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Fundierte Einführung in SPSS und in die Statistik von der Kreuztabelle über die Clusteranalyse bis zur Diagrammerstellung Alle statistischen Verfahren mit praxisnahen Beispielen Zum Download: alle in den Beispielen verwendeten Daten sowie ein Zusatzkapitel SPSS – oder IBM SPSS Statistics, wie es inzwischen korrekt heißt – ist ein umfangreiches Programm zur statistischen Datenanalyse, das nun in der Version 25 vorliegt. In diesem Buch wird das Programm umfassend beschrieben – von der Bedienung der Oberfläche über die Dateneingabe bis hin zur Durchführung und Interpretation statis-tischer Analysen und dem Erstellen von Grafiken. Die umfangreichen statistischen Analysemethoden bilden den Schwerpunkt des Buches. Sie erfahren nicht nur, wie die statistischen Verfahren mit SPSS durchgeführt werden, sondern auch, für welche Art von Fragestellung die einzelnen Methoden geeignet sind, welche Voraussetzungen die zu untersuchenden Daten erfüllen müssen und wie die Analyseergebnisse korrekt interpretiert werden. Dabei werden sämtliche Verfahren des Basismoduls abgedeckt, beginnend mit einfachen Auswertungen anhand von Häufigkeits- und Kreuztabellen oder T-Tests bis zu den anspruchsvollen Methoden wie verschiedenen Regressionsverfahren, der Diskriminanz-, Faktoren- oder Clusteranalyse, Allgemeinen Linearen Modellen oder der Multi-dimensionalen Skalierung. Die einzelnen statistischen Verfahren von SPSS werden jeweils in einem eigenen Kapitel beschrieben. Jedes dieser Kapitel folgt einem einfachen Prinzip: Zunächst wird das statistische Verfahren anhand eines oder mehrerer Beispiele mit »Daten aus dem echten Leben« erläutert. Im Anschluss da-ran wird in jedem Kapitel die Vorgehensweise zum Durchführen der Verfahren mit SPSS beschrieben. Zum Download unter www.mitp.de/668: Alle Daten aus dem Buch, so dass Sie die Beispiele Schritt für Schritt nachvollziehen können, sowie ein Zusatzkapitel zu Funktionen. Für SPSS ab Version 22 und höher Aus dem Inhalt: Installation und Deinstallation von SPSS Daten eingeben und bearbeiten Einlesen und Exportieren von Daten Daten transformieren und aufbereiten Datendateien umstrukturieren Verschmelzen und Aggregieren von Datendateien Umfangreiche Funktionsbibliothek Viewer für Ausgabedateien und Pivot-Tabellen Programme schreiben mit der Befehlssyntax Beispiele für Syntaxprogramme Grundlagen der statistischen Verfahren Häufigkeits- und Kreuztabellen Regressionsanalyse, Clusteranalyse, Faktorenanalyse Allgemeine Lineare Modelle Multidimensionale Skalierung Reliabilitätsanalyse Zweistufige Clusteranalyse Ordinale Regression Diagramme erstellen und bearbeiten
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Seitenzahl: 1587
Veröffentlichungsjahr: 2018
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Felix Brosius
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über <http://dnb.d-nb.de> abrufbar.
ISBN 978-3-95845-670-9
8. Auflage 2018
www.mitp.de
E-Mail: [email protected]
Telefon: +49 7953 / 7189 - 079
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Lektorat: Katja Völpel
Sprachkorrektorat: Simone Fischer
Covergestaltung: Christian Kalkert, Sandrina Dralle
Coverbild: AdobeStock.com/Tiero
electronic publication: III-satz, Husby, www.drei-satz.de
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SPSS – oder IBM SPSS Statistics, wie es inzwischen korrekt heißt – ist ein umfangreiches Programm zur statistischen Datenanalyse, das inzwischen in der Version 25 vorliegt. Das gesamte Programmpaket von SPSS setzt sich aus mehreren Modulen zusammen. Ein Basismodul stellt die grundlegenden Funktionen von SPSS – einfache und fortgeschrittene Methoden zur Datenanalyse und umfangreiche Grafikmöglichkeiten zur Verfügung. Die grundlegenden Funktionen des Programms umfassen unter anderem einen eigenen Daten-Editor, mit dem Daten manuell eingegeben oder aus bereits bestehenden Dateien verschiedener Formate eingelesen werden können. Da die im Basismodul enthaltenen statistischen Prozeduren nicht nur einfache Verfahren wie Häufigkeits- und Kreuztabellen oder T-Tests bereitstellen, sondern auch anspruchsvolle Methoden wie die multiple lineare Regression oder auch die Diskriminanz-, Faktoren- oder Clusteranalyse sowie Allgemeine Lineare Modelle und die Multidimensionale Skalierung umfassen und auch die umfangreichen Grafikmöglichkeiten im Basismodul enthalten sind, werden zahlreiche Anwender nur dieses Modul benötigen. Durch weitere Module lassen sich die Funktionen von SPSS um zusätzliche statistische Verfahren ergänzen, die jeweils auf sehr spezielle Fragestellungen ausgerichtet sind. Aus diesem Grund beschränkt sich auch das vorliegende Buch auf die Darstellung der Möglichkeiten des Basismoduls. Die folgende Übersicht skizziert den Aufbau des Buches und gibt einen kurzen Überblick über die einzelnen Abschnitte, der zugleich eine Zusammenfassung der Möglichkeiten des SPSS-Basismoduls darstellt. Am Ende dieser Übersicht finden Sie eine Beschreibung der Daten, die in den diversen Beispielen dieses Buches verwendet werden.
Nachdem in Kapitel 2 kurz die Vorgehensweise zur Installation und Deinstallation von SPSS sowie die grundlegende Organisation des Programms beschrieben werden, führt Sie Kapitel 3 anhand eines einfachen Beispiels durch eine vollständige Datenanalyse mit SPSS – beginnend mit der Dateneingabe bis zur Auswertung und Interpretation der Ergebnisse. Wenn Sie gerade neu beginnen, mit SPSS zu arbeiten, möchte ich Ihnen dieses Kapitel ganz besonders ans Herz legen, denn hier sollten Sie in kompakter Form sehr schnell lernen, wie SPSS organisiert und zu bedienen ist.
Die Kapitel 4 bis 6 erläutern im Detail den Umgang mit dem Daten-Editor und die Vorgehensweise zum Eingeben und Importieren von Daten. Kapitel 4, Datendateien, beschreibt die Verwaltung (Öffnen, Schließen, Speichern) von Datendateien inklusive der Möglichkeiten, Daten in einem fremden Format wie beispielsweise als Excel- oder Textdatei zu speichern. In Kapitel 5, Daten eingeben und bearbeiten, wird die Struktur einer Datendatei am Beispiel der Eingabe eines Fragebogens in den Daten-Editor erläutert. Anschließend erfolgt eine systematische Darstellung der Dateneingabe und -bearbeitung im Daten-Editor von SPSS. In Kapitel 6, Daten aus externen Quellen einlesen, erfahren Sie, wie Sie Daten aus Drittanwendungen wie Excel oder einer Datenbank sehr einfach importieren können.
Die meisten Ergebnisse der statistischen Prozeduren werden von SPSS in spezielle Dateien geschrieben, die mit dem sogenannten Viewer (früher von SPSS als Ausgabenavigator bezeichnet) betrachtet und verändert werden können. Die Möglichkeiten des Viewers und seine Bedienung werden in Kapitel 7, Der Viewer für Ausgabedateien, erläutert.
Ein Großteil der Ergebnisse wird im Viewer in sogenannten Pivot-Tabellen präsentiert. Diese sind nicht nur, wie der Name bereits sagt, pivotierbar, sondern können auch in vielerlei Hinsicht formatiert werden, sodass sich präsentationsreife Ergebnistabellen erstellen lassen. Die Handhabung dieser Pivot-Tabellen wird in Kapitel 8, Pivot-Tabellen, behandelt.
Alle statistischen Verfahren können bei SPSS nicht nur über Menübefehle und Dialogfelder aufgerufen, sondern auch mittels einer speziellen Befehlssprache ausgeführt werden. Diese Sprache bietet den Vorteil, dass sich damit die Spezifikationen eines statistischen Verfahrens speichern und später jederzeit wieder abrufen lassen. Der Einstieg in die Befehlssprache wird dem Anwender dadurch erleichtert, dass statistische Verfahren zunächst anhand der Dialogfelder spezifiziert werden können, um die dort vorgenommenen Einstellungen anschließend von SPSS automatisch in die Befehlssprache übersetzen zu lassen.
Kapitel 9, Programme schreiben mit der SPSS-Befehlssyntax, enthält eine Einführung in den Umgang mit der Befehlssprache von SPSS. In Kapitel 10, Beispiele für Syntaxprogramme, finden Sie eine Reihe von Anwendungsbeispielen für häufig benötigte Vereinfachungen, Automatisierungen und Makrofunktionen unter Verwendung der Syntax.
SPSS bietet auch die Möglichkeit, umfangreiche Berechnungen und Transformationen an den Daten in einer Datendatei vorzunehmen. Eine solche Datenaufbereitung ist häufig als vorbereitender Schritt für die eigentliche Datenanalyse erforderlich. Die Möglichkeiten, die SPSS dazu bietet, werden in den Kapiteln 11, Datentransformationen, und 12, Fälle aufbereiten, beschrieben. Für derartige Datenmanipulationen werden von SPSS unter anderem zahlreiche mathematische und statistische Funktionen sowie Funktionen zum Bearbeiten von Textwerten angeboten. Eine ausführliche Darstellung dieser Funktionen mit Erläuterungen und Beispielen finden Sie in dem Zusatz-Kapitel 44, Funktionen, das im Internet unter der Adresse www.mitp.de/668 zum Download bereitsteht.
Kapitel 13, Datendateien transponieren und umstrukturieren, erläutert die Möglichkeiten zum Ändern der Struktur einer bestehenden Datendatei. In Kapitel 14, Verschmelzen und Aggregieren von Datendateien, wird die Vorgehensweise beschrieben, mit der zwei Datendateien in einer Datei zusammengefasst werden können. Zusätzlich wird erläutert, wie aus einer umfangreichen Datendatei eine neue Datei mit aggregierten Werten erstellt wird.
Die einzelnen statistischen Prozeduren von SPSS werden jeweils in einem eigenen Kapitel beschrieben. Jedes dieser Kapitel folgt grundsätzlich der gleichen Vorgehensweise: Zunächst wird das statistische Verfahren mittels eines oder mehrerer Beispiele erläutert. Alle Beispiele können anhand von Beispieldaten, die im Internet zum Download bereitstehen, nachvollzogen werden. Die Beschreibung der statistischen Verfahren kann sich dabei immer nur auf eine grundlegende Einführung beschränken, denn für zahlreiche Methoden, wie die Regressions- oder die Faktorenanalyse, wären jeweils eigene Erläuterungen im Umfang dieses Buches erforderlich, um den Verfahren wirklich gerecht zu werden. Glücklicherweise gibt es für jedes dieser Verfahren zahlreiche sehr gute Lehrbücher, von denen einige im Literaturverzeichnis genannt werden.
Im Anschluss an die Erläuterung der statistischen Verfahren wird in jedem Kapitel die Vorgehensweise zum Durchführen der Verfahren mit SPSS beschrieben. Die Kapitel 15 bis 38 widmen sich den verschiedenen statistischen Prozeduren, beginnend mit den einfachen Verfahren, die dem Auflisten von Fällen oder dem Erstellen von Häufigkeits- und Kreuztabellen dienen, bis hin zu den anspruchsvollen Verfahren des Basismoduls von SPSS wie der Regressionsanalyse, der Clusteranalyse oder der Faktorenanalyse sowie den in aktuellen Versionen von SPSS verfügbaren Allgemeinen Linearen Modellen, der Multidimensionalen Skalierung, der Reliabilitätsanalyse, der zweistufigen Clusteranalyse und der ordinalen Regression.
SPSS bietet umfangreiche Grafikmöglichkeiten. Diagramme werden wie andere Ergebnisse der statistischen Prozeduren mithilfe von Dialogfeldern angefordert und in die Ausgabedateien des Viewers geschrieben. Das sogenannte Grafikkarussell, das einigen Anwendern möglicherweise noch von früheren SPSS-Versionen bekannt ist, gibt es damit in den jüngeren Versionen nicht mehr. Obwohl die Diagramme nun also wie jeder Output bei SPSS automatisch in die Ausgabedatei eingefügt werden, stellt SPSS weiterhin einen speziellen Diagramm-Editor zur Verfügung, mit dem die Grafiken bearbeitet und formatiert werden können. Kapitel 39, Diagramme erstellen und bearbeiten, gibt zunächst einen Überblick über die Vorgehensweise zum Erstellen und Bearbeiten der Diagramme, bevor anschließend ausgewählte Grafiktypen in jeweils einem eigenen Kapitel detaillierter behandelt werden. Zum Teil werden dabei verwandte Diagrammarten gemeinsam betrachtet, so etwa Balken-, Linien-, Flächen- und Kreisdiagramme in Kapitel 40.
Alle in den Beispielen dieses Buches verwendeten Daten können Sie im Internet herunterladen. Die Daten stehen auf der Webseite des Verlages unter der Adresse
www.mitp.de/668
zum Download bereit. Es handelt sich insgesamt um ca. 40 Dateien, die gemeinsam in einer ZIP-Datei gepackt vorliegen. Diese Dateien sollen Ihnen dazu dienen, die Erklärungsbeispiele nacharbeiten und ggf. modifizieren zu können. Es empfiehlt sich, die Dateien in ein Verzeichnis auf der Festplatte zu kopieren, sodass Sie jederzeit darauf zugreifen können.
In den einzelnen Kapiteln wird dort, wo diese Beispieldaten verwendet werden, jeweils mit dem dargestellten Download-Symbol darauf hingewiesen. Die folgende Liste gibt eine kurze Beschreibung der Beispieldateien.
allbus2016.sav. Daten der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften aus dem Jahr 2016; hier ein Auszug in Form einer Zufallsstichprobe für wenige, ausgewählte Variablen. Quelle: GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften: ALLBUS 2016 – Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften. Ausführliche Informationen zu den ALLBUS-Daten sowie die Möglichkeiten zum Bezug eines vollständigen Datensatzes finden Sie im Internet unter der Adresse: http://www.gesis.org/allbus.
allbus2010.sav. Daten der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften aus dem Jahr 2010; hier ein Auszug in Form einer Zufallsstichprobe für ausgewählte Variablen. Quelle: GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften: ALLBUS 2010 – Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften. Ausführliche Informationen zu den ALLBUS-Daten sowie die Möglichkeiten zum Bezug eines vollständigen Datensatzes finden Sie im Internet unter der Adresse: http://www.gesis.org/allbus.
allbus2004_demokratie.sav.Daten der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften aus dem Jahr 2004; hier ein Auszug in Form einer Zufallsstichprobe für ausgewählte Variablen. Quelle: ALLBUS 2004 des Zentralarchivs für Empirische Sozialforschung an der Universität zu Köln. Ausführliche Informationen zu den ALLBUS-Daten sowie die Möglichkeiten zum Bezug eines vollständigen Datensatzes finden Sie im Internet unter der Adresse: http://www.gesis.org/allbus.
allbus2004_fortschritt.sav.Siehe die Angaben zu allbus2004_demokratie.sav.
allbus2004_fortschritt_east.sav.Siehe die Angaben zu allbus2004_demokratie.sav.
Alter.sav. Fiktive Daten zum Ausführen eines Syntaxprogramms in Kapitel 9, Programme schreiben mit der SPSS-Befehlssyntax, und Kapitel 10, Beispiele für Syntaxprogramme.
azv.sav. Ergebnisse einer Befragung von Arbeitnehmern der Hamburger Metallindustrie; siehe hierzu auch Kapitel 26, Lineare Regression. Quelle: Brosius, Gerhard und Alfred Oppolzer (Hrsg., 1988): Effekte der Arbeitszeitverkürzung in der Metallindustrie, Frankfurt.
Bildungsausgaben.sav. Ausgaben für Bildung in ausgewählten Ländern der OECD 2014. Quelle: OECD (2016): Die OECD in Zahlen und Fakten 2015-2016: Wirtschaft, Umwelt, Gesellschaft, Paris.
dax30.sav. Schlussstände des Deutschen Aktienindex in der Abgrenzung der 30 »wichtigsten« Aktien von 1995 bis 2000.
Entfernungstabelle.sav. Entfernungsangaben für ausgewählte deutsche Großstädte; siehe hierzu auch Kapitel 37, Multidimensionale Skalierung.
Entfernungstabelle_ord.sav. Ordinale Entfernungsangaben für ausgewählte deutsche Großstädte; siehe hierzu auch Kapitel 37, Multidimensionale Skalierung.
EU28.sav.Strukturdaten für die 28 Mitgliedsländer der Europäischen Union, siehe hierzu auch Kapitel 31, Distanz- und Ähnlichkeitsmaße. Quelle: CIA – Central Intelligence Agency: The World Factbook 2016-17.
Europa.sav. Strukturdaten für die 15 Mitgliedsländer der Europäischen Union bei Einführung des Euro. Quelle: United Nations (1996): Statistical Yearbook 1994, New York; UNAIDS (2000): Joint United Nations Program on HIV and AIDS: Report on the global HIV/AIDS epidemic – June 2000, Table of country-specific HIV/AIDS estimates and data, June 2000.
Europa.txt. Daten aus der Datei Europa.sav als tabulatorgetrennte Textdatei. Anhand dieser Datei wird in Kapitel 6, Daten aus externen Quellen einlesen, das Einlesen von Textdateien in SPSS demonstriert.
Farbe.sav.Sehr einfache »Übungsdatei« zur Demonstration des Datenmanagements mit SPSS in Kapitel 14, Verschmelzen und Aggregieren von Datendateien.
Frühgeborene.sav. Ergebnisse einer Längsschnittuntersuchung an Frühgeborenen am UKE; siehe hierzu auch Kapitel 35, Faktorenanalyse. Quelle: Forschungsgruppe am Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE), Hamburg.
GetFile.sps. Programmdatei mit einem SPSS-Syntaxprogramm zum Einlesen und Aufbereiten einer Datendatei; das Programm wird in Kapitel 9, Programme schreiben mit der SPSS-Befehlssyntax, erläutert.
Haushalte.sav. Fiktive Daten zum Ausführen eines Syntaxprogramms in Kapitel 10, Beispiele für Syntaxprogramme.
Kino.sav. Fiktive Daten eines Beispiels zur Dateneingabe; siehe hierzu auch Kapitel 3, Eine einfache Datenanalyse mit SPSS.
Konvergenz.sav. Wirtschaftsdaten zur Beurteilung des Konvergenzstandes der Mitgliedsländer der Europäischen Union; siehe hierzu auch Kapitel 32, Clusteranalyse. Quelle: Europäische Kommission (1998): Bericht über den Konvergenzstand 1998 (gemäß Artikel 109 j Absatz 1 EG-Vertrag), Brüssel; Europäische Zentralbank (2000): Konvergenzbericht 2000, Frankfurt am Main.
Loop.sps. Programmdatei in SPSS-Syntax mit einer »Schleife« zur Deduplikation von Datensätzen; das Programm wird in Kapitel 10, Beispiele für Syntaxprogramme, erläutert.
Makrodaten_ABL.sav. Makroökonomische Zeitreihen für die Bundesrepublik Deutschland, 1960-2000. Quelle: Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland.
Mergen.sps. Programmdatei mit SPSS-Syntaxprogrammen für einige grundlegende Dateioperationen; das Programm wird in Kapitel 10, Beispiele für Syntaxprogramme, erläutert.
Messmethoden.sav. Fiktive Daten eines Beispiels zur Umstrukturierung von Datendateien; siehe hierzu auch Kapitel 13, Datendateien transponieren und umstrukturieren.
NY-Hafen.bmp. Bilddatei eines Fotos, aufgenommen im Hafen von New York; die insgesamt 282.025 einzelnen Bildpunkte mit 152.042 unterschiedlichen Farbwerten dieser Datei werden in Kapitel 34, Two-Step-Clusteranalyse, zu Farbgruppen zusammengefasst.
NY-Hafen.sav. Datei mit den Rot-Grün-Blau-Farbwerten für die 282.025 Pixel des Fotos NY-Hafen.bmp, aufgenommen im Hafen von New York; siehe hierzu Kapitel 34, Two-Step-Clusteranalyse.
NY-Hafen_2-Cluster-Lösung.bmp. Bilddatei eines Fotos, nachdem die Farbpunkte durch eine Clusteranalyse zu nur zwei unterschiedlichen Farbwerten verdichtet wurden, siehe hierzu Kapitel 34, Two-Step-Clusteranalyse.
NY-Hafen_4-Cluster-Lösung.bmp. Bilddatei analog zu NY-Hafen_2-Cluster-Lösung.bmp, nur mit 4 verschiedenen Farben.
NY-Hafen_15-Cluster-Lösung.bmp. Bilddatei analog zu NY-Hafen_2-Cluster-Lösung.bmp, allerdings mit 15 verschiedenen Farben.
Personen.sav. Fiktive Daten zum Ausführen eines Syntaxprogramms in Kapitel 10, Beispiele für Syntaxprogramme.
Pivot-Tabelle.spv. SPSS-Ausgabedatei mit einer Pivot-Tabelle, die als Beispiel in Kapitel 8, Pivot-Tabellen, erstellt und weiterbearbeitet wird.
Quelldatei1.sav.Sehr einfache »Übungsdatei« zur Demonstration des Datenmanagements mit SPSS in Kapitel 14, Verschmelzen und Aggregieren von Datendateien.
Quelldatei2.sav.Sehr einfache »Übungsdatei« zur Demonstration des Datenmanagements mit SPSS in Kapitel 14, Verschmelzen und Aggregieren von Datendateien.
Temperaturen.sav. Fiktive Daten eines Beispiels zur Umstrukturierung von Datendateien; siehe hierzu auch Kapitel 13, Datendateien transponieren und umstrukturieren.
Tier.sav.Sehr einfache »Übungsdatei« zur Demonstration des Datenmanagements mit SPSS in Kapitel 14, Verschmelzen und Aggregieren von Datendateien.
WF_Clusterzentren.sav. Input-Datei mit den initialen Clusterzentren, die den Ausgangspunkt für eine Clusterzentrenanalyse bilden; siehe hierzu Kapitel 33, K-Means-Cluster – Clusterzentrenanalyse für große Dateien.
World_HIV.sav. Daten über die Verbreitung von HIV und AIDS in zahlreichen Ländern und Regionen der Welt; siehe hierzu Kapitel 15, Fall-Listen und OLAP-Cubes erstellen. Quelle: UNAIDS (2004): Report on the global AIDS epidemic – July 2004, Table of country-specific HIV/AIDS estimates and data, end 2003.
WorldFacts.sav. Strukturdaten für zahlreiche Regionen und Länder der Welt; siehe hierzu auch Kapitel 24, Kapitel 25, Kapitel 33 und Kapitel 41. Quelle: CIA – Central Intelligence Agency: The World Factbook 2016-17.
In diesem Kapitel erfahren Sie Grundlegendes über die Arbeit mit SPSS. So zum Beispiel, wie man das Programm installiert und wie Sie SPSS starten und nach getaner Arbeit wieder beenden können. Ebenso erfahren Sie, welche Arten von Dateien Ihnen bei der Arbeit mit SPSS begegnen werden, wie Sie die Symbolleisten und die Menüstruktur von SPSS auf Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen können und wo Sie jederzeit Hilfe zur Arbeit mit SPSS erhalten.
Einiges davon werden Sie möglicherweise gar nicht benötigen – dann können Sie den entsprechenden Abschnitt auch getrost überspringen. Sie sollten lediglich wissen, dass Sie hier nachschlagen können, falls Sie doch noch mit einem dieser Themen konfrontiert werden sollten.
Um SPSS 25 für Windows oder macOS installieren und verwenden zu können, müssen Hardware und Software folgende Mindestvoraussetzungen erfüllen:
Betriebssystem: Mindestens Windows 7 (32-Bit- oder 64-Bit-Version), wobei eine jüngere Windows-Version mit 64 Bit zu empfehlen ist, bzw. macOS Yosemite (10.10), El Capitan (10.11) oder Sierra (10.12); sollten Sie macOS Yosemite verwenden, beachten Sie, dass Java JRE (6 oder 7) installiert sein muss.
Arbeitsspeicher: mindestens 1 GB. Dies ist jedoch nur die formale Anforderung; für das Arbeiten mit großen Dateien empfiehlt sich ein doppelt so großer Arbeitsspeicher.
Festplattenspeicher: Sie sollten mindestens 1 GB freien Speicherplatz auf der Festplatte zur Verfügung haben. Dieser Speicherplatz wird bei der Installation nicht in vollem Umfang benötigt, SPSS nimmt während der Ausführung aber zusätzlichen Speicherplatz für Auslagerungsdateien in Anspruch.
Für die Lizenzierung ist ein Internet-Zugang erforderlich, ebenso für die Nutzung der Hilfe und die Verwaltung des Nutzerkontos.
Hinweis
Der Vorgang zum Installieren von SPSS hat sich im Verlauf der letzten Versionen immer wieder geändert. Ältere Versionen von SPSS wurden per Download oder DVD zusammen mit einem Lizenzcode ausgeliefert, der bei der Installation anzugeben ist. In der jüngsten Version erfolgt die Lizenzverwaltung dagegen über ein Online-Konto.
Um SPSS 25 auf Ihrem Computer zu installieren, gehen Sie folgendermaßen vor:
Lizenz erwerben und Installationsdatei herunterladen. Ab der SPSS-Version 25 erwerben Sie die Software typischerweise, indem Sie online auf der Seite ibm.com eine Lizenz erwerben. Dazu benötigen Sie ein IBM-Nutzerkonto (eine IBMid), das sie, sofern Sie nicht bereits zuvor über eines verfügen, beim Lizenzkauf automatisch mit einrichten. Sobald dies geschehen ist und Sie eine SPSS-Lizenz erworben haben, erhalten Sie Zugang zu einem Download-Bereich, in dem Sie sich die Installationsdatei für die passende SPSS-Version herunterladen können.
Wichtig
Bewahren Sie Ihre Zugangsdaten für Ihr IBM-Nutzerkonto gut auf, denn Sie benötigen diese später für die Installation und Nutzung von SPSS.
Programm installieren. Wenn Sie die Installationsdatei heruntergeladen haben, führen Sie diese aus, indem Sie die Datei aufrufen (zum Beispiel durch Doppelklick auf den Dateinamen). Sie starten damit einen Assistenten, der Sie Schritt für Schritt durch den Installationsprozess führt. Im Verlauf der Installation müssen Sie dem Installationsprogramm, je nach den von Ihnen verwendeten Sicherheitseinstellungen, wahrscheinlich zunächst gestatten, dass es Änderungen an Ihrem System vornehmen darf, und zudem den Nutzungsbedingungen von SPSS zustimmen.
Lizenz freischalten. Zum Abschluss der Installation werden Sie aufgefordert, sich in Ihrem IBM-Nutzerkonto anzumelden. Verwenden Sie hierzu die IBMid bzw. E-Mail-Adresse und das Passwort, die sie auch beim Erwerb der SPSS-Lizenz verwendet haben. Daraufhin wird online geprüft, ob eine gültige Lizenz vorliegt, und diese wird ggf. aktiviert. Damit ist der Installationsvorgang abgeschlossen.
Sie können Ihre SPSS-Lizenz jederzeit online einsehen und verwalten. Rufen Sie hierzu die Seite ibm.com auf und melden Sie sich in Ihrem Nutzerkonto an. Die Seite, auf der sie sich in Ihrem Nutzerkonto anmelden können, erreichen Sie auch, indem Sie im Begrüßungs-Dialogfeld von SPSS (siehe Abbildung 2.1) auf den Eintrag Konto verwalten klicken. Dieses Dialogfeld können Sie auch jederzeit aus SPSS heraus über den Menübefehl Datei, Begrüßungsdialogfeld aufrufen.
Um SPSS wieder zu deinstallieren, verfahren Sie wie auch sonst zur Deinstallation von Programmen in Ihrem Betriebssystem:
Deinstallation unter Windows. Rufen Sie die Windows-Systemsteuerung auf und wählen Sie dort den Eintrag Programme und darunter wiederum den Eintrag Programm deinstallieren. Sie erhalten daraufhin eine Liste aller derzeit installierten Programme. Wählen Sie hier den Eintrag Ihrer SPSS-Version aus, z.B. IBM SPSS Statistics Subscription, und klicken Sie auf Deinstallieren. Daraufhin startet die Deinstallation des Programms.
Deinstallation unter macOS. Starten Sie den Finder und rufen Sie darin den Ordner Programme auf. Darin werden die derzeit installierten Programme aufgeführt. Um ein Programm zu deinstallieren, verschieben Sie es einfach in den Papierkorb. Um die Deinstallation vollständig abzuschließen und den Platz auf der Festplatte freizugeben, müssen Sie anschließend auch noch den Papierkorb leeren.
Wie bei den meisten anderen Programmen unter Windows oder macOS gibt es auch bei SPSS verschiedene Möglichkeiten, das Programm zu starten:
Start unter Windows. Klicken Sie in der Windows-Taskleiste auf die Windows-Schaltfläche, um das Start-Menü zu öffnen, und wählen Sie dort den Eintrag IBM SPSS Statistics, der per Voreinstellung in der gleichnamigen oder ähnlichen lautenden Gruppe IBM SPSS Statistics eingeordnet ist.
Ist das SPSS-Symbol auf dem Desktop oder im Start-Menü von Windows abgelegt, können Sie SPSS je nach Einstellung durch Doppelklicken oder einfaches Klicken auf dieses Symbol aufrufen. Ebenso können Sie SPSS starten, indem Sie eine zu SPSS zugeordnete Datei (Daten-, Ausgabe-, Syntax- oder Grafikdatei) aus dem Explorer heraus öffnen, zum Beispiel durch Doppelklicken auf den Dateinamen.
Start unter macOS. Um SPSS unter macOS direkt zu starten, rufen Sie das Launchpad auf und klicken darin auf das Programmsymbol von SPSS.
Alternativ können Sie auch im Finder das Verzeichnis Programm aufrufen und dort die Programmdatei SPSS Statistics aufrufen, zum Beispiel durch Doppelklicken auf den Dateinamen.
Wenn Sie SPSS starten, erscheint im Allgemeinen zunächst das Dialogfeld aus Abbildung 2.1 Dieses Dialogfeld wird jedoch nicht angezeigt, wenn Sie gleichzeitig mit dem Start von SPSS eine Datei geöffnet haben oder in einer früheren SPSS-Sitzung festgelegt haben, dass das Dialogfeld nicht mehr erscheinen soll (siehe unten). Dieses Dialogfeld ermöglicht einen schnellen Zugriff auf einige häufig genutzte Funktionen:
Datei öffnen. Sie können direkt aus diesem Dialogfeld heraus eine Datendatei öffnen. Geben Sie hierzu im linken Bereich des Dialogfelds an, welche Datendatei geöffnet werden soll, und klicken Sie anschließend auf den Button Öffnen:
Neue Datendatei. Um eine neue, leere Datendatei zu öffnen, wählen Sie in der Gruppe Neue Dateien den Eintrag Neues Dataset.
Zuletzt verwendete Datei. Wenn Sie mit einer kürzlich bearbeiteten Datendatei weiterarbeiten möchten, wählen Sie diese in der Liste Zuletzt verwendete Dateien aus. Falls diese Liste bei Ihnen nicht angezeigt wird, klicken Sie auf der linken Seite des Dialogfelds unten auf den Reiter Zuletzt verwendete Dateien.
Beispieldaten von SPSS. Durch Klick auf den Reiter Stichprobendateien können Sie eine Liste von Beispieldaten anzeigen lassen, die von SPSS zur Verfügung gestellt werden und gut geeignet sind, um den Umgang mit SPSS und den statistischen Verfahren zu erlernen.
Hilfe aufrufen. In der Gruppe Erste Schritte finden Sie einige Links, mit denen Sie ein Lernprogramm starten oder eine Online-Hilfe aufrufen können.
Konto verwalten. Mit dem Eintrag Konto verwalten rufen Sie den Zugang zu Ihrem IBM-Nutzerkonto auf, in dem Sie ihre SPSS-Lizenz einsehen und verwalten können.
Neuerungen. Im Bereich Neuerungen können Sie sich über neue Funktionen von SPSS informieren.
Soll dieses Dialogfeld beim Starten von SPSS künftig nicht mehr eingeblendet werden, kreuzen Sie die Option Dieses Dialogfeld nicht mehr anzeigen an. SPSS wird dann in Zukunft automatisch mit einer leeren Datendatei gestartet. Sie können das Begrüßungsdialogfeld dennoch jederzeit bei der Arbeit mit SPSS aufrufen; wählen Sie hierzu einfach den Befehl Datei, Begrüßungsdialogfeld.
Abb. 2.1: Auswahl-Dialogfeld beim Start von SPSS
Wenn das Programm SPSS geöffnet ist, ist auch immer mindestens ein Daten-Editor mit einer Datendatei geöffnet. Das Schließen des Daten-Editors bzw. der letzten geöffneten Datendatei ist daher gleichbedeutend mit dem Beenden von SPSS. Dies unterscheidet den Daten-Editor von anderen SPSS-Fenstern. Beispielsweise können Sie jederzeit sämtliche Ausgabedateien und damit den Viewer schließen, ohne SPSS zu beenden. Tatsächlich gibt es verschiedene Möglichkeiten zum Beenden von SPSS:
Wählen Sie in einem beliebigen SPSS-Fenster den Befehl Datei, Beenden.
Schließen Sie den Daten-Editor, indem Sie aus seinem Systemmenü den Befehl Schließen wählen. Diesen Befehl können Sie auch über die Tastenkombination Alt + F4 aufrufen. Ebenso können Sie die Schaltfläche mit dem Kreuz in der rechten oberen Fensterecke zum Schließen verwenden.
Beim Beenden von SPSS werden sämtliche zu SPSS gehörenden Fenster geschlossen. Sind dabei noch Dateien geöffnet, die seit dem letzten Speichern bearbeitet wurden, werden Sie von SPSS gefragt, ob die Änderungen nun gespeichert werden sollen. Sie können dies bejahen, verneinen oder den Vorgang des Beendens von SPSS abbrechen. Wenn Sie die Frage verneinen, werden alle Änderungen seit dem letzten Speichern verworfen, und die betreffenden Dateien liegen anschließend in der Form vor, in der sie zuletzt gespeichert wurden.
Bei der Arbeit mit SPSS werden Sie es mit unterschiedlichen Arten von Dateien zu tun bekommen. Dabei sind im Wesentlichen vier unterschiedliche Dateitypen relevant:[1]
Datendateien: *.sav. In Datendateien können die zu analysierenden Daten gespeichert und bearbeitet werden. Die Dateien haben einen tabellenförmigen Aufbau und ähneln den Tabellen in einer Tabellenkalkulation. Alle Daten, die mithilfe von SPSS-Prozeduren untersucht und ausgewertet werden sollen, müssen zuvor in eine Datendatei im SPSS-Format eingefügt werden. Hierzu können Sie die Daten entweder direkt in eine SPSS-Datendatei eingeben oder aus einer bereits bestehenden Datei mit fremdem Dateiformat wie beispielsweise einer Excel-Tabelle, einer Access-Datenbank oder einer einfachen Textdatei einlesen. Während einer laufenden SPSS-Sitzung ist stets mindestens eine Datendatei geöffnet, und sei es eine vollkommen leere.
Ausgabedateien: *.spv. Nahezu alle von SPSS generierten Ergebnisse werden in Ausgabedateien geschrieben. Dort können die Ergebnisse nicht nur betrachtet, sondern auch bearbeitet, gelöscht oder kopiert werden. Sie können sowohl Ergebnisse aus einer Ausgabedatei in fremde Anwendungen kopieren als auch umgekehrt Objekte (im Wesentlichen Texte oder Grafiken) aus fremden Anwendungen in eine SPSS-Ausgabedatei einfügen. Anders als bei den Datendateien ist es möglich, ohne eine geöffnete Ausgabedatei mit SPSS zu arbeiten. Das Format der Ausgabedateien hat sich mit SPSS 16 gegenüber früheren Programmversionen grundlegend geändert. Mit älteren Programmversionen erstellte Ausgabedateien (mit der Namenserweiterung *.spo) können mit Programmversionen ab SPSS 16 nicht mehr geöffnet werden.
Syntaxdateien: *.sps. In Syntaxdateien können einzelne Befehle und vollständige Programme in einer speziellen Programmiersprache geschrieben, gespeichert und ausgeführt werden. Die Verwendung derartiger Befehle und Programme stellt grundsätzlich eine Alternative zur Arbeit mit den Menübefehlen und Dialogfeldern dar, bietet aber zum Teil mehr Möglichkeiten als die benutzerfreundlichen Dialogfelder. Die Syntaxdateien haben das Format einfacher Textdateien. Daher ist es auch möglich, beliebige Dateien, die im einfachen Textformat gespeichert sind, in SPSS als Syntaxdatei zu öffnen.
Scriptdateien: *.wwd/*.sbs. Auch in Scriptdateien werden Programme geschrieben, die gespeichert und jederzeit ausgeführt werden können. Anders als bei Syntaxdateien werden diese Programme jedoch nicht in der Syntaxsprache von SPSS formuliert, sondern in Python oder unter Windows alternativ auch in Basic.
Wie die meisten Programme, die auf das Arbeiten unter Windows oder macOS ausgelegt sind, bietet auch SPSS die Möglichkeit, Befehle durch das Anklicken von Symbolen aufzurufen. Die einzelnen Symbole sind in einer Symbolleiste angeordnet, und diese wiederum wird meistens am oberen oder unteren Bildschirmrand dargestellt. In SPSS stehen für fast alle Befehle Symbole zur Verfügung, die als Alternative zum Aufrufen des jeweiligen Menübefehls einfach angeklickt werden können. Würden alle diese Symbole gleichzeitig auf dem Bildschirm angezeigt, nähmen sie schon fast die gesamte Bildfläche ein; daher enthalten die sichtbaren Symbolleisten per Voreinstellung nur eine begrenzte Auswahl der grundsätzlich verfügbaren Symbole. Sie haben jedoch die Möglichkeit, die Zusammensetzung einer bestehenden Symbolleiste beliebig zu verändern. Ebenso können Sie neue Symbolleisten erstellen und bestehende Symbolleisten jederzeit ein- und ausblenden. Zusätzlich ist es möglich, eigene Symbole zu kreieren und diese einem Syntaxprogramm oder einer Anwendung zuzuordnen, sodass das Programm bzw. die Anwendung durch Anklicken des Symbols gestartet wird.
Für die Verwaltung der Symbolleisten in SPSS gelten die folgenden Regeln:
Es gibt mehrere von SPSS zur Verfügung gestellte Symbolleisten, die Sie auch noch um eigene, selbst erstellte Symbolleisten ergänzen können. Für jede dieser Symbolleisten können Sie die Zusammenstellung der Symbole verändern.
Eine Symbolleiste kann den einzelnen Dateitypen zugeordnet werden. Dies bewirkt, dass die Symbolleiste bei der Arbeit mit Dateien des entsprechenden Typs angezeigt wird, während sie bei der Arbeit mit anderen Dateitypen nicht zur Verfügung steht. Hierbei wird zwischen den folgenden drei Dateitypen unterschieden:
Datendateien, die mit dem Daten-Editor bearbeitet werden
Ausgabedateien, die im Viewer bearbeitet werden
Syntaxdateien, die im Syntax-Editor bearbeitet werden
Die Zuordnung einer Symbolleiste zu den Dateitypen stellt eine Eigenschaft der Symbolleiste dar. Möchten Sie also eine Symbolleiste, die aktuell nur dem Daten-Editor zugeordnet ist, auch bei der Arbeit mit dem Ausgabenavigator anzeigen lassen, müssen Sie die Eigenschaft der betreffenden Symbolleiste ändern und nicht etwa eine Eigenschaft des Viewers für Ausgabedateien (siehe unten).
Hinweis
Neben den hier aufgeführten Dokumenttypen kennt SPSS auch den Diagramm-Editor, mit dem Diagramme bearbeitet werden, sowie einen Script-Editor zur Bearbeitung von Script-Dateien. Auch diese Editoren verfügen über eigene Symbolleisten mit spezifischen Symbolen, diese lassen sich jedoch nicht wie die übrigen Symbolleisten bearbeiten oder anpassen.
Jede Symbolleiste kann jederzeit ein- und ausgeblendet werden. Das Einblenden einer Symbolleiste bewirkt, dass diese bei der Arbeit mit den Dateitypen, denen sie zugeordnet ist, automatisch angezeigt wird. Damit eine Symbolleiste bei der Arbeit mit einem bestimmten Dateityp angezeigt wird, muss sie also zum einen dem betreffenden Dateityp zugeordnet und zum anderen auch aktuell eingeblendet sein.
Beispiel
SPSS stellt eine Symbolleiste zur Verfügung, die speziell für die Arbeit mit dem Daten-Editor vorgesehen ist. Diese Symbolleiste besitzt die Eigenschaft, nur dem Daten-Editor (also der Arbeit mit Datendateien) zugeordnet zu sein. Sie können sie daher bei der Arbeit mit dem Daten-Editor beliebig ein- und ausblenden, es gibt jedoch unmittelbar keine Möglichkeit, die Symbolleiste bei der Arbeit mit dem Viewer für Ausgabedateien anzuzeigen. Hierzu müssen Sie zunächst die Eigenschaft der Symbolleiste so ändern, dass sie auch dem Viewer zugeordnet ist. Anschließend wirkt sich das Ein- und Ausblenden der Symbolleiste auch auf die Arbeit mit dem Viewer aus.
Um Symbolleisten, die dem aktuell geöffneten Dateityp zugeordnet sind, ein- oder auszublenden, gehen Sie folgendermaßen vor:
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine beliebige Stelle einer eingeblendeten Symbolleiste.
Dadurch wird ein Kontextmenü angezeigt, in dem unter anderem alle dem aktuellen Dateityp zugeordneten Symbolleisten aufgeführt werden. Die aktuell eingeblendeten Symbolleisten sind mit einem Häkchen markiert. Um eine Symbolleiste aus- oder einzublenden, entfernen bzw. setzen Sie dieses Häkchen im Kontextmenü.
Ist keine Symbolleiste eingeblendet, sodass Sie das Kontextmenü nicht öffnen können, steht zum Ein- und Ausblenden von Symbolleisten die im Folgenden beschriebene Vorgehensweise zur Verfügung.
Um eine beliebige Symbolleiste ein- oder auszublenden, wählen Sie zunächst den Befehl Ansicht, Symbolleisten, Anpassen. Alternativ hierzu können Sie auch mit der rechten Maustaste auf eine beliebige Stelle einer Symbolleiste klicken und aus dem damit geöffneten Kontextmenü den Befehl Anpassen wählen. Durch beide Vorgehensweisen wird das Dialogfeld aus Abbildung 2.2 geöffnet.
Abb. 2.2: Dialogfeld des Befehls Ansicht, Symbolleisten, Anpassen zum Ein- und Ausblenden von Symbolleisten
Fenster. In der Dropdown-Liste Fenster werden die drei Dateitypen aufgeführt, denen eine Symbolleiste zugeordnet werden kann. Sobald Sie in dieser Liste einen Dateityp auswählen, werden in dem Feld Symbolleisten alle Symbolleisten angegeben, die diesem Dateityp zugeordnet sind. Um alle insgesamt zur Verfügung stehenden Symbolleisten aufzulisten, können Sie in der Dropdown-Liste Fenster den Eintrag Alle wählen.
Symbolleisten. Kreuzen Sie hier die Symbolleisten an, die eingeblendet werden sollen, und heben Sie entsprechend die Markierung bei den auszublendenden Symbolleisten auf. Beachten Sie, dass sich das Einblenden von Symbolleisten nur bei den Dateitypen bemerkbar macht, denen die betreffende Symbolleiste zugeordnet ist.
QuickInfo anzeigen. Sobald Sie den Mauszeiger über eine Schaltfläche auf einer Symbolleiste bewegen, wird neben dem Mauszeiger eine Kurzbeschreibung der Funktion der Schaltfläche eingeblendet. Die Anzeige dieser Kurzbeschreibung können Sie mit der Option QuickInfo anzeigen ein- und ausschalten.
Große Schaltflächen. Kreuzen Sie diese Option an, um die Schaltflächen auf den Symbolleisten besonders groß anzuzeigen.
Bearbeiten. Mit dieser Schaltfläche öffnen Sie ein Dialogfeld, in dem Sie die im Feld Symbolleisten ausgewählte Symbolleiste bearbeiten können. Insbesondere können Sie einzelne Schaltflächen von der Symbolleiste entfernen oder neue Schaltflächen hinzufügen und die Zuordnung der Symbolleiste zu den einzelnen Dateitypen ändern, siehe hierzu auch den Abschnitt 2.4.2.
Neue Symbolleiste. Die Schaltfläche Neu dient dem Erstellen einer neuen Symbolleiste. Zunächst wird das Dialogfeld aus Abbildung 2.3 eingeblendet. Legen Sie hier in dem Feld Name der Symbolleiste einen Namen für die neue Symbolleiste fest und kreuzen Sie in der Gruppe In den folgenden Fenstern anzeigen die Dateitypen an, bei denen die Symbolleiste zur Verfügung stehen soll. Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche Bearbeiten, um ein weiteres Dialogfeld zu öffnen, in dem Sie die einzelnen Schaltflächen für die Symbolleisten auswählen können. Die Vorgehensweise hierzu wird im folgenden Abschnitt beschrieben; das durch die Schaltfläche Bearbeiten geöffnete Dialogfeld ist in Abbildung 2.4 wiedergegeben.
Abb. 2.3: Erstellen einer neuen Symbolleiste
Sie können eine eingeblendete Symbolleiste frei auf dem Bildschirm verschieben. Klicken Sie hierzu mit der Maus an einer beliebigen Stelle auf den äußersten linken Rand der Symbolleiste und halten Sie die Maustaste gedrückt, während Sie die Symbolleiste an die gewünschte neue Position ziehen. Sie können die Symbolleiste nun frei innerhalb des Programmfensters verschieben. Dabei wird für die Symbolleiste zusätzlich eine Titelleiste angezeigt. Die Titelleiste weist am rechten Rand eine Schaltfläche mit einem Kreuz auf, mit der Sie die Symbolleiste wieder an ihrer Ausgangsposition am oberen Fensterrand verankern können.
Sie können einer bestehenden Symbolleiste neue Schaltflächen hinzufügen oder bestehende Schaltflächen daraus entfernen. Wird die Symbolleiste, die Sie verändern möchten, aktuell angezeigt, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine beliebige Stelle dieser Symbolleiste und wählen aus dem damit geöffneten Kontextmenü den Befehl Anpassen. Wenn Sie eine nicht sichtbare Symbolleiste bearbeiten möchten, verwenden Sie den Menübefehl Ansicht, Symbolleisten, Anpassen.
Dieser Befehl öffnet zunächst das Dialogfeld aus Abbildung 2.2. Markieren Sie hier in der Liste Symbolleisten die zu bearbeitende Symbolleiste durch einfaches Anklicken des entsprechenden Eintrags und wählen Sie anschließend die Schaltfläche Bearbeiten. Daraufhin erhalten Sie das Dialogfeld aus Abbildung 2.4.
Abb. 2.4: Anpassen einer Symbolleiste
Im unteren Bereich des Dialogfelds wird die zu bearbeitende Symbolleiste in ihrem aktuellen Erscheinungsbild angezeigt. In Abbildung 2.4 handelt es sich dabei um die voreingestellte Symbolleiste für Datendateien. Bei einer neu erstellten Symbolleiste (siehe [hier]) ist die Fläche der Symbolleiste zunächst leer.
Schaltflächen entfernen. Um eine Schaltfläche von der Symbolleiste zu entfernen, ziehen Sie diese einfach mit der Maus von der Symbolleiste herunter.
Schaltflächen hinzufügen. Für nahezu jeden Menübefehl bei SPSS steht auch eine Schaltfläche zur Verfügung. Im oberen Bereich des Dialogfeldes können Sie sich alle Schaltflächen anzeigen lassen, wobei die Schaltflächen ebenso nach Kategorien (Menüs) geordnet sind wie die entsprechenden Menübefehle. Wählen Sie in der Liste Kategorien einen Eintrag aus, um sich die zugehörigen Schaltflächen in der Liste Aktionen anzeigen zu lassen. Um der Symbolleiste eine Schaltfläche hinzuzufügen, ziehen Sie diese aus der Liste Aktionen auf die Symbolleiste. Die neue Schaltfläche wird links neben der Schaltfläche eingefügt, auf die Sie sie mit der Maus gezogen haben.
Abstand einfügen. Als obersten Eintrag führt die Liste Aktionen stets ein Trennzeichen (Abstand) auf. Ziehen Sie dieses genauso wie andere Schaltflächen auf die Symbolleiste, um an der betreffenden Stelle einen Freiraum einzufügen.
Wenn Sie an einer von SPSS zur Verfügung gestellten Symbolleiste Änderungen vorgenommen haben, können Sie für diese jederzeit mit der Schaltfläche Symbolleiste zurücksetzen den Ursprungszustand wiederherstellen. Dies wirkt sich sowohl auf die Zusammensetzung der Schaltflächen als auch auf mögliche Änderungen an den Bildern der Schaltflächen aus.
Selbst erstellte Symbolleisten können Sie mit der Schaltfläche Symbolleiste löschen vollständig entfernen. Diese Möglichkeit besteht für Symbolleisten, die von SPSS bereitgestellt wurden, nicht.
Die Schaltfläche Symbolleisteneigenschaften öffnet ein Dialogfeld, in dem Sie den Namen der Symbolleiste und insbesondere ihre Zuordnung zu den einzelnen Dateitypen ändern können, siehe Abbildung 2.3.
Sie können die Bilder bestehender Schaltflächen bearbeiten:
Markieren Sie die zu bearbeitende Schaltfläche auf der Symbolleiste. Alle nachfolgenden Änderungen an der Schaltfläche wirken sich ausschließlich auf das markierte Symbol in der betreffenden Symbolleiste aus. Ist die gleiche Schaltfläche auch in anderen Symbolleisten enthalten, bleibt das Erscheinungsbild dort unverändert.
Wählen Sie die Schaltfläche Bild ändern. Diese öffnet ein Dialogfeld, in dem Sie eine Bilddatei in einem der Formate .bmp, .png, .gif oder .jpg auswählen können. Wählen Sie hier die Bilddatei aus, die das neue Bild für die Symbolleiste liefern soll.
Wenn Sie das Dialogfeld mit der Schaltfläche Öffnen wieder schließen, wird das Bild der ausgewählten Bilddatei auf die Schaltfläche übertragen. Dabei wird das Bild ggf. in der Größe so skaliert, dass es auf der Schaltfläche dargestellt werden kann. Dies kann natürlich nur dann zu sinnvollen Ergebnissen führen, wenn die verwendete Bilddatei in ihrer Größe bereits ungefähr der Größe einer Schaltfläche entspricht.
Sie können eigene Symbole erstellen, mit denen sich Syntax- oder Scriptprogramme ausführen oder neue Anwendungen starten lassen. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:
Neues Symbol. Klicken Sie auf die Schaltfläche Neues Symbol. Diese Schaltfläche öffnet das Dialogfeld aus Abbildung 2.5.
Beschreibung. Geben Sie im Feld Beschriftung eine Kurzbeschreibung für die Schaltfläche ein. Diese Kurzbeschreibung wird auch als QuickInfo verwendet.
Aktion. Wählen Sie, ob die Schaltfläche eine fremde Anwendung wie beispielsweise Excel oder Access starten oder ein Syntax- oder Scriptprogramm ausführen soll. Wenn Sie durch die Schaltfläche eine fremde Anwendung aufrufen, besteht die Möglichkeit, gleichzeitig Daten aus der aktuell geöffneten Datendatei in diese Anwendung zu übergeben. Wählen Sie hierzu in der Dropdown-Liste Daten übergeben als das Format aus, in dem die Daten übertragen werden sollen.
Dateiname. Geben Sie hier den Namen der auszuführenden Datei an. Wenn Sie mit der Schaltfläche eine fremde Anwendung starten, ist dies die Programmdatei der entsprechenden Anwendung. Andernfalls ist hier der Dateiname des auszuführenden Script- oder Syntaxprogramms anzugeben.
Abb. 2.5: Neu zu erstellendes Symbol beschreiben
Ebenso wie Symbolleisten lassen sich auch die Menüs individuell anpassen. Um die Menüstruktur zu verändern, wählen Sie den Befehl Ansicht, Menüeditor. Dieser Befehl öffnet das Dialogfeld aus Abbildung 2.6, in dem die Menüstruktur folgendermaßen verändert werden kann:
Anwenden auf. Wie die Symbolleisten unterscheiden sich auch die Menüs in Abhängigkeit vom jeweiligen SPSS-Fenster und damit in Abhängigkeit vom aktuell bearbeiteten Dateityp. Wählen Sie in der Dropdown-Liste Anwenden auf das SPSS-Fenster aus, dessen Menüstruktur Sie verändern möchten.
In dem Feld Menü wird daraufhin die derzeitige Menüstruktur dieses Fensters in Form eines Verzeichnisbaums dargestellt. Sie können der bestehenden Menüstruktur neue Menüs und neue Menübefehle hinzufügen. Manuell eingefügte Menüs und Befehle können Sie jederzeit wieder löschen, die voreingestellten Menüs und Befehle lassen sich hingegen nicht entfernen.
Menü einfügen. Markieren Sie den Eintrag, vor dem ein neues Menü eingefügt werden soll, und wählen Sie dann die Schaltfläche Menü einfügen. Beachten Sie, dass das neue Menü auf der gleichen Ebene eingefügt wird, auf der sich auch der markierte Eintrag befindet. Markieren Sie beispielsweise in Abbildung 2.6 vor dem Einfügen den Eintrag Datei, wird ein neues Hauptmenü erstellt. Markieren Sie dagegen den Eintrag Öffnen, fügen Sie in das Menü Datei ein Untermenü ein.
Das neu eingefügte Menü erhält per Voreinstellung den Namen Neues Menü; diesen Namen können Sie jedoch beliebig ändern. Markieren Sie hierzu den Eintrag und klicken Sie ihn danach erneut an. Anschließend können Sie den Namen editieren.
Neuen Befehl einfügen. Das Einfügen eines neuen Befehls erfolgt analog zum Einfügen eines neuen Menüs, mit dem einzigen Unterschied, dass Sie nun die Schaltfläche Eintrag einfügen verwenden müssen. Nach dem Einfügen eines neuen Befehls ist in der Gruppe Dateityp festzulegen, welches Programm durch den Menübefehl gestartet werden soll. Dies kann wahlweise eine Fremdanwendung, ein Syntaxbefehl oder ein Scriptprogramm sein. Zu den Einstellungen in dieser Gruppe siehe [hier].
Trennlinie einfügen. Mit der Schaltfläche Trennlinie einfügen können Sie vor einen Menübefehl eine Trennlinie in das Menü einfügen.
Löschen. Sie können manuell eingefügte Menüs und Menübefehle jederzeit wieder löschen. Markieren Sie hierzu den betreffenden Eintrag in dem Baum und klicken Sie auf die Schaltfläche Löschen oder tippen Sie die Taste Entf. Beachten Sie, dass mit dem Entfernen eines Menüs zugleich alle darin enthaltenen Menübefehle dauerhaft gelöscht werden.
Abb. 2.6: Dialogfeld des Befehls Ansicht, Menüeditor zum Anpassen der Menüstruktur
SPSS hält eine umfangreiche Online-Hilfe bereit, durch die Sie auf verschiedene Weise allgemeine oder kontextabhängige Hilfe erhalten können. In den jüngsten Programm-Versionen von SPSS handelt es sich dabei tatsächlich um eine Online-Hilfe im Internet, deren Nutzung somit eine bestehende Internetverbindung voraussetzt.
Nahezu jedes Dialogfeld enthält eine Schaltfläche Hilfe, mit der Sie sich eine kurze Beschreibung des gesamten Dialogfeldes anzeigen lassen können. Diese Beschreibung ist Bestandteil der übrigen Online-Hilfe, die Sie mit den Befehlen aus dem Hilfe-Menü aufrufen können (siehe unten).
Wenn Sie in der Online-Hilfe gezielt nach einem Stichwort oder Themenbereich suchen möchten, wählen Sie den Befehl Hilfe, Themen. Dieser Befehl öffnet die Online-Hilfe wie in Abbildung 2.7 dargestellt, die verschiedene Möglichkeiten zum Suchen nach einem Hilfethema bietet.
Abb. 2.7: Suchen in der Online-Hilfe
Inhalt. Auf der linken Seite finden Sie ein Inhaltsverzeichnis der Online-Hilfe. Die Einträge, neben denen ein Plussymbol dargestellt wird, bezeichnen übergeordnete Themenbereiche, die jeweils durch mehrere Einzelthemen abgedeckt werden. Um sich die Einzelthemen anzeigen zu lassen, klicken Sie auf den entsprechenden Eintrag oder das Plussymbol.
Sollte das Inhaltsverzeichnis bei Ihnen nicht zu sehen sein, können Sie es mit dem blauen Button Inhaltsverzeichnis am linken Fensterrand des Browsers einblenden.
Suchen. Am oberen Fensterrand finden Sie bei genauem Hinsehen ein Eingabefeld mit der Beschriftung Suchen IBM Knowledge Center. Damit können Sie nach einem beliebigen Stichwort in der Online-Hilfe suchen. Die Suchergebnisse beziehen sich nicht zwingend alle auf Ihre aktuelle SPSS-Version, sondern gegebenenfalls auch auf andere Anwendungen und Versionen, Sie können sie jedoch nachträglich auf bestimmte Anwendungen und Versionen einschränken.
[1] Neben den vier im Folgenden aufgeführten Dateitypen gibt es noch einige weitere SPSS-spezifische Dateiformate, in denen beispielsweise Mustervorlagen für Tabellen gespeichert werden. Zudem kann SPSS auch Dateien anderen Formats erzeugen bzw. bearbeiten, so beispielsweise Dateien im HTML-Format oder im einfachen Textformat.
In diesem Kapitel wird an einem sehr einfachen Beispiel der Ablauf einer vollständigen Datenanalyse mit SPSS demonstriert. Sie lernen dabei alle wesentlichen Arbeitsschritte kennen, die eine Analyse bei SPSS umfasst. Keiner dieser Arbeitsschritte wird detailliert erläutert – dazu dienen die nachfolgenden Kapitel dieses Buches. Hier geht es vielmehr darum, das generelle Vorgehen bei der Datenanalyse kennenzulernen. Dazu werden »Spieldaten« einer fiktiven Umfrage betrachtet. Es sei unterstellt, 20 Personen seien nach ihrem Alter sowie nach der Anzahl ihrer Kinobesuche im vergangenen Jahr gefragt worden. Ferner habe der Interviewer das Geschlecht der bzw. des Befragten notiert.
Um die Ergebnisse dieser »Umfrage« auszuwerten, wird im Folgenden zunächst eine neue Datendatei angelegt, für die anschließend die notwendigen Variablen definiert und danach die zu untersuchenden Daten eingegeben werden. Zum Abschluss erfolgt eine einfache Analyse der Daten, indem Kennzahlen berechnet und Diagramme erzeugt werden.
Starten Sie zunächst SPSS mit einer neuen, leeren Datendatei. Haben Sie SPSS bereits geöffnet, können Sie eine neue Datendatei mit dem Befehl Datei, Neu, Daten anfordern. Sofern Sie nicht mit einer älteren Programmversion als SPSS 14 arbeiten, wird eine möglicherweise bereits geöffnete Datendatei dadurch nicht automatisch geschlossen, sondern bleibt neben der neu erstellten Datendatei gleichzeitig geöffnet. Jede geöffnete Datendatei wird in einem eigenen Fenster angezeigt.
Lassen Sie die Datendatei in der Variablenansicht anzeigen. Klicken Sie hierzu am unteren Fensterrand auf den entsprechenden Reiter, siehe Abbildung 3.1
