Social Bettwork - Jonas Grünanger - E-Book

Social Bettwork E-Book

Jonas Grünanger

3,9

Beschreibung

Wie stellen Sie sich das perfekte erste Date vor? Völlig breit in einem Coffeeshop in Amsterdam? SM-Angebote in Zürich? Oder die Enttarnung der Verabredung als Escort-Dame? Nicht? Jonas Grünanger auch nicht – dennoch hat er all das hinter sich! Mithilfe der modernen Technik begibt sich der Reporter für dieses Buch auf eine ganz besondere Reise: Mit Dating-Apps wie Tinder oder Lovoo lässt er sich paarungswillige Singles aus der Umgebung auf dem Mobiltelefon ganz einfach anzeigen. Von Hamburg über Leipzig bis München, von Istanbul bis Stockholm bereist er Europas Metropolen, um vor allem eines zu tun: attraktive Frauen aufspüren und daten, was das Zeug hält! Entstanden ist ein äußerst unterhaltsamer Erfahrungsbericht mit vielen Tipps und Tricks aus einer Zeit, in der uns nur noch ein paar Klicks von einem Date, einer heißen Nacht oder dem Traumpartner fürs Leben trennen.

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Seitenzahl: 309

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.de abrufbar.
Für Fragen und Anregungen:
[email protected]
1. Auflage 2015
© 2015 by riva Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH
Nymphenburger Straße 86
D-80636 München
Tel.: 089 651285-0
Fax: 089 652096
Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
Redaktion: Petra Holzmann
Umschlaggestaltung: Kristin Hoffmann
Umschlagabbildung: unter Verwendung von iStockphoto
Abbildungen Innenteil: Katrin Cremer, in Zusammenarbeit mit Kai Bergold und Gordon Märzke, unter Verwendung von Fotolia
Satz und E-Book: Daniel Förster, Belgern
ISBN Print 978-3-86883-699-8
ISBN E-Book (PDF) 978-3-86413-949-9
ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-86413-950-5
Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter
www.rivaverlag.de

Inhalt

Vorwort
Vorspiel
Deutschland
Stuttgart
Frankfurt
Hamburg
Köln
Berlin
Hannover
Leipzig
München
Zwischenphase
Europa
Paris
Amsterdam
Wien
Bukarest
Zürich
Stockholm
Istanbul
Tel Aviv
Nachwort
Danksagung

Vorwort

Es regnet in Strömen als ich im norwegischen Bergen lande.

Ich soll über einen UFO-Kongress berichten. Unter den Gästen sind sogar eine Frau, die behauptet, von der Venus zu kommen, und ein Mann, der angeblich auf Alpha Ceti geboren wurde. Der größte anzunehmende Wahnsinn trifft hier geballt aufeinander. Und ich bin mittendrin. Ich habe noch eine Nacht, bevor es losgeht. Mein Kameramann kommt erst am nächsten Morgen. Sonst kenne ich niemanden in Bergen. Aber das lässt sich ändern – ich hab ja Tinder. Im Bus, der mich zum Hotel bringt, öffne ich die App und nach knapp zwei Stunden habe ich mein erstes Date. Ich werde mich mit einer Doktorin der Medizin treffen, die grade in Bergen zusätzlich in Philosophie promoviert. Da erwartet mich augenscheinlich ein ziemlich intellektueller Abend. Doch was das Ganze besonders spannend macht: Sie kommt aus dem Sudan. Ich habe noch niemanden kennengelernt, der von dort kommt, und ich weiß auch nicht allzu viel über das Land.

Es wird eine wirklich tolle Nacht. Obwohl meine Begleitung eigentlich gläubige Muslima ist, erweist sie sich am Glas als äußerst erfahren. Wir diskutieren über den Darfour-Konflikt, die Teilung des Sudans, über die ISIS, Unterschiede zwischen Christentum und Islam, und ganz viel über internationale Trinkkultur. Unser Date ist wirklich spannend. Und auf normalem Wege hätte ich diese faszinierende Persönlichkeit niemals kennengelernt. Eine App hat es möglich gemacht.

Ein paar Tage später berichte ich zwei Kolleginnen von meinem Erlebnis.

Die eine erzählt mir sofort begeistert von den Online-Dating-Erleb­nissen ihrer Freundinnen. Eine von ihnen traf einen Strumpfhosen-­Schweiß-Fetischisten, die andere, nach monatelanger Kommunikation, ihren vermeintlichen Traumtypen. Wie sich dann vor Ort herausstellte, war er weder 28 Jahre alt noch muskulöser Sportler, sondern ein 41-jähriger Rollstuhlfahrer, der keine andere Möglichkeit mehr sah, als eine Legende zu erfinden, um sich mit tollen Frauen zu treffen. Sie schildert eine herzzerreißende Geschichte.

Im Scherz raten mir meine beiden Kolleginnen, »doch eine Serie daraus« zu machen und meine Tinder-Erlebnisse aufzuschreiben. Und so ist es dann auch wirklich gekommen. Anfang des Jahres 2015 erschien eine neunteilige Online-Reihe über meine Erfahrungen mit Tinder in Deutschland. Die meisten Menschen, mit denen ich darüber diskutiert habe, schätzten Tinder als reine Sex-App ein. Ich entgegne in der Regel, dass das jeder selber entscheiden kann. Ich habe mittlerweile einige Pärchen getroffen, die sich so kennen- und lieben gelernt haben.

Ich würde dieses Buch gerne meinen Eltern widmen. Dennoch fürchte ich, dass sie schon massiv enttäuscht sein werden, wenn sie erfahren, was ihr Sohn so mit seinem Leben anstellt: durch die Welt reisen und Frauen daten. Hätte er doch besser Jura studiert!

Um zu verhindern, dass die handelnden Personen identifiziert werden können, habe ich die Frauen, die ich getroffen habe, optisch verändert, ihnen andere Berufe gegeben oder sie manchmal in andere Städte versetzt. Ansonsten habe ich mich an die Wahrheit gehalten. Alle Geschichten sind tatsächlich passiert. Solltest du dich in diesem Buch dennoch wiedererkennen, dann wirst du wahrscheinlich enttäuscht von mir sein. Ich möchte mich dafür entschuldigen, dass ich den wahren Grund meiner Treffen mit dir verschleiert habe.

Dieses Buch soll zum einen als kleiner Helfer durch das Dating-Dickicht dienen und zum anderen einfach nur eine unterhaltsame anekdotische Abhandlung über die Kultur und Kunst der Partnersuche im zweiten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends sein. Ein Buch über die sonderbaren und einzigartigen Begebenheiten und Schwierigkeiten des Online-­Datings.

Vorspiel

Erst Trennung, dann Tinder

»Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.

Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben.«

Herbsttag, Rainer Maria Rilke

Der olle Rilke hat das Singleleben viel zu düster gesehen. Er sagt, wer im Herbst und Winter keinen Partner habe, der müsse sich bis zum Frühling gedulden und irgendwie die Zeit totschlagen. Blödsinn, sagt der moderne Single, Rilke kannte nur kein Internet und Rainer Maria hatte vor allem eines nicht: Tinder. Damit funktioniert die Partnersuche auch in der dunklen Jahreszeit.

Tinder entwickelte sich rasend schnell zur beliebtesten Dating-App. Das liegt daran, dass es wahnsinnig einfach zu bedienen ist und vor allem: Es ist kostenlos! (War es zumindest bis zum Zeitpunkt des Entstehens des ersten Textes hier im Buch.)

Genutzt wird die App auf der ganzen Welt: in Europa, Amerika, Asien, Australien, Afrika. Sogar in Bürgerkriegsgebieten, wie Kollegen berichten. Ein Freund, der bei einem Fernsehsender arbeitet, nutzte die App an der türkischen Grenze, direkt vor Kobane, als die Schlacht gegen die Terrorbande ISIS mitten im Gange war.

Wie irre ist das denn? Er steht da also auf türkischem Gebiet auf einem Hügel, und während er die Einschläge der alliierten Bomben und Raketen in der Stadt gegenüber beobachtet, sondiert er die Singles der Gegend per Handy. Vielleicht muss man als Kriegsreporter genau so etwas tun. Sich ablenken von all dem Schrecken und Elend um einen herum. So denken scheinbar einige Menschen, die täglich der Gefahr, gar dem Tod ausgesetzt sind. Selbst im Krieg stirbt das Begehren nicht. Mein Kollege hatte zumindest kurzfristig Erfolg. Er datete eine junge Frau, die für Ärzte ohne Grenzen an der Grenze zu Syrien arbeitete. Sie traf er allerdings nur kurz, denn die Medizinerin entschuldigte sich quasi dafür, dass sie gerade nicht mit ihm die Nacht verbringen könne, da sie seit zwei Tagen so etwas wie einen neuen Freund habe. Den hat sie natürlich über Tinder kennengelernt. Liebe zu Zeiten des Krieges. Kann ganz schnell gehen. Der abgedroschene Spruch »Lebe den Tag« bekommt eine besondere Bedeutung, wenn jeder Tag wirklich der letzte sein könnte.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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