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Ein Machtkampf zwischen Sternenflotten-Captains
Die Bewohner des Planeten Tenara sind Pazifisten und somit leichte Beute für die weniger friedlich gesonnenen M'Dok. Das Raumschiff Zenturio unter Captain Seianus wird zum Schutz der Tenaraner entsandt, aber schon bald in ein mörderisches Gefecht mit den M'Dok verwickelt. Die Enterprise eilt dem Kreuzer zu Hilfe. Captain Jean-Luc Picard setzt auf Verhandlungen, sein Kollege Seianus propagiert jedoch eine härtere Gangart und sucht die Auseinandersetzung im Kampf. Als Picard feststellt, dass Seianus versucht, die Gesellschaft von Tenara umzukrempeln, sieht er die Prinzipien der Föderation verraten. Ein Machtkampf zwischen zwei hochverdienten Sternenflotten-Captains entbrennt.
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Seitenzahl: 281
Veröffentlichungsjahr: 2014
Die Bewohner des Planeten Tenara sind hundertprozentige Pazifisten – und somit leichte Beute für die weniger friedlich gesonnenen M'Dok. Starfleet entsendet zum Schutz des Planeten das Raumschiff Zenturio. Doch Captain Seianus wird bald in ein mörderisches Gefecht gegen einen Kreuzer der räuberischen Katzenwesen verwickelt. Die Enterprise eilt ihm zu Hilfe.
Da die Tenaraner militärische Hilfe ablehnen, installieren die Crews der beiden Raumschiffe ein Satelliten-Überwachungssystem. Aber den M'Dok gelingt es, das elektronische Netz zu überlisten. Trotz des blutigen Überfalls setzt Captain Jean-Luc Picard weiterhin auf Verhandlungen.
Sein Kollege Seianus von der Zenturio propagiert eine härtere Gangart: Er sucht die Auseinandersetzung im Kampf. Als Captain Picard jedoch entdecken muss, dass Seianus die Gesellschaft Tenaras umzukrempeln versucht, sieht er die Prinzipien der Föderation verraten. Ein Machtkampf zwischen zwei hochverdienten Starfleet-Captains entbrennt …
DAVID & DANIEL DVORKIN
DIE EHRE DES CAPTAIN
Star Trek™
The Next Generation
Dieses Abenteuer findet kurz nach Lieutenant Tasha Yars Tod in der Fernsehepisode (Star Trek: Die nächste Generation) Skin of Evil statt. Der Leser mag auch auf die Star Trek-Folge Bred and Circuses Bezug nehmen, um mehr über die Gesellschaft auf Magna Roma zu erfahren.
Stille.
Das wesentliche Merkmal des Alls. Nicht die unendliche Weite oder die Schönheit der samtenen, von Sternen durchsetzten Schwärze, sondern Stille.
Das M'Dok-Schlachtschiff Restauration schwenkte lautlos in die Umlaufbahn des Planeten Tenara, der als marmorierte Kugel im dunklen Weltraum glänzte.
Auf dem Kommandodeck erklangen laute Stimmen.
»Unser größter Sieg«, verkündete der Steuermann.
Der Captain nickte. »Wenn wir mit diesem Überfall Erfolg haben«, sagte er und sank aufs Kommandokissen, »schmücken wir unsere Kabinen zwölf Zwölftage lang mit den Köpfen der Opfer.«
»Große Ehre«, brummte der Waffenoffizier. »Erst vor drei Zwölftagen hatte meine Jahrfrau einen neuen Wurf. Die Kleinen werden sich über die Leckerbissen freuen, die wir ihnen bringen.«
Der Captain wusste, dass alle M'Dok-Kinder zu Hause vor Hunger heulten. Die Zeit für sein Volk wurde immer knapper.
Einem fremden Beobachter wäre die Anspannung des M'Dok-Kommandanten sicher nicht aufgefallen. Er hätte nur die gerade Haltung bemerkt, den hellen Glanz der Uniform und des Blasters. Wer die M'Dok-Kultur kannte, wusste die orangefarbenen und grünen Streifen am Hals zu deuten, Zeichen dafür, dass der Captain zu einer höheren Kaste gehörte. Auf den ersten Blick betrachtet, wirkte er wie eins der Katzenwesen, die man auf vielen Planeten der Klasse M antreffen konnte. Aber dieser Eindruck täuschte. Einst hatten die M'Dok mit eiserner Faust über einen ganzen Raumquadranten geherrscht, bis ihnen der interstellare Völkerbund namens Föderation alle Kolonien raubte und sie in ihr eigenes Sonnensystem zurückdrängte. Mit diesem Schiff wollte der Captain die Tradition der Gewalt fortsetzen und alten Ruhm zurückgewinnen.
»Alarm!«, meldete der Sensoroffizier und krümmte den Rücken. »Ein Raumschiff näherte sich und steuert aus Position eins elf in den Orbit.«
»Wir werden aufgefordert, uns zu identifizieren«, fügte der Kommunikationsoffizier hinzu.
»Funkstille!«, zischte der Captain. »Kategorisieren.«
»Ein Föderationskreuzer der Constitution-Klasse«, sagte der Sensoroffizier. »Beträchtlich kleiner als unser Schiff, Sir.«
Wie erwartet. Der Captain nickte und lächelte zufrieden.
Die Restauration war größer und mächtiger als alle Raumschiffe der Föderation – sah man einmal von den Einheiten der Galaxis-Klasse ab. Aber es gibt nur eine Handvoll von ihnen, mehr nicht. Und sie werden für wichtigere Dinge gebraucht. Man verwendet ihre enorme Schlagkraft nicht, um einen abgelegenen und unwichtigen Planeten zu schützen.
Der Kommandant betrachtete die Anzeigen und strich mit den Krallen geistesabwesend über den Rand der Konsole. Das energetische Emissionspotenzial deutete darauf hin, dass die Feuerkraft der Restauration der des Föderationsschiffes im Verhältnis vier zu eins überlegen war.
Was für eine Enttäuschung! Man kann nicht einmal von einem Kampf sprechen.
Die Offiziere duckten sich erwartungsvoll an den Stationen und warteten auf Befehle.
»Sir!«
Der Ausruf stammte vom jungen, unerfahrenen Kommunikationsoffizier und kam einer empörenden Verletzung des Protokolls gleich.
Der Captain drehte sich um, dazu entschlossen, seinen Untergebenen zu ermahnen.
Das Kommunikationspult befand sich in der hinteren Sektion des Kontrollraums. Der junge M'Dok stand vor der Konsole und kehrte dem Kommandanten den Rücken zu. Der lange Schweif wirkte bauschig, und die ganze Haltung brachte Aufregung und Anspannung zum Ausdruck. »Das Föderationsschiff hat sich identifiziert. Es ist die Zenturio!«
Sofort spürte der Captain, wie seine Nackenhaare sich aufrichteten. Er dachte nicht mehr an irgendwelche disziplinarischen Maßnahmen, teilte statt dessen die Erregung des jungen Offiziers. Den anderen M'Dok erging es ebenso.
Die Zenturio. Dieses Schiff zu zerstören …
Es gab keine bessere Möglichkeit, allen Erhabenen von M'Dok den Wert der Restauration und ihres Captains zu beweisen.
Er sprang vom Kommandokissen, marschierte übers Deck und trat an die Seite des Waffenoffiziers.
»Bordkanonen mit Energie beschicken. Aber warten Sie auf meine Anweisungen, bevor Sie das Feuer eröffnen.«
»Aye.«
»Man verlangt erneut eine Identifikation von uns, Sir«, sagte der Kommunikationsoffizier.
»Empfangen wir ein visuelles Signal?«, fragte der Captain.
»Ja, Sir.«
»Auf den Schirm projizieren!«, fauchte der Kommandant.
Die Darstellung des Weltraums verschwand und wich dem Abbild eines Menschen. Der Captain sah die scharfen Züge eines Mannes in mittleren Jahren, und die Kleidung … Wahrscheinlich handelte es sich um eine Starfleet-Uniform.
»… wiederholen wir noch einmal: Bitte identifizieren Sie sich. Hier spricht Captain Lucius Aelius Seianus von der Zenturio.«
Der M'Dok-Kommandant beugte sich vor.
Seianus höchstpersönlich. Und die Zenturio. Selbst im M'Dok-Reich – die verdammte Föderation isolierte es seit zweihundert Jahren von der galaktischen Zivilisation – kannte man die Siege dieses Mannes und seines Schiffs. Die Niederlage des J'Nakan-Konvois, die Zerstörung der romulanischen Kriegsflotte im Adharan-System …
Ja, die Zenturio war ein würdiger Gegner und eine ehrenvolle Herausforderung für die Restauration.
»Na schön, Captain Seianus«, sagte der Captain dumpf. »Wir werden uns identifizieren.« Er klopfte dem Waffenoffizier auf die Schulter. »Alle Phaser – Feuer!«
Der M'Dok an den Kontrollen löste die Bordkanonen aus. Drei rot und gelb glühende Energieblitze rasten durchs All …
… und verschwanden in der tenaranischen Atmosphäre, ohne irgendeinen Schaden anzurichten.
»Was ist passiert?«, zischte der Captain wütend.
Der Waffenoffizier wirkte ebenso zornig. »Das Föderationsschiff hat ein Ausweichmanöver durchgeführt, Sir.«
»So schnell? Wo befindet es sich jetzt?«
Der Sensoroffizier kratzte verärgert an seinem Kissen.
»Nach den Anzeigen zu urteilen, ist es in die Lufthülle des Planeten eingedrungen, Sir. Es lässt sich nicht mehr anpeilen.«
»Die Atmosphäre …«, sagte der Captain nachdenklich. »Vielleicht haben wir es doch getroffen.«
»Möglich«, erwiderte der Waffenoffizier. »Aber unwahrscheinlich.«
Dann heulte er plötzlich. »Die Zenturio! Direkt unter uns!«
»Steuermann, hart nach links! Phaserfeuer!«
Die Restauration erzitterte, und aus dem gleichmäßigen Summen der Triebwerke und Schwerkraftgeneratoren wurde ein lautes, pulsierendes Sirren – aber das Schiff entkam dem heranrasenden Photonentorpedo.
»Die Zenturio sendet Subraum-Signale«, meldete der Kommunikationsoffizier. »Ein Hilferuf.«
»Der ihr nichts nützen wird«, entgegnete der Captain. »Bringen Sie uns aus dem Orbit, Steuermann. Wir gehen auf Jagddistanz.«
Die Restauration beschleunigte, und das Föderationsschiff blieb in der tenaranischen Atmosphäre zurück, gefangen im Gravitationsschacht des Planeten.
»Seianus hat seinen Ruf verdient«, sagte der Captain anerkennend. »Aber mit Reputation allein kann er nichts gegen dieses Schlachtschiff ausrichten.«
»Visuelle Erfassung«, verkündete der Sensoroffizier.
Erneut wechselte das Bild auf dem Schirm. Es zeigte nun die Zenturio, ein silbrig schimmerndes Gebilde, das sich im Orbit des Planeten langsam um die eigene Achse drehte.
»Offenbar haben wir sie tatsächlich getroffen«, sagte der Sensoroffizier. »Das Warptriebwerk scheint beschädigt zu sein, und die energetischen Emissionen im Maschinenraum sind um fünfzig Prozent gesunken.«
»Näher heran!«, befahl der Captain. Er genoss diesen Augenblick und prägte sich alle Einzelheiten fest ins Gedächtnis, um in den kommenden Jahren von seinem Sieg über den größten Krieger der Föderation zu berichten.
Er wandte sich vom Waffenoffizier ab und nahm wieder auf dem Kommandokissen Platz. »Sobald wir in Schussweite sind, dürfen Sie das Föderationsschiff vernichten.
Und dann nehmen wir uns Tenara.«
Seit einiger Zeit beschäftigte sich Lieutenant Worf eingehend mit den Starfleet-Vorschriften und wusste daher: Wenn ein Brückenoffizier einen Notruf empfing, sollte er seinen Vorgesetzten ruhig und gefasst davon informieren.
Doch als die kurze Botschaft der Zenturio eintraf, reagierte Worf nicht wie ein kühler, beherrschter Starfleet-Offizier, sondern als Klingone, in dessen Adern das Blut von tausend Kriegergenerationen floss.
Mit anderen Worten: Er brüllte.
»Commander Riker!«
Der Erste Offizier der Enterprise unterhielt sich gerade mit Bordcounselor Deanna Troi und beugte sich in seinem Sessel vor.
Worf begriff sofort, dass er lauter gesprochen hatte als beabsichtigt. Er versuchte, sich zu beruhigen.
Nach den Vorschriften, Lieutenant, dachte er. Nach den Vorschriften.
»Sir, ich empfange einen Hilferuf von der U.S.S. Zenturio. Sie befindet sich im Orbit Tenaras und wird von einem unbekannten Gegner angegriffen.«
Riker stand ruckartig auf. »Data, wie schnell können wir den Planeten erreichen?«
Der Androide warf einen Blick auf die Anzeigen der Operatorstation, gab ruhig und präzise Antwort. »Mit höchstem Warpfaktor brauchen wir zwei Stunden, Sir. Zwei Tage, wenn wir unsere gegenwärtige Geschwindigkeit nicht ändern.«
»Verdammt!«, brummte Riker. »In Ordnung, maximale Warpgeschwindigkeit. Sofort.«
»Warpfaktor neun Komma sechs aye, Sir.«
Worf erahnte die Gedanken des Commanders. Selbst wenn wir alles aus den Triebwerken herausholen wir kommen in jedem Fall zu spät. Wahrscheinlich finden wirnur Wrackteile in der tenaranischen Umlaufbahn. Oder eine radioaktive Wolke. Der Klingone spürte ein kurzes Vibrieren, als das Schiff beschleunigte.
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