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Während sich Jack auf einer Kreuzfahrt befindet. Verteilt der Eis Komet Omikron Percy I9, sein gefährlichen Inhalt einmal quer über die Erde. Dabei mutiere nicht nur Pflanzen so wie Tiere zu spektakulären neuen Formen. Sondern auch die Menschheit muss sich die Frage stellen: Ab wann ist man noch ein Mensch ? Nun knapp zehn Jahren nach der grün Apokalypse, leben nun Zehn Tausende von Menschen zurückgezogen auf der Stahlinsel die nicht nur aus großen Containern so wie einigen Kreuzfahrtschiffen besteht sonder auch aus den Resten der europäischen Menschheit.
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Seitenzahl: 206
Veröffentlichungsjahr: 2022
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Familienurlaub
Das Feuerwerk
Die Underdogs
Selbstläufer
Der Toaster
Die letzte Fahrt
Festland
Erster Kontakt mit der Realität
Wanderung durch Wales
Die Flucht
Warzenschwein und Eber
Piratenbande
Ein Problem nach dem anderen
Epilog
„Sie sind Tiere, das ist richtig. Aber warum bist du dir so gottverdammt sicher, dass uns das zu Menschen macht?“
Stephen King, Todesmarsch
„Eine der Grundregeln des Universums ist, dass nichts perfekt ist. Perfektion gibt es nicht einfach ... ohne Unvollkommenheit würden weder Sie noch ich existieren.“
Stephen Hawking
Jack stand an der Spitze des riesigen Kreuzfahrtschiff G.S.L Elongatus. Eisige salzige Luft zerzauste seine Pech schwarzen Haare, sein dunkles T-Shirt flatterte in Wind und lies ihn leicht frieren. Er war zwar erst zehn Jahre alt, doch sein Vater ermutigte ihm schon, das Schiff auf eigene Faust zu erkunden. So entdeckte er bereits schon am zweiten Tag eine Möglichkeit, in die Personalräume zu gelangen. So fand er auch ein Weg, ohne das ihn jemand aufhielt, hier bist zur Bug Nase zu schlichen. Worauf das riesige gelbe Seepferdchen prangte, was nun Schäumend die Wellen spaltete. Nun stand er wie der eine Schauspieler aus The Greatest Gatsby hier und hielt ebenfalls seine Arme im den Wind. doch nicht nur die Kälte macht die ihn Ein schlechtes Gewissen. Er wusste dass er eigentlich nicht hier sein durfte, den hier lagen überall dicke Taue über den Boden verstreut die dicker waren als sein Arm, er war nicht gerade schwächlich doch als er versuchte, ein Schraubenschlüssel, der hier auf einer der großen Kisten lag, anzuheben, scheiterte er kläglich, obwohl das Werkzeug nur halb so gross war wie er.
Ab und zu Brach auch mal eine größere Welle über die Reling und spülte eisiges Nordsee Wasser über das Deck.
Inklusive eines kleinen Roten Oktopoden, Der sich verzweifelt bemühte wieder ins offene Meer zu gelangen, Doch er konnte Jacks Aufmerksamkeit sich nicht lange entziehen, Jack versuchte immer wieder das kleine Wesen einzufangen, was nicht größer war als seine Hand. Doch es war schneller als er gedacht hatte, unter einer der Kisten verschwunden, Die ihn wenig später als Sitzgelegenheit diente.
Er stellte sich vor, er wäre Indiana Jones und auf den Weg zu neuen Abenteuer. Er hielt sogar Ausschau nach deutschen U-Booten die jederzeit auftauchten konnten. Aber, Nein…, war da hinten nicht ein Eisberg und steuerten sie nicht direkt drauf zu?.
Er lachte manchmal ging seine Fantasie mit ihm einfach durch. Seine Mutter hatte Recht ihn zu verbieten, in die Videothek zu gehen die gegenüber von ihrem Wohnhaus um ihr Überleben kämpfte. Der bereits schon in die Jahre kommende Besitzer, War so froh über jeden Kunden, der sein Laden belebte, dass er nicht immer genau hinschaute, wenn er sich Filme ausleihen wollte die nicht ganz seiner alter entsprachen. So schaute er fast jeden Tag während der Hausaufgaben die Filme von den der Besitzer schwärmte dass jeder mindestens einmal im Leben geschaut haben sollte. Nur um sich dann anschließend einer der Marvel oder DC Filme anzuschauen. Wie der Videothekenbesitzer immer als Schund bezeichnete.
Eine Stimme Rief ihn. er konnte zwar kein Wort verstehen, Jedoch fuchtelte der kleine Filipino, So mit den Händen das jedes Wort eigentlich überflüssig war.
Er rutschte Beine auf dem nassen Boden aus als er Richtung Tür lief. Der Mann versuchte zwar ihn den Weg zu versperren jedoch war er zu flink. Fast schon spielerisch erreichte er Die labyrinthartigen Gänge Die sich deutlich von den schön designten Gästebereich in unterschieden. Hier war alles etwas zweckmäßiger eingerichtet, wie bei einer großen Fabrik lagen Rohre und Leitungen offen unter der Decke. Die weiß gestrichenen metallischen Wände hatten zwar eine farbliche Markierung, doch das diente nur dafür, um das Personal Orientierung zu geben wo das Heck beziehungsweise der Bog sich befand. Auch ob sie sich grade Backbord oder Steuerbord befanden. Jetzt zur Mittagszeit war auf diesem Deck nicht viel Betrieb, So schlenderte er gedankenverloren Durch die Gänge.
Da heute ein Seetag war. hatte er alle Zeit der Welt, das gigantische Schiff mit etwa fast 6000 Passagieren an Bord sowie 1200 Crewmitgliedern zu erkunden. ihn erwartete auf 340 Meter länge und 45 m breite, 16 Restaurants, Snackbars, 18 Lounges & Bars, ein kleiner Freizeitpark auf dem Deck, sogar mit einer kleinen Achterbahn, ein riesiger Pool und eine Saunalandschaft und drei lange Wasserrutschen.
Doch am Heck befand sich sein eigentliches persönliches Highlight, das Große Spieleparadies unter, einer großen Glaskugel, wo sich unter anderem die mit Kunstschnee dekorierte Kletterwand befand. Doch jedes Mal, wenn er vor dieser Herausforderung stand, Verließ ihn jeden Mut. Er hatte schon am ersten Tag mehrfach versucht die Kletterwand zu Bezwingen. Doch heute würde er es schaffen.
Er holte abermals sein Abenteuerheft aus seiner Hosentasche. Als sein Vater ihm das Buch gestern gegeben hatte war es noch glatt und ohne Die ganzen Stempel die bezeugten dass er alle, Teils kostenpflichtige Aktivitäten Die hier auf dem Schiff angeboten wurden absolviert hatte. Nur nicht die Verdammte Kletterwand. Die ihn 5 Abenteuerpunkte geben würde. Er blätterte durch das Heft Zur letzten Seite wo die Preise präsentiert wurden, die Er für die Punkte eintauschen konnte. Er sah einiges an interessanten Spielzeugen. Die wenige Aktivitäten vorausgesetzt hatten. Einige kleine Klemmbausteine Sets, Hätte er locker einlösen können doch. Würde er es während der Reise schaffen die maximale Punktzahl zu erreichen, Konnte er Sich das große Paket holen In denen sich eine Kappe, ein T-Shirt, Auf den das Seepferdchen abgebildet war, Was auch auf den Bug gemalt war.
so wie ein exklusives Abzeichen Was ihm als Mitglied des Elongatus Abenteurer Club auszeichnen würde. Nun war sein wille stärker denn je, er wollte unbedingt dieses Abzeichen.
Doch zuvor musste er erst überlegen, wie er dorthin kommen würde, der Bug 7. Lag in Stockwerk. Wobei der Klettergarten im 17. Stock erst anfing.
Doch wo war er gerade? Er hate die ganze Zeit als er in dem Sammelbuch geschaut hatte, Nicht geachtet wohin er gelaufen war. Er blieb stehen, um sich zu orientieren. Doch die Informationen an der Wand sagte ihn nur das Vor ihn das Heck lag. Doch nach wenigen Sekunden suchen Entdeckte er unter den Leitungen. Eine grüne Lampe die den Fluchtweg markierte.
Freudestrahlend rannte er Auf die Türe zu die sich Magich für ihn öffnete, Doch als er erkannte dass es eine junge Frau war die die Tür öffnete war es schon zu spät.
Nur wenige Augenblicke später prahlten sie zeitgleich auf dem harten Boden, Die junge Frau gab ein quietschen von sich, die das leises Geräusch von ihrer brechende Nase übertönte.
Jack befreite sich Heck dich aus den weißen Tüchern, Die der Frau gerade aus der Hand gefallen waren Und nun auf dem Boden verstreut lagen, Dabei versuchte er nicht genau hin zu schauen, Was er gerade angerichtet hatte. Die Frau versuchte aufzustehen und dabei ihre blutende Nase weit weg von der Uniform des Captain zu bringen. Doch als sie sah dass auf der Blütenweißen Uniform bereits schon dicke rote Tropfen sich tief in den Stoff eingruben, brach sie fast wieder zusammen, Jack schaute schuldbewusst auf jeden einzelnen Tropfen.
Er reagierte so wie auf jedes Problem was ihm bislang im Weg kam, Er ignorierte sie, stand auf als ob nichts gewesen war, Jedoch mit einem schlechten Gewissen. Doch wie hätte er, sie helfen können? sprach die Mitarbeiterin überhaupt seine Sprache? Er war es zehn Jahre Verdammt. Außerdem war er im Urlaub wo er sich Monate lang drauf gefreut hatte.
Als seine Mutter mit der Idee kam eine große Kreuzfahrt zu machen. Stimmte nicht nur sein Vater begeistert diese Idee zu, wenig später kam ihr Vater mit mehreren dicken Katalogen unter den Arm in sein Zimmer, um gemeinsam mit seinem großen Bruder eine Reise auszusuchen, Seit den war er begeistert von diesen großen Kreuzfahrtschiffen. So lernte er fast nebenbei alle anderen Kreuzfahrtschiffe der Green Star Lein Reederei fast auswendig
Die Alatus und Villosus waren bis auf wenige kleinere Unterschiede baugleich. Sie waren etwas kleiner als die Elongatus mit rund 4900 Gästen boten sie fast das selbe Angebot, beide fuhren gerade durch die Südsee.
Die Queenslandicus war das Prachtstück der aktuellen Flotte, mit rund 3550 Plätzen, luxuriös ausgestattet und weniger auf Kinder und Familien spezialisiert. Sie pendelte grade zwischen Norwegen und Portugal.
Die Zosterae war die kleinste der aktuellen Flotte mit 2580 Plätzen. Sie fuhr Grade von Rotterdam aus über Norwegen hoch nach Island.
Die S. Paradoxus befand sich noch im Bau. Mit ihrer neuartigen Katamaran-Bauweise sollte sie das neue Kronjuwel der Flotte werden, mit rund 8500 Passagieren auf 25 Decks würde sie bis dato das größte Kreuzfahrtschiff Europas sein.
Doch auch die G.S.L Elongatus brauchte sich nicht zu verstecken. allein der Shop Bereich, wo er grad durch schlenderte, nahm alleine ein Drittel des Decks ein. wo dutzende von Erwachsenen grade dabei waren teure Uhren oder Gemälde von bekannten Künstlern zu bewundern. Die angeblich hier billiger waren als auf dem Festland.
Er hatte sie alle bereits schon gesehen, als er am ersten Tag mit seinem Vater hier durch die Galerie geschlendert waren, doch ein Bild fehlte, was sein Vater bewundert hatte, es zeigte nur ein Leuchtturm, der so Schlampig und Heck dich gemalt war, so dass selbst er es besser hinbekommen würde,
Er ignorierte die Bilder Genauso wie die, Leute die nun die verletzte Person halfen die wohl immer noch hinter ihm, auf dem Gang lag und nun verzweifelt weinte. Er schlenderte weiter Ohne, dass man ihn anmerkte, dass er für dieses Chaos verantwortlich war.
Fast schon beiläufig ging er nun entlang einer wunderschönen Promenade, wo sich auf der rechten Seite eine durchgehende Glaswand erstreckte. Von wo aus die Nordsee nicht ganz so ungemütlich aussah. Zur seiner linken erstreckte sich eine lange Reihe an Shops die den Anschein machen sollte, als wäre er nicht auf einen Schiff sondern in einer kleinen Gasse in Italien die sich nach wenigen Metern in einer, Dreistöckige Theatrium erstreckte. Wo nun ein Animateur in einem rosa Polo Shirt versuchte Dutzende Kinder zu animieren während der folgenden Vorstellung sitzen zu bleiben.
Doch wie sie dachte er nicht ran hier zu verweilen um sich die Show anzuschauen. Er hielt sich Richtung Heck, um dann mit einer der Aufzüge, zum Kletterparadies hochzufahren, Entschlossen diesmal die Kletterwand zu bezwingen.
Doch irgendwas bremste ihn er hätte alles machen können, vielleicht hoch zur Wasserrutsche da dürfte jetzt um die Mittagszeit nicht viel los sein oder zur Arcade wo einige Flipper und Videospiele auf ihn wartenten. er hätte auch ein paar Runden der kleinen Achterbahn drehen können, auch der Duft von einer der Kostenlosen all you can eat Restaurants lockte ihn zu sich. Doch Immer wieder ploppte das Abzeichen vor seinem geistigen Auge auf, was er unbedingt haben wollte. Entschlossender denn je, nahm er die Treppe hoch zum 17. Stock
Doch als er ein paar Minuten später die Kletterwand anschaute verließ ihn mal wieder all den Mut.
Sein Abenteuer Buch Zitate in seiner Hand als er wieder diese bunten kleinen Griffe betrachtete, an den man Null halt hatte. Er hatte keine Höhenangst, Der Klettergarten der sich um die Spitze des Berges rankten, wo man nur teilweise auf einem schmalen Holzbrett stand, War für ihn kein Problem. Er schaute nach oben wo ebenfalls einige Leute auf den wackligen Brücken unterwegs waren. Natürlich genauso gut gesichert wie auch hier. Jedoch konnten Sie sich zu Not ein Seilen festhalten. Doch hier ging es 20 m steil nach oben. Nur gehalten von so kleinen bunten Dinger.
„Das schaffst du auch“ Sprach eine junge Frau die grade mit einen Klettergeschirr in der Hand auf ihn zukam.
Dabei zeigte sie Überflüssigerweise auf die Spitze der Kletterwand. Die so geformt war wie die Zugspitze und mit dem weißen Kunstschnee-Imitat sah es so aus, als würden Riesen einen echten hohen Berg hochklettern, an dessen Ende eine kleine Goldene Glocke an dem Gipfelkreuz befestigt war. Die jedes Mal viel zu laut bimmelte, wenn es wieder einer geschafft hatte.
Ein kleines Mädchen jubelte gerade über Ihren Erfolg, diese Glocke erreicht zu haben.
Doch er starrte nur in die Höhe. Nun flatterte sein Abenteuer Buch in seiner Hand so heftig dass es aufgeschlagen auf der Seite Mit den Preisen liegen blieb.
Die junge Frau in rosa Poloshirt lächelte ihn an und Ging in die hocke
„Tanja Boss“ Stand in Gold geprägten Letter auf ihren Namen Schild. ,Mit einem routiniert lächelnden hob sie sein Abenteuerheft auf Blätterte bot sie in die Kletterausrüstung an.
Er schaute abwechselnd auf die Ausrüstung, auf die Bergspitze, nur um anschließend wieder auf ihr Gesicht zu schauen, aus dessen Augen eine ruhige Freundlichkeit ausstrahlte,
Zu den Zeitpunkt wusste Jack nicht dass, dass Er eines Tages mal, ihr Leben retten würde. Doch das geschah eher nebensächlich, während er dabei war sein eigenes Leben zu retten. Jedoch wären sie ohne das Zutun von Josef niemals in die Situation gekommen worden.
Doch jedes Mal wenn sie in den späteren Jahren zusammensaßen und über die Zeit vor den grünen Regen sprachen, kam auch immer wieder diese Situation zur Sprache. Jack behauptete zwar er hätte es bis über die Hälfte geschafft. doch Tanja lachte dann nur. „damals hing er wie ein nasser Sack an der Wand“ er jammerte „er hätte keinen Halt“ doch habe ich ihm damals kaum von der Wand runter bekommen“ sein ganzes Team lachte dabei immer herzhaft. Doch jedes Team Mitglied wusste welche spektakuläre Geschichte hier ihren Anfang genommen hatte.
„Jack, komm, wir hätten schon vor 15 Minuten im Blue Sea Restaurant sein müssen.“
Er wischte seine Tränen aus den Augenwinkeln zu mindestens hatte er es versucht. Nun schaute er seinen älteren Bruder an, der in flotten Schritten auf ihn zu kam, Josef war schon 17 und bereitete sich schon auf sein Studium der Wirtschaft/Ökonomie vor. Mit seinem weißen Polohemd, natürlich mit Schiffsmonogramm, und seiner gebügelten und weißen Kapitänshose sah er irgendwie lächerlich aus.
Josef sprach eher langsam und ruhig, Aber nicht zu ihm sondern zu ihr.
„Alles okay? Ich hoffe, mein kleiner Bruder hat dich nicht zu sehr belästigt!“
„Alles okay, mein Herr, dafür sind wir hier ja da“, antwortete Tanja ironisch mit einer Standardphrase aus dem Lehrbuch.
Jack wischte sich abermals die restlichen Tränen aus den Augen, doch Tanja lächelte ihn an, Als sie die den letzten fehlenden Stempel in seinen Abenteuer Buch setzte. Sie gab Josef sein Buch, Dabei sprach Josef etwas leise zur ihr was er nicht hörte, doch es war anscheinend so lustig dass sie knallrot wurde und sich abwenden musste. Sie lachten beiden so ehrlich, dass auch Jack irgendwann mit ein stimmte.
Etwas später erreichten sie zusammen das Restaurant, wo schon Ihre Eltern auf ihn warteten. Melinda und Hans Peters hatten sich in der Uni kennen gelernt und gemeinsam ihren Doktor der Zahnmedizin gemacht, Nach einigen Jahren konnten Sie sich ihre eigene Privatpraxis am Stadtrand leisten.
Leger gekleidet saßen sie am Tisch mit dem Blick aufs Meer und genossen ihre Auszeit.
„,Was habt ihr beiden wieder getrieben?“, sprach Seine Mutter freundlich zu ihm und strich Jack eine Schweißlocke aus der Stirn.
Jack bestrich sich gerade eines der Pizzabrötchen mit Kräuterbutter, als auch Josef sich lässig an den Tisch setzte und ein Gespräch mit ihrem Vater anfing.
„Heute Abend ist es so weit. Laut Wetterdienst und Information von unserem Captain werden wir die perfekte Sicht auf den Schweif des Kometen Omikron Percy I 9 haben, der heute Abend um 23:30 Uhr die Erde streifen wird und“, er wurde langsam und leise, „hoffentlich nicht allzu viel Schaden anrichten wird.“
Ihr Vater lachte auf seine unverwechselbare Art und zeigte dabei perfekte Zähne.
„Das wird schon funktionieren. Der Eintrittswinkel ist so perfekt, dass selbst kleinere Brocken, die sich eventuell lösen könnten, in der Atmosphäre verdampfen werden.
Wenn er aus Stein, Eisen oder einem unbekannten Material wäre, dann würde ich mir auch Sorgen machen, aber ein Eisblock von etwa 3,5 Kilometern Länge und 1,5 Kilometern Breite, der mit 25.000 Kilometern pro Stunde, mit einem Winkel von ...“ Er versuchte sich an die Pressemeldung zu erinnern.
Jack erinnerte sich an die ganzen Filme, die er heimlich geguckt hatte, und jedes Mal, wenn ein Komet oder Raumschiff auch nur in die Nähe des Planeten kam, gab es auf dem Planeten immer Panik, doch irgendwie war die Realität anders wie die Filme! Sie waren sogar auf einem Schiff, das sich ziemlich genau über der Einschlagstelle befand! Die letzte Fahrt der Poseidon mit Alien Impression.
„Was ist so lustig?“, fragte ihre Mutter und griff zu einer Olive und strahlte dabei ihre beiden Jungs an.
Tanja lächelte immer noch, als sie um 22:00 Uhr hundemüde in ihrem Vierbettzimmer auf dem dritten Deck auf ihrer Pritsche lag und ihren Wecker anwies, sie wieder um 23 Uhr zu wecken, denn die Ankunft des Kometen wollte sie um keinen Preis verpassen. Doch zum Schlafen kam sie nicht, als eine ihrer Mitbewohnerinnen, ebenfalls völlig erschöpft ins Bett fiel und trotz ihrer gebrochenen Nase anfing unaufgefordert von ihrem Tag berichtete.
„du wirst mir nicht glauben was mir heute passiert ist, als ich gerade die frisch gewaschene Uniform des Captains, von der Wäscherei abholt habe, die er zum abendlichen Dinner anziehen wollte,“, näselte sie, „hat mir so ein kleiner Bengel mir die Nase gebrochen, und du glaubst gar nicht, wie Captain Papadopoulos darauf reagiert hate.“ Sie lächelte.
„Er nahm einfach ein anderes Jackett aus seinem Schrank und entfallen wir, die Uniform einfach über Bord zu schmeißen, während er mich zum kranken Flügel schickte, er war gar nicht sauer oder.“
Doch ein leichtes Schnarchen ließ vermuten, dass ihre Zuhörerin eingeschlafen war.
Das Meer war glatt und ruhig. Auch der Himmel war sternenklar, als sie nur wenig später auf der Bugnase saßen, wo Dutzende von Besatzungsmitglieder fasziniert zum Himmel schauten, wo der Komet grade im Begriff war, in Tausenden von grün glühenden Brocken auf die Erde runter zu regnen. Tanja bewunderte das glattschwarze Meer, wo sich Wellen sanft gegen die Bordwand prallten. über Ihnen waren bereits schon die ersten Vorboten des Kometen zu erkennen. grün leuchtenden Sternschnuppen zogen blitzschnell über sie hinweg wobei das Meer jeder Einzelne von ihnen widerspiegelte.
Einer der Kellner reichte allen ein Glas Champagner, der zwar nicht mehr so ganz prickelnd war, aber für sie und für den Anlass angemessen temperiert.
Immer wieder waren von der gesamten Schiffsbesatzung sowie den Passagieren lange OOOOs und AAAAAs zu vernehmen, als ein besonders schöner Brocken faszinierend auseinanderbrach. In diesen Momenten dachte sie nicht an ihre 14-Stunden-Tage, an ihre schlechte Bezahlung oder Unterbringung. Denn das war es, wovon sie seit Jahren immer geträumt hatte.
Tanja war acht, als sie zum ersten Mal mit ihrer Mutter den Hamburger Hafen besuchte, um die Ankunft der Queen Mary 2 zu bewundern.
Sie war auf Anhieb von den großen Kreuzfahrtschiffen begeistert, die hier in regelmäßigen Abständen anlandeten. Sie war von ihrer schieren Größe beeindruckt, es waren schwimmende Paläste voller freudestrahlender Menschen, die alle zu ihren eigenen Abenteuern aufbrachen.
Sie selbst hatte noch nie ihre Heimatstadt Hamburg verlassen. Und außer den Werbeplakaten und den Bildern in ihrem Geschichtsbuch kannte sie nichts anderes als die große Stadt mit den schwimmenden Hotels, stinkende, gefährliche Gassen und kaum Platz oder Geld, sich als Kind zu entfalten. Jedes Mal, wenn sie ihrem Vater, der damals noch in der Brauerei arbeitete, von ihren Reiseplänen erzählte, fing er an zu lachen. Sie konnten es sich kaum leisten, die immer teurer werdende Wohnung zu bezahlen. So lauschte sie die Geschichten ihre Freundinnen und Kameraden die von fernen Ländern, und kuriosen Abenteuern erzählten
Ihre beste Freundin war mit ihren Eltern drei Wochen in Italien im Urlaub und einer ihrer Klassenkameraden flog sogar regelmäßig nach Amerika, um seine Großeltern zu besuchen. Natürlich inklusive eines Besuches im Disneyland
Doch sie saß in ihrem winzigen Zimmer fest, was seit der Zeit als Großmutter noch gelebt hatte, nicht mehr renoviert wurde. der Gestank von Kohlsuppe war auch mit den Jahren nicht aus den grauen Wänden rauszubekommen. Sie träumte davon, auch eines Tages mal die große weite Welt zu erkunden, allein mit einem Rucksack über die Berge zu wandern, die tiefsten Höhlen zu erforschen oder sogar mit einem Fahrrad durch die Wüste zu fahren.
Doch so eine Reise war teuer, musste sie mit zwölf Jahren wieder feststellen, als sie ihr Sparschwein auf dem Tresen des ortsansässigen Reisebüros zertrümmerte!
doch ihr Wille war ungebrochen, sie würde eine Möglichkeit finden, die Welt zu bereisen.
Bereits schon mit 17 Jahren bewarb sie sich bei sämtlichen Reedereien, die in Hamburg ansässig waren. sie würde auch auf einem Containerschiff anheuern wenn sie die Möglichkeit bekäme.
Sie bekam reihenweise Absagen bis die Green Star Line Reederei ihr eine Ausbildung zur Reiseleiterin anbot, ohne zu zögern sagte sie zu.
Nun war die Stimmung auf dem ganzen Schiff ausgelassen und fröhlich, mehrere Partys waren voll im Gange, Sie dachte nicht an Zuhause, wo ihre Eltern wahrscheinlich das ganze Spektakel in der trüben Suppe des norddeutschen Sommers nur im Fernsehen sehen konnten. So merkte sie nicht, dass ihr Sektglas bereits das dritte Mal aufgefüllt wurde.
Sie dachte auch nicht an den Jungen in der weißen Bürgeruniform, der ihr einen Spruch in das Ohr gesäuselt hatte, was sie den ganzen Tag zum Schmunzeln und Nachdenken angeregt hatte. Sie ließ die Szene immer wieder vor ihrem inneren Auge ablaufen und verfluchte sich selbst, dass sie nicht auf diese einen Satz eine kluge Antwort bieten konnte.
Obwohl sie schnell Anschluss gefunden hatte, hate keine Beziehung lange gehalten. Die meisten heuerten für zwei bis drei Monate an und verschwanden wieder, als sie merkten, dass sie null Privatsphäre und kaum Freizeit hatten. Und im Endeffekt dankte es ihnen keiner. Die meisten von den Underdogs wussten nicht mal, in welchem Land sie waren, wenn sie aus ihren kleineren Bullaugen auf einen kleinen Industriehafen schauten. Nur um dann den Fernseher an zu machen, um eine Dokumentation über ein Land zu schauen was eventuell sie nur wenige Minuten besuchen konnten, Denn das Leben und Arbeiten hier unten war nichts im Vergleich zu den Hochglanzprospekten, die die Passagiere zu Dutzenden auf diese Kreuzfahrten zogen. Doch bei allen Schmerzen und Verzicht − genau von so einem Moment hate sie ihr Leben lang geträumt. Langsam ließ sie ihre Blicke über den schwarzen Ozean gleiten, in dem sich traumhaft alles spiegelte, was sich oben am Himmel abspielte. Dabei merkte sie gar nicht, wie ein kleiner Oktopus es sich an ihrem Oberschenkel gemütlich gemacht hatte.
Der Kapitän hatte angeordnet, alle nicht notwendigen Außenlichter auszuschalten, sodass alle Gäste in der Dunkelheit perfekte Sicht auf das Spektakel über ihnen hatten. Nur ein schwaches Licht kam von der Brücke, wo Captain Papadopoulos ebenfalls mit einem Sektglas den faszinierenden Anblick genoss.
Sie hatte das Gefühl, dass er ihr zuprostete. Doch als auf dem Bug alle die Gläser erhoben und ebenfalls Richtung Captain erhoben, war das für sie einer der perfektesten Momente ihres Lebens.
Verträumt blickte sie wieder zum Kometen, wo nun ein grün pulsierendes Licht direkt auf sie zukam.
Mehrere leichte Plongs waren zu hören, als ein großes Bruchstück direkt über sie flog und das Schiff nicht ganz verfehlte. Das Meer vor ihnen glomm auf, als es nur wenige Meter vor ihnen ins Meer stürzte.
Die Oberfläche, die bislang nur den Himmel gespiegelt hatte, pulsierte nun grün auf.
Dabei erleuchtete das Meer in allen Farben des Regenbogens, Dutzende von leuchtenden Perlen ergossen sich nun wie ein Feuerwerk unter und über ihnen.
Dies war so ein faszinierender Anblick, dass Tanja nicht merkte, dass etwas sehr Heißes auf ihrem Schenkel langsam ein Loch in ihre Pyjamahose schmolz.
Sie wollte aufspringen, um dem Schmerz in ihrem Oberschenkel hinauszuschütteln, doch wäre sie aufgestanden, hätte sie eine ihrer Arbeitskollegen, die bewusstlos mit einer Platzwunde an ihr lehnte, auf den Boden prallen lassen. Mit einem gewaltigen Krachen fiel sogar einer der Köche um.
Nun schlug die Faszination der natürlichen Schönheit in blanke Panik um. Alle versuchten, so schnell wie möglich wieder ins Schiffsinnere zu gelangen. Kein Moment zu spät, denn in diesem Moment prasselten hunderte von kleineren und größeren Brocken auf das Schiff ein. Doch hinterließen sie nicht mehr als ein paar Beulen und leicht verletzte Passagiere.
Gleichzeitig bereiteten sich Wissenschaftler/-innen weltweit vor den Regen einzufangen oder sogar ein Stück des Meteoriten aufzufangen. So stand auch Professorin Doktor Winterberger, Doktor der Biologie, in der Wüste von Nevada mit einigen ihrer Studenten, die gerade dabei waren, hunderte von Quadratmetern Folie aufzuspannen und zu fixieren. Ein weiteres Team baute rundherum 40 Meter hohe Windbreaker auf, damit der trockene Wüstenstaub nicht auf die sorgsam gereinigte Oberfläche kam und die Proben verunreinigte.
Sie wusste, das erste Team, das außerirdisches Leben im Eis nachweisen würde, würde sofort den Nobelpreis erhalten, und wenn sie auch noch beweisen könnte, dass die Panspermie-Theorie anhand der D.N.A.-Gleichung nachweisbar wäre …
Ein Krachen riss sie aus ihren Gedanken.
„Was zum …?“ Ein weiteres Krachen und ein