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Nach 26 Jahren als Kabarettist mit der "Buschtrommel", 28 verwüsteten Hotelzimmern und 11 unehelichen Kindern jetzt ein Buch: Satirisches, schräges, Kabaretttexte, Glossen, die in der "Süddeutschen" erschienen. Texte, die für die "Leipziger Pfeffermühle" oder die "Erfurter Arche" oder andere Kollegen entstanden. Mit Kleinkunstpreisen prämiertes bis hin zu unveröffentlichtem.
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Seitenzahl: 122
Veröffentlichungsjahr: 2022
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Der Autor dankt der VG Wort, die die Entstehung dieses Buches förderte.
ist geboren und aufgewachsen im Sauerland, das erklärt schon einiges.
Die Naturverbundenheit zum Beispiel: Als Kind, ja, sogar später noch als Jugendlicher ging es jedes Wochenende gemeinsam mit dem Vater in den Wald – es gab ja noch keine Müllabfuhr. Wir hatten damals zwar schon Strom im Sauerland, aber noch nicht soviel, dass man damit - so wie heute - Windräder antreiben konnte.
Zum Studium verschlug es ihn ins weit entfernte Münster, Sport und Geschichte. Ja, der Mann war früher auch körperlich mal sehr beweglich.
Weil das Land meinte, auf ihn als Lehrer verzichten zu können, gründete er zusammen mit einem engen Freund, dem Herrn König die Autoverwertung „König Wilhelm“.
Aus dem Hobby Kabarett entwickelte sich dann schnell ein Beruf. Das Kabarett „Die Buschtrommel“ tourte durch Deutschland, Österreich bis nach Südtirol, Auftritte in Malmö, Kopenhagen, Sankt Petersburg und am Nordkap (auf Kreuzfahrtschiffen).
Nach etlichen Kleinkunstpreisen verzichtete man auf die Teilnahme an weiteren Wettbewerben und begnügte sich mit dem Titel: meist prämiertes Kabarettensemble im deutschsprachigen Raum. Anders als fast alle seiner Kollegen besuchte er eine Schauspielschule, das renommierte Max Reinhardt Seminar in Wien (im Rahmen eines mehrtägigen touristischen Aufenthalts).
Nach 26 Jahren und 10 Programmen mit der „Buschtrommel“ folgte ein Soloprogramm, das überschwängliche Kritiken bekam.
Inzwischen verlässt der Autor das Sofa nur noch selten,er lässt spielen. Kabaretts wie die „Leipziger Pfeffermühle“, die „Erfurter Arche“ und etliche andere Kollegen sind mit seinen Texten unterwegs. Der Autor ist nicht mehr jung und braucht immer noch Geld.
Vom selben Autor erschien im Dezember 2021 ein erstes Buch: „Sternzeichen Fuchs – Satiren nur für einen beschränkten Leserkreis“.
Ebenfalls ein Buch mit hochwertigem Einband und nicht für die ganze Familie. Innerhalb nur weniger Wochen wurde schon eine zweite Auflage notwendig (wegen zahlreicher Rechtschreibfehler).
Resümee nach 34 Jahren Kabarett
Danke
Zu diesem Buch
Das Zeitzeugeninterview
Der Sündenbock
Besuch bei der Bank
Fetzen I
Moorbäder für Kassenpatienten
Die Wegbeschreibung
Der Comedian
Die Nordkoreanische Atombombe
Die Perspektive
Münster bekennt Farbe
Organhandel - An- und Verkauf
Politikerschulung
Fetzen II
Im Spielzeugladen
Klein Erna
Bewerbung als Sprecher Wolfgang Schäubles
Raum für Ihre Notizen
Der Liebesbrief
Fetzen III
Die Klassenkameraden
Fetzen IV
Nikolaus in der Mahatma Gandhi-Kita
Ommas Tieferlegung
Henry Kissinger
Nicht Bänke, Banken verbieten
Krieg im Irak
Zehn Kleine Negerlein
Die Antwort kennt nur die Tierwelt
Beim Schuster
Wolfgang Schäubles genialer Wurf gegen Steuerhinterziehung
Kinkel tötete Lady Di
Fortsetzung folgt…Kapitel II
Die Taube
Die GROßE Kunst
Publikumsreaktionen
Lassen Sie mich ein Resümee ziehen nach 3 Jahren Kabarett „Schulte-Brömmelkamp, anschließenden 26 Jahren Kabarett „Die Buschtrommel“ und schlussendlich 5 Jahren Soloprogramm:
Es hat sich doch alles nicht gelohnt, die Gagen gingen drauf für die verwüsteten Hotelzimmer und für die Tantiemen wegen der 18 unehelichen Kinder.
Die eigene Ehe dagegen blieb kinderlos, wann hätte man Nachwuchs zeugen sollen, man war ja nie zu Hause.
Kam es doch auch einmal im Ehebett zu erotischen Verwicklungen, dann funkte garantiert die Idee für eine Textnummer dazwischen, dann hieß es aufgesprungen aus dem Bett, ran an den Schreibtisch und der Erguss erfolgte mit Tinte auf Papier.
Ach so gute Männerfreundschaften zerbrachen, man war ja nie da und konnte sie nicht pflegen, eingetauscht gegen ach so flüchtige namenlose Frauenbekanntschaften.
Und dann diese abendliche Angst, immer diese Angst, nach jedem Auftritt, steht da vielleicht wieder einmal so ein Halbwüchsiger mit Baseballkappe, den Schirme nach hinten und sagt: „Mama hat gesagt, ich soll Dir sagen, dass Du mein Papa bist.“
Nicht zu vergessen dieser, jedem natürlichen Biorhythmus Hohn sprechende, verkorkste Tagesablauf: Aufstehen um 7, weil um 8 die Geschäfte schließen, Arbeiten immer nur nachts, opulentes Essen anschließend, weil man mit vollem Bauch nicht spielen kann, nach 2 Stunden abgefeiert auf der Bühne findet man keinen Schlaf, also trinkt man sich runter.
Auf Tournee, ein Hotelzimmer VOR der Verwüstung
Untergebracht wurde man in Pensionen: „Zum räudigen Hirschen – Fremdenzimmer, eigene Schlachtung“, gehobener Standard, jedenfalls in den Sechzigern, mit Waschbecken im Zimmer. Zitat der Betreiberin: „Wenn Sie nachts zur Toilette nicht über den Flur wollen, können Sie auch in das Waschbecken pinkeln, das machen alle so.“
Nach dem Erwachen diese morgendliche Angst vor dem Verriss in der örtlichen Tageszeitung „Der Nebenerwerbslandwirt“, geschrieben von einem ebensolchen, ohne Blick für künstlerisches Genie, vorbei am begeisterten Publikum, oder gelangweilt von der gestotterten Inhaltsangabe des 17-jährigen Volontärs, der sich von dem mickrigen Zeilengeld in 2 Jahren ein Bonanzafahrrad leisten wird.
Trotz hunderttausend Autobahnkilometern bleibt man in Deutschland ein Fremder, in den Stunden, die man noch hätte vor dem nächsten Auftritt, nimmt man nichts auf von der wunderschönen Altstadt, dem sensationellen Museum, der tollen Landschaft. Erinnern tut man sich nur an diesen vermaledeiten, regional ach so beliebten Hausschnaps vom Vorabend, den man unbedingt auch noch hatte probieren müssen.
Verschlissen und mit hineingezogen wurden auch etliche Veranstalter, die die Betreuung der Künstler auch nach dem Auftritt noch zu ernst nahmen, ein schlechtes Gewissen begleitete zunehmend die Tournee, wurde man doch Zeuge des Verfalls.
Traf man Kollegen, entpuppten sie sich ausnahmslos als Alkoholiker mit Schreibblockade, die ein Vierteljahr vor der angesetzten Premiere noch auf der Suche nach einem Titel waren und noch keine Zeile geschrieben hatten, aber morgen garantiert anfangen werden.
Die Rente ist erbärmlich, hat man doch über Jahre viele Gagen unterschlagen und deutlich zu wenig Einkünfte gemeldet, ein Hinzuverdienst nicht möglich, man hat ja eigentlich nichts gelernt.
Künstler leben im Hier und Jetzt und zur Miete. Begriffe wie Sparvertrag, Vorsorge, Rücklagen sind böhmische Dörfer.
Gelebt hat man letztlich vom Leergut und dem Verkauf der hoteleigenen Handtücher und Bademäntel, ich gebe es zu: Selbst Seifen- und Shampoospender wurden abgeerntet.
Dazu dieses Misstrauen: Künstler, fahrendes Volk, nehmt die Wäsche von der Leine und sperrt die Töchter ein.
Nein, sollte jemand diese Zeilen lesen, noch unentschieden, auf der Suche nach dem erfüllenden Beruf, lese diese Zeilen mehrfach! Lass sie eine Warnung sein! Hör mir zu! Man muss nicht jeden Fehler selber machen! Denk an Deine Eltern und den Großonkel, der es doch im Herrenoberbekleidungsbereich bis zum Prokuristen geschafft und gutes Geld verdient hat.
In Abwägung der wenigen Fürs und der vielen, vielen Widers muss ich Dir sagen:
ICH WÜRDE ALLES GENAU SO NOCH EINMAL MACHEN
Bedanken möchte ich mich bei:
meiner Frau Walli, die mich bei diesem Projekt umfangreich unterstützt hat,
meinem Bruder Reinhard, der schon vorab alles – und das zum Teil mehrfach – gelesen und mir mit vielen wertvollen Tipps unter die Arme gegriffen hat,
meinem ehemaligen Kollegen Andreas Breiing, der die Bunkentexte ins Ruhrgebietsdeutsche übersetzte,
dem Diplom-Grafiker Eric Schrader, der gute Ideen zum Konzept beisteuerte und die Gestaltung übernahm,
Jürgen Kurschinski, der meine wirren Texte, geschrieben auf einer elektrischen Schreibmaschine, digitalisierte, in ein lesbares Format umwandelte und die fertigen Seiten zur Druckerei brachte,
der VG Wort, die dieses Buchprojekt förderte,
dem Käufer, vor allen denen, die es auch lesen werden,
dem Weinlieferanten Giordano, dessen trockene Rotweine den Schreibprozess begleitet haben.
Parallel zur Produktion für das Kabarett „Die Buschtrommel“ schreibt der Autor seit geraumer Zeit auch Texte für Kollegen und andere Kabarett-Ensembles.
Zum Teil werden sie speziell nach vorgegebenen Konzepten für geplante Premieren verfasst mit Vorgaben wie: Titel, Thema, Darsteller, Charaktere usw.
Welche Texte am Ende genommen werden, das bleibt lange offen, vieles landet statt auf der Bühne in der Schublade, obwohl der Autor sich sicher ist, dass genau diese Texte das Programm geadelt hätten. Sternstunden der Satire blieben unerkannt.
Und finden Texte die Gnade des Regisseurs, dann wird es auch nicht besser:
Ihre Genialität wurde nicht erkannt, oder sie wurden bis zur Unkenntlichkeit verhunzt, ihre filigran geschnitzte Struktur zerstört, der Spannungsbogen untergraben, der krönende Schlusspunkt, auf den sich alles fokussierte, bis zur Beliebigkeit verwässert.
Und dann sitzt der Autor in der Premiere und weint still und heimlich in das mitgebrachte große, karierte Herrenstofftaschentuch.
Erschrocken findet man im Beipackzettel zum Programm seinen vollen Namen. Jetzt versteht man den Sinn von Künstlernamen und Pseudonymen.
Die anschließende Feier wird anstrengend: Man findet alles toll und gelungen, ständig haut einem jemand auf die Schulter, das neue Jackett ist nachher abgewetzt; man weiß nicht, wohin mit den Blumen, schenkt sie hinterher dem Nachtportier, allein nur der Gedanke an die bald fließenden monatlichen Tantiemen lässt einen diesen Abend überstehen.
Auch der nächste Tag ist verdorben, Kümmel im Frühstücksbrötchen, das Rührei kalt und das Aspirin abgelaufen. Auf der Fahrt nach Hause nimmt man sich vor, in Zukunft noch mehr Regieanweisungen einzufügen, zu BETONENDE Worte nicht nur fettgedruckt und kursiv, sondern zusätzlich auch groß zu schreiben und zu unterstreichen.
Außerdem denkt man wieder einmal nach über ein notariell verbrieftes Vetorecht, aber am Ende siegt das schnöde Mammut, schließlich ist man nicht mehr jung und braucht immer noch Geld.
Hiermit distanziere ich mich von obigem Geschreibsel eines beleidigten verkannten Genies.
Ich weiß nicht, was mich da geritten hat, oder war es das Glas Rotwein zu viel? Nein, es war die Freude an diesem Bild, dass mitten in einem begeisterten Premierenpublikum ein weinender Autor sitzt und leidet.
Richtigstellung: Ich habe tolle Premierenabende erlebt: ausgebildete, professionelle Schauspieler und Regisseure, die mit tollen Ideen und viel Gefühl die Texte auf den Punkt bringen. Ensembles, die nach endlosen Proben liebevoll einen Abend gestalten, von dem man möchte, dass er nicht zu Ende geht.
Auch das Rührei war lecker, nur das mit dem abgelaufenen Aspirin entspricht der Wirklichkeit.
Von den folgenden Texten sind viele nie veröffentlicht worden, sie wurden aber mit dem gleichen Hirn- und Herzblut und mit Hilfe von viel trockenem Rotwein verfasst.
Beim Schreiben begleitet von vielen Zweifeln (häufig), aber auch der Freude an Ideen und der Kreativität (ja, durchaus) oder sogar vom Rausch der eigenen Genialität (leider selten).
Über ihnen schwebte das Damoklesschwert des Vergessenwerdens in Form einer blauen Tonne, bedroht von nichtsnutzigen Nachfahren, die nichts mehr lesen, das länger ist als eine SMS, und die sich nicht vorstellen können, was für eine Arbeit in diesen Stapeln Papier steckt und ignorieren, dass man auch zum Schreiben die Hände aufkrempeln und in die Ärmel spucken muss.
Dank der Förderung durch die VG Wort bekommen diese Texte doch noch die Chance gelesen zu werden, zu unterhalten, Menschen nachdenklich zu stimmen und zum Lachen zu bringen und ganz eventuell, vielleicht den Autor zumindest posthum berühmt werden zu lassen.
Es handelt sich nicht nur um Texte für die Bühne, auch eine Rede findet sich oder ein Bewerbungsschreiben, ein Schreiben an das Ordnungsamt der Stadt Münster und ein paar schräge Geschichten, die einfach aus der Lust zum Schreiben entstanden sind.
Viel Spaß!
PS: Auch in diesem Buch versteckt sich ein Opfertext, den ich dem Leser mit voller Absicht untergeschoben habe. Ein Text, der rausfällt, einfach nicht gelungen ist, der nicht hätte sein müssen, platt, unter Niveau...
Es wäre schön, verehrte Leser, wenn wir uns auf denselben Text einigen könnten (es ist übrigens nur einer!).
(Redaktion einer Provinzzeitung; C wird gespielt von einer Frau)
B (steht auf): So, ich muss dann mal los.
A: Hast du einen Außentermin?
B (gequält): Ein Interview mit einem Zeitzeugen, Thema: Als Soldat im Weltkrieg.
C (stöhnt): O Gott, du Armer! - Erster oder zweiter Weltkrieg?
A: Wieso, das müsst ihr ganz anders sehen, das macht doch Spaß! (imitiert einen Senioren): wir hatten ja nichts, das könnt ihr euch heute gar nicht vorstellen, wir hatten ja nichts...
C (imitiert ebenfalls): ...und was wir hatten, das war kaputt.
B (steigt mit ein): Wenn wir jemanden besucht haben, mussten wir Holz zum Heizen mitbringen!
C: Ja, diese harten Winter, wir hatten ja keine Scheiben in den Fenstern, war ja alles kaputt.
A: Wir hatten nicht mal Fenster...
B: ...die hat bestimmt der Russe mitgenommen...
A: ...nee, die Fenster haben wir verbrannt, zum Heizen, es war ja so kalt.
C: Aber, ohne Fenster...
A (zu C): ...wurde es noch kälter, sehr richtig, junger Mann.
C: Und, es sah ja auch aus! Nur Matsch und Schlamm, es sah aus wie in Wacken nach 2 Wochen Regen...
B: Meinst du dieses Heavy Metall-Festival auf dem Acker, wo es immer regnet?
C: Genau. Und alles zu Fuß, Autos gab es ja nicht...
A: ...und die Autos, die es gab, die hatten keine Heizung…
B: ...und keine Fenster.
C: Und das bei diesen harten Wintern! Wenn wir eins hatten, dann waren das harte Winter.
B: Du durftest dir nicht ans Ohr fassen, zack-ab das Ohr, abgefroren.
C: Arschkalt, die Winter, und das ist gelinde gesagt.
B: Was hat Gerlinde gesagt?
A: Wenn wir jemand besucht haben, mussten wir Holz mitbringen...
C (genervt): ..ja, zum Heizen.
A (zu C): Sehr richtig, junger Mann.
C (zu A): Ich bin kein Mann, ich bin eine Frau.
A (mustert sie von oben bis unten): Das kann man heute ja gar nicht mehr unterscheiden, früher, da hast du sofort...
B (unterbricht A): ...ich dachte, ihr hattet gar kein Holz.
A: Sehr richtig, deshalb haben wir ja auch nie jemanden besucht. (zeigt): Da hinten, da lag der Russe, da vorne stand der Amerikaner und wir mit-ten-drin!
C (zeigt woanders hin): Nein, da lag der Russe...
B (zeigt): ...im Februar 45 lag der Russe noch da, im März lag er schon da.
A: ...der Russe, der hat gar nicht gelegen, der ist vorgerückt, mit seiner Leninorgel.
C: Stalin.
A: Was ist mit Stalin?
C: Stalin-orgel.
A: Stalin hat Orgel gespielt? Wir hatten ja keine Orgel, wir hatten ja nichts.
B: Und die Orgel aus der Kirche haben die Russen mitgenommen.
A (lacht, hat Spaß): Dabei war die Orgel kaputt, haben die trotzdem mitgenommen, haben die gar nicht gemerkt.
C: Ja ja, das Wenige, das wir hatten, das war kaputt.
A: Und diese kalten Winter, wenn wir jemanden besucht haben...
C (genervt): ...mussten wir selber eine Orgel mitbringen.
A: Sehr richtig, junger – äh, junge Frau.
C: Solche Winter gibt es ja heute gar nicht mehr, das kommt heute von wegen der Umwelt.
A: Umwelt gab es doch damals gar nicht, wir hatten damals doch gar keine Umwelt, wir sind auch ohne Umwelt groß geworden.
B: Aber dann nach 45, da haben wir die Hände aufgekrempelt und haben in die Ärmel gespuckt.
A: Da waren wir noch alle gleich, 40 Mark hatte jeder von uns.
C: Gut, einige hatten noch Immobilien, Grundbesitz...
B: ...Fabriken, Kunstschätze, Devisen, Kontakte...
C: ...aber sonst hatten wir alle nur die 40 Mark!
A: Und 40 Mark, das sind ja heute 80 Euro.
C (wieder ganz normal zu B): Siehst du, Kollege, du brauchst da gar nicht hinzufahren, zu deinem Zeitzeugen.
Du machst jetzt einfach ein Gedächtnisprotokoll von dem, was hier gerade gesagt worden ist.
