Sven18_19. Kampf um ein Bewusstsein. [wer] - Sven18_19 - E-Book

Sven18_19. Kampf um ein Bewusstsein. [wer] E-Book

Sven18_19

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Beschreibung

Da war [wer] im_als [Niederschlag]. Darin im Fallen. Konnte darin Bergen spüren. Tauen. I. Niederschlag ^Fallen I. Niederschlag _Bergen I. Niederschlag |Tauen Dass da noch was [wer] lebt. Überhaupt noch. Da was lebt an sich. Da was lebt für sich. Da was lebt in sich.

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Seitenzahl: 328

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Sven18_19. Kampf um ein Bewusstsein. [wer]

I. Niederschlag |Tauen

© 2023 Sven18_19

[email protected]; www.ozean1819.de

Lektorat: Jóhanna María

ISBN Softcover:

978-3-347-90844-4

ISBN E-Book:

978-3-347-90845-1

Druck und Distribution im Auftrag des Autors:

tredition GmbH, An der Strusbek 10, 22926 Ahrensburg, Germany

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Für die Inhalte ist der Autor verantwortlich. Jede Verwertung ist ohne seine Zustimmung unzulässig. Die Publikation und Verbreitung erfolgen im Auftrag des Autors, zu erreichen unter: tredition GmbH, Abteilung "Impressumservice", An der Strusbek 10, 22926 Ahrensburg, Deutschland.

Sven18_19. Kampf um ein Bewusstsein.

Cover

Titelblatt

Urheberrechte

[Tamm-Hohenstange]

[weißer Raum][Lea][Rettungsinsel]

Sven18_19. Kampf um ein Bewusstsein.

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[Tamm-Hohenstange]

Dann bestieg Sven sein Fahrrad. Als Ausklang von [Parkplatz II]. Aus dem Besteigen des Fahrrads wandelt sich deswegen [Parkplatz II] zu [Tamm-Hohenstange I]. Diese [diese Zeichen hier] formen sich zu einer anderen [Zeichenverbindung]. Weil er in sich, in seinem Bewusstsein in der Erinnerung, sein Fahrrad besteigt. Umständlich, nicht so lässig und sportlich wie gewohnt. Wie er es sich antrainiert hatte. Unbewusst. Zwecks Außenwirkung. Lässige Sportlichkeit als Außenwirkung. Unbewusst antrainiert. Die er aber für „Du bist eben der sportliche, lässige Typ“ hielt. Oder auch für: „Du bist immer entspannt, oder?“ hielt. Irritiert von etwas. Von seinem eigenen Körpergeruch? Davon, sich als Körper zu fühlen. Irritiert von der Ahnung: [Dampfendes Fleisch zu sein und das bei vollem Bewusstsein.] Mit einem Bein in der Pedale, mit dem anderen Bein im Schwung über den Fahrradrahmen auf den Sattel. Fahrrad in Schieflage, Gleichgewicht sehr riskant. Auf die Schulter fallen! Schwebte als Drohung über ihm. Drohte ihn als körperloses Wesen von oben auf den Boden zu drücken oder zu schleudern. Für einen Moment wieder alles vorbei! Schultergelenk gesprengt! Was dann? [Umzug] in Gefahr. Diesmal für immer. Für einen Moment. Ohne dass etwas passiert war. Trotzdem allerhöchste Kritikstufe an sich selbst. Weil: Nicht auszudenken! Intern: Scharfe Kritik an sich selbst. Was hatte er da solange so lange im Garten sich aufgehalten! Leere Zähheit in ihm. Quallenartiger Ozean in ihm. Als wäre das ganze Wasser nur aus Quallen. Oder anders: Als wäre sein ganzes Inneres eine einzige Qualle. Als wäre Unsterblichkeit in ihm: Als wäre ein einziger unsterblicher Ozean in Form einer Lebensform [Qualle] über den Gesamtplaneten in ihm erstreckt. Ein einzelner Einzeller. Die_der nicht sterben kann. Ohne es zu bemerken: Mehrere Versuche, das Fahrrad zu besteigen. Erst in Schräglage war es dann möglich. Rutschte auf dem Kies weg. Beim Anfahren. Dann fand er sich irgendwann auf dem Fahrrad wieder. Rollte auf Tamm-Hohenstange zu. Am Horizont baute es sich auf. Die Reihen der Einfamilienhäuser. Die 4-6-ParteienMehrfamilienhäuser. Die hohen Wohntürme im Zentrum. Wie Termitenhügel wuchsen die in die Höhe. Gebäude waren da entstanden, weil geschichtete Höhlen als Wohnungen übereinander geschichtet worden waren. Mit hochdifferenzierter Infrastruktur. Zeichen dafür, dass der MenschIn schon einige seiner Bedürfnisse erkannt hatte. Zielgerichtet befriedigen konnte. Der Wasserturm. Der große Behälter mit Wasser auf dem dicken Stab undoder Ast. Sven hatte den Wasserturm früher als [Sven4/11] für ein Raumschiff gehalten. Für eine flugfähige Forschungsstation von Außerirdischen. So wie er vieles andere auch für anderes hielt. Er vermutete, dass da Außerirdische Wasserwesen drin lebten, die den Planeten Erde und die MenschInnen erforschen wollten. Um zu lernen, an der Oberfläche zu leben. Seine Vision damals: Zwischen Angst und Lust: Von diesen Außerirdischen gefangen genommen zu werden. Bzw.: Ausgesucht zu werden als Forschungsobjekt. Dort in der Wasserlösung treiben. In der Flüssigkeit. Flüssigkeitsatmung zu lernen. Mit diesen Lebewesen auf deren Planeten fliegen. Sven stellte sie sich als glitschige Wesen vor. Die auch Arme und Beine als so etwas in der Art hätten. Intelligente Quallen? Greif- und Bewegungsorgane. Vielleicht mehr als vier? Vielleicht sechs oder mehr? Vielleicht unterschiedlich? Vielleicht konnten die ihre Körper je nach Bedarf formen? Aber: Augen sollten sie haben. Vielleicht mehr als zwei? Zwei Hauptaugen. Vielleicht aber auch an den Greif- und Bewegungsorganen kleine Augen. So in der Art wie kleine Lampen an Werkzeugen direkt angebracht sein können. In ihren Körperformungen frei. Wandelbare Körper. Der Wunsch nach Wegzug sammelt sich hier an. Der Wunsch nach Veränderung. Nach Wandel. Das muss ja nicht zwingend [Umzug] sein? Für [Sven18/19] nur denkbar als Wunsch nach [Umzug]. Für [Sven4/11] eine Idee von Außerirdischen. Da schon: Das Verlassen des Ortes. Verbunden mit Angst und verbunden mit der Notwendigkeit sich völlig zu verändern. Bzw.: Das Gefühl, völlig anders zu sein. Denn: Die Außerirdischen Wesen wären ja anders als er. Aber normal auf ihrem Heimatplaneten. Da wäre er völlig anders. Wenn die ihn mitnähmen. Die Außerirdischen: In unterschiedlichen Hauttypen sollte es die geben. Von hellgrün über sattgrün zu gelb und blau. Teilweise behaart. Weil: In den Haaren könnten sie dann schon Nahrung aus der Flüssigkeit sammeln. So Haare wie das Fadenmaul eines großen Wals. Diese Erinnerungen werden jetzt innerhalb dieser Erinnerung [Sommer2008] bewusst. Konkret: Wenn die Erinnerungen an das Zufahren auf den Wasserturm in [Sommer2008] bewusst werden. Auf dem Pfahl der große Behälter. Aus Beton gegossen und geformt. Bemalt.

Sven fährt darauf zu. Es wächst vor ihm höher. Das Siedlungsgebiet. Die hohen Häuser. Wie Termitenhügel. Leben. Leben gebend. Irgendwo im Weltall. Mitten im Nichts. Leben. Im Nichts. Mitten irgendwo im Weltall.

Eine Sensation.

Leben.

[Spielplatz Tamm-Hohenstange]

[Glas. Gesplittert. Scherben.] Scherben. Gesplittertes Glas. Scherben. Kleine Splitter. Sven hatte Schnuffi gesucht. Musste er! Wegen [Umzug]. Auf dem Spielplatz. Zwischen den Häusern. Zwischen den geschichteten Höhlen. In denen sicher Menschinnen und Menschen waren. Auf dem Platz zwischen diesen Höhlen waren sie. Wo alle sie sehen konnten. Wo alle vorbei kommen konnten. Kinder. Undoder Eltern. Und aus deren Sicht würde aus Fläche und Raum herausfallen und sich die Situation formen: „Was machen denn die Jugendlichen da?! Die trinken Alkohol! Das kann ja wohl nicht angehen!“ Das könnte jemand seiner oder ihrer Nachbarin mitteilen. Und diese Nachbarin würde seine Großmutter sein; würde Ilse W. sein. Die auch in dem Höhlenkomplex eine geschichtete Höhle bewohnte. Und: Diese Nachbarin, seine Großmutter, könnte das ihrer Tochter und ihrem Schwiegersohn mitteilen. Was dann? Diese Ängste!

Sicherheitsidentität hochladen: [Qualitätskontrolleur Spielplatz]. Von der Jugendhilfe oder so bestellt. Ehrenamt! Zudem: „Der Spielplatz ist eh verlassen, da kommt doch keiner hin…! Das ist doch nur noch diese Sandgrube! Was soll da passieren…!“ Irgendwo im Weltall. Eine Ansammlung von Sand. An dessen Rand Sven und Schnuffi gerade saßen. In den Sonnenhimmel des Abends schauten. Es war circa 18.30 Uhr. Schnuffis Spätschicht begann um 19.45 Uhr. Immer noch hell. Schnuffi wollte Wichtiges erzählen. Sven wollte kein Bier trinken. Hatte Angst vor den kritischen Nachfragen. Und Angst vor der Abwertung seiner Alleinwohnkompetenz. „Hast Du Alkohol getrunken!“ „Unverantwortlich!“ Auf dem Spielplatz die Hitze, die um seinen Körper schwirrte. Die sich in seinem Körper niedergelassen hatte. Durch den Stoff drückten sich die einzelnen, kleinen, in der Masse geborgenen Kiesel ab. Waren erlebbar. Waren da. Diese Platten: anthropogenmagmatisches, erkaltetes Gestein. In dem die kleinen Kiesel sich als unschmelzbar erwiesen hatten. In ihrer Form so geblieben waren. Schnuffi wollte etwas erzählen: Das war für ihn etwas Lebensbewegendes. Denn: Da hatte sich jemand bei ihm gemeldet…! So fing er an. „Da hat sich jemand bei mir gemeldet…!“ Schaute Sven dabei tief in die Augen. Wollte sich Svens exakter Aufmerksamkeit vergewissern. Sven dachte: Es geht um Nina! Die topdurchtrainierte und disziplinierte Nina, die grundsätzlich nur mit Präservativen Beischlaf ausübte, weil sie keine chemische Reaktion in sich erleben wollte, die unnatürlich ist. Diese Nina hatte sich bei ihm, bei Schnuffi, gemeldet. Das mit den Präservativen, Kondomen, das spülte hier gerade nach oben. Das hatte sie in einem beiläufigen FB-Post während ihres Neuseelandaufenthalts platziert. Da war es um eine grundsätzliche Diskussion zu HIV und anderen lustbasierten Gefährdungen gegangen. Das hatte Sven gelesen. Aus Versehen. Weil sonst: „Da lassen wir uns dann einfach in Ruhe und schauen dann mal, wie wir uns finden, wenn wir uns wieder sehen.“ Da hatte sie eine solche Grundsatzaussage platziert. Sven war mit dieser Aussage klar geworden, dass es da jemand anderen gab für die sportlich-attraktive Nina. In Neuseeland. Ihm hatte das gefallen. Das hatte ihn befreit. Da spürte er, dass keine Wiederaufnahme der Beziehung notwendig war. Und jetzt führte Schnuffi ihn geradewegs auf eine Ninaneuvermählung hin? Weil: Richtig: Das Turnier! Die [Mannschaft der Liebe]! Schnuffi wollte das Turnier der Liebe! Die Mannschaft der Liebe sollte das ganze Turnier zum Turnier der Liebe machen. Das war Schnuffis große Vision. Drei Paare plus Jeremias! „Als unser aller Sohn. Unser aller Sorgenkind!“ Birte und er selbst. Aishe und Zack. Und: Die sich wiedergefundenen Nina und Sven. Plus Jeremias. Jeremias als das Kind. Der hilflose Bengel, der gerade aus der Psychiatrie in ein betreutes Wohnen wechselte. Genauso. Sven hatte: Atemnot. Akutes Hauptziel: Bier nicht trinken. Schnuffi mit Anstoßvorbereitungen. Doch dann das Geschenk seiner motorischen Fehlleistung. Sven entglitt die Flasche. Zersplitterte an den geborgenen Kieseln. Das war der erste Aufprallpunkt. Erschrecken bei Sven. Das hatte er nicht gewollt! Die Angst Schnuffis Gunst zu verlieren. In hohem Tempo intern Gründe suchen, warum die Flasche entglitten war. Antwort: „Die war noch feucht. Tut mir leid! Muss das Kondenswasser gewesen sein! Krass, woher Du so schnell so gut gekühlte Mollis herbekommen hast!“ Solche Gedanken, die sich teils zu Sätzen formten. Ob er in Summe sagte: „Tut mir Leid!“? [Scherbenskulptur] Zwei Scherben zu einem urKörper gegeneinander gelehnt. Im Sand fundamentiert. Darauf eine flache Scherbe: Der Flaschenboden. Abgestützt mit zwei weiteren Scherben. Darauf dann der Flaschenhals, der wie der Boden soweit unversehrt aus dem Sturz hervorgegangen war. Umrandet mit einem kleinen Sandwall. Wie lange würde diese grobe Abbildung eines menschlichen Körpers so stehen bleiben? Wer würde sie einmal finden? Ist in der Abbildung die Seele mitbedacht? Würde die für den FinderIn sichtbar sein?

Da kam dann später der [MieterIn] mit ihren Kindern dahin. Fast eine Verletzung ihrer Kinder. Irritiert. Wütend. Aber auch Angst. Bei der Mieterin. Weil: Nur Miete. Kein Eigentum. „Habe ich überhaupt Rechte, mich zu beschweren?“ „Aber ja! Sind Sie so selbstbewusst! Und gehen Sie damit zur Hausverwaltung!“ Sven und Schnuffi gerieten in Verdacht. Sven schob das auf die Drogenjugendlichen: Die waren ihnen doch entgegengekommen, als sie weggingen? War das wirklich so? Oder hatte Sven sich das einfach als Möglichkeit vorgestellt. Die Wahrheit war: Dass er die Drogenjugendlichen tatsächlich mal auf dem Platz gesehen hatte. Aber nicht an dem Tag. Stehen auch so unter Bewährung, dass sie nichts machen. Auf diesem Spielplatz zumindest nicht.

[Tamm-Hohenstange]: Der magische Ort. Hier auf dem verlassenen Platz zwischen den hohen Termitenhügeln. Erinnerungen an Schnuffi-Sven-Verbundenheit. Zeitverlust und Schnuffi musste los. [Scherbenskulptur] Damals ein Ausdruck seiner inneren Dynamik. Wenn er damals verstanden hätte, was er da über sich selbst an sich selbst vermittelte? Wäre er dann nicht [weißer Raum]? Das war ja nicht nur eine Skulpturerschaffung aus Verlegenheit und Übersprung. Da steckte Information über ihn selbst an ihn selbst drin. Die blieb ihm verborgen. Damals. Was lässt sich jetzt daraus schließen? Eigentlich hatte Schnuffi über jemand ganz anderen sprechen wollen. Sven wusste das mittlerweile auch. Bzw.: Hatte davon mal gehört. Will es aber hier an diesem Erinnerungspunkt nicht freigeben. Warum? Weil es ihm selbst zu nah geht. Weil es sein Innerstes betrifft und die große Scham, die in ihm schwimmt. [Trikots |Volleyball |Mannschaft der Liebe]. Schnuffi erinnerte dann nur nochmals an: „Ich komme morgen dann mal bei Dir vorbei. Du hast ja die Entwürfe fertig?!“ Die Trikotentwürfe. Weil Sven so gut zeichnen konnte. Es vielleicht noch kann? Wenn seine Hände und Finger die motorische Erinnerungssuche beenden. Beendet haben werden. Hier in [weißer Raum]. Sich wieder mit dem Gesamtkörper auf Verbindung begeben und einlassen.

Was machte Sven mit den Scherben? Er baute eine Skulptur in den Sand. Durch die Flüssigkeitsreste an den Scherben blieben Sandkörner an seinen Fingern kleben.

Insgesamt war durch den Spielplatzaufenthalt Sand in ihn eingewandert. In die Haare, in die Kleidung, unter die Fingernägel. Er suchte nach sich. Nach einem Ausdruck von sich individuell. Nach einem Ausdruck von sich als MenschIn. Fragte: sich unbewusst mit [Scherbenskulptur]: [wer] bin ich? [was] bin ich? [wohin] bin ich? Suchte nach einem Fundament. Nach einer Basis. [Wer ist der MenschIn?] [Was ist der MenschIn?] [Wohin ist der MenschIn?]. Ein Bündel von Bewusstsein? Ein Bewusstsein, das an einen Körper gebunden ist. Oder: Ein Körper, aus dem ein Bewusstsein als quasi Abfallprodukt herausströmt und in diesem Körper teils durch Impulse aus dem Environment geformt wird. Betastetwerden vom Environment?

[wer][was][wohin]:>_[ ]_<:[wohin][was][wer]

[Tamm_Hohenstange]

Sven auf dem Weg durch Tamm_Hohenstange. Der [-] ist als [_] nach unten gewandert. Heißt das: Kommt er also langsam auf dem Boden seiner selbst an? Eher: Der Graben tut sich auf. Die Angst zu fallen. Auf dem Fahrrad. Seine Füße traten gleichmäßig die Pedale. Freude über: Kein Bier konsumiert. Schnuffi hatte seins dann auch nicht geöffnet? Der Rest: Abgehakt. Abgelegt in die unzugreifbaren Anteile seines Bewusstseins. Die Volleyballtrikots! Damit hatte er einen Tauschwert für Schnuffis Umzugshilfe. Die waren auch fast fertig! Er hatte da ja schon klare Ideen dafür. Und auch schon einige Skizzen angefertigt. Er hatte Schnuffi aber gesagt: „Kein Problem! Alles fertig! Komm ruhig morgen vorbei! Dann zeige ich Dir alles!“ Das waren die vagen Gedanken an der Oberfläche seines Bewusstseins. Die auf dem damals ruhigen [Ozean |= Bewusstsein] schwammen und auch auf den Festlandbereichen von [Ozean] zu spüren waren. An der Oberfläche. Was war wirklich? Was lässt sich jetzt sagen?

Angst. Damals schon die Angst. In leichter, fast angenehmer Form. Ließ sich damals als angeregte Fokussiertheit auf ein Ziel integrieren. Als ein Element von dieser Fokussiertheit.

[Tamm_Hohenstange |aus der Nähe]

Entgegen seiner Abwehr gegen das Mittelmaß ein magischer Ort. Lebensspendend. Irgendwo im Weltall. Ein Ort voller Leben. Verschiedene Lebensformen.

Unterschiedliche Individuen.

Eine Würdigung von Tamm_Hohenstange: Für Sven damals nicht möglich. Für ihn heute nicht möglich. Seine ersten Kontakte mit Tamm_Hohenstange waren noch gut. Als er das alles für einen großen Spielplatz hielt. Dann aber: Die Sache mit dem Hund. Weswegen er immer und oft auf die Fläche direkt vor der Terrassenglasfront schaut. Wenn er da sitzt auf der Terrrasse große Unruhe. „Siehst Du wieder Bienen, wo keine sind?“, wird er dann gefragt. Mittlerweile von allen Familienmitgliedern. Wenn er sich an der Scheibe und dem Draußen scheinbar nicht satt sehen kann.

Tamm_Hohenstange schwimmt an ihm vorbei. Er auf dem Fahrrad. Diese Siedlung könnte gewürdigt werden: als Würdigung des MenschIn insgesamt. Infrastruktur. Wie der MenschIn sich Krankheitserregern entzieht, die sein Körpersein als Nahrung nutzen wollen. Frage: Haben die einen Willen? Die KrankheitserregerInnen. [Wasser]. [Ozean]. [Lymphe].

Abfrage: Was meldete das Bewusstsein? Was meldeten die einzelnen Sinne?

Was formt sich daraus: Die Frage: Was ist jetzt? Hier? [weißer Raum]: [Tasten]:

Was tastet er? Was sieht er? Was hört er? Was riecht er? Was schmeckt er?

Was ist das denn? Jeweils.

[Tasten]

Fläche, aus der Dinge herausfallen, sich vereinzeln. Benamt werden. Sich benamen.

[Sehen]

Fläche, aus der Dinge herausfallen. Sich vereinzeln. Benamt werden. Sich benamen.

[Hören]

Raum, aus dem Dinge herausfallen. Sich vereinzeln. Benamt werden. Sich benamen.

[Riechen]

Raum aus dem Dinge herausfallen, sich vereinzeln. Benamt werden. Sich benamen.

[Schmecken]

Fläche, aus der Dinge herausfallen, sich vereinzeln, benmt werden. Sich benamen.

[Fühlen]:

Atemnot. Angst. Panik. Einsamkeit. Außer Fühlen bleibt alles antwortfrei.

[R_Haus]

„Niveau ist keine Handcreme!“ Das ist der 1. Ausfluss, der sich aus [R_Haus] ergießt. Ein Satz seiner Mutter Karin. Ihre Freude über die Pointe. Unbewusst: Ihre Sicherheit, die mit der Aussage zusammenhängt. Die Gewissheit: Richtig zu handeln. Richtig zu sein. Unbewusst: Die Konditionierung auf stete Tätigung dieser Aussage. Weil: Gelächter. Lachen. Oder auch die Abfrage: „Karin? Wie sagst Du immer?!“ „Manche halten Niveau eben für eine Handcreme! Da können wir nichts machen!“ Als Sven das zum 1. Mal gehört hatte, und verstanden hatte, fand er es lustig. Dann nicht mehr. Fühlte da etwas Falsches. Weil: Das sich über andere erheben und selbst manchmal genau exakt diese Handcreme zu verwenden. Also: Selbst nicht besser zu sein. Er spürte: Das Falsche. Er konnte dabei noch nicht das Notwendige daran für Karin spüren. Dass sie sich festhalten musste. An Selbstbild und Weltperspektive. Und einem ihrer Standardsätze eben: „Niveau ist keine Handcreme!“. Um sich in Abgrenzung und moralischer Höherwertigkeitsdefinierung zu stabilisieren. Er konnte darin nicht die Not sehen. Und auch jetzt kann er es nur hier tief unten oder weit oben in sich drin erahnen. Atemnot auf der Oberfläche. Protoangst an der heißen Spalte. Aber immerhin mittels [Zeichenverbindungen] ertasten: Dass es da eine Notwendigkeit für Karin gibt. Dass sie sich gar nicht erheben will. Gar nicht besser sein will. Dass da die Angst manchmal zu groß war. Und ist. Dass sie gerade MenschInnen, vor denen sie Angst hatte, mit dieser Handcreme in Verbindung bringen musste. Zum Beispiel die Nachbarn mit dem großen SUV. Das waren natürlich nur Protzköpfe ohne Sinn und Verstand. Warum hatten die sich dieses Auto geholt? Was wusste Karin schon darüber? Nichts. Es ging auch nicht um die Nachbarn. Es ging um ihre eigene Stabilität. Für die Nachbarn ging es um: Es war der Versuch ihre Ehe zu retten. Die Werbung hatte bei ihnen Wirkung gezeigt. Die Werbung, wo sich Mann und Frau begegnen. In der vermeintlichen Unwirtlichkeit. Beide in den fetten, dicken und identischen Geschossen [SUV]. Sinngemäßes Gespräch: „Wo warst Du?“ „Milch holen. Und Du?“ „Kinder zur Schule gebracht.“ Dabei eine solche emotionale Leere im Klang und im Ton des Gesprächs. In der Mimik und Gestik. Die Ehe offensichtlich so leer, dass nicht nur ein Auto hilft, sondern gleich zwei von diesem Wunderwerk zugelegt werden müssen. So war es vielleicht auch bei den Nachbarn. [R_Haus]

War für Sven ein Ort der Vorsicht. Der Anpassung. Der eigenen Unsichtbarkeit. Ein Ort des eigenen Unsichtbarwerdens. Die eigene Erregung und Begeisterung für robuste Automobile verbergen müssen. Ein SUV-Gefährt zwar spielte in Svens Visionen keine Rolle. Aber: Von diversen Produktinformationen in Funk, Fernsehen, Presse und im öffentlichen Raum wurde er durchaus inspiriert. Im Bereich [Automotive] die Vision: In hochwertigen Fahrzeugen mit Auftraggebern zu Baustellen und anderen Planungsarealen zu gleiten. Sich nicht dagegen wehren können. Ohne das zu wissen. Das als Befehle in sich verarbeiten. Zum kurzen Trost: Zur kurzen Sinnstiftung: [Produktinformation]. [Werbung].

Werbung als Messinstrument für die Kollektivseele. Oft langweilig in Deutschland. Aber: Wenn das Kollektiv vermessen wird in Emotionsbereichen, dann verschwimmt das eben und wird ein wenig zäh und dickflüssig. Konsensorientiert. Befehlswirksam! Wenn Du dazugehören willst. Werbung geprüft und zertifiziert. Weil: Konsumprodukte als Trägermedien für Emotionen. Die Produkte an sich sind beliebig. Denn: die Grundausstattung der Menschen ist meistens gegeben. Es gibt keinen akuten Mangel. So konnten Konsumprodukte zu Trägermedien für Emotionen weiterentwickelt werden. Ist das überall auf der Welt so?

[Saunaraum] fällt aus [R_Haus]. [Saunaraum]: Produktgruppe Holz. Produktgruppe Baumarkt. Ja. Da gab es diesen Raum. Den gibt es immer noch. Das ist der Saunaraum. Der Raum im Kellerbereich. Kann direkt vom Garten aus betreten werden, der Keller. Oder von innen. Der Raum hat also zwei Zugänge. Ist aber immer noch nicht seiner Funktion zugeordnet. Seiner eigentlichen Funktion. Es gibt dort noch keine Sauna. Warum? Die Sorge vor den hohen Stromkosten ist das offizielle Argument. Obwohl doch alle Schwedenbegeisterte sind. Die Wahrheit sind aber nicht die hohen Kosten, denn es sind ja alle in der Familie Saunabegeisterte. Sogar Sven, dem sein Dasein als einziger Schwede der Familie auf die Nerven geht. Auch Sven ging und geht gerne in die Sauna. Freut sich über das Gefühl der inneren Wärme. Nach dem Aufenthalt in der heißen, feuchten Luft. Und nach dem Aufenthalt unter der Schwallbrause undoder einfach unter kaltem Wasser. Und dann als Saunaprofi natürlich immer einen Bademantel dabei haben. Sich darin einschmiegen. Auf der Liege liegen. Zwischen Träumen und Wachen sein. Schweben. Das hat ihm immer gut gefallen. Weil damals die Sauna ein großes Gesprächsthema war, hatte Sven6/9 auch seinem besten Freund Schnuffi6/9 begeistert davon erzählt. Dass da bald eine Sauna reinkäme. Jetzt wäre der Raum noch frei. Und als Schnuffi6/9 dieses Fahrrad „gefunden“ hatte, da wusste er ja, dass es im Haus von Svens6/9 Eltern, diesen „sehr zuverlässige Leute“ einen freien Raum gab, in dem das Fahrrad sicher und geschützt stehen könnte, bis vielleicht der eigentliche Besitzer des Fahrrads gefunden werden könnte. Bei aller gebotenen Anstrengung, die notwendig wäre, das Fahrrad zu behalten. Da gab es diesen Raum also. Die Wände schon geweißt. Aktuell aber nur Holz darin. Das Holz für die Sauna. Es war schon da. Sven6/9 und Schnuffi6/9 waren also mit dem Fahrrad gekommen. Sven6/9 bat, dass das Fahrrad untergestellt werden könnte. Karin aber ahnte, dass das Fahrrad „gefunden“ worden war. Denn Schnuffi6/9 hatte vorher ja nie ein Fahrrad gehabt. Sie lehnte deswegen ab. Nahm Schnuffi6/9 unter ihren Blick. „Warum stellst Du es nicht dahin, wo es sonst auch steht?“ „Weil da wird es vielleicht gestohlen. Es hat ja kein Schloss.“ „Vielleicht hat ja der, von dem Du das Fahrrad genommen hast, noch ein Schloss?“ „Den kenne ich ja nicht, den muss ich ja erst finden. Und damit das Fahrrad nicht gestohlen wird. Sie haben doch diesen Raum, wo die Sauna reinkommen soll…?“

Das hatte Karin dann sehr erbost. Welche Chuzpe, um mal ins hohe Regal zu greifen, Schnuffi6/9 hatte, ihr ein gestohlenes Fahrrad mit der Begründung, es vor Diebstahl zu schützen, unterzuschieben! Was sie aber mehr in Rage brachte, das wusste sie aber selbst nicht, das war der Saunaraum. Wie konnte Sven6/9 darüber sprechen! Karin fühlte sich hier als Versagerin. Den Raum gab es zu dem Zeitpunkt bestimmt in seiner Form für drei Jahre. Und nur Holz war dazu gekommen. Als Baumaterial. Das Holz für die Sauna. Aber es war nicht gebaut worden. Aus gutem Grund sicherlich. Die hohen Stromkosten und die Frage der Wirtschaftlichkeit. All das war unbewusst. Sie war sauer auf Sven6/9. Fühlte sich ungewollt unbewusst verraten. Bewusst war ihr immerhin die Gefährdung von [R_Haus] als Schutzraum. Sven hatte schon zu anderen Gelegenheiten [R_Haus] als Schutzraum gefährdet. Deswegen nordete sie Sven6/9 anschließend mit „Wie kannst Du solche internen Dinge so freimütig erzählen“ ein. Dass doch bestimmte Dinge MenschInnen da draußen nichts angingen. „Ja, klar, das ist jetzt nur dieser Raum. Aber! Wer weiß, was Du sonst noch erzählst, wenn Du nicht aufpasst! Dann fangen die Leute an zu reden! Und dann reden auch die Kinder in der Schule über Dich und Du kommst in Schwierigkeiten! Die ärgern Dich dann nur!“ Noch offizieller und bewusster vor und für sich selbst war sie sauer, weil Sven so naiv war. Wie konnte er Schnuffi so einen Schwachsinn glauben. „Wie kannst du Schnuffi nur so eine Räuberpistole glauben!“, so etwas in der Art hatte sie zu ihm gesagt. In der Küche. Beim Essen warm machen. Auch Helke war dabei. Als große Schwester war sie natürlich auch fassungslos, wie dumm Sven sich verhalten hatte. „Wie kannst Du nur so dumm sein!“, sagte Helke. „Jeder auf dem Schulhof weiß, dass Schluffi stiehlt!“ Das war der beliebte Kosename „Schluffi“ der statt „Schnuffi“ von den anderen Familienmitgliedern außerhalb von Sven eingesetzt wurde. Denn „Schnuffi“, das könnte ja ein süßer, kleiner Hund oder so etwas sein? Die Aufteilung des Kellers war mit ein Grund für die Entscheidung für dieses Haus. Denn Bernd + Karin sahen es schnell: Da kann eine Sauna eingebaut werden. So waren sie schon durch das Haus gegangen, im Rohbau. Als nur der Keller stand. Und Sven die Baustelle für einen Abenteuerspielplatz hielt. Da die Öffnung. So etwas wie eine Röhre. Da der Wunsch, so etwas wie Geborgenheit zu erleben. Vom Leben selbst umarmt zu werden. Von der Gesamtumwelt so gegeben. Dahinten Licht. Dann kommt das laute Bellen? Jetzt hier. In seinem Akutkörper. Kein Zugriff mehr. Alles überstrahlt von lautem, heißerem Schreien. Schreien. Pelziges Schreien durch die eigenen Adern. Als hoher Puls empfindbar. [Atemnot]. Das Asthma in ihm aktiv. Hatte er doch lange nicht. Als Sven7/14 zuletzt. Ein Psychoasthma. Was war damals passiert? Was kann es gewesen sein? Er war einem anderen Lebewesen begegnet? Und es hatte Kommunikationsstörungen gegeben? Zwischen ihm und dem anderen Lebewesen. Das andere Lebewesen war nicht menschlich. [weißer Raum].

Durchatmen, was ist. Was ist?

Die Schatten an der Wand. Die Angst vor dem hochgefährlichen Energiefeld im Raum. Dem Eliteastronauten. [Nevs]? Schatten in der Wand bewegen sich. Angst vor Schimmel aus Mikroorganismen. Wo ist er? Vage eine Erinnerung an eine Fahrt im RTW. Mit Infusionsnadel. Mit einem Gesicht ganz nah vor seinem. Schatten in der Wand. Schatten im Raum. Beides kommt aus ihm. Das ist keine Vergiftung. Das ist kein Koma. Das ist keine virtuelle Realität.

[Schnuffi]. Der stabilisierende Freund. Oft und oft zu Gast. In [R_Haus]. Wie Sven und Schnuffi sich kennenlernten, ist aufgefangen in [Roller]. Der Roller auf dem Schulhof. Plus: [Rattenhund] und [T-Shirt]: Basisimpuls dieser Erinnerung: Karin schimpfte mit Sven18/19 bzw. fragte: „Das Telefon! Hat das Schnuffi mal wieder gefunden?“ [Schnuffi] Sven stand auf dem grundschulSchulhof: Wollte dahin zu den Jungs, die da Quatschspiele machten. Was sind Quatschspiele? Was machten sie denn? Körperliche Spiele? Ja. Sven in seiner zu bunt bedruckten halblangen Hose: Mit sinnloser Frisur. War wohl mal aktuell. Aber jetzt nicht mehr. „Voll blöd sieht der aus!!!“ Sein T-Shirt war der Grund für die anderen Kinder, diesen komischen Vogel [Sven6/8] abzuwehren. Die Frisur war ein Zusatzgrund. Der SchulhofaufsichtleherIn hatte ihm zum Trost einen Roller als Pausenspielzeug gegeben. Kinder müssen sich erstmal aneinander gewöhnen. Damit stand Sven dann im Abseits. Keiner hob die Fahne oder die Hand, um ihn zum Mitspielen einzuladen. War das eine Fehlentscheidung? Den Videobeweis konnte niemand erbringen. Wenngleich den anderen Kindern Svens Blicke nicht verborgen blieben. Aber so was! Was für ein T-Shirt?!! Unbrauchbar! Sie sahen gleichwohl Svens Ansätze, mit dem Roller in ihre Richtung zu starten. Es waren nur zaghafte, abgebrochene Situationen. Nichts. Leere Aktionsmuster. Die Comicfigur auf seinem T-Shirt, die gab es gar nicht: Die war nicht offiziell in Comics zu erleben. Deswegen gab es sie nicht. Obwohl sie doch sichtbar auf dem T-Shirt war. Was würde der DesignerIn denken, wenn er die Abwehr der Kinder gegen seine Schöpfung hören müsste? Sie_er würde ihnen erklären, was er dabei gedacht hatte. Er würde den Kindern erzählen, was dieser lustige Wolfshund da wollte, dachte, fühlte und könnte. Vielleicht würden sie ihn doch noch lieb gewinnen? Ist aber kein WolfsHund. Ist keine Maus. Ist eine Ratte! So sahen die Kinder das!

Überspülung mit abgelagerten Mentalenergien hier. Die inneren Asse sind gerissen: keine Trümpfe lassen sich mehr ausspielen. Das Mentalendlager zeigt sich strahlend mit seinen konzentrierten Inhalten: Innerhalb von Sven begann eine schon klassisch zu nennende Diskussion zwischen B+K über das Milliardengrab, den Schwabenstreich [Stuttgart21] und ihm. In [Flur2008]: Als Karin das Telefon gefunden hatte. Und Schnuffi verdächtigte. Die unausgesprochenen Argumente schwollen in Sven hoch. Wie durch unmäßigen Regen angeschwollenes Abwasser aus dem Kanalsystem nach oben drückt. Das kommt jetzt hier. Weil im MausRattenhund_T-Shirt auch Wut und Hass auf Karin enthalten ist. Verschiebt und vermischt sich Erinnerung. Jetzt ist er gerade im Flur. Im R-Haus. Unchronologischer Vorgriff. [S21_Diskussion]. Obwohl Sven schon zur Genüge und bis zum Überfluss alle Argumente kannte, war ihm bislang die Harmonisierungsfunktion der ewig gleichen Diskussion nicht bekannt geworden. Für ihn war das ein interessantes Projekt. Eine Jahrhundertangelegenheit. Für B+K war es ein Beweis für den Wahnsinn von denen da oben. Für die endgültige Katastrophe. Schnell weg von da, sonst muss er ausrasten, weil Mentalmüll im Inneren zu Mutationen führt. Lieber rasten. Hier intern. In [Rettungsinsel]. Denn: Wo Leidenschaft sein soll, ist nur noch hilflose Wut in Notwehr. Schnell weg. Zurück zur unbewussten Reflexion. Folge wäre gegenseitiges Anschreien, weil Konfliktmoderatheit nicht kultiviert war im R-Haus. Da gab es nur Todesgefahr im Gegenargument. Keine Befruchtung. Da gab es nur Polemik und Übersteigerung. Also: Nur konstruktive Verdichtung mit der Zuspitzung. Mit der Speerspitze. Mit der Lanze. Auf beiden Seiten. Klare Argumente konnte dann kein Mensch mehr gebrauchen. B+K würden Angst haben, dass Sven jetzt völlig überschnappt. Im Ansatz gab es ja schon freudlose Einwürfe von ihm, die die Potentiale der Zukunft des Projekts sensibilisieren sollten. Sven war in dem Turm gewesen. In: „Das ist eine reine Propagandaausstellung! Richtig dreist!“ Außerdem würden sie um ihr Leben deswegen Angst haben, weil, wie würde Sven in der Zukunft bodenständig bleiben? Wie könnten sie jemals auf eine Unterstützung dieses Luftikusses im Alter hoffen. Und ähnliche Ängste mehr.

Sven würde nur wieder seine fundamentalinfrageStellung erfahren. „Du darfst doch Architektur studieren! Was willst Du denn noch…!“ Außerdem seine Unvernunft erleben müssen. Seine Dummheit! Wie er sich von der Propaganda einnehmen ließ. Sah er denn nicht, was da passierte? Da machten sich doch nur wieder welche die Taschen voll! Das Problem: Svenargumente zählten nichts: Denn um stabil zu bleiben, brauchten B+K nun mal die Sicherheit, dass Stuttgart21 absoluter Wahnsinn und Schwachsinn war. Schnell weg von da. Unwilliges Schnaufen von Sven, dass sich aber auf nichts näher fokussieren ließ, so dass B+K es auf seine Müdigkeit schoben.

Lieber zurück zu [Schnuffi]:

Was für eine Figur ist da drauf? Auf dem T-Shirt, das Sven trug. Wie sie lustig lächelte: Sven hatte sich total über das T-Shirt gefreut: Hellblau: Mit neongelben Bündchen: Aber die Maus, die Ratte, wie die anderen Kinder sagten, die gefiel ihm. Vielmehr hatte ihm gefallen. Jetzt war in der Situation der Ablehnung der Mausratte durch die anderen, war es schwer die Loyalität gegenüber der Mausratte, die eigentlich ein Hund war, aufrecht zu erhalten. Denn Sven spürte damals undeutlich, dass die Ablehnung gegen ihn, etwas mit diesem T-ShirtHund zu tun hatte. [Urhund] |[Urleben] Warum Stofftiere? Warum das Krokodil?

[Schulhof]

Das war ein Hund. Für [Dich] als [Sven6/6] war es ein Hund. Ganz klar. Den die SchulhofKinder für eine Ratte bzw. Maus hielten. So langes ZottelFell. Karin hatte extra noch gefragt: „Ist das nicht ein Mädchen, ein Mädchen_T-Shirt?“. Hatte Karin gefragt! „Nein“ hatte die Verkäuferin geantwortet. „Das ist unisex. Das tragen auch Jungen.“ Weislich verschwieg sie die prozentuale Verteilung. Sven war dann der einzige Beweis der unisexTheorie. Er trug das T-Shirt. Dazu blaue Hose, die eher wie eine Unterhose aussah. Und auch war. So war das. Es war keine Ratte, die neugierig um die Ecke guckte. KindchenSchema passte. Es war ein Hund. Ein RattenHund. Es war ein Hund. Die anderInnen hielten ihn nur für eine Ratte. Deswegen lehnten sie diese Mickey Mouse da ab, die in einem so lächerlichen T-Shirt da rum lief. Und erst die Hose! Deswegen war Sven ein Spastikant für die anderInnen. Weil er von dem echten Mickey auch nichts wusste. Er hatte sich einen Namen für die Figur ausgedacht. Nannte sie Oliver. Die anderen Kinder, insbesondere dieses zehnmalkluge Mädchen sagten: „Die gibt es doch gar nicht diese Comicfigur!“

[Oliver]: Wegen [Gulliver]? Wegen dessen Reisen; und Gulliver gab es ja schon. [Oliver‘s Reisen]? Dass die ihm berichten könnte, die oder der Wesen da auf seinem T-Shirt. Außerdem dazu, dass es [Gulliver] schon gab, die Angst, dass [jmd.] sagen wollen würde: „Gulli, das passt. Die kommt wirklich aus dem Gulli daher gekrochen!“ Das stimmte so nicht. Sicher kannte [Oliver] auch die Welt hinter den Gullis, aber sie_er ging doch auf zwei Beinen. Kam dahergegangen. Kannte Riesen und Zwerge und Gullis und Pferde: Kannte die Welt und würde Sven

Ob Sven unter anderem wegen dieses Ereignisses in der Vergangenheit in der Gegenwart Not mit der Auswahl seiner Kleidung hat? Deswegen Orientierungslosigkeit? Deswegen der Fehlkauf des China_T-Shirts? Eine Signalwirkung der zur Wahl stehenden Kleidung kann bis heute niemals einer abschließenden Bewertung zugeführt werden. Denn Panik und Angst bestimmen die FühlMuster undoder DenkMuster, wenn Sven im Jahr 2008 Stoffe betastet und Motive analysiert auf ihre SignalWirkung in die AußenWelt: Würde ihn das wieder nur als Spastikant auszeichnen, das KleidungsStück? Oder würde es helfen, seine wahren Potentiale anzuzeigen. Wie das PrachtKleid des Affen.

„Welche Signale muss ich setzen?“ Diese Frage hatte sich Sven nicht gestellt, als er sich auf den ersten regulären Schultag vorbereitet hatte. Als er mit Karin um die Auswahl der Bekleidung gerungen hatte. Sie wollte ihm was Schlichtes aufflüstern. Sven wollte sich wohl fühlen und darin wohlfühlen. Wollte Explorationsenergie und Neugierde und Staunen in sich aktiv erleben. Ohne das in dieser Klarheit damals erfassen zu können. Was das Gefühl [wohlfühlen] in seinen Details im Fühlen betraf. Woher das Erreichen von [wohlfühlen] gespeist wurde, wusste er damals nicht. Dass [wohlfühlen] in Zusammenhang stand mit der inneren Ausrichtung auf [Neugierde][Staunen].

Jetzt: In seinen Tiefen schämt er sich dafür, dass er da so [verbissen] war. Immer schon [unvernünftig] war. [Neugierde] und [Staunen] akut nicht mehr in ihrer reinen Form in ihm verfügbar. Umgeladen in [falsch][Du bist immer so gefährlich!][Mit Deinen Spinnereien bringst Du uns alle in Gefahr!]. Weil er vergessen hat, was [wohlfühlen] in seinen einzelElementen ausmachte und heute ausmacht. Sven5/6 war so unvorbereitet auf die Ablehnung durch Karin. [Sven5/6]. Hatte extra sein Lieblings_T-Shirt angezogen. Hatte sich durchgesetzt. Da war er ja wohl selbst die Schuld an dem, was dann passiert war. Beim 1. Mal. Beim 1. Mal Schule besuchen.

Karin hatte es natürlich danach dann gleich vorher gewusst: Sie hatte doch die Verkäuferin gefragt! Wer war denn jetzt Schuld? Die Verkäuferin? Karin? Sven. Sven. Wer hatte denn auf dem T-Shirt bestanden? Wer war denn so dickköpfig? Wer war denn so unbelehrbar. „Da brauchste nicht zu heulen. Morgen ziehst Du das T-Shirt wieder an. Das ist noch nicht schmutzig.“ Weil sie ihn hatte erziehen wollen. Das T-Shirt war nicht nur schmutzig, sondern auch beschädigt. Der Rattenhund war beschädigt. Zerrieben teils. Sven hatte sich am Tag davor an Mauern entlang geschoben. Damit er es nicht auch noch [übermorgen] anziehen müsste. Hatte dabei leider gegen seinen Bewusstwillen das Fell des RattenHundes beschädigt. In seinem Unbewusstwillen wohl. Spürte extremen Schmerz in sich. Der RattenHund war als Fenster zu seiner eigenen Seele die Sehnsucht nach offensiver Neugierde und Staunen. War Teil seiner eigenen Seele. Auf dem T-Shirt war ein neunteiliger ComicStrip mit dem RattenHund, wie er eine Blume findet. Der ganze Comicstrip wurde vom RattenHund, der eigentlich ein reiner Hund war, festgehalten und mit einem fröhlichen Grinsen präsentiert. Das war auf der Rückseite. Auf der Vorderseite war der RattenHund solo in voller Fröhlichkeit sichtbar. Genau da vorne hatte Sven das Fell geschädigt. Er wollte doch nur Schmutz! Keinen Schaden. Extremster Schmerz. Schuldgefühl gegenüber aufgedruckter Farbe. Verdrängung dieser extremen Ausnahmesituation im Innern. Denn: Es musste gelebt werden. Es musste ja weitergehen. Er muss ja weiter gehen. Immerhin tröstete ihn Schnuffi später, dass er ja kein Auge oder die Schnauze verletzt hatte. Heilungsversuche mit Filzstift hatten ein gewisses Resultat. Der Vorderlauf war verletzt. Das Gelenk des Vorderlaufs war verletzt. Wie sollte der fröhliche Hund jetzt noch unbeschwert springen. Sein fröhliches, einnehmendes Lachen auf der Vorderseite war eine Lüge geworden. Oder könnte sich der Hund mit seiner Verletzung arrangieren?