I
Honigpferdkuchen II
Danke
Spreche auf so viele Arten und Weisen
Die Zuhörerin
Vorfreude
Tim Rudolph
Klebspuren der Einheit
Kraftwurzel
Autorinnen und Autoren stellen vor
Ramona Stolle
Weißt du, wie der Winter schmeckt
Der das Leben kalt verdeckt
Der die Flocken tanzen lässt
Wie auf einem Walzerfest
Hörst du, wie der Nordwind lacht
Wenn er Purzelbäume macht
Und dabei die Dämme bricht
Grenzen gibt es für ihn nicht
Spürst du, wie der Frost dich küsst
Kälte ist ihm ein Gelüst
Das er mit Elan verbreitet
Und in alle Winkel leitet
Siehst du, was im Schnee geschieht
Wie das Grün sich krümmt und biegt
Fängt sich einen Sonnenstrahl
Und gedeiht in großer Zahl
Riechst du, wie die Düfte fliegen
Sich ganz zart auf Blüten wiegen
Eis und Frost sind fortgegangen
Frühling hat nun angefangen
Ramona Stolle
Wieder ruft ein Kinderleben
Nach Gehör und frohem Streben
Möchte wachsen, spielen, lachen
Mit den Freunden Unsinn machen
Denn Kinder möchten Kinder sein
Und Lernen, leben, glücklich sein
Fehler machen und auch fallen
Aufstehen, geschützt von allen
Jedoch das Schicksal dreht nur stumm
An deren Lebensuhr herum
Und es tauscht die vielen Zahlen
Gegen Kummer, Leid und Qualen
Und eins und zwei und drei und vier
Tränen bringt dieses Leben dir
Fünf und sechs und sieben und acht
Bomben fallen in dieser Nacht
Von neun bis weit nach Mitternacht
Ist voller Angst ein Kind erwacht
Schicksal spürt, es muss sich wenden
Diesen Wahnsinn schnell beenden
Ramona Stolle
Herbststürme ziehen durch das Land
Vom höchsten Berg zur Waterkant
Sie spielen mit den Lebensträumen
Und lassen lustvoll Herzen schäumen
Sie toben wild am Meeresstrand
Und rauschen über‘s flache Land
Auf ihrem Weg gibt es kein Halten
Kein Zaum bremst die Naturgewalten
Kühn treffen sie sich dann zum Feste
Und jeder Sturm gibt kühl das Beste
Dann gibt‘s für Mensch und Tier kein ruh‘n
Denn starke Kräfte spielen nun
Es ist ein letztes Aufbegehren
Ein Letztes sich nach Jugend zehren
Bevor mit preschender Gewalt
Der Sturm als Wind im Nichts verhallt
Ramona Stolle
Ganz still sah ich die beiden gehen
am weißen Meeresstrand
Der Mann konnte sie stumm verstehen
und griff nach ihrer Hand
Sie schüttelte ihr graues Haar
und atmete tief ein
Sie schien mit sich ganz wunderbar
im Gleichgewicht zu sein
So liefen sie im selben Takt
voll sanfter Harmonie
Die Zweisamkeit glich einem Pakt
der Jahr für Jahr gedieh
Dies Lebensband berührte mich
wie eine liebe Hand
die über meine Seele strich
bis ich mich wiederfand
Ramona Stolle
Ich hätt dir gern ein Bett gebaut
aus frisch gemähtem Heu
das hätt ich reichlich dekoriert
mit Klee und Männertreu
Ich hätt die Decke angemalt
grad wie ein Sternenzelt
und hätt als süßes Schlummermahl
ein Canapé bestellt
Mit Lampions und mit Kerzenschein
hätt ich dich still bewacht
bis in der Früh der Sonnenschein
auf deinem Antlitz lacht
Ich hätt dich heut gern wachgeküsst
mit Himbeereis und Sekt
mit Schokocreme und Rock’n’Roll
hätt ich dich sanft geweckt
Ich hätt dir dann die Welt gezeigt
als wäre sie ein Fest
das alles hätt ich gern getan
wenn du mich eben lässt
Ramona Stolle
Ich hab alles aufgeschrieben
auf ein weißes Blatt Papier
Kinderträume sind geblieben
und jetzt gebe ich sie dir
Du bewertest nicht die Worte
und du lachst mich auch nicht aus
Trägst sie stumm an fremde Orte
in die weite Welt hinaus
Hoffnung lebt in jeder Zeile
die nun auf die Reise geht
Und ich schau noch eine Weile
wie der Wind die Richtung dreht
Bist am Horizont verschwunden
Kompass dreht auf Nord-Nordost
Fühl mich eng mit dir verbunden
Träume in der Flaschenpost
Samira Schogofa
Uns‘re Welt hat welke Blätter.
Wehmut wabbert und wird fetter.
Keine Erntezeit in Sicht.
Zeit der Früchte wird es nicht.
Maden schlüpfen ungestört.
Darüber ist man sehr empört.
Was soll‘n wir tun mit all den Maden,
die uns‘er teu‘ren Freiheit schaden?
Wir lassen lautlos sie gewähren.
Sie werd‘n sich gütlich in uns nähren.
Samira Schogofa
Glaubst du, die Toten reden nicht?
Sie sprechen nicht von Zuversicht.
Sie trauern um den Augenblick,
der plötzlich wurde ihr Geschick.
„Zur falschen Zeit am falschen Ort“.
„Es war ein äußerst feiger Mord“.
Und während ich so still da lieg,
denk‘ ich: wir sind ein Land im Krieg.
Samira Schogofa
Jenseits der Angst will ich die Welt ergründen.
Jenseits der Angst verfallen alle Sünden.
Jenseits der Angst verglüht mein Unbehagen.
Jenseits der Angst entziff‘re ich manche Fragen.
Jenseits der Angst spür‘ ich den Funkenfall des Nichts.
Jenseits der Angst wärmt mich die Energie des Lichts.
Jenseits der Angst fühl‘ ich mich vogelfrei.
Jenseits der Angst ist mir das Sterben einerlei.
Samira Schogofa
Ich gehe barfuß über Gras
und knabbere an bunten Kräutern.
Mein Schattenplätzchen, wo ich saß,
ist Zeichen allen Zeichendeutern.
Das Wasser aus dem Brunnen kühlt
meine leidzerfurchten Hände.
Der Schmerz, er hat mich aufgewühlt.
Ich streune weiter durch’s Gelände.
Die Sonne schließt mir sanft die Augen.
Den Wiesenduft will tief ich saugen.
Seit ich begann, mich auszureihen,
verbringe ich viel Zeit im Freien.
Samira Schogofa
Strahlend möchtest du mich sehen.
Strahlend findest du mich schön.
Strahlend reich‘ ich dir die Speisen.
Strahlend muss ich stets beweisen,
dass ich deiner würdig bin.
Strahlen ist mein Lebenssinn.
Strahlend zeig‘ ich, dass ich tauge,
und kaschier‘ mein blaues Auge.
Samira Schogofa
Schwer von Regen
taumeln die welken Blätter
zur Erde.
Im fahlen Licht
wirkt der kahle Ast
unrettbar
in der Kapitulation
kauernd.
War’s das?
Samira Schogofa
Irgendwo bleibt eine Heimlichkeit.
Etwas, das unerreichbar bleibt.
Ist’s Suche nach Geborgenheit?
Ist’s, weil dir niemand Briefe schreibt?
An Tagen, denen Farbe fehlt,
dich immer wieder Sehnsucht quält.
So manche Blicke himmelwärts
versetzen dir ‘nen Stich ins Herz.
Tiefes Verlangen in dir loht.
Wer gar nicht sehnt, ist lang schon tot.
Samira Schogofa
Ich muss den Kanal aus dem Tagebuch wringen.
Dabei wollt‘ ich nur über Grenzen springen.
Lichthungrig hat mir die Seele gebebt.
Feuerrot lodernd habe ich überlebt.
Hab‘ von Vergänglichkeit getrunken.
Bin in den Funken fast versunken.
Ich will, dass nun mein Leben läuft
und dass fortan der Tod ersäuft.
Susanne Rzymbowski
Mager die Zeiten
die zu Zukunft gemacht
im Steckfeld aus Ansicht
im Kalender von Begier
die kennt keinen Tag nicht
noch Stunde des Seins
so rasselt das Uhrwerk
nur noch zum Schein
ohn Fenster aus Rücksicht
ohn Jetzt oder Hier
auf immer verloren
Verhältnis von dir, mir und wir
Susanne Rzymbowski
Mein Herz schlug wild
im Heiss der Nacht
im Fieber aus Gedanken
und schuf ein Meer
aus Perlen mir
auf eine glatte Haut
nun glitzerts hell
bis in den Tag
als Herzblatt eines Selbst
Elena Zardy
Sternenstaub benetzt die Hände
zartes Klingen überall
Ein Schmetterling fliegt sehr behende
streift uns kurz einmal
Leichtes Ziehen auch im Magen
heimlich schaue ich dich an
möchte dir sovieles sagen
frag mich, ob ich es wagen kann
Flügelschlagend fliegt er weiter
setzt sich zart und leicht zu uns
und ich staune, dass er seither
nicht eine Pause nimmt
Die Zeit bleibt steh‘n,
die sonst verrinnt
Elena Zardy
Meine Sehnsucht kannte keine Worte
sie war so klar wie mein Verstand
Sie war von dieser Sorte,
die nicht einmal ich selbst verstand
und ich zeig‘ dir meine Wunden,
dass du sie heilen magst
hab‘ keine dieser überwunden,
wenn du mich nach der Liebe fragst
Elena Zardy
Deine Stimme klang mir im Ohr,
als ich deinen Namen rief,
als jedes leise Gefühl in mir
noch in meinem Herzen schlief
Deine Stimme lehnte sich an meine Haut,
als ich deine Lippen streifte
dein Geruch war mir schon sehr vertraut,
als in mir ein Sehnen reifte
Deine Stimme hüllte mich in Liebe ein,
als ich nach deinen Händen griff
und als ich deinen Namen rief,
als jedes leise Gefühl in mir
noch in meinem Herzen schlief
Elena Zardy
Auf meinen Lippen
trage ich Worte,
die dich wortlos erreichen
und meine Sehnsucht
weht wie ein leichter Wind
über deine Schulter
Ganz sacht nur
berührt dich mein leiser Atemzug
und meine hungrigen Lippen
formen deinen Namen
Elena Zardy
Noch stillst du mich
mit deiner Sehnsucht
noch leuchten alle Sterne hell
noch tanzt du mit mir
um die Häuser
noch finden sich die Gesten schnell
Noch schmecken deine Küsse zärtlich
noch liebst du
wie für mich bestellt
noch suchst du nicht nach neuen Worten
versprichst nichts,
was nicht ewig hält
noch find‚ ich dich an allen Orten
und spür‘, wie unsere Liebe hält
Elena Zardy
