Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
die wolke zeigt mir ein fragezeichen eine wattebauschige schneeweiße wolke °°°~~~ kaum sah ich sie auf gleichmäßig in blaugrau gestrichenem hintergrund mit breitem pinsel bemalt für diesen kurzen augen blick als ich mich abwandte sie zu beschreiben waren nur noch dünne fäden wie spinnenbeine von ihr übrig neben ihr türmte sich gleich hochaufbauend ein wolkengebirge und wanderte in schnellem tempo über die wipfel der lindenbäume hinweg --- nur die graublau getünchte decke des firmaments blieb unbewegt erhalten ~~~ das gab mir wieder zu denken: wieder ein spanne zeit zerflossen ~~~ ich schrieb während die weiße wolke sich nicht aufhalten ließ zu vergehen hätte ich besser schauend verharren und nicht wichtig nehmen sollen ihren anblick zu beschreiben … jede zeile in den wind geschrieben in der mühle der zeit spurenlos zerrieben ©dherrmann
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 28
Veröffentlichungsjahr: 2018
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
ebook
Texte und Bilder ©Dagmar Herrmann
Gallery, Blog, Social Media:
artflakes.com/de/shop/meermaid
literatpro.de/profil/dagmar-herrmann
meer-maid.blogspot.com
facebook.com/Meermaid
Cover Illustration ©Miriam C. Esdohr
Websites, Vlogs und Blogs, Social Media:
miriamesdohr.de
lostinspaceart.com
twitter.com/miriamesdohr
daherverlag bremen 2018
~ * Praelyre * ~
Wohlfeil rundet das Leben alle Kanten und Ecken ab wohlfeil und weich ist die Essenz des Daseins Liebe die voller Sanftmut uns einhüllt uns Wärme und Sicherheit schenkt
Doch wir müssen uns reiben an den schwierigen Themen des Miteinander in dieser oftmals so unterkühlten Welt stets wohlgesonnen dem anderen mit Mut Herz und Verstand so können wir endlich im Großen und Ganzen das überlebenswichtige Feuer wahrer Liebe gewinnen
Mein Dank gilt Dagmar Herrmann die sich mutig gegen das Treibholz des Hochmuts und der Ignoranz stellt die sich schier unermüdlich an den sperrigsten Themen abreibt auf daß sich unsere gute schöne Welt mit mehr Liebe und Verständnis erhellt
10/08/2018 'P*S*~eine Feder im Wind Phil Skurril, Schriftsteller, Dichter www.philskurril.com/
kurze gedanken über den scheitel gespalten
wenn der hahn dreimal kräht …
auf die knie
die leere füllt den raum
das fegegericht ging dem ende zu
die augen zu
den braten gerochen
die wolke zeigt mir ein fragezeichen
grau in grau
der zustand
nebelwundes krähengewitter
nicht zu ende gedacht
ratlosigkeit im spiegel entdeckt
sie hatte nur linien gemalt
stundenglas aus luft
traurigkeit besetzt
und anderswo ist aufruhr
unvorhergesehenes vom randbezirk
verstecke das licht hinter dem vorhang
vertun
verzicht üben!
vom schweigen war die rede
weihrauch und myrrhe
wir stehlen die zeit mit einem blick
stolperte über das wort
k r ie s e
zubringer station
blaue stunde
störsenderbereich
kurze gedanken über den scheitel gespalten gestapelt auf den scheiterhaufen gelegt es genügt ein funke des entzündens die abschiednehmende andacht der lustvollen meute auf der suche nach dem schlauen fuchs der sich im bau verkriecht schlägt der weiße hase den haken doch naheliegend ein opfer wird gebraucht die laterne entzündet das dunkel belichtet eine knapp gewordene zeit
zu später stunde steht die ampel auf rot ist der mond über den bergen der einzige zeuge panik und anarchie untergraben die feldmark lindenbäume schreien im wind die blütenträume ausgeträumt axt des kahlschlags an die wurzel gelegt das übel auszumerzen die erinnerungen sollen verbleiben im unterstande
gebirgszüge neigen sich im rechten winkel erschlagen das aufkommende gewissen es soll sich nicht wieder rühren und jeder der die botschaft kennt wird kaltgemacht
wenn der hahn dreimal kräht …
auf der turmspitze im kreis dreht der wetterhahn feurig der schnabel
über hitzepflaster hasten verschwitzt börsenmakler im steifen hemd
dachpfannen glühen der pirol pfeift im baum traurige lieder
verbrannter zungen wortlosigkeit der münder einsamkeit greifbar
in der spelunke sturzbetrunkene männer zündeln mit feuer
es wettert der hahn empor lodern die flammen kolonne marschiert
hinter dem fenster schließt leise sich der vorhang das tischtuch ist glatt
im krug kühles bier die liederliche hausfrau summt von rechter ordnung
auf die knie
der mann mit harten augen / eiskalter blick er ballte die faust / zeigte unerbittlich den finger nach unten der mann mit dem schwarzgelockten haar die nasenflügel bebten / sank in den staub
die tritte / stiefel aus stahl trafen auf / brust / eingeweide / kopf er blutete wand sich wie ein verendender wurm die glieder zuckten das gesicht mit den armen schützend drehte er sich auf den bauch
der fremde der feigling die memme seht wie er kriecht und flennt
der mann mit dem feisten aufgeblähten gesicht
