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Der Taupunkt als Neubeginn: Autor, Philosoph und visionärer Poet. S.T. Middeke veröffentlicht mit >>Taupunkt<< ein modernes Konglomerat suburbaner Poesie. Das Werk enthält 124 außerordentliche Gedichte voller Emotionen, Denkanstöße und Fantasten der Neuzeit.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 43
Veröffentlichungsjahr: 2016
Vorwort
Von Schätzen
Unendlichkeit
Yvonne
Fehltritte
Im Einklang
Warum tun wir das?
Stumm
Gegenwind
Verstehst du?
Zauber der Nacht
Trinken
Deine Augen
Ein kleines bisschen Hoffnung
Rose
Weltreisende
Nachtlied der Sirene
Mit jeder Strophe
Zeilenlos
Ding
Codiert
Maskenball
Moderne Zeiten
Tür
Leb deine Träume!
Lachen
Parkbank
König der Löwen
Wa(h)r
Hollywoodschaukel
Baum
Freunde
Ich trage den Regenschirm
Aufbruch
Mann im Spiegel
Im Käfig
Durchschnitt
Rückkehr
Tu es!
Wenn wir streiten
Spion
Balance
Leben geht weiter
Bester Moment
Bilder
Wegweiser
Von dir
Erwachen
Probleme
Hand in Hand
Vom Glück
Von Ella
Antiheld
Sanduhr
Berge
Zeit für Veränderungen
Rehaugen
Fremde
Versteckspiel
Drama
Danach
Schmetterling
Dein Karma
Mosaik
Raum der Musik
Mein Mädchen
Selbstbestimmt
Labyrinth
Tagtraum
Leben lernen
Tintenfleck
Ästhetik
Meeresgrund
Bunte Farben
Zeit
Vom Sterben
Abschied
Dichter
Von deiner Stärke
Taschendieb
Im Sonnenaufgang
Frühling
Bambus
Vom Altwerden
Mit dir
Tod oder lebendig
Da für dich
Fragmente
Vergiss nicht zu lächeln!
Brunnen
Bitte bleib hier
Belgin
Regie
In der Einsamkeit
Buch der Gefühle
Letzter Mann
Der Magier
Synchron
Schwarze Witwe
Gaia
Wenn Brücken brechen
Nach einem Jahrzehnt
Räume schaffen
Kammer
Magnetismus
Leuchtturm
Danke
Von deinen Lügen
Kontrolle
Gedanken der Vergangenheit
Planlos
Liebst du mich?
Durch Täler gehend
Anker
Meine Sonne
Wand
Von Gedanken
Grenzlandwesen
Dort draußen
Vom Beginn
?
Wenn du schläfst
Undurchsichtig
Ich gehe
Alleine
Wenn ich in mich gehe und ernsthaft darüber nachdenke, dann merke ich sehr schnell, dass ich mit den klassischen Dichtern nicht viel gemeinsam habe und mich nicht viel an ihren Werken berührt. Weder ein Rilke, ein Schiller, Fontane oder weiß Gott wer konnte mich je wirklich tief ergreifen oder inspirieren. Möglich, dass es an der altertümlichen Sprachweise liegt, aktuellere Zeitgenossen à la Hesse geben mir allerdings auch nicht viel mehr. William Shakespeare natürlich außen vor, der Mann war ein Genie. Ich bin mir darüber im Klaren, dass es anmutend und respektlos erscheint, so ruchlos über nicht mehr Existente zu reden. Da ich der Wahrheit aber keine Fesseln anlegen möchte, weil es einfach nicht mein Stil ist, die Unwahrheit zu verbreiten, ist es, wie es ist. Ich bevorzuge es, gerade auch in meinen Gedichten, Themen direkt zu konfrontieren, statt diese so grob unkenntlich zu umschreiben, dass sie in die Sinnlosigkeit abdriften, mit komplexesten Worten, die nur die Gebildetsten unter uns verstehen können, egal welchen Intellekt der Leser hinter seinen Mauern behütet. Lyrik muss auf den Punkt bringen, Erlebnisse, Meinungen oder Affektiertheiten mit einfachsten Worten abbilden, dabei durch Dynamik und Klang der Silben Schönheit finden. Wenn ich etwas so sehr verschlüssele, dass es ohne profundes Hintergrundwissen in kompletter Sinnlosigkeit gipfelt, dann ist das Gedicht einfach nicht gut. Extrem verschachtelte Sätze, komplex chiffriert bzw. bis ins Unkenntliche codierte Konstrukte sind einfach kein Qualitätsmerkmal. Viele Dichter und Schriftsteller missverstehen das. Wenn etwas gut geschrieben ist, aber atonal klingt, dann genauso, der Klang muss immer Vorreiter sein, Punkt.
Aber was weiß ich schon? Meine Deutschlehrerin in der gymnasialen Oberstufe sagte mir damals regelmäßig, dass ich die deutsche Sprache nicht verstehe und sie niemals verstehen werde. Sie war zudem Oberstufenleiterin, was rein objektiv eine gewisse Kompetenz zu unterstellen vermag. Ich muss dazu sagen, dass ich im Allgemeinen nicht viel von Lehrern halte, Kritisieren ist keine Kunst, etwas Kritikwürdiges schreiben allerdings schon. Natürlich gibt es auch wirklich hervorragende Lehrer, sie war allerdings kein Mitglied dieses exklusiven Clubs, und das nicht wegen meiner wirklich unterirdischen Noten, sondern wegen ihres nicht vorhandenen Verständnisses von Wortklang und Melodie sowie fehlendem empathischen Verständnis. Ich bekam meistens eine schwache Fünf von ihr und musste mir Mal um Mal anhören wie schlecht doch mein Deutsch wäre. Eines Tages gab sie uns die Aufgabe, Gedichte zu schreiben und diese anonym bei ihr abzugeben. Von den knapp dreißig
