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Als Mac an diesem Morgen bereits morgens um sieben anrief, und ihr eine Wahnsinns Geschichte erzählte ahnte Michelle nicht, das sie danach in seltsame Verwicklungen verstrickt wurde. An dem Tag ging wirklich alles drunter und drüber, selbst das Zusammentreffen auf dem Parkplatz.
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Seitenzahl: 79
Veröffentlichungsjahr: 2019
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Prolog
Als an diesem Morgen das Telefon klingelte, ahnte sie nicht, was auf sie zukam. Es war Mac. »Was machst du?«, fragte er ohne Umschweife.
»Das übliche«, erwiderte Michelle. »Das Buch muss ja irgend wann einmal fertig werden.« Sie wusste, dass dieses Thema in Mac`s Augen ein rotes Tuch war.
»Hört das denn nie auf?«, rief er augenblicklich wütend in den Hörer.
Sie hakte in Sekundenschnelle nach. »Wo liegt deiner Meinung nach das Problem?«
Und sie hörte, das er Luft holte. »Du kannst kein Buch schreiben, indem Vergangenheit und Gegenwart zusammen läuft«, schrie er aufgebracht.
Michelle stutzte und sie verstand, warum er ständig diesen Zirkus machte. »Wer sagt das? Du. Wenn du mal nachdenkst, ist dass Schwachsinn. Jeder Mensch lebt mit der Vergangenheit und der Gegenwart. Also wo liegt dann das Problem, wenn man beides in einem Buch schreibt?«
»Du veränderst die Geschichte«, wetterte er weiter.
Blitzschnell strich sie die verdammte Haarsträhne aus dem Gesicht. »Stimmt. Genau das habe ich vor. Ich änder die Geschichte«, schimpfte sie und knallte den Hörer auf die Gabel.
Ein mieser Tag
Es kam nicht alle Tage vor, dass morgens um sieben, dass verdammte Telefon klingelte und man die Nummer der Firma auf dem Display sah. Kein besonders guter Zeitpunkt.
Ihr war von Anfang an klar, wenn sie das Gespräch annehmen würde, bombardierte Mac sie augenblicklich mit irgendwelchen Problemen. Und das bereits am frühen Morgen.
»Was ist denn los?«, fragte sie bei der Annahme des Gespräches. In den ersten zwei Minuten hörte sie das Atmen, das in rasender Geschwindigkeit zur Katastrophe wurde, als der verdammte Idiot den Höhepunkt erreichte.
Warum dachte der Spinner nicht mal eine Sekunde nach? Nein. Es kam noch schlimmer. Genau in dem Moment als sie den Quatsch beenden wollte, rief der Idiot. »Michelle?«
Sie stutzte und rief. »Bist du bescheuert?« Warum achtet er nicht darauf auf, welche Tasten er drückte? Man kam doch beim Sex nicht versehentlich auf die Wahlwiederholung. Oder?
Wütend fragte sie. »Was willst du?«
Mac ignorierte es, wie immer und sagte. »Wir sollten über letzte Nacht reden.«
Die verdammte Haarsträhne fiel ihr ins Gesicht. Frustriert strich sie, sie in Sekundenschnelle die Haarsträhne zur Seite. Wenn es bei ihm genauso wie eben zuging, was wollte er dann von ihr? Und mit ihm über Melissa reden? Nein danke, das wollte sie auf gar keinen Fall. Denn sie, war kein Gespräch wert. Der ganze Tag wäre versaut. Das war er ohnehin schon. Genau das war der Punkt. Was fand der Idiot an dieser Frau? Sie glich doch gefühlsmäßig doch einem Eisschrank. Was soll`s. Schließlich war sie sein Problem und nicht ihres, schoss es ihr durch den Kopf. »Dann mal los.«
»Mir ist bekannt, das du das Firmengebäude letzte Nacht betreten hast.«
Das stimmte doch nicht. Seit dem Streit war, sie nicht Mal in der Nähe des Gebäudes. Warum sollte sie auch? Für sie gab es keinen Grund weder die Firma oder Mac aufzusuchen. Und erst recht nicht mitten in der Nacht. Das war doch absurd.
»Ich dachte, du kommst auf ein Sprung vorbei, wenn du schon hier bist«, fügte er unsinnigerweise hinzu.
Mac gab ihr nicht mal annähernd die Möglichkeit, dagegen Einspruch einzulegen. Im nächsten Atemzug quatschte er weiter. »Ich bin wirklich erstaunt, was du aus dem Gebäude gemacht hast.«
Oh Gott. Jetzt wurde der Mann wirklich unheimlich. Mac kam ständig an Informationen, in dessen Besitz er gar nicht sein dürfte. Nur wie kam er an diese? Das bedeutet das er von der Stadt etwas wusste.
Der ganze Zirkus begann schon Monate zuvor. Als die Stadt aus Miniaturgebäuden fertiggestellt wurde, erzählte sie unverständlicherweise Mac davon. War klar, das er augenblicklich darauf bestehen würde, das ihr gesamtes Werk im Firmengebäude unterzubringen. Und sie ließ sich auch noch darauf ein.
Es war zu spät, als ihr dann klar wurde, was Mac damit bezweckte. Ständig stieg sie erst ins Auto, um einerseits erst in die Firma zu fahren, damit man andererseits Veränderungen an den Miniaturbauwerken vornehmen konnte. Bis zu einem gewissen Punkt nahm sie es in Kauf, dann war Schluss. Mittlerweile nahm die zweite Stadt mit der sie stattdessen jede freie Minute verbrachte, mindestens die Hälfte des Arbeitszimmers ein.
Sie musste erst sichergehen und fragte. »Welches Gebäude genau meinst du?« In dem Fall gab es nachher irgendwelche Missverständnisse, die sie vermeiden wollte.
Statt einer Antwort fragte der Idiot. »Geht es dir gut?« Genau in dem Moment hätte, sie es wirklich verneinen sollte. »Das aus dem Saal war gemein. Welches denn sonst.«
Wieder einmal tischte er, eine wahnsinns Geschichte auf. Paradox. Weil diese Stadt hinter einer verschlossenen Vitrine zu der nur sie einen Schlüssel hatte, aufbewahrt wurde. Er hatte damit einerseits wirklich recht, das am Vorabend wirklich eines der Gebäude verändert wurde. Nur Zuhause und nicht wie Mac behauptete in der Firma.
»Unterhalten wir uns doch ein anderes Mal über das Thema. Ja. Es hat gerade geklingelt«, wich sie elegant aus. Ehrlich gesagt brauchte sie etwas Zeit.
»Okay. Aber denke bitte an die Präsentation«, meinte Mac und legte auf.
Na toll. Jetzt musste sie ja wohl oder übel doch in die Firma. Das fehlte noch.
Etwa eine Stunde später blieb der miese Verlauf immer noch bestehen. Unwillkürlich schweifte der Blick, bestimmt zum x-ten Mal aus dem Fenster und dann zurück auf die Uhr. Diese verdammte Präsentation, musste sie ausgerechnet heute sein? Der Wagen stand in der Werkstatt. Ausgerechnet heute. Wenn sie gewusst hätte, dass man stundenlang auf das verdammte Taxi warten musste. Grundgütiger. Selbst das war seit zwanzig Minuten überfällig.
In Sekundenschnelle nahm sie den Hörer, tippte die ersten beiden Zahlen der Zentrale ein, als der Wagen endlich vor dem Haus hielt. Wird auch Zeit, dachte sie, und saß drei Minuten später bereits im Taxi und nannte dem Fahrer die Adresse der Firma.
Erst im Nachhinein ärgerte es sie, das Taxi gerufen zu haben. Demnach wäre ihr wahrscheinlich, viel erspart geblieben. Zum einem das der Fahrer sich in der Stadt, wie es aussah, überhaupt nicht auskannte. Er fuhr in Straßen hinein, die im Augenblick permanent gar nicht nötig waren. Michelle war erleichtert, als der Wagen irgendwann vor dem Gebäude zum stehen kam. Und dann dieser Fahrpreis, den der Fahrer ihr dann nannte. Der Wucher schlechthin. Jetzt war klar, warum er diesen Umweg fuhr. Für die Beschwerde war es zu spät. Also bezahlte sie den Preis und stieg aus.
Zum ersten Mal an diesem Morgen fiel der Stress, unter dem sie seit dem Anruf stand unweigerlich ab. Sie verharrte einen Moment, und ließ den Blick über die Glasfassade des Gebäudes schweifen.
Etwas Ungewöhnliches war dort auf der Fassade nicht zu erkennen. Nein. Aber davor.
Oh Gott. Noch schlimmer konnte es nicht kommen. Denn ausgerechnet die Frau die Michelle auf dem tot überhaupt nicht mochte, wartete vor dem Gebäude. Sie müsste erst recht zu dieser Zeit, längst in Mac´s Vorzimmer sitzen und seine Wünsche erfüllen. Also was zum Teufel suchte sie dann hier unten vor der Tür?
Als ihr klar wurde, was Melissa bezweckte, war es um in der Menge zu verschwinden dafür bereits zu spät, denn sie stand in Sekundenschnelle vor ihr und sagte.
»Du bist spät dran.«
Leider wusste sie nichts davon, das Melissa hier vor der Tür auf sie warten würde. Denn dann wäre es noch später geworden. Nur, um der Frau aus dem Weg zu gehen. Und zum Übel drückte ihr die Frau gleich, danach einen Kaffeebecher in die Hand.
Das passte ihr ganz und gar nicht in den Kram. Denn ihr Verhalten das Melissa ausgerechnet ihr auftischen wollte, ging definitiv nicht mit rechten Dingen zu. Um die Frau loszuwerden, sagte Michelle zudem mit einem kurzen Blick auf die Armbanduhr. »Melissa du hast recht. Es ist ziemlich spät geworden. Es wird Zeit für mich, das ich ins Büro komme.«
Es interessierte sie nicht. Statt zu verschwinden, zuckte sie desinteressiert die Schulter und folgte ihr ins Gebäude bis hin zum Fahrstuhl. Erst da fragte sie. »Weißt du, wann die Präsentation beginnt?«
Das war doch nicht ihr Ernst, oder?
Als Sekretärin müsste sie den einerseits auf jeden Fall kennen. Wenn nicht, hatte sie andererseits ein Problem, dachte Michelle und nippte kurz an ihren Kaffeebecher.
Grundgütiger. Solch ein widerliches Gebräu, gab es bestimmt in keinem Laden. Was zum Teufel war in diesem Becher? Zum Glück öffnete genau in dem Augenblick die Tür des Aufzugs.
Die Fahrt über sagte Melissa zu ihrem Glück nicht ein Wort. Auch seltsam, aber was soll´s. Ein Vorteil für sie, wenn Melissa die Klappe hielt.
Erst als sie das siebte Stockwerk erreichten, in dem sie raus musste, sagte Michelle beim Verlassen. »Man sieht sich.« Hauptsache sie nahm es nicht wörtlich.
Nachdem hinter ihr die Türen geschlossen waren, änderte sich dann auch für Michelle augenblicklich das Blatt. Das der Flur plötzlich vor ihren Augen verschwamm, machte überhaupt keinen Sinn. Aber so war es. In der ohnehin peinlichen Situation rutschte der verdammte Kaffeebecher aus der Hand, weil er blöderweise auf dem Boden eine teuflische Schweinerei hinterließ. Damit wurde ihr auch augenblicklich bewusst, weshalb Melissa das seltsame Verhalten an den Tag gelegt hatte.
Dieses hinterhältige Biest. Wenn Melissa beabsichtigte, sie für eine Weile aus dem Verkehr zu ziehen, machte definitiv keinen Sinn. Irgendwas ging da vor sich.
Blitzschnell schob sie den Gedanken beiseite. Dafür war später genug Zeit, in der Hinsicht einige Nachforschungen anzusteuern. Vorerst musste es ihr gelingen mit heiler Haut in das Büro zu kommen. Denn der augenblickliche Zustand vereinfachte es keineswegs. Schon gar nicht, in der Mitte des Gangs.
