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W. Kimball Kinnison: „Die Verbannten von Phoenix – und die neue Chance auf Vetusta!“ Die Wirren auf Phönix haben eine klare Teilung der hiesigen menschlichen Besatzung bewirkt (siehe Doppelband 61/62) – und münden beinahe zwangsläufig in folgende Hauptereignisse: 1. Die auf Phönix zurückgebliebenen Bernstein, Claydon & Co. müssen verbissen um ihr Leben kämpfen, denn das mächtige Reich Estarturith bläst zum »Sturm auf Xarith«. 2. Auf Vetusta indessen, wo sich die vor den Wirren auf Phoenix Geflohenen aufhalten, erhält ein abgestürztes Raumschiff (siehe auch Band 42, »Das Schiff der Götter«) durch die Menschen eine unerwartete Chance – und so erfüllt sich »For Pers Traum«. Dies alles wird nachzulesen sein, natürlich original, exklusiv und von »vor Ort« geschildert von W. Kimball Kinnison! Hier und heute, beginnend mit »Sturm auf Xarith«. Die Hauptpersonen: Cassius Claydon – ein großer ritterlicher Kämpfer Walt Webster – ein furchtloser Streitwagenlenker Jerry Bernstein – gibt nur wichtige Tipps Trudi Rammstein – eine standfeste Amazone Pieto – erlebt seine Star-Gate-Premiere Walter Barnes – gönnt sich einen ungewöhnlichen Urlaub Scara the Mouch – macht auf Reiseführer, ist aber »Schlösserspezialist« Resnar – ein uralter, ganz Phönix bereisender Groß-Magier Kardas – ein Reiterführer des Fürsten Darilos von Xarith Daskar – ein Feldherr König Drogorns III. von Estarturith ________________________________________ Urheberrechte am Grundkonzept zu Beginn der Serie STAR GATE - das Original: Uwe Anton, Werner K. Giesa, Wilfried A. Hary, Frank Rehfeld. Copyright Realisierung und Folgekonzept aller Erscheinungsformen (einschließlich eBook, Print und Hörbuch) by hary-production.de Coverhintergrund: Anistasius * Titelbild: Karl-Heinz R. Friedhoff Lektorat: Werner Schubert
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Veröffentlichungsjahr: 2015
Sturm auf Xarith
von W. Kimball Kinnison: „Die Verbannten von Phoenix – und die neue Chance auf Vetusta!“
Die Wirren auf Phönix haben eine klare Teilung der hiesigen menschlichen Besatzung bewirkt (siehe Doppelband 61/62) – und münden beinahe zwangsläufig in folgende Hauptereignisse:
1. Die auf Phönix zurückgebliebenen Bernstein, Claydon & Co. müssen verbissen um ihr Leben kämpfen, denn das mächtige Reich Estarturith bläst zum »Sturm auf Xarith«.
2. Auf Vetusta indessen, wo sich die vor den Wirren auf Phoenix Geflohenen aufhalten, erhält ein abgestürztes Raumschiff (siehe auch Band 42, »Das Schiff der Götter«) durch die Menschen eine unerwartete Chance – und so erfüllt sich »For Pers Traum«.
Dies alles wird nachzulesen sein, natürlich original, exklusiv und von »vor Ort« geschildert von W. Kimball Kinnison! Hier und heute, beginnend mit »Sturm auf Xarith«.
Die Hauptpersonen:
Cassius Claydon – ein großer ritterlicher Kämpfer
Walt Webster – ein furchtloser Streitwagenlenker
Jerry Bernstein – gibt nur wichtige Tipps
Trudi Rammstein – eine standfeste Amazone
Pieto – erlebt seine Star-Gate-Premiere
Walter Barnes – gönnt sich einen ungewöhnlichen Urlaub
Scara the Mouch – macht auf Reiseführer, ist aber »Schlösserspezialist«
Resnar – ein uralter, ganz Phönix bereisender Groß-Magier
Kardas – ein Reiterführer des Fürsten Darilos von Xarith
Daskar – ein Feldherr König Drogorns III. von Estarturith
Urheberrechte am Grundkonzept zu Beginn der Serie STAR GATE - das Original:
Uwe Anton, Werner K. Giesa, Wilfried A. Hary, Frank Rehfeld
Copyright Realisierung und Folgekonzept aller Erscheinungsformen (einschließlich eBook, Print und Hörbuch) by www.hary-production.de
Diese Fassung: © 2013 by HARY-PRODUCTION ISSN 1860-1855
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Coverhintergrund: Anistasius * Titelbild: Karl-Heinz R. Friedhoff
Lektorat: Werner Schubert
Zur gleichen Zeit, als die mehr als achtzig Personen umfassende Gruppe menschlicher Flüchtlinge, bestehend aus Jerry Bernstein, Cassius Claydon, dem CC- und WW-Club sowie Wissenschaftlern und weiteren Söldnern, die rettenden Mauern von Xarith erreichten, schritt der hochgewachsene Bulowa-General Daskar durch die hehren Hallen des hoch aufragenden Schlosses seines Herrschers, Drogorn III., König des mächtigen Reiches Estarturith, inmitten der riesigen Stadt Momphracemt. Er verbeugte sich vor dem Thron nur so tief, wie sein Rang es ihm abnötigte. Jedoch gab es im ganzen Reich nur eine einzige Person, die ihr Haupt weniger senken musste als er und die bei dieser Audienz direkt neben ihm stand: der oberste Magier Narcon.
Daskar bekam aus den Händen seines unvergleichlichen Herrschers feierlich das goldene Schwert der Eroberung überreicht. Dessen Besitz erhob ihn zum Feldherrn dieses Krieges und verlieh ihm somit die unbeschränkte Macht während des folgenden Heerzugs. Anschließend wurde dem Magier Narcon der silberne Ring mit dem diamantbesetzten Siegel über den linken Mittelfinger gestreift, welcher den Träger als Vizekönig des Nordkontinents des Planeten Phönix auswies. Das diesem neuen Amt zugeordnete Gebiet sollte der General neben ihm nun erobern. Aber in ihrer aller Augen war dies schon so gut wie geschehen, denn der große Held Daskar würde die trutzige Stadtfestung Xarith stürmen und die Macht des Fürsten Darilos brechen, so dass dieser ferne Erdteil ohne weitere Gegenwehr Estarturith zufiele.
»Hierher!«
Cassius Claydon schrie nicht, er brüllte förmlich, und tatsächlich warf ihm Walt Webster den harten Ledergummiball mit Wucht hinüber. Tschack! CC hatte ihn im Netz und sauste Richtung feindliches – nicht doch! Sportlich denken!, ermahnte er sich innerlich – gegnerisches Tor, um ihn darin zu versenken. Doch die kleinen flinken Gegenspieler um ihn herum ließen sich nicht abschütteln, und mit einem Trick, den er auf der Erde noch nie gesehen hatte, luchsten sie ihm seine Beute wieder ab.
Tschack, tschack, tschack, tschack, tschack – jetzt ging es in die andere Richtung, zu seinem eigenen Tor hin, und er schaltete sofort seinen Rückwärtsgang ein, um rechtzeitig in die Abwehr zurückzukommen. Doch er war einfach zu massig, und das Tor fiel bereits, als er noch nicht einmal die Mittellinie erreicht hatte. Der weitaus größte Teil der Zuschauer jubelte frenetisch, und mit hörbarer Enttäuschung in der Stimme deklamierte daraufhin der Ansager in seiner Sprache, die aber keiner der Einheimischen verstand: »Xarith Princes versus CC- and WW-Club: 18 to 6!«
Doch sogleich erfolgte die Übersetzung ins Idiom der hiesigen Bulowas, denn Jerry Bernstein hatte dem Translator eine Zeitverzögerung einprogrammiert, damit er erst ansprang, wenn er eine längere Sprechpause machte.
Dieses Tor war auch der letzte Spielzug gewesen, denn nun winkte der Schiedsrichter – es war der große Magier Resnar – das Match ab.
»Shit!«, stieß Cassius Claydon lauthals fluchend aus und sank auf der Spielerbank zusammen wie ein Häufchen Elend, denn zu verlieren, das war nicht sein Ding, das hasste er wie die Pest. »Absolut echter Bullshit!«
»Tja, die sind eben besser als wir. Das Lacrosse-Spiel kommt ihrer Konstitution viel mehr entgegen als uns, und wir haben es mit ungewohnter Umgebung zu tun«, versuchte ihn Walt Webster sogleich zu beruhigen, obwohl er ganz genau wusste, dass sein Chief in solchen Dingen vollkommen untröstlich war.
So war es, und der Schwarze seufzte nur: »Johnny Red Cloud! Den Indianer müssten wir hier haben, dann sähe die Sache schon ganz anders aus. Aber der ist ja tot!«
Webster zuckte zusammen und zischte vorwurfsvoll: »Pscht, CC! Erwähne diesen Namen nie wieder! Die meisten von unserem Club hier haben immer noch einen tierischen Hass auf diese vermeintliche Killerbande. Die wollen die wahren Hintergründe gar nicht sehen.«
»O. K., schon gut! Nur schade aber, dass wir hier keine Eisfläche zustande bekommen können. Da drauf würden wir die mal so richtig durchchecken!«
»Ich fürchte, du kapierst auch modernes Eishockey nicht. Da sind Kraftprotze nicht mehr gefragt. So schnelle Burschen wie diese Bulowas werden auch darauf gut zurechtkommen.«
»Schon gut. Wieder O. K.! Aber wer ist denn bloß auf diese dämliche Idee mit dem Trikottausch gekommen? Wer, zum Teufel, steht auf matschbeschmierte Shirts mit stinkendem Bulowa-Schweiß intus, he? Und bei mir erst – mein Trikot auf’m Bulowa, was ihn glatt darunter verschwinden lässt, und ich geh’ gar nicht erst in seines rein!«
»Tja«, Walt grinste breit und breiter, »das kannst du dir doch eigentlich denken – meine vier Jungs aus Trudis Obhut sind draufgekommen!«
»Ach, die machen wohl vor nichts halt, was? Aber dass wir hier bloß keinen Ärger mit den Einheimischen kriegen! Wir wissen nicht, wie das hier so läuft mit dem Bum…, na, du weißt schon!«
»Doppelt so gut wie bei uns!«
»Hä, wieso das denn?«
»Hey, sag’ bloß nicht, du hast das noch nicht mitgekriegt, wie das hier bei den Bulowas läuft?«
»Was denn? Wie denn nun?«
Walt wieherte los: »Ächt? Du weißt es nicht? Du bist doch sonst nicht auf den Kopf gefallen! Ha, ha, ha!«
»Walt! Jetzt spuck’s aus. Oder ich nehme beim nächsten Spiel deinen Kopf als Ball!«, drohte Claydon, Webster scherzhaft die rechte Faust an die linke Kinnbacke setzend.
»Das ist doch ganz einfach – die haben nämlich zweie!«
»Zweie? Wie, was, zweie? Ich versteh’ nur Star Gate!«
»Mann, CC! Zweie unten, hier da, wo wir nur einen haben, und die Damen haben natürlich genauso viele Möglichkeiten zum Einstecken! Klaro!«
»Aoooh, ächt? Ei, ei, ei, das traut man den kleinen Leutchen ja gar nicht zu. Nicht wahr? So ist das also? Hm, haben die auch zwei A…? Ähm, schon gut, schon gut, wir wollen mal nicht übertreiben mit der anatomischen Neugier. Trotzdem weißt du auch nicht, wie die Männer hier untereinander sind, ob es hier auch so Ausnahmen gibt wie bei unsereiner, Walt. Darum Pfoten weg auch von den männlichen Bulowas! Das ist jetzt ein Befehl! Instruiere also vor allem deine ganz speziellen Jungs! Verstanden, Lieutenant?«
»Ja, Chief! Ähm, zu Befehl, Commander Claydon!«
»Gut, und jetzt gehen wir etwas richtig Gutes essen, um diese sauschwere Niederlage leichter zu verdauen.«
Wieder einmal knurrte laut der Magen von Walter Barnes. Seufzend streichelte der dickliche Wissenschaftler liebevoll seinen ansehnlichen Bauch, der aber längst keine richtige Wampe mehr war. Er versuchte, ihm zuzureden: »Tja, mein Guter. Leider habe ich nichts Gescheites mehr für dich, mein Lieber. Sogar fast gar nichts mehr! Damit musst du dich endlich einmal abfinden!«
Doch ein erneutes tiefes Brummeln in seinem Inneren meldete ihm, dass sein hungriges Verdauungsorgan gänzlich anderer Meinung war, und auch Pieto, der neben ihm auf dem Boden saß, schüttelte nur den Kopf: »Reden nicht satt machen, Mister Barnes. Bauch hört nicht auf dich, will Essen haben! Hat recht. Meiner hat auch recht!«
Barnes stöhnte lethargisch vor sich hin. Schon seit über vier Wochen steckten sie in diesem Star-Gate-Gebäude fest, weil William Maverick das Tor zur Anlage durch eine Sicherheitssperre versiegelt hatte. Immerhin hatte er diesem Mann und seinen undurchsichtigen Absichten wohl einen dicken Strich durch die Rechnung machen können, weil er sich und Pieto vor dem letzten Transport gerettet hatte.
Sie kamen aber hier nicht mehr heraus und hatten bereits alles verdrückt, was sie beim Durchstöbern an Essbarem gefunden hatten. Zu ihrem Glück war das Geheimdepot, welches Claydon vor der Rebellion hier hatte anlegen lassen, nicht gänzlich geleert worden, sonst wären sie schon längst verhungert. Zwar konnten sie diesem Schicksal jederzeit durch die Nutzung des Star Gates entgehen. Allerdings, zu diesem Schritt hatte sich der Wissenschaftler bisher noch nicht durchringen können.
