Sonntagsessen - Zeit online - E-Book

Sonntagsessen E-Book

ZEIT ONLINE

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19,99 €

Beschreibung

Endlich Wochenende! Das heißt: endlich Freizeit. Doch während man am Samstag des Öfteren noch unliebsame Haushaltsaufgaben erledigt, für die man im Arbeitsalltag keine Zeit findet, ist der Sonntag der Tag für die schönen Dinge im Leben: für Familie, für Freund*innen, für ausgedehnte Spaziergänge, für einen gemütlichen Nachmittag auf der Couch, und vor allem für gutes Essen. Egal, ob Frühstück, Brunch, Mittagessen, Nachmittagskaffee oder Dinner, mit Fleisch, Fisch, vegetarisch oder gar vegan, jede*r gestaltet seinen/ihren Sonntag individuell. In diesem Buch sind die besten Rezepte internationaler Foodblogger*innen aus der ZEIT-ONLINE-Kolumne "Sonntagsessen" zusammengefasst und nach Tageszeiten gegliedert. Mach den Sonntag zu Deinem schönsten Tag der Woche!

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

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Seitenzahl: 175

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Inhalt

Vorwort

Frühstück

Der perfekte Start in den Tag ist für jede und jeden ein anderer. Ein leckeres Frühstück ist aber am Sonntag in jedem Fall ein guter Anfang. Egal ob Bowl, Müsli, Toast oder Brot mit Aufstrich, hier gibt es kreative Ideen, wie der Sonntagmorgen zu etwas ganz Besonderem wird.

Brunch

In den Tag hineinleben ist ein Luxus, den man sich vor allem am Wochenende gönnen kann – und wie ginge das besser als mit einem ausgedehnten Brunch. Mit Pancakes, Milchreis, Bruschetta oder Shakshuka kann man nicht nur sich selbst, sondern auch seinen Lieben eine Freude machen. Warum also nicht mal die Freunde und Freundinnen zu einem Sonntagsbrunch einladen?

Mittagessen

Am Sonntag ist endlich Zeit für ein ausgedehntes Mittagessen. Festliche Rezepte für Knödel, Fleisch, Pasta und Gemüse in verschiedensten Variationen regen dazu an, sich in der Küche einmal richtig auszutoben und alle vorhandenen Gourmetregister zu ziehen.

Nachmittagskaffee

Die einen sprechen von Kaffeeklatsch, die anderen von Tea Time, wieder andere von einer süßen Auszeit. Fest steht: Zu einem perfekten Sonntag gehören eine Tasse Kaffee oder Tee und Kuchen, Tartes, Strudel oder Gebäck, die hier ganz unterschiedlich präsentiert werden.

Dinner

Wie könnte der Sonntag besser ausklingen als mit einem liebevoll zubereiteten Abendessen? Ob mit der Familie, dem Partner, der Partnerin oder auch ganz für sich allein spielt dabei gar keine Rolle. Hauptsache, das Essen kommt mit Liebe auf den Tisch – und das geht mit Suppe oder Curry, Salat oder Quiche.

Dessert

So süß kann der Sonntag sein. Als Abschluss eines festlichen Menüs oder auch als kleines Zuckerl für zwischendurch, diese Desserts sind zum Genießen gemacht und feiern unabhängig von der Tageszeit die süßen Seiten des Lebens. Ob Eis oder veganes Tiramisu, Panna Cotta oder Crème Brûlée – mehr braucht es nicht für ein Happy End.

Vegetarisch

Vegan

Fisch

Fleisch/Gelatine

Vorwort

Ein Blick auf die Spiegel-Bestsellerliste im Mai 2021, Unterkategorie Essen und Trinken: Auf den ersten zwanzig Plätzen taucht einmal das Thema breifrei auf, zweimal das Thema Grillen, zweimal Jamie Oliver und drei Mal der Salzzitronen-Papst Ottolenghi. Gleichauf mit ihm liegt Lutz Geißler. Zu schreiben begonnen hat der gelernte Geologe 2009, und zwar auf seinem Plötzblog. Heute ist er eine Sauerteiginstanz und Beweis dafür, dass viele Deutsche gern selbst Hand anlegen beim Weltkulturerbe Brot. Vom Foodblogger zum Bestsellerautor? Das Beispiel Geißler zeigt, dass das geht.

Im Dezember 2019 war Geißler beim Sonntagsessen dabei, mit einem Rezept für Dinkel-Franzbrötchen. Seit beinahe zehn Jahren gibt es diese Rubrik bei ZEIT ONLINE, als Ergänzung zu Elisabeth Raethers beliebter Rezeptkolumne Wochenmarkt. Die Idee war und ist, spannende Foodblogs aus aller Welt vorzustellen. Appetit machte schon der erste, am 29. Januar 2012auf dem „Heiter bis glücklich“-Blog des ZEITmagazins erschienene Eintrag zu Smitten Kitchen: „Deb kocht in New York in ihrer winzigen Küche Rosenkohl mit Pancetta und legt Zuckerschoten in Essig ein.“ Damals noch kurz und knapp, ohne konkretes Menü. Nach 111 Folgen wurde daraus das Sonntagsessen in seiner heutigen Form, ein eigenständiger Artikel bei ZEIT ONLINE. Anstatt lediglich auf lesenswerte Blogs zu verlinken, stellten deren Betreiberinnen und Betreiber ein exklusives Menü zusammen. Mal handelte es sich um eine klassische Abfolge von Nachos über Neapolitanische Pizza bis Naked Cake, mal drehten sich die Rezepte um eine bestimmte Zutat wie Rote Bete. Oft standen auch einfach fünf köstliche Teller im Family Style auf dem digitalen Tisch, von denen sich alle Gäste gleichzeitig bedienen. So wie in der ersten Folge, einem griechischen Brunch mit Rezepten für Spargelsalat, knusprige Riesenbohnen und Sardinenkuchen (!). Deren Autorin war Inga Krieger, die heute übrigens gemeinsam mit ihrem Partner ein Restaurant in Berlin-Wedding betreibt.

Von ihr habe ich das Format 2016 übernommen. Über die Jahre gab es einige Veränderungen: So werden inzwischen nicht mehr alle fünf Rezepte eines Menüs ausformuliert, sondern nur noch eines, dafür mit exakten Mengenangaben, Arbeitszeit und -aufwand. Mehr noch als früher liegt der Fokus auf Saisonalität, spielen Themen wie Nachhaltigkeit und alternative Ernährungsformen, insbesondere Veganismus, eine Rolle. Und Diversität: Blogs mit türkischen, syrischen oder polnischen Rezepten kommen bei der Leserschaft stets gut an.

Viele der Blogs finde ich durch Instagram oder, ganz oldschool, die Googlesuche, andere aber auch durch einen persönlichen Kontakt. Mit Fabian Dietrich von About Fuel etwa habe ich mir in einem Berliner Hinterhof Apple Crumble geteilt. Aus manchen Kontakten haben sich Abendesseneinladungen in fremden Städten ergeben, aus anderen vegane Pizzadinner im Nachbarkiez. Mit einigen Bloggerinnen und Bloggern bin ich bis heute in Kontakt und verfolge staunend ihren Weg, so etwa bei Steffen Sinzinger von der Berliner Speisemeisterei, der 2020 einen veganen Lieferservice auf die Beine stellte, die tausend verschiedenen Projekte des Italocuisine-Papsts Claudio Del Principe oder jene der veganen Aktivistin Sophia Hoffmann, Autorin von mittlerweile vier Büchern, die einem möglicherweise hinter dem Tresen eines Berliner Kiezcafés begegnet.

Manchmal wundere ich mich selbst, dass mir nach all den Jahren nicht das Material ausgeht. Noch immer gründen sich neue digitale Rezeptsammlungen, immer öfter jedoch in Form von Instagram-Accounts statt Blogs. Nach längerer Überlegung haben die Redaktion und ich uns entschieden, auch diese beim Sonntagsessen zu berücksichtigen– zum Glück, wie das Beispiel von felicitas_kocht beweist.

Und die Welt bleibt nicht stehen. Insbesondere die Generation Z nutzt vermehrt TikTok, dessen lebendige Foodszene so manch etablierte Kritikerin in Staunen versetzt. In gerade mal sechzig Sekunden gehen jetzt schon ikonische Rezepte um die Welt, von Pizza Babka bis Baked Feta Pasta. Dabei sind viele dieser Rezepte weniger zum Nachkochen gedacht als zur Unterhaltung– anders, als das hoffentlich beim Sonntagsessen der Fall ist. Dafür sprechen die regen Diskussionen der ZEIT ONLINE-Leserinnen und -Leser unter den jeweiligen Beiträgen, denen falsche Mengenangaben ebenso wenig entgehen wie schwer erhältliche Zutaten. Dafür sprechen auch meine eigene Erfahrung und die vielen Rückmeldungen von Freundinnen und Bekannten, die begeistert erzählen, wie ihnen zum ersten Mal ein Spargelrisotto oder ein Seitanburger gelang. Ab und zu kommt das Missverständnis auf, ich sei die Urheberin der jeweiligen Rezepte. Um Himmels willen, nein! Zwar koche und backe ich recht gern, aber keinesfalls auf dem Niveau jener Bloggerinnen und Blogger, die das ZEIT ONLINE-Archiv mit so vielen köstlichen Rezepten füllen. Ideen für neue Gerichte entwickeln, sie kochen und fotografisch ins rechte Licht rücken, das ist so viel mehr als eine Sonntagsbeschäftigung, für manche sogar ein Vollzeitjob.

Das Sonntagsessen ist auch dazu da, diese Leistung zu würdigen. Dass es jetzt als Buch erscheint, empfinde ich als großes Glück– weil es immer schön ist, wenn die digitale in die analoge Welt hineinwirkt. Im besten Fall entsteht dann nicht nur Lesegenuss, sondern auch ein selbst gebackenes Dinkel-Franzbrötchen.

Eva Biringer

Autorin der Serie Sonntagsessen

Frühstück

Naturally Goodwww.naturallygood.de

Overnight Oats mit Pflaumenkompott

Adaeze Wolfs Vater stammt aus Nigeria. Dort ist es üblich, herzhafte Eintöpfe mit Zimt zu verfeinern. Nicht nur verleiht dieser jedem Gericht eine aufregende Note, sondern funktioniert zudem als natürliches Süßmittel und regt den Stoffwechsel an. Mit ihrem Mann, zwei Kindern und einem Hund lebt Wolf in der Nähe von Heidelberg. Zu ihren Vorbildern zählen Sterneköche wie Tim Raue und Christian Jürgens ebenso wie ihre in einem nigerianischen Dorf lebende Tante. Nachdem sie einige Jahre im Marketing gearbeitet hatte, machte Wolf eine Ausbildung zur ganzheitlichen Ernährungsberaterin und gründete 2015 ihren Blog Naturally Good. Wie der Name schon sagt, achtet sie auf unverarbeitete Zutaten, die möglichst saisonal sein sollen. Zurück zum Zimt: Der passt auch gut zur mitteleuropäischen Herbstfrucht schlechthin, der Pflaume, die ursprünglich aus Asien nach Griechenland gelangte. Zusammen mit Reissirup wird daraus ein angenehm säuerliches Pflaumenkompott. Das wiederum macht sich gut in Overnight Oats, also über Nacht eingeweichten Flocken – Wolf schlägt als Alternative zu Hafer Buchweizen vor –, die am nächsten Morgen mit Naturjoghurt und Nüssen gemischt werden.

PORTIONEN: 2 | ZUBEREITUNG: 10 Min., Quellzeit über Nacht

Zutaten:

45 g Buchweizen- oder Haferflocken

1 EL Kürbiskerne

1 EL Sonnenblumenkerne

1 EL Cashewkerne

1 EL Chia- oder Leinsamen

½ TL Vanillepulver

250 ml Pflanzendrink oder Wasser

200 g Pflaumen

1 EL Reissirup

1 TL Zimtpulver

2 EL Naturjoghurt

Zubereitung:

•Die Buchweizen- oder Haferflocken mit Kürbis-, Sonnenblumen- sowie Cashewkernen, Chia- oder Leinsamen und Vanillepulver in eine Schüssel geben. Mit Pflanzendrink oder Wasser bedecken und über Nacht quellen lassen.

•Die Pflaumen waschen, entsteinen, vierteln und in einen Topf geben. Reissirup und Zimt dazugeben und 5 bis 6 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

•Die Müslimischung abwechselnd mit Naturjoghurt und Pflaumenkompott in zwei Gläser schichten. Nach Belieben mit Nüssen und weiteren Früchten garnieren.

nutsandblueberrieswww.nutsandblueberries.de

Grüne Smoothie-Bowl

„Wir sollten viel respektvoller mit Tieren umgehen.“ Für Janine Hegendorf ist eine vegetarische Ernährung kein Lifestyle-Accessoire, sondern eine Lebenseinstellung. Regelmäßig reist sie nach Afrika, wo sie eine Patenschaft für den Geparden Kiki übernommen hat. Sie engagiert sich bei Tierschutzorganisationen, spendet Geld für PETA und baut ihre Tierliebe auf die sinnvollste Art und Weise in ihren Alltag ein – indem sie auf Fleisch verzichtet. Das war nicht immer so. Aufgewachsen ist sie mit typisch deutscher Hausmannskost, viel Kartoffeln, viel Fleisch. Wovon sie sich heute ernährt, das postet sie auf ihrem Blog nutsandblueberries. Gemeinsam mit ihrem Mann und drei Katzen lebt sie in einem kleinen Dorf am Niederrhein, in einem Holzhaus mit Blick auf Wälder, Felder und einem eigenen Garten. Hegendorfs Freizeit ist geprägt von Yoga, Meditation und Spaziergängen. Sich für den Tierschutz zu engagieren hält sie für eine Pflicht, jedenfalls für sich selbst. Ausreden lässt sie nicht gelten. „Jeder kann doch einen kleinen Beitrag leisten. Vegetarische Gerichte gibt es überall. Selbst wenn ich zur Safari nach Afrika fahre, finde ich etwas Leckeres, obwohl die Küche dort sehr fleischlastig ist.“ 

PORTIONEN: 1 | ZUBEREITUNG: 10 Min.

Zutaten:

250 ml Mandeldrink (oder einen anderen Pflanzendrink)

1 tiefgefrorene Banane

2 Datteln (entsteint)

1 Handvoll Spinatblätter

einige Löwenzahnblätter (optional)

Kokosflocken

frische Heidelbeeren

Mandelmus

Zubereitung:

•Den Mandeldrink mit Banane, Datteln und gewaschenen Spinatblättern in den Mixer geben und alles zu einem cremigen Smoothie pürieren.

•Den Smoothie in ein Schälchen geben, nach Belieben Kokosflocken, Heidelbeeren und Mandelmus daraufgeben.

Madam Rote Rübewww.madamroteruebe.de

Kartoffel-Vollkorn-Topfbrot mit Haferflocken

Lang vorbei sind die Zeiten, in denen Hafer für faden Frühstücksschleim stand. Heute sind Haferdrinks eine ernsthafte Alternative zu Kuhmilch und Porridge ist geradezu ein Internetstar. Kein Wunder, schließlich enthalten Haferflocken reichlich Eiweiß, ungesättigte Fettsäuren und Ballaststoffe, was sich positiv auf den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel auswirkt. Abgesehen davon kommt das Sprichwort „den hat der Hafer gestochen“ nicht von ungefähr: Hafer macht fit. Dem stimmt auch Sigrid Schimetzky, Betreiberin des Foodblogs Madam Rote Rübe, zu: „Er ist nicht nur gesund, sondern auch lange sättigend, leicht bekömmlich und ruckzuck zubereitet.“ Ihr Kartoffel-Vollkorn-Topfbrot mit Haferflocken ist der perfekte Start in einen energiegeladenen Sonntag. Schimetzky, gelernte Hauswirtschaftsmeisterin, heute Kochbuchautorin und Bloggerin, lebt in Altenkirchen, einem kleinen Dorf im westpfälzischen Kohlbachtal. Neben Spezialitäten wie salzige Dampfnudeln oder Pfälzer Schales spielt für sie aber vor allem die Vollwertküche eine zentrale Rolle. Auf die Frage nach ihrem Lieblingsessen antwortet sie allerdings mit etwas denkbar Einfachem: Haferbrei mit Apfelmus und einer Prise Zimt. 

PORTIONEN: für 1 ofenfesten Topf (20 cm Ø und 12 cm Höhe)

ZUBEREITUNG: 14 Std. 30 Min.–15 Std., davon 3 Std. Stockgare, 10 Std. Stückgare, 1 Std. Backzeit

Zutaten:

Für den Teig:

175 g Pellkartoffeln (vom Vortag)

400 g Weizenvollkornmehl

50 g Haferflocken

4 g frische Hefe

100 g gekühltes Lievito madre (festes Weizen-Anstellgut oder 4 g Frischhefe zusätzlich; siehe Tipp)

150 g Magerquark

250–300 g Wasser oder Wasserkefir

14 g Meersalz

20 g milder Honig

Außerdem:

Mehl zum Bestäuben des Gärkorbs

2 EL Haferflocken

Zubereitung:

•Die Pellkartoffeln schälen und fein reiben. Alle Zutaten für den Teig vermischen und mindestens 10 Minuten durchkneten. Je nach Feuchtigkeitsgehalt der Kartoffeln die Wassermenge anpassen. Es soll ein weicher Teig sein, der sich jedoch noch vom Schüsselrand löst.

•Den Teig bei Zimmertemperatur zugedeckt etwa 3 Stunden stehen lassen, um den Gärvorgang zu aktivieren. Dabei 3-mal jeweils nach 1 Stunde falten und dehnen. Durch mehrfache Dehnung und Faltung während der ersten Gare bekommt der Teig mehr Struktur und Straffheit.

•Beim dritten Mal den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche sanft dehnen und falten, dafür von allen Seiten den Teig hochziehen und zur Mitte hin falten. Den Teigling umdrehen und mit den Händen rund formen, drehend wird er seitlich zur Unterfläche hin leicht nach innen zu einer runden Form gedrückt. Dadurch erhält er eine gute Oberflächenspannung. In einen reichlich bemehlten und mit Haferflocken ausgestreuten Gärkorb mit dem Schluss nach unten legen. Locker in einen Plastikbeutel schieben und diesen verschließen. 10 Stunden in den Kühlschrank stellen.

•Den Backofen auf 250 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen und einen backofengeeigneten Topf mit Deckel 45 Minuten mit erhitzen. Der Topf muss für das Backen nicht extra eingefettet werden.

•Den heißen Topf herausholen, den Deckel abnehmen. Der Teigling wird nun sehr vorsichtig direkt aus dem Gärkorb aus dem Kühlschrank heraus in den sehr heißen Topf gestürzt. Jetzt ist der Schluss oben, damit der Teigling aufreißt. Wenn der Teigling schief hineinrutscht, ist das nicht schlimm.

•Den Deckel wieder auf den Topf geben und diesen in den mittleren Bereich des Backofens stellen. 15 Minuten backen, dann die Temperatur auf 200 °C herunterschalten und nochmals 45 Minuten backen.

•Das Brot vorsichtig auf ein Kuchengitter stürzen, umdrehen und abkühlen lassen.

TIPP:

Diese Brot funktioniert auch ohne Anstellgut: Einfach durch 4 g Frischhefe ersetzen und das Brot mit insgesamt 8 g Hefe backen.

Frau Zuckersteinwww.frauzuckerstein.de

Honigbutter und Tomatenbutter

Als Erzieherin ist Tanja Gehringer geübt im Umgang mit kindlichem Ehrgeiz in der Küche. Ihre zwei Söhne dürfen nicht nur Kuchenwünsche äußern, sondern auch Eigenkreationen verwirklichen, selbst wenn dabei „Kekse zerbröseln und Cupcakefrostings zerfließen“. Herr Gehringer übernimmt derweil die Rolle des Verkosters. „Wir sind eine kleine Chaosfamilie“, gesteht die Bloggerin, „aber wenn am Ende der fertige Kuchen auf dem Tisch steht, auch sehr, sehr glücklich.“ Von Hessen ist sie der Liebe wegen ins bayerische Aschaffenburg gezogen. Gelegentlich fehlt ihr die Heimat mit deftigen Kartoffelgerichten und grüner Sauce. Ihrem Blog merkt man das nicht an, schließlich wird dort dem Namen Frau Zuckerstein entsprechend das süße Leben zelebriert. Keksbrösel stellen dabei kein Hindernis dar. Sowohl süß als auch deftig kann es dagegen beim Frühstück zugehen, bei dem ein klassisch einfaches Produkt wie Butter gern mal mit cremigem Honig oder getrockneten Tomaten aufgepeppt wird.

PORTIONEN: 10 pro Butter | ZUBEREITUNG: 15 Min.

Zutaten:

Für die Honigbutter:

250 g weiche ungesalzene Butter

180 g Blütenhonig

Vanillepulver, Zimtpulver, Orangenschale (nach Belieben)

Für die Tomatenbutter:

250 g weiche Butter

1 Tube Tomatenmark (200 g)

1 Glas in Öl eingelegte, getrocknete Tomaten (etwa 280 g)

2–3 Knoblauchzehen

2 EL getrocknete Kräuter

Zubereitung:

•Für die Honigbutter die weiche Butter in eine Schüssel geben und mit dem Mixer glatt rühren. Den Honig dazugeben und unter die Butter mischen. Nach Belieben mit weiteren Aromen verfeinern.

•Die Butter in eine Butterform oder in kleine Gläschen füllen und kühl stellen. Am besten schmeckt sie mit süßem Brot oder Croissant.

•Für die Tomatenbutter die weiche Butter in einer Schüssel glatt rühren. Das Tomatenmark dazugeben und verrühren. Die Tomaten abtropfen lassen und in einer zweiten Schüssel mit einem Pürierstab fein pürieren. Die Masse zur Butter geben.

•Den Knoblauch schälen und in sehr kleine Würfel schneiden oder ebenfalls pürieren. Den Knoblauch und die getrockneten Kräuter unterrühren und die Buttermasse in kleine Gläschen füllen und kühl stellen.

•Tomatenbutter harmoniert sehr gut mit Weißbrot und einem Glas Maibowle.

TIPP:

Falls man die Honigbutter in einer Form aufbewahrt, diese mit der Butterseite nach unten auf ein Brettchen legen und ein erwärmtes Handtuch daraufgeben, so lässt sich die Butter besser stürzen.

Beide Buttervarianten eignen sich auch als Beigabe zu Hauptgerichten: Die Honigbutter schmeckt z. B. auf einem warmen Steak und die Tomatenbutter passt perfekt zu allem Gegrillten.

Mein kleiner Foodblogwww.meinkleinerfoodblog.de

Knuspermüsli mit Vanillejoghurt und Beeren

Susanne Punte lebt mit ihrem Mann und den beiden gemeinsamen Kindern in Dresden. Auf Mein kleiner Foodblog teilt sie Rezepte, die leicht gelingen und alltagstauglich sind. Zusätzliche Arbeit lässt sich die Bloggerin gern von einer Küchenmaschine namens Woody abnehmen. Zu ihrer sächsischen Wahlheimat fallen ihr vor allem süße Spezialitäten ein: Eierschecke und Quarkkeulchen. Und der sehr weihnachtliche Christstollen. Ihr Sonntagsfrühstück schmeckt das ganze Jahr über, am besten allerdings im Sommer, wenn die Erdbeeren und Heidelbeeren frisch sind, vielleicht sogar im eigenen Garten gepflückt wurden. Gesüßt wird das Knuspermüsli lediglich mit Honig, dazu passt ein Vanillequark mit Ahornsirup.

PORTIONEN: 1–2 | ZUBEREITUNG: 10 Min.

Zutaten:

Für das Müsli:

1 EL Butter

3 geh. EL Haferflocken

2 EL gehackte Nusskerne (z. B. Cashewkerne, Mandeln oder Haselnüsse)

1 EL Sonnenblumenkerne

1 TL Honig

Für den Joghurt:

250 g griechischer Joghurt (oder Naturjoghurt, Quark)

1 TL Ahornsirup

1 Msp. Vanillepulver

1 Handvoll Beeren (z. B. Heidelbeeren, Erdbeeren, Himbeeren)

Zubereitung:

•Für das Müsli die Butter in einer kleinen Pfanne zerlassen. Haferflocken, Nüsse und Sonnenblumenkerne dazugeben. Alles bei mittlerer Hitze etwa 2 bis 3 Minuten anrösten, bis die Masse goldbraun ist. Ab und zu umrühren.

•Die Haferflocken-Nuss-Mischung vom Herd nehmen und den Honig unterrühren. Das Müsli beiseitestellen und abkühlen lassen.

•Den Joghurt mit dem Ahornsirup und dem Vanillepulver verrühren. Die Beeren verlesen, waschen und trocken tupfen. Den Joghurt in eine Schüssel füllen, die Beeren darauf verteilen und das Knuspermüsli daraufgeben.

TIPP:

Die Nüsse können beliebig ausgetauscht und das Obst je nach Saison oder Vorliebe verwendet werden.