Stadtgedanken - Ralf Conradshaus - E-Book

Stadtgedanken E-Book

Ralf Conradshaus

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Beschreibung

Der Autor begibt sich in die Gedankenwelt einer Städterin "Lea". Sie Lebt in einer Großstadt, alleine und ist zufrieden mit ihrem Individualismus. Sie hat zwar eine Freundin, aber die ist mit ihrem Freund beschäftigt. Diese Novelle regt zum Denken über das, alltägliche Leben an.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 28

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Stadtgedanken

StadtgedankenImpressum

Stadtgedanken

Novelle

Ralf Conradshaus

1

Es begann mit dem nichts tun. Lea schaute löcher in die Luft und hing ihren Gedanken nach. Sie saß im Sessel, schaute aus dem Fenster, sah die Bäume die sich im Wind bewegten. Hin und her wie ihre Gedanken. Sie war in keiner guten Verfassung, das spürte sie. Lea wusste noch nicht was sie in diese Situation gebracht hat. Aber das denken half. Ja sicher, sie war gesund und munter. Man konnte sich gut mit ihr unterhalten. Das war es was sie am Leben hielt die innere Klarheit der Gedanken. „Ich denke also bin ich“, ein bekannter Satz dem Lea gerade nachhing. Ein Satz der einen am Leben hielt und Rechtfertigung für das Denken an sich ist. Es ist eben eine Beschäftigung seinen Gedanken nachzuhängen, sich Fragen zu stellen, die man beantworten kann. Sicher gibt es auch Fragen die nicht beantwortet werden können. Diese kreisten Lea im Kopf herum und hörten nicht auf einer Gedankenspirale gleich. Sie machte sich sorgen wie es um sie steht.

Lea lebte alleine ohne Freund, aber sie hatte eine feste Freundin, Beate, das war ein Hoffnungsschimmer in ihrer Gedankenwelt. Die beiden hatten schon viel erlebt. Gemeinsame Kneipenbesuche mit Beates Freund, der sich als Glücksfall für Beate herausstellte. Er war sehr umgänglich und konnte die beiden emanzipierten Frauen gut unterhalten. Gewöhnlich trafen sie sich in der Kneipe am Eck. Heute jedoch war Montag und die Kneipe hatte zu. Allein ging Lea nie raus, sie hatte zu viel angst vor den Unwägbarkeiten der Straße. Es konnte soviel passieren, was man sich da alles ausmalen konnte… Man konnte ausgeraubt werden, ein Verkehrsunfall oder einfach Betrug wenn man zum Kiosk ging und das Wechselgeld nicht richtig zurückbekommt. Ärgerlich wenn man bedenkt das, das jederzeit passieren konnte. Warum ist das so, fragte sich Lea gründlich in ihren unausgesprochenen Gedanken. Ich lebe halt in der Stadt und auf dem Dorf gibt es andere Gefahren. Das Leben ist zuweilen gefährlich. Als Frau Heut zu Tage anerkannt, ein Fortschritt in der Generationenfrage, ist doch das Leben gefährlich geblieben. Man braucht Mut zum Leben in der Stadt, die so vielfältig ist das man sich gar nicht entscheiden kann, was man zuerst tun soll.

Lea fragte sich ob sie heute allein bleiben soll, oder ob sie Beate anrufen könnte. Nein dachte sie heute bleibe ich allein in meiner kleinen Wohnung mit meinen Gedanken. Sie schrieb Tagebuch, manchmal jeden Tag, manchmal ein zwei Wochen keinen Eintrag. Wie es eben so kommt. Damit das Leben, die Tage, die Minuten der Ereignisse nicht verloren geht, hat es seinen Sinn. Um später im Leben darauf noch einmal zurückzugreifen und sich zu erinnern. Manchmal ein Wagnis, weil die Tage des Lebens im Tagebuch vorbei sind und nicht wiederkommen. Die Erinnerung ist für Lea wichtig, sie will sich nicht vergessen. Das Wagnis besteht darin das die Zeit vergangen ist und sie Heute anders gedacht wird. Man kann die Zeit nicht zurückdrehen und das ist auch gut so. Ansonsten würde es keinen Fortschritt geben und die Welt in der wir leben still stehen. Der Zeit ist man nichts schuldig weil es für Jeden Tag und Nacht gibt. Mit seinen Gedanken in der Gesellschaft die, die Zeit vorgibt zu haben, ist man sein Leben lang. Wenn man denn nicht allein ist. Die Zeit ist etwas wesentliches, zeitloses sie schreitet immer voran, geht nie rückwärts. Die Zeit zu haben oder die Uhr zu haben, erklärt einiges im Leben der westlichen Welt und nicht der Erde die uns die Natur gegeben hat.