Sperr gut - Dagmar Herrmann - E-Book

Sperr gut E-Book

Dagmar Herrmann

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Beschreibung

die wolke zeigt mir ein fragezeichen eine wattebauschige schneeweiße wolke °°°~~~ kaum sah ich sie auf gleichmäßig in blaugrau gestrichenem hintergrund mit breitem pinsel bemalt für diesen kurzen augen blick als ich mich abwandte sie zu beschreiben waren nur noch dünne fäden wie spinnenbeine von ihr übrig neben ihr türmte sich gleich hochaufbauend ein wolkengebirge und wanderte in schnellem tempo über die wipfel der lindenbäume hinweg --- nur die graublau getünchte decke des firmaments blieb unbewegt erhalten ~~~ das gab mir wieder zu denken: wieder ein spanne zeit zerflossen ~~~ ich schrieb während die weiße wolke sich nicht aufhalten ließ zu vergehen hätte ich besser schauend verharren und nicht wichtig nehmen sollen ihren anblick zu beschreiben … jede zeile in den wind geschrieben in der mühle der zeit spurenlos zerrieben ©dherrmann

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Seitenzahl: 28

Veröffentlichungsjahr: 2018

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ebook

Texte und Bilder ©Dagmar Herrmann

Gallery, Blog, Social Media:

artflakes.com/de/shop/meermaid

literatpro.de/profil/dagmar-herrmann

meer-maid.blogspot.com

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Cover Illustration ©Miriam C. Esdohr

Websites, Vlogs und Blogs, Social Media:

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lostinspaceart.com

twitter.com/miriamesdohr

daherverlag bremen 2018

~ * Praelyre * ~

Wohlfeil rundet das Leben alle Kanten und Ecken ab wohlfeil und weich ist die Essenz des Daseins Liebe die voller Sanftmut uns einhüllt uns Wärme und Sicherheit schenkt

Doch wir müssen uns reiben an den schwierigen Themen des Miteinander in dieser oftmals so unterkühlten Welt stets wohlgesonnen dem anderen mit Mut Herz und Verstand so können wir endlich im Großen und Ganzen das überlebenswichtige Feuer wahrer Liebe gewinnen

Mein Dank gilt Dagmar Herrmann die sich mutig gegen das Treibholz des Hochmuts und der Ignoranz stellt die sich schier unermüdlich an den sperrigsten Themen abreibt auf daß sich unsere gute schöne Welt mit mehr Liebe und Verständnis erhellt

10/08/2018 'P*S*~eine Feder im Wind Phil Skurril, Schriftsteller, Dichter www.philskurril.com/

kurze gedanken über den scheitel gespalten

wenn der hahn dreimal kräht …

auf die knie

die leere füllt den raum

das fegegericht ging dem ende zu

die augen zu

den braten gerochen

die wolke zeigt mir ein fragezeichen

grau in grau

der zustand

nebelwundes krähengewitter

nicht zu ende gedacht

ratlosigkeit im spiegel entdeckt

sie hatte nur linien gemalt

stundenglas aus luft

traurigkeit besetzt

und anderswo ist aufruhr

unvorhergesehenes vom randbezirk

verstecke das licht hinter dem vorhang

vertun

verzicht üben!

vom schweigen war die rede

weihrauch und myrrhe

wir stehlen die zeit mit einem blick

stolperte über das wort

k r ie s e

zubringer station

blaue stunde

störsenderbereich

kurze gedanken über den scheitel gespalten gestapelt auf den scheiterhaufen gelegt es genügt ein funke des entzündens die abschiednehmende andacht der lustvollen meute auf der suche nach dem schlauen fuchs der sich im bau verkriecht schlägt der weiße hase den haken doch naheliegend ein opfer wird gebraucht die laterne entzündet das dunkel belichtet eine knapp gewordene zeit

zu später stunde steht die ampel auf rot ist der mond über den bergen der einzige zeuge panik und anarchie untergraben die feldmark lindenbäume schreien im wind die blütenträume ausgeträumt axt des kahlschlags an die wurzel gelegt das übel auszumerzen die erinnerungen sollen verbleiben im unterstande

gebirgszüge neigen sich im rechten winkel erschlagen das aufkommende gewissen es soll sich nicht wieder rühren und jeder der die botschaft kennt wird kaltgemacht

wenn der hahn dreimal kräht …

auf der turmspitze im kreis dreht der wetterhahn feurig der schnabel

über hitzepflaster hasten verschwitzt börsenmakler im steifen hemd

dachpfannen glühen der pirol pfeift im baum traurige lieder

verbrannter zungen wortlosigkeit der münder einsamkeit greifbar

in der spelunke sturzbetrunkene männer zündeln mit feuer

es wettert der hahn empor lodern die flammen kolonne marschiert

hinter dem fenster schließt leise sich der vorhang das tischtuch ist glatt

im krug kühles bier die liederliche hausfrau summt von rechter ordnung

auf die knie

der mann mit harten augen / eiskalter blick er ballte die faust / zeigte unerbittlich den finger nach unten der mann mit dem schwarzgelockten haar die nasenflügel bebten / sank in den staub

die tritte / stiefel aus stahl trafen auf / brust / eingeweide / kopf er blutete wand sich wie ein verendender wurm die glieder zuckten das gesicht mit den armen schützend drehte er sich auf den bauch

der fremde der feigling die memme seht wie er kriecht und flennt

der mann mit dem feisten aufgeblähten gesicht